Monatsthema: Vorbild des Glaubens (Mose)
Predigtthema: Gehorsam dem Auftrag
Bibelstelle: 2.Mose 3, 1-15
Verfasser: Dr. Heiko Krimmer
Bausteine zu 2. Mose 3, 1-15
1. Der 80-jährige Mose; eigentlich eine gescheiterte Lebensgeschichte: Gerettet am Anfang. Mose ist der aus dem Wasser Gezogene; erzogen als ägyptischer Prinz. Dann Mörder, Flüchtling und jetzt Nomade, Hirte beim Schwiegervater = Menschen ausgeliefert. Dahin führt eigene Kraft, auch bei besten Motiven. Was ist unser Motiv für die Mitarbeit in der Gemeinde?
2. Gott beruft Mose. Seine Gottes-Stunde. Der brennende Busch: Feuer als Zeichen der Gegenwart Gottes als Richter! Doch, verbrennt nicht = der gnädige Gott. „Ziehe deine Schuhe aus“:
a) Das beschützte weg tun; ntl.: tue Buße. Bei der Gottesbegegnung geschieht Reinigung.
b) Lederhaut von toten Tieren = tu das Tote weg (vgl. Lukas 9,60). Jetzt geht es um Neuschöpfung.
Wir sind als Jesusleute nicht Reparaturarbeiter, sondern Mitbauer der neuen Schöpfung.
3. V. 7: „Ich habe das Elend meines Volkes gesehen“. Elend, wörtl.: Irrweg; „Geschrei“ = Wehklagen, weil kein Ausweg mehr. Das „Geschrei“ der Welt heute: Die Jammerlieder beginnen persönlich: Krankheit, soz. Unsicherheit, gescheiterte Beziehungen. Wir sind eine Jammer-Gesellschaft geworden. Weil wir in der Falle sitzen, kein Ausweg sichtbar. Wir singen als Christen das „neue Lied“ der Jesus-Rettung. Gott hat unser Elend gesehen, deshalb: „Gesandt Jesu, den treuen Heiland…“. „Leiden“ = Bedrängnis, Druck: Israel als Sklaven. Der Mensch als Sklave der Sünde. Satan macht immer Druck. Doch Jesus: Matth. 11, 28-30: „meine Last ist leicht“, denn er trägt mit.
4. Gott wird Israel in ein „gutes“ = wachsendes, nämlich entwicklungsfähiges Land führen. Ein „weites“ Land = wo Raum ist für alle, vgl. Jesus: „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.“ „Milch“ steht für saftiges, grünes Weideland. „Honig“, blütenreiches, fruchtbares Land. Das Land Israel als Vor-Bild für die „neue Erde“.
5. Mose: „Wer bin ich?“: Der stolze, selbstmächtige Mann ist demütig geworden. 40 Jahre Zubereitungszeit in der Wüste hat das gebraucht. Je größer die Aufgabe in der Gemeinde, desto notwendiger ist die geistgeweihte Demut. Da nimmt uns Gott in die „Schule“. Bsp. Paulus: „Lass dir an meiner Gnade genügen…“ 2. Kor. 12,9.
6. V. 13: Israel hat in Ägypten seinen Gott vergessen, deshalb die Frage Moses nach dem Namen. 430 Jahre – zuerst gute, fette Jahre, dann Jahre der Not und Sklaverei – haben Israel von seiner „Geschichte mit Gott“ getrennt. „Not lehrt Beten“? Nein: In der Regel macht Not bitter und Vertrauen fehlt.
7. Der Name Gottes „Jahwe“:
a) Der Ewigkeitsname = ich bin immer
b) Der Herrenname = ich bin über allem und mit allen
c) Der Helfername = ich bin für euch „vollendet im Jesusnamen“: Jesus – Gott hilf!