1.Mose

Predigthilfe vom 3.4.2005 – 1.Mose 39, 1-23

Monatsthema: Vorbild des Glaubens (Josef)
Predigtthema: Glaube der standhaft bleibt

Bibelstelle: 1.Mose 39, 1-23

Verfasser: Dr. Heiko Krimmer

Bausteine zu 1. Mose 39, 1-23

1. Josef, auf deutsch: Gott tut hinzu! Das ist Josefs Lebensgeschichte: Gott handelt mit ihm und durch ihn. Er macht Josef zum „Retter“ für Israel in der kommenden Hungersnot. Er bereitet durch Josef den Raum, in dem die Jakobsfamilie sich zum Volk entfalten kann, im Lande Gosen in Ägypten. Josef = der Geburtshelfer, Wegbereiter für Israel als Volk. Josef: Vorschattung auf Jesus. Er öffnet uns den Heimweg zu Gott.

2. Drei mal: „Josef, ein Mann, dem alles glückte“ (V. 2, 3, 23). Glück: hebr. Massel“; wörtl.: spalten, öffnen, im Sinne von: versperrte Wege öffnen. Josef, der Wege aufmacht! Glück hängt also nicht an den Unständen (Josef kommt ja ins Gefängnis), sondern Glück ist biblisch: was und wie ich anderen zur Hilfe bin.

3. Der Sklave in Ägypten. Ist das das Ende seiner Wege? Ja, aber Gott bereitet ihn jetzt zu für seine Aufgabe im Heilsplan. Josef wird nicht bitter. Er bewährt sich in seiner täglichen Arbeit. So wird sein Stolz gebrochen (vgl. 1. Mose 37, sei9ne Träume, die er angeberisch weitergibt). Gott nimmt auch uns durch schwere Wege in seine Schule, damit wir dienstbrauchbar werden.

4. Eine schwere Lektion für den „schönen“ jungen Mann: Der Verführung auf geschlechtlichem Gebiet standhalten! Der Satan „richtet“ alles hin: die willige Frau; die eindeutigen Aufforderungen; ganz allein mit ihr. Doch Josef bleibt standhaft: Er flieht vor der Sünde. Flucht ist beste Art, der geschlechtlichen Sünde zu widerstehen (vgl. 1. Kor 6, 18; 2. Tim. 2,22). „Fliehe“ = Knopf aus am Fernseher, weg von den bestimmten Internetseiten (lass sie sperren).

5. V.9: Sünde geschieht immer gegen Gott. Nur vordergründig gegen Potiphar. Gottes Wille wird übertreten, eben das 6. Gebot hier, vgl. 2. Mose 20,14. Wer sündigt verlässt Gottes Weg. Josef will unbedingt bei Gott bleiben. „Übel tun“ – wörtl.: Gemeinschaft zerbrechen.

6. Die schwerste Lektion: Josef will das Beste, hält Gottes Gebot, aber: Er wird dafür nicht belohnt. Er muss ins Gefängnis. Zu Unrecht leiden, so wie Jesus. Das ist die „fruchtbarste“ Form des Leidens: um Jesu willen leiden – vgl. 1. Petrus 4, 12-17, auch Matth. 5, 11+12. Da werde ich los von mir selber.