Geschichte

Einleitung

"Es ist die Not unserer Generation, dass wir verlernt haben, geschichtlich zu denken. Unsere Zeit denkt in Ideologien, stellt ihre Theorien auf und meint, die Wirklichkeit zu verstehen, wenn sie sie in den Rahmen ihrer Ideen hineinpresst. Wieviel Not und Leid dadurch über die Völker unseres Jahrhunderts kamen, ist uns allen bekannt. ...Vor wieviel Irrlehre und Schwärmerei würde die Gemeinde bewahrt bleiben, wenn wir etwas mehr Kirchengeschichte trieben!“ – Hans Brandenburg[1]

„Gedenkt an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt ihrem Glauben nach.“

Hebräer 13,5

Die wechselreiche Geschichte des Württembergischen Brüderbundes und seiner Väter bietet zu beidem ideale Voraussetzungen. Sie fordert förmlich zur Auseinandersetzung mit ihr auf. Wer bereit ist, sich in die Geschichte mit hinein nehmen zu lassen und sie aufmerksam zu beobachten, der erkennt einen großen Schatz, aus dem er vieles für sein Leben als Christ gewinnen kann.

Heute gliedert sich der Württembergische Brüderbund in sechs Bezirke mit insgesamt 52 Gemeinschaften. Die Arbeit wird hauptsächlich von freiwilligen Mitarbeiten getragen. Vollzeitliche Mitarbeiter ergänzen die Vielfältigen Aufgaben. Der gemeinsame Gottesdienst am Sonntag ist die Zentrale Veranstaltung. Zusätzlich werden viele verschiedene Gruppen und Kreise angeboten. Kinder- und Jungscharstunden oder Teenager- und Jugendkreise sind ebenso vertreten, wie Frauenfrühstück und Männervesper oder Teestuben. Größere Veranstaltungen sind die jährlichen Bezirks- und Verbandskonferenzen und das Pfingstjugendtreffen „dynamis“. Zudem bietet der Württ. Brüderbund jährlich rund 120 Freizeiten in seinen Freizeithäusern an.

Dem Mangel, den Hans Brandenburg aufgezeigt hat und der Aufforderung in Hebräer 13,5 soll nachgekommen werden. Das große Erbe, das der heutige Brüderbund angetreten hat, wird deutlich. Dass sich innerhalb des Brüderbundes vieles verändert hat, soll an den beiden Brüderbundsymbolen bildhaft werden.

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[1] Wilhelm Wagner, ...und folget ihrem Glauben nach, S.9.