{"id":5430,"date":"2026-04-08T15:26:28","date_gmt":"2026-04-08T13:26:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=5430"},"modified":"2026-04-23T15:27:37","modified_gmt":"2026-04-23T13:27:37","slug":"predigthilfe-vom-10-mai-2026-1-petrus-211-20-bis-v-25-erinnerung-an-karfreitag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-10-mai-2026-1-petrus-211-20-bis-v-25-erinnerung-an-karfreitag\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 10. Mai 2026 &#8211; 1. Petrus 2,11-20 (bis V.25 Erinnerung an Karfreitag)\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Monatsthema:\u00a0<\/strong> <strong>1.Petrusbrief: Glaube, der tr\u00e4gt<\/strong>\u00a0<br><strong>Predigtthema:\u00a0<\/strong> <strong>Die Jesus-Art leben (Muttertag)\u00a0<\/strong>\u00a0<br><strong>Gottesdienst Einleitung:\u00a0<\/strong> Psalm 116,1-6\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk&nbsp;10,16a)!&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Verschiedene&nbsp;Bibel\u00fcbersetzungen,&nbsp;um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.bibleserver.com<\/a>&nbsp;(Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum&nbsp;Predigttext&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Monatsthema \u201eGlaube, der tr\u00e4gt\u201c&nbsp;wird&nbsp;in diesem Abschnitt sehr konkret&nbsp;und praxisnahe. Petrus beschreibt keinen theoretischen Glauben, sondern einen Glauben, der sich im Alltag bew\u00e4hrt \u2013 gerade dort, wo es&nbsp;herausfordernd und&nbsp;schwierig wird. Der Glaube zeigt sich nicht zuerst in Worten, sondern in einer bestimmten Lebensart: der \u201eJesus-Art\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bezug zum Muttertag&nbsp;kann hier ein hilfreicher Zugang und ein praktisches Beispiel sein.&nbsp;Viel von dem, was Petrus beschreibt, wird im Alltag von M\u00fcttern sichtbar \u2013 oft leise, oft unscheinbar, aber nachhaltig pr\u00e4gend. Hingabe, Geduld, Verzicht, Ausharren \u2013 das sind keine gro\u00dfen Schlagworte, sondern gelebte Realit\u00e4t. Genau darin spiegelt sich etwas von dem wider, was Petrus meint.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Aebi, E\u00a0<\/em>\u201eKurze Einf\u00fchrung in die Bibel\u201c, Bibellesebund.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li><em>Krimmer, Heiko.<\/em>\u00a0Edition C Bibelkommentar NT, \u201e1+2.Petrusbrief\u201c, H\u00e4nssler Verlag.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li><em>Fruchtenbaum, Arnold. \u201e<\/em>Die Petrusbriefe und Judas\u201c,<em>\u00a0<\/em>CMD H\u00fcnfeld.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li><em>MacDonald, W. (2018)\u00a0<\/em>\u201eKommentar zum Neuen Testament\u201c,\u00a0Bielefeld: CLV.\u00a0\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li><em>Wiersbe, Warren.\u00a0<\/em>Kommentar zur NT,\u00a0<em>\u201e<\/em>Timotheus bis Offenbarung\u201c<em>\u00a0<\/em>CLV Dillenburg.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ol start=\"3\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong>\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Bitte beachtet, dass dies hier nur eine&nbsp;verk\u00fcrzte&nbsp;Predigthilfe ist. Gern verweisen wir auf die bereits vorhandenen und ausf\u00fchrlichen Predigthilfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Predigthilfe vom 28. August 2016 \u2013 1. Petrus 2, 11-17&nbsp;von Klaus Eberwein&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-predigthilfen wp-block-embed-predigthilfen\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"aTzVmp2fAq\"><a href=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-28-august-2016-1-petrus-2-11-17\/\">Predigthilfe vom 28. August 2016 &#8211; 1. Petrus 2, 11-17<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Predigthilfe vom 28. August 2016 &#8211; 1. 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Petrus 2,21-25<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Predigthilfe vom 3. April 2026 &#8211; 1. Petrus 2,21-25&#8220; &#8211; Predigthilfen\" src=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-3-april-2026-1-petrus-221-25\/embed\/#?secret=PElHpITSc8#?secret=W2CzVd1cuc\" data-secret=\"W2CzVd1cuc\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Predigttext macht deutlich, dass christlicher Glaube immer eine doppelte Dimension hat:&nbsp;eine innere und eine \u00e4u\u00dfere.&nbsp;Was im Herzen beginnt, wird im Verhalten sichtbar.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und genau hier setzt Petrus an.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>V.11&nbsp;Er erinnert die Christen zun\u00e4chst daran, dass sie \u201eG\u00e4ste und Fremdlinge\u201c sind. Das bedeutet: Ihre eigentliche Identit\u00e4t liegt nicht in dieser Welt&nbsp;und diese Welt ist auch nicht des Christen geistliche Heimat.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Daraus folgt eine innere Distanz gegen\u00fcber allem, was Gott widerspricht.&nbsp;Es ist gleichsam eine klare Aufforderung, sich den in der Gesellschaft \u00fcblichen egoistischen Verhalten fernzuhalten (Eph 2,1ff.). Grund: Das fleischliche Verlangen, f\u00fchrt zur inneren Zerrissenheit worunter die Seele&nbsp;des Christen leidet (Jak 4,1ff).&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>V.12&nbsp;Diese innere Haltung bleibt aber nicht verborgen, sondern zeigt sich im \u00e4u\u00dferen Lebensstil.&nbsp;Gerade im Alltag \u2013 im Miteinander mit anderen Menschen, im Umgang mit Autorit\u00e4ten und besonders auch im Ertragen von Ungerechtigkeit \u2013 wird sichtbar, ob der Glaube tr\u00e4gt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unter den Ungl\u00e4ubigen&nbsp;sollen Christen vorbildlich leben&nbsp;(1Thes 4,12)&nbsp;und lieber Unverst\u00e4ndnis ertragen (1Pet 4,3ff), weil am Ende, wenn Gott im Gericht jeden Menschen zur Verantwortung zieht,&nbsp;die Ungl\u00e4ubige erkennen,&nbsp;dass der Weg der Christen, der richtige war (vgl.&nbsp;Mt&nbsp;,5,16; 1Pet 4,5).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>V.13-14 Christen sollen sich aller weltlichen Obrigkeit unterordnen \u2013 nicht, weil diese gut und richtig&nbsp;handeln, sondern weil der Herr es so will. Respekt und einhalten der \u00f6ffentlichen Ordnung ist ein Zeugnis f\u00fcr Christus (Vgl. Spr. 24,21) Bsp. Volk&nbsp;Juda&nbsp;in Babel (vgl. Jer. 29,7f. und 1Pet 5,13).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>V.15&nbsp;Es ist Gottes ausdr\u00fccklicher Wille, dass nicht durch Streitigkeiten, sondern durch vorbildliches und unanst\u00f6\u00dfiges Verhalten die Kritiker entwaffnet und deren Argumente zunichtewerden. (1Pet 3,16; Tit 2,8).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>V.16&nbsp;Christen d\u00fcrfen ihre Freiheit nicht zum z\u00fcgellosen oder s\u00fcndhaften Verhalten ausnutzen (Gal 5,1.13) \u2013 vielmehr haben wir die Freiheit in Christus, sogar unter einer schlechten Obrigkeit gelassen unser Christsein zu f\u00fchren, selbst wenn es durch Ablehnung und&nbsp;Leid geht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>V.17 &nbsp;Christen sollen allen&nbsp;Menschen&nbsp;gegen\u00fcber w\u00fcrdevoll und respektvoll sein, das gilt jedem Menschen, ganz unabh\u00e4ngig von Alter, Stellung, Geschlecht, Religion oder Meinung. So viel an Christen liegt, halten sie Frieden&nbsp;(R\u00f6m 12,18).&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>V.18 Das gilt im allt\u00e4glichen Umgang mit Menschen,&nbsp;Arbeitskollegen, Arbeitsgeber, Eltern, Geschwister, Gro\u00dfeltern, Lehrer, staatlichen Angestellten usw.&nbsp;Genau&nbsp;hier wird&nbsp;unser Glaube sichtbar. Es geht nicht um besondere \u201egeistliche Momente\u201c, sondern um die ganz normalen Begegnungen des Lebens. Petrus macht deutlich: Ein solches Verhalten \u2013 gepr\u00e4gt von Respekt, Hingabe und innerer Haltung \u2013 ehrt Gott.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>V.&nbsp;19&nbsp;\u2013 20&nbsp;Dann richtet Petrus den Blick ganz bewusst auf eine Realit\u00e4t, die wir oft lieber ausblenden: die Nachteile. Wer die Jesus-Art lebt, wird fr\u00fcher oder sp\u00e4ter auch leiden. Und hier wird es existenziell. Es geht nicht mehr nur um gutes Verhalten, sondern um die Frage: Wie reagiere ich, wenn ich trotz richtigen Handelns Unrecht erlebe?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Genau an diesem Punkt zeigt sich die Tiefe des Glaubens.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Solange alles gut l\u00e4uft, ist vieles leicht. Aber wenn ich ungerecht behandelt werde, wenn ich missverstanden oder \u00fcbersehen werde \u2013 dann wird sichtbar, was wirklich in mir steckt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Petrus macht deutlich: Es gibt eine Form des Leidens, die vor Gott wertvoll ist \u2013 n\u00e4mlich dann, wenn jemand um des Gewissens willen standhaft bleibt. Wenn jemand nicht zur\u00fcckschl\u00e4gt, obwohl er es k\u00f6nnte. Wenn jemand nicht bitter wird, obwohl er Grund dazu h\u00e4tte. Das ist keine Schw\u00e4che, sondern eine bewusste Entscheidung, die&nbsp;aus einem tragf\u00e4higen Glauben kommt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>V. 21 -22&nbsp;Der H\u00f6hepunkt von Petrus\u2019 Gedanken ist der Blick auf Jesus selbst. Der Ruf zur Jesus-Art&nbsp;ist&nbsp;kein blo\u00dfer moralischer Apell, sondern hat&nbsp;ein konkretes Vorbild. Jesus hat diese Haltung nicht nur gelehrt, sondern gelebt.&nbsp;Er hat gelitten, ohne zur\u00fcckzuschlagen. Er hat Unrecht getragen, ohne zu vergelten. Und genau darin wird die \u201eJesus-Art\u201c sichtbar&nbsp;\u2013 nicht in St\u00e4rke nach menschlichem Ma\u00dfstab, sondern in hingebungsvoller Liebe.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hier entsteht die Verbindung zu Karfreitag: Das Kreuz ist nicht nur Erl\u00f6sung, sondern auch Ma\u00dfstab f\u00fcr Nachfolge.&nbsp;Jesus selbst sagt, dass Nachfolge bedeutet, sich selbst zu verleugnen und das Kreuz auf sich zu nehmen (Lk&nbsp;9,23f).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Jesus-Art zu&nbsp;leben,&nbsp;bedeutet deshalb auch, sich selbst zur\u00fcckzunehmen, eigene Anspr\u00fcche loszulassen und bewusst den Weg Jesu zu gehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>V.23\u201324&nbsp;Jesus hat nicht nur gelitten \u2013 er hat sich dabei ganz bewusst Gott anvertraut. Er hat nicht gedroht, nicht zur\u00fcckgeschlagen, sondern alles&nbsp;dem&nbsp;\u00fcberlassen, der gerecht richtet.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist der entscheidende Punkt:&nbsp;<strong>Die Jesus-Art lebt aus Vertrauen.<\/strong>&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Gewissheit, dass Gott sieht, tr\u00e4gt und am Ende gerecht handelt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch das&nbsp;Leiden Jesu war nicht nur Vorbild, sondern auch Stellvertretung. Er hat unsere S\u00fcnden getragen. Er hat den Weg freigemacht, damit wir \u00fcberhaupt in dieser neuen Lebensweise leben k\u00f6nnen. Durch seine Wunden sind wir heil geworden.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>V.25&nbsp;Gerade deshalb, weil wir versagen und die JESUS Art nicht leben, brauchen wir Vergebung.&nbsp;Wir waren wie verirrte Schafe, orientierungslos und verloren. Aber jetzt sind wir zur\u00fcckgekehrt \u2013 zu dem Hirten und&nbsp;H\u00fcter&nbsp;unserer Seelen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet: Die Jesus-Art ist nicht einfach eine ethische Lebensweise, die wir irgendwie nachahmen. Sie ist die Frucht einer Beziehung.&nbsp;Weil wir JESUS&nbsp;geh\u00f6ren&nbsp;und ihm folgen, k\u00f6nnen wir auch anfangen, so zu leben wie er. Die Jesus-Art ist es,&nbsp;die Gott ehrt und verherrlicht, Menschen ein Zeugnis ist und&nbsp;der eigenen Seele&nbsp;gut tut.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.1&nbsp;Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen&nbsp;(Auslegung)<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Petrus schreibt diesen Brief ca. 60 \u2013 63 v.Chr. an Christen, die auf Grund ihres Glaubens ihre irdische Heimat verlassen mussten (1Pet 1,1). Ihre Bekehrung zu Jesus f\u00fchrte dazu, dass sie vielerorts unter Diskriminierung, Bedr\u00e4ngnis, Verfolgung und Vertreibung zu leiden hatten. Die erste Zerstreuung von Christen aus Jerusalem begann ca. 31 n.Chr. (Apg&nbsp;8,1). Selbst Saulus, der zuvor noch Christen selbst verfolgte, wurde sofort nach seiner Bekehrung ein Fremdling und Feind seiner j\u00fcdischen&nbsp;Religionsgemeinschaft,&nbsp;die versucht hatten ihn zu t\u00f6ten (Apg&nbsp;9,23-24).&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hinweise deuten darauf hin, dass die Briefempf\u00e4nger sowohl Judenchristen (1Pet 1,9-12, 2,9) als auch Heidenchristen (4,3) waren.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Text zeigt uns die JESUS-Art f\u00fcr den&nbsp;ganz normalen Alltag.&nbsp;Wir wollen kein&nbsp;unerreichbares Ideal&nbsp;aufzeigen,&nbsp;sondern wie&nbsp;Christsein&nbsp;konkret gelebt&nbsp;werden kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Muttertag bietet dabei eine hilfreiche Br\u00fccke. Viele der beschriebenen Haltungen sind&nbsp;zum Bsp.&nbsp;im Leben von M\u00fcttern wiederzufinden:&nbsp;das Dienen im Verborgenen, das Aushalten von Spannungen, das Dranbleiben trotz M\u00fcdigkeit oder mangelnder Anerkennung.&nbsp;Das Ertragen von Ungerechtigkeit, weil Teens manchmal sind, wie sie sind.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hier kann ein sehr&nbsp;wertsch\u00e4tzender Dank an die M\u00fctter erfolgen &#8211;&nbsp;ohne dabei ein einseitiges oder \u00fcberh\u00f6htes&nbsp;Mutterbild zu zeichnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist eine sensible Balance: Nicht jede Zuh\u00f6rerin verbindet mit dem Muttertag nur positive Erfahrungen. Deshalb sollte die Predigt alle mitnehmen und deutlich machen, dass die \u201eJesus-Art\u201c nicht an eine bestimmte Lebensrolle gebunden ist, sondern jeden Christen betrifft.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.3&nbsp;Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen&nbsp;(Anwendung)<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wo erlebe ich in meinem Alltag Spannungen zwischen meinem Glauben und meinem Verhalten?\u00a0<br>In welchen Situationen f\u00e4llt es mir besonders schwer, so zu reagieren, wie Jesus es tun w\u00fcrde?\u00a0<br>Wie gehe ich damit um, wenn ich mich ungerecht behandelt f\u00fchle?\u00a0<br>Wo sehe ich im Alltag Beispiele f\u00fcr gelebte Hingabe und Geduld\u00a0(Vorbilder)\u00a0\u2013 und was kann ich davon lernen?\u00a0<br>Was bedeutet es konkret f\u00fcr mich, nicht zur\u00fcckzuschlagen, sondern Gott zu vertrauen?\u00a0<br>Welche Eigenschaft von Jesus fordert mich im Moment am meisten heraus?\u00a0<br>Wo w\u00fcnsche ich mir, dass mein Glaube tragf\u00e4higer wird?\u00a0<br>Wie kann ich Menschen ermutigen, die viel geben und wenig gesehen werden?\u00a0<br>Wo k\u00f6nnte ich konkrete Schritte angehen, um die \u201eJESUS-Art\u201c, im pers\u00f6nlichen Alltag (Zuhause, Familie, Eltern, Kinder, Beruf, Gemeinde) einzu\u00fcben?\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Predigt soll deutlich machen, dass echter Glaube sich im Alltag bew\u00e4hrt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Er tr\u00e4gt nicht nur in guten Zeiten, sondern gerade auch dann, wenn es schwierig wird. Die Zuh\u00f6rer sollen verstehen, dass die \u201eJesus-Art\u201c kein&nbsp;unerreichbares&nbsp;Ideal ist, sondern ein konkreter Lebensstil,&nbsp;den wir als Christen zur Ehre Gottes immer mehr ein\u00fcben&nbsp;wollen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig soll ermutigt werden: Was oft unscheinbar und unbeachtet geschieht, ist vor Gott nicht verborgen. Gerade treue, stille Hingabe hat einen gro\u00dfen Wert&nbsp;\u2013 Gott vergisst nichts.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Jesus-Art zu leben bedeutet, im Alltag so zu handeln, wie Jesus gehandelt hat \u2013 in Liebe, in Hingabe und im standhaften Vertrauen auf Gott, auch wenn es etwas kostet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade dort, wo wir an Grenzen kommen, wo wir ungerecht behandelt werden oder wo unser Einsatz nicht gesehen wird, zeigt sich, ob unser Glaube tr\u00e4gt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und in allem versagen, weil es mir nicht so gelingt, darf ich durch JESUS Tod Vergebung erfahren.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Variante 1<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Sei wachsam \u2013 gegen\u00fcber dir selbst (V.11)\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Sei vorbildlich \u2013 im Alltag (V.12)\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Sei respektvoll \u2013 im Miteinander (V.13\u201317)\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Sei standhaft \u2013 im Leiden (V.18\u201320)\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Sei ausgerichtet \u2013 auf Christus (V.21\u201325)\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"2\" class=\"wp-block-list\"><\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"3\" class=\"wp-block-list\"><\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"4\" class=\"wp-block-list\"><\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"5\" class=\"wp-block-list\"><\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Variante 2&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Jesus-Art denkt anders\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>innerer Kampf, neue Ausrichtung (V.11)\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ol start=\"2\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Jesus-Art lebt sichtbar anders\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>guter Lebenswandel im Alltag (V.12\u201317)\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ol start=\"3\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Jesus-Art reagiert anders\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Umgang mit Leid und Ungerechtigkeit (V.18\u201325)\u00a0\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>(Klaus Eberwein)&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema:\u00a0 1.Petrusbrief: Glaube, der tr\u00e4gt\u00a0Predigtthema:\u00a0 Die Jesus-Art leben (Muttertag)\u00a0\u00a0Gottesdienst Einleitung:\u00a0 Psalm 116,1-6\u00a0 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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