{"id":5417,"date":"2026-03-27T09:40:57","date_gmt":"2026-03-27T08:40:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=5417"},"modified":"2026-03-27T09:40:58","modified_gmt":"2026-03-27T08:40:58","slug":"predigthilfe-vom-3-mai-2026-1-petrus-21-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-3-mai-2026-1-petrus-21-10\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 3. Mai 2026 &#8211; 1. Petrus 2,1-10"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Predigtthema<\/strong><strong>:\u00a0 Sich an Jesus ausrichten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In den Monaten April, Mai, September und Oktober 2026, wollen wir uns unter dem Titel \u201e<em>Glaube, der tr\u00e4gt<\/em>\u201c mit Abschnitten aus dem ersten Petrusbrief besch\u00e4ftigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Verfasser des ersten Petrusbriefes ist J\u00fcnger und einer der engsten Freunde von Jesus selbst gewesen (1Petr 1,1), der den Brief an Christen \u201e<em>in der Zerstreuung<\/em>\u201c schrieb (an Gemeinden mehrerer zusammenh\u00e4ngender Provinzen in Kleinasien), um ihnen in ihrem Leid Ermutigung zu sein. Ihr Leid hing damit zusammen, dass sie wegen ihrem Glauben an Jesus verfolgt wurden. Petrus wollte ihnen Hoffnung machen, indem er sie an ihr zuk\u00fcnftiges Erbe erinnerte (1,4-5), und sie darauf hinwies, dass kein Leid sinnlos ist (1,6-7) und auch Jesus leiden musste (2,21). Petrus spricht in seinem Brief die richtige Einstellung und das Verhalten von Christen an, die unter Verfolgung leiden. Die richtige Haltung w\u00e4chst aus dem Verst\u00e4ndnis \u00fcber das Leiden von Jesus und aus einer zunehmenden Wertsch\u00e4tzung gegen\u00fcber der Gr\u00f6\u00dfe der von Jesus erwirkten Rettung, ein zunehmendes Staunen \u00fcber das Evangelium. \u201e<em>Bleibt Jesus treu<\/em>\u201c, war seine Botschaft an die Geschwister.<\/p>\n\n\n\n<p>Vermutlich schrieb Petrus den Brief von Rom aus, wof\u00fcr er den symbolischen Namen \u201e<em>Babylon<\/em>\u201c gebrauchte (5,13). Zeitlich ordnen wir den Brief um das Jahr 65 n.Chr. zu. Wenn Petrus von einer Verfolgung spricht, k\u00f6nnte damit die Christenverfolgung unter Nero gemeint sein, die im Jahr 64 n.Chr. begann. Petrus selbst starb vermutlich um das Jahr 67 n.Chr. unter Kaiser Nero den M\u00e4rtyrertod.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>YouTube: <em>BibelProjekt \u2013 Buchvideo: 1.Petrus.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li>Henry, Matthew. <em>Kommentar Apostelgeschichte \u2013 Offenbarung<\/em>. 3L Verlag<\/li>\n\n\n\n<li>Holmer, Uwe. <em>Wuppertaler Studienbibel: Die Briefe des Petrus<\/em>. R.Brockhaus<\/li>\n\n\n\n<li>Krimmer, Heiko. <em>Edition C: Erster Petrusbrief<\/em>. H\u00e4nssler<\/li>\n\n\n\n<li>MacDonald, William.\u00a0<em>Kommentar zum Neuen Testament<\/em>. CLV (kostenlos Online PDF)<\/li>\n\n\n\n<li>Peters, Benedikt. <em>Kommentar zu 1.Petrus<\/em>. CLV (kostenlos Online PDF)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im ersten Kapitel werden die in Jesus Erw\u00e4hlten als solche angesehen, die in \u201e<em>der Zerstreuung<\/em>\u201c leben; nun im zweiten Kapitel spricht Petrus vom gro\u00dfen Versammlungspunkt, der sie bei allem \u201eauseinandergerissen\u201c sein vereint: das Haus Gottes. Als Gottes \u201e<em>Heilige<\/em>\u201c sind wir dort, wo Gott ist: in seinem Haus. Vollkommen erf\u00fcllt und vollendet wird es sein, wenn wir bei ihm sind (Joh 14,3). Die ersten zehn Verse, die wir uns im zweiten Kapitel anschauen, sprechen von uns Christen als \u201e<em>Priester<\/em>\u201c, es geht um unsere Beziehung zu Gott und die Gemeinschaft mit ihm.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.1:<\/strong>&nbsp;Petrus entfaltet die Identit\u00e4t der Gemeinde, was sie von Gott her ist, nachdem er von der Liebe unter ihnen sprach (1,22 ff). Diese Identit\u00e4t h\u00e4ngt mit aktivem \u201e<em>ablegen<\/em>\u201c zusammen. Das ist in der Befehlsform verfasst: \u201e<em>So legt nun ab<\/em> \u2026\u201c. Dahinter steckt das Bild vom Ausziehen der alten Kleider (vgl. R\u00f6m 13,12; Eph 4,22f; Kol 2,11). Jesus hat uns neue Klamotten der Gerechtigkeit angezogen, die alten geh\u00f6ren ausgezogen. Zum neuen Leben mit Jesus geh\u00f6rt das kontinuierliche \u201eNein\u201c zu S\u00fcnde und zum alten Leben. Christen leben zwar nicht mehr unter der Herrschaft der S\u00fcnde, aber noch in ihrer Gegenwart, und somit sind wir zwar gerettete, aber k\u00e4mpfende Christen. Das Evangelium von Jesus ist hier die Voraussetzung, der Motor und die Kraft dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Was genau sollten sie (und damit auch wir) ablegen? Was geh\u00f6rte zu ihrem alten Leben, zu ihrer pers\u00f6nlichen \u201ev.Chr. \u2013 Zeit\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1)<\/strong> \u201e<em>Bosheit<\/em>\u201c \u2013 beinhaltet u.a. schon den Gedanken daran, jemand anderen schaden zu wollen. Es ist ein allgemeines Wort f\u00fcr S\u00fcnde, die mit Verdorbenheit in Verbindung steht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2)<\/strong> \u201e<em>Betrug<\/em>\u201c \u2013 der Begriff hier wird auch f\u00fcr \u201e<em>K\u00f6der<\/em>\u201c oder \u201e<em>Angelhaken<\/em>\u201c gebraucht (Angelhaken? Gibt es etwa einen Zusammenhang zwischen dem Autor und der Fischerei?). Es geht um Unehrlichkeit. Ehrlichkeit wird im Neuen Testament oft damit verglichen, etwas ans Tageslicht zu bringen, z.B. wenn eine Ware auf dem Markt nicht neuwertig, sondern besch\u00e4digt war, lie\u00dfen sich manche Kunden den Gegenstand im Sonnenlicht zeigen, um ihn genau zu \u00fcberpr\u00fcfen. \u201e<em>Betrug<\/em>\u201c hat also wenig mit Licht, aber viel mit Dunkelheit und Unehrlichkeit zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3)<\/strong> \u201e<em>Heuchelei<\/em>\u201c \u2013 bezeichnet urspr\u00fcnglich einen Schauspieler mit Maske, einfach Fake. Es bezieht sich auf geistliche Falschheit (vgl. Hes 33,31-32; Mt 15,7-9; 23,23-24; Lk 18,11). Es geht um Verhalten das unecht ist, und nicht mit dem \u00fcbereinstimmt, was der Mensch sagt was er glaubt. Worte und Verhalten passen nicht zueinander. Au\u00dfen und innen passen nicht zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4)<\/strong> \u201e<em>Neid<\/em>\u201c \u2013 bestimmt uns, wenn wir anderen etwas Gutes nicht g\u00f6nnen (vgl. Mt 27,18; R\u00f6m 1,29; Phil 1,15; Tit 3,3). Es entspringt einer \u201eIch-Sucht\u201c, die in unserer \u201eIch-zentrierten-Welt\u201c nicht selten vorkommt, und es vergiftet unsere gelebte N\u00e4chstenliebe. Neid f\u00fchrt oft zu Hass, Bitterkeit und Streit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5)<\/strong> \u201e<em>Verleumdungen<\/em>\u201c \u2013 wenn wir Ger\u00fcchte hinter dem R\u00fccken eines Menschen streuen. Wenn wir \u00fcber jemanden etwas sagen, was wir ihm oder ihr nicht ins Gesicht sagen w\u00fcrden. Im Kern geht es hier um Rufmord. W\u00e4hrend Neid die N\u00e4chstenliebe auch unter Christen vergiftet, wird die Gemeinschaft der Christen durch Verleumdungen vergiftet.<\/p>\n\n\n\n<p>Um \u201e<em>abzulegen<\/em>\u201c, m\u00fcssen wir studieren, was Gott uns in der Bibel vor Augen f\u00fchrt, was genau er nicht akzeptieren kann und was abgelegt geh\u00f6rt. Timothy Keller schrieb mal: \u201e<em>Heute neigen die Menschen dazu, die Bibel zu untersuchen, um Dinge zu finden, die <strong>sie<\/strong> nicht akzeptieren k\u00f6nnen. Aber wir Christen sollten es umgekehrt machen: Wir sollten der Bibel erlauben, uns zu pr\u00fcfen, um herauszufinden, was <strong>Gott<\/strong> nicht akzeptieren kann.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nicht zu \u00fcbersehen ist das Wort \u201e<em>also<\/em>\u201c zu Beginn des Verses. Es schlie\u00dft an dem an, was wir im ersten Kapitel von Petrus lesen. Dort lesen wir in V.23 davon, dass Christen \u201e<em>von neuem geboren<\/em>\u201c wurden (Bezug zum \u201e<em>Neugeborenen<\/em>\u201c in 2,2). Das ist wichtig, weil der Befehl aus 2,1, \u201e<em>legt ab<\/em>\u201c, auf Gottes Werk zuvor beruht. In 2,1 sind wir die Aktiven, aber das sind wir nur deshalb, weil wir in 1,23 die Passiven sind. Evangelium vor Gehorsam, nie andersrum.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.2-3:<\/strong>&nbsp;Gesund und wachsen werden Christen durch das, was in sie hineinkommt, was nur Gott geben kann. Unser Glaubensleben wird durch das gest\u00e4rkt und ern\u00e4hrt, was Gott uns \u201ezu essen\u201c gibt. \u201e<em>Seid begierig<\/em>\u201c, \u201e<em>verlangt nach<\/em>\u201c, das wird von Petrus in der Befehlsform formuliert. Es geht bei diesem Begriff um ein leidenschaftliches und kontinuierliches Verlangen und Sehnen, genauso wie Babys nach Nahrung schreien. Es geht um den Hunger nach Gottes Wort, seine Offenbarung, es geht um das Verlangen nach dem reinen Evangelium. Interessant: Petrus schreibt nicht, dass die Christen mehr Bibel lesen sollen. Ja, sie sollen im Wort Gottes zuhause sein und \u201eBibelmenschen\u201c sein, aber ohne Verlangen werden sie sie nicht lesen. Wenn man schon \u201epseudo-satt\u201c ist, hat man keinen Hunger mehr nach der unverf\u00e4lschten Milch, nach dem Wort Gottes (dem nichts hinzugef\u00fcgt noch weggenommen werden soll).<\/p>\n\n\n\n<p>Petrus geht auf die pers\u00f6nliche Erfahrung der Christen ein, wenn er in V.3 davon spricht, dass sie ja bereits \u201e<em>geschmeckt haben, wie freundlich der Herr ist<\/em>\u201c (Ps 34,9). Dieses Wort Gottes wurde ihnen bereits verk\u00fcndigt, das Evangelium kam schon bei ihnen an und sie haben es aufgenommen und geglaubt. Das \u201eFestessen\u201c des Evangeliums haben sie bereits gekostet, deshalb wissen sie, dass keine Nahrung dieser Welt da heranreichen kann (auch nicht das \u201eFast-Food\u201c aus V.1, welches sie ablegen sollen).<\/p>\n\n\n\n<p>Um im Bild des Babys zu bleiben: ein Baby, dass die Muttermilch geschmeckt hat, wird nicht damit aufh\u00f6ren danach zu fordern, bis es endlich satt ist. Nochmal: es ist die pers\u00f6nliche Erfahrung! Nicht eine Erfahrung die ein anderer f\u00fcr mich gemacht hat. War ich pers\u00f6nlich schon bei Jesus und habe ihm mein Leben anvertraut? Bin ich umgekehrt? Bin ich bereits ein neuer Mensch durch die Gnade Gottes?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.4:<\/strong> Unser Glaube h\u00e4ngt zentral an Jesus. Er ist Mittel- und Fixpunkt. Jesus sammelt und baut seine Gemeinde. Dabei ist er Fundament und ausrichtender Eckstein. Dieser Stein charakterisiert Jesus (vgl. Ps 118,22; Jes 8,14; Dan 2,34; Mt 21,42; Apg 4,11). Jesus ist der \u201e<em>lebendige Stein<\/em>\u201c im Sinne von: er lebt (der Auferstandene, wir kommen ja frisch von Ostern) und er macht lebendig! Er macht aus toten Steinen lebendige Steine, indem er tote, steinerne Herzen entfernt und lebendige, fleischerne Herzen schenkt (Hes 36,26). Wenn jemand zu Jesus geh\u00f6rt, dann teilt er dessen Leben (vgl. Joh 17,21.23; 2Kor 3,18; 1Joh 3,2).<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus wurde in Jerusalem \u201e<em>verworfen<\/em>\u201c. Israel, seine Anf\u00fchrer und die Heiden haben Jesus eingesch\u00e4tzt, beurteilt und als wertlos f\u00fcr sie weggetan. Doch Petrus schlie\u00dft hier alle mit ein, die Jesus als Retter verwerfen und ablehnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.5: <\/strong>Wer auf diesen lebendigen Stein baut, der wird von ihm selbst in das geistliche Haus eingebaut. Die Gemeinde von Jesus ist ein Bau, und Jesus selbst ist Fundament und Baumeister dieses Geb\u00e4udes. Alles, was wir sind, beruht auf dem, wer und wie Jesus ist. Durch seinen Heiligen Geist f\u00fcgt er uns in seinen Bau mit ein. Dahinter steckt das Bild des Tempels: die erw\u00e4hlte Gemeinde ist der neue Tempel, das geistliche Haus Gottes, in dem er wohnt (vgl. 1Kor 3,16f; 2Kor 6,16; Eph 2,20 ff; 1Tim 3,15). Gott w\u00e4hlt die Steine, behaut sie passend und baut damit ein geistliches Haus.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Tempel taten die Priester ihren Dienst, doch im geistlichen Haus von dem Petrus hier spricht, sind die Christen der Gemeinde die \u201e<em>heilige Priesterschaft<\/em>\u201c.&nbsp; Wer zu diesem Haus geh\u00f6rt ist nicht einfach nur \u201edabei\u201c und einfacher Gottesdienstbesucher.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei opfert diese Priesterschaft keine Tiere o.\u00e4. (Jesus war das endg\u00fcltige, f\u00fcr die Rettung n\u00f6tige Opfer, um S\u00fchnung zu bewirken), sondern es geht um die ganz pers\u00f6nliche Hingabe an Gott (vgl. R\u00f6m 12,1) als Antwort auf das Opfer von Jesus. Es geht dabei nicht darum, sich durch pers\u00f6nlichen Glaubensgehorsam die Kindschaft Gottes zu verdienen, sondern auf die neue Familienzugeh\u00f6rigkeit zu antworten. Christsein ist keine Aktion mit Hoffnung auf Gottes Reaktion, es ist hingegebene Reaktion auf Gottes hoffnungsvoller Aktion.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.6: <\/strong>Das Zitat, welches Petrus hier auff\u00fchrt, stammt aus Jesaja 28,16. Er zitiert es, weil es hinter seiner Aussage aus V.4 steht. Petrus legt das AT aus, indem er es auf die Botschaft des NT hin auslegt und anwendet. Jesus wird hier als \u201e<em>kostbarer Eckstein<\/em>\u201c beschrieben. Der Begriff \u201e<em>kostbar<\/em>\u201c bedeutet im Griechischen \u201e<em>un\u00fcbertroffen wertvoll<\/em>\u201c, \u201e<em>teuer<\/em>\u201c oder \u201e<em>unersetzlich<\/em>\u201c. Der \u201e<em>Eckstein<\/em>\u201c ist der Fundamentstein, an dem sich alle Winkel eines Geb\u00e4udes ausrichten. Er bestimmt die die exakte Symmetrie des ganzen Geb\u00e4udes. Um die vollkommende Pr\u00e4zision des geistlichen Hauses Gottes sicherzustellen, musste der Eckstein fehlerlos sein. Der Einzige, der alle Winkel des Hauses Gottes festlegen konnte, war der lebendige, vollkommene Eckstein, Jesus selbst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.7-8: <\/strong>An diesem Eckstein, an Jesus, steht und f\u00e4llt alles. Er liegt als Fels auf dem Weg der Menschen. Die einen werden \u00fcber ihn stolpern, sich an ihm \u00e4rgern und wegwerfen, w\u00e4hrend andere ihr Leben auf diesen Felsen bauen. Aber an Jesus kommt keiner vorbei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.9: <\/strong>Petrus f\u00fchrt der Gemeinde ihre Identit\u00e4t in Christus vor Augen. Was f\u00fcr ein \u00fcberragender Vers und Zuspruch! Die Gemeinde ist:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1)<\/strong> \u201e<em>ein auserw\u00e4hltes Geschlecht<\/em>\u201c \u2013 \u201e<em>auserw\u00e4hlt<\/em>\u201c, so wie Gott Israel zu einem bestimmten Zweck innerhalb seines Heilsplans auserw\u00e4hlt hatte (vgl. Jes 43,21), beruhend auf der Souver\u00e4nit\u00e4t Gottes. \u201e<em>Geschlecht<\/em>\u201c meint im Griechischen die Abstammung eines Volkes, den Ursprung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2)<\/strong> \u201e<em>ein k\u00f6nigliches Priestertum<\/em>\u201c \u2013 (vgl. 2Mo 19,6) ihr Leben ist nach \u201eoben\u201c ausgerichtet auf den K\u00f6nig, sie sind B\u00fcrger des K\u00f6nigreichs von Jesus. Diese Priester dienen dem K\u00f6nig, indem sie Zugang zu seiner Gegenwart haben und geistliche Opfer bringen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3)<\/strong> \u201e<em>eine heilige Nation<\/em>\u201c \u2013 Menschen mit derselben Kultur und Lebensweise, weil sie denselben, eiligen Vater haben. Sie leben in der Heiligung und richten ihr ganzes Leben (Denken, Reden, Wollen und Handeln) an Jesus aus. Sie sind geheiligt, \u201eabgesondert\u201c zur Gemeinschaft mit Gott, welches eng mit unserem Glaubenswachstum und unserer Heiligung zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4)<\/strong> \u201e<em>ein Volk des Eigentums<\/em>\u201c \u2013 \u201e<em>Eigentum<\/em>\u201c bedeutet hier \u201e<em>kaufen<\/em>\u201c oder \u201e<em>f\u00fcr einen Preis erwerben<\/em>\u201c (vgl. Eph 1,14).&nbsp; Christen geh\u00f6ren Christus, weil er sie mit dem h\u00f6chsten Preis erkauft hat, und eines Tages werden wir ganz vereint sein mit ihm. Doch Eigentum Gottes sind wir bereits jetzt. Wir wurden freigekauft und von Gott \u201eerworben\u201c (ein Kapitel vorher erst in 1Petr 1,18-19).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>damit<\/em>\u201c bedeutet, dass unsere eben beschriebene Identit\u00e4t ein Ziel verfolgt: wir sollen den verk\u00fcndigen, der uns \u201e<em>berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht<\/em>\u201c. Es gibt kein gr\u00f6\u00dferes Privileg, als ein Bote des Evangeliums zu sein. Das sind alle Christen laut ihrer Berufung! \u201e<em>Verk\u00fcndigen<\/em>\u201c hier bedeutet \u201e<em>\u00f6ffentlich machen<\/em>\u201c, \u201e<em>publik machen<\/em>\u201c. Das Evangelium bekannt machen, nicht verstecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus, das Licht der Welt, hat uns in sein Licht gezogen und aus der Dunkelheit der S\u00fcnde und des Todes befreit. Wenn Jesus rettet, dann nie nur einseitig aus dem alten Leben heraus ohne ein neues Leben zu schenken, sondern immer auch ins neue Leben hinein. Er zieht uns nicht nur aus dem dunklen Zimmer raus und l\u00e4sst uns im Flur stehen: er stellt uns in ein neues Zimmer hinein welches von seinem Licht durchflutet ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.10: <\/strong>Hier sind Ankl\u00e4nge an Hosea (vgl. 1,6.9; 2,3.25), wenn die alte Natur als \u201eNicht-Volk\u201c Gottes beschrieben wird. \u201e<em>nun aber<\/em>\u201c wiederholt Petrus gleich zweimal: da ist etwas passiert. Jesus ist passiert! Die Berufung ins Licht wird uns nur dann wunderbar und gro\u00dfartig erscheinen, wenn wir uns stetig vor Augen malen, wo wir vorher waren, aus welcher Dunkelheit uns Jesus gerettet hat. Wenn wir nur ein schwaches Bild unserer vergangenen Verlorenheit haben, haben wir auch nur ein schwaches Bild von unserer gegenw\u00e4rtigen Errettung. Je dunkler die S\u00fcnde, desto heller das Licht. Von diesem Wunder leben und reden wir, zumindest ist das unser Auftrag. Das schreibt Petrus an verfolgte, leidende Geschwister, und er erinnert sie daran, dass sie auch im Leiden f\u00fcr Jesus das Leiden von Jesus mit ihrem Leben verk\u00fcndigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.1 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es geht um die best\u00e4ndige Ausrichtung an Jesus, dem Eckstein des Hauses Gottes (V.6), welches die Gemeinde ist. In unserem Abschnitt geht es um das Wachstum der Christen (2b), um das Verlangen nach dem Wort Gottes (V.2a) und dem kontinuierlichen Fokus auf Jesus (V.4). Dazu sollte auch der evangelistische Ruf an unsere Gottesdienstbesucher ausgehen, den lebendigen Stein, Jesus Christus, nicht zu verwerfen, sondern auf diesem Felsen das Leben zu bauen (V.6). Petrus formuliert klar und deutlich, dass es kein Vorbeikommen an diesem Stein gibt und man glauben oder verwerfen wird (V.7-8). Au\u00dferdem wird die herausragende Identit\u00e4t der Gemeinde zusammengefasst und als Grundlage f\u00fcr unsere lebendige Verk\u00fcndigung formuliert (V.9). Im Hinterkopf d\u00fcrfen wir nie vergessen, dass diese Worte von Petrus an Christen gingen, die um Jesu Willen Leid ertragen mussten. Was Petrus schreibt, ist f\u00fcr Christen in einer \u201efremden Welt\u201c ermutigend, herausfordernd, ausrichtend.<\/p>\n\n\n\n<p>In den ersten drei Versen geht es um Wachstum und um das Verlangen nach der richtigen Nahrung, die Christen beim Wachstum hilft. Dabei ist das Erinnern an das erste Schmecken grundlegend (V.3), damit man den Geschmack am Fast-Food verliert (V.1) und sich stattdessen weiterhin mit gesundem Essen ern\u00e4hrt (V.2), dem Wort Gottes, dem Evangelium. Die Sehnsucht der Christen ist nach Gott und seinem Wort. Durch den Heiligen Geist, der in uns lebt, haben wir eine neue \u201eBegierde\u201c, und die ist aufs Evangelium und dem Gott dahinter ausgerichtet. Das Ziel ist, dass wir kr\u00e4ftig werden in der Gewissheit unserer Rettung und somit im Glauben. Dabei geht es am Ende nicht um die individuelle Gr\u00f6\u00dfe unseres Glaubens, sondern um die Gr\u00f6\u00dfe unseres Retters. Der st\u00e4rkste Mensch kann sich an einen schwachen Retter klammern (sich selbst), und geht verloren. Der Schw\u00e4chste kann nach einem starken Retter greifen (Jesus), und wird gerettet. Doch der Fokus auf diesen Retter st\u00e4rkt den Glauben des Einzelnen, und mit ihm auch der Glaube anderer Christen, der ganzen Gemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Kampf um die richtige Nahrung und das Ablegen der ungesunden Nahrung und den alten Klamotten ist die Folge von der neuen Identit\u00e4t, in der Christen leben. Dieses neue Leben richtet sich best\u00e4ndig an Jesus selbst aus, was Petrus mit dem Bild des Hauses illustriert. Dabei ist Jesus der Eckstein, und er baut weitere lebendige Steine ins Haus ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Christen sind lebendige Steine im Haus Gottes (V.5). Sind wir am Sonntag nur G\u00e4ste im Gottesdienst? Sind wir nur Beobachter im Haus Gottes oder sind wir Teil von diesem Haus? Ersteres: Wir lehnen uns zur\u00fcck und nehmen die Beobachterrolle ein, spielen den Kritiker und \u00e4u\u00dfern auf der Heimfahrt im Auto fast nur Kritik an allem, was uns heute wieder nicht gepasst hat. Zweiteres: Wir wollen keine Beobachter, sondern Beter sein. Wir ringen um die Gesundheit der Gemeinde, wir tragen die Lasten unserer Geschwister mit, wir ermutigen. Im Mauerwerk tragen wir die Lasten derer die \u201e\u00fcber uns\u201c liegen, und unsere werden von denen getragen, die \u201eunter uns\u201c liegen\u201c. Wenn der Sturm kommt, ist dieses Geb\u00e4ude miteinander verzahnt, in sich stabil und fest beieinander. Deshalb ist das \u201eAblegen\u201c aus V.1 so wichtig, da die dort aufgez\u00e4hlten \u201ealten Klamotten\u201c dieses Mauerwerk kaputt machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses lebendige Haus hat einen pulsierenden Auftrag: die Botschaft des Ecksteins, des lebendigen Steins Jesus Christus, in dieser Welt zu verk\u00fcnden (v.9). Jesus \u00f6ffentlich zu leben an dem Platz, an dem Jesus seine Gemeinde in jeweiligen Ort hingestellt hat, aber auch wo er jedes einzelne Glied dieser Gemeinde hingestellt hat (Familie, Arbeitsplatz, Vereine, Freundeskreise, Nachbarschaft usw.). Es muss hervorstechen, welches Privileg es als einzelne Christen und als Gemeinde ist, Botschafter der kostbarsten Nachricht und der herrlichsten Person des Universums zu sein!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.2 Tipps zur Orientierung \u2013 das Evangelium f\u00fcr unsere Herzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen Predigten halten, die ins Herz gehen. Dabei k\u00f6nnen drei Fragen helfen:<\/p>\n\n\n\n<p>a. <strong><em>Wie hilft der Text den Zuh\u00f6rern, Jesus anzubeten?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol style=\"list-style-type:lower-alpha\" class=\"wp-block-list\"><\/ol>\n\n\n\n<p>Wo strahlt die Sch\u00f6nheit des Evangeliums aus dem Text hervor? Wor\u00fcber k\u00f6nnen die Zuh\u00f6rer vielleicht wieder oder ganz neu \u00fcber Jesus staunen?<\/p>\n\n\n\n<p>b. <strong><em>Wie hilft der Text denen, die leiden?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir leben in einer gefallenen Welt. Gehe immer davon aus, dass einige deiner Zuh\u00f6rer im Moment mit Leid zu k\u00e4mpfen haben. Wir wissen nicht, was die Menschen vor uns in den Tagen, Stunden, Minuten vor dem Gottesdienst durchgemacht haben. Auch die, die breit L\u00e4cheln, k\u00f6nnen mit Tr\u00e4nen zu k\u00e4mpfen haben. Wie ermutigt sie dieser Text?<\/p>\n\n\n\n<p>c. <strong><em>Wie hilft der Text denen, die mit Selbstgerechtigkeit und Schuld zu k\u00e4mpfen haben?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einer gefallenen Welt leiden Menschen nicht nur, sie haben auch gefallene Herzen. Wir tun vieles, um uns selbst gut dastehen zu lassen, haben mit Selbstgerechtigkeit und mit verborgener Schuld zu k\u00e4mpfen. Wie hilft dieser Text unseren Zuh\u00f6rern, mit ihrer Schuld zu Jesus zu kommen und den Gottesdienst wieder ermutigt zu verlassen? Sodass sie Jesus vertrauen und ihm mit Freude dienen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen Predigten halten, die das Evangelium von Jesus zum Strahlen bringen und in die Herzen der Zuh\u00f6renden f\u00e4llt. Dazu David King: <em>\u201eIn einer evangeliumszentrierten Predigt ist das Evangelium wie die Sonne, die jeden Aspekt der Predigt in seine Umlaufbahn zieht und ihn mit Licht und W\u00e4rme erstrahlen l\u00e4sst.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Theologe und Autor Dane Ortlund, hat 39 Predigtregeln ver\u00f6ffentlicht, nach denen er jede Predigt versucht zu gestalten. Die ganze Liste findest du hier: theoblog.de\/dane-orlund-39-predigtregeln. Ich habe von diesen Predigtregeln zehn ausgew\u00e4hlt und hier aufgelistet, die ich dir ganz besonders ans Herz legen m\u00f6chte:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Predige zuerst dir selbst.<\/li>\n\n\n\n<li>Ein durchg\u00e4ngiger Ton der Ermutigung.<\/li>\n\n\n\n<li>Deine Zuh\u00f6rer sind verzweifelter, als sie zeigen.<\/li>\n\n\n\n<li>Sei konkret, nicht abstrakt.<\/li>\n\n\n\n<li>Streiche alles \u00fcberfl\u00fcssige gnadenlos.<\/li>\n\n\n\n<li>Zeige regelm\u00e4\u00dfig etwas von deiner eigenen Schw\u00e4che.<\/li>\n\n\n\n<li>Es sind sowohl eifrige als auch stagnierende Christen anwesend.<\/li>\n\n\n\n<li>H\u00f6re mit der Predigt auf, solange du noch Zuh\u00f6rer hast.<\/li>\n\n\n\n<li>Predige, als s\u00e4\u00dfe dein Sohn in der letzten Reihe und g\u00e4be der Gemeinde noch eine Chance.<\/li>\n\n\n\n<li>Gib ihnen einen Vorgeschmack darauf, wie Jesus selbst ist.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>2.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Fundament (V.1 \u2013 4)<\/li>\n\n\n\n<li>Bauwerk (V.5 \u2013 8)<\/li>\n\n\n\n<li>Zweck (V.9 \u2013 10)<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>2.4 Predigtveranschaulichung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zu V.1<\/strong> und dem \u201e<em>Ablegen<\/em>\u201c und Kampf gegen die S\u00fcnde, ein Zitat von John Bunyan: \u201e<em>Entweder wird die S\u00fcnde dich von der Bibel abhalten, oder dieses Buch wird dich von der S\u00fcnde abhalten<\/em>.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zu V.2<\/strong> und der \u201e<em>unverf\u00e4lschten Milch<\/em>\u201c, dem Wort Gottes, ein Zitat von Joel Beeke: \u201e<em>Lies und studiere die Bibel, um weise zu werden; glaube ihr, um sicher zu werden; wende sie an, um heilig zu werden! Halte sie fest, bis sie dich festh\u00e4lt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zu V.1-3 <\/strong>und dem Wachstum als Christen: Welche Anzeichen deuten darauf hin, dass wir erwachsen werden? <strong>1)<\/strong> Wir gehen um 5 Uhr morgens nicht ins Bett, sondern stehen auf. <strong>2)<\/strong> Wir h\u00f6ren unsere Lieblingssong im Aufzug laufen. <strong>3)<\/strong> Wir schauen uns am Ende der Tagesschau noch die Wetteraussichten f\u00fcr die Woche an (allein schon die Tatsache, dass wir die Tagesschau schauen). -&gt; Wachsen und Erwachsenwerden ist Teil des Lebens, auch des christlichen Lebens. Welche Anzeichen gibt es in unserem Christsein die darauf hindeuten, dass wir im Glauben wachsen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zu V.6 <\/strong>unddem Eckstein, Jesus als der Bezugspunkt f\u00fcrs ganze Geb\u00e4ude: In einem Artikel wurde von einem K\u00fcnstler berichtet, der bekannt f\u00fcr seine Landschafts-\u00d6lgem\u00e4lden war. Es wird berichtet, dass er neben seiner Staffelei drei kleine Steine liegen hatte: einen Smaragd, einen Saphir und einen Rubin. Sie lagen dort, um ihn immer wieder daran zu erinnern, wie reines Gr\u00fcn, reines Blau und reines Rot aussahen. Er sagte, wenn man eine Weile am Malen ist, l\u00e4sst die Farbwahrnehmung nach, und dann muss man sich wieder an den Referenzfarben orientieren. -&gt; Bezugspunkt Eckstein! Der Eckstein brachte Orientierung und Ausrichtung. Wie der Maler immer wieder die reinen Farben im Blick behalten musste, verlieren auch wir immer wieder die \u201eJesus-Wahrnehmung\u201c und m\u00fcssen uns best\u00e4ndig an ihm und dem Evangelium orientieren und ausrichten.<\/p>\n\n\n\n<p>(Simon Hamalega)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema:\u00a0 Sich an Jesus ausrichten Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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