{"id":5398,"date":"2026-05-16T11:32:50","date_gmt":"2026-05-16T09:32:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=5398"},"modified":"2026-07-09T08:12:57","modified_gmt":"2026-07-09T06:12:57","slug":"predigthilfe-vom-18-august-2026-1-mose-4041-auswahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-18-august-2026-1-mose-4041-auswahl\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 16. August 2026 &#8211; 1. Mose 40+41 (Auswahl)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gebet \u2013 In allen Lebenslagen im Gespr\u00e4ch mit Gott<\/strong><br><strong>Monatsthema:<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>Joseph \u2013 Tr\u00e4ume, Tr\u00e4nen, Triumph<\/strong><br><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Joseph \u2013 begabt, bereit, berufen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (<strong>Lk 10,16a<\/strong>)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 2017 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Umst\u00e4nden kann sich auch mal der Blick in eine englische \u00dcbersetzung lohnen, weil auch in modernen deutschen \u00dcbersetzungen manchmal &#8222;fromm-deutsche&#8220; Begriffe benutzt werden, die im Englischen viel direkter und &#8222;normaler&#8220; \u00fcbersetzt sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1.1 <strong>Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sind im Alten Testament unterwegs. Bitte lies am besten den ersten Predigttipp zu unserer Joseph-Reihe vom 02.08.26 durch. Wir k\u00f6nnen von Joseph viel f\u00fcr unser pers\u00f6nliches Glaubensleben lernen. Aber auch Joseph ist ein gutes Bild auf Christus hin. Durch Versklavung und Erniedrigung hindurch zur rechten der Macht, bringt er die gro\u00dfe Rettung f\u00fcr das noch kleine Volk Israel. Er schafft Vers\u00f6hnung mit den Br\u00fcdern wieder her. Wir k\u00f6nnen also auch anhand der Josephsgeschichte immer wieder Jesus in den Blick nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unseren beiden Textstellen (<strong>Kapitel 40+41<\/strong>) geht es um drei Traumdeutungen von Joseph. Gott teilt Joseph durch Tr\u00e4ume dritter mit, was er in Zukunft tun wird. Der Becker und der Mundschenk sind dabei \u201enur\u201c das \u00dcbungsfeld. Hier geht es um die nahe Zukunft der beiden. Der eigentliche und entscheidende Traum ist der, des Pharao. Aber durch die Deutung der beiden ersten kommt Joseph \u00fcberhaupt erst aus dem Gef\u00e4ngnis raus und kann den entscheidenden Traum deuten und wird zur Rettung des Volkes Gottes und den \u00c4gyptern. Seine \u201eGabe\u201c der Traumdeutung wird dann zum Segen des Volkes.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor ich mit dir etwas in die Details zum Text gehen will, m\u00f6chte ich dich einladen den Text erst einmal in aller Ruhe zu lesen. Am besten, du liest den Text einmal in der Luther-\/Elberfelder\u00fcbersetzung und danach in einer neueren \u00dcbersetzung (Ich empfehle Neue Genfer \u00dcbersetzung (NG\u00dc), oder Neue evangelistische \u00dcbersetzung (Ne\u00dc)). Ich pers\u00f6nlich mache es meistens so, dass ich den Text ausdrucke und beim Lesen schon ein paar Anmerkungen, Unterstreichungen oder Fragezeichen mache. Das hilft mir dann, den Text besser zu verstehen und ich bin fokussierter auf den Gedankengang des Textes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gute Hilfen in der Vorbereitung leisten folgende Dinge:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>MacArthur Studienbibel \u00e0 ist sehr zu empfehlen, da sie sehr bibeltreu ist und sogar gratis (<a href=\"http:\/\/www.sermononline.de\">www.sermononline.de<\/a>) als pdf zur Verf\u00fcgung steht.<\/li>\n\n\n\n<li> Die Ryrie-Studienbibel \u00e0 nicht ganz so umfangreiche Textkommentierung wie die von MacArthur, aber kann erg\u00e4nzend mit hinzugezogen werden.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/dasbibelprojekt.visiomedia.org\/\">https:\/\/dasbibelprojekt.visiomedia.org\/<\/a> Hier findest du kurze Videoclips \u00fcber das Matth\u00e4usevanglium. Diese helfen einen Gesamt\u00fcberblick \u00fcber den Brief zu bekommen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Tr\u00e4ume und deren Deutung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Josephsgeschichte nimmt das Thema der Tr\u00e4ume eine sehr gro\u00dfe Rolle ein. Joseph selber hat Tr\u00e4ume (<strong>1Mo 37,5<\/strong>) und er deutet sp\u00e4ter Tr\u00e4ume. Vor allem in nicht j\u00fcdischen Kulturen waren Tr\u00e4ume immer eine m\u00f6gliche Option der Reden der G\u00f6tter. Wir sehen das an verschiedenen Geschichten. Egal ob in Babylon oder \u00c4gypten \u2013 wenn der K\u00f6nig einen Traum hatte, dann sah er es als Reden\/Hinweis einer h\u00f6heren Macht an und lie\u00df seine Magier kommen. In unsere Geschichte sehen wir das bei den beiden Gefangenen. Sie haben einen Traum und sind traurig, weil niemand ihnen den Traum erkl\u00e4rt, also deutet. F\u00fcr sie ist klar: Der Traum hat eine Bedeutung f\u00fcr mein Leben. F\u00fcr uns heute ist es immer wieder eine spannende Frage: Spricht Gott heute noch durch Tr\u00e4ume und Visionen? Wie ordnen wir das in der Josephsgeschichte ein? Es ist interessant, dass wir geh\u00e4uft Gottes Reden durch Tr\u00e4ume dort antreffen, wo es keine\/wenige Bibeln (offenbarte Wort Gottes) gibt! Im AT redet Gott durch Tr\u00e4ume in der Regel zu Heiden \u2013 Abimelech (<strong>1Mo 20<\/strong>), Laban (<strong>1Mo 31<\/strong>) Mundschenk und Becker (<strong>1Mo 40<\/strong>) Pharao (<strong>1Mo 41<\/strong>), Lager der Midianiter (<strong>Ri 7<\/strong>), Nebukadnezar (<strong>Dan 2+Dan 4<\/strong>). Auf der anderen Seite findet man Tr\u00e4ume bei den Erzv\u00e4tern, K\u00f6nigen und Propheten des ATs. Beispiele hier sind Jakob (<strong>1Mo 28<\/strong>), Joseph (<strong>1Mo 37<\/strong>), Salomo (<strong>1K\u00f6 3<\/strong>), Daniel (<strong>Dan 7ff<\/strong>) und viele andere Propheten. Gott gebraucht oft die Ansprache durch Vision\/Tr\u00e4ume an seine Propheten, die dann diese Botschaft dem Volk \u00fcberbrachten. Interessant ist die Aussage Gottes \u00fcber Mose in <strong>4Mo&nbsp;12,6f:<\/strong> <em>Und er sprach: H\u00f6rt doch meine Worte! Wenn ein Prophet des HERRN unter euch ist, dem will ich mich in einer Erscheinung zu erkennen geben, im Traum will ich mit ihm reden.\u20027&nbsp;So steht <\/em><em>\u27e8<\/em><em>es<\/em><em>\u27e9<\/em><em> nicht <\/em><em>\u27e8<\/em><em>mit<\/em><em>\u27e9<\/em><em> meinem Knecht Mose. Er ist treu in meinem ganzen Haus;\u20028<\/em><em>&nbsp;<\/em><em>mit ihm rede ich von Mund zu Mund, <\/em><em>\u27e8<\/em><em>im<\/em><em>\u27e9<\/em><em> Sehen und nicht in R\u00e4tselworten, und die Gestalt des HERRN schaut er.\u201c <\/em><strong>Offensichtlich ist der Traum\/die Vision nicht die Nummer 1 unter den Reden Gottes, denn es sind \u201eR\u00e4tselworte\u201c. <\/strong>Tr\u00e4ume bleiben ja immer verschleiert und es nicht 100% klar, was gemeint ist und ob es von Gott ist oder nicht! Oft bedarf es einer Deutung (Joseph, Daniel). Auf der anderen Seite haben Tr\u00e4ume und Visionen auch die falschen Propheten, die sogar Gott sendet, um sein Volk zu versuchen. <strong>5Mo 13,2-4:<\/strong><em> \u201eWenn in deiner Mitte ein Prophet aufsteht oder einer, der Tr\u00e4ume hat, und er gibt dir ein Zeichen oder ein Wunder,\u20023&nbsp;und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, indem er sagte: \u00bbLass uns anderen G\u00f6ttern \u2013 die du nicht gekannt hast \u2013 nachlaufen und ihnen dienen!\u00ab,\u20024&nbsp;dann sollst du nicht auf die Worte dieses Propheten h\u00f6ren oder auf den, der die Tr\u00e4ume hat. Denn der HERR, euer Gott, stellt euch auf die Probe, um zu erkennen, ob ihr den HERRN, euren Gott, mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele liebt.\u201c <\/em>Auch interessant ist die Stelle im Buch <strong>Jeremia<\/strong>! Wir lesen dort in <strong>23,26ff<\/strong>:&nbsp;\u201e<em>Wie lange <\/em><em>\u27e8<\/em><em>noch<\/em><em>\u27e9<\/em><em>? Haben die Propheten <\/em><em>\u27e8<\/em><em>etwa<\/em><em>\u27e9<\/em><em> im Sinn <\/em><em>\u2013<\/em><em> sie, die L<\/em><em>\u00fc<\/em><em>ge weissagen und Propheten des Truges ihres Herzens sind <\/em><em>\u2013<\/em><em>,\u200227<\/em><em>&nbsp;<\/em><em>beabsichtigen sie <\/em><em>\u27e8<\/em><em>etwa<\/em><em>\u27e9<\/em><em>, meinen Namen bei meinem Volk in Vergessenheit zu bringen durch ihre Tr\u00e4ume, die sie einer dem anderen erz\u00e4hlen, so wie ihre V\u00e4ter meinen Namen \u00fcber dem Baal verga\u00dfen?\u200228&nbsp;Der Prophet, der einen Traum hat, erz\u00e4hle den Traum! Wer aber mein Wort hat, rede mein Wort in Wahrheit! Was hat das Stroh mit dem Korn gemeinsam?, spricht der HERR.\u200229&nbsp;Ist mein Wort nicht brennend wie Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?\u200230&nbsp;Darum siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die einer vom anderen meine Worte stehlen.\u200231&nbsp;Siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die ihre <\/em><em>\u27e8<\/em><em>eigene<\/em><em>\u27e9<\/em><em> Zunge nehmen und sprechen: Ausspruch <\/em><em>\u27e8<\/em><em>des HERRN<\/em><em>\u27e9<\/em><em>.\u200232<\/em><em>&nbsp;<\/em><em>Siehe, ich will an die, die L<\/em><em>\u00fc<\/em><em>gentr<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ume weissagen, spricht der HERR, und die sie erz<\/em><em>\u00e4<\/em><em>hlen und mein Volk irref\u00fchren mit ihren L\u00fcgen und mit ihrer Flunkerei! Ich aber, ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen. Sie n\u00fctzen diesem Volk gar nichts, spricht der HERR.\u201c<\/em> F\u00fcr das Thema der Tr\u00e4ume und Visionen ist hier wichtig \u2013 <strong>Das offenbarte Wort Gottes steht \u00fcber einem Traum<\/strong>! Denn es ist klar, dass es von Gott kommt. Ein Traum kann eben auch in die Irre leiten! Nicht der Traum oder die Vision, sondern das Wort Gottes ist wie ein Hammer und wie ein Feuer! Tr\u00e4ume und Visionen bleiben eine M\u00f6glichkeit, wie Gott redet. Wir entdecken es vor allem dort, wo es kein Wort Gottes gibt! (heute z.B. muslimische Welt). Im Neuen Testament finden wir einige Tr\u00e4ume\/Visionen gerade am Anfang des Kommens Jesu und zu Beginn der Gemeinde. Z.B. <strong>Mt 1<\/strong> (Traum von Joseph), <strong>Mt 2<\/strong> (Traum der Weisen aus dem Morgenland), <strong>Apg 10 <\/strong>(Petrus bei Cornelius) oder <strong>Apg 16 <\/strong>(Paulus vor Mazedonien)<strong> <\/strong>berichten davon. Zu Pfingsten zitiert Petrus in seiner Predigt in <strong>Apg 2,17 <\/strong>eine Stelle aus<strong> Joel 3,1ff: <\/strong><em>\u201eUnd danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgie\u00dfen werde \u00fcber alles Fleisch. Und eure S\u00f6hne und eure T\u00f6chter werden weissagen, eure Greise werden Tr\u00e4ume haben, eure jungen M\u00e4nner werden Visionen sehen\u201c. <\/em>Petrus identifiziert das Pfingstwunder mit <strong>Joel 3,1-5<\/strong>. Ansonsten findet man Tr\u00e4ume und Visionen im Neuen Testament sehr selten! Hier steht im Vordergrund das, was in <strong>Hebr 1,1f<\/strong> steht: <em>\u201eNachdem Gott vielf\u00e4ltig und auf vielerlei Weise ehemals zu den V\u00e4tern geredet hat in den Propheten,\u20022&nbsp;hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn\u201c <\/em>Gott hat vielf\u00e4ltig und auf vielerlei Weisen gesprochen \u2013 eben hin und wieder auch durch Tr\u00e4ume und Visionen. Allerdings hat er jetzt geredet durch den Sohn. Wir haben das Evangelium vom Sohn Gottes. Wir haben das Wort Gottes komplett. Seine J\u00fcnger\/J\u00fcngersch\u00fcler haben es uns hinterlassen im Auftrag Gottes. <strong>2Tim 3,16<\/strong> spricht davon, <em>dass alle Schrift von Gott eingegeben ist<\/em>, w\u00f6rtlich <em>\u201eGott gehaucht\u201c<\/em> ist. F\u00fcr uns heute gilt ganz nach <strong>Jer 23,28<\/strong>: \u201e<em>Wer aber mein Wort hat, rede mein Wort in Wahrheit\u201c. <\/em>Alles andere muss sich immer am Wort Gottes pr\u00fcfen. Vielleicht nehmen wir noch das Beispiel von Paulus in <strong>Apg 16,9f<\/strong> als konkretes Beispiel: <em>\u201eUnd es zeigte sich dem Paulus in der Nacht eine Erscheinung: Ein mazedonischer Mann stand da und bat ihn und sprach: Komm her\u00fcber nach Mazedonien und hilf uns! 10&nbsp;Als er aber die Erscheinung gesehen hatte, suchten wir[4] sogleich nach Mazedonien abzureisen, da wir schlossen, dass Gott uns gerufen habe, ihnen das Evangelium zu verk\u00fcndigen.\u201c <\/em><strong>Einer<\/strong>, in dem Fall Paulus, hat diese Erscheinung bei Nacht. Es scheint nicht sofort klar zu sein, dass das von Gott kommt und was es bedeutet. <strong>Miteinander<\/strong> schlie\u00dfen sie, dass es der Ruf Gottes nach Mazedonien ist. Paulus tritt nicht auf uns sagt: Gott hat mir gesagt, wir m\u00fcssen nach Mazedonien! Offensichtlich bedarf es das beraten mit den anderen um zu \u00fcberlegen, was das zu bedeuten hat. Das finde ich grunds\u00e4tzlich ein wichtiges Prinzip. Sollte jemand in der Gemeinde einen Traum\/Vision haben, dann sollte sie dem\u00fctig davon berichten und die Leitungsbr\u00fcder m\u00fcssen miteinander unter Gebet beraten, was damit anzufangen ist. Manchmal muss man vielleicht auch ehrlich sagen: <em>\u201eKeine Ahnung ob das von Gott ist oder nicht \u2013 aktuell k\u00f6nnen wir damit nichts anfangen.\u201c<\/em> Lasst uns hier ehrlich und offen miteinander umgehen. Visionen\/Tr\u00e4ume\/Bilder oder sonstiges k\u00f6nnen heute sehr stark manipulativ und zu geistlichem Machtmissbrauch verwendet werden, vor allem wenn sie einleiten mit den Worten: <em>\u201eDer Herr hat gesagt\u201c \u2013 <\/em>Was Gott sagt, bzw. gesagt hat haben wir 100% im Wort Gottes. Alles andere muss sich daran messen. Auch eine Stimme, die man h\u00f6rt muss nicht zwingend Gottes Stimme sein, denn <strong>2Kor&nbsp;11,13ff<\/strong> sagt<em>: \u201eDenn solche sind falsche Apostel, betr\u00fcgerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>14&nbsp;Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; 15&nbsp;es ist daher nichts Gro\u00dfes, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen; und ihr Ende wird ihren Werken entsprechen\u201c<\/em> oder das Beispiel von Ahab und den falschen Propheten und dem einen wahren Propheten Micha (<strong>2Chr 18<\/strong>). Einfach mal dieses Kapitel lesen und verstehen, dass hier selbst die falschen Propheten meinen, sie w\u00e4ren richtig und nur einer hat den Durchblick!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade im Zeitalter der Gemeinde scheinen Tr\u00e4ume\/Visionen in den Hintergrund des normalen Gemeindealltags zu gelangen. Es gibt keine Anweisung dazu in den Briefen nach dem Motto: <em>Die Gabe der Tr\u00e4ume und des Traumdeutens.<\/em> Wir sehen Tr\u00e4ume am Anfang der Gemeinde, als sich das Evangelium ausbreitet \u2013 zu den Heiden (Petrus die Vision der unreinen Tiere \u2013 <strong>Apg 10<\/strong>) \u2013 auf kontinental Europa (Paulus Vision mit dem mazedonischen Mann \u2013 <strong>Apg 16<\/strong>). Wir sehen den Apostel Paulus, der als letzter Apostel von Jesus vor Damaskus in einer Erscheinung berufen wird (<strong>Apg 9<\/strong>) und der selbst Offenbarungen durch Visionen hatte (<strong>2Kor 12,1-4<\/strong>). Paulus wurde aber dadurch zum Sprachrohr Gottes, der Worte Gottes aufschrieb, die wir heute haben. Er steht an einer heilsgeschichtlichen Stelle und hat eine Schl\u00fcsselfunktion. Seine Sonderberufung wurde best\u00e4tigt durch Zeichen und Wunder (<strong>2Kor 12,12<\/strong>). Das ist ein sehr wichtiges Thema gerade im Zeitalter der Gemeinde. Wann glauben wir jemandem, der mit Tr\u00e4umen und Visionen kommt und vielleicht dann noch autoritative Worte Gottes ausspricht nach dem Motto: <em>\u201eDer HERR sagt\u2026\u201c<\/em>?<strong>Hebr 2,3f:<\/strong> \u201e<em>Sie (die Rettung) ist <\/em><em>\u27e8<\/em><em>ja<\/em><em>\u27e9<\/em><em>, nachdem sie ihren Anfang <\/em><em>\u27e8<\/em><em>damit<\/em><em>\u27e9<\/em><em> genommen hatte, dass sie durch den Herrn verk<\/em><em>\u00fc<\/em><em>ndet wurde, uns gegen<\/em><em>\u00fc<\/em><em>ber von denen best\u00e4tigt worden, die es geh\u00f6rt haben, 4&nbsp;wobei Gott zugleich Zeugnis gab durch Zeichen und Wunder und mancherlei Machttaten und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen.\u201c <\/em>Diejenigen, die Worte des Herrn weitergegeben haben (Apostel), wurden von ihm durch Zeichen, Wunder und Machttaten best\u00e4tigt! Das sollte man mal mindestens erwarten, wenn jemand mit Tr\u00e4umen und Visionen kommt und meint, autoritative Worte Gottes zu reden. Das war der Ma\u00dfstab der Apostel und auch der Propheten im AT (<strong>5Mo&nbsp;18,21-22<\/strong> \u2013 trifft das Wort ein oder nicht). Doch selbst Paulus schreibt uns im <strong>Gal 1,8f:<\/strong> <em>\u201eWenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verk\u00fcndigten, was wir euch als Evangelium verk\u00fcndigt haben: Er sei verflucht! 9&nbsp;Wie wir fr\u00fcher gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wenn jemand euch etwas als Evangelium verk\u00fcndigt entgegen dem, was ihr empfangen habt: Er sei verflucht!\u201c <\/em>Man k\u00f6nnte noch erg\u00e4nzen <em>\u201eund Wunder tut\u201c <\/em>\u2013 denn das kann die andere Seite nach Jesus auch (<strong>Mt 24,24<\/strong>) und sie wird es tun. Es werden falsche Propheten\/Christusse mit Visionen\/Tr\u00e4umen und Wundern aufstehen und werden Verf\u00fchrer sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit:<\/strong> Ja, Gott kann heute noch durch Tr\u00e4ume reden. Wir haben Berichte davon. Aber es bleibt die Ausnahme und ist vor allem im Gemeindekontext immer im mazedonischen Modell (<strong>Apg 16<\/strong>) unter mehreren Augen zu pr\u00fcfen. Tr\u00e4ume\/Visionen scheinen im NT Gemeindekontext keinen wirklich wichtigen Part zu spielen. Wir finden keine wirkliche Anweisung in der Briefliteratur, wie man damit umgehen soll, wie man es f\u00f6rdern soll oder dergleichen. Es wird eher gewarnt, dass durch falsche Propheten die Gemeinde auf Abwege kommen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Joseph \u2013 Was zeichnet ihn aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Joseph steht f\u00fcr uns aus NT-Sicht f\u00fcr jemanden, der mit Gott unterwegs ist. Ja man k\u00f6nnte ihn als Christ bezeichnen, der seinen Glauben am Arbeitsplatz im Alltag lebt. Der Pharao selbst gibt ihm folgendes Urteil in <strong>1Mo 41,37f<\/strong>: <em>\u201eHaben wir <\/em><em>\u27e8<\/em><em>je<\/em><em>\u27e9<\/em><em> einen gefunden wie diesen, einen Mann, in dem der Geist Gottes ist?\u200239<\/em><em>&nbsp;<\/em><em>Und zu Josef sagte der Pharao: Nachdem dich Gott dies alles hat erkennen lassen, ist keiner so verst<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ndig und weise wie du.\u201c <\/em>Tats\u00e4chlich ist Joseph der \u201eChrist\u201c, der seine Beziehung zu seinem HERRN und Gott im Alltag lebt, und zwar an dem Platz, an den ihn Gott hingestellt hat. Tats\u00e4chlich sucht Joseph das Beste f\u00fcr \u00c4gypten. Schon spannend \u2013 die \u00c4gypter haben ihm eigentlich \u00fcbel mitgespielt und er sitzt unschuldig im Gef\u00e4ngnis. Aber anstatt bitter zu werden, sieht Joseph seinen Dienst im Auftrag Gottes am Volk der \u00c4gypter ganz nach <strong>Jer 29,7:<\/strong><em> \u201eUnd sucht den Frieden\/Wohl der Stadt, in die ich euch gefangen weggef\u00fchrt habe, und betet f\u00fcr sie zum HERRN! Denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben\u201c. <\/em>Dadurch ist Joseph ein gewaltiges Zeugnis f\u00fcr Gott mitten im heidnisches Umfeld \u00c4gypten und jeder kann die Allmacht Gottes sehen. Dieser Gott h\u00e4lt, was er verspricht! Er h\u00e4lt, was er durch den Traum angek\u00fcndigt hat. Alle konnten durch Joseph sehen, dass sein Gott der wahre Gott ist. Der Mundschenk und der B\u00e4cker konnten durch den Dienst von Joseph Gott begegnen, sein Reden an sie ganz pers\u00f6nlich wahrnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Joseph \u2013 Annahme der Wegf\u00fchrung Gottes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Joseph ist zu Unrecht im Gef\u00e4ngnis. Er muss dort mehrere Jahre unschuldig verbringen. Aber Joseph hat gelernt jede Situation aus der Hand Gottes zu nehmen und dort sein Leben in den Dienst des HERRN zu stellen. Tats\u00e4chlich war Joseph f\u00fcr Gott Knecht bei Potifar und machte seine Arbeit gut. Genauso war Joseph jetzt mit und f\u00fcr Gott im Gef\u00e4ngnis und Gott war bei ihm \u2013 bei Potifar und im Gef\u00e4ngnis. Joseph hat ein \u201eJa\u201c zu seiner Situation und bringt sich mit seinen M\u00f6glichkeiten und seinen Gaben ein. Joseph lebt das, was wir in <strong>Kol 3,17+23<\/strong> finden: <em>\u201eUnd alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn!\u201c<\/em> Josephs \u201eJa\u201c zu Gottes Wegf\u00fchrung, die er aktuell noch nicht versteht und die sogar aus seiner Sicht ungerecht sind (er ist unschuldig im Gef\u00e4ngnis), hilft ihm sich dort f\u00fcr Gottes Werkzeug gebrauchen zu lassen. Er bricht seine Beziehung, sein Vertrauen zu dem Gott seiner V\u00e4ter nicht ab, sondern lebt seinen Glauben genau dort, wo Gott ihn hingestellt hat. Der Dienst f\u00fcr den HERRN findet nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens statt \u2013 er kann auch im Gef\u00e4ngnis unter widrigen Umst\u00e4nden stattfinden und muss deswegen nicht weniger \u201efruchtbringend\u201c sein. Wie oft machen wir einen \u201eschlechten Dienst\u201c, weil wir mit der aktuellen Situation unzufrieden sind? Joseph ist hier tats\u00e4chlich ein Vorbild. Er dient in dieser Lage und setzt seine Gaben f\u00fcr den HERRN ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Mundschenk und der B\u00e4cker \u2013 f\u00fcr was stehen sie und welche Aufgabe hat Joseph?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist schon sehr interessant, dass hier zwei Personen vorgestellt werden, die beinahe das gleiche erleben. Beide sitzen im Gef\u00e4ngnis, weil sie sich \u201egegen ihren Herrn vers\u00fcndigten\u201c. Es f\u00e4llt einem sehr schwer, diese Geschichte nicht im Gesamtkontext der Bibel zu sehen und zu deuten. Beide haben sich vers\u00fcndigt vor ihrem Herrn, dem Pharao <strong>(V1).<\/strong> Die Schrift sagt, dass dieses Urteil auch vor Gott gilt. <strong>R\u00f6m&nbsp;3,23<\/strong>: <em>\u201edenn alle haben ges\u00fcndigt\u201c. <\/em>Und beide haben den Zorn des Pharaos auf sich gezogen (<strong>V2<\/strong>). Auch das finden wir in der Bibel, dass Gottes Zorn offenbart ist \u00fcber alle Ungerechtigkeit und Gottlosigkeit der Menschen (<strong>R\u00f6m 1,18; R\u00f6m 2,5). <\/strong>Beide sind also ein super Bild f\u00fcr uns Menschen, die alle S\u00fcnder sind und der Zorn Gottes und sein Gericht \u00fcber unserem Leben steht. Die beiden stehen also f\u00fcr S\u00fcnder, die Rechenschaft vor ihrem HERRN, letztlich Gott, ablegen m\u00fcssen. Jetzt gibt es in der Geschichte ein zweifaches Urteil. Der eine, in dem Fall der Mundschenk, wird begnadigt und darf wieder als Mundschenk arbeiten. Der andere, der B\u00e4cker, wird zum Tode verurteilt. In unserer Geschichte gibt es keinen Anhaltspunkt, warum gerade der Mundschenk begnadigt wurde und der B\u00e4cker nicht! Wir wissen aber den Anhaltspunkt, wann ein Mensch von Gott begnadigt wird und wann eben nicht! Das ist in der \u00dcbertragung hier der entscheidende Punkt, bzw. Frage: <strong>Wann wird ein Mensch von Gott begnadigt und wann eben nicht? Wann darf der Mensch leben und zwar ewig leben und wann muss er sterben und zwar in Ewigkeit<\/strong> (zweiter Tod, <strong>Offb 20<\/strong>). Das ist das wichtigste Thema und unsere Textstelle zeigt schon das Evangelium an \u2013 es gibt tats\u00e4chlich die M\u00f6glichkeit, obwohl man S\u00fcnder ist, Gnade zu finden. <strong>Joh&nbsp;3,36:<\/strong> <em>\u201eWer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm\u201c. <\/em>Es kommt nicht auf die Taten des Menschen an, denn die verurteilen ihn nur \u2013 er ist ja ein S\u00fcnder. Nur wer sich Jesus Christus anvertraut, an ihn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer Jesus ablehnt, der wird keine Gnade bei Gott finden, sondern nur seinen Zorn. Denn er bleibt ein S\u00fcnder und hat das verdient, was das Wort Gottes in<strong> R\u00f6m 6,23a <\/strong>sagt: <em>\u201eDenn der Lohn der S\u00fcnde ist der Tod\u201c. <\/em>Der Bibelverse geht dann wie folgt weiter<strong>, R\u00f6m 6,23b<\/strong>: <em>\u201edie Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt das Gnadengeschenk des ewigen Lebens f\u00fcr diejenigen, die <em>\u201eIn Christus sind\u201c.<\/em> Warum ist das m\u00f6glich? Nur, weil Jesus Christis den Zorn Gottes auf sich nahm und all unsere Schulden, und die Konsequenz unserer S\u00fcnde vor Gott bezahlt hat. <strong>Kol 2,14<\/strong><em>:&nbsp;\u201eEr hat den Schuldschein gegen uns gel\u00f6scht, <\/em><em>\u27e8<\/em><em>den<\/em><em>\u27e9<\/em><em> in Satzungen <\/em><em>\u27e8<\/em><em>bestehenden<\/em><em>\u27e9<\/em><em>, der gegen uns war, und ihn auch aus <\/em><em>\u27e8<\/em><em>unserer<\/em><em>\u27e9<\/em><em> Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte;\u201c<\/em>. Gnade ist teuer, niemals kostenlos. Sie hat den Sohn Gottes sein Leben und sein teures Blut gekostet. Aber f\u00fcr uns ist sie umsonst \u2013 ein Geschenk! Das ist das Evangelium, die gute Nachricht, die man hier im \u00fcbertragenen Sinne sehen kann in dieser Geschichte. Was ist die Aufgabe von Joseph in der Geschichte? Joseph ist der Vermittler zwischen dem Mundschenk\/B\u00e4cker und Gott. Er erkl\u00e4rt ihnen das Reden Gottes (indem Fall den Traum). Er bringt sie und Gott im gewissen Sinne zusammen. Aber es beginnt damit, dass er echtes Interesse an ihrem Wohlergehen hat, <strong>V7:<\/strong> <em>\u201eWarum seid ihr heute so traurig?\u201c <\/em>Er nimmt sie als Menschen wahr und geht auf ihre Lebenssituation ein. Dann bringt er die Botschaft Gottes in diese Situation hinein.Joseph tut hier bildhaft das, was der Auftrag Israels war (vgl. Berufung Abrahams in <strong>1Mo 12,3<\/strong>: <em>\u201ein dir\/durch dich sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet werden\u201c)<\/em> und was unser Auftrag heute an unseren Mitmenschen ist. Wir finden es mal in <strong>2Kor&nbsp;5,20<\/strong> so: <em>\u201eSo sind wir nun Gesandte an Christi statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten f\u00fcr Christus: Lasst euch vers\u00f6hnen mit Gott!\u201c <\/em>Unser Dienst ist ein Vers\u00f6hnungsdienst. Wir wollen S\u00fcnder in unserem Umfeld, die unter dem Zorn Gottes und dem kommenden Gericht stehen, mit diesem Gott, der diese s\u00fcndigen Menschen unendlich liebt und seinen Sohn Jesus f\u00fcr sie (f\u00fcr alle Menschen!!!!) in den Tod gegeben hat, vers\u00f6hnen. F\u00fcr diesen vermittelten\/vers\u00f6hnenden Dienst steht Joseph in unserer Geschichte. Er ist der Gl\u00e4ubige, der im Gef\u00e4ngnis mit Ungl\u00e4ubigen sitzt und \u00fcber seinen Glauben redet und anderen dient.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Joseph &#8211; Wie sah sein Dienst aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann die Geschichte lesen und einfach einen Mann sehen, den der HERR mit der Gabe des Traumdeutens ausgestattet hatte. Josephs Dienst war aber der: Heiden (Mundschenk und B\u00e4cker) das Reden Gottes (hier durch einen Traum) so zu \u201e\u00fcbersetzen\u201c und zu erkl\u00e4ren, dass es f\u00fcr die beiden zu verstehen war. Joseph war sozusagen ein Evangelist im Gef\u00e4ngnis, der Gottes Worte erkl\u00e4rte und auf ihn hinwies: <em>\u201eAuslegen steht bei Gott \u2013 doch erz\u00e4hlts\u201c.<\/em> So lesen wir in <strong>Vers 8<\/strong>. Auch in <strong>1Mo 41,16<\/strong> lesen wir: <em>\u201eDa antwortete Josef dem Pharao: Das steht nicht bei mir; Gott wird antworten, was dem Pharao zum Heil ist.\u201c <\/em>Josephs Dienst war, wie eben im vorherigen Abschnitt betont, ein vermittelnder und vers\u00f6hnender zwischen \u00c4gyptern und Gott! Dabei geht es letztlich um Rettung! Gott ist ein Rettergott (<strong>1Tim 2,3-4<\/strong>) und seine Rettung hei\u00dft: Jesus Christus! Jesus bedeutet \u00fcbersetzt &#8211; <strong>JHWH (Gottesname) ist Rettung! <\/strong>Joseph verk\u00fcndigt diesen Gott im Gef\u00e4ngnis. Er verk\u00fcndet diesen Gott beim Pharao, dem K\u00f6nig von \u00c4gypten. Dabei nutzt er die ihm von Gott gegebene Gabe \u2013 Tr\u00e4ume zu deuten \u2013 letztlich Gottes verschleierte Wort an die \u00c4gypter durch Tr\u00e4ume (Pharao, Mundschenk, B\u00e4cker) zu erkl\u00e4ren. Es ist im Prinzip genau das, was wir in <strong>R\u00f6m&nbsp;10,14-17<\/strong> finden: <em>\u201eWie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber sollen sie an den glauben, von dem sie nicht geh\u00f6rt haben? Wie aber sollen sie h\u00f6ren ohne einen Prediger?15&nbsp;Wie aber sollen sie predigen, wenn sie nicht gesandt sind? Wie geschrieben steht: \u00bbWie sch\u00f6n sind die F\u00fc\u00dfe derer, die Gutes verk\u00fcndigen[6]!\u00ab 16&nbsp;Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht. Denn Jesaja sagt: \u00bbHerr, wer hat unserer Verk\u00fcndigung geglaubt?\u00ab17&nbsp;Also ist der Glaube aus der Verk\u00fcndigung, die Verk\u00fcndigung aber durch das Wort Christi.\u201c <\/em>Hier kommt beides zusammen in unserer Geschichte. Er gibt den <strong>Verk\u00fcndiger\/Ausleger<\/strong> (Joseph), der sich hat Senden lassen in dieses heidnische Umfeld und es gibt <strong>Wort Gottes<\/strong> (damals durch Traum an Pharao, Mundschenk und B\u00e4cker). Gott gebraucht den Dienst des Josephs und setzt ihn zum Segen und zur Rettung einer ganzen Nation ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie sehen an Joseph und seinem Dienst folgendes:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. <strong>Er lebte seinen Glauben und seine Gottesbeziehung auch in widrigen\/gottlosen Umst\u00e4nden und tat seine weltlichen Aufgaben f\u00fcr Gott<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich denke, dass das die Basis ist, um ein guter und glaubw\u00fcrdiger Zeuge f\u00fcr unseren HERRN Jesus zu sein. Wir m\u00fcssen gut in der Welt unterwegs sein. Wir m\u00fcssen bekannt f\u00fcr Engagement und gute Arbeit sein. Wir brauchen Liebe und Interesse an unserer Gesellschaft und sollten kein Bubbel-Dasein (wir ziehen uns von allen Menschen zur\u00fcck) leben. Wir wollen unsere Arbeit f\u00fcr unseren HERRN Jesus tun (<strong>Kol 3,17+23<\/strong>) und deswegen wollen wir sie Best m\u00f6glichst machen. Ein weiteres Beispiel an dieser Stelle ist Daniel. In <strong>Dan 6<\/strong> kann ihm nichts Negatives zur Last gelegt werden, denn er war ehrlich und gewissenhaft. Bei dem Katalog f\u00fcr die Anspr\u00fcche an einen \u00c4ltesten hei\u00dft es in <strong>1Tim 3,7<\/strong>: <em>\u201eEr muss aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die drau\u00dfen sind\u201c.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. <strong>Er lebte seinen Glauben aktiv in seinem Umfeld und nicht als \u201eU-Boot-Christ\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Glauben an Gott war f\u00fcr Joseph keine Privatsache. Er konfrontierte seine Mitmenschen damit (schon bei Potifar, hier im Gef\u00e4ngnis und beim Pharao). Dadurch war er ein Zeugnis f\u00fcr Gott und ein Segen Gottes f\u00fcr die Mitmenschen. Glaube und Alltag waren f\u00fcr ihn keine zwei verschiedenen Bereiche, sondern sein Motto war: <strong>Glaube wird im Alltag gelebt. <\/strong>Ein U-Boot-Christ dagegen ist so einer, der nur am Sonntag oder in der Kleingruppe auftaucht und seinen Glauben an Jesus lebt. Den Rest der Woche ist er auf Tauchstation!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. <strong>Er hatte das Ziel, Mitmenschen mit Gott in Verbindung zu bringen, damit Rettung geschieht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade bei der Geschichte mit dem Pharao wird deutlich: Joseph ist da zur Rettung des Volkes. Er kennt nicht darum, dass wir einen Gott verkaufen, der unserem Mitmenschen auch bissle guttut, sowie ein wenig Sport in der Woche. Glaube ist kein Hobby, sondern Lebens-Elixier. Ohne Glaube an Jesus Christus werden unsere Mitmenschen verloren gehen. Joseph steht da als Licht im dunklen \u00c4gypten, dass den \u00c4gyptern den Weg zu Gott zeigt. Jesus sagt das mal so in <strong>Mt 5,13-17<\/strong>: <em>\u201eIhr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz fade geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden. 14&nbsp;Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein. 15&nbsp;Man z\u00fcndet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf das Lampengestell, und sie leuchtet allen, die im Hause sind. 16&nbsp;So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.\u201c <\/em>Wir sollen Salz und Licht sein \u2013 das ist unser Auftrag. Wir sind es, weil Jesus das Licht der Welt ist (<strong>Joh 8,12<\/strong>), dass allem Menschen Leben geben will und wir dieses Licht (Jesus) in uns tragen (<strong>Gal 2,20<\/strong>). Damit sind wir Christen Lichttr\u00e4ger oder Fackeltr\u00e4ger, die andere Menschen erleuchten sollen. Salz (wir Christen) ist dabei nicht der Geschmack in einer faden Welt, sondern das Konservierungsmittel. Wir sind dazu berufen, dass die Welt um uns herum, unsere Mitmenschen, das echte Leben erkennen (Jesus) und zum Glauben an ihn finden durch unser Zeugnis\/unsere Verk\u00fcndigung (<strong>R\u00f6m 10,17<\/strong>) \u2013 Aufgabe vom Salz -Konservieren! Das darf durch gute Werke geschehen, die sie bei uns sehen. Joseph tat genau das. Er tat Gutes und redete von Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Joseph \u2013 ein Bild auf Christus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie viele Geschichten in der Bibel, die uns das Thema Rettung erkl\u00e4ren, bietet auch die Josephsgeschichte zahlreiche Vergleiche auf Jesus Christus hin. Wir finden in <strong>1Kor 10,6<\/strong> folgenden Hinweis: <em>\u201eDiese Dinge (Geschichten aus dem AT) aber sind als Vorbilder (\u201eTypos\u201c) f\u00fcr uns geschehen, damit wir nicht nach B\u00f6sem gierig sind, wie jene gierig waren\u201c. <\/em>Geschichten aus dem AT sind oft Vorbilder\/Typos f\u00fcr uns. Sie zeigen uns ein Prinzip auf, sie weisen auf etwas gr\u00f6\u00dferes hin. Im Hebr\u00e4erbrief wird der Begriff \u201eSchatten\u201c verwendet. Joseph ist auch so ein Vorbild auf Christus. Sein Leben als Liebling des Vaters f\u00fchrt in die Erniedrigung\/Sklaverei und von dort auf den Thron der Macht zur rechten der damaligen Weltmacht \u2013 dem Pharao. Seine Lebensgeschichte\/Sendung diente zur Rettung der \u00c4gypter\/Israels \u2013 durch ihn brachte Gott die Rettung vor der drohenden Hungersnot. Der fantastische Satz <strong>1Mo 50,20<\/strong>: <em>\u201eIhr zwar, ihr hattet B\u00f6ses gegen mich beabsichtigt; Gott <\/em><em>\u27e8<\/em><em>aber<\/em><em>\u27e9<\/em><em> hatte beabsichtigt, es zum Guten <\/em><em>\u27e8<\/em><em>zu wenden<\/em><em>\u27e9<\/em><em>, um zu tun, wie es an diesem Tag ist, ein gro<\/em><em>\u00df<\/em><em>es Volk am Leben zu erhalten.\u201c <\/em>Kann man auch auf Jesus anwenden!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.4 Struktur des Abschnittes:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir lesen in unseren zwei Abschnitten von drei Tr\u00e4umen, die Joseph deutet. Zwei im Gef\u00e4ngnis \u2013 Mundschenk und B\u00e4cker, die genauso eintreffen, wie es Joseph vorhergesagt hat. Dadurch kommt Joseph nach langer Wartezeit (2 Jahre) aus dem Gef\u00e4ngnis und deutet dem Pharao einen Traum (eigentlich zwei \u2013 K\u00fche und \u00c4hren) und wird zum Retter des ganzen Volkes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserem Abschnitt ist es sehr wichtig, dass man den \u00dcberblick beh\u00e4lt und die wichtigen Dinge aufzeigt, sonst verheddert man sich in der L\u00e4nge des Textes. Wir wollen uns tats\u00e4chlich, wie das Thema sagt, auf Joseph und seinen Dienst (begabt, bereit, berufen) fokussieren und dann letztlich den \u00dcbertrag auf das eigene Leben machen. Wo bin ich begabt, bereit und berufen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(\u00dcberlegungen zum Predigtanlass \/ H\u00f6rer \/ Liedvorschl\u00e4ge)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir alle leben unser Christsein in einer gottlosen Welt. Wir alle haben den Auftrag, Zeugen f\u00fcr Jesus zu sein und unser ganzes Leben als ein Dienst f\u00fcr Gott zu leben (<strong>R\u00f6m 12,1<\/strong>). Joseph ist uns hier ein gutes Vorbild und wir k\u00f6nnen von seinem Leben eine Menge lernen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(\u00dcberlegungen zur Heilsgeschichte \/ Gattung \/ \u00dcbertragung usw.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben einen Text aus dem AT in einer ganz anderen Zeit und in einer ganz anderen Kultur. Vor allem was das Thema: \u201eWie redet Gott heute\u201c angeht m\u00fcssen wir hier aufpassen. Wir haben das Thema der Tr\u00e4ume angeschaut. Wir finden es in Ausnahmef\u00e4llen auch zu Beginn des Gemeindezeitalters. Es hilft uns, wenn wir in der Josephsgeschichte die Tr\u00e4ume als damaliges Reden Gottes sehen (was es ja auch war) und heute die Parallele suchen, n\u00e4mlich das Wort Gottes \u2013 die Bibel (hier haben wir das ganze Reden Gottes)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(\u00dcberlegungen zur L\u00e4nge \/ Bekanntheit \/ Art usw. des Textes)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es hilft sicherlich, wenn wir kurz die Bez\u00fcge herstellen und manches des Textes erz\u00e4hlen und nicht lesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Vorschlag)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wollen Joseph als Vorbild des Glaubens sehen und betrachten (<strong>Hebr 11,22<\/strong>). Was k\u00f6nnen wir von ihm lernen f\u00fcr unseren Glaubensalltag mit Jesus. Wo sollen wir uns einbringen mit dem, was Gott uns anvertraut hat? Wie erreichen wir das Ziel, dass Worte Gottes unserem Mitmenschen zur Rettung dient?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Vorschlag)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Joseph \u2013 begabt, bereit, berufen (Verbandsvorschlag)<\/strong><br><strong>Joseph \u2013 Durch Dienen Menschen f\u00fcr Jesus gewinnen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3.3 <strong>Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Joseph \u2013 Durch Dienen Menschen f\u00fcr Jesus gewinnen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Gute und ehrliche Arbeit als Vertrauensgrundlage<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zuh\u00f6ren und Gottes Worte auch mit meiner Begabung weitergeben<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Menschen retten f\u00fcr Zeit und Ewigkeit<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu 1. Gute und ehrliche Arbeit als Vertrauensgrundlage<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wollen Josephs Arbeit f\u00fcr das Gef\u00e4ngnis und f\u00fcr seine Mitgefangenen hervorheben. Er war bestrebt, dass die Arbeit gutgetan wird, dass es den Menschen in seinem Umfeld durch seine Arbeit gut geht. Das Motto aus <strong>Kol&nbsp;3,17+23<\/strong> sollten auch wir leben. Wir wollen unseren Platz und die Aufgabe, an die der HERR uns gestellt hat, Best m\u00f6glichst mit seiner Hilfe tun. Es wird wahrgenommen, ob wir uns f\u00fcr unsere Mitmenschen engagieren oder nicht! Wenn Joseph im Gef\u00e4ngnis durch Negatives aufgefallen w\u00e4re, durch seinen Hass auf seine Mitgefangenen, oder durch herablassende Behandlung seiner Untergebenen, h\u00e4tte er mit Sicherheit kein Geh\u00f6r beim Mundschenk oder B\u00e4cker gefunden. Sein gutes Verhalten ist die Basis daf\u00fcr, dass das was er sagt oder den Mitmenschen r\u00e4t, auch Geh\u00f6r findet. Wenn wir eher negativ auffallen oder gar komisch sind, dann brauchen wir uns nicht wundern, wenn unsere Mitmenschen uns nicht achten und uns nicht zuh\u00f6ren. Eine intakte Beziehung zum Umfeld in dem ich lebe, ist die Grundlage f\u00fcr Evangelisation.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu 2. Zuh\u00f6ren und Gottes Worte auch mit meiner Begabung weitergeben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Joseph ist f\u00fcr die N\u00f6te und Probleme seiner Mitgefangenen da. Er hat echtes Interesse am Wohlergehen des Mundschenks und Beckers. Er nimmt wahr, dass es ihnen nicht gut geht! Nat\u00fcrlich ist der Andockpunkt in der Geschichte f\u00fcr Joseph vermeintlich leichter als bei uns, denn es handelt sich um ein spirituelles Problem \u2013 Ein Traum war damals in der \u00e4gyptischen Kultur das Reden der G\u00f6tter. Was macht Joseph jetzt? Er nimmt sich Zeit und fragt nach. Und dann bringt er seinen Glauben, seine Gotteskenntnis und seine in dem Fall passende Gabe (Traumdeutung) in die Situation hinein. Joseph redet damit Worte Gottes in das Leben dieser Menschen hinein. Er ist ein Zeuge Gottes. Im Gef\u00e4ngnis, aber auch bei der Geschichte vor dem Pharao. Er bezeugt den allm\u00e4chtigen Gott Israels, der Tr\u00e4ume schenkt und deuten l\u00e4sst. Joseph tut etwas, was den Glauben an Gott wecken kann, bzw. er schafft das Umfeld daf\u00fcr, wo Glaube entstehen kann. <strong>R\u00f6m 10,17<\/strong>: <em>Also ist der Glaube aus der Verk\u00fcndigung, die Verk\u00fcndigung aber durch das Wort Christi. <\/em>Hier ist Joseph ein super Vorbild. Er redet von Gott und spricht in die Situation der Mitmenschen hinein. In seinem Fall hat Gott ihm die Gabe der Traumdeutung gegeben. Wenn wir das \u00fcbertragen, dann ist es wichtig, dass wir an den Mitmenschen sind. Wir sollten ihnen zuh\u00f6ren und Worte von Jesus in ihre Situation sprechen, also Jesus bezeugen und daf\u00fcr auch Worte Gottes gebrauchen. Sicherlich haben manche eine spezielle Gabe daf\u00fcr (Evangelisation). Aber Jesus bezeugen ist letztlich keine Gabe, sondern eine Aufgabe und wir sind immer davon abh\u00e4ngig, dass Gott uns gebraucht und unsere Worte in das Herz des Gegen\u00fcbers fallen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu 3. Menschen retten f\u00fcr Zeit und Ewigkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Josephsgeschichte zeigt den Willen Gottes \u2013 Rettung! Joseph wird von Gott extra nach \u00c4gypten gesendet, um sein Volk vor der kommenden Hungersnot zu retten. Dabei wird das heidnische \u00c4gypten gleich mitgerettet und durch Joseph gesegnet. Er ist dabei ein super Bild auf Jesus. Jesus kam, um alle Menschen zu retten. Nicht vor einer Hungersnot, sondern vor dem kommenden Zornesgerichts Gottes, weil alle S\u00fcnder sind. Dabei spielen die beiden Gefangenen eine bildhafte Rolle. Beide haben ges\u00fcndigt und auf beide ist der Pharao zornig \u2013 das ist die Situation eines jeden Menschen vor Gott! Aber Rettung ist m\u00f6glich durch Glauben an den Sohn Gottes. Allerdings gibt es am Ende immer zwei Ausg\u00e4nge! Keine drei oder nur einen. Entweder, man ist ein von Gott begnadigter Mensch wie der Mundschenk, dann ist man gerettet. Oder man ist jemand, der keine Gnade, sondern nur das Gericht bekommt \u2013 daf\u00fcr steht der B\u00e4cker. Hier ist es wichtig, dass wir betonen: <strong>Das ist keine Willk\u00fcr Gottes, sondern Gnade hat einen Namen \u2013 Jesus Christus<\/strong>! <strong>Tit 2,11<\/strong>: <em>\u201eDenn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen.\u201c <\/em>Jeder Mensch darf bei Jesus diese Gnade finden. Das ist unsere gute Nachricht f\u00fcr die Welt. Das, was damals in \u00c4gypten passiert ist, n\u00e4mlich dass durch Joseph eine gro\u00dfe Rettung geschah, ist durch Jesus allumf\u00e4nglich du ewig geschehen. Joseph zeigt uns den Plan Gottes mit unserem Leben. Wir sollen dazu da sein, um anderen Menschen das Evangelium zu bringen, damit sie die Rettung Gottes finden. Wir haben den Dienst der Vers\u00f6hnung (<strong>2Kor 5,20<\/strong>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (Manuel Nowak)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gebet \u2013 In allen Lebenslagen im Gespr\u00e4ch mit GottMonatsthema: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Joseph \u2013 Tr\u00e4ume, Tr\u00e4nen, TriumphPredigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Joseph \u2013 begabt, bereit, berufen Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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