{"id":5241,"date":"2025-05-22T15:46:53","date_gmt":"2025-05-22T13:46:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=5241"},"modified":"2025-05-22T15:46:53","modified_gmt":"2025-05-22T13:46:53","slug":"predigthilfe-vom-13-juli-2025-1-mose-38-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-13-juli-2025-1-mose-38-24\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 13. Juli 2025 &#8211; 1. Mose 3,8-24"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wenn wir untreu sind, bleibt Gott doch treu (Thema laut Textplan)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den vorliegenden Abschnitten handelt es sich um Erz\u00e4hltexte, nicht um ausdr\u00fcckliche Lehrtexte. Das hei\u00dft, dass die Wertung von Handlungen nicht direkt im Text selbst zu finden ist, sondern einer sauberen Einordnung bedarf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Keil\/Delitzsch, Biblischer Kommentar \u00fcber das Alte Testament, Band 3 (online verf\u00fcgbar unter <a href=\"https:\/\/www.sermon-online.com\/de\/contents\/15233\">https:\/\/www.sermon-online.com\/de\/contents\/15233<\/a>)<\/li>\n\n\n\n<li>Helmut Thielicke, Wie die Welt begann. Der Mensch in der Urgeschichte der Bibel, darin: Die Geschichte vom S\u00fcndenfall, Kapitel I+II, Stuttgart 1964<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Anmerkungen und Wortbez\u00fcge richten sich nach dem Text der revidierten Elberfelder Bibel in der Textfassung 2020.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Struktur des Textes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3,8-13: Begegnung Gottes mit dem Menschenpaar<br>3,14-15: Bestrafung der Schlange<br>3,16: Bestrafung der Frau<br>3,17-19: Bestrafung des Mannes<br>3,20-24: Gottes gn\u00e4diges Handeln nach dem S\u00fcndenfall<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Anmerkungen zu den Versen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3,8-13: Die Verse schildern die Begegnung Gottes mit dem Menschenpaar nach dem S\u00fcndenfall. Aus dieser Begegnung werden verschiedene Aspekte deutlich:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Es gibt nach dem Essen der Frucht eine Barriere zwischen Mensch und Gott. Die Menschen haben das Bed\u00fcrfnis, sich zu verstecken. Sie wissen nach dem Bruch des Gebots, dass er nun etwas zu verbergen hat (s. Predigthilfe vom 06.07.2025). Nachdem sie sich in Vers 7 zun\u00e4chst voreinander bedecken, was auch auf einen ersten Riss zwischen Mann und Frau weist, fliehen sie nun auch vor Gott, weil es zwischen ihnen und ihm einen Bruch gibt. Die Stimme, die ihnen in Kapitel 2 noch Lebensatem einhauchte und die Erlaubnis zur Nutzung des Gartens zusprach, fl\u00f6\u00dft ihnen nun Angst ein.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Mensch hat eine erste Gotteserkenntnis. Er muss erkennen, dass er zwar versucht, sich vor Gott zu verstecken, dass dies aber nicht m\u00f6glich ist. Gott sieht und findet den Menschen auch zwischen den B\u00e4umen.<\/li>\n\n\n\n<li>Gott tritt auf wie ein Seelsorger. Er wusste, wo die Menschen sind, aber er gibt ihnen mehrfach die Chance, ihre Schuld einzugestehen. Er fragt, wo sie sind, obwohl er es wei\u00df. Er fragt, woher sie von ihrer Nacktheit wissen, obwohl er es wei\u00df. Er fragt, ob sie von dem Baum gegessen haben, obwohl er es wei\u00df. Er kommt also nicht direkt als Strafender, sondern gibt ihnen dreimal die Chance zum Bekenntnis.<\/li>\n\n\n\n<li>Schon hier wird erkennbar, dass der Mensch seit dem S\u00fcndenfall von der Tendenz getrieben ist, Schuld abzuw\u00e4lzen. Anstatt eigenes Versagen zuzugeben, verweist der Mann auf die Frau, die Frau auf die Schlange.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3,14-15: Als erstes werden allerdings nicht die Menschen bestraft, die ges\u00fcndigt haben, sondern die Schlange, die sie dazu verf\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Schlange wollte an die Stelle Gottes treten und die Menschen mit ihrem Wort (ver-)leiten. Statt diese Stelle einzunehmen, wird sie nun in den Staub gedr\u00fcckt.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Schlange hat die Menschen zum Essen verf\u00fchrt, nun wird sie selbst zum Essen verflucht \u2013 zum Essen von Staub.<\/li>\n\n\n\n<li>Dies ist nicht so zu verstehen, dass die Schlange vorher eine gr\u00f6\u00dfere Gestalt auf zwei oder mehr Beinen war und nun im Staub leben muss. Eher sollte dies als Akt der Dem\u00fctigung verstanden werden. Weil sie sich erhoben hat, weist Gott ihr nun erst recht ihren Platz an, er dr\u00fcckt sie in den Staub.<\/li>\n\n\n\n<li>In der Strafe f\u00fcr die Schlange wird allerdings auch schon Gottes Gnade mit dem Menschen erkennbar: Gott stellt den s\u00fcndigen Menschen nicht auf die Seite der Schlange, sondern zieht eine Grenze zwischen der Versucherin (Schlange) und der Versuchten (Frau). \u201eIch werde Feindschaft setzen\u2026\u201c<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3,16: Zwar wird vom Menschenpaar als erstes die Frau bestraft, wir sollten allerdings wahrnehmen, dass die Strafe rein vom Umfang beim Mann gr\u00f6\u00dfer ausf\u00e4llt. Die Strafe enth\u00e4lt einen Aspekt im \u201aAuftrag\u2018 der Frau und einen Beziehungsaspekt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Moment des gr\u00f6\u00dften Gl\u00fccks bei der Geburt (viele Frauen bezeichnen diesen Moment so) ist gleichzeitig auch der Moment des gr\u00f6\u00dften Schmerzes. Dar\u00fcber hinaus h\u00f6rt der Schmerz damit nicht auf, sondern die Sorge um die Kinder h\u00e4lt in der Regel ein Leben lang an.<\/li>\n\n\n\n<li>Statt einer erg\u00e4nzenden, liebevollen Beziehung zwischen Mann und Frau gibt es fortan ein Ringen um die Vorherrschaft. Die Frau braucht den Mann f\u00fcr Liebe und Zuneigung ebenso, wie f\u00fcr die Fortpflanzung, der hingegen wird dieses Angewiesensein ausnutzen und herrschen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3,17-19: Auch die Strafe des Mannes enth\u00e4lt einen Aspekt in seinem Auftrag und einen Aspekt in der Beziehung.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Sein Auftrag zum Bebauen und Bewahren wird nun deutlich erschwert. Seine Schuld war es, sich zum Essen verf\u00fchren zu lassen, nun wird das Essen f\u00fcr ihn m\u00fchsam werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Beziehung zur Natur ist fortan gest\u00f6rt. Er braucht die Natur zum Leben und hatte das perfekte Umfeld (s. Predigthilfe vom 06.07.2025), aber zwischen Mensch und Natur findet nun ein andauernder Kampf statt. Der Mensch versucht die Natur zu z\u00e4hmen und zu kultivieren, aber die Natur holt sich immer wieder ihr \u201eRecht\u201c zur\u00fcck.<\/li>\n\n\n\n<li>Beim Mann kommt noch eine universelle Folge hinzu. Ohne die Geburtsschmerzen kleinzureden (!) muss man dennoch festhalten: Sie betreffen vor allem die Frauen in einzelnen Lebenssituationen. Die Strafe des Mannes hat Konsequenzen \u00fcber ihn hinaus. Die St\u00f6rung zur Natur ist weltweit. Die Schwierigkeit, der Natur die Nahrung abzugewinnen, ist weltweit gegeben.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3,20-24: Diese Verse enthalten eine zweifache Gnade. Zun\u00e4chst ist es Gott selbst, der daf\u00fcr sorgt, die Nacktheit des Menschen anst\u00e4ndig zu bedecken. Manche gehen davon aus, dass hier das erste stellvertretende Opfer stattfindet, denn irgendwoher m\u00fcssen die Felle ja kommen. Vom Text klar belegt ist dies allerdings nicht. Gott selbst ist es also, der dem Menschen eine M\u00f6glichkeit gibt, mit den Folgen seiner Schuld zu leben. Sodann ist es zwar hart, dass der Mensch den Garten verlassen muss. Gleichzeitig kann man dies auch als Akt der Gnade verstehen, dass der Mensch in seinem s\u00fcndigen Zustand nicht auch noch ewig leben muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es handelt sich um einen Erz\u00e4hltext! Das hei\u00dft: Der Text selbst gibt keine Anweisungen i.S.v. tu das, lass jenes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Predigtanlass ist eine klassische Predigt im Gottesdienst am Sonntag. Der Prediger muss also die konkrete Gemeindesituation vor Augen haben. 1. Mose 3 ist ein f\u00fcr Christen bekannter Text. Gerade deswegen sollten Formulierungen wie \u201ewir kommen heute zu dem bekannten Text\u201c o.\u00e4. vermieden werden, damit nicht gleich am Anfang ein Gef\u00fchl von \u201ekenne ich schon, brauche ich nur halb hinh\u00f6ren\u201c gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Predigt kann zwei Hauptaspekte verfolgen: (1) Der Blick auf einen langm\u00fctigen Gott, der dem Menschen zur Bu\u00dfe f\u00fchren will, aber auch konsequent ist, wenn diese ausbleibt. (2) S\u00fcnde im Leben des Menschen hat Konsequenzen, die in der Regel \u00fcber den einzelnen hinaus Auswirkungen auf andere haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Der seelsorgende und konsequente Gott<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anhand der Tatsache, dass Gott dem Menschen Fragen stellt, kann dieser Punkt aufzeigen, dass Gott dem Menschen nachgeht und ihn zur Umkehr f\u00fchren m\u00f6chte. Nat\u00fcrlich kennt Gott uns durch und durch, er wei\u00df, wenn wir schuldig geworden sind. Aber er haut nicht einfach strafend drauf, sondern r\u00e4umt uns Chancen der Umkehr ein. In der Anwendung kann das zweifach auf uns selbst angewendet werden: (1) Sind wir bereit zur Umkehr, uns auf Schuld hinweisen zu lassen, oder versuchen wir, selbst damit zurechtzukommen, reden sie klein oder verstecken sie. Dieser Abschnitt zeigt: Wir k\u00f6nnen uns nicht verstecken, also sollten wir bekennen. (2) Gleichzeitig k\u00f6nnen wir fragen, wie wir mit Schuld bei anderen umgehen. Folgen wir Gottes Vorbild und geben Chancen, oder sind wir rachs\u00fcchtig und unbarmherzig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bestrafung wird unausweichlich, weil die Menschen nicht bu\u00dffertig sind. Gott muss hier konsequent sein, mindestens deshalb, weil es die erste S\u00fcnde \u00fcberhaupt ist und deutlich werden muss, dass wir Gottes Gebote ernst nehmen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Die um sich greifende Schuld<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">S\u00fcnde hat Konsequenzen, das wird sehr deutlich. Was als harmloser Biss in eine Frucht beginnt, zerst\u00f6rt die Beziehung zu Gott, die Beziehung zwischen Mann und Frau und die Beziehung zur Natur. Dieser Punkt kann etwas darstellend entfalten, wie die Strafen Gottes gestaltet sind (alle haben einen Bezug zu Auftrag und Beziehung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">S\u00fcnde sollten wir nicht nur wegen unserer eigenen Beziehung zu Gott ernst nehmen, sondern auch, weil sie selten bei uns bleibt. Meistens ziehen wir andere mit rein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Der treue und gn\u00e4dige Gott<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei aller Konsequenz zeigt der Text auch Gottes Gnade und Treue.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Es gibt eine Trennung zwischen Versucher und Mensch. Zwar ist der Mensch fortan s\u00fcndig, aber er wird nicht auf die gleiche Ebene mit dem Versucher gestellt.<\/li>\n\n\n\n<li>Auch wenn die Auftr\u00e4ge f\u00fcr den Menschen schwieriger werden: Gott h\u00e4tte hier auch ein Ende machen oder den Zugang zu Ressourcen einschr\u00e4nken k\u00f6nnen. Er entscheidet sich aber daf\u00fcr, dass sie die Menschen weiterhin durch Sexualit\u00e4t fortpflanzen und Kinder nicht aus dem Automaten, sondern durch eine Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau entstehen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er kappt nicht den Zugang zur Sch\u00f6pfung, er macht ihn nur schwieriger. Es ist eine Gnade, dass der Mensch weiterhin die Sch\u00f6pfung gebrauchen darf. Stellen wir uns vor, wir m\u00fcssten unabh\u00e4ngig von der Sch\u00f6pfung f\u00fcr unser \u00dcberleben sorgen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Selbst die Vertreibung aus dem Garten ist Gnade. Der Mensch wird bewahrt vor einem ewigen Leben als S\u00fcnder. Stattdessen wird der Ausweg bereits angek\u00fcndigt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Zuspitzung dieses Abschnitts sollten wir wahrnehmen, dass die Menschen \u2013 anders als Kapitel 2 es ank\u00fcndigt \u2013 hier nicht buchst\u00e4blich stirbt, sondern weiterlebt. (Die Aussage, hier finde ein geistlicher Tod statt oder der Mensch sei f\u00fcr Gott gestorben, scheint weit hergeholt und ist durch den Text nicht unmittelbar gedeckt.) Stattdessen wird die eigentliche Strafe \u2013 der Tod \u2013 um einige tausend Jahre hinausgeschoben. F\u00fcr die S\u00fcnde des Menschen stirbt Jesus Christus am Kreuz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Beispiel in Punkt 1 eignet sich ein Blick in die Erziehung. Wer eine dem Kind angek\u00fcndigte Strafe nicht auch umsetzt, wird daf\u00fcr sorgen, dass Gebote irgendwann nicht mehr ernst genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es bietet sich in Punkt 2 an, konkrete Lebensbeispiele auszumalen, um die Folgen dieser Strafe deutlich zu machen. Sorge um die Kinder, Missverst\u00e4ndnisse und K\u00e4mpfe zwischen M\u00e4nnern und Frauen, die M\u00fche der Arbeit sind uns ja nur zu gut bekannt und k\u00f6nnen die Predigt lebendig werden lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleiches gilt f\u00fcr die Tatsache, dass S\u00fcnde Auswirkungen auf andere hat. Hierzu gibt es sicherlich handfeste Beispiele.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Henrik Homrighausen)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wenn wir untreu sind, bleibt Gott doch treu (Thema laut Textplan) Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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