{"id":5187,"date":"2025-02-28T16:07:46","date_gmt":"2025-02-28T15:07:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=5187"},"modified":"2025-02-28T16:07:46","modified_gmt":"2025-02-28T15:07:46","slug":"predigthilfe-vom-30-maerz-2025-apostelgeschichte-31-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-30-maerz-2025-apostelgeschichte-31-16\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 30. M\u00e4rz 2025 &#8211; Apostelgeschichte 3,1-16"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jahresthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Neue Menschen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Glaube kommt von Gott (Der Lahmgeborene)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte (Lat. Acta = Taten, J\u00fcnger in Aktion) beschreibt in Apg.2-7 die erste \u201eEtappe\u201c des Missionsbefehls (Apg.1,8): die J\u00fcnger Jesu als Zeugen des Evangeliums in Jerusalem. Durch die Ausgie\u00dfung des Heiligen Geistes bekommen die J\u00fcnger die Kraft, im Auftrag Jesu (\u201eim Namen Jesu Christi\u201c) vollm\u00e4chtig zu reden und vollm\u00e4chtig zu handeln. Lukas gibt zun\u00e4chst einen Einblick in die Gemeinde in Jerusalem (2,37-47), um sodann im Folgenden auch auf die M\u00f6glichkeiten, aber auch Schwierigkeiten einzugehen, die den J\u00fcngern durch die Wahrnehmung ihres Zeugnisauftrags entstanden sind. Er beginnt mit einem der vielen Wunder und Zeichen, die durch die Apostel geschahen (vgl. Apg.2,43). Dem sehr unspektakul\u00e4r berichteten Wunder folgt eine Evangelisationspredigt des Petrus im Tempel (Apg.3,12-26), nach der es zur Hinwendung zu Jesus kommt (Apg.4,4) aber auch zu massiven Angriffen gegen die Zeugen des Evangeliums (Apg. 4,1ff.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zeichen und Wunder mit \u00e4hnlichen Reaktionen der Annahme und Ablehnung finden wir bei Jesus in Joh.11 (vgl. besonders Joh.11,43-53) und bei den Aposteln in Apg.5,12-33;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Hilfen zur Auslegung empfehle ich jedem Verk\u00fcndiger sich folgende Studienbibeln zuzulegen: Elberfelder erkl\u00e4rt, MacArthur (gibt es auch als PDF zum Download), Ryrie, Genfer Studienbibel (gute theol. Erg\u00e4nzung zu den vorherigen!), Die Bibel mit Erkl\u00e4rungen von Hans Bruns.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere gut verst\u00e4ndliche Hilfen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die entsprechenden B\u00e4nde der Edition C und der Wuppertaler Studienbibel.<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eDas NEUE\/ALTE Testament\u201c ausgelegt von Walvoord und Zuck (H\u00e4nssler-Verlag)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 1:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesu J\u00fcnger nehmen das Wort Jesu vom Tempel als Bethaus (Lk.19,46) sehr ernst. Die Zeitform (Imperfekt) zeigt, dass es eine gute Gewohnheit f\u00fcr sie war, die j\u00fcdischen Gebetszeiten einzuhalten (trotz oder gerade wegen des \u201eEvangelisations-Stresses\u201c). \u201eWer nicht regelm\u00e4\u00dfig betet, betet bald \u00fcberhaupt nicht mehr.\u201c (Neudorfer)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Petrus und Johannes gehen in den Tempel zur Gebetstunde. Nicht nur weil es ihre Gewohnheit war, sondern auch weil sich da die Menschen versammeln. Sie k\u00f6nnen nicht schweigen von dem, was sie gesehen und erfahren haben! (Vgl. Apg 4,20)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Johannes und Petrus: Die J\u00fcnger gehen gemeinsam, in einer Zweierschaft, wie Jesus seine J\u00fcnger ausgesandt hat (Mk.6,7). Bereits in der Zweierschaft liegt die Verhei\u00dfung der Gegenwart Jesu (Mt.18,20).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">9.Stunde: 15.00 Uhr. Zeit des Abendgebets. Todesstunde Jesu (Mt.27,46).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V.2:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201elahm von Mutterleib\u201c: erinnert uns an Joh.9,1-3. Auch die Heilung des Blindgeborenen musste dazu dienen, das Handeln Gottes zu offenbaren. Wurde Petrus an dieses Erlebnis erinnert?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201edas sch\u00f6ne Tor\u201c: vermutlich das Nikanor-Tor, das vom Vorhof der Frauen in den Vorhof der M\u00e4nner f\u00fchrte (manche Ausleger denken auch an das Tor an das \u00f6stliche Portal des Frauenvorhofs. Dies scheint aber unwahrscheinlich, da der Gel\u00e4hmte durchaus Zugang zum Frauenvorhof hatte, nicht aber in den M\u00e4nnervorhof, da er als K\u00f6rperbehinderter als kultisch unrein galt). Das Nikanortor war aus korinthischer Bronze, die in der Abendsonne prachtvoll gl\u00e4nzte.<br>Almosen: Das Betteln im Tempelbezirk hatte keinen anr\u00fcchigen Stellenwert in Israel. Nur wirklich bed\u00fcrftige Personen nahmen dies in Anspruch. Die Barmherzigkeit hatte einen hohen sittlichen Stellenwert und war gleichsam Teil des Gottesdienstes. Es galt in der Zeit zwischen dem AT und NT gleichsam als Mittel zur Tilgung von Schuld und S\u00fcnde. Gerechtigkeit und Almosen wurden oft gleichbedeutend genannt. Damit gaben die Bed\u00fcrftigen den Spendenden eine Gelegenheit, Gerechtigkeit zu erlangen, bevor sie den Tempelbezirk betraten. Die beiden J\u00fcnger mussten sich nicht mehr auf diese Weise Gerechtigkeit \u201everdienen\u201c, sie waren gerechtfertigt durch ihren Herrn Jesus Christus. Dennoch behielten die Christen das Almosen im Sinne einer F\u00fcrsorgepflicht f\u00fcr die Schwachen und Bed\u00fcrftigen bei (vgl. Mt.6,1-4; Apg.6,1).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-&gt; War das Tor mit einem Bettler immer noch sch\u00f6n? Aus j\u00fcdischer religi\u00f6ser Sicht war das praktisch. F\u00fcr den Bettler was es strategisch \u2013 die Menschen wollten was von ihm. Erkl\u00e4rt seine Passivit\u00e4t. Aber aus Gottes Sicht war es nicht sch\u00f6n.<br>Wo befinden sich Bettler an unserem Eingang zum Haus Gottes die unsere Religion best\u00e4tigen, aber unsere Abh\u00e4ngigkeit von Gottes sch\u00f6ner Gnade verschleiern?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V.3-5:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant sind hier die verschiedenen Arten des \u201eSehens\u201c und \u201eWahrnehmens\u201c. Im Griechischen wird jedes Mal ein anderer Begriff verwendet. Man k\u00f6nnte hier regelrecht von \u201eStufen des Sehens\u201c sprechen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eals dieser Petrus und Johannes sah \u2026\u201c:<br>Sehen im Sinne von erkennen, mit einem konkreten Ergebnis. Der Bettler hat kein Interesse an dem \u201eSehen\u201c der Person, sondern an dem, was er von dieser Person zu erwarten hat. Bettler sahen (und sehen) die Vor\u00fcbergehenden nicht an und nehmen sie doch als potenzielle Geber wahr. =&gt; eigenn\u00fctziges Wahrnehmen. \u00dcbrigens nahmen auch die Vor\u00fcbergehenden die Bettler eigenn\u00fctzig war: das Almosengeben diente ja letztlich auch dem Geber<strong>.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-&gt; Wie nehmen wir unsere Mitmenschen, unsere Geschwister in der Gemeinde war? Eigenn\u00fctzig, ohne zun\u00e4chst an einer pers\u00f6nlichen Beziehung interessiert zu sein?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201ePetrus und Johannes blickten ihn an\u201c:<br>\u201eAnblicken\u201c bedeutet hier \u201einteressiertes wahrnehmen, fest ansehen, in den Blick nehmen\u201c. Das aufrichtige Interesse am Gegen\u00fcber, der pers\u00f6nliche Kontakt, steht hier im Vordergrund. F\u00fcr einen Bettler eine v\u00f6llig ungewohnte Situation, dass jemand wirklich Interesse an ihm hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSieh uns an!\u201c<br>Bei der Aufforderung der J\u00fcnger steht das willentliche Sehen im Vordergrund. Von Seiten der J\u00fcnger wird bekundet: \u201ewir haben ein wirkliches Interesse an dir, wir wollen eine Beziehung mit dir und wir wollen, dass du eine Beziehung zu uns und durch uns zu unserem Herrn bekommst.\u201c F\u00fcr den Bettler bedeutet es, dass er durch den Blickkontakt zu den J\u00fcngern seinen Willen zur Kontaktaufnahme und zum Helfen lassen ausdr\u00fcckt: Wenn Jesus durch seine J\u00fcnger handelt, dann m\u00f6chte er dies nicht gegen den Willen des Gegen\u00fcbers tun, sondern indem eine Beziehung aufgebaut wird und der Bed\u00fcrftige ernst genommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEr aber achtete auf sie\u201c:<br>w\u00f6rtl.: \u201esich mit den Augen an jemand festhalten\u201c. Der Lahme merkt, hier kann er etwas Besonderes erwarten, wobei er zun\u00e4chst an einen gro\u00dfen Betrag denkt. Er erwartete von Menschen menschliches. Das ist ein Pflaster oder vielleicht sogar einen Verband f\u00fcr seine Wunde. Heilung aber kann ihm kein Mensch schenken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-&gt; Wo werden uns heute Menschen in den Weg gestellt, die erwartungsvoll auf die Jesusleute hoffen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-&gt; Wo versuche ich, durch meine \u201eAlmosen\u201c und Taten meine Gerechtigkeit vor Gott zu gewinnen? Oder vielleicht meine ich, Gott zu gefallen, weil Menschen durch mich die Gelegenheit bekommen, vor Gott Gerechtigkeit zu erlangen (vielleicht die Gedanken des Bettlers).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 6<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die J\u00fcnger Jesu haben oft \u00e4u\u00dferlich und materiell nicht das zu bieten, was Menschen gerne h\u00e4tten. Wir sollten auch offen zugeben, was wir nicht bieten k\u00f6nnen.<br>Andererseits: Die J\u00fcnger Jesu wollen nichts von dem zur\u00fcckhalten, was sie von ihrem Herrn empfangen haben. Was wir von Jesus empfangen haben, sollen wir weitergeben! Petrus und Johannes sind sich bewusst, dass sie durch ihren Herrn etwas besitzen, was niemand sonst den Menschen geben kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-&gt; Sind wir uns dieses au\u00dfergew\u00f6hnlichen Kapitals bewusst. Wir haben heute eine gute medizinische Versorgung, aber Fachleute f\u00fcr S\u00fcndenvergebung gibt es bis heute nicht. Hier gibt es exklusiv nur einen \u2013 Jesus Christus. Das ist das Au\u00dfergew\u00f6hnliche, das wir heute den Menschen geben sollen und m\u00fcssen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eim Namen\u201c<br>Fachbegriff aus der Banksprache: \u201eauf Rechnung von, aufgrund einer Kontovollmacht\u201c: Wir haben Zugriff auf das \u201eGuthaben\u201c Jesu. Er hat seinen J\u00fcngern diese Vollmacht gegeben: Mt.28,18.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-&gt; Warum nehmen wir diese \u201eGeneral-Vollmacht\u201c so wenig in Anspruch? Wichtig: Hier geht es um keine magisches In-Anspruch-nehmen, sondern eher um einen selbstverst\u00e4ndlichen Zugriff auf das, was Jesus uns zur Verf\u00fcgung stellt. (wir sehen es ja auch nicht als ein magisches Geschehen an, wenn wir mit Scheckkarte einkaufen und obwohl kein Geld flie\u00dft uns der Verk\u00e4ufer dennoch die Ware aush\u00e4ndigt. Es handelt sich nicht um eine \u201eZauberkarte\u201c, sondern jeder wei\u00df, dass eine Bank einen bestimmten Betrag garantiert.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eJesus Christus\u201c<br>Damit machen die J\u00fcnger unmissverst\u00e4ndlich deutlich, dass nicht sie die Heilenden sind, sondern der Messias Jesus. Das erste Mal nehmen die J\u00fcnger hier den Titel Jesus, der Messias (= Christus) in Anspruch. Damit wird deutlich, dass den J\u00fcngern die komplette Macht und Kraft Jesu Christi zur Verf\u00fcgung steht. Nur in dieser Kraft und Macht k\u00f6nnen sie den Auftrag wahrnehmen, den ihnen Jesus gegeben hat. Von dieser Macht haben sie weiterzugeben, f\u00fcr diese Macht zeugt dieses Zeichen der Heilung. Interessant: obwohl von vielen Zeichen und Wundern die Rede ist (Apg.2,43), werden nur sehr wenige und diese in sehr zur\u00fcckhaltender Weise berichtet (auch das Heilungswunder wird in gro\u00dfer Zur\u00fcckhaltung und ohne spektakul\u00e4re Ausschm\u00fcckungen berichtet). Die Verk\u00fcndigung des Evangeliums hingegen nimmt einen sehr ausgedehnten Raum ein. In gro\u00dfer Ausf\u00fchrlichkeit werden immer wieder komplette Predigten \u00fcberliefert, so auch im Anschluss an unseren Text. Das Au\u00dfergew\u00f6hnliche an dem, was die J\u00fcnger von ihrem Herrn haben, sind nicht spektakul\u00e4re Wunder, sondern das alles ver\u00e4ndernde Wort \u2013 das Evangelium!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-&gt; Wie gestalte ich meine Begegnung mit meinen Mitmenschen? Setze ich eher auf das Spekulative (ein Event, meine Redensk\u00fcnste, \u2026) oder ist das Spektakel das Evangelium?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V.7:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant: Auch hier schafft das vollm\u00e4chtige Wort f\u00fcr den Gel\u00e4hmten eine neue Existenz! Zum vollm\u00e4chtigen Reden kommt allerdings dann das praktische Handeln dazu:<br>Die J\u00fcnger haben keine Ber\u00fchrungs\u00e4ngste mit dem kultisch Unreinen, sondern packen dort helfend zu, wo sich andere Fromme in den Bereich des Tempels fl\u00fcchten w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201erechte Hand\u201c:<br>ist die \u201eEmpfangende: Wieder ist eine \u201esich ausstreckende Willenserkl\u00e4rung\u201c des noch nicht Geheilten gefragt. Letztlich hilft ihm sein Glaube!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201erichtete ihn auf\u201c:<br>Hier wird eine der Hauptaufgaben christlicher F\u00fcrsorge f\u00fcr Schwache und Niedergeschlagene angesprochen: helfen beim Aufrichten! Das geschieht meist durch sehr praktisches Anpacken und nicht durch wohlmeinende Worte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-&gt; Wo praktiziere ich zupackendes Aufrichten bei meinen Mitmenschen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eseine F\u00fc\u00dfe und Kn\u00f6chel wurden fest\u201c<br>Hier steht im Griech. das Wort \u201eBasis\u201c: kann mit \u201eSchenkel, F\u00fc\u00dfe\u201c \u00fcbersetzt werden, aber durchaus auch \u00fcbertragen: sein Leben stand jetzt auf einer neuen Basis.<br>Die Knochen haben sich nicht von selbst fest gemacht, noch haben der Bettler, Petrus oder Johannes sie fest gemacht. Es war die Kraft und die Macht des Herrn Jesus Christus (Vgl.V.16 und wie die NG\u00dc den V.7 \u00fcbersetzt).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V.8:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eer sprang auf\u201c:<br>Es war ein Glaubensakt \u2013 das Vertrauen, dass er von Jesus geheilt wurde. Jedoch ist nicht dieses gro\u00dfe Vertrauen das, was ihn auf den Beinen gehalten hat. Es ist die Heilung durch Gottes Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-&gt; Das Bild vom zugefrorenen See: Es ist die Dicke des Eises, das dich vom Einbrechen sch\u00fctzt. Da kann dein Glaube ach so gro\u00df sein, du wirst eiskalt baden gehen, wenn das Eis dein Gewicht nicht standh\u00e4lt. Wenn aber das Eis fest ist, kann dein Glaube auch sehr zaghaft sein und du wirst erleben, dass es dich h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ins Leben des Geheilten kommt richtiger Schwung und Gotteslob: Er h\u00fcpfte durch den Tempel (zu dem er nun endlich Zugang hatte) und lobte Gott! Interessant: die J\u00fcnger gehen relativ n\u00fcchtern weiter. Warum stimmen sie nicht ein in das Gotteslob des Geheilten? Warum nutzen sie nicht die \u201eGunst der Stunde\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Antwort geben die beiden folgenden Verse 9-10:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201edas Volk sah\u201c<br>wieder taucht ein \u201eSehen\u201c auf. Dasselbe wie in Vers 3, als der Gel\u00e4hmte \u201eergebnisbezogen\u201c und nicht \u201ebeziehungsorientiert\u201c sah. Das Volk sieht nur das spektakul\u00e4re Ergebnis des Wunders, aber nicht die Kraft Christi und damit die Kraft Gottes. Sie reagieren deshalb nicht mit dem Einstimmen in das Gotteslob, sondern mit \u201eVerwunderung und Erstaunen\u201c (f\u00fcr \u201eErstaunen\u201c steht im Griech. das Wort \u201eekstasis\u201c = Ekstase). Die sp\u00e4tere Einsch\u00e4tzung des Petrus best\u00e4tigt unsere Beobachtung: Apg.3,12<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V.11:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Geheilte sucht die Gemeinschaft der Jesusleute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-&gt; Wo suche ich die Gemeinschaft mit Glaubensgeschwister? Nur im Gottesdienst?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die sensationshungrige Menge l\u00e4uft ihm nach in der Erwartung von noch mehr Wunder. Wieder bekommen sie von den J\u00fcngern nicht das, was sie erwarten, sondern etwas v\u00f6llig Unerwartetes: eine Bekehrungspredigt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Vorbild Jesu nutzen die J\u00fcnger die Salomonshalle, um zum Volk zu reden (Vgl. Joh 10,23).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V.12:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bu\u00dfpredigt von Petrus, statt weitere Wunderheilungen. Das ist, wie die Apostel handeln, denn der Glaube ist aus der Verk\u00fcndigung (Vgl. R\u00f6m 10,17) und nicht aus den Wundern (auch wenn du ein Wunder erlebt hast).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eM\u00e4nner von Israel\u201c:<br>Ihr M\u00e4nner wie Jakob, der den Nahmen Israel bekommen hat. Ihr, die ihr wie eure V\u00e4ter mit Gott streiten und nicht bereit sind endlich vor dem Gott eure V\u00e4ter zu kapitulieren (Vgl. 1Mose 32,23-33; Apg. 3,13).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWas verwundert ihr euch hier\u00fcber \u2026\u201c:<br>Ist doch klar, warum das Volk verwundert ist! Sie staunen \u00fcber diese Menschen, die solch eine Macht haben, so wie die J\u00fcnger \u00fcber die Macht Jesus \u00fcber Wind und Wellen erstaunt waren. Es scheint, als w\u00e4re die Macht Christi ein st\u00e4ndiger Begleiter der Apostel. Sie kennen es nicht mehr, ohne seine Macht unterwegs zu sein. Wichtig: Gemeint sind auch die Wunder vollbringende Macht, aber viel mehr die rettende und ver\u00e4ndernde Macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-&gt; Wo im Alltag vertraue ich auf Gottes Macht?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eals h\u00e4tten wir\u2026\u201c:<br>Die Rede beginnt Petrus mit der Klarstellung: Er ist nicht der Urheber der Heilung! Er konfrontiert direkt die Lehre des Judentums mit dem Bekenntnis, dass seine Fr\u00f6mmigkeit auch nicht der Urheber der Heilung ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V.13-15:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott ist der Urheber, trotz dem Verhalten des Bundesvolk. Gott wird den Menschen gegen\u00fcbergestellt. Die Geschichte der Bibel von Anfang an \u2013 Gott schuf, der Mensch zerst\u00f6rte. Und doch kommt Gott zu seinem Ziel. So sandte Gott seinen Knecht Jesus. Die Menschen \u00fcberlieferten und verleugneten ihn.<br>Diese Aussagen haben alle im Volk getroffen, weil sie ja wirklich das alles mitgemacht haben. So war die Botschaft klar und deutlich: Du bist schuld! Du hast S\u00fcnde auf dich getragen! Und wie tief sind sie gefallen, dass sie lieber ein M\u00f6rder befreiten. Statt das Leben, suchten und w\u00fcnschten sie sich den Tod. Das ist die Konsequenz der S\u00fcnde! (vgl. R\u00f6m 3,23)<br>Gut, dass Gott das letzte Wort hat! Denn Gott handelt! Gott weckt Jesus von den Toten. Die besterwiesene Tatsache in der Weltgeschichte \u2013 Die Auferstehung Jesu Christi! Davon bezeugten die J\u00fcnger. Jesus ist der \u201eHeilige\u201c und \u201eGerechte\u201c, der ohne S\u00fcnde lebte und dadurch das Gesetzt erf\u00fcllte. Das ist auch die Bedingung, dass er als Opfer f\u00fcr alle Menschen stirbt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-&gt; Du darfst Menschen auf dickes Eis f\u00fchren! Das h\u00e4lt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V.16:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Rolle Jesu in der Heilung wird hier beschreiben. Es ist nicht die Macht des Heilenden, die den Mann gesund gemacht hat, sondern das gehorsame Vertrauen des Geheilten. Das Vertrauen, in den Namen Jesus der Christus (=der Retter). Er folgte der absurden Aufforderung von Petrus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kern der Aussage des Verses besteht im Glauben. Das zeigt sich auch in der gew\u00e4hlte hebr\u00e4ische Sprachform die Petrus verwendet (\u201eParallelismus membrorum\u201c). Er dr\u00fcck auf \u00e4hnlich Art und Weise zwei Mal dieselbe Sache auf \u00e4hnlich Weise auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e\u2026 den ihr seht und kennt \u2026\u201c<br>Den Mann sehen die Menschen in Bewunderung und Interesse an. Nicht mit einem wahrhaftigen Interesse an ihm, sondern in der Bewunderung der Sensation, die mit ihm geschah. Sie k\u00f6nnen sich an ihn erinnern. Sie erkennen ihn aus dem sch\u00f6nen Tor, aber kennen ihn nicht wirklich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201evor euch allen\u201c:<br>Jetzt seid auch ihr Zeugen der Macht Jesu geworden. Mir scheint es, als w\u00fcrde Petrus in die zuh\u00f6rende Menge fragen: Alles ist dir vorgelegt worden. Es hat sich vor deinen Augen erwiesen, dass Jesus m\u00e4chtig und lebendig ist. \u201eWas machst du mit diesem Wissen?\u201c<br>Nach diesen einschneidenden Worten, erkl\u00e4rt Petrus, dass es so mit Jesus geschehen musste, nach den Verhei\u00dfungen der Propheten und er ruft zur Bu\u00dfe und Umkehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Apostelgeschichte wird die fortschreitende Ausbreitung des Evangeliums von Jerusalem ausgehend dargestellt. Sie ist in erster Linie eine historische Erz\u00e4hlung und keine theologische Abhandlung (wie z.B. der R\u00f6merbrief). Die Heilung des Gel\u00e4hmten in Apg 3,1-16 markiert ein fr\u00fches \u00f6ffentliches Wunder nach Pfingsten und demonstriert die fortdauernde Wirksamkeit Jesu durch seine Apostel. Dieser Wunder diente der Best\u00e4tigung der g\u00f6ttlichen Botschaft und der Autorit\u00e4t der Apostel, ist jedoch nicht eine Heilungslehre (wie geheilt werden sollte).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rahmen unserer Jahresthemas behandeln wir in diesem Jahr Bibelabschnitte, in denen berichtet wird, wie Menschen zum Glauben an Jesus gefunden haben und in ihn neu wurden. Die Auswirkungen der Pfingstpredigt von Petrus sind sehr grundlegend im Blick auf die Entstehung der christlichen Gemeinde und das Wirken Gottes in den Herzen der Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wollen diese Abschnitte aber nicht nur als historische Zeugnisse lesen, sondern im Vertrauen darauf, dass Gott auch heute noch am Wirken ist. Noch immer ruft er durch sein Evangelium Menschen zum Glauben an Jesus Christus und ver\u00e4ndert ihr ganzes Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Abschnitte sollen eine Ermutigung f\u00fcr unsere Gemeinden sein, auch heute das Evangelium einladend, mutig und konsequent zu leben und zu verk\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Siehe oben (1.3)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Predigtvorbereitung hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) von Predigten. Solche Botschaften findet ihr unter <a href=\"https:\/\/www.sermon-online.com\/de\/search?q=Apostelgeschichte%203%2C1&amp;language=24&amp;category=1\">www.sermon-online.com<\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [z.B. Apostelgeschichte 3,1] und \u201eKategorie\u201c [z.B. Predigt] ausf\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Predigt soll einladen darauf zu vertrauen, dass Gott auch heute durch sein Evangelium die Herzen von Menschen erreicht. Wir wollen deutlich machen, dass Gott von uns Menschen eine Antwort auf seine Botschaft erwartet und unsere H\u00f6rer herausfordern, das Evangelium immer wieder klar und einladend weiterzugeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Glaube kommt von Gott (Der Lahmgeborene)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3.3 <strong>Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Albrecht Wandel:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>a)<\/em><\/strong> Christus sendet uns Menschen vor die F\u00fc\u00dfe (V. 1-5)<br><strong><em>b)<\/em><\/strong> Christus sendet uns au\u00dfergew\u00f6hnliches zu geben (V. 6-8)<br><strong><em>c)<\/em><\/strong> Christus sendet uns in die Abh\u00e4ngigkeit von ihm (V. 9-16)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">oder:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>a)<\/em><\/strong> Menschen mit Jesu Augen sehen.<br><strong><em>b)<\/em><\/strong> Menschen durch Jesu Kraft auf die Beine helfen.<br><strong><em>c)<\/em><\/strong> Menschen auf den Glauben an Jesus hinweisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Jair Bayer)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Neue Menschen Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Glaube kommt von Gott (Der Lahmgeborene) Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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