{"id":5180,"date":"2025-02-07T11:04:02","date_gmt":"2025-02-07T10:04:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=5180"},"modified":"2025-02-10T11:08:17","modified_gmt":"2025-02-10T10:08:17","slug":"predigthilfe-vom-9-maerz-2025-johannes-17-auszuege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-9-maerz-2025-johannes-17-auszuege\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 9. M\u00e4rz 2025 &#8211; Johannes 17 (Ausz\u00fcge)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema:&nbsp; Ein innerg\u00f6ttliches Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Johannes 17 haben wir an diesem Sonntag ein ganz besonderes Kapitel, mit dem wir uns besch\u00e4ftigen d\u00fcrfen. Dieses Kapitel wird oft auch das \u201eHohepriesterliches Gebet\u201c genannt, weil Jesus, der wahre Hohepriester (Hebr 4,14-16), als Mittler zwischen Gott und den Menschen auftritt (1Tim 2,5). Jesus betet stellvertretend f\u00fcr seine J\u00fcnger f\u00fcr alle, die ihm nachfolgen. Es ist das einzige l\u00e4ngere Gebet Jesu, das Gott uns in der Bibel w\u00f6rtlich mitteilt (das Zweitl\u00e4ngste ist sein Gebet im Garten Gethsemane kurz danach).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Besch\u00e4ftigung mit diesem Kapitel in der Predigt oder im Bibelkreis stellt uns vor zwei Herausforderungen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Man muss sich \u00fcberlegen, ob man das Kapitel (26 Verse) als Gebet Jesu in seiner Gesamtheit betrachten will \u2013 dann bleibt es bei einer eher oberfl\u00e4chlichen Betrachtung. Dennoch ist es hilfreich, ein solches Gebet als Ganzes zu betrachten. Eine andere M\u00f6glichkeit ist, sich nur mit kleineren Abschnitten\/Ausschnitten des Kapitels zu besch\u00e4ftigen. Dabei kann man entweder einen thematischen Schwerpunkt setzen, zum Beispiel: die Einheit, um die Jesus bittet; die Sendung Jesu in die Welt, in die wir hineingenommen werden; die innerg\u00f6ttliche Beziehung zwischen Sohn und Vater. Oder man konzentriert sich auf einzelne Verse aus dem Kapitel. Gerhard Maier schl\u00e4gt beispielsweise in seinem Kommentar (C-Edition) vor, nur die Verse 20-26 unter der Fragestellung zu behandeln: Worum bittet Jesus?<\/li>\n\n\n\n<li>Im Gebet klingen die unterschiedlichsten theologischen Themen und theologischen Fachbegriffe an. Um das Gebet als Ganzes zu behandeln, ist es daher notwendig, diese im Kontext des Kapitels genauer zu untersuchen und in einer heute verst\u00e4ndlichen Weise zu vermitteln. Themen, um die es im Gebet unter anderem h\u00e4ufig geht, sind: Was geh\u00f6rt Gott, was geh\u00f6rt Jesus und was geh\u00f6rt der Welt? Was bedeutet die Einheit, von der Jesus redet? Wie verh\u00e4lt sich Jesus zu Gott in der Dreieinigkeit, wenn er mit dem Vater redet? Was ist die Mission, in die wir hineingenommen werden? Was meint Jesus mit Heiligung und Verherrlichung, von denen er oft spricht? Und warum legt Jesus so viel Wert auf auf den \u201eNamen\u201c Gottes, von dem er h\u00e4ufig spricht? In der Predigthilfe versuche ich, die zentralen Fragen des Textes kurz zu erl\u00e4utern.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfen zur Auslegung bieten z.B. (vor allem aus den drei Kommentaren sch\u00f6pft auch diese Predigthilfe)<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Carson, D.A.: The Gospel According to John.<\/li>\n\n\n\n<li>Maier, Gerhard: Johannes (Edition C).<\/li>\n\n\n\n<li>Schlatter, Adolf: Das Evangelium nach Johannes.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vom Johannesevangelium sind sehr fr\u00fche Abschriften gefunden worden. W\u00e4hrend das \u00e4lteste gefundene Fragment (Papyrus 52) Teile von Johannes 18 enth\u00e4lt und aus der Zeit um 125 n. Chr. stammt, haben wir von Johannes 17 erste Abschriften aus der Zeit um 200 n. Chr. (Papyrus 66 und 75). Also gut 100 Jahre nach dem Originaltext liegen die \u00e4ltesten Abschriften, die wir gefunden haben. Die besonders fr\u00fchen Funde des Johannesevangeliums zeigen, wie wichtig dieses Kapitel schon f\u00fcr die ersten Christen war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In welchem Kontext steht das Kapitel?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Johannes 17 bildet den Abschluss des Abschiedsreden (Joh 14-16), die alle nach der Passahfeier und einen Tag vor der Kreuzigung Jesu stattfinden. Das Gebet Jesu steht in engem Zusammenhang mit den vorhergehenden Reden. Zuvor ruft er zu Liebe und Einheit auf (Joh 15,1-20), verhei\u00dft den Heiligen Geist als Tr\u00f6ster (Joh 14 und 16), warnt vor Verfolgung \u2013 die Welt wird seine J\u00fcnger hassen (15,18-16,4) und spricht von kommendem Schmerz und kommender Freude (Joh 16,5-33).<\/li>\n\n\n\n<li>Unmittelbar nach dem Gebet, das die Abschiedsreden beschlie\u00dft, geht Jesus in den Garten Gethsemane, wo er verhaftet wird (Joh 18).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ist das Gebet gegliedert?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Auch wenn das Gebet nicht eindeutig thematisch gegliedert ist, so lassen sich doch drei Personengruppen unterscheiden, f\u00fcr die gebetet wird: In den Versen 1-5 betet Jesus f\u00fcr sich selbst, in den Versen 6-19 konkret f\u00fcr seine damaligen J\u00fcnger und in den Versen 20-26 f\u00fcr die Kirche bzw. alle seine zuk\u00fcnftigen Nachfolger (vgl. zur Gliederung Carson).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Verse 1-5: Jesus betet um seine Verherrlichung:<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eJesus hob seine Augen zum Himmel auf und sprach\u201c \u2013 war das die \u00fcbliche Gebetshaltung? Warum beten wir nicht so?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Augen zum Himmel zu erheben, war in der Antike eine \u00fcbliche Gebetshaltung. In der Bibel lesen wir oft davon (Mt 14,19; Mk 7,34). Damit ist nicht gemeint, dass Gott oben im Himmel wohnt, sondern es ist eine symbolische Handlung f\u00fcr zweierlei: Wer betet, erhebt sich \u00fcber das Irdische hinaus und wer betet rechnet mit einer \u00fcber-irdischen Realit\u00e4t (vgl. Maier).<\/li>\n\n\n\n<li>In der Bibel kommen aber auch ganz andere Gebetshaltungen vor: Zum Beispiel das Aufheben der H\u00e4nde (1Tim 2,8), das Niederknien (Lk 22,41) oder das Niederwerfen des Gesichts zur Erde (Mt 26,39). Es gab also nicht die eine richtige Gebetshaltung, sondern je nachdem, was im Gebet ausgedr\u00fcckt werden sollte, wurde die \u00e4u\u00dfere Form angepasst.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum betet Jesus zuerst f\u00fcr sich selbst und dann erst f\u00fcr andere?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kurz vor seinem Tod hat Jesus jedes Recht, auch f\u00fcr sich selbst zu beten. Aber auch wenn er f\u00fcr sich betet, hat er das Heil der Menschen im Blick, f\u00fcr die er stirbt und denen er das ewige Leben schenken will.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus spricht Gott mit \u201eVater\u201c an:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Im ganzen Gebet nennt Jesus Gott immer wieder Vater. Der wahre Sohn Gottes spricht mit seinem Vater \u2013 was f\u00fcr ein besonderer Einblick in die innerg\u00f6ttliche Beziehung! Von sich selbst spricht Jesus immer wieder als \u201eSohn\u201c, h\u00e4ufig auch in der dritten Person.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was bedeutet \u201edie Stunde ist gekommen\u201c? Welche Stunde ist gemeint?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Durch das Johannesevangelium hindurch wird immer wieder betont, dass die Stunde noch nicht gekommen ist (Joh 2,4; 7,6.8.30; 8,20). Die Stunde ist der Zeitpunkt, an dem Jesus stirbt und auferweckt wird, an dem Jesu eigentliche Erl\u00f6sungstat und Verherrlichung geschieht. Nun sagt Jesus: Die Stunde ist gekommen, weil er wei\u00df, dass er am n\u00e4chsten Tag sterben muss.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was bedeutet die Bitte Jesu, dass er verherrlicht werde?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jesus bittet darum, dass er verherrlicht werde, damit dadurch der Vater wiederum verherrlicht werde. Mit verherrlichen ist gemeint, dass die Gr\u00f6\u00dfe, Sch\u00f6nheit und Wunderbarkeit sichtbar gemacht wird, dasselbe Wort wird auch f\u00fcr \u201er\u00fchmen, erh\u00f6hen, ehren, preisen\u201c verwendet. Der Tag, an dem Jesus besonders \u201eerh\u00f6ht\u201c und verherrlicht wird, ist der, an dem er f\u00fcr unsere S\u00fcnden am Kreuz stirbt (vgl. Joh 5,39; 12,16-28). Schon zuvor betont Jesus im Johannes-Evangelium immer wieder, dass er sich nicht selbst ehrt\/verherrlicht, sondern dass dies der Vater tut (Joh 8,54). Indem Jesus den Vater bittet, ihn zu verherrlichen, erkl\u00e4rt er sich zugleich bereit, f\u00fcr die Menschen zu sterben, um die Gr\u00f6\u00dfe der Gnade und Liebe Gottes sichtbar zu machen. Dadurch wiederum wird der Vater verherrlicht.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ist der Vergleich zwischen Vers 2 und Vers 1 zu verstehen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Vers 2 beginnt mit dem Vergleichswort \u201ewie\u201c. Gott soll Jesus verherrlichen \u2013 so wie er ihm auch die Macht \u00fcber alle Menschen (\u201ealles Fleisch\u201c) gegeben hat. Das Ziel ist, dass Jesus Gott verherrlicht \u2013 so wie er allen Gl\u00e4ubigen ewiges Leben geschenkt hat. Alle bekommen ewiges Leben, aber nur alle, die Gott Jesus gegeben hat.<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus ordnet also alles dem Vater zu: Der Vater ist es, der ihn verherrlicht; der Vater ist es, der ihm Macht gegeben hat; der Vater ist es, der ihm diejenigen gegeben hat, die das ewige Leben empfangen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Macht, die Jesus bekommen hat, ist dieselbe, von der er in Mt 28,18 spricht und die schon in Dan 7,14 angek\u00fcndigt wird: Es ist die Macht, dass er Glauben, Heil und ewiges Leben schenken kann und es ist die Macht, dass er das B\u00f6se am Kreuz und in seiner Auferstehung schon besiegt hat und am Ende sichtbar besiegen wird.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist mit dem ewigen Leben in den Versen 2 und 3 gemeint? Wie verh\u00e4lt es sich zur Erkenntnis Gottes?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die scheinbare Gleichsetzung von ewigem Leben und Gotteserkenntnis in Vers 3 verwundert auf den ersten Blick. Ist ewiges Leben einfach Gotteserkenntnis? Und was ist mit Gotteserkenntnis gemeint? Bedeutet ewiges Leben nicht, dass wir ein Leben bekommen, das zeitlich kein Ende hat?<\/li>\n\n\n\n<li>Die Einleitung \u201eDies ist das \u2026, dass\u201c muss nicht als Einleitung f\u00fcr eine Definition oder Begriffsbestimmung verstanden werden (vgl. beispielsweise Joh 3,19, wo auch keine Definition des Wortes Gericht folgt). Vgl. dazu den \u00e4lteren Kommentar von Theodor Zahn. Der Zusammenhang kann hier also auch anders gesehen werden: Wer Gott und Jesus erkennt, hat das ewige Leben. Die Gotteserkenntnis ist also der Ausgangspunkt bzw. die Voraussetzung f\u00fcr das ewige Leben, das wir in Jesus haben. Dieses ewige Leben ist qualitativ anders als dieses Leben (ganz mit Gott) und h\u00f6rt auch quantitativ nie auf.<\/li>\n\n\n\n<li>Gotteserkenntnis ist nicht prim\u00e4r intellektuell zu verstehen. In der Nachfolge Jesu geht es nicht nur um den Verstand, das w\u00e4re auch merkw\u00fcrdig &#8211; selbst der Teufel \u201ewei\u00df\u201c, dass es Gott gibt und \u201ekennt\u201c Gott in diesem Sinne (Jak 2,19). Erkennen und Wissen ist hier also im Sinne einer Beziehung gemeint, zu der nat\u00fcrlich auch ein theoretisches Wissen geh\u00f6rt: Wer Gott und Jesus Christus pers\u00f6nlich erkennt und kennt, wer in einer Beziehung zu ihm lebt und ihm nachfolgt, der hat das ewige Leben. Das ist ein \u201epraktisches Kennenlernen\u201c (Maier).<\/li>\n\n\n\n<li>Eine wichtige Einschr\u00e4nkung ist: Es geht nicht um die Erkenntnis von irgendetwas G\u00f6ttlichem, wie es in pantheistischen Religionen oder teilweise auch in esoterischen, spirituellen Religionen mitschwingt. Im Gegenteil, hier wird betont, dass es um die Erkenntnis des einen wahren Gottes geht. Es gibt nur einen wahren Gott, und wir d\u00fcrfen ihn erkennen in Jesus Christus, den er gesandt hat!<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie hat Jesus Gott verherrlicht, welches Werk hat er vollendet?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In Vers 4 greift die Bitte aus Vers 1 wieder auf. Jesus bittet um seine Verherrlichung am Kreuz, um Jesus zu verherrlichen. Aber er hat auch schon \u2013 und daf\u00fcr dankt er hier \u2013 in seinem ganzen Leben den Vater verherrlicht. Jesus hat Gottes Herrlichkeit offenbart. Jesus betet in der Vergangenheitsform (\u201eIch habe das Werk vollendet\u201c), aber nach Vers 1 ist wohl auch die Zukunft mitgedacht: Durch seine Worte und Taten, aber auch durch sein Erl\u00f6sungswerk und seinen S\u00fchnetod am Kreuz hat er seinen Vater verherrlicht.<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus verherrlichte Gott durch seinen Gehorsam, was dadurch deutlich wird, dass er tat, \u201ewas du mir aufgetragen hast\u201c. Jesus verherrlichte seinen Vater durch sein Leiden und Sterben am Kreuz, denn in diesem Opfer offenbart sich Gottes Herrlichkeit und Liebe in ihrer h\u00f6chsten Form.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was meint Jesus damit, dass er die Herrlichkeit schon hatte, ehe die Welt war?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wie in Vers 1 bittet Jesus im Zusammenhang mit der Verherrlichung des Vaters erneut um seine eigene Herrlichkeit. Jesus erwartet nicht Herrlichkeit f\u00fcr sich allein, sondern Herrlichkeit \u201ebei dir\u201c &#8211; also bei und mit dem Vater. Er will dem Vater ganz nahe sein und dadurch wieder vollen Anteil an seiner Herrlichkeit haben. Diese Herrlichkeit hatte Jesus schon, bevor es die Welt gab, weil er von Ewigkeit her mit dem Vater in Herrlichkeit regiert. Bevor es Raum und Zeit gab, bevor die Welt von Gott aus dem Nichts geschaffen wurde, war Jesus schon mit dem Vater (und dem Heiligen Geist) zusammen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Verse 6-19: Jesus betet f\u00fcr seine J\u00fcnger<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verse 6-11a: Die Grundlage des Gebets Jesu<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum spricht Jesu so ausdr\u00fccklich vom \u201eNamen\u201c Gottes? Was meint er damit?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Vers 6: Er hat den Namen Gottes offenbart.<\/li>\n\n\n\n<li>Vers 11: Bewahre sie in deinem Namen.<\/li>\n\n\n\n<li>Vers 12: Ich habe sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, bewahrt.<\/li>\n\n\n\n<li>Vers 26: Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan.<\/li>\n\n\n\n<li>Mit Namen ist nicht ein bestimmter neuer Name Gottes gemeint, den Jesus den J\u00fcngern mitteilt. Gott hat sich schon in vielf\u00e4ltiger Weise vorgestellt, sei es mit dem \u201eIch bin\u201c in 2. Mose 3,14 oder als \u201eVater\u201c, wie er hier von Jesus angesprochen wird, aber auch schon im AT genannt wird (5. Mose 32,6 u.a.).<\/li>\n\n\n\n<li>Mit \u201eName\u201c wird dagegen oft die ganze Person einschlie\u00dflich ihrer Eigenschaften bezeichnet (vgl. auch Mt 10,22; Joh 1,12; 2,23; 1K\u00f6n 8,16). Wenn Jesus nun also vom Namen Gottes spricht, meint er, dass er den Menschen Gott als Ganzes offenbart \u2013 in Jesus und dem, was er sagt, haben wir die Offenbarung Gottes in seiner F\u00fclle und lernen den Vater kennen (vgl. Hebr 1,1f; Kol 2,9f). Dem entspricht auch die Voraussage in Jes 52,6, dass der Name Gottes erkannt wird.<\/li>\n\n\n\n<li>Bewahrung im Namen Gottes bedeutet also Bewahrung durch Gott, durch die Beziehung und Verbindung mit Gott. Jesus hat seine J\u00fcnger bewahrt, indem er ihnen von Gott erz\u00e4hlt hat. Und bei diesem Gott sollen sie bleiben.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer wieder spricht Jesus von Zugeh\u00f6rigkeit: zur Welt geh\u00f6ren, zum Vater geh\u00f6ren, zu Jesus geh\u00f6ren. Was bedeutet das?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Vers 6: Sie waren aus der Welt, geh\u00f6rten aber Gott und er hat sie Jesus gegeben.<\/li>\n\n\n\n<li>Vers 7: Alles, was Jesus hat, kommt von Gott.<\/li>\n\n\n\n<li>Vers 8: Auch die Worte, die Jesus spricht, hat er von Gott bekommen und gibt er weiter.<\/li>\n\n\n\n<li>Vers 9: Sie geh\u00f6ren Gott, und er hat sie Jesus \u00fcbergeben.<\/li>\n\n\n\n<li>Vers 10: Jesus und Gott geh\u00f6rt alles zusammen \u2013 was dem einen geh\u00f6rt, geh\u00f6rt auch dem anderen.<\/li>\n\n\n\n<li>Vers 14.16: Sie sind nicht von der Welt.<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus betont immer wieder, dass alles, was er hat \u2013 auch seine J\u00fcnger \u2013 ihm vom Vater gegeben ist. Es gibt nichts, was ihm selbst geh\u00f6rt oder wof\u00fcr er sich selbst die Ehre gibt. Zugleich sind er und der Vater v\u00f6llig eins, und alles geh\u00f6rt beiden zusammen. Hier bekommen wir einen kleinen Einblick in die Dreieinigkeit, in der einerseits alles Jesus und Gott gemeinsam geh\u00f6rt. Andererseits gibt Jesus trotzdem dem Vater die Ehre, weil er ihm alles gegeben hat. Wir glauben nicht an zwei G\u00f6tter, wie den Christen manchmal von Juden oder Muslimen vorgeworfen wird, sondern an einen Gott, der aus mehreren Personen besteht.<\/li>\n\n\n\n<li>Die J\u00fcnger geh\u00f6rten also fr\u00fcher zur Welt, zur gottfeindlichen Welt. Weil sie Jesus nachfolgen, sind sie in das Reich Gottes eingetreten und zu seinen B\u00fcrgern geworden. Sie geh\u00f6ren nun zu Gott. Weil dieser sie Jesus \u00fcbergeben hat, geh\u00f6ren die J\u00fcnger sowohl zu Gott als auch zu Jesus, dem guten Hirten, dem wir anvertraut sind.<\/li>\n\n\n\n<li>Weil Jesus alles von Gott gegeben ist, ist Jesus auch der Mittler: Die Worte, die Gott ihm gibt, gibt er an seine J\u00fcnger weiter. Er spricht nicht seine eigenen Worte, sondern die Worte Gottes.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum sagt er in Vers 6, dass sie das Wort bewahrten? Was genau haben sie bewahrt?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Vers 6 beginnt mit der Aussage, dass Jesus den Menschen Gott offenbart hat. Diese Offenbarung Gottes, diese Worte Jesu sind es, an die die J\u00fcnger glauben, denen sie folgen und die sie bewahren. Das hei\u00dft also ganz einfach: Sie glauben an das, was Jesus ihnen \u00fcber Gott gesagt hat.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ist das nun\/jetzt in Vers 7 zu verstehen? Was wussten sie vorher nicht, was wissen sie jetzt?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die J\u00fcnger haben zwar vieles noch nicht verstanden, dass Jesus sterben und auferstehen muss, warum er f\u00fcr sie und ihre Schuld leiden muss. Aber eines haben sie mittlerweile verstanden, nach allem, was Jesus gesagt hat: Dass Jesus vom Vater kommt und dass alles, was er tut und sagt, vom Vater und durch den Vater geschieht. Sie haben verstanden, dass Jesus der Gesandte Gottes ist. Das ist nach Vers 8 auch das Entscheidende, dass sie angenommen und erkannt haben, dass Jesus von Gott kommt und gesandt ist und dass Jesus also selbst Gott ist.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie verh\u00e4lt sich dieses Annehmen und Erkennen zum \u201eGeben\u201c Gottes?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In Vers 8 wird deutlich, dass die Worte Jesu eine Antwort verlangen: Wer annimmt, was Jesus sagt, kommt zum Glauben. Wer zum Glauben kommt, erkennt Gott mehr und mehr, lernt ihn also immer besser kennen. In diesem Prozess ist Gott am Werk und schenkt das Annehmen und Erkennen durch den Heiligen Geist, weshalb zugleich davon die Rede ist, dass Gott es Jesus geschenkt hat.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum bittet Jesus f\u00fcr seine J\u00fcnger und nicht f\u00fcr die Welt?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Aus der F\u00fcrbitte f\u00fcr seine J\u00fcnger leitet sich der Name des hohepriesterlichen Gebets ab. Wie die Priester (und die Propheten) F\u00fcrbitte hielten (4Mose 6,23ff; Dan 9,3ff), so tritt Jesus f\u00fcr seine J\u00fcnger ein. Jesus betet f\u00fcr die Seinen und tritt f\u00fcr sie ein, bis heute (1Joh 2,1; Hebr 7,25).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus macht hier einen deutlichen Unterschied: Er betet nicht f\u00fcr die Welt, sondern f\u00fcr seine J\u00fcnger, die ihm von Gott gegeben worden sind. Auch wenn Gottes Liebe der ganzen Welt gilt (Joh 3,16) und wenn Jesus gekommen ist, um zu retten (Joh 12,47), so hat er doch eine besonders innige und pers\u00f6nliche Beziehung zu seinen Nachfolgern. Nur f\u00fcr sie betet er hier ganz direkt zum Vater um besonderen Segen, Frieden, Freude und Bewahrung.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir sollen freilich auch f\u00fcr Menschen aus der \u201eWelt\u201c beten (1Tim 2,1ff; Mt 5,44). Das hei\u00dft, wir beten daf\u00fcr, dass sie aus der Welt gerettet werden und Jesus kennen lernen. Aber wir k\u00f6nnen nicht f\u00fcr die Welt beten in dem Sinne, dass wir ihr \u201edas Beste\u201c w\u00fcnschen und daf\u00fcr beten, dass sie au\u00dferhalb von Jesus in ihrer Gottlosigkeit bleibt. Es gibt keine Hoffnung f\u00fcr die Welt, wenn sie nicht zu Jesus kommt (vgl. den Kommentar von Carson).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus betet besonders f\u00fcr seine J\u00fcnger, weil er wei\u00df, dass er die Welt verlassen wird (Vers 11), w\u00e4hrend sie in der Welt bleiben, obwohl sie nicht aus der Welt sind. Er betet zwar in erster Linie f\u00fcr die J\u00fcnger, die damals bei ihm waren, erst in Vers 20 werden alle zuk\u00fcnftigen J\u00fcnger ausdr\u00fccklich mit eingeschlossen. Dennoch gilt das, was Jesus in diesen Versen erbittet, in gleicher Weise f\u00fcr alle seine zuk\u00fcnftigen J\u00fcnger.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist mit der Verherrlichung Jesu in den J\u00fcngern in Vers 10 gemeint?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jesus nimmt das Thema der Verherrlichung wieder auf. W\u00e4hrend in Vers 1 und 5 noch darum gebetet wird, dass Jesus verherrlicht wird, damit er den Vater verherrliche, wie er ihn verherrlicht, werden nun die J\u00fcnger mit einbezogen. Auch durch die J\u00fcnger wird Jesus verherrlicht, wenn sie von ihm zeugen und ihn weitergeben. Indem wir zum Glauben kommen und den Auftrag Jesu weiterf\u00fchren, verherrlichen wir Jesus und damit auch den Vater.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verse 11b-16: Jesus betet f\u00fcr die Bewahrung der J\u00fcnger<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie spricht Jesus Gott an? Wie ist die Anrede \u201eheiliger Vater\u201c zu verstehen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Oft spricht Gott Jesus im Gebet einfach mit \u201eVater\u201c an. Zweimal aber verwendet er eine besondere Anrede. In Vers 11 nennt er ihn \u201eheiliger Vater\u201c und in Vers 25 \u201egerechter Vater\u201c. Die Anrede \u201eheiliger Vater\u201c findet sich so nur hier im Neuen Testament. Sie betont die Einzigartigkeit Gottes und sein Anderssein gegen\u00fcber uns Menschen und der Welt. In der folgenden F\u00fcrbitte geht es u.a. darum, dass die J\u00fcnger geheiligt werden, d.h. dass sie von diesem heiligen Gott verwandelt und geheiligt werden, ihm entsprechen. Die Gemeinde kann nur erhalten werden, wenn sie von der Welt abgesondert lebt, heilig f\u00fcr Gott.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was bedeutet die Bitte um Bewahrung und Erhaltung? Warum ging einer, der Sohn des Verderbens, doch verloren?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In Vers 11 bittet Jesus um die Bewahrung der J\u00fcnger. Es ist dasselbe Wort (t\u00e4reo), das Jesus in Vers 12 als erstes daf\u00fcr nimmt, dass er seine J\u00fcnger bewahren wird. Es wird unter anderem daf\u00fcr benutzt, jemanden\/etwas zu bewahren, sodass es nicht verloren geht. Also entweder, dass Gefangene bewacht\/bewahrt werden, dass ein Hirte seine Schafe bewacht und besch\u00fctzt, dass das Wort Gottes bewahrt wird oder dass etwas unversehrt bleibt &#8211; zum Beispiel, dass jemand seine Jungfr\u00e4ulichkeit bewahrt. Jesus bittet also darum, dass Gott seine J\u00fcnger nicht verliert, dass er sie beh\u00fctet, besch\u00fctzt, bewahrt und nicht verliert. So wie er es bisher selbst f\u00fcr seine J\u00fcnger getan hat.<\/li>\n\n\n\n<li>Das zweite Wort in Vers 12, das Jesus f\u00fcr sein \u201eBewachen\u201c verwendet, hat eine \u00e4hnliche Bedeutung und wird vor allem h\u00e4ufig f\u00fcr das Bewachen von Gefangenen verwendet. Jesus bewacht\/bewahrt uns also wie \u201eGefangene\u201c, die nicht verloren gehen sollen \u2013 so geht der Vers dann auch weiter. Jesus hat daf\u00fcr gesorgt, dass keiner seiner J\u00fcnger verloren geht und sich von Gott abwendet (vgl. Joh 10,28).<\/li>\n\n\n\n<li>Der Einzige, der verloren geht, ist der Sohn des Verderbens. Damit ist Judas gemeint. Der Abfall des Judas war kein Zufall oder Unfall (vgl. Maier), sondern von Gott genauso geplant. Verderben wird sonst immer wieder f\u00fcr den Teufel verwendet (vgl. 2Thess 2,3). Verderben und Verlorensein haben im Griechischen denselben Wortstamm, d.h. der Sohn des Verderbens ist zugleich der Sohn, der verloren ist. Wie ist das zu verstehen? Judas hat sich bewusst gegen Gott entschieden und sich vom Teufel verf\u00fchren lassen (vgl. Joh 13,2.27). Der Mensch kann sich entweder f\u00fcr Gott oder gegen Gott und damit f\u00fcr den Teufel entscheiden, wie es Judas hier tut. Da Gott allwissend ist, wei\u00df er das aber schon im Vorhinein und plant es in seinen perfekten Plan mit ein, so wie er es hier bei Judas getan hat. Konnte Jesus also Judas nicht bewahren? Er hat ihn nicht bewahrt, weil Judas nicht bewahrt werden wollte, sondern den Weg des Verderbens w\u00e4hlte. Und weil Gott es so eingeplant hatte. Gott k\u00e4mpft in seiner Liebe darum, dass alle bei ihm bleiben. Darum bittet auch Jesus hier. Das hei\u00dft aber nicht, dass er Menschen, die gehen wollen, zwingt, bei ihm zu bleiben &#8211; wie es bei Judas der Fall war.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Worauf bezieht sich \u201edass die Schrift erf\u00fcllt werde\u201c in Vers 12?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wo wird die Verwerfung und der Verrat des Judas, des Sohnes des Verderbens, vorhergesagt? Vermutlich bezieht sich das auf Ps 41,10: \u201eAuch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot a\u00df, tritt mich mit F\u00fc\u00dfen\u201c (vgl. auch Joh 13,18).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ist das Gebet um Einheit zu verstehen? Um welche Einheit geht es dabei?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Diese Frage wird in den Versen 21-23 noch einmal ausf\u00fchrlicher behandelt. Hier nur ein kurzer Hinweis: Jesus betet daf\u00fcr, dass die J\u00fcnger eins sind, dass sie als Einheit unterwegs sind, so wie er und der Vater eins sind. Zuvor hat er schon beschrieben, dass alles, was dem Vater geh\u00f6rt, ihm geh\u00f6rt und umgekehrt. Einheit bedeutet hier also, ganz miteinander unterwegs zu sein und alles zu teilen, was einem geh\u00f6rt. Das hat die erste Gemeinde ja auch ganz praktisch getan (Apg 2,45).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie soll ihre Freude (Vers 13) vollkommen werden? Warum dadurch, dass er jetzt in der Welt betet?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Aussage, dass er in der Welt redet, k\u00f6nnte ein Hinweis darauf sein, dass er laut gebetet hat. Die J\u00fcnger k\u00f6nnten geh\u00f6rt haben, was er betete.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Freude l\u00e4sst sich am besten von Joh 15,11 her verstehen (vgl. Carson). \u201eIch sage euch das, damit meine Freude euch erf\u00fcllt und eure Freude vollkommen ist.\u201c Die vollkommene Freude ist gerade bei Johannes ein sehr beliebtes Thema (z.B. auch 1Joh 1,4). In Joh 15,11 besteht die Freude darin, dass sie in der Liebe Gottes bleiben (Joh 15,10), was eng damit zusammenh\u00e4ngt, dass sie in der Liebe bleiben und seine Gebote halten (Joh 15,12). Das passt auch in den Zusammenhang dieses Kapitels, in dem es um die Bewahrung Gottes geht und darum, dass sie sein Wort bewahren und halten. Die vollkommene Freude Jesu, die seine J\u00fcnger erf\u00fcllen soll, besteht also aus zwei Teilen: Die Bewahrung durch Gott und seine Liebe und das Halten und Bewahren seines Wortes. Es geht also nicht um mehr \u201eGl\u00fcck\u201c, sondern um eine geistliche Freude in Jesus Christus.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist das Wort, das Jesus seinen J\u00fcngern nach Vers 14 gegeben hat?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zum einen ist damit die Botschaft gemeint, die Jesus ihnen vom Vater weitergegeben hat. Zum anderen ist aber sicher auch Jesus selbst gemeint, der das Wort ist (Joh 1,1ff). An Jesus und seiner Botschaft scheiden sich bis heute die Geister. Deswegen ist die Schlussfolgerung aus diesem Wort, das ihnen gegeben ist, dass die Welt sie hasst.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie verhalten sich die J\u00fcnger in den Versen 14-16 zur Welt?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Welt hasst die J\u00fcnger, weil sie an Jesus glauben (Vers 14). Entweder man hasst Jesus oder man folgt ihm nach. Wer Jesus hasst, wird auch denjenigen hassen, der ihm nachfolgt.<\/li>\n\n\n\n<li>Die J\u00fcnger passen nicht in die Welt und sind nicht von der Welt, wie es auch Jesus war (Verse 14 und 16). Mehrmals wird wiederholt, dass die J\u00fcnger wie Jesus nicht von der Welt sind und seine \u201eFremdheit\u201c gegen\u00fcber der Welt teilen. Die J\u00fcnger sind anders, sie sind in das Reich Gottes eingepflanzt und wachsen aus ihm heraus. In ihm liegt ihr Ursprung und ihre Kraft. Sie geh\u00f6ren nicht zum Reich der Welt. In dieser Aussage schwingt auch die Mahnung mit, die in 1Joh 2,15 konkretisiert wird: \u201eHabt nicht lieb die Welt noch das, was in der Welt ist\u201c. Wir geh\u00f6ren nicht zur Welt, darum sollen wir auch nicht die gottlose Welt lieben, sondern wir sollen die Menschen lieben in dem Sinne, dass wir uns f\u00fcr sie w\u00fcnschen, dass sie gerettet und aus dieser Welt herausgerissen werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Die J\u00fcnger sind und sollen aber noch in der Welt sein und haben dort einen Auftrag, f\u00fcr den Jesus um Bewahrung bittet (Vers 15). Jesus verl\u00e4sst zwar die Welt, das gilt aber nicht f\u00fcr seine J\u00fcnger. Er l\u00e4sst sie in der Welt zur\u00fcck. Dort sollen und d\u00fcrfen sie Zeugen f\u00fcr ihn sein, bevor er sie nach Hause holt, wo er eine St\u00e4tte f\u00fcr sie vorbereitet (Joh 14,1-3). Gott will seine J\u00fcnger nicht aus der Welt herausrei\u00dfen, weder indem er sie direkt entr\u00fcckt, noch indem sie ein christliches \u201eGhetto\u201c bilden und mit den anderen nichts mehr zu tun haben. Die J\u00fcnger werden direkt in die Welt gesandt, auch wenn sie dort nicht hingeh\u00f6ren, um dort zu leuchten. Weil das eine gef\u00e4hrliche Mission ist, bittet Jesus Gott, sie vor dem B\u00f6sen zu bewahren. Das kann sich entweder auf den B\u00f6sen selbst, den Teufel, beziehen oder auf das B\u00f6se, auf alle b\u00f6sen Werte und Taten der Menschen. Gott bewahre uns davor, dass wir uns davon anstecken lassen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Unterscheidung \u201evon\u201c und \u201eaus\u201c der Welt, die in vielen deutschen \u00dcbersetzungen getroffen wird, findet sich so im Griechischen nicht. Es wird dasselbe Wort verwendet: Ihr seid nicht \u201eaus\u201c der Welt, und doch nimmt Gott euch nicht \u201eaus\u201c der Welt. Christen sind in der Welt, aber sie geh\u00f6ren nicht dazu.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verse 17-19: Jesus betet f\u00fcr die Heiligung seiner J\u00fcnger<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Worum bittet Jesus konkret, wenn er f\u00fcr die Heiligung seiner J\u00fcnger betet? Was bedeutet Heiligung?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Bitte kn\u00fcpft an die Anrede Gottes als heiliger Vater in Vers 11 an. Jesus bittet nun auch um die Heiligung seiner J\u00fcnger. Das Wort heiligen bedeutet \u201eabsondern, weihen, f\u00fcr den Dienst Gottes zur Verf\u00fcgung stellen\u201c. Das passt gut zu den vorhergehenden Versen, in denen es darum geht, dass die J\u00fcnger nicht zur Welt geh\u00f6ren, von ihr abgesondert sind. Dennoch sollen sie zum Dienst in die Welt gesandt werden, was im n\u00e4chsten Vers fortgesetzt wird.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Bitte um Heiligung enth\u00e4lt also zwei Teile: zum einen die Absonderung von der Welt und das zu Gott geh\u00f6ren d\u00fcrfen, der heilig ist. Zum anderen den Dienst f\u00fcr Gott, der sich im Dienst in der Welt zeigt (vgl. Maier). Beides geschieht \u201ein der Wahrheit\u201c (Verse 17 und 19).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist mit Wahrheit gemeint, wie geht Heiligung in der Wahrheit vor sich?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In den Versen 17 und 19 hei\u00dft es, dass die Nachfolger Jesu in der Wahrheit geheiligt werden sollen. Au\u00dferdem hei\u00dft es in Vers 17: Dein Wort ist Wahrheit (im Griechischen ohne Artikel, auch wenn manche deutsche \u00dcbersetzungen einen Artikel hinzuf\u00fcgen). Wie dieses \u201ein der Wahrheit\u201c zu verstehen ist, dar\u00fcber haben sich schon die ersten Christen Gedanken gemacht. Das zeigt sich daran, dass bereits in den \u00e4ltesten Handschriften Korrekturen und Erg\u00e4nzungen zu lesen sind, in denen es hei\u00dft: \u201ein deiner Wahrheit\u201c.<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eIn der Wahrheit\u201c kann entweder \u201edurch die Wahrheit\u201c bedeuten. Das w\u00fcrde bedeuten, dass die J\u00fcnger durch die Wahrheit, durch Jesus und seine Botschaft, heilig werden. Oder es bedeutet \u201eim Bereich der Wahrheit\u201c. Das w\u00fcrde bedeuten, dass die J\u00fcnger die Wahrheit \u00fcber sich erkennen, in der Wahrheit wachsen und die Wahrheit mehr und mehr erkennen. Beides ist theologisch richtig und muss sich auch in diesem Vers nicht ganz ausschlie\u00dfen. Gott heiligt die J\u00fcnger und gebraucht dazu die Wahrheit. Das hei\u00dft, dass er sie einerseits durch die Wahrheit und die wahre Botschaft, Jesus selbst, heiligt. Dass er sie dadurch aber nat\u00fcrlich auch die Wahrheit erkennen l\u00e4sst. Die J\u00fcnger erkennen, wie wenig sie selbst dem heiligen Gott entsprechen und wie sehr sie der Gnade Gottes bed\u00fcrfen, der sie in Jesus heiligt. Zugleich will Gott, dass wir durch den Geist der Wahrheit (Joh 15,26) immer mehr nach der Wahrheit leben.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wozu sind wir gesandt wie Jesus? Sollen wir dasselbe verk\u00fcnden, sind wir auch gesandt zu sterben?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In Vers 15 hie\u00df es noch, dass Jesus die J\u00fcnger bewusst in der Welt l\u00e4sst. In Vers 18 wird nun ausgef\u00fchrt warum: Sie sollen seine Mission weiterf\u00fchren. Die Welt ist das \u201eZielgebiet\u201c der J\u00fcnger (vgl. auch Joh 20,21; Joh 15,26f).<\/li>\n\n\n\n<li>Die J\u00fcnger sollen und d\u00fcrfen das Amt Jesu \u00fcbernehmen und seinen Dienst in der Welt fortsetzen. Das bedeutet nat\u00fcrlich nicht, dass wir die einzigartige Erl\u00f6sungstat Jesu wiederholen k\u00f6nnen und sollen. In diesem Zusammenhang bedeutet der Auftrag vor allem, dass die J\u00fcnger die Botschaft und die Worte Jesu weitergeben sollen (Vers 17). Dadurch sollen sie dazu beitragen, dass noch mehr Menschen in der Wahrheit geheiligt werden &#8211; mit diesem Auftrag ist Jesus auch in die Welt gekommen. Das f\u00fchrt aber auch dazu, dass sie ebenso wie Jesus gehasst werden &#8211; also auch in diesem Punkt setzen die J\u00fcnger Jesu seinen Dienst fort und leiden in der Welt oder sterben sogar f\u00fcr Christus, weil sie seine Botschaft verk\u00fcndigen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie kann sich Jesus nach Vers 19 heiligen, was bedeutet das? Braucht er die Heiligung \u00fcberhaupt?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Im Gegensatz zu den Menschen, die in der Wahrheit durch Gott, durch den S\u00fchnetod Jesu am Kreuz und durch den Geist der Wahrheit geheiligt werden, kann Jesus sich selbst heiligen. So ist er auch in dieser Hinsicht Vorbild f\u00fcr die Sendung seiner J\u00fcnger. Auch er hat sich geheiligt, das hei\u00dft, er war bereit, sich ganz f\u00fcr den Dienst des Herrn hinzugeben und f\u00fcr uns in den Tod zu gehen. Jesus ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als L\u00f6segeld zu geben (Mt 20,28). In diesem Sinne heiligt er sich und gibt sich ganz dem Dienst hin. \u201eDurch seine ganze Hingabe an den Vater, durch seinen vollen Gehorsam, durch die vollst\u00e4ndige Liebe, die alles fahren l\u00e4\u00dft und nichts als den Vater begehrt, macht er sich zum wahrhaft Heiligen und deckt sich mit Gottes unverletzlicher Majest\u00e4t. Um deswillen sind auch seine Boten Geheiligte, gerade weil sie die Boten des Gekreuzigten sind.\u201c (Schlatter)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Verse 20-26: Jesus betet f\u00fcr die gesamte Christenheit\/Kirche<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als dritte Gruppe betet Jesus f\u00fcr alle, die noch zum Glauben an ihn kommen werden. Was unterscheidet diese Gruppe von der zweiten Gruppe (seinen J\u00fcngern) und warum betet er gerade f\u00fcr die Christen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Von den vorhergehenden Versen her ist klar, um wen es in den letzten Versen geht. Um alle, die durch die Botschaft der J\u00fcnger Jesu zum Glauben kommen. Um alle, die in Zukunft Jesus nachfolgen werden. Um alle Christen bzw. die weltweite Kirche bis heute. Hier werden mehrere Aspekte deutlich: Jesus rechnet damit, dass sich die Christenheit weit ausbreiten wird. Sie breitet sich aus durch \u201eihr Wort\u201c, d.h. durch das Zeugnis seiner J\u00fcnger. Wer Christ ist, bestimmt sich danach, wer \u201ean mich glaubt\u201c &#8211; also an Jesus glaubt.<\/li>\n\n\n\n<li>Zuvor betet Jesus zwar speziell f\u00fcr seine damaligen J\u00fcnger, aber vieles davon l\u00e4sst sich inhaltlich schon auf alle zuk\u00fcnftigen Nachfolger Jesu \u00fcbertragen. Nun ist es Jesus aber noch einmal wichtig zu betonen, dass er eben nicht nur f\u00fcr seine damaligen J\u00fcnger betet, sondern auch f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Nachfolger. Er hat eine universale Perspektive. Und f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen J\u00fcnger stellt er ein Thema in den Mittelpunkt seines Gebetes, das im vorigen Teil schon kurz angeklungen ist: die Einheit der Christen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um welche Einheit bittet Jesus? Was bedeutet das f\u00fcr die Gemeinde? (Verse 21-23)<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jesus kn\u00fcpft an Vers 11 an, in dem er schon kurz f\u00fcr die J\u00fcnger gebetet hat, \u201edass sie eins seien wie wir\u201c. Dieses Thema wird hier im Gebet weiter ausgef\u00fchrt. Je gr\u00f6\u00dfer die Schar der J\u00fcnger Jesu wird, desto leichter kann es zur Uneinheitlichkeit kommen, und so ist es in gewisser Weise logisch, dass Jesus in dieser gr\u00f6\u00dferen Perspektive noch einmal besonders f\u00fcr die Einheit betet. Eine Reduktion auf eine bestimmte Gruppe, wie die Einheit von Heidenchristen und Judenchristen, scheint mir dem Text nicht angemessen, da ausdr\u00fccklich alle zuk\u00fcnftigen Christen angesprochen sind.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Vorbild f\u00fcr die Einheit der Christen soll die Einheit zwischen Vater und Sohn sein (Vers 21). Wie Jesus in dem Vater ist und der Vater in Jesus ist \u2013 so soll es auch bei allen Christen, allen Jesus-Nachfolgern sein. Wie Jesus und der Vater durch den Heiligen Geist verbunden sind, so sollen auch die Christen durch den Heiligen Geist verbunden sein.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Christen sollen eins sein \u201ein uns\u201c &#8211; also in Gott und Jesus (Vers 21). Die Einheit geschieht also nicht durch menschliche Leistung, sondern durch und in Gott. Wenn sich jeder Gl\u00e4ubige ganz dem Herrn Jesus unterordnet und ihm nachfolgt, entsteht eine innige Verbindung und Einheit. Die Nachfolger Jesu haben das gleiche Ziel, den gleichen gemeinsamen Auftrag und bilden eine gro\u00dfe geistliche Familie. Das macht auch deutlich, dass es nicht in erster Linie um eine organisatorische Einheit oder um ein gemeinsames Oberhaupt wie einen Papst geht, auch wenn dies durchaus helfen kann, die Einheit in der Welt sichtbar zu machen. Unsere Einheit soll gerade nach au\u00dfen sichtbar werden, damit andere darin Jesus erkennen. Noch wichtiger ist aber die geistgewirkte Einheit, dass uns das gemeinsame geistliche Anliegen zusammenf\u00fchrt und bewegt.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Herrlichkeit, die Jesus vom Vater bekommen hat und die er den J\u00fcngern gegeben hat, ist eine Grundlage daf\u00fcr, dass sie eins sind (Vers 22). Die g\u00f6ttliche Majest\u00e4t und Liebe ist das Band, dass die Christen zusammenh\u00e4lt. Dadurch, dass Jesus in den Jesus-Nachfolgern wohnt und Gott in Jesus wohnt, wohnt der herrliche Gott selbst, direkt in uns!<\/li>\n\n\n\n<li>Sie sollen sogar zur vollen Einheit gelangen und in der Einheit vollendet werden (Vers 23). \u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Die Einheit ist ein missionarisches Zeugnis, die Welt soll dadurch zum Glauben kommen, dass Jesus von Gott gesandt ist (Vers 22).<\/li>\n\n\n\n<li>Die Einheit ist eng verbunden mit einer innigen Verbindung mit Jesus &#8211; Gott in Jesus, Jesus in uns und dadurch werden wir eins (Vers 23).<\/li>\n\n\n\n<li>Nicht nur an dieser Stelle wird die Einheit betont. In Joh 10,5 spricht Jesus von der einen Herde des einen Hirten. Auch Paulus betont an vielen Stellen die Einheit, zum Beispiel in R\u00f6m 12,5, 1Kor 12,12.20 und Eph 4,4f.<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eUnser Einzelg\u00e4ngertum, unsere Eifersucht, unsere Verletzlichkeit, unser Ehrgeiz, unsere Lieblosigkeit, unser Stolz sind nicht g\u00f6ttlich\u201c (Maier). Wir brauchen einander als Christen und sollten in Demut voneinander lernen, ohne dabei selbst von den Grundlagen des Glaubens und des Evangeliums abzuweichen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Einheit wird hier nicht nur f\u00fcr alle Christen zu einem bestimmten Zeitpunkt erbeten, sondern f\u00fcr alle Christen \u00fcber die Generationen hinweg! Damit wird deutlich, dass Christen heute nicht anders glauben k\u00f6nnen als Christen fr\u00fcherer Generationen. Eine grunds\u00e4tzliche Modernisierung, Anpassung oder Ver\u00e4nderung des christlichen Glaubens an die heutige Zeit wird damit abgelehnt. Wir glauben mit allen Nachfolgern Jesu der letzten 2000 Jahre das Gleiche!<\/li>\n\n\n\n<li>Wie bei dem Wort \u201eheilig\u201c in den vorhergehenden Versen gibt es auch hier eine gewisse Spannung: Als Christen sind wir durch Jesus schon heilig, wir sind durch Christus in uns schon ganz eins und vollendet in der Einheit. Zugleich will Gott uns immer mehr heiligen &#8211; und nach seinem Willen ver\u00e4ndern. Ebenso will Gott uns immer mehr zu einer Einheit f\u00fchren, die auch f\u00fcr die Welt sichtbar ist.<\/li>\n\n\n\n<li>Wichtig ist, dass Einheit immer durch das Ziehen klarer Grenzen entsteht \u2013 eine grenzenlose Einheit w\u00e4re keine Einheit. Es braucht den gemeinsamen christlichen Glauben an Jesus Christus als Retter und Herrn, es braucht den Heiligen Geist im Christen. Das verbindet alle, die an Jesus glauben, und grenzt die Kirche zugleich von denen ab, die keine Christen sind (auch wenn sie sich vielleicht so nennen). Das stellt uns vor die Herausforderung, einerseits zu entscheiden, wer \u201edazugeh\u00f6rt\u201c und wer nicht, und andererseits abzuw\u00e4gen, wie wir uns Christen und Geschwistern gegen\u00fcber verhalten, die in theologischen, ethischen oder praktischen Fragen anderer Meinung sind als wir.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum m\u00f6chte Jesus in Vers 24, dass die J\u00fcnger bei ihm sind? Warum sehen sie dann erst die Herrlichkeit?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jesus sagt: \u201eIch will\u201c &#8211; das hei\u00dft, er w\u00fcnscht sich, dass auch seine J\u00fcnger bei ihm sind. F\u00fcr Christen bedeutet der Himmel vor allem, ganz bei Jesus zu sein. Jesus geht jetzt zum Vater und das f\u00e4llt ihm irgendwie schwer, weil er seine Freunde, seine J\u00fcnger, am liebsten gleich mitnehmen w\u00fcrde. Obwohl er wei\u00df und betet, dass er die J\u00fcnger mit einem besonderen Auftrag noch eine Weile in der Welt zur\u00fccklassen muss, freut er sich schon darauf, dass sie dann ganz bei ihm sein werden. Wenn sie die Herrlichkeit, an der sie jetzt schon Anteil haben, ganz \u201eschauen\u201c, wie es in der zweiten H\u00e4lfte des Verses hei\u00dft. Jesus selbst hatte die Herrlichkeit schon vor Grundlegung der Welt, als er schon ganz mit Gott in der Liebe vereint war.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Verse zeigen auch eine eschatologische Perspektive der Einheit auf: Auch wenn Jesus jetzt schon ganz in uns lebt und wir als Christen durch ihn eins sind, werden wir dann in der Einheit vollendet und dort sein, wo Jesus ist.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie wird das Verb erkennen in Vers 25 verwendet? Warum musste Jesus Gott erkennen? Und warum spricht er Gott gerade hier als gerechten Vater an?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jesus spricht den Vater hier als gerechten Vater an. Das h\u00e4ngt wohl stark mit den folgenden Worten zusammen: \u201eDie Welt hat dich nicht erkannt\u201c. Wer Gott nicht erkennt, also nicht kennt, den erwartet das gerechte Gericht des Vaters.<\/li>\n\n\n\n<li>Erkennen ist hier wie schon am Anfang des Kapitels nicht rein intellektuell und theoretisch gemeint, sondern ganz praktisch. Jesus sagt zun\u00e4chst \u201eIch habe dich erkannt\u201c in der Vergangenheitsform. Das macht deutlich, dass Jesus Gott einfach schon immer kannte und nur auf dieser Grundlage konnte er den J\u00fcngern von ihm erz\u00e4hlen, damit auch sie ihn erkennen und kennen lernen konnten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie beendet Jesus das Gebet in Vers 26? Inwiefern wird Jesus in Zukunft noch kundtun, was meint er damit?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jesus hat seinen J\u00fcngern von Gott erz\u00e4hlt und wird das auch weiterhin tun, n\u00e4mlich durch seinen Geist (Joh 14,15ff; 15,26).<\/li>\n\n\n\n<li>Das Gebet endet dann sehr herzlich mit dem Ziel von aller Lehre: \u201edamit die Liebe, womit du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.\u201c Das Ziel ist eine tiefe Liebe untereinander und zu Gott. Eine Liebe, die von Gott selbst kommt und die Jesus vorgelebt hat. Eine Liebe, in der alle Verk\u00fcndigung aufgehen soll, wie Jesus selbst im Doppelgebot der Liebe deutlich gemacht hat.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Johannes 17 ist ein besonderes Kapitel, bei dem einige Punkte f\u00fcr die Anwendung bedacht werden m\u00fcssen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Das Kapitel ist nicht nur ein Gebet, sondern zugleich eine theologische Reflexion \u00fcber die gesamte Sendung Jesu. Dennoch ist es in erster Linie ein Gebet und als solches gekennzeichnet.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Situation der Christen\/Gemeinde, an die Johannes das Evangelium geschrieben hat: Es gab vermutlich Spannungen innerhalb der Gl\u00e4ubigen \u2013 sowohl zwischen den Juden und den Christen nach der Tempelzerst\u00f6rung 70 n. Chr. als auch innerchristliche Spannungen beispielsweise mit vorgnostischen Tendenzen (Irrlehren, die zum Beispiel in den Johannesbriefen angesprochen werden). Hinzu kommt, dass einige Christen Verfolgungen durch Juden oder durch den r\u00f6mischen Staat erlitten haben, was zu der Tatsache passt, dass Johannes ein Gebet Jesu \u00fcberliefert, in dem es um den Hass der Welt auf die Christen geht.<\/li>\n\n\n\n<li>Da sich der zweite Teil des Gebetes zun\u00e4chst an die konkreten J\u00fcnger der damaligen Zeit richtet, ist zu \u00fcberlegen, inwieweit die Punkte eins zu eins auf heute \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen. Der Hass der Welt auf die Christen wurde damals aktuell erlebt &#8211; wir erleben ihn heute, zumindest in Deutschland, nur noch bedingt. Wo liegt das an mangelnder Ernsthaftigkeit in der Nachfolge und im Bekenntnis zu Jesus? Und wo hat Gott uns einfach eine Zeit und einen Ort mit weniger Verfolgung geschenkt?<\/li>\n\n\n\n<li>Hermeneutisch ist auch nach der Funktion des Gebetes zu fragen. Es ist davon auszugehen, dass Jesus das Gebet laut gebetet hat (siehe Auslegung oben), also ganz bewusst vor und f\u00fcr seine J\u00fcnger. Soll es uns vor allem das Herz Gottes und die Beziehung zwischen Jesus und Gott vor Augen malen? Ist es ein Modell f\u00fcr uns, wie wir beten sollen? Liegt der Schwerpunkt auf impliziten Aufforderungen, die das Gebet enthalten k\u00f6nnte (seid eins, heiligt euch, &#8230;)?<\/li>\n\n\n\n<li>Da das Kapitel explizit als Gebet Jesu gekennzeichnet wird, halte ich die erste Option f\u00fcr die zentrale: Jesus will uns zeigen, wie sehr er sich f\u00fcr uns einsetzt, wie sehr wir ihm am Herzen liegen und wie er selbst mit dem Vater kommuniziert. Daraus l\u00e4sst sich zwar zum Teil implizit ableiten, wie auch wir beten oder als Gemeinde leben sollen, aber das halte ich nicht f\u00fcr die Hauptsto\u00dfrichtung des Textes.<\/li>\n\n\n\n<li>Au\u00dferdem ist bei dem Gebet hermeneutisch zu fragen, inwieweit das Gebet eine Zusage oder nur ein Wunsch Jesu ist. Manchmal wird gesagt: Wenn Jesus betet, erf\u00fcllt es sich automatisch und ist deshalb eine Verhei\u00dfung. Dem w\u00fcrde ich nicht zustimmen. Zum einen sehen wir zum Beispiel im Garten Gethsemane, dass Jesus einen Wunsch \u00e4u\u00dfert, aber hinzuf\u00fcgt, dass Gottes Wille geschehe. Zum anderen sehen wir am Ende dieses Gebetes, dass Jesus sich w\u00fcnscht, dass seine J\u00fcnger sofort mit ihm in den Himmel kommen &#8211; was aber nicht sofort geschieht, weil sie zuerst noch einen Auftrag in der Welt haben.<\/li>\n\n\n\n<li>Bittet Jesus um die Einheit der Kirche &#8211; und stattdessen hat die menschliche Unf\u00e4higkeit die Christenheit v\u00f6llig zersplittert? L\u00e4sst sich aus der Tatsache, dass Jesus bittet, gerade ableiten, dass es Schwierigkeiten mit der Einheit der Christenheit geben wird (sonst h\u00e4tte Jesus nicht gebeten, wird dann als Argument verwendet&#8230;)? Oder sagt Jesus uns zu, dass die Kirche in ihm eins ist &#8211; trotz \u00e4u\u00dferer Spaltungen? Sagt Jesus uns zu, indem er uns bittet, durch ihn geheiligt zu werden (wir sind durch Jesus heilig), oder bittet er um Wachstum in der Heiligung, dass wir uns immer mehr nach Gottes Willen ver\u00e4ndern lassen &#8211; wo noch Luft nach oben ist? Mir scheint hier ein Mittelweg angemessen: Jesus bittet um etwas, das Gott uns auch gibt, aber nicht genau so, wie wir es uns vielleicht vorstellen und erhoffen. Gott schenkt Bewahrung, um die Jesus bittet &#8211; das hei\u00dft aber nicht, dass Christen nie etwas zust\u00f6\u00dft, auch wenn Gott immer bei ihnen ist. Gott schenkt Heiligung in Christus &#8211; das hei\u00dft aber nicht, dass wir nicht weiter um Heiligung aus Gottes Kraft ringen sollen. Gott schenkt geistliche Einheit durch den Heiligen Geist &#8211; das hei\u00dft aber nicht, dass wir nicht um innere Einheit ringen sollen, die sich immer mehr in sichtbarer Einheit zum Zeugnis f\u00fcr die Welt ausstrahlen soll.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der 09.03., an dem der Text in den meisten Gemeinden gepredigt wird, ist das Ende der Faschingsferien. Au\u00dferdem ist es der erste Sonntag in der Fastenzeit. Wir gehen also auf Ostern zu. Dazu passt das Kapitel 17 gut: das Ende der Abschiedsreden Jesu, der Tag vor Jesu Kreuzigung. In den n\u00e4chsten Wochen geht es dann um die weiteren Kapitel des Johannesevangeliums bis zur Kreuzigung und Auferstehung Jesu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es lohnt sich immer, im Einzelfall nachzudenken: Wer k\u00f6nnten meine Zuh\u00f6rer sein? K\u00f6nnten es auch Menschen sein, die noch nicht an Jesus glauben? Im Text betet Jesus f\u00fcr drei Gruppen &#8211; und hat dabei vor allem die Christen im Blick. Trotzdem ist der Bibeltext f\u00fcr alle relevant, denn er gibt uns einen Einblick in das Herz Gottes und zeigt, dass Gott alle Menschen mit seiner guten Botschaft erreichen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus betet f\u00fcr sich selbst \u2013 und hat dabei alle Menschen im Blick, weil er f\u00fcr sie sterben wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus betet f\u00fcr seine ersten J\u00fcnger &#8211; und das l\u00e4sst sich weitgehend auf alle Christen \u00fcbertragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus betet f\u00fcr alle Christen &#8211; und das ist eine Einladung an alle, dazu zu geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da unser heutiges Kapitel ein eher theologischer Text ist, der f\u00fcr Menschen, die Jesus nicht kennen oder noch nicht so lange im Glauben sind, nicht so leicht verst\u00e4ndlich ist, ist es besonders wichtig, die einzelnen Punkte gut verst\u00e4ndlich zu erkl\u00e4ren, zu veranschaulichen und trotzdem zu konkreten praktischen Anwendungen f\u00fcr jedermann zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Folgenden mache ich einige Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Anwendungen; je nachdem, auf welche Verse des Kapitels man sich konzentriert oder ob man einen \u00dcberblick \u00fcber das ganze Kapitel gibt, kann man einige Punkte davon aufnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verse 1-5: Jesus betet um seine Verherrlichung \u2013 Gebet mit Fokus auf die Ehre Gottes<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die unterschiedlichen Gebetshaltungen in der Bibel je nach Thema k\u00f6nnen auch f\u00fcr uns eine Anregung sein, durch die \u00e4u\u00dfere Haltung auszudr\u00fccken, was wir inhaltlich gerade vor Gott bringen.<\/li>\n\n\n\n<li>Warum betet Jesus zuerst f\u00fcr sich selbst? Nicht aus Egoismus, sondern weil es um das Heil der Menschen geht! Die Stunde ist gekommen &#8211; der Kreuzestod Jesu steht bevor. Ist auch unser Gebet darauf ausgerichtet, dass Gottes Herrlichkeit sichtbar wird und wir zur Ehre Gottes leben?<\/li>\n\n\n\n<li>Praktischer Tipp: Beginne dein Gebet mit einem Fokus auf Gottes Herrlichkeit. Zum Beispiel: Vater, verherrliche dich heute in meinem Leben durch &#8230;, ich will dich gro\u00df machen.<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus nennt Gott im Gebet immer wieder Vater \u2013 auch wir d\u00fcrfen Gott durch Jesus Vater nennen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Stunde ist gekommen \u2013 Jesus spricht von einer ganz besonderen Stunde, seiner Kreuzigung und Auferstehung. Ein besonderes Ereignis, ein weltbewegendes Ereignis, das die Geschichte der Menschheit ver\u00e4ndern wird. Ist dir klar, warum es damals eine besondere Stunde war?<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus betet um seine Verherrlichung, aber ganz selbstlos. Seine Verherrlichung geschieht dadurch, dass er f\u00fcr dich und mich am Kreuz stirbt und dadurch den Vater verherrlicht. Was f\u00fcr eine Verhei\u00dfung! K\u00f6nnen wir uns daran ein Beispiel nehmen, wenn wir f\u00fcr uns beten? Wollen wir auch verherrlicht werden &#8211; f\u00fcr andere leiden und sterben, damit Jesus und der Vater verherrlicht und gro\u00df gemacht werden? Wie k\u00f6nnen wir Gott in unserem Leben verherrlichen und ehren? Wie zeigt sich das in der Arbeit, in Beziehungen, im Umgang mit Herausforderungen, dass ich ihn ehre? Jesus hat sein Werk vollbracht (Vers 4), um Gott zu verherrlichen. Was ist Gottes Werk f\u00fcr dich, wo kannst du ihn verherrlichen?<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus hat die Macht \u00fcber alle Menschen (Vers 2) \u2013 wir m\u00fcssen keine Menschenfurcht haben, sondern eine Gottesfurcht vor dem und ein Gottvertrauen zu dem, der tats\u00e4chlich Macht hat.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir d\u00fcrfen Gott ganz praktisch \u201eerkennen\u201c und kennen lernen in Jesus Christus. Willst du den allm\u00e4chtigen Gott besser kennen lernen? Das ist auch eine Einladung an alle, die Gott noch nicht kennen. Dann lebe in der Beziehung mit ihm, bete und studiere sein Wort \ud83d\ude0a Viele Menschen versuchen heute auf verschiedene Weise, Wissen \u00fcber Gott zu erlangen &#8211; sei es durch Esoterik, spirituelle Praktiken oder verschiedene Schriften. Gott sagt, dass es nur einen Weg gibt: Jesus Christus, von dem wir in der Bibel lesen. Erst wenn wir ihn kennen, kennen wir Gott wirklich.<\/li>\n\n\n\n<li>Praktischer Tipp: Lies jeden Tag in der Bibel und frage dich: Was lerne ich \u00fcber Gott? Was erfahre ich \u00fcber Jesus?<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Folge der Erkenntnis Gottes ist das ewige Leben, das ewige Leben bei Gott. Ewiges Leben hei\u00dft, in einer Beziehung zu Gott zu leben &#8211; damit beginnt das ewige Leben schon jetzt.<\/li>\n\n\n\n<li>Was lernen wir \u00fcber Jesus? Er ist Gottes wahrer Sohn. Er ist bereit, alles zu geben, damit wir erl\u00f6st werden. Er war vor Grundlegung der Welt und hat alle Herrlichkeit mit seinem Vater geteilt. Er ist Gott!<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verse 6-19: Jesus betet f\u00fcr seine J\u00fcnger<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zu wem geh\u00f6rst du? Jeder geh\u00f6rt jemandem \u2013 dem Teufel\/der Welt oder Gott\/Jesus. Das ist eine Einladung an alle, die noch nicht zu Gott geh\u00f6ren und von anderen in der Welt bestimmt werden. Zugleich stellt es uns als Christen vor die Frage: Bin ich mir bewusst, wem ich geh\u00f6re? Von wem lasse ich mein Leben bestimmen?<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus betet insbesondere f\u00fcr alle, die ihm nachfolgen. Haben wir auch ein besonderes Herz f\u00fcr Christen und unsere Geschwister? Woran zeigt sich das konkret?<\/li>\n\n\n\n<li>In uns wird Jesus verherrlicht: Wie zeigt sich das in unserem Leben? Wof\u00fcr geben wir ihm die Ehre? Wie verherrlichen wir Jesus? Indem wir davon erz\u00e4hlen, was er f\u00fcr uns getan hat. Indem wir davon erz\u00e4hlen, wie sehr wir ihn brauchen. Indem wir davon erz\u00e4hlen, wer er ist!<\/li>\n\n\n\n<li>Zeigt sich die Einheit bei uns auch darin, dass wir bereit sind, alles miteinander zu teilen, so wie Gott und Jesus und die erste Gemeinde es getan haben? Wie sehr denke ich in der dritten Person \u00fcber die Gemeinde &#8211; die Gemeinde und ich? Und wie sehr sehe ich mich als Teil der Gemeinde: wir als Gemeinde, als eins?<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus bittet um Bewahrung. Es ist eine Bitte, weil er wei\u00df, dass wir in Gefahren und Herausforderungen kommen. Gleichzeitig ist es eine Zusage, dass er uns bewahrt und besch\u00fctzt (vgl. Joh 10,28), damit niemand aus seiner Hand gerissen wird. Er ist unser guter Hirte, unser \u201eGef\u00e4ngnisw\u00e4rter\u201c.<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus betet um Bewahrung in Schwierigkeiten und Anfechtungen, um eine tiefe Freude auch in herausfordernden Zeiten und um Heiligung durch und in Gottes Wort.<\/li>\n\n\n\n<li>Was macht die vollkommene Freude (Vers 13) im Gegensatz zum Gl\u00fccklichsein aus? Was ist die Freude Jesu, die uns erf\u00fcllen soll? Es geht um die Beziehung zu Gott, um seine Liebe und Bewahrung. Gleichzeitig geht es darum, seine Gebote zu halten und seinen Auftrag zu erf\u00fcllen. Das ist wahre Freude &#8211; ob es sich immer so anf\u00fchlt oder nicht. \u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>In der Welt aber nicht von der Welt: Wir leben in dieser Welt und sollen uns auch nicht v\u00f6llig von ihr abschotten. Aber wir sollen uns nicht von dieser Welt und dem Zeitgeist pr\u00e4gen lassen. Wo geschieht das, weil ich zu unkritisch Meinungen und Aussagen aus sozialen Medien, Fernsehsendern, Netflix oder \u00e4hnlichem aufnehme? Wo kann ich auf die Welt einwirken, ohne mich von ihr unangenehm beeinflussen zu lassen?<\/li>\n\n\n\n<li>Praktischer Tipp: Frage dich selbst, wenn du Nachrichten, soziale Medien oder Serien konsumierst: Pr\u00e4gt das meine Gedanken g\u00f6ttlich oder weltlich? Worauf willst du in der kommenden Woche verzichten und stattdessen Zeit mit Gott und seinem Wort verbringen?<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus bittet um unsere Heiligung, damit wir zu dem heiligen Vater passen. Er hat dich heilig gemacht durch seinen Tod am Kreuz und durch die Annahme seines Opfers. Gott wirkt an dir, damit du heiliger wirst. Heiliger werden wir in und durch die Wahrheit, durch Jesus und sein Wort (V. 17). Verbringen wir also konkret mehr Zeit mit Jesus und seinem Wort, lesen wir es nicht nur, sondern lassen wir uns von ihm ver\u00e4ndern!<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus sendet seine J\u00fcnger in die Welt, damit sie seine Mission und seinen Auftrag fortsetzen und weiterf\u00fchren. Jeder Christ hat eine missionarische Berufung: Zeuge Jesu Christi zu sein. Wie lebst du das konkret in der Schule, an der Uni, am Arbeitsstelle, in der Familie und in der Nachbarschaft? Bete und \u00fcberlege, wo du in der kommenden Woche einen Gedanken aus der Predigt jemand anderem weitersagen kannst.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verse 20-26: Jesus betet f\u00fcr die gesamte Christenheit<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jesus hat schon f\u00fcr uns und unsere Gemeinde gebetet. Er hatte dich und euch schon im Blick. Wow!<\/li>\n\n\n\n<li>Wo m\u00fcssen wir Bu\u00dfe tun, weil wir unsere Geschwister zu negativ sehen? Wie ist unsere Einstellung zu anderen Christen? Wie steht es um die Einheit? Wo sind wir zu sehr Einzelg\u00e4nger, \u00fcberheblich und stolz auf unsere Erkenntnis, neidisch auf andere Christen, verletzlich und lieblos? Wo sind wir auf Gnade angewiesen? Einheit geschieht immer dort, wo wir uns alle unserer eigenen S\u00fcnde und Schw\u00e4che bewusst werden und eins sind in der Gnade Jesu.<\/li>\n\n\n\n<li>Lieben wir unsere Geschwister und behandeln sie als Geschwister, auch wenn sie in manchen Dingen ganz anderer Meinung sind als wir? Wir m\u00fcssen gut unterscheiden: Wer ist nicht gl\u00e4ubig und nicht mein Bruder oder meine Schwester, auch wenn er sich Christ nennt? Und wer ist mein Bruder oder meine Schwester, auch wenn er oder sie in manchen Punkten anders denkt und lebt als ich? Wie zeigt sich hier Geschwisterliebe in der Einheit?<\/li>\n\n\n\n<li>Praktischer Tipp: Einheit beginnt in der eigenen Gemeinde: Wo gibt es in der Gemeinde Konflikte, bei denen Vers\u00f6hnung gesucht werden sollte? Lasst uns Konflikte aktiv angehen, wie Gott uns immer wieder auffordert (z.B. Mt 5,24). Verwechseln wir Einheit nicht mit Uniformit\u00e4t\/Gleichheit. Auf einer gemeinsamen Grundlage und Basis sollten wir unterschiedliche Meinungen und Ansichten in der Gemeinschaft respektieren.<\/li>\n\n\n\n<li>Manchmal kann es hilfreich sein, einfach Gemeinschaft mit den Geschwistern zu haben, mit denen man an einem Ort Konflikte hat. Gemeinsam essen, \u00fcber andere Themen reden, sich f\u00fcreinander interessieren &#8211; und nicht nur \u00fcber den Konflikt miteinander reden.<\/li>\n\n\n\n<li>Was ist eine falsche \u00d6kumene, weil man Gemeinschaft \u00fcber die christlichen Grenzen hinaus sucht? Und was ist eine gute \u00d6kumene, weil wir uns von den wahren Christen, die auf dem gleichen Fundament stehen, nicht v\u00f6llig abgrenzen sollten, wenn sie unsere Br\u00fcder und Schwestern sind?<\/li>\n\n\n\n<li>Was bedeutet die weltweite Einheit \u00fcber alle Zeiten hinweg, f\u00fcr die Jesus hier betet? Sind uns die Br\u00fcder und Schwestern in aller Welt wichtig? Sind wir uns bewusst, dass wir eine Familie \u00fcber Generationen haben, von der wir lernen k\u00f6nnen?<\/li>\n\n\n\n<li>Wo fehlt es uns vielleicht auch an Einheit, weil wir uns nicht klar nach au\u00dfen, von Nichtchristen, abgrenzen?<\/li>\n\n\n\n<li>Wo zeigt sich die Einheit der Gl\u00e4ubigen bei uns vor Ort? Das muss nicht unbedingt eine \u00e4u\u00dferliche Zusammenarbeit sein, sondern kann sich auch in der geistlichen Verbundenheit in Christus zeigen.<\/li>\n\n\n\n<li>Konkret: Wie kann die Liebe Gottes, die in den J\u00fcngern\/Jesus-Nachfolgern<\/li>\n\n\n\n<li>\u00a0ist (Vers 26), in der n\u00e4chsten Woche sichtbar werden? Vielleicht einen Nichtchristen zum Kaffee einladen? Oder einen zuf\u00e4lligen Gef\u00e4lligkeitsdienst \u00fcbernehmen &#8211; die Rechnung f\u00fcr die Person vor dir an der Kasse bezahlen? F\u00fcr den Nachbarn kehren oder ihn mit einem St\u00fcck Kuchen \u00fcberraschen?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zuh\u00f6rer sollen vor allem Jesus besser kennen lernen. Wer ist Jesus, was erfahren wir durch dieses Gebet \u00fcber seine Beziehung zum Vater und seine Liebe zur Welt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das soll zu mehreren Punkten f\u00fchren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eine Einladung, Jesus neu oder besser kennenzulernen \u2013 indem wir sein Wort lesen und beten.<\/li>\n\n\n\n<li>Einen Fokus auf die Ehre und Verherrlichung Gottes in unserem Leben und im Gebet.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Zusage der Bewahrung durch Gott, f\u00fcr die Jesus betet.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Motivation, uns von Gott mehr und mehr heiligen zu lassen, wie wir in Jesus schon heilig sind.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Herausforderung, die Einheit als Christen zu leben, f\u00fcr die Jesus auch bittet.<\/li>\n\n\n\n<li>Einen Auftrag, die Mission Jesu in der Welt weiterzuf\u00fchren und von ihm ganz praktisch zu erz\u00e4hlen und von seiner Liebe weiterzugeben.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je nach Schwerpunkt der Predigt kann das Predigtthema sehr unterschiedlich sein:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man das ganze Kapitel behandeln will, k\u00f6nnte das Thema beispielsweise lauten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ein innerg\u00f6ttliches Gespr\u00e4ch: Was wir \u00fcber Jesus lernen k\u00f6nnen.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Gebet Jesu: der Fokus auf die Ehre Gottes und auf die Menschen, die er liebt.<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus betet f\u00fcr Verherrlichung, Bewahrung und Einheit.<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus betet f\u00fcr dich \u2013 das hohepriesterliche Gebet.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man auf einzelne Themen\/Abschnitte den Fokus setzen will:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Leben zur Ehre Gottes \u2013 worum geht es wirklich?<\/li>\n\n\n\n<li>In der Welt, aber nicht von der Welt \u2013 wohin geh\u00f6rst du?<\/li>\n\n\n\n<li>Wir d\u00fcrfen Gottes Mission, die in Jesus begonnen hat, fortsetzen.<\/li>\n\n\n\n<li>Was macht eine echte Einheit unter Christen aus und wie kann das der Mission dienen?<\/li>\n\n\n\n<li>Die Einheit der Christen ist entscheidend f\u00fcr ihr Zeugnis in der Welt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein innerg\u00f6ttliches Gespr\u00e4ch: Was wir \u00fcber Jesus lernen k\u00f6nnen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Jesu Fokus ist die Ehre Gottes (1-5).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus wird verherrlicht, weil er sein Leben f\u00fcr uns gibt (1-5).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus hat ein besonderes Herz f\u00fcr alle, die ihm nachfolgen (6-26).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus und der Vater sind v\u00f6llig eins (6-10).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus bittet und verhei\u00dft Bewahrung und Schutz f\u00fcr uns (11-16).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus bittet um unsere Heiligung und erm\u00f6glicht, dass wir heilig werden (17-19).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus wurde f\u00fcr uns in die Welt gesandt und wir d\u00fcrfen seine Mission fortf\u00fchren (18).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus bittet f\u00fcr v\u00f6llig Einheit, wie er sie mit dem Vater hat (20-23).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus hat uns von der Herrlichkeit des Vaters gegeben (22).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus w\u00fcnscht sich seine Nachfolger ganz bei sich (24).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus m\u00f6chte, dass wir von der Liebe Gottes erf\u00fcllt sind (23, 26).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus will ganz in seinen Nachfolgern sein (24-26).<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus betet: Im Mittelpunkt stehen die Ehre Gottes und die Menschen, die er liebt.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Jesus betet f\u00fcr sich selbst \u2013 verherrliche deinen Sohn (1-5)<ol><li>Die Bitte um Verherrlichung (1)<\/li><\/ol><ol><li>Wer Gott erkennt, hat ewiges Leben (2-3)<\/li><\/ol><ol><li>Jesu Vollendung des Werkes auf der Erde (4)<\/li><\/ol>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die R\u00fcckkehr zur Herrlichkeit beim Vater (5)<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus betet f\u00fcr seine J\u00fcnger \u2013 bewahre sie in deinem Namen (6-19)<ol><li>Die Offenbarung des Vaters in Jesus Christus (6-10)<\/li><\/ol><ol><li>Die Bitte um Bewahrung und Einheit (11-16)<\/li><\/ol>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Das Gebet um Heiligung in der Wahrheit (17-19)<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus betet f\u00fcr alle Gl\u00e4ubigen \u2013 auf dass sie eins seien (20-26)<ol><li>Die Einheit der Gl\u00e4ubigen als Zeugnis f\u00fcr die Welt (20-23)<\/li><\/ol><ol><li>Die Liebe des Vaters und des Sohnes in den Gl\u00e4ubigen (23, 26)<\/li><\/ol>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Sehnsucht nach Gemeinschaft in der Herrlichkeit (24-25)<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Welt, aber nicht von der Welt (Schwerpunkt auf Vers 14-16)<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Geh\u00f6rst du zu dieser Welt oder zu Jesus? (1-9)<\/li>\n\n\n\n<li>Wie kann ich mich von weltlichen Einfl\u00fcssen abgrenzen? (14-16)<\/li>\n\n\n\n<li>Die richtige Balance zwischen Distanz und Einfluss \u2013 gesandt in die Welt, aber nicht von der Welt (14-16 und 17-18).<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Maier (Schwerpunkt auf Vers 20-26):<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Worum bittet Jesus?<\/p>\n\n\n\n<ol style=\"list-style-type:lower-alpha\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Jesus wei\u00df, dass er nicht umsonst gekommen ist<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus bittet um geistliche Einheit<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus bittet um die Aufnahme ins ewige Leben<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Illustration: Das Kind an der Hand des Vaters<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ein kleines Kind l\u00e4uft mit seinem Vater \u00fcber eine vereiste Stra\u00dfe. Wenn das Kind alleine gehen w\u00fcrde, w\u00fcrde es ausrutschen. Aber weil der Vater es festh\u00e4lt, bleibt es sicher.<\/li>\n\n\n\n<li>So h\u00e4lt uns Gott fest \u2013 auch wenn wir wackelig sind, bewahrt er uns. (Jesus bittet um unsere Bewahrung und Joh 10,28).<\/li>\n\n\n\n<li>Gottes Bewahrung hei\u00dft nicht, dass wir nie Schwierigkeiten erleben, sondern dass wir <strong>in Schwierigkeiten nicht aus seiner Hand fallen<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Illustration: das Boot im Wasser<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wir sind in der Welt aber nicht von der Welt \u2013 wie ein Boot im Wasser. Das Boot soll im Wasser sein, aber wenn das Wasser in das Boot schwappt, dann wird es gef\u00e4hrlich.<\/li>\n\n\n\n<li>(kann auch praktisch in einer Wanne vorgef\u00fchrt werden, um es zu veranschaulichen \u2013 sobald zu viel Wasser in das Boot kommt, droht es zu sinken)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Illustration: Das Orchester<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ein Orchester besteht aus vielen Instrumenten \u2013 Geige, Trompete, Schlagzeug, Klavier \u2013 aber sie spielen harmonisch zusammen, weil sie <strong>auf denselben Dirigenten h\u00f6ren<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li>Einheit bedeutet nicht Gleichheit, sondern gemeinsame Ausrichtung auf Jesus.<\/li>\n\n\n\n<li>Wenn wir auf Jesus h\u00f6ren, werden wir trotz unserer Unterschiede in echter Einheit zusammenstehen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Illustration: Lagerfeuer oder Funke?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eine einzelne Glut erlischt schnell. Doch wenn viele Glutst\u00fccke zusammen sind, bleibt das Feuer lange bestehen.<\/li>\n\n\n\n<li>So ist es mit der Gemeinde \u2013 <strong>in Einheit brennen wir stark f\u00fcr Jesus<\/strong>, getrennt werden wir schwach.<\/li>\n\n\n\n<li>F\u00f6rdern wir Einheit oder isolieren wir uns?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zitate:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zu den Versen 1-5: \u201eDer Sinn des Menschen ist es, Gott zu verherrlichen und sich f\u00fcr immer an ihm zu erfreuen.\u201c \u2013 Westminster Katechismus Antwort zu Frage 1<\/li>\n\n\n\n<li>Zu Vers 18 \u2013 \u201eJeder Christ ist entweder ein Missionar oder ein Betr\u00fcger.\u201c Charles Spurgeon<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liedvorschl\u00e4ge:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u201eSei du der Mittelpunkt in meinem Leben\u201c (passt zu Vers 1-5)<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eWir sind eins\u201c (Outbreakband) (passt zu Vers 20-23)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Samuel Koser)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema:&nbsp; Ein innerg\u00f6ttliches Gespr\u00e4ch Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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