{"id":5177,"date":"2025-02-07T15:55:25","date_gmt":"2025-02-07T14:55:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=5177"},"modified":"2025-02-07T15:55:26","modified_gmt":"2025-02-07T14:55:26","slug":"predigthilfe-vom-16-maerz-2025-johannes-181-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-16-maerz-2025-johannes-181-11\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 16. M\u00e4rz 2025 &#8211; Johannes 18,1-11"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wie Menschen neu werden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Monatsthema:<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>Leben nah bei Jesus \u2013 Im Leiden und Versagen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Freie wird gebunden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (<strong>Lk 10,16a<\/strong>)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um, mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 2017 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Umst\u00e4nden kann sich auch mal der Blick in eine englische \u00dcbersetzung lohnen, weil auch in modernen deutschen \u00dcbersetzungen manchmal &#8222;fromm-deutsche&#8220; Begriffe benutzt werden, die im Englischen viel direkter und &#8222;normaler&#8220; \u00fcbersetzt sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir befinden uns im Johannesevangelium kurz vor der Kreuzigung Jesu. Dieses Evangelium hat gegen Ende eine extreme Verdichtung \u2013 ab <strong>Kapitel 12,12<\/strong> befinden wir uns in Jerusalem. Das Geschehen dort beschreibt den Palmsonntag. Im Gegensatz zu den anderen Evangelien haben wir im Johannesevangelium nicht die Berichte des \u00f6ffentlichen Handelns in Jerusalem w\u00e4hrend der Passionswoche, sondern Johannes berichtet uns haupts\u00e4chlich die Gespr\u00e4che, die Jesus ausschlie\u00dflich mit seinen J\u00fcngern in dieser Zeit hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht um den Heiligen Geist (<strong>Joh 14+16<\/strong>) sowie Jesu Himmelfahrt und seine Wiederkunft (<strong>Joh 16<\/strong>). Das pers\u00f6nliche Reden Jesu zu seinen J\u00fcngern endet mit dem hohepriesterlichen Gebet in <strong>Joh 17<\/strong>. Danach berichtet uns Johannes die Passionsgeschichte mit Gefangennahme und Verh\u00f6r, <strong>Kapitel 18,<\/strong> Verurteilung und Kreuzigung, <strong>Kapitel 19<\/strong>, und Auferstehung, <strong>Kapitel 20<\/strong>, analog zu den anderen Evangelien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Text behandelt die Gefangennahme im Garten Gethsemane. Die Parallelen dazu aus den anderen Evangelien sind: <strong>Mt 26,57-75<\/strong>; <strong>Mk 14,53-72<\/strong> und <strong>Lk 22,54-71.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade Gefangennahme, Kreuzigung und Auferstehung finden wir in allen Evangelien. Es sind entscheidend wichtige Texte f\u00fcr unseren Glauben an Jesus Christus. Ohne Kreuz und Auferstehung keine Vergebung, kein neues und ewiges Leben. Deswegen wollen wir auch diesen Text im Lichte der gesamten Heiligen Schrift predigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Fokus und den Zweck, den uns der Apostel Johannes in seinem Bericht nennt, steht in <strong>Joh 20,31<\/strong>: <em>\u201eDiese (Zeichen) aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle Berichte von Johannes sind aufgrund seiner speziellen Auswahl hier zusammengetragen worden. Sie dienen alleine dem Zweck, dass wir Leser heute verstehen: Jesus war nicht einfach ein normaler Mensch wie wir. <strong>Nein, er ist der Christus\/Messias<\/strong> -&gt; dahinter steckt eine Ank\u00fcndigung Gottes aus dem Alten Testament, dass ein gro\u00dfer K\u00f6nig kommen wird, der ein Nachkomme Davids sein wird. Dieser Nachkomme Davids wird ewig regieren. (vgl. dazu <strong>1Chr 17,11-14, Dan 7,13ff<\/strong>). Andere Texte legen nahe, dass dieser Messias kein normaler Mensch ist. Er wird n\u00e4mlich den Teufel besiegen (<strong>1Mo 3,15<\/strong>) und der Sohn Gottes sein (<strong>1Chr 17,13<\/strong>). Johannes schreibt uns, weil er uns bezeugen will: <strong>Jesus ist genau dieser Messias<\/strong>. Jesus ist gekommen um uns Menschen echtes ewiges Leben zu erm\u00f6glichen und zwar dadurch, dass wir an ihn glauben, d.h. dass wir uns ihm anvertrauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor ich mit dir etwas in die Details zum Text gehe, m\u00f6chte ich dich einladen den Text erst einmal in aller Ruhe zu lesen. Am besten, du liest den Text einmal in der Luther-\/Elberfelder\u00fcbersetzung und danach in einer neueren \u00dcbersetzung. (Ich empfehle Neue Genfer \u00dcbersetzung (NG\u00dc), oder Neue evangelistische \u00dcbersetzung (Ne\u00dc).) Ich pers\u00f6nlich mache es meistens so, dass ich den Text ausdrucke und beim Lesen schon ein paar Anmerkungen, Unterstreichungen oder Fragezeichen mache. Das hilft mir dann, den Text besser zu verstehen und ich bin fokussierter auf den Gedankengang des Textes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gute Hilfen in der Vorbereitung leisten folgende Dinge:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">* MacArthur Studienbibel -&gt; ist sehr zu empfehlen, da sie sehr bibeltreu ist und sogar gratis (<a href=\"http:\/\/www.sermononline.de\">www.sermononline.de<\/a>) als pdf zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">* Die Ryrie-Studienbibel -&gt; nicht ganz so umfangreiche Textkommentierung wie die von MacArthur, aber kann erg\u00e4nzend mit hinzugezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">* <a href=\"https:\/\/dasbibelprojekt.visiomedia.org\/\">https:\/\/dasbibelprojekt.visiomedia.org\/<\/a> Hier findest du kurze Videoclips \u00fcber das Matth\u00e4usevanglium. Diese helfen einen Gesamt\u00fcberblick \u00fcber den Brief zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Text spielt am Rande der Stadt Jerusalem in einem angelegten Garten. Es ist der Garten Gethsemane. Offensichtlich war Jesus dort \u00f6fters mit seinen J\u00fcngern, wenn er in Jerusalem war (vgl. <strong>Joh 18,2<\/strong>). Das gro\u00dfe Bibellexikon schreibt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gethsemane<\/strong> \u00bb\u00d6lkelter\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Garten am Fu\u00df des \u00d6lbergs (Joh 18,1), benannt nach einer \u00d6lpresse, die man sich wohl in einer H\u00f6hle im oder beim Garten denken muss, da solche H\u00f6hlen wegen ihrer K\u00fchle die Voraussetzung zu guter \u00d6lgewinnung boten. In der N\u00e4he des Ausgangspunktes der drei Wege, die \u00fcber den \u00d6lberg f\u00fchren, zeigt man bis heute noch eine 19 m lange und 10 m breite H\u00f6hle, wo die \u00d6lpresse gestanden haben k\u00f6nnte, als den Ort, wo Jesus im Gebetskampf lag (Lk 12,44) und in dessen unmittelbarer N\u00e4he dann auch die Gefangennahme zu denken w\u00e4re. Dieser Platz liegt dicht am Weg nach Betanien, den Jesus h\u00e4ufig entlanggezogen war, und es ist gut m\u00f6glich, dass er hier mit den J\u00fcngern Rast machte, wenn er mit ihnen allein sein wollte (Joh 18,2), woher Judas dann den Platz kannte. Zur \u00dcbernachtung war eine solche H\u00f6hle ebenfalls geeignet. Auch das \u00bbHinausgehen\u00ab Jesu (Joh 18,4) passt zu diesem Ort.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Im 4. Jh. kam es zum Bau einer Kirche, die auf einen Felsen ausgerichtet war, der als St\u00e4tte des Gebetskampfes Jesu angesehen wurde. Etwa 100 m n\u00f6rdl. dieser Kirche liegt eine nat\u00fcrliche Felsgrotte, die als Ort des Verrates gilt. Seit dem 17. Jh. gedachte man hier der Todesangst Jesu. Westl. dieser Grotte befindet sich der Eingang zu einer Kreuzfahrerkirche mit einer byzantin. Unterkirche aus dem 5. Jh., die den Ort des Grabes von Maria, der Mutter Jesu, bezeichnet. Schon die topografische Lage von G. zeigt, wie gro\u00df die Versuchung f\u00fcr Jesus war, dem Leiden auszuweichen: Ein Fu\u00dfweg von etwas mehr als zehn Minuten h\u00e4tte Jesus durch un\u00fcbersichtliches Gartengel\u00e4nde auf den Gipfel des \u00d6lberges und damit an den Rand der sch\u00fctzenden W\u00fcste gebracht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Verschiedene \u00dcberlieferungen haben auch andere Stellen in der N\u00e4he als Ort des Gebetskampfes Jesu bezeichnet.<br><\/em>(Fritz Rienecker u. a., Hrsg., <a href=\"https:\/\/ref.ly\/logosres\/lxknzrrnckr2014?ref=Page.p+412&amp;off=3345\">\u201eGethsemane\u201c<\/a>, <em>Lexikon zur Bibel: Personen, Geschichte, Arch\u00e4ologie, Geografie und Theologie der Bibel<\/em> (Witten: SCM R. Brockhaus, 2017), 412\u2013413.)<em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Synoptischer Blick:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schaut man sich die anderen Evangelienberichte an, dann f\u00e4llt folgendes auf:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Alle berichten davon, dass das Kommen der Truppen direkt im Anschluss an die Reden von Jesus passiert. Nur Johannes verwendet den Begriff der Schar \u2013 der Kohorte (die anderen reden von einer Menge, oder einer gro\u00dfen Menge).<\/li>\n\n\n\n<li>Alle reden davon, dass die Truppen von den Hohepriestern und Schriftgelehrten geschickt sind.<\/li>\n\n\n\n<li>Alle reden davon, dass sie bewaffnet waren.<\/li>\n\n\n\n<li>Alle berichten von dem abgeschlagenen Ohr, nur Lukas erw\u00e4hnt die Heilung. Der Johannesbericht identifiziert als einziger den Verursacher Petrus.<\/li>\n\n\n\n<li>Alle reden davon, dass Judas derjenige ist, der die Truppen zu Jesus f\u00fchrt.<\/li>\n\n\n\n<li>Drei berichten davon, dass diese Dinge geschehen, weil sie in den Schriften vorausgesagt sind.<\/li>\n\n\n\n<li>Drei berichten davon, dass Judas Jesus k\u00fcsst und er das offensichtlich als Zeichen ausgemacht hatte.<\/li>\n\n\n\n<li>Drei berichten von einem Dialog zwischen Jesus und Judas. Judas nennt Jesus \u201eRabbi\u201c \u2013 was Meister oder Lehrer bedeutet.<\/li>\n\n\n\n<li>Johannes berichtet als einziger von einem Dialog zwischen Jesus und der Menge.<\/li>\n\n\n\n<li>Johannes verwendet als einziger die f\u00fcr sein Evangelium typischen Worte \u201eich bin\u201c es.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fazit dieser Zusammenschau ist: Die Berichte best\u00e4tigen und erg\u00e4nzen sich sehr gut. Das spricht absolut f\u00fcr die Glaubw\u00fcrdigkeit dieser Begebenheit der Gefangennahme dort im Garten Gethsemane.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die gro\u00dfe Linie der Heilsgeschichte im Blick behalten:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen zwingend diese Geschichte mit dem Blick der Heilsgeschichte anschauen. Was hier passiert, ist kein Zufall, sondern der Wille Gottes. Dieses Ereignis passt perfekt in Gottes souver\u00e4nen Plan, die Menschheit durch seinen Sohn Jesus Christus zu erl\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ausgangslage f\u00fcr den Heilsplan ist der S\u00fcndenfall in <strong>1Mo 3<\/strong>. Hier k\u00fcndigt Gott etwas Wichtiges an in <strong>V15:<\/strong> <em>\u201eUnd ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachwuchs und ihrem Nachwuchs; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier wird eine gro\u00dfe Auseinandersetzung zwischen dem Teufel und seinen Nachkommen und den Nachkommen Evas angek\u00fcndigt. Dabei wird der Ausgang dieses Kampfes vorausgesagt. Einer dieser Nachkommen Evas wird den Teufel vernichten. Dieser Plan, die Menschheit vom B\u00f6sen durch einen Menschen zu befreien, ist hier erstmalig von Gott erw\u00e4hnt, aber nach <strong>Eph 1,4<\/strong> vor Grundlegung der Welt angelegt. Gottes Plan war es vor Erschaffung der Welt seine Menschenkinder durch den Glauben an Christus zu retten\/heiligen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was wir nun im Fortgang der Heiligen Schrift sehen ist, dass dieser Kampf zwischen Licht und Finsternis immer wieder aufflammt. Wir sehen in den Geschichten der Versuch Satans, Gottes Heilsplan zum Scheitern zu bringen, indem er die Nachkommen Evas t\u00f6tet. Das beginnt beim Brudermord Kains, hat seinen H\u00f6hepunkt in der Urgeschichte kurz vor der Sintflut, als es so aussieht, als w\u00fcrde Gott alle Menschen vernichten und damit sein Versprechen brechen. Aber Gottes Plan, die Welt durch den Einen zu retten, kann nicht \u201egecrashed\u201c werden. Und so entfaltet uns das AT wer dieser eine ist. Er ist ein Nachkomme Abrahams, denn in seinem (Singular) Samen sollen gesegnet werden alle Nationen \u2013 vgl. <strong>1Mo 22,18<\/strong>. Paulus ist sehr genau in <strong>Gal 3,16,<\/strong> wenn er davon redet. <em>\u201eDem Abraham aber wurden die Verhei\u00dfungen zugesagt und seiner Nachkommenschaft. Er spricht nicht: \u00bbund seinen Nachkommen\u00ab, wie bei vielen, sondern wie bei einem: \u00bbund deinem Nachkommen\u00ab, <\/em><em>\u27e8<\/em><em>und<\/em><em>\u27e9<\/em><em> der ist Christus.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Nachkomme wird aus dem Stamm Juda kommen, denn Jakob versprach seinem Sohn Juda folgendes, als er ihn segnete, <strong>1Mo 49,10ff<\/strong>: \u201e<em>Nicht weicht das Zepter von Juda noch der Herrscherstab zwischen seinen F\u00fc\u00dfen weg, bis dass der Schilo kommt, dem geh\u00f6rt der Gehorsam der V\u00f6lker.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>11 An den Weinstock bindet er sein Eselsf\u00fcllen, an die Edelrebe das Junge seiner Eselin; er w\u00e4scht im Wein sein Kleid und im Blut der Trauben sein Gewand; 12 die Augen sind dunkel von Wein und wei\u00df die Z\u00e4hne von Milch.\u201c <\/em>Von Juda kommt einer, dem geh\u00f6rt der Gehorsam der V\u00f6lker. Schilo \u2013 der Begriff ist nicht eindeutig zu erkl\u00e4ren. Fakt ist: Er steht f\u00fcr den einen, den Gott verhei\u00dfen hatte ganz am Anfang. Bileam erkennt diesen einen in seinen Ausspr\u00fcchen (<strong>4Mo 24,17<\/strong>) und Mose k\u00fcndigt ihn an in <strong>5Mo 18,15<\/strong>: <em>\u201eEinen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte, aus deinen Br\u00fcdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr h\u00f6ren\u201c. <\/em>Jesus nimmt diese Ank\u00fcndigung auf und sagt deshalb in der Bergpredigt mehrfach: <em>\u201eIhr habt geh\u00f6rt, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht t\u00f6ten [\u2026] <\/em><strong><em>Ich aber sage euch<\/em><\/strong><em>\u2026\u201c <\/em>(vgl. <strong>Mt 5,22+28+34+39+44<\/strong>) \u2013 Jesus zitiert Mose und erkl\u00e4rt\/erg\u00e4nzt das Gesetz. Das tut er in der ihm verliehen Autorit\u00e4t von Mose (<strong>5Mo 18,15<\/strong>). David wird versprochen, dass einer aus seiner Linie ein ewiger K\u00f6nig sein wird (<strong>1Chr 17,10ff). <\/strong>Deswegen der Begriff Sohn Davids als Titel f\u00fcr den Messias. Wir finden dann noch etliche weitere Hinweise. Geburtsort Bethlehem (<strong>Micha 5,1<\/strong>); geboren von einer Jungfrau, dessen Name wird Immanuel sein \u2013 Gott mit uns (<strong>Jes 7,14<\/strong>). Dieses Kind wird der Friedef\u00fcrst sein, der ewig herrschen wird (<strong>Jes 9,5ff<\/strong>). Das Ganze wird seinen Ausgangspunkt im Land Sebulon und Naftalie haben (Region See Genezareth) \u2013 so lesen wir das in <strong>Jes 8,23<\/strong>. Auf diesem Spross Isais (d.h. Nachkomme Isais, des Vaters von David) wird der Geist Gottes ruhen (<strong>Jes 11,1ff<\/strong>). Hier wird ganz klar vorausgesagt, dass dieser Spross Isais das Gottlose t\u00f6ten wird. <strong>Jes 11,4b+5<\/strong>: <em>\u201eUnd er wird den Gewaltt\u00e4tigen schlagen mit dem Stab seines Mundes und mit dem Hauch seiner Lippen den Gottlosen t\u00f6ten. Gerechtigkeit wird der Schurz seiner H\u00fcften sein und die Treue der Schurz seiner Lenden. \u2013\u201c <\/em>Die Erf\u00fcllung sehen wir in <strong>Offb 19,11ff<\/strong> wenn Jesus kommt. Daniel f\u00fchrt uns dann noch den Titel Menschensohn ein (<strong>Dan&nbsp;7,13ff<\/strong>), dem von Gott alle Macht gegeben wird und der ewig herrscht. Die Betonung hier ist Menschensohn, was im Prinzip einfach bedeutet: <strong>Ein Mensch<\/strong>!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man diese Stellen liest, dann kann schnell der Eindruck entstehen: Eines Tages wird dieser K\u00f6nig (Messias\/Christus = Gesalbte) kommen und dann wird er ein ewiges K\u00f6nigreich aufrichten und damit alles B\u00f6se aus dem Land austilgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie passen dazu unsere heutige Bibelstelle und das weitere Geschehen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Jesus mit den Emmaus J\u00fcngern am Ostersonntag unterwegs ist, lesen wir Folgendes in <strong>Lk&nbsp;24,25ff<\/strong>: \u201e<em>Und er sprach zu ihnen: Ihr Unverst\u00e4ndigen[6] und im Herzen <\/em><em>\u27e8<\/em><em>zu<\/em><em>\u27e9<\/em><em> tr<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ge[7], an alles zu glauben, was die Propheten geredet haben! 26 Musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit hineingehen? 27 Und von Mose und von allen Propheten anfangend, erkl\u00e4rte er ihnen in allen Schriften das, was ihn betraf.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Messias muss leiden \u2013 so lesen wir das an dieser Stelle. <\/strong>Im Alten Testament ist das so prophezeit. So betont es Jesus an dieser Stelle um den J\u00fcngern zu sagen: Das, was so eben passiert war, (Kreuzigung Jesu) musste so passieren. \u201eIhr m\u00fcsst schon alles glauben, was die Schrift sagt\u201c \u2013 So h\u00f6rt man Jesus beinahe die Emmausj\u00fcnger schelten. Wir wollen uns die betreffenden Stellen anschauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Leiden des Messias im Alten Testament<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich kann man leicht die Stellen \u00fcbersehen. Und doch gibt es sie. Eher versteckt in der beinahe Opferung des Isais. Abraham als Bild Gottes, der Sohn opfert auf dem Berg Moria \u2013 H\u00fcgel bei Jerusalem, ziemlich sicher Golgatha. Die Worte klingen an das NT an, wenn es hei\u00dft in <strong>1Mo&nbsp;22,12<\/strong>: <em>\u201eDenn nun habe ich erkannt, dass du Gott f\u00fcrchtest, da du deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast\u201c<\/em> \u2013 Abraham muss nicht seinen einzigen Sohn opfern, aber Gott wird es tun (<strong>Joh 3,16<\/strong>). Vielleicht entdeckt man R\u00fcckblickend schon manches im Bundesschluss Gottes mit Abraham in <strong>1Mo 15,7-21<\/strong>. Gott alleine schlie\u00dft diesen Bund und b\u00fcrgt auch f\u00fcr den Bruch des Abrahams. Allerdings bedeutet Bundesbruch, dass es dem Partner so ergeht wie den Tieren: Der Tod als Konsequenz! <em>\u201eDer Lohn der S\u00fcnde ist der Tod\u201c. <\/em>F\u00fcr den Bruchmuss also einer sterben. Es war der Christus. Hier lassen sich sicherlich noch mehrere Stellen finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber die eher offensichtlichen Stellen sind andere. Allen voran sicherlich <strong>Jes&nbsp;53<\/strong>. Gerade in Bezug auf unsere Stelle heute ist dieser Abschnitt interessant. Denn dort hei\u00dft es in <strong>V7<\/strong>: <em>\u201eEr wurde misshandelt, aber er beugte sich und machte seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung gef\u00fchrt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er machte seinen Mund nicht auf.\u201c <\/em>Hier wird ein anderer Begriff f\u00fcr den Messias verwendet \u2013 der Knecht Gottes. Es gibt mehrere dieser Gottesknechtslieder im Buch Jesaja. <strong>Jes 42+49+50+53+61<\/strong>. In diesen Liedern finden wir mehrere Passagen, die uns das Leiden dieses Knechtes zeigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jes 49,7<\/strong>: <em>\u201eSo spricht der HERR, der Erl\u00f6ser Israels, sein Heiliger, zu dem ganz und gar Verachteten, zu dem Verabscheuten der Nation, zu dem Knecht der Herrscher:\u201c<\/em> Hier wird dieser Knecht als verachtet und verabscheut vorgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jes 50,6f<\/strong>: <em>\u201eIch bot meinen R\u00fccken den Schlagenden und meine Wangen den Raufenden, mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schm\u00e4hungen und Speichel. 7 Aber der Herr, HERR, hilft mir. Darum bin ich nicht zuschanden geworden, darum habe ich mein Gesicht <\/em><em>\u27e8<\/em><em>hart<\/em><em>\u27e9<\/em><em> wie Kieselstein gemacht. Ich habe erkannt, dass ich nicht besch\u00e4mt werde.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier wird der Knecht geschlagen, verbal attackiert und angespuckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jes 53:<\/strong> Der ganze Text redet vom erniedrigten Gottesknecht, der zerschlagen wird. Hier wird auch der Grund genannt. <strong>Wegen der S\u00fcnden der Welt<\/strong> wird dieser Knecht bestraft, damit die Menschen Frieden haben. Der Text redet auch vom Tod des Knechtes. <strong>V8f:<\/strong> <em>\u201eDenn er wurde abgeschnitten vom Lande der Lebendigen. Wegen des Vergehens seines Volkes <\/em><em>\u27e8<\/em><em>hat<\/em><em>\u27e9<\/em><em> ihn Strafe <\/em><em>\u27e8<\/em><em>getroffen<\/em><em>\u27e9<\/em><em>. Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab, aber bei einem Reichen <\/em><em>\u27e8<\/em><em>ist er gewesen<\/em><em>\u27e9<\/em><em> in seinem Tod, weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist.\u201c<\/em> <strong>V12<\/strong>: <em>\u201eDarum werde ich ihm Anteil geben unter den Gro\u00dfen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: daf\u00fcr, dass er seine Seele ausgesch\u00fcttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern z\u00e4hlen lie\u00df. Er aber hat die S\u00fcnde vieler getragen und f\u00fcr die Verbrecher F\u00fcrbitte getan.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir finden auch in den Psalmen berichte, z.B. <strong>Ps 16<\/strong>,<strong>8-11<\/strong> (zitiert von Petrus in <strong>Apg 2<\/strong>), <strong>Ps 18<\/strong> und vor allem <strong>Ps 22<\/strong>, der die Kreuzigung erz\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen also unseren Abschnitt im Licht dieser Stellen anschauen und staunen: Der freie, unschuldige Jesus, der nicht nur der wahre K\u00f6nig (Messias\/Christus) ist, sondern sogar der Sohn Gottes, l\u00e4sst sich freiwillig binden. <strong>Warum, wieso?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der einzige Weg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musste Jesus wirklich sterben? Braucht Gott blutige Opfer? Ist Gott wirklich so rachs\u00fcchtig? Ist unsere Schuld so gro\u00df, so gravierend, dass Jesus diesen Weg einschlagen muss? Solchen oder so \u00e4hnlichen Fragen begegnet man immer wieder und wir brauchen den biblischen Blick, um sie korrekt zu beantworten. Wenn man ein wenig analysiert, was im Garten Eden mit dem S\u00fcndenfall passiert ist, entdeckt man folgendes:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott hatte angek\u00fcndigt, dass der Mensch, wenn er das Gebot \u00fcbertreten w\u00fcrde, sterben muss. <strong>1Mo&nbsp;2,16b-17:<\/strong> \u201e<em>Von jedem Baum des Gartens darfst du essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und B\u00f6sen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist spannend dar\u00fcber nachzudenken, ob Adam und Eva wussten, was das konkret bedeuten w\u00fcrde, denn zu dem Zeitpunkt war die Sch\u00f6pfung nicht verg\u00e4nglich. Klar ist: Wenn das passiert, dann geht etwas kaputt. Es wird eine radikale Ver\u00e4nderung des Seins werden. Die Konsequenzen werden uns in <strong>1Mo 3,15ff<\/strong> berichtet. Es gibt Konsequenzen f\u00fcr den Satan, die Frau und den Mann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was sterben bedeutet, f\u00fchrt Gott in <strong>1Mo 3,19 <\/strong>aus: <em>\u201e<\/em><em>Mit Schwei\u00df wirst du dein Brot verdienen, \/ bis du zur\u00fcckkehrst zur Erde, \/ von der du genommen bist. \/ Denn Staub bist du, \/ und zu Staub wirst du werden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sterben bedeutet: Der Mensch kehrt dahin zur\u00fcck, wovon er genommen ist. In <strong>1Mo 3,22<\/strong> redet Gott davon, dass der Mensch jetzt nicht mehr vom Baum des Lebens essen darf, damit er ewig lebt. Sterben bedeutet also im Umkehrschluss nicht ewig leben. Die Existenz als Mensch mit K\u00f6rper, Seele und Geist ist endlich. Wenn man nur <strong>V19<\/strong> betrachtet, dann k\u00f6nnte man hier meinen: sterben bedeute das endg\u00fcltige Ende des Seins\/der Existenz. Allerdings war der Mensch ja im Bilde Gottes geschaffen, in Anlehnung an das Wesen Gottes (<strong>1Mo 1,26<\/strong>). Das beinhaltete auch was in <strong>1Mo&nbsp;2,7<\/strong> steht: <em>\u201eda bildete der HERR, Gott, den Menschen <\/em><em>\u27e8<\/em><em>aus<\/em><em>\u27e9<\/em><em> Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele.\u201c <\/em>Hier wird klar, der Mensch besteht aus einem K\u00f6rper und dem lebensspendenden Atem Gottes, was ihn zu einer lebendigen Seele macht. Geht der K\u00f6rper wieder in seine Urbestandteile zur\u00fcck (Beim Tod beginnt der Prozess der Zersetzung, dass der K\u00f6rper des Menschen zu Staub wird), bleibt dann noch etwas \u00fcbrig? Die erste Geschichte im AT, die uns von einer Existenz \u00fcber das menschliche, irdische Leben hinaus erz\u00e4hlt, bzw. etwas anklingen l\u00e4sst, ist die von Henoch. <strong>1Mo 5,24<\/strong>: <em>\u201eUnd Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr da, denn Gott nahm ihn hinweg.\u201c <\/em>\u2013 wohin hat Gott ihn genommen? Hat er seine Existenz ausgel\u00f6scht, vorzeitig? Das ist sicherlich nicht gemeint. Sondern er hat ihn zu sich genommen. Wenn man dann weiterliest entdeckt man Stellen wie die in <strong>1Mo 25,8<\/strong>: <em>\u201eUnd Abraham verschied und starb in gutem Alter, alt und <\/em><em>\u27e8<\/em><em>der Tage<\/em><em>\u27e9<\/em><em> satt, und wurde versammelt zu seinen V<\/em><em>\u00f6<\/em><em>lkern.\u201c <\/em>Abraham kommt an einen Ort, an dem andere schon sind. Das Totenreich (Scheol) \u2013 so lesen wir das auch an anderen Stellen, ist der Ort an dem jeder gestorbene Mensch kommt. <strong>R\u00f6m&nbsp;6,23<\/strong> sagt: <em>\u201eDenn der Lohn der S\u00fcnde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn\u201c. <\/em>Zieht man dazu <strong>R\u00f6m 3,23<\/strong> hinzu und erkennt: Jeder Mensch ist so ein S\u00fcnder, dann ist klar: Jeder kommt an diesen Ort. Dieser Ort ist keine Ausl\u00f6schung des Seins, sondern ein Weiterexistieren an einem anderen Ort \u2013 dem Totenreich. Zieht man die Geschichte aus <strong>Lk 16,19ff<\/strong> hinzu, dann entdeckt man: Es gibt eine gute Seite des Totenreichs, in der himmlische Zust\u00e4nde herrschen und eine schlechte Seite des Totenreichts, in der h\u00f6llische Zust\u00e4nde herrschen. Zwei m\u00f6gliche Ausg\u00e4nge, die eben <strong>R\u00f6m 6,23<\/strong> beschreibt. Wer ein S\u00fcnder bleibt, der kommt auf die \u201enegative Seite\u201c, wer aber das Gnadengeschenk des ewigen Lebens annimmt, der kommt auf die gute Seite des Totenreichs. Wenn Jesus dann wiederkommt, dann werden letztlich beide Totenreichabteilungen auferstehen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zum ewigen Gericht (<strong>Mt25,31ff<\/strong>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Warum musste Jesus sterben? <\/strong>Gnade Gottes hat einen Preis, denn Gerechtigkeit muss hergestellt werden, denn Gott ist absolut gerecht. Wenn der \u201eLohn der S\u00fcnde\u201c der Tod ist (und damit auch der zweite Tod, siehe <strong>Offb 20,14+21,8, <\/strong>das ewige Gericht), kann Gott alle Menschen nicht einfach begnadigen, denn das w\u00e4re ungerecht. Schuld muss irgendwie beglichen werden. Kann ein Mensch vor Gott f\u00fcr das Leben eines anderen einstehen\/b\u00fcrgen? <strong>Ps 49,8f:<\/strong> \u201e<em>Niemals kann ein Mann seinen Bruder loskaufen, nicht kann er Gott sein L\u00f6segeld geben \u2013 9 denn <\/em><em>\u27e8<\/em><em>zu<\/em><em>\u27e9<\/em><em> kostbar ist das Kaufgeld f<\/em><em>\u00fc<\/em><em>r ihre Seele, und er muss davon ablassen auf ewig <\/em><em>\u2013<\/em><em>,10 dass er fortlebe immer, die Grube nicht sieht\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gibt es dann \u00fcberhaupt etwas, das als L\u00f6segeld oder S\u00fchnegeld eingesetzt werden kann?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier f\u00fchrt Gott das Opfersystem ein. Es beginnt eigentlich beim Auszug aus \u00c4gypten mit dem Passahlamm. Der Todesengel zieht bei der 10. Plage durch ganz \u00c4gypten und t\u00f6tet alle Erstgeburt von Mensch und Vieh. Gott hat aber eine L\u00f6sung f\u00fcr sein Volk. Ein fehlerloses Lamm (Bild f\u00fcr Reinheit\/Unschuld) stirbt anstelle der Erstgeburt im Haus. Das Blut wird an die T\u00fcrpfosten gestrichen und der Gerichtsengel sieht es uns wei\u00df: \u201eHier ist das Gericht schon vollzogen worden. Es ist schon jemand f\u00fcr die Schuld gestorben\u201c \u2013 so mal in meinen eigenen Worten. Originalton aus <strong>2Mo 12,13<\/strong>: <em>\u201eUnd wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch vor\u00fcbergehen: So wird keine Plage, die Verderben bringt, unter euch sein, wenn ich das Land \u00c4gypten schlage.\u201c <\/em>Hier wird ganz klar deutlich: Es ist m\u00f6glich vom Gericht Gottes \u201epassah\u201c (Auslassung\/\u00dcberspringung) zu werden. Aber nicht einfach so, sondern dann, wenn jemand anderes, der offensichtlich unschuldig ist, die Schuld \u00fcbernimmt. Wenn man diese Geschichten, sowie auch alle Opfervorschriften aus <strong>3Mo<\/strong> im Kopf hat, dann versteht man sehr wohl, warum Jesus sagt in <strong>Mk 10,45:<\/strong> <em>\u201eDenn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als L\u00f6segeld f\u00fcr viele.\u201c <\/em>Hier sagt Jesus ganz klar aus, dass er sein Leben geben wird (sterben wird) und zwar nicht einfach so, wie wir alle, sondern aus einem einzigen Grund: <strong>Es ist ein L\u00f6segeld \u2013 ein Betrag um jemanden frei zu kaufen. Das Bild ist das eines Sklavenmarktes.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weil aber der Preis f\u00fcr S\u00fcnde der Tod ist, muss also auch der Messias sterben, um andere freizukaufen und er muss unschuldig sein. Beides tut\/erf\u00fcllt Jesus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserer Geschichte m\u00fcssen wir das sehen. Jesus l\u00e4sst sich binden wie ein Lamm, dass man auf die Schlachtbank legt. Dazu passt auch <strong>Joh 1,29, <\/strong>wo Johannes der T\u00e4ufer \u00fcber Jesus sagt: <em>\u201eSiehe, das Lamm Gottes, das die S\u00fcnde der Welt wegnimmt\u201c. <\/em>Ein S\u00fchnelamm im AT musste immer sterben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jesus musste sterben! Ohne seinen Tod keine Vergebung, keine Stellvertretung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jesus \u2013 Gott selbst<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer kann unsere Schuld tragen? Wir haben gerade gesehen: <strong>Kein normaler Mensch<\/strong>! Denn jeder Mensch ist ein S\u00fcnder und muss f\u00fcr seine eigene Schuld mit dem eigenen Leben bezahlen. Wer nun ist absolut gerecht, absolut fehlerfrei, absolut rein? Nur Gott selbst. Alleine diese \u00dcberlegungen zeigen uns: <strong>Nur Gott kann f\u00fcr uns in die Presche springen und unsere Schuld bezahlen<\/strong>. Aber als Gott, der Geist ist, kann er es nicht! Er muss dazu Mensch werden! Er muss sich sterblich machen (Fleisch und Blut annehmen), sonst geht es nicht. Deswegen gibt es Weihnachten. Also Gott ist bereit, unsere Schuld auf sich zu nehmen und daf\u00fcr zu bezahlen. F\u00fcr ihn ist das teuer. Er muss seinen eigenen Sohn in die Welt schicken und \u201eopfern\u201c. Das ist schon eine brutale Geschichte. Als Jesus in unserer Textstelle antwortet \u201eich bin es\u201c, erinnert er uns an die 7 ich bin Worte. Die Leute sagen, dass sie Jesus, den Nazor\u00e4er suchen. Jesus = JHWH ist Rettung. Die sagen quasi. Wir suchen JHWHs Rettung \u2013 die Antwort kommt prompt: Ich bin es. Die Formulierung hier ist wichtig, denn im griechischen steht hier: \u201eego eimi\u201c \u2013 H\u00e4tte Jesus schlicht sagen wollen, \u201eja dieser Jesus bin ich\u201c, dann h\u00e4tte er im griechischen schlicht zu sagen brauchen \u201eeimi\u201c. Im griechischen ergibt sich das Subjekt aus dem Verb, \u00e4hnlich wie im Spanischen. Jesus betont aber. Er setzt das \u201eEgo\u201c davor. \u201eIch, ich bin es\u201c \u2013 so m\u00fcsste man \u00fcbersetzen. Die Juden haben sofort geh\u00f6rt, was er damit sagen wollte, bzw. welche Andeutung er macht. Es ist die Anspielung auf den Gottesnamen JHWH, der uns am brennenden Dornbusch in <strong>2Mo 3<\/strong> erkl\u00e4rt wird. Der \u201eich bin, der ich bin\u201c Gott, der \u201eSeiende\u201c. Jesus sagt hier aus: Ich bin JHWH, der Bundesgott aus dem AT. <strong>Damit ist JHWHs Rettung JHWH selbst, der Mensch wird<\/strong>. Und ja, Gott ist 3 in 1, was f\u00fcr uns sehr schwer zu verstehen ist. Der Sohn Gottes wird Mensch. Und dann erlebt die Meute das noch am eigenen Leib. Denn als Jesus sagt \u201eIch bin es\u201c, da \u201ewichen sie zur\u00fcck und fielen zu Boden\u201c. Was f\u00fcr ein deutliches Zeichen muss das f\u00fcr die Soldaten und Tempeldiener gewesen sein. Diese Worte Jesu verbinden sich mit Kraft. Wir haben hier ganz klar ein Zeichen durch Wort und Tat, dass es sich bei Jesus um JHWH selbst handelt. Der Sohn Gottes, nicht irgendein Verbrecher, l\u00e4sst sich abf\u00fchren. Freiwillig l\u00e4sst er sich binden. Er h\u00e4tte alle Macht gehabt, das zu verhindern. Aber er wollte es so, weil es der einzige Weg war um uns zu retten. Am Ende heilt er sogar noch das Ohr des Malchus. Selbst in dieser Phase hat Jesus noch den Blick f\u00fcr die Not der anderen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gottes Motivation Jesus zu senden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die einzige Antwort auf die Frage, warum Gott das tut, ist<strong> Liebe<\/strong>. <strong>Joh 3,16<\/strong>: <em>\u201eDenn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.\u201c <\/em>Der bekannteste Bibelvers bringt es auf den Punkt. Ich sehe Jesus, wie er sich freiwillig binden l\u00e4sst und ich sehe mich. Das m\u00fcsste mein Weg sein. Ich sollte eigentlich rechtm\u00e4\u00dfig zur Schlachtbank gef\u00fchrt werden, denn ich verdiene den Tod. (Ich bin ein S\u00fcnder.) Aber Jesus sagt: Nein, ich bin es. Ich bin der Gott, der euch Menschen rettet. Ich bin der Gott, der f\u00fcr euch in die Bresche springt. Ich bin der Sohn Gottes, der den Plan des Vaters zur Vers\u00f6hnung umsetzt. Wir m\u00fcssen an dieser Stelle <strong>2Kor 5,18f<\/strong> mitlesen: <em>\u201eAlles aber von Gott, der uns mit sich selbst vers\u00f6hnt hat durch Christus und uns den Dienst der Vers\u00f6hnung gegeben hat, 19 wie denn Gott in Christus war, und die Welt mit sich selbst vers\u00f6hnte, ihnen ihre \u00dcbertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Vers\u00f6hnung gelegt hat.\u201c <\/em>Ich liebe diesen Vers. An der Vers\u00f6hnung von Gott und mir habe ich keine Aktien. Christus ist in die Bresche gesprungen und hat das geregelt. Alles aus Liebe. Es gibt einen interessanten Vers in <strong>Hes 22,29-31<\/strong>: <em>\u201eDas Volk des Landes erpresst und raubt, es pl\u00fcndert und plagt den Elenden und Armen und verweigert dem Fremden sein Recht. 30 Ich suchte einen Mann unter ihnen, der die Mauer zumauert oder der f\u00fcr das Land in die Bresche springt und mir entgegentritt, damit ich es nicht vernichten muss. Doch ich fand keinen. 31 So sch\u00fctte ich die Glut meines Zorns \u00fcber sie aus und vernichte sie in meinem Grimm. Ihr Tun lasse ich auf sie selbst zur\u00fcckfallen, spricht Jahwe, der Herr.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gilt, wenn es Jesus nicht g\u00e4be. Dann muss jeder seine eigene Strafe und die Konsequenz der Schuld tragen und das hei\u00dft: <strong>Gottes Zorn<\/strong>! Unser Tun f\u00e4llt auf uns zur\u00fcck. Aber die Liebe Gottes m\u00f6chte das verhindern und zwar um jeden Preis. Deswegen wird der Sohn Gottes abgef\u00fchrt und ich komme frei.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jesus tut den Willen Gottes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der letzte Satz ist noch wichtig. Als Petrus sich zu wehren beginnt und er die Festnahme Jesu verhindern will, da greift Jesus ein uns sagt: <em>\u201eStecke das Schwert in die Scheide! Den Kelch, den mir der Vater gegeben hat, soll ich den nicht trinken?\u201c <\/em>Jesus wusste genau: Das ist der Weg, den der Vater f\u00fcr ihn vorgesehen hat. Es ist der einzige Weg, wie die geliebten Gesch\u00f6pfe Gottes frei werden von der Macht der S\u00fcnde und des Todes und des kommenden Gerichtes Gottes. Als Jesus den J\u00fcngern vorausgesagt hatte, welchen Weg er gehen m\u00fcsse, lesen wir folgendes, <strong>Mk 8,31ff: \u201e<\/strong><em>Und er fing an, sie zu lehren: Der Sohn des Menschen muss vieles leiden und verworfen werden von den \u00c4ltesten und Hohen Priestern[3] und Schriftgelehrten und get\u00f6tet werden und nach drei Tagen auferstehen. 32 Und er redete das Wort mit Offenheit. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihn zu tadeln. 33 Er aber wandte sich um und sah seine J\u00fcnger und tadelte Petrus und sagte: Geh weg hinter mich, Satan! Denn du sinnst nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist.\u201c <\/em>Das ist der Unterschied zwischen Jesus und uns. Jesus sieht nur auf das, was Gott will und tut es. Deswegen ist er ohne Fehler, wir aber haben dieses Ziel als Ebenbilder Gottes verfehlt. Hier in unserer Stelle und in <strong>Mk 8 <\/strong>stellt sich Petrus in den Weg, den Gott der Vater f\u00fcr seinen Sohn Jesus erw\u00e4hlt hat. Das ist in der Tat geistlich gesprochen \u201ediabolisch\u201c und Jesus bezeichnet Petrus mit Satan \u2013 Widersacher. Damit will Jesus nicht Petrus als Satan identifizieren. Nein er ist vom Wortsinn her ein Satan, einer der im Weg steht, sich Gott widersetzt. Aber Jesus bleibt auf Kurs. Gott sei Dank!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bild aus dem AT<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr mich ist eines der besten Bilder f\u00fcr unsere Stelle im AT zu finden. Und zwar am Jom Kippur, bzw. es steckt letztlich im ganzen Opfersystem drin. In <strong>3Mo 16 <\/strong>wird uns vom Jom Kippur, vom gro\u00dfen Vers\u00f6hnungstag berichtet. Ein Tag, an dem Gott die Schuld des Volkes vergeben hatte. Dabei ist folgendes passiert. <strong>3Mo 16,21ff:<\/strong> <em>\u201eUnd Aaron lege[20] seine beiden H\u00e4nde auf den Kopf des lebenden Ziegenbocks und bekenne auf ihn alle Schuld der S\u00f6hne Israel und all ihre Vergehen nach allen ihren S\u00fcnden. Und er lege sie auf den Kopf des Ziegenbocks und schicke ihn durch einen bereitstehenden Mann fort in die W\u00fcste, 22 damit der Ziegenbock all ihre Schuld auf sich tr\u00e4gt in ein \u00f6des Land; und er schicke den Ziegenbock in die W\u00fcste.\u201c <\/em>Hier wird deutlich: Der Bock bekommt jetzt alle Schuld aufgeladen, die das Volk hat und eigentlich selbst daf\u00fcr bezahlen m\u00fcsste. Doch hier gibt es eine Stellvertretung. Hier wird jemand Unschuldigem Schuld aufgeladen und dieser tr\u00e4gt die Schuld weg. <strong>Ps 103,12:<\/strong> <em>So fern der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Vergehen. <\/em>Die Schuld ist weg \u2013 ein f\u00fcr alle Mal. Das AT deutet die Dinge an und nimmt sie vorweg. Liest man dazu den Hebr\u00e4erbrief, dann verstehet man. Das sind alles nur Bilder, Schatten auf das eigentliche Lamm Gottes, Jesus Christus. <strong>Hebr 10,3: <\/strong><em>\u201eDoch in jenen <\/em><em>\u27e8<\/em><em>Opfern<\/em><em>\u27e9<\/em><em> ist allj<\/em><em>\u00e4<\/em><em>hrlich ein Erinnern an die S<\/em><em>\u00fc<\/em><em>nden;4 denn unm\u00f6glich kann Blut von Stieren und B\u00f6cken S\u00fcnden wegnehmen.\u201c <\/em>Christus ist das Passahlamm (<strong>1Kor 5,7<\/strong>). Er ist das einmalige Opfer, dass alle S\u00fcnden der Welt bezahlt (<strong>Hebr 9,26<\/strong>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>F\u00fcr wen gilt das Opfer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer und immer wieder betont das Wort Gottes: <strong>Nur durch Glauben<\/strong>, d.h. wer sich diesem Jesus anvertraut, der hat Anspruch auf das Opfer, dem wird es zugerechnet. Ganz eindeutig bezeugt und das Paulus im <strong>R\u00f6m 3,25<\/strong>: <em>\u201eIhn (Jesus) hat Gott hingestellt als einen S\u00fchneort durch den Glauben an sein Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit\u201c. <\/em>Jesus ist dieser S\u00fchneort (Wort hier wird f\u00fcr den S\u00fchnedeckel in der Stiftsh\u00fctte verwendet \u2013 dort wurde S\u00fchnung erwirkt) und man bekommt S\u00fchne und Gerechtigkeit durch den Glauben. <strong>Eph 2,8f<\/strong>: <em>\u201eDenn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; 9 nicht aus Werken, damit niemand sich r\u00fchmt.\u201c. <\/em>Oder im Galaterbrief der Abschnitt <strong>Gal 3,10-13<\/strong>. Abraham, der Vater aller die Gerechtfertigt wurden aus Glauben (<strong>1Mo 15,6; Hab 2,4<\/strong>). Jesus Opfer gilt nicht einfach f\u00fcr jeden. Es hat das Potential f\u00fcr jeden. Gnade ist ausreichend da, aber man muss schon kommen und sich begnadigen lassen. Echter Glaube zieht immer Nachfolge, den Dienst f\u00fcr Jesus hinter sich her. Ich erkenne und lebe: Christus ist mein HERR, ich bin sein Diener. <strong>Hebr 9,14: <\/strong><em>\u201ewie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist <\/em><em>\u27e8<\/em><em>als Opfer<\/em><em>\u27e9<\/em><em> ohne Fehler Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dient\u201c. <\/em><strong>Das eine gibt es nicht ohne das andere<\/strong>. Deswegen sagt Jesus ja auch: <em>Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten. <\/em><strong>Lk 9,24. <\/strong>Jesus folgen hei\u00dft die Herrschaft \u00fcber seine Leben aufgeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jesus war vorbereitet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant ist auch der <strong>Vers 4<\/strong> und <strong>Vers 9<\/strong>. Der Vater hat den Rettungsplan geschmiedet lange bevor die Welt gemacht wurde (<strong>Eph 1,4<\/strong> \u2013 in Christus sollten wir heilig und tadellos sein) und der Sohn f\u00fchrt diesen Plan aus. Interessant ist auch, dass gerade deswegen Mose und Elia auf dem Berg Karmel erscheinen. <strong>Lk 9,31f<\/strong>: <em>\u201eUnd siehe, zwei M\u00e4nner redeten mit ihm, es waren Mose und Elia.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>31 Diese erschienen in Herrlichkeit und besprachen seinen Ausgang, den er in Jerusalem erf\u00fcllen sollte.\u201c <\/em><strong>V4 <\/strong>sagt explizit: Jesus wusste <strong><u>alles<\/u><\/strong>, was \u00fcber ihn kommen w\u00fcrde. F\u00fcr mich ist das extrem wichtig. In der ganzen Heilsgeschichte hat Gott (Vater, Sohn und Heiliger Geist) niemals das Zepter aus der Hand gelassen. Alles lief nach Plan ab. Auch gerade Situationen, die uns die scheinbare Ohnmacht Jesu schildern m\u00fcssen wir in diesem Licht sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Alles wegen Judas? \u2013 Nein wegen mir!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eJa h\u00e4tte Judas Jesus nur nicht wegen 30 Silberst\u00fccken verraten. Er ist schuld, dass Jesus jetzt diesen Weg gegen muss.\u201c <\/em>Ich hoffe wir verstehen, dass diese Aussage \u201eNonsense\u201c ist. Wie oben gezeigt war Jesus immer HERR der Lage und gab sich freiwillig. Ja, Judas hat den Weg bereitet, dass Jesus gebunden und dann gekreuzigt wurde. Aber Jesus starb nicht wegen Judas. Er starb auch nicht wegen den Juden oder wegen Pilatus. Jesus starb wegen mir und wegen dir. Unsere Schuld hat den HERRN ans Kreuz geschlagen und nicht der Verr\u00e4ter Judas. Judas ist f\u00fcr mich eher ein Bild, das mir sagt: Ich bin eigentlich dieser Judas! Ich habe Jesus ans Kreuz gebracht. Wegen meiner S\u00fcnde und Schuld hing Jesus am Kreuz. Aber das muss uns nicht niederwerfen und wir m\u00fcssen es wie Judas machen: <em>\u201eEr ging hinaus und erh\u00e4ngte sich\u201c<\/em> \u2013 NEIN! Wir d\u00fcrfen verstehen, dass Jesus diesen Weg freiwillig aus Liebe zu uns ging, damit wir eben frei werden und nicht ewig getrennt von Gott leben m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.4 Struktur des Abschnittes:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus hatte vor unserem Abschnitt innige Gemeinschaft mit den J\u00fcngern und sie haben das Passah miteinander gefeiert. Jesus hat intensive letzte Stunden vor seinem Tod mit seinen J\u00fcngern verbracht. Dann ging er mit ihnen hinaus in den Garten Gethsemane.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Abschnitt spielt sich einzig und alleine dort ab und handelt von 3 Gruppen. Jesus, die Meute unter der F\u00fchrung von Judas, und den restlichen J\u00fcngern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.5 Wichtige Begriffe:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte versuchen euch ein paar Begriffe aus dem Text zu erl\u00e4utern, die mir wichtig erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ich bin es <\/strong><em>(\u1f10\u03b3\u03ce \u03b5\u1f30\u03bc\u03b9)<\/em><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Anklang an den Gottesnamen im AT in <strong>2Mo 3,14<\/strong>. Auch die \u201eIch bin-Worte\u201c Jesu sind so aufgebaut. Der fromme Jude h\u00f6rte sofort den Anklang an den Gottesnamen und der Anspruch den Jesus damit stellt. Er sagt: <strong>Ich bin der Gott JHWH<\/strong>. In unserem Abschnitt verbinden sich diese Worte mit einer Kraft, die die Zuh\u00f6rer zur\u00fcckweichen und umfallen l\u00e4sst.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u00dcberliefern<\/strong> (<em>\u03c0\u03b1\u03c1\u03b1\u03b4\u03af\u03b4\u03c9\u03bc\u03b9<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00f6rtlich m\u00fcsste man sagen: jmd an die Seite von jmd\/etw geben. Kommt sehr oft im NT vor. Interessant ist eine Stelle aus <strong>R\u00f6m 8, 32:<\/strong> <em>\u201eEr, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn f\u00fcr uns alle hingegeben (\u03c0\u03b1\u03c1\u03b1\u03b4\u03af\u03b4\u03c9\u03bc\u03b9) hat \u2013 wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?\u201c <\/em>Gott hat seinen Sohn wegen uns, f\u00fcr uns \u00fcberliefern lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir gehen in unserem Textplan auf Karfreitag und Ostern zu. Deswegen steht ganz klar im Fokus unserer Predigt der Heilsplan Gottes, d.h. sein Heilshandeln an uns durch die Hingabe seines eigenen Sohnes Jesus Christus. Wir wollen deutlich machen, dass Jesus den Weg geht, denn wir verdient haben. Es ist sein freiwilliger Entschluss sich binden und gefangen nehmen zu lassen, damit wir, die eigentlich gebundenen frei werden. Erkl\u00e4ren kann man das nur mit Liebe. Gottes Liebe zu seinen Menschen, der alles erm\u00f6glicht hat, dass keiner verloren gehen muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(\u00dcberlegungen zum Predigtanlass \/ H\u00f6rer \/ Liedvorschl\u00e4ge)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wollen die Liebe Jesus, die Liebe Gottes in dieser Predigt unseren Zuh\u00f6rern vor Augen f\u00fchren. Es ist die Liebe, die sich selbst schenkt. In unserer Welt muss man f\u00fcr alles bezahlen \u2013 umsonst gibt\u00b4s nichts. Hier sieht es anders aus. Jesus Hingabe f\u00fcr dich ist freiwillig und du musst daf\u00fcr nichts tun, um Nutznie\u00dfer zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(\u00dcberlegungen zur Heilsgeschichte \/ Gattung \/ \u00dcbertragung usw.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben einfach einen erz\u00e4hlenden Text und kein Gleichnis oder \u00e4hnliches. Man kann einfach die Worte dem Wortsinn nach annehmen und verstehen. Wir stehen aber an der Heilsgeschichte an einem spannenden Moment. Wird Jesus diesen Weg gehen oder doch noch \u201eausbrechen\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(\u00dcberlegungen zur L\u00e4nge \/ Bekanntheit \/ Art usw. des Textes)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Text d\u00fcrfte durchaus bekannt sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Vorschlag)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wollen unseren Leuten die Liebe Jesu vor Augen halten, der f\u00fcr sie in die Bresche springt und den Weg eines S\u00fcnders geht, obwohl er unschuldig war. Es soll motiviert und eingeladen werden, diesem Jesus zu folgen, das Angebot, frei zu werden in Anspruch zu nehmen. Seine Bindung bedeutet unsere Freiheit!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Vorschlag)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Freie wird gebunden<\/strong><strong> <\/strong>(Vorschlag vom Verband)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Freie wird gebunden damit die Gebundenen frei werden!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3.3 <strong>Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Freie wird gebunden damit die Gebundenen frei werden!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Jesus &#8211; der Freie und Freiwillige<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wir &#8211; die Gebundenen<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>The Big Deal \u2013 das gro\u00dfe Angebot<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu 1. Jesus &#8211; der Freie und Freiwillige<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist wichtig an dieser Stelle zu verstehen, wer Jesus ist. Er ist JHWH, der ich-bin, er ist der Sohn Gottes. Er ist absolut gerecht. Er ist absolut ohne S\u00fcnde und ohne Fehler (<strong>Hebr 4,15<\/strong>) und er ist der Sch\u00f6pfer aller Dinge (<strong>Kol 1,16<\/strong>). Alles geh\u00f6rt ihm und er hat den rechtm\u00e4\u00dfigen Anspruch auf alles. Deswegen redet Johannes in seinem Evangelium am Anfang, <strong>V11<\/strong>: <em>\u201eEr kam in das seine\u201c. <\/em>Jesus wurde im AT angek\u00fcndigt als <strong>Jes 9,5<\/strong>: <em>\u201eDenn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, F\u00fcrst des Friedens. 6 Gro\u00df ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und \u00fcber seinem K\u00f6nigreich, es zu festigen und zu st\u00fctzen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun!\u201c <\/em>Genau der steht hier vor der Meute und vor den J\u00fcngern. Er ist der wahrhaft Freie. Und sein Anspruch Gott zu sein (ich bin es) untermauert Jesus in unserer Geschichte durch die Macht seiner Worte &#8211;&gt; die Menge bl\u00e4st es um! Zus\u00e4tzlich heilt Jesus am Ende des Textes durch ein Wunder das Ohr des Knechtes Malchus. Alle die damals an im Garten Gethsemane dabei waren haben erkannt: <strong>Dieser Jesus ist kein normaler Mensch<\/strong>. Wenn er nicht wollen w\u00fcrde, dann k\u00f6nnte ihm niemand etwas anhaben. Wenn er mit seinem Worten alle Gegner umhauen kann, dann ist er frei auch diese Gegner in die Flucht zu schlagen. Jesus ist frei und freiwillig in dieser Situation. Er ist bereit seine Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit in die Waagschale zu werfen. Aber wieso? <strong>Hebr 12,2<\/strong>: <em>\u201eder um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete\u201c <\/em>\u2013 Freude, aber welche? <strong>Lk 15,7: <\/strong><em>\u201eIch sage euch: So wird Freude im Himmel sein \u00fcber einen S\u00fcnder, der Bu\u00dfe tut, <\/em><em>\u27e8<\/em><em>mehr<\/em><em>\u27e9<\/em><em> als <\/em><em>\u00fc<\/em><em>ber neunundneunzig Gerechte, die die Bu<\/em><em>\u00df<\/em><em>e nicht n<\/em><em>\u00f6<\/em><em>tig haben\u201c<\/em> \u2013 Jesus wei\u00df, was mit diesem freiwilligen Opfer m\u00f6glich ist: Menschen k\u00f6nnen umkehren! Das Gleichnis des verlorenen Sohns macht es deutlich aus <strong>Lk 15,11ff<\/strong>. Der Vater will jeden Menschen in seine Arme schlie\u00dfen, jeden, der getrennt von ihm und damit verloren ist. Durch das Opfer des Sohnes ist das nun m\u00f6glich. Damit erf\u00fcllt Jesus den Willen des Vaters. Denn die Liebe Gottes ist der Antrieb des Sohnes. <strong>Joh&nbsp;3,16:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eDenn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer diesen Vers versteht, der erkennt, wie viel er wert ist in den Augen Gottes. Nicht weniger, als das teuerste was Gott hat \u2013 Seinen Sohn! Die freiwillige Bindung Jesu und das was nun folgen wird nach dieser Stelle, ist der gr\u00f6\u00dfte Liebesakt Gottes. Wer die Chroniken von Narnia kennt, der findet dort sch\u00f6ne Parallelen. Der L\u00f6we Aslan, der m\u00e4chtiger und st\u00e4rker als jedes andere Tier ist und in diesem Sinne allm\u00e4chtig ist, begibt sich freiwillig in die H\u00e4nde der b\u00f6sen Meute, damit der kleine Edward am Leben bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu 2. Wir &#8211; die Gebundenen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sind nicht frei. Egal was wir manchmal meinen zu sein \u2013 Echte Freiheit haben wir nicht. Wir sind n\u00e4mlich unfrei, das absolut Gute zu tun, also das, was dem Willen Gottes entspricht. Paulus macht das in <strong>R\u00f6m 7<\/strong> sehr deutlich. Wir wissen eigentlich, was das Gute und Richtige ist (Gott hat uns das Gewissen gegeben), aber wir tun oft das Falsche. Bestes Beispiel hier ist die Kain und Abel Geschichte. Hier hat Kain das Nachsehen bei der Opferung und er wird zornig. Gott warnt ihn mit den Worten <strong>1Mo 4,6f<\/strong>: <em>6 Und der HERR sprach zu Kain: Warum bist du zornig, und warum hat sich dein Gesicht gesenkt? 7 Ist es nicht <\/em><em>\u27e8<\/em><em>so<\/em><em>\u27e9<\/em><em>, wenn du recht tust, erhebt es sich? Wenn du aber nicht recht tust, lagert die S<\/em><em>\u00fc<\/em><em>nde vor der T<\/em><em>\u00fc<\/em><em>r. Und nach dir wird ihr Verlangen sein, du aber sollst \u00fcber sie herrschen.\u201c <\/em>Eigentlich ist unser Auftrag im Sinne Gottes \u00fcber diese Sch\u00f6pfung zu herrschen (<strong>1Mo 1,26<\/strong>) stattdessen werden wir nun beherrscht und versklavt. <strong>R\u00f6m 6,17<\/strong> macht das sehr deutlich! Ein Mensch ohne den Glauben an Jesus ist ein Sklave der S\u00fcnde. Wir sind die Gebundenen und wir kommen ohne Hilfe von au\u00dfen von dieser Bindung nicht los und m\u00fcssen den Weg des S\u00fcnders gehen, der da hei\u00dft: <strong>R\u00f6m 6,23:<\/strong><em> \u201eDer Lohn der S\u00fcnde ist der Tod\u201c<\/em>. Ohne Jesus keine Freiheit von der S\u00fcnde und der Konsequenz der S\u00fcnde \u2013 ein Leben fernab von Gott unter dem Zorn Gottes, denn: <strong>Joh 3,36:<\/strong> <em>\u201ewer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.\u201c <\/em><strong>Jede andere Sicht auf die Menschheit wird Karfreitag und Ostern niemals verstehen.<\/strong> Der Humanismus hat eben nicht Recht, wenn er meint: Der Mensch ist im Kern gut und durch Bildung\/Erziehung kann man das herauskitzeln. Nein, der Mensch ist ein Sklave, gebunden und geblendet durch Satan (<strong>2Kor 4,4<\/strong>). Wir m\u00fcssen in der Bindung Jesu durch die Meute unsere eigene Bindung sehen und verstehen. <strong>Und nichts, rein gar nichts au\u00dfer Jesus kann diese Bindung l\u00f6sen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu 3. The big deal \u2013 das gro\u00dfe Angebot<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was hat diesen Jesus geritten, dass er bereit war sein heiliges und vollkommenes Leben einzutauschen gegen dein und mein Leben, das genau das Gegenteil ist. <strong>Liebe \u2013 die Liebe Gottes zu seinen Menschen<\/strong>. Diese Liebe werden wir wohl niemals richtig verstehen, weil sie au\u00dferirdisch \u2013 nicht von dieser Welt ist. Wir tun immer etwas, um davon selbst was zu haben. Wir lieben oft, weil wir dann selbst unsere Bed\u00fcrfnisse gestillt gekommen. Nicht so bei Gott. Er liebt uns einfach, weil er sich dazu entschieden hat. Er erwartet keine Gegenleistung oder eine Vorableistung von uns. Deswegen nennt man das, was Jesus hier tut, auch Gnade. Wir werden begnadigt, weil Jesus an unserer Stelle bezahlt. Die beste Stelle dazu ist wohl <strong>2Kor 5,21<\/strong>: <em>\u201eDen, der S\u00fcnde nicht kannte, hat er f\u00fcr uns zur S\u00fcnde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit wurden in ihm\u201c<\/em> Du kannst die Gerechtigkeit Gottes besitzen, ja zur Gerechtigkeit Gottes werden \u2013 was hei\u00dft das? <strong>Das hei\u00dft, dass deine Gerechtigkeit und Gottes Gerechtigkeit identisch sind<\/strong>. Das geht, weil Jesus sich f\u00fcr dich zur S\u00fcnde hat machen lassen. Das ist brutal, denn damit musste er sterben \u2013 Der Lohn der S\u00fcnde ist der Tod. Aber was f\u00fcr ein herrliches Angebot, dass Gott uns durch den Sohn Jesus macht, oder nicht? Wer k\u00f6nnte so was ausschlagen? Wer will nicht so einen Gott, der einen bedingungslos liebt, alles f\u00fcr einen tut, damit man \u201eam Leben bleibt\u201c, n\u00e4mlich ewig lebt? Der entscheidende ist Jesus. Deswegen w\u00fcnsche ich mir, dass wir ja sagen zu diesem Angebot und antworten mit <strong>2Kor 5,15<\/strong>: <em>\u201eUnd f\u00fcr alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der f\u00fcr sie gestorben und auferweckt worden ist.\u201c <\/em>Die Geschichte aus der Zeit des B\u00fcrgerkriegs in den USA (bei Beispiele), k\u00f6nnten wir hier einbauen. Hier k\u00f6nnen wir tats\u00e4chlich einladen zu einem Leben mit Jesus!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beispiele<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>In der Zeit des B\u00fcrgerkriegs in den USA als die Sklaverei noch nicht abgeschafft war, geht ein Nordstaatler auf einen Sklavenmarkt und kauft sich eine junge Sklavin. Als sie sich wenige Meter von der Auktion entfernt haben, sagt der Mann zu der gekauften Sklavin: \u201eDu bist frei\u201c. Erstaunt antwortet die Frau: \u201eDu meinst frei zu tun, was immer ich will?\u201c \u201eJa\u201c sagt er. \u201eUnd zu sagen was immer ich will?\u201c \u201eJa, alles\u201c \u201eFrei, der zu sein, der ich sein will?\u201c \u201eJap\u201c \u201eUnd hinzugehen wo immer ich will?\u201c \u201eJa\u201c antwortet der Mann mit einem L\u00e4cheln im Gesicht. \u201eDu bist frei dort hinzugehen, wo du willst.\u201c Die Frau schaut ihn aufmerksam an und sagt: \u201eDann will ich mit dir gehen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (Manuel Nowak)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wie Menschen neu werden Monatsthema: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Leben nah bei Jesus \u2013 Im Leiden und Versagen Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Freie wird gebunden Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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