{"id":5153,"date":"2024-12-10T13:18:31","date_gmt":"2024-12-10T12:18:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=5153"},"modified":"2024-12-20T13:19:00","modified_gmt":"2024-12-20T12:19:00","slug":"predigthilfe-vom-19-januar-2025-roemer-121-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-19-januar-2025-roemer-121-8\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 19. Januar 2025 &#8211; R\u00f6mer 12,1-8"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Alles pr\u00fcfen: Was ist Gottes Wille?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\">www.bibleserver.com<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vers 1:<\/strong> Mit R\u00f6mer 12 beginnt Paulus einen neuen Hauptteil des Briefes. Er er\u00f6ffnet diesen neuen Abschnitt mit ganz grunds\u00e4tzlichen Aufforderungen im Blick auf das t\u00e4gliche Leben eines Christen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig verweist er mit dem Hinweis auf Gottes Barmherzigkeit auf die Basis, auf der diese Aufforderungen stehen. Gott hat zuerst gehandelt, seine Barmherzigkeit hat das Leben der Christen in Rom ganz grundlegend ver\u00e4ndert und diese Ver\u00e4nderung soll im Alltag sichtbar sein. Es soll im Leben der Christen erkennbar sein, dass sie mit Jesus Christus verbunden sind und dass der Heilige Geist in ihrem Leben wirkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Aufforderung, den Leib als Opfer f\u00fcr Gott darzubringen, erinnert stark an Kap 6,13ff, wo Paulus sehr deutlich davor warnt, die Glieder der S\u00fcnde zur Verf\u00fcgung zu stellen. Er benutzt in 6,13 das gleiche Verb, wie in 12,1. Paulus fordert also die Christen auf, ihr Leben ganz bewusst Gott und nicht der S\u00fcnde zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Zeit des Neuen Testaments war die Darbringung von Opfern ein grundlegender Bestandteil der Gottesverehrung. Paulus erinnert die Christen in Rom daran, dass das einzige Opfer, das sie Gott bringen sollen, nichts weniger als ihr ganzes Leben ist. Dieses Leben soll ausdr\u00fccken, dass sie in Jesus Christus in einem neuen Leben wandeln (R\u00f6m 7,6) und dass sie von Gott berufene Heilige sind (R\u00f6m 1,7). Das Leben der Christen ist Gott deshalb wohlgef\u00e4llig, weil sie vom Heiligen Geist, der in ihnen wohnt, geleitet werden (R\u00f6m 8,7-9).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses auf Gott ausgerichtete Leben nennt Paulus den vern\u00fcnftigen oder sprechenden Gottesdienst der Christen. Das Leben der Christen soll die Wahrheit widerspiegeln, die durch das Evangelium f\u00fcr sie gilt. Dieses Leben in der Wahrheit des Evangeliums ist ein Zeugnis f\u00fcr Gott in unserer Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vers 2:<\/strong> Die Spannung zu den Ma\u00dfst\u00e4ben der Welt greift Paulus direkt in Vers zwei auf. Paulus ist im R\u00f6merbrief schon sehr deutlich auf die Auseinandersetzung zwischen Fleisch und Geist (R\u00f6m 7&amp;8) eingegangen und auch auf den Umgang der Christen mit der S\u00fcnde (R\u00f6m 6). In Kap 12 fordert er nun wieder, dass Nachfolger Jesu konsequent danach streben sollen, den Willen Gottes zu erkennen und zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verhaltensma\u00dfst\u00e4be der s\u00e4kularen Welt und die Ma\u00dfst\u00e4be Gottes stellen f\u00fcr Paulus einen deutlichen Widerspruch dar. Das bedeutet, dass das Ringen um die Erkenntnis von Gottes Willen immer auch ein Ablehnen der weltlichen Ma\u00dfst\u00e4be bedeutet, die Gottes Ma\u00dfst\u00e4ben widersprechen. Paulus beschreibt diesen Weg als eine Verwandlung. Es ist eine Verwandlung, die dadurch geschieht, dass der Heilige Geist im Leben eines Christen am Wirken ist. Dass diese Verwandlung durch den Heiligen Geist geschieht, unterstreicht Paulus, indem er verwandeln hier im Passiv verwendet. Au\u00dferdem zeigt Paulus durch die Formulierung im Pr\u00e4sens, dass die Verwandlung ein andauernder Prozess im Leben des Gl\u00e4ubigen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Paulus hier von dieser Welt spricht, dann erinnert er daran, dass diese aktuelle Welt nicht f\u00fcr immer Bestand haben wird. Gott wird einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. Menschen, die in Jesus Christus bereits zu dieser neuen Welt geh\u00f6ren, sollen schon heute nach deren Ma\u00dfst\u00e4ben leben (vgl. Gal 1,4; 2.Kor 5,17).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um hier einen klaren Weg zu gehen, ist es entscheidend immer wieder genau zu pr\u00fcfen, worin denn Gottes Wille besteht. Paulus nennt in Vers 2 drei Grundcharakteristika, die Gottes Willen immer beschreiben: gut, wohlgef\u00e4llig, vollkommen. Das bedeutet, dass der Gl\u00e4ubige sein Denken und Tun mit wachsamem Blick auf diesen Kriterien hin ausrichten soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gute meint das, was Gott in seinem Wort als gut erkl\u00e4rt. Es spiegelt Gottes Heiligkeit und seine Liebe wider. Das Wohlgef\u00e4llige ist das, was sich mit den Erwartungen deckt, die Gott an ein Leben vor ihm stellt, ein Leben, das ihn repr\u00e4sentiert, das zu seinen Kindern passt. Wer nach dem Wohlgef\u00e4lligen trachtet, muss sich immer wieder vor Augen stellen, wie Gott in seinem Erbarmen gehandelt hat und immer noch handelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der dritte Begriff, mit dem Paulus ein Leben nach dem Willen Gottes beschreibt, ist das Vollkommene. Gott ist der Vollkommene. In Jesus Christus wurde Gottes Vollkommenheit sichtbar. Ein menschliches Leben, das im Blick auf diese Vollkommenheit gelebt werden will, muss durch Gottes Kraft und F\u00fchrung, also durch seinen Heiligen Geist gestaltet sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 2 macht sehr deutlich, dass wir nur dann wirklich pr\u00fcfen k\u00f6nnen, was der Wille Gottes ist, wenn wir in enger Gemeinschaft mit ihm leben und von ihm mehr und mehr gepr\u00e4gt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vers 3:<\/strong> Paulus fordert die Christen in Rom zu einer besonnenen Selbsteinsch\u00e4tzung auf. Kinder Gottes sollen sich im Licht ihres himmlischen Vaters, im Licht der Botschaft des Evangeliums richtig einsch\u00e4tzen und so die Gemeinschaft der Gemeinde f\u00f6rdern. In R\u00f6m 11,20 hat Paulus die Heidenchristen vor einer hochm\u00fctigen Haltung im Blick auf den Unglauben Israels gewarnt. Hier in R\u00f6m 12,3 fordert Paulus die Christen in Rom zu einer gesunden, geistlichen Zufriedenheit und Dankbarkeit auf. Diese Haltung dr\u00fcckt ein tiefes Vertrauen auf Gottes souver\u00e4ne schenkende Gnade aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vers 4-5: <\/strong>Paulus zeigt auf, wie Gott die Gemeinde als vielf\u00e4ltigen Organismus zusammengestellt hat. Einheit und Vielfalt sind Grundelemente der Gemeinde, die nicht gegeneinander ausgespielt werden d\u00fcrfen. Sie sollen sich vielmehr erg\u00e4nzen, indem die verbindende Einheit in Christus immer wieder betont wird. Gleichzeitig soll aber auch die Vielfalt der einzelnen Glieder als echte Bereicherung und auch als Zeichen der Kreativit\u00e4t Gottes erkannt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vers 6-8:<\/strong> Damit dieser Leib in gegenseitiger Erg\u00e4nzung der einzelnen Glieder funktionieren kann, ist eine besonnene und dankbare Selbsteinsch\u00e4tzung wichtig. Es geht eben nicht um die Frage, welche Gabe der einzelne gerne h\u00e4tte oder meint, haben zu m\u00fcssen, sondern darum, die Gaben, die Gott in seiner Souver\u00e4nit\u00e4t gegeben hat, treu zu seiner Ehre einzusetzen. Das Miteinander in der Gemeinde lebt von der vielf\u00e4ltigen geistlichen Begabung, die Gott schenkt, und die in Treue und Gehorsam ihm gegen\u00fcber zur Erbauung der anderen eingesetzt wird. Die Beispiele der Gnadengaben Gottes, die Paulus in Vers 6-8 erw\u00e4hnt, zeigen wie vielf\u00e4ltig Gott die Gemeinde ausr\u00fcstet. Dabei sehen wir, dass es Paulus nicht nur wichtig ist, dass die Gaben eingesetzt werden. Gaben sollen mit der richtigen Einstellung eingesetzt werden, damit sie eben nicht zum Eigenruhm der Menschen gelebt werden, sondern zur Ehre Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Weitere Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Krimmer, Heiko. R\u00f6merbrief (Edition C Bibelkommentar)<\/li>\n\n\n\n<li>Schnabel, Eckhard. Der Brief des Paulus an die R\u00f6mer: Kapitel 6-16 (Historisch\u00a0\u00a0 Theologische Auslegung)<\/li>\n\n\n\n<li>L\u00fcthi, Walter. Der R\u00f6merbrief<\/li>\n\n\n\n<li>De Boor, Werner. Der Brief des Paulus an die R\u00f6mer (Wuppertaler Studienbibel)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rahmen der Jahreslosung 2025 aus 1.Thess 5,21 denken wir im Januar dar\u00fcber nach, wie wir wirklich alles pr\u00fcfen und das Gute behalten k\u00f6nnen. R\u00f6m 12,1-8 unterstreicht in diesem Zusammenhang die Zielrichtung, dass wir als Christen wirklich den Willen Gottes erkennen und tun wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn es um echtes geistliches Pr\u00fcfen und um das Streben nach Gottes Willen geht, muss deutlich werden, dass es hierbei im Grunde um eine wirkliche gelebte Gottesbeziehung geht. Es geht um echte Liebe zu Gott. Wirkliche Erkenntnis Gottes hat immer damit zu tun, dass Gott unser Herz ver\u00e4ndert und uns mehr und mehr in sein Bild verwandelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserer Zeit wird geistliches Pr\u00fcfen manchmal mit Rechthaberei in Verbindung gebracht. Wir sollten in der Predigt aufzeigen, dass wirklich die Gefahr der Rechthaberei bestehen kann, wenn das Pr\u00fcfen nicht mit einem dem\u00fctigen und ver\u00e4nderungsbereiten Herzen geschieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der anderen Seite m\u00fcssen wir aber auch deutlich machen, was geschieht, wenn wir unseren Auftrag zum geistlichen Pr\u00fcfen nicht leben. Schlussendlich f\u00fchrt es dazu, dass wir die Ma\u00dfst\u00e4be unserer Welt nicht mehr von den Ma\u00dfst\u00e4ben Gottes unterscheiden k\u00f6nnen. Und das f\u00fchrt unweigerlich zu einem gottlosen Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Predigt soll die H\u00f6rer wieder neu herausfordern, sich darum zu bem\u00fchen nach Gottes Willen zu leben. Sie sollen verstehen, dass dies nur dann geschehen kann, wenn sie sich dauerhaft von Gott ver\u00e4ndern lassen. Au\u00dferdem wollen wir dazu ermutigen beim Streben nach Gottes Willen klare Schritte zu gehen, auch wenn das bedeutet, in bewussten Kontrast zum Denken unserer Welt zu treten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles pr\u00fcfen: Was ist Gottes Wille?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Gottes Willen leben \u2013 durch dauerhafte Ver\u00e4nderung unseres Denkens<br>2. Gottes Willen leben \u2013 im Kontrast zu dieser Welt<br>3. Gottes Willen leben \u2013 als echte Einheit in wunderbarer Vielfalt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Tobias Schurr)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Alles pr\u00fcfen: Was ist Gottes Wille? Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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