{"id":5117,"date":"2024-11-22T16:54:17","date_gmt":"2024-11-22T15:54:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=5117"},"modified":"2024-11-22T16:54:38","modified_gmt":"2024-11-22T15:54:38","slug":"predigthilfe-vom-01-januar-2025-2-mose-3312-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-01-januar-2025-2-mose-3312-23\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 1. Januar 2025 &#8211; 2. Mose 33,12-23"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema laut Textplan: Mit Gottes Leitung und Begleitung vorw\u00e4rts gehen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Text ist ein Einzeltext f\u00fcr sich, der eine geistliche Spur f\u00fcr das neue Jahr legen soll. Da es ein Auszug aus einem gr\u00f6\u00dferen Gesamtereignis ist, kommt der Verk\u00fcndiger nicht drumherum, sich mit dem gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang ausf\u00fchrlich zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden, findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\">www.bibleserver.com<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Gang sollte immer das Selbststudium sein, sich anhand von verschiedenen Bibel\u00fcbersetzungen und Studienbibeln eine eigene Vorstellung davon zu erarbeiten, welche geistlichen Wahrheiten der Abschnitt enth\u00e4lt und was Gott im Sinne von 1. Tim 1,5 und 2. Tim 3,16+17 dem Leser bzw. Predigth\u00f6rer zeigen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst in einer zweiten Phase liest und h\u00f6rt man dann andere Auslegungen (inklusive dieser Predigthilfe). Im Sinne von Apg 17,11 darf man dabei durchaus pr\u00fcfend lesen, ob die Argumente und Schlussfolgerungen der Autoren wirklich schl\u00fcssig und \u00fcberzeugend sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Hilfen zur Auslegung empfehle ich jedem Verk\u00fcndiger, sich folgende Studienbibeln zuzulegen: Elberfelder erkl\u00e4rt, MacArthur (gibt es auch als PDF zum kostenlosen Download), Ryrie, Genfer Studienbibel bzw. Reformations-Studienbibel (gute theol. Erg\u00e4nzung zu den Vorherigen),<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere hilfreiche Literatur zu 2. Mose:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Hansj\u00f6rg Br\u00e4umer. Das zweite Buch Mose: Kapitel 19-40. Wuppertaler Studienbibel. Wuppertal: R. Brockhaus, 1999. S. 337-346.<\/li>\n\n\n\n<li>Karl Heinz Kn\u00f6ppel. Auf dem Weg mit Gottes Volk: Streifz\u00fcge durch das zweite Buch Mose. Neuhausen: H\u00e4nssler, 1997. S. 135-144.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere gute Hilfen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Thompson-Studienbibel bietet mit ihren Kettenbegriffen direkt neben jedem Vers gute Anregungen, welche Themen in einem Abschnitt enthalten sind, die man dann in der Predigt aufgreifen k\u00f6nnte.<\/li>\n\n\n\n<li>Es kann sich auch lohnen, nach dem Selbststudium dann auf sermon-online oder auch Youtube Predigten anderer Verk\u00fcndiger zum Predigttext zu h\u00f6ren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Anmerkungen zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Predigtabschnitt ist ein kleiner Abschnitt aus den Kapiteln 32-34, der ersten wirklich gro\u00dfen Bundeskrise zwischen Gott und Israel und ihrer Bew\u00e4ltigung. Der Verk\u00fcndiger muss sich insgesamt mit dem Geschehen gut vertraut machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 12:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGunst\u201c (Vers 12.13.16.17) \u2013 (hebr\u00e4isch \u201echen\u201c) kommt von den alttestamentlichen Begriffen der neutestamentlichen \u201eGnade\u201c mit am n\u00e4chsten, hat aber im Alten Testament noch nicht die vollst\u00e4ndige Tiefe. Ruth 2,2.10.13: In seiner Grundbedeutung hei\u00dft es \u201esch\u00f6n\u201c: Ruth wird von Boas \u201eangenommen\u201c und als \u201egut\u201c (innerlich \u201esch\u00f6n\u201c) bewertet: Boas bewertet ja in Vers 11 ausdr\u00fccklich ihr Verhalten, insofern ist es nicht die v\u00f6llig \u201eunverdiente Gnade\u201c (des NT), denn Ruth hat ja vorher gut gehandelt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und so wird hier nun Mose von Gott als \u201egut\u201c bewertet, denn Gott will ja zun\u00e4chst nur mit Mose weitermachen, weil Mose dann ja letztlich bei der Erschaffung des goldenen Kalbes auch gar nicht dabei war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 14:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSo seltsam, so verwirrend es auch klingt: Hier dreht es sich um eine Maske. Mehr noch: um die Maske Gottes. \u2026 Aber Gottes Maske \u2013 was hei\u00dft das? Nirgends steht davon etwas in der Bibel; was soll diese Vorstellung? Hier in 2Mose 33 kommt das Wort tats\u00e4chlich vor. Luther \u00fcbersetzt das hebr\u00e4ische \u201apanim\u2018 schon richtig mit \u201aAngesicht\u2018, so in der Zusage Gottes: \u201aMein Angesicht soll vorangehen\u2018. Dieses seltene Wort der hebr\u00e4ischen Sprache meint aber nicht das eigentliche Angesicht Gottes. Trotz aller unserer Bildersprache von Gottes Hand oder Gottes Auge kann man bei ihm doch nicht wie bei einem Menschen vom Fu\u00df oder gar Angesicht reden. Dieses hebr\u00e4ische Wort meint eine Art von Verh\u00fcllung Gottes, den man nicht sehen und erkennen kann, der aber unter der Maske etwa eines irdischen Geschehens, Erlebens oder auch einer menschlichen Erscheinung den Seinen nahe ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott begegnet uns unter der Maske \u2013 dieser Gedanke ist doch geradezu die Mitte des Evangeliums. In der Verh\u00fcllung seines menschgewordenen Sohnes, in der Maske eines Zimmermanns aus Nazareth tritt Gott in unsre Welt. Paulus gebraucht das Wort Maske an einer sehr zentralen Stelle offensichtlich ganz gezielt, dort in Philipper 2, wo von Jesus Christus gesagt ist: \u201aEr ent\u00e4u\u00dferte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an.\u2018 Die Gestalt eines Knechtes \u2013 aber das griechische Wort f\u00fcr Gestalt, morphe, ist zugleich der Fachausdruck f\u00fcr jene Masken, die die Chorsprecher in den hochber\u00fchmten altgriechischen Trag\u00f6dien von Sophikles oder Aeschylos trugen, die heute wie einst in den gro\u00dfen Theatern von Syrakus, Epidauros oder Athen aufgef\u00fchrt werden. \u201aOb er wohl in g\u00f6ttlicher Gestalt war, nahm Christus die Maske eines Knechtes, das hei\u00dft: eines sterblichen Menschen an \u2026 und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz\u2018.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott kommt in der Maske, in der Verh\u00fcllung menschlicher Geschehnisse und Geschichte, \u00fcber die man eben deshalb immer auch anderer, rein vernunftm\u00e4\u00dfiger Auffassung sein kann. Der Glaube wei\u00df aber dennoch, dass zum Beispiel damals bei jenem W\u00fcstenzug Israels letztlich nicht die F\u00fchrergestalt des gro\u00dfen Moses, sondern Gottes Angesicht voranging \u2013 wenn auch unter der Maske erregender Begebenheiten. Und vor allem wei\u00df der Glaube, dass Gott unter der Maske des gekreuzigten Nazareners der Welt das Heil gebracht hat. Nein, sehen kann man das Angesicht Gottes nicht, auch nicht in der Maske, auch Mose sah es nicht. Nur glauben kann man, dass Gott kommt, vorangeht, f\u00fchrt und am Werke ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott kommt in der Maske. ja, wir brauchten heute, um diesen Angelpunkt dieses gro\u00dfartigen Kapitels der Bibel zu finden, eine ziemlich lange Hinf\u00fchrung\u201c (entnommen aus Kurt Hennig. Esslinger Predigten \u00fcber Gott und die Welt. Neuhausen: H\u00e4nssler, 1981. S. 105f).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Bausteine (zusammengestellt von Heiko Krimmer):<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Gottes Zelt steht jetzt au\u00dferhalb des Lagers: Folge des Abfalls Israels (Kap. 32). Die Gemeinschaft Gottes mit dem Volk ist zutiefst gest\u00f6rt. Jetzt braucht es den Mittler. Mose stellt die Gemeinschaft mit Gott f\u00fcr das Volk her; Er ist Vor-Bild des Mittlers Jesus. Er litt drau\u00dfen vor der Stadt, auf Golgatha. Da ist der Vers\u00f6hnungsort, nicht der Tempel. \u201eDrau\u00dfen\u201c, so leben wir Christen in dieser Welt. Wir gehen mit ihm und zu ihm hinaus aus dem Lager\u201c (Hebr. 13,13), leben als Fremdlinge in dieser Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Der \u201eMittler\u201c Mose = Jesus ist dann der \u201eMittler\u201c, w\u00f6rtl.: dazwischen stehen, b\u00fcrgen, des vollendeten, des neuen Bundes (vgl. Hebr. 8, 6ff) \u2013 zu ihm redet Gott. \u201eVon Angesicht zu Angesicht\u201c = von Person zu Person. Er ist \u201eFreund\u201c Gottes, w\u00f6rtl.: \u201eBr\u00e4utigam, Brautf\u00fchrer sein\u201c, so eng und intim ist die Gemeinschaft mit Gott. Diese W\u00fcrde und N\u00e4he spricht Jesus dann den Seinen zu (vgl. Joh. 15, 15). Im neuen Bund braucht es keinen menschlichen Mittler mehr. Jeder der Jesus vertraut ist \u201ereichsunmittelbar\u201c zu Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Der Mittler Mose hat \u201eGnade\u201c bei Gott gefunden, w\u00f6rtlich: Gott beugt sich zu ihm hinunter. Gnade ist biblisch eine Bewegung, eben der Gott, der herunterkommt \u2013 \u201edie Wolkens\u00e4ule kam hernieder\u201c \u2013 und der sich pers\u00f6nlich zuwendet: \u201eich kenne dich mit Namen\u201c, wobei \u201ekennen\u201c die v\u00f6llige Gemeinschaft ausdr\u00fcckt \u2013 jemand ganz annehmen. Das ist dann in Jesus letzte, bleibende Gottesbewegung geworden (vgl. Phil. 2, 5ff).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. Diese \u201eGnade\u201c, die bleibende Gegenwart Gottes erbittet Mose f\u00fcr das ganze Volk mit der Begr\u00fcndung (V.13): \u201eUnd sieh doch, dass dies dein Volk ist\u201c, das Volk, das in Abraham erw\u00e4hlt ist. Dabei erinnert Mose Gott an seine Treue. Und Gott sagt zu, dass er f\u00fcr das Volk F\u00fchrer und Leiter sein wird. \u201eDas Angesicht Gottes geht voran\u201c, w\u00f6rtlich: \u201eMich euch zuwendend bin ich bleibend da.\u201c Das wird in Jesu Ruf: \u201eFolge mir nach\u201c unsere Wirklichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5. V. 19 best\u00e4tigt die bleibende Gegenwart Gottes. Gnade = Zuwendung und \u201eErbarmen\u201c = liebendes Herunterbeugen\u201c, sind das Wesen Gottes. Hier geht es nicht um Pr\u00e4destination (Vorherbestimmung), denn der \u201elogische\u201c zweite Satz fehlt, etwa, wen ich verwerfe, den verwerfe ich; ebenso in R\u00f6mer 9, 15. Gott ist der Gn\u00e4dige und kein Mensch kann seinen Unheilsweg mit ihm entschuldigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6. Trotzdem bleibt der unendliche Unterschied zwischen dem \u201eherrlichen\u201c Gott und uns s\u00fcndigen Menschen. Selbst der \u201eFreund\u201c Gottes, Mose, kann Gott nicht in seiner Herrlichkeit schauen. Er m\u00fcsste sonst sterben, denn die Heiligkeit Gottes verzehrt die S\u00fcnde, vgl. auch Jes. 6,5 (und Jesaja schaut nur den Saum des Gewandes Gottes). Wir sehen in Jesus Gott (vgl. \u201eWer mich sieht, der sieht den Vater\u201c), aber in der \u201eerniedrigten Gestalt des Menschensohnes. Erst in der Ewigkeit \u2013 mit den neuen Augen \u2013 \u201ewerden wir IHN sehen, wie er ist\u201c (1. Joh. 3,2).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Gedanken von Thomas Richter:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umkehr = Ganz mit und vom Herrn leben (V. 12-17)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dreimal redet Mose den Herrn ganz pers\u00f6nlich an (\u201edu\u201c) und macht sich so an den Zusagen Gottes fest (V. 12). Der Herr hat ihn beauftragt, mit Namen gerufen und ihm Gnade erwiesen.<br>Kennzeichnend f\u00fcr Mose ist, dass er nicht schon immer alles zu wissen meint. Er ist zwar schon \u00fcber 80 Jahre alt, aber wei\u00df, dass er dem Herrn gegen\u00fcber immer der Lernende bleibt (V. 13). Wie ist das eigentlich bei uns? Sind wir noch Lernende (= J\u00fcnger)? Vgl. hierzu 1Kor 8,2 und Joh 15,12-17.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wilhelm Wagner hat zutreffend darauf hingewiesen, dass wir den Herrn an seine Zusagen erinnern (V. 12), um seine Wegweisung bitten (V. 13) und durch ihn Gelassenheit erfahren (V. 14) d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umkehr = Sehnsucht nach der N\u00e4he und Begegnung mit dem Herrn (V. 18-23)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gemeinschaft mit dem Herrn weckt in Mose ein tiefes Verlangen ihn noch besser kennen zu lernen, womit zugleich das Grundproblem der Menschen deutlich wird: ihr Wunsch zu \u201esehen\u201c (V. 18). Allerdings ist hierzu der Grundsatz aus 2Kor 5,7 zu ber\u00fccksichtigen: \u201edenn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen\u201c. Von daher stellt sich die Frage, wie wir die Herrlichkeit (hebr. kabod = Schwere \/ Gewichtigkeit \/ Bedeutung) Gottes erfahren k\u00f6nnen? F\u00fcr uns gilt, dass wir die Herrlichkeit Gottes in Christus erleben, so wie er in diesem Zeitalter gegenw\u00e4rtig ist (vgl. Joh 1,14.18; 2Kor 4,6).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Vergleich von V. 20 mit V. 23 zeigt uns, dass Mose nur das \u201eNachher\u201c (= von hinten) sehen und ertragen kann. Dazu legt er wieder den Ort fest und sch\u00fctzt ihn \u201evor der Wucht seiner Herrlichkeit\u201c. Das \u201eNachher\u201c ist das bereits Entfernte, der Nachglanz, vergleichbar mit den Fu\u00dfspuren im Sand (vgl. Br\u00e4umer). Gott macht sich bekannt in seiner Sch\u00f6nheit durch die Erfahrung seiner G\u00fcte, Gnade und Barmherzigkeit. Er ist ganz nah (V. 19), ganz f\u00fcr uns da (V. 17), ganz erfahrbar (V. 22), aber hinter der Ausstrahlung seiner \u201eMaske\u201c durch sein Wesen (V. 19: G\u00fcte bzw. Sch\u00f6nheit), seine Eigenschaften (V. 19: gn\u00e4dig; barmherzig), sein Wirken (V. 19: Jahwe = der Gott der da ist) in Christus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Jahresanfang wollen wir \u00fcberlegen, wie wir das Jahr wirklich in der Spur Gottes leben k\u00f6nnen: Was bzw. WER (beg)leitet uns?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen nat\u00fcrlich beachten, dass wir hier den alten Bund haben und \u00fcberlegen, ob unser neuer Bund in Christus nach den gleichen Prinzipien funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.4 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn der Ausgangspunkt hier das s\u00fcndige Verhalten des Volkes ist und Israel eine echte Z\u00e4sur erlebt, d\u00fcrfen wir f\u00fcr uns vom NT her schauen, welche Zuspr\u00fcche wir heute haben. Gerade vom Unterschied AT\/NT k\u00f6nnen wir schauen, welche wunderbare Ermutigung wir von diesem Text bekommen, wenn wir sehen, welche Zuspr\u00fcche wir heute haben, wenn schon Mose letztlich so viel Zuspruch hier erleben darf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zentral ist der Wunsch von Mose, zu erkennen (13+16) und zu sehen (18), dadurch wird dann letztlich deutlich, dass uns Gott leitet und begleitet. Ziel der Predigt w\u00e4re, diesen Wunsch auch im H\u00f6rer zu entfachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Dabei wird in diesem Predigtentwurf der Abschnitt nicht streng gegliedert, sondern als Punkte werden einige Facetten aufgegriffen, von dem, was der Abschnitt insgesamt beinhaltet.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Predigtthema k\u00f6nnte man deshalb f\u00fcr die Predigt alternativ nehmen: \u201eJesus mehr entdecken\u201c oder \u201emehr Jesus\u201c. Will man Neugier wecken, k\u00f6nnte man auch einfach fragen: Wie soll\u00b4s weitergehen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einleitung: An bestimmten Punkten fragen wir immer mal: Wie soll\u00b4s jetzt weitergehen? Oft sind das schwierige Momente, Katastrophen oder verfahrene Situationen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Jahresanfang ist ein guter Moment, ohne negativen Moment und im Blick auf das kommende Jahr zu fragen: Wie soll\u00b4s weitergehen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Situation von unserem Abschnitt aus der Bibel: Israel hatte damals so einen \u201eschrecklichen\u201c Einschnitt und stand dann genau vor dieser Frage \u2026 -&gt; mit hineinnehmen in 2. Mose 32f \u2026 -&gt; Was ist Moses Wunsch \u2013 wie soll es weitergehen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">TEXTLESUNG<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Mit Gott soll\u00b4s weitergehn<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Moses Wunsch nach Gottes N\u00e4he. Letztlich ist Gott nahe \u2013 auch dem Volk nach dessen schwerem Bundesbruch (siehe die sp\u00e4tere Stiftsh\u00fctte) -&gt; Jesu Zuspruch seiner N\u00e4he zu uns (Mt 28,20 \u2026)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus ist da, auch wenn wir ihn erst einmal nicht sehen (Veranschaulichung evtl. unten)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u2026 weil es einfach das Beste ist, IHN dabei zu haben! Was w\u00e4re sonst besser?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Mit Gottes Gunst\/Gnade soll\u00b4s weitergehen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 12d erkl\u00e4ren und dann ins NT weiterf\u00fchren, wieviel mehr Gott uns mit Namen kennt und uns gn\u00e4dig ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das hebr\u00e4ische Wort \u201echen\u201c wird dann durch die Septuaginta ins griech. charis \u00fcbersetzt und dann im neuen Testament in seiner ganzen Tiefe gef\u00fcllt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott beurteilt unser Verhalten als \u201enicht gut\u201c ein, ABER wir sind \u201egeliebt\u201c und Gott war und ist und bleibt so wie er es in 2. Mose 34,6 dann sagt: Er wird bei uns sein und uns vergeben, wann immer wir ihn bitten (1. Joh 1,9)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier w\u00e4re Platz f\u00fcr das Evangelium \u2013 auch als Grundlage von Punkt 1.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Das Ziel ist Gottes Herrlichkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass und warum wir Gottes Herrlichkeit in dieser Welt nicht sehen k\u00f6nnen, erkl\u00e4rt uns genau dieser Abschnitt (18-23). Das \u00e4ndert sich im Gro\u00dfen und Ganzen auch nicht in der Bibel (sieht man mal von so starken Visionen wie bei Jesaja oder Hesekiel ab).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber eine starke Zusage haben wir von Jesus: Johannes 17,22-24<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir bekommen tats\u00e4chlich jetzt schon einen Teil der Herrlichkeit Gottes (Gott selbst wohnt in uns!)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann ist es der ausdr\u00fcckliche Wunsch von Jesus, dass wir Teil seiner Herrlichkeit werden. Er hat alles getan und wird alles tun, damit wir dort ankommen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>M\u00f6gliche Veranschaulichung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">zu Punkt 1: Jesus ist da, auch wenn du ihn nicht siehst (<a href=\"https:\/\/bit.ly\/3UUO84L\">https:\/\/bit.ly\/3UUO84L<\/a>) \u2013 Wo ist die 4. Person?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manchmal ist etwas da und wir merken es erst einmal gar nicht: Jeder bekommt vor dem Gottesdienst ein St\u00fcckchen Schokolade unter seinem Stuhl versteckt und darf es nun finden \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu Punkt 3: Was war bisher der \u00fcberw\u00e4ltigendste Anblick, den du jemals hattest? -&gt; Die Herrlichkeit Jesu im Himmel wird gigantischer sein! Und DU darfst es erleben!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Mirko Lau unter Einbeziehung \u00e4lterer Predigthilfe von T. Richter und H. Krimmer)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema laut Textplan: Mit Gottes Leitung und Begleitung vorw\u00e4rts gehen Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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