{"id":5091,"date":"2024-10-17T09:55:08","date_gmt":"2024-10-17T07:55:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=5091"},"modified":"2024-10-17T09:55:30","modified_gmt":"2024-10-17T07:55:30","slug":"predigthilfe-vom-17-november-2-thessalonicher-36-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-17-november-2-thessalonicher-36-18\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 17. November 2024 \u2013 2. Thessalonicher 3,6-18"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Als Gemeinde in der Spur bleiben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\">www.bibleserver.com<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>1.1 <strong>Einleitende Hinweise zum 2.Thessalonicherbrief<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Der 2.Thessalonicherbrief ist sehr eng mit dem 1.Thessalonicherbrief verwandt. Es ist wahrscheinlich, dass Paulus den Brief recht zeitnah nach dem 1.Thessanlonicherbrief geschrieben hat, um die Gemeinde im Blick auf die aufkommende Tr\u00e4gheit zurecht zu weisen und sie in der st\u00e4rker werden Verfolgung und hinsichtlich der einsetzenden Irrlehre zu st\u00e4rken. Wenn diese Einordnung zutrifft, dann h\u00e4tten wir es mit einem weiteren Brief aus der Anfangszeit von Paulus Missionst\u00e4tigkeit zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>In Kapitel 1 unterstreicht Paulus seine Dankbarkeit f\u00fcr die Gemeinde und weist die Christen in Thessalonich auf das Zorngericht hin, das den Verfolgern der Gemeinde droht.<\/p>\n\n\n\n<p>In Kapitel 2 erinnert er die Christen daran, dass der Tag des Herrn noch nicht gekommen ist und der Verf\u00fchrer, der dem Tag des Herrn vorausgehen muss, auch noch eine zuk\u00fcnftige Gestalt ist. Paulus tritt damit einer falschen Lehre entgegen, die sich anscheinend in Thessalonich breitgemacht hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier In 2. Thessalonicher 3, 1-5 ermutigt Paulus die Gemeinde, f\u00fcr ihn zu beten, damit das Wort Gottes sich verbreitet. Er betont Gottes Treue, die sie vor dem B\u00f6sen bewahren wird, und fordert sie auf, sich auf die Liebe Gottes und die Geduld Christi auszurichten. Schlie\u00dflich mahnt er zur Disziplin und warnt vor Faulheit.<\/p>\n\n\n\n<p>In 2. Thessalonicher 3,6-18 ermahnt Paulus die Gemeinde, sich von unordentlichen Menschen fernzuhalten, die nicht arbeiten und stattdessen von anderen leben. Er betont die Wichtigkeit von Flei\u00df und Selbstst\u00e4ndigkeit, indem er sein eigenes Beispiel anf\u00fchrt: Er hat selbst gearbeitet, um niemandem zur Last zu fallen. Paulus fordert die Gl\u00e4ubigen auf, ruhig zu arbeiten und ihr eigenes Brot zu verdienen. Menschen, die dieser Anweisung nicht folgen, sollen gemieden werden, aber nicht als Feinde, sondern als Br\u00fcder, die ermahnt werden m\u00fcssen. Am Ende spricht er den Segensgru\u00df aus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.2 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vers 6<\/strong><br><br><strong>\u201eWir gebieten euch aber, Br\u00fcder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr euch zur\u00fcckzieht von jedem Bruder, der unordentlich und nicht nach der \u00dcberlieferung wandelt, die sie von uns empfangen haben.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Paulus beginnt diesen Abschnitt mit einer dringenden Ermahnung. Im Namen von Jesus Christus, der h\u00f6chsten Autorit\u00e4t, fordert er die Gemeinde auf, sich von Menschen zu distanzieren, die ein \u201eunordentliches\u201c Leben f\u00fchren, das hei\u00dft, die nicht in \u00dcbereinstimmung mit der apostolischen Lehre und dem Vorbild von Jesus leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die &#8222;\u00dcberlieferung&#8220; (es kann auch Unterweisung bedeuten) bezieht sich auf die Lehren und das Beispiel, das Paulus und seine Mitarbeiter den Thessalonichern hinterlassen haben. Das bedeutet, dass die Gl\u00e4ubigen nicht nur in Glaubensfragen, sondern auch in ihrem allt\u00e4glichen Leben ein vorbildliches Leben f\u00fchren sollen, dass Gott ehrt und das Evangelium nicht verschandelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Paulus erw\u00e4hnt dieses distanzieren von Menschen die bewusst entgegen der Lehre leben, in einigen weiteren Stellen wie z.B. 1. Korinther 5,11; R\u00f6mer 16,17<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Leben muss mit dem \u00fcbereinstimmen, was wir sagen. Unser Leben kann entweder unsere Worte unterstreichen, es kann unsere Worte aber auch <s>durchstreichen<\/s>, wenn es im Widerspruch dazu steht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vers 7-8<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201e7 Denn ihr selbst wisst, wie man uns nachahmen soll; denn wir haben unter euch nicht unordentlich gelebt,\u20028 noch haben wir von jemand Brot umsonst gegessen, sondern wir haben mit M\u00fche und Beschwerde Nacht und Tag gearbeitet, um keinem von euch beschwerlich zu fallen.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Paulus erinnert die Thessalonicher daran, dass er und seine Mitarbeiter ihnen ein vorbildliches Leben vorgelebt haben. Sie haben nicht in Unordnung oder Faulheit gelebt, sondern hart gearbeitet, um sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, anstatt von den Gemeindemitgliedern abh\u00e4ngig zu sein. Ihr Ziel war es, der Gemeinde nicht zur Last zu fallen.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesen Versen hebt Paulus sein eigenes Verhalten als Beispiel f\u00fcr die Gemeinde hervor. Er betont, dass die Gl\u00e4ubigen in Thessaloniki aus seinem Beispiel lernen sollten, wie man ein geordnetes, verantwortungsbewusstes Leben f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Paulus und seine Mitarbeiter lebten nicht \u201eunordentlich\u201c, das hei\u00dft, sie waren nicht faul oder lie\u00dfen sich bedienen und \u201edurchf\u00fcttern\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Stattdessen arbeiteten sie mit \u201eM\u00fche und Beschwerde\u201c \u2013 das zeigt mit welchen Anstrengungen sie arbeiteten, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Paulus wollte damit zeigen, dass gerade die Verk\u00fcndiger des Evangeliums nicht die Freiheit haben, andere auszunutzen, sondern dass sie auch durch Flei\u00df, Vorbilder sein sollten. So betont er es auch im 1.Kor. 9,27<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201e\u2026damit ich nicht, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst verwerflich werde.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vers 9<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nicht, dass wir nicht das Recht \u27e8dazu\u27e9 haben, sondern damit wir uns euch zum Vorbild geben, damit ihr uns nachahmt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl Paulus als Apostel das Recht gehabt h\u00e4tte, von der Gemeinde Unterst\u00fctzung zu erhalten (vgl. 1. Korinther 9,14), verzichtete er darauf, um der Gemeinde ein Vorbild des Flei\u00dfes und der Selbstst\u00e4ndigkeit zu geben. Er wollte sicherstellen, dass die Thessalonicher dieses Beispiel in ihrem eigenen Leben nachahmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vers 10-11<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>10 Denn auch als wir bei euch waren, geboten wir euch dies: Wenn jemand nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen.\u200211 Denn wir h\u00f6ren, dass einige unter euch unordentlich wandeln, indem sie nicht arbeiten, sondern unn\u00fctze Dinge treiben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Vers 10 wiederholt Paulus eine Regel, die er wohl schon fr\u00fcher aufgestellt hatte: Wer f\u00e4hig ist zu arbeiten, aber sich weigert, sollte auch nicht von der Unterst\u00fctzung der Gemeinschaft profitieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Paulus stellt dabei nicht die Unf\u00e4higkeit zu arbeiten in Frage (wie bei Krankheit oder Notlagen), sondern spricht diejenigen an, die absichtlich faul sind und sich auf die Versorgung durch andere verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Vers 11 redet Paulus davon, dass es Berichte gegeben hat, dass einige in der Gemeinde \u201eunordentlich\u201c leben, d. h. sie arbeiten nicht, sondern verbringen ihre Zeit mit \u201eunn\u00fctzen Dingen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Personen sind nicht nur faul, sondern scheinen auch in Aktivit\u00e4ten verwickelt zu sein.&nbsp; Paulus kritisiert dieses Verhalten, weil es nicht nur ihrer eigenen W\u00fcrde schadet, sondern auch Unruhe in der Gemeinde stiften kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Flei\u00df und Verantwortung haben eine gro\u00dfe Bedeutung. Wer arbeitsf\u00e4hig ist, sollte seine Pflicht ernst nehmen und nicht auf Kosten anderer leben. Ich meine das nicht nur finanziell, sondern heute vor allem im Einsatz seiner Gaben f\u00fcr die Gemeinde.<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeit und Einsatz zeigt, dass man Verantwortung f\u00fcr das eigene Leben, aber auch f\u00fcr die Gemeinde \u00fcbernimmt. Faulheit und Tr\u00e4gheit sind nicht nur pers\u00f6nliche Probleme, sondern belasten die ganze Gemeinde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vers 12-13<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201e12 Solchen aber gebieten wir und ermahnen sie im Herrn Jesus Christus, dass sie in Stille arbeiten und ihr eigenes Brot essen. 13 Ihr aber, Br\u00fcder, werdet nicht m\u00fcde, Gutes zu tun!\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Vers 12 gibt Paulus denjenigen, die ihre Arbeit vernachl\u00e4ssigen, eine klare Anweisung: Sie sollen \u201ein Stiller arbeiten\u201c und ihr Brot verdienen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet, sie sollen ruhig und best\u00e4ndig arbeiten, anstatt in unn\u00fctze oder st\u00f6rende Aktivit\u00e4ten verwickelt zu sein. Der Ausdruck \u201ein Stille arbeiten\u201c deutet darauf hin, dass sie sich auf ihre eigenen Angelegenheiten konzentrieren und ihre Aufgaben pflichtbewusst erledigen sollen, ohne Unruhe oder Ablenkung zu stiften.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Aufforderung erfolgt \u201eim Herrn Jesus Christus\u201c, was die Dringlichkeit und Autorit\u00e4t dieser Anweisung unterstreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>In Vers 13 richtet Paulus sich an die flei\u00dfigen und verantwortungsbewussten Gemeindemitglieder. Er ermutigt sie, nicht in ihrem Engagement nachzulassen und weiterhin \u201eGutes zu tun\u201c. Das bedeutet, dass sie trotz der Entt\u00e4uschungen \u00fcber das Verhalten anderer nicht aufh\u00f6ren sollen, ein vorbildliches christliches Leben zu f\u00fchren. Es ist ein Aufruf zur Ausdauer und Standhaftigkeit in guten Werken, sei es in der Arbeit, im Dienst f\u00fcr andere oder im allgemeinen Verhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vers 14-15<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>14 Wenn aber jemand unserem Wort durch den Brief nicht gehorcht, den bezeichnet, habt keinen Umgang mit ihm, damit er besch\u00e4mt wird;\u200215 und seht ihn nicht als einen Feind an, sondern weist ihn zurecht als einen Bruder!\u2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Vers 14 betont Paulus die Wichtigkeit, disziplinarische Ma\u00dfnahmen in der Gemeinde zu praktizieren. Wer sich weigert, dem \u201eWort\u201c von Paulus zu folgen, muss zur Rechenschaft gezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es handelt sich um Gemeindemitglieder, die trotz mehrfacher Ermahnungen hartn\u00e4ckig in ihrem Fehlverhalten weiterleben. Paulus fordert die Gemeinde auf, \u201ekeinen Umgang\u201c mit ihnen zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das darf aber in keinem Fall in Feindschaft geschehen, sondern in Liebe, um die betreffende Person zur Umkehr zu f\u00fchren. (Gemeindezucht)<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinde bedeutet auch immer Verantwortung gegen\u00fcber den Mitgl\u00e4ubigen. Wenn jemand dauerhaft in S\u00fcnde lebt oder den Anweisungen des Evangeliums nicht folgt, muss die Gemeinde handeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Das geschieht nicht aus Selbstgerechtigkeit, sondern aus dem Wunsch, dass die Person umkehrt. Die Ermahnung ist also kein Ziel an sich, sondern ein Mittel zur Wiederherstellung.<\/p>\n\n\n\n<p>In Vers 15 wird der Ton etwas weicher. Paulus warnt davor, diese fehlgeleiteten Personen als \u201eFeinde\u201c zu behandeln. Sie sollen nicht ausgesto\u00dfen oder verurteilt werden, sondern immer noch als \u201eBruder\u201c gesehen werden, dem man hilft, wieder auf den richtigen Weg zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese liebevolle Haltung ist ein zentraler Aspekt des christlichen Miteinanders. Es geht um Ermahnung in Liebe, nicht um Bestrafung oder Ausschluss.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vers 16-18<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>16 Er selbst aber, der Herr des Friedens, gebe euch den Frieden allezeit auf alle Weise! Der Herr sei mit euch allen!\u200217 Der Gru\u00df mit meiner, des Paulus, Hand. Das ist ein Zeichen in jedem Brief; so schreibe ich.\u200218 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Frieden und Gnade<\/p>\n\n\n\n<p>In Vers 16 wendet sich Paulus mit einem Segen an die Thessalonicher. Er bittet den Herrn, der Frieden gibt, dass er den Gl\u00e4ubigen Frieden in allen Lebensbereichen schenkt. Der Friede, den Christus bringt, ist ein wichtiges Thema im Neuen Testament (siehe auch Johannes 14,27), und Paulus erinnert die Gemeinde daran, dass dieser Frieden nicht von den Umst\u00e4nden abh\u00e4ngt, sondern eine <strong>Gabe Gottes<\/strong> ist, die in jeder Situation zur Verf\u00fcgung steht. Der Zusatz \u201eauf jede Weise\u201c zeigt, dass dieser Frieden in verschiedenen Lebensbereichen wirksam ist.<\/p>\n\n\n\n<p>In Vers 18 schlie\u00dft Paulus mit einem weiteren Segenswunsch: \u201eDie Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen!\u201c Diese Gnade ist das zentrale Thema des Neuen Testaments. Sie beschreibt die unverdiente Liebe, die Gott uns schenkt, sie ist der Schl\u00fcssel zur Erl\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Wunsch nach Gnade, erinnert uns daran, dass alles, was wir sind und tun, in erster Linie auf Gottes Gnade zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. ALLES!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.3 Weitere Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Werner de Boor: Die Briefe des Paulus an die Thessalonicher. Wuppertaler Studienbibel<\/li>\n\n\n\n<li>Eberhard Hahn: Erster und zweiter Thessalonicher-Brief. Edition C Bibel-Kommentar.<\/li>\n\n\n\n<li>Ernest Wilson \/ Thomas Smith: 1.Thessalonicher \/ 2.Thessalonicher. Was die Bibel lehrt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einen biblisch liebevollen, aber auch einen biblisch ermahnenden Umgang mit Geschwistern in der Gemeinde, die sich nicht der Lehre der Bibel unterstellen, ist in Zeiten wie heute, in denen der Individualismus gro\u00dfgeschrieben wird, wichtiger denn je.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Gemeinde Gottes sind wir aufgerufen, vor allem durch unser Leben, Jesus Christus zu bezeugen. Darum d\u00fcrfen wir \u00fcber Gemeindeglieder, die dieses Zeugnis gef\u00e4hrden, nicht ohne Ermahnung weiters\u00fcndigen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Paulus ruft zur Disziplin, zur aktiven Teilnahme am Gemeindeleben und zur gegenseitigen Unterst\u00fctzung auf. Das sind Schl\u00fcsselelemente, damit eine Gemeinde in der &#8222;richtigen Spur&#8220; bleibt und nach den Prinzipien Christi lebt. Immer getragen von seiner Gnade.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Gemeinde in der Spur bleiben, dazu geh\u00f6rt es diejenigen wieder in die Spur zu bringen, die aus der Spur geraten sind. Genauso zur Bereitschaft aufrufen, sich selbst wieder von Geschwistern in die Spur bringen zu lassen, selbst ein vorbildliches Leben zu f\u00fchren und sich in allem auf die Gnade Gottes zu st\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>3.3. <strong>Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" style=\"list-style-type:lower-alpha\" class=\"wp-block-list\">\n<li>S\u00fcnde erst nehmen\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>S\u00fcnde geht immer die ganze Gemeinde etwas an, weil sie dem ganzen Leib schadet. Sei es wie hier, \u201eFaulheit\u201c oder \u201eunn\u00fctze Dinge\u201c treiben, oder eben ein anderes dauerhaft s\u00fcndiges Verhalten, gilt es f\u00fcr uns nach Mt. 18,15\u201317 vorzugehen. Immer mit dem ehrlichen und echten Ziel, meinen Bruder zu gewinnen. Dabei gilt es, sich selbst und seine Motive zu pr\u00fcfen. Ein Gemeindeglied s\u00fcndigen zu lassen, ohne es zu ermahnen, ist gelebte Lieblosigkeit, sowohl dem Bruder als auch der Gemeinde gegen\u00fcber.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Vorbild sein\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Paulus erinnert die Thessalonicher daran, wie er selbst und seine Begleiter sich verhalten haben: Sie arbeiteten hart und lebten als Vorbild (V. 7-9). Sie nahmen keine Sonderstellung ein, sondern leisteten ihren Beitrag. Diese Vorbildfunktion war eine wichtige Lektion f\u00fcr die Gemeinde.&nbsp; Christen sind aufgerufen, nicht nur mit Worten, sondern vor allem durch Taten zu lehren. Es ist wichtig, durch unser t\u00e4gliches Leben und Arbeiten anderen ein Vorbild zu sein, um Christus glaubw\u00fcrdig zu repr\u00e4sentieren.<br>c. In der Spur durch Frieden und Gnade<\/li>\n\n\n\n<li>Der Frieden Gottes, (der h\u00f6her ist als alle menschliche Vernunft Phil. 4,7) ist enorm wichtig, gerade wenn es um Ermahnung und Gemeindezucht geht. Nur wo in Frieden miteinander gelebt wird, kann ein ermahnendes Wort angenommen werden, weil ich wei\u00df, dass mein Gegen\u00fcber es gut mit mir meint.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Frieden ist m\u00f6glich, weil Gnade das vorherrschende Thema ist. Von dieser Gnade sind wir alle abh\u00e4ngig, da wir alle den Tod verdient haben (R\u00f6m. 6,23). Das nimmt uns nicht aus der Pflicht zu ermahnen, aber ich komme nicht von \u201eoben herab\u201c, sondern auf Augenh\u00f6he, als einer der ebenso nur von Gottes Gnade abh\u00e4ngig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>(Sebastian Blank)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Als Gemeinde in der Spur bleiben Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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