{"id":5034,"date":"2024-06-17T11:09:08","date_gmt":"2024-06-17T09:09:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=5034"},"modified":"2024-06-25T11:16:23","modified_gmt":"2024-06-25T09:16:23","slug":"predigthilfe-vom-28-juli-2024-1-korinther-1212-31-epheser-411-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-28-juli-2024-1-korinther-1212-31-epheser-411-16\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 28. Juli 2024 &#8211; 1. Korinther 12,12-31; Epheser 4,11-16"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bilder der Gemeinde \u2013 Gottes Leib (Teil 2)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Einheit in Vielfalt ist durch Jesus m\u00f6glich \u2013 wir sind Mit\u201cglieder\u201c.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An diesem Sonntag d\u00fcrfen wir uns wieder unserem Jahresthema widmen: Bilder in der Bibel f\u00fcr die Gemeinde Gottes. Dieses Mal geht es um die Gemeinde als \u201eLeib\u201c \u2013 allerdings schon das zweite Mal. An Ostern haben wir uns mit Kol 1,18-19 besch\u00e4ftigt. In dem Text lag der Schwerpunkt auf Jesus als dem Haupt des Leibes, den Erstgeborenen aus den Toten. Das wird zwar in Eph 4 auch erw\u00e4hnt, ist aber dieses Mal nicht der Schwerpunkt des Textes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben zwei Bibeltexte, die das Thema (Bild des Leibes) aufgreifen. Das kann eine Herausforderung in der Vorbereitung sein. Es kann aber auch eine Chance sein, ein Thema tats\u00e4chlich mal ausf\u00fchrlich von verschiedenen Bibelstellen her zu beleuchten. In dieser Predigthilfe geht es also besonders um die Frage: Wie verwenden die Texte das Bild des Leibes f\u00fcr die Gemeinde und welche Aspekte lernen wir daraus \u00fcber die Gemeinde? Was kann uns an diesem Bild f\u00fcr Gemeinde ins Staunen versetzen und uns vor Augen malen, wie genial sich Gott Gemeinde gedacht hat?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In beiden Bibelstellen (1Kor 12 und Eph 4) werden unter anderem einige Geistesgaben genannt und aufgez\u00e4hlt. Hierzu k\u00f6nnte man theologisch zwar viel sagen und \u00fcberlegen: Gibt es noch alle Gaben und wenn ja, wie sind sie zu verstehen (z.B. Apostel, Sprachenrede, Prophetie oder Wundergabe)? Da es in dieser Predigt aber schwerpunktm\u00e4\u00dfig um das Bild des Leibes f\u00fcr die Gemeinde geht, wird hier in der Predigthilfe (und sollte meines Erachtens auch in der Predigt) der Fokus nicht auf den Geistesgaben liegen. Man kann auch \u00fcberlegen, in 1Kor 12 die Verse 28-31 ganz au\u00dfenvor zu lassen, da vor allem in Vers 12-27 das Bild des Leibes ausgef\u00fchrt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfen zur Auslegung bieten (neben Studienbibeln) z.B. folgende Kommentare, die ich auch zur Vorbereitung der Predigthilfe verwendet habe:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eckhard Schnabel: Der erste Brief des Paulus an die Korinther (HTA).<\/li>\n\n\n\n<li>Heiko Krimmer: Korinther (C-Edition).<\/li>\n\n\n\n<li>N. T. Wright: Paulus f\u00fcr heute. Der erste Korintherbrief (oft hilfreiche Illustrationen).<\/li>\n\n\n\n<li>Helge Stadelmann, Epheser (C-Edition).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Bild des Leibes allgemein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Das Bild des Leibes war in der damaligen Kultur ein gel\u00e4ufiges Bild, wie sich beispielsweise an folgender Erkl\u00e4rung zeigt, die verdeutlichen sollte, warum manche im Staat ihrer allt\u00e4glichen Aufgabe nachkommen m\u00fcssen, auch wenn andere scheinbar unt\u00e4tig sind:<\/li>\n\n\n\n<li>Livius 2,32,9-12: \u201eZu der Zeit, als im Menschen nicht wie jetzt alles im Einklang miteinander war, sondern von den einzelnen Gliedern jedes f\u00fcr sich \u00fcberlegte und f\u00fcr sich redete, h\u00e4tten sich die \u00fcbrigen K\u00f6rperteile dar\u00fcber ge\u00e4rgert, dass durch ihre F\u00fcrsorge, durch ihre M\u00fche und Dienstleistung alles f\u00fcr den Bauch getan werde, dass der Bauch aber in der Mitte ruhig bleibe und nichts anderes tue, als sich der dargebotenen Gen\u00fcsse zu erfreuen. Sie h\u00e4tten sich daher verschworen, die H\u00e4nde sollten keine Speise mehr zum Munde f\u00fchren \u2026\u201c (siehe Schnabel, Korinther).<\/li>\n\n\n\n<li>Sonst wurde das Bild des Leibes auch immer wieder auf den Kaiser als Haupt (der ausgezeichnetste der Menschen) und seine Untertanen, die Glieder, angewandt.<\/li>\n\n\n\n<li>Paulus greift dieses Bild auf und \u00fcbertr\u00e4gt es auf die Gemeinde als ein Leib. Er betont dabei, dass die Glieder untereinander gleichrangig und sich zugeordnet sind und dass sie miteinander der Leib Christi sind, der das Haupt ist. Damit macht er in dem Kontext deutlich: Ihr seid jetzt nicht mehr in erster Linie Staatsb\u00fcrger eines Reiches, eure erste und wichtigste Zugeh\u00f6rigkeit ist die zu Christus und der Gemeinde Gottes!<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>1Kor 12,12-31:<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Korintherbrief:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Paulus war 18 Monate (M\u00e4rz 50 n. Chr. bis September 51. n. Chr.) in Korinth \u2013 vgl. Apg 18,1-8.<\/li>\n\n\n\n<li>Dieser Brief wurde vermutlich 54 n. Chr. aus Ephesus an die Korinther geschrieben. Es war wahrscheinlich schon der zweite Brief an die Korinther (1Kor 5,9).<\/li>\n\n\n\n<li>Der Anlass des Briefes waren zum einen schriftliche Anfragen zu Problemen (1Kor 7,1) und zum anderen Berichte von den Leuten von Chloe (1Kor 1,11).<\/li>\n\n\n\n<li>Ein gro\u00dfes Streitthema in Korinth, das mit unserem Thema diesen Sonntag eng zusammenh\u00e4ngt, waren Spaltungen, Untergruppen in der Gemeinde selbst (1Kor 1,10-17). Die Spaltungen waren zum Teil durch soziale Unterschiede bedingt, was beispielsweise beim Abendmahl deutlich wurde (1Kor 11,17-34).<\/li>\n\n\n\n<li>Stadtgeschichte: Korinth hat einen gro\u00dfen Hafen und verbindet als Landenge Peloponnes und Attika. Seit ca. 900 v. Chr. war Korinth besiedelt und hatte eine Bl\u00fctezeit. Nach der Beteiligung am Aufstand gegen Rom wurde Korinth 146 v. Chr. komplett zerst\u00f6rt. Erst 44 v. Chr. sorgte Julius C\u00e4sar f\u00fcr eine Neugr\u00fcndung der Stadt. Am Anfang wurden dort vor allem freigelassene Sklaven und Kriegsveteranen angesiedelt \u2013 es wurden also Menschen aus verschiedensten Kulturen, religi\u00f6sem Hintergrund und sozialen Schichten dort neu zusammengef\u00fchrt. 27 v. Chr. wurde Korinth das Verwaltungszentrum der Provinz Achaia. Seit 50 n. Chr. waren in Korinth die panhellenistischen Spiele: Sportwertbewerbe, musikalische Darbietungen, Vortr\u00e4ge; sogar Wettbewerbe f\u00fcr Frauen wurden damals als Neuerung eingef\u00fchrt. Zur Zeit von Paulus war Korinth, das eigentlich seit Neugr\u00fcndung keine lange Geschichte hatte, schon wieder eine bl\u00fchende Handelsstadt mit viel Wohlstand mit verschiedensten Menschengruppen. Die Stadt hatte zum einen den Ruf, dass man dort alles erreichen kann (\u201evom Tellerw\u00e4scher zum Million\u00e4r\u201c), zum anderen aber auch den Ruf, dass es dort verdorben zu geht \u2013 es gibt etwas umstrittene Berichte von tausenden Tempelprostituierten und moralischem Verfall in Korinth. Die Stadt hatte knapp 100.000 Einwohner.<\/li>\n\n\n\n<li>Gerade die Stadtgeschichte ist f\u00fcr unser Thema interessant und relevant: An Menschen aus verschiedensten Kulturen, sozialen Schichten und urspr\u00fcnglich auch unterschiedlichstem religi\u00f6sen Hintergrund (gewisse Parallelen zum heutigen Deutschland) schreibt Paulus nun, dass sie in Jesus als Christen ein Leib sein sollen und sich gegenseitig brauchen!<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum direkten Kontext von 1Kor 12,12-31:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Abschnitt f\u00fcr diesen Sonntag ist eng eingebettet in 1Kor 12-14. In diesen Kapiteln geht es um Geistesgaben, das Zentrum davon ist die Liebe in 1Kor 13.<\/li>\n\n\n\n<li>1Kor 12,1-11 ist in gewisser Weise schon eine Einleitung zum Thema: Es geht um die vielen Gaben, \u00c4mter und Kr\u00e4fte in der Gemeinde, die alle auf den einen Geist, Herrn und Gott zur\u00fcckgehen. Derselbe Geist wirkt durch jeden Christen!<\/li>\n\n\n\n<li>Vers 28-31 greift die Gaben von Vers 1-11 aus diesem Kapitel nochmal auf. In Kapitel 13 geht es dann um die Liebe, die eine wichtige Grundlage ist, damit die Einheit \u2013 \u201eein Leib\u201c \u2013 trotz der vielen Glieder m\u00f6glich ist.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 12:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Paulus f\u00fchrt das Bild des Leibes ein: Wir haben einen K\u00f6rper und viele K\u00f6rperteile. Alle K\u00f6rperteile sind wiederum ein K\u00f6rper\/Leib.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Ende des Verses sticht heraus: \u201eso auch Christus\u201c. Als Leser w\u00fcrden wir erwarten, dass gesagt wird: \u201eSo auch die Gemeinde\u201c oder \u201eso auch der Leib Christi\u201c. Stattdessen setzt Paulus das Bild des Leibes direkt mit Christus gleich. Da es sowohl in Vers 11 als auch in Vers 13 darum geht, dass es der Heilige Geist ist, der in der Gemeinde wirkt und Einheit erm\u00f6glicht, ist das wahrscheinlich der Grund f\u00fcr die Gleichsetzung mit Christus in diesem Vers: Wir als Christen k\u00f6nnen nur aus uns tats\u00e4chlich keine Einheit sein, wir k\u00f6nnen nicht selbst Heil schaffen. Nur durch Christus in uns sind wir verbunden und ist es m\u00f6glich, dass wir ein K\u00f6rper sind. Deswegen ist in gewisser Weise Christus (in uns) selbst der K\u00f6rper \u2013 auch wenn Jesus gleichzeitig das Haupt ist.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 13:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In diesem Vers stellt Paulus klar, wer zu diesem Leib geh\u00f6rt, von dem er nun spricht. Zum Leib Christi geh\u00f6rt, wer mit und durch den Geist Gottes getauft wurde und mit diesem erf\u00fcllt wurde.<\/li>\n\n\n\n<li>Was meint \u201egetauft\u201c hier im Kontext? Wir denken heutzutage, wenn wir das Wort \u201etaufen\u201c h\u00f6ren, meist direkt an die Wassertaufe. In der Bibel wird das Wort aber vielf\u00e4ltiger verwendet, es bedeutet auch \u201eeintauchen\u201c und wird genauso auf die Geistes-Taufe \u00fcbertragen (z.B. Mt 3,11). Hier im Kontext geht es tats\u00e4chlich in erster Linie um die Taufe mit dem Heiligen Geist, das Getr\u00e4nkt-Werden mit Heiligen Geist (vgl. zweite Versh\u00e4lfte). Damals war allerdings der normale Fall, dass Wassertaufe und Geistestaufe gleichzeitig oder direkt nacheinander stattfanden, weswegen es durchaus m\u00f6glich ist, dass Paulus hier nicht scharf abgetrennt eine der beiden Taufen meint. Durch die Taufe mit dem Heiligen Geist \u2013 meine Bekehrung \u2013 bin ich zwar Teil des Leibes Christi. Im Normalfall soll die Wassertaufe als \u00e4u\u00dferer Vollzug aber m\u00f6glichst in direktem Zusammenhang stehen.<\/li>\n\n\n\n<li>Paulus stellt besonders heraus, dass jeder, der den Heiligen Geist hat, zu diesem K\u00f6rper dazu geh\u00f6rt: Juden und Griechen, Sklaven und Freie (vgl. \u00e4hnlich Gal 3,28 und Kol 3,11). Im Gegensatz zu der klaren Trennung dieser kulturellen, religi\u00f6sen und sozialen Gruppen, sollen bzw. sind wir als Christen durch den Heiligen Geist in uns eins! In der christlichen Gemeinde soll kein Unterschied gemacht werden \u2013 ob arm oder reich, ob Deutscher oder Migrant, ob scheinbar \u201estark\u201c oder \u201eschwach\u201c. Alle sind ein K\u00f6rper.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 14:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>W\u00e4hrend in Vers 12 die Einheit im Fokus stand, betont Paulus hier die Vielfalt in einem K\u00f6rper, die Originalit\u00e4t jedes einzelnen K\u00f6rperteils. In der Gemeinde gibt es nicht nur ein Glied, sondern viele, ganz unterschiedliche, Gemeinde-Mit-Glieder.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 15-19:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Von Vers 15-19 f\u00fchrt Paulus am Beispiel der K\u00f6rperteile aus, was er in Vers 12-14 schon als theologische Grundlage gelegt hat. Zuerst geht es darum, dass jedes K\u00f6rperteil ein Teil des K\u00f6rpers ist (Vers 12-13 und Vers 15-16). Dann geht es darum, dass es unterschiedliche K\u00f6rperteile braucht und nicht jedes gleich sein soll (Vers 14 und Vers 17-19).<\/li>\n\n\n\n<li>Jedes K\u00f6rperteil geh\u00f6rt zum K\u00f6rper und funktioniert ohne K\u00f6rper nicht mehr. Wenn Ohr oder Hand meinen, sie seien besonders, ist es doch absurd zu meinen, sie seien irgendetwas ohne den Rest des K\u00f6rpers. Wenn ein K\u00f6rperteil meint, es hat eine besonders wichtige Funktion und k\u00f6nne sich deswegen von den anderen abheben \u2013 auch dieses Teil ist nur Teil des einen K\u00f6rpers. Wenn ein K\u00f6rperteil meint, es sei zu schwach und habe keine Funktion am K\u00f6rper und werde nicht gebraucht \u2013 auch dieses K\u00f6rperteil ist Teil des K\u00f6rpers. In der Gemeinde sind alle gemeinsam ein Leib, ein K\u00f6rper \u2013 ganz egal wie \u201ewichtig\u201c die Person rein menschlich gesehen f\u00fcr die Gemeinde ist.<\/li>\n\n\n\n<li>Wenn ein K\u00f6rperteil bzw. ein Gemeindemitglied meint, es sei das einzig wichtige, ist das Schwachsinn. Ein einzelnes Glied ist nicht ein ganzer K\u00f6rper. Wenn es nur ein K\u00f6rperteil gebe, w\u00fcrde ganz viel anderes fehlen.<\/li>\n\n\n\n<li>Vers 18 macht klar: Gott hat den K\u00f6rperteilen ihre Aufgabe gegeben, Gott ist es, der bestimmt, wer in der Gemeinde welche Aufgabe und Funktion hat bzw. haben kann. Die Ordnung und die Aufteilung der K\u00f6rperteile entspringt Gottes souver\u00e4nem Willen \u2013 er hat es gemacht, wie er wollte.<\/li>\n\n\n\n<li>In Vers 17-19 wird im Bild der K\u00f6rperteile wieder hervorgehoben, dass die Vielfalt ein Wert und ein Schatz ist, den es braucht, trotz der Einheit, die ein K\u00f6rper ist und auch sein muss (15-16).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 20:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Paulus fasst nochmal Vers 12-19 in einem kurzen Statement zusammen: Ein Leib \u2013 viele Glieder, also die Gemeinde ist eine Einheit in ihrer Vielfalt!<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 21:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nachdem Paulus in Vers 12-20 dargelegt hat, dass, die Gemeinde trotz der Vielfalt eine Einheit ist, beschreibt er jetzt die Rolle der K\u00f6rperteile untereinander. In diesem Vers beschreibt er den ersten Aspekt: Die K\u00f6rperteile brauchen sich gegenseitig.<\/li>\n\n\n\n<li>Es f\u00e4llt auf, dass hier der Kopf einfach als ein K\u00f6rperteil genannt wird, das auch andere bedarf \u2013 also Paulus verwendet hier im Bild nicht Jesus als Haupt (wie an anderen Stellen).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 22-23:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In diesen beiden Versen werden wahrscheinlich dreimal dieselben Glieder beschrieben: die schw\u00e4cheren sind die uns weniger ehrbar erscheinen und auch die weniger anst\u00e4ndigen. Es ist gut m\u00f6glich, dass bei allen drei Beschreibungen an die Geschlechtsteile gedacht ist \u2013 da nur auf sie zutrifft, dass sie mit besonderer Ehre bekleidet werden und dass sie irgendwie unanst\u00e4ndig und unansehnlich sind, gleichzeitig aber sehr viel Ansehen haben. Die Geschlechtsteile sind besonders wichtig, da nur durch sie die Fortpflanzung m\u00f6glich ist, deswegen bringen wir ihnen besonderen Respekt entgegen.<\/li>\n\n\n\n<li>So soll es auch in der Gemeinde sein: Die Gemeindeglieder, die auf eine gewisse Weise unehrenhaft sind, schwach sind, die sollen besonderer Ehre gew\u00fcrdigt werden, weil gerade sie wichtig sind! Manchmal sind m\u00f6glicherweise diese gerade zur \u201eFortpflanzung\u201c \u2013 zur Evangelisation \u2013 besonders wichtig. In Zusammenhang mit 1Kor 8,9-12, wo Paulus uns zur R\u00fccksichtnahme bei schwachen Gemeindemitgliedern auffordert, ergibt sich, dass die Schwachen diejenigen sein k\u00f6nnen, die bei manchen Punkten schnell Gewissensbisse haben. In Zusammenhang mit 1Kor 9,22 l\u00e4sst sich das auch mit der Mission verbinden (was zur Fortpflanzung passt), da Paulus dort sagt, dass er auch im missionarischen Kontext bereit ist, f\u00fcr Schwache auf manches zu verzichten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 24-25:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gott ist es, der den Leib, die Gemeinde, zusammengef\u00fcgt hat. Auf dieser Grundlage baut die Gemeinde auf und das kn\u00fcpft am ersten Teil an, in dem Paulus sagt, dass der Heilige Geist derjenige ist, der uns verbindet. Paulus f\u00fchrt das hier jetzt weiter aus und sagt, dass auch Gott dem geringeren Gemeindeglied h\u00f6here Ehre gegeben hat. Das Ziel Gottes dabei ist es, dass es keine Spaltung in der Gemeinde gibt, sondern alle eintr\u00e4chtig f\u00fcreinander sorgen.<\/li>\n\n\n\n<li>Was meint das? Im R\u00fcckblick auf den Korintherbrief wird deutlich, was die Korinther alles spaltete und wie sie auf h\u00f6here Ehre aus waren. Da ist die Frage, wer den besseren Lehrer hat (1Kor 1,10ff), wer die gr\u00f6\u00dfere Weisheit hat (1Kor 2), wer die gr\u00f6\u00dfere Freiheit hat (1Kor 6), wer die gr\u00f6\u00dfere Gabe hat (1Kor 14) und weiteres. Anstatt dass diese Uneinigkeiten zur Spaltung f\u00fchren, sollen die Gemeindemitglieder f\u00fcreinander da sein \u2013 und um das deutlich zu machen, sagt Paulus, dass Gott gerade dem scheinbar Geringen besondere Ehre gibt.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir sind in der Gemeinde daf\u00fcr zust\u00e4ndig, f\u00fcreinander zu sorgen und nach dem anderen zu schauen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 26:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die allgemeine Aussage aus Vers 25 wird fortgef\u00fchrt: Als Christen sollen wir ein Verbundenheitsgef\u00fchl mit anderen Christen haben \u2013 mit ihnen leiden und uns mit ihnen freuen. Das bedeutet, wenn es dem anderen schlecht geht, nach ihm zu sehen \u2013 auch wenn er vielleicht einer anderen sozialen Schicht oder einer anderen kulturellen Gruppe angeh\u00f6rt.<\/li>\n\n\n\n<li>Auf der anderen Seite hei\u00dft es auch, wenn jemand geehrt wird, sich mitzufreuen f\u00fcr ihn. Ehrung wird hier von Paulus nicht als falsch dargestellt \u2013 sondern stattdessen d\u00fcrfen wir uns miteinander freuen, wenn jemand geehrt wird.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 27:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Dieser Vers schlie\u00dft das Bild des Leibes ab \u2013 es ist einerseits eine Zusammenfassung des davor gesagten und gleichzeitig eine Einleitung zum folgenden. Das erste Mal wird der Leib eindeutig mit der Gemeinde als Leib Christi identifiziert. Damit beginnt die Einleitung f\u00fcr Vers 28-31, in denen an einigen Gaben beispielhaft gesagt wird, wie die unterschiedlichen K\u00f6rperteile in der Gemeinde aussehen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 28-31:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Paulus z\u00e4hlt nun einige Gaben in der Gemeinde auf (wie auch schon in Vers 1-11). Die hier aufgez\u00e4hlten Gaben sind: Apostel, Propheten, Lehrer, Wunderkr\u00e4fte, Heilung, Gabe zu helfen, Leitung und Sprachenrede. Er betont dann, dass nicht jeder jede Gabe hat, sondern sie wie bei K\u00f6rperteilen verteilt sind.<\/li>\n\n\n\n<li>In Vers 31 geht es darum, dass man nach den gr\u00f6\u00dferen Gaben streben soll \u2013 und der gr\u00f6\u00dfte Weg, die Liebe, wird dann in 1Kor 13 aufgezeigt.<\/li>\n\n\n\n<li>F\u00fcr die Auslegung dieser Verse ist relevant, ob man davon ausgeht, dass es noch alle Geistesgaben gibt, oder dass manche aufgeh\u00f6rt haben (Cessationismus). Aus meinem aktuellen Verst\u00e4ndnis gibt es alle der ausgef\u00fchrten Gaben noch. Zum einen, weil im Kontext (sowohl hier als auch bei anderen Gabenlisten) keine Unterscheidung getroffen wird. Es wird an die Gemeinde geschrieben und davon ausgegangen, dass es die Gaben auch zu der Zeit (mind. 20 Jahre nach Christi Kreuzigung) noch ganz normal gibt. Zum andern, weil sich mir bei der Betrachtung der einzelnen Gaben nicht erschlie\u00dft, warum es eine davon nicht mehr geben sollte. Je nachdem, wie die grundlegende theologische Entscheidung ausf\u00e4llt, gilt es dann zu \u00fcberlegen, was die einzelnen Gaben meinen und wie diese heute in der Gemeinde konkret aussehen. Da es an diesem Sonntag vor allem um die Gemeinde als Leib gehen soll und der Schwerpunkt nicht auf den Gaben liegt, f\u00fchre ich die einzelnen Gaben nicht weiter aus. Wer sich intensiver mit dem Thema Geistesgaben und den einzelnen Gaben besch\u00e4ftigen will, kann dazu gerne Kommentare oder Dogmatiken lesen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Epheser 4,11-16:<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum direkten Kontext im Epheserbrief:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In Epheser 4 geht es allgemein um die Einheit im Geist und die Vielfalt der Gaben. Schon in Epheser 4,4 ist von \u201eeinem Leib\u201c die Rede \u2013 und einigen anderen Dingen, die uns vereinen. In Vers 7-10 geht es darum, dass Christus in den Himmel aufgefahren ist, und jedem Christen Gaben gegeben hat. Diese Gaben werden dann in unserem Abschnitt zuerst beispielshaft ausgef\u00fchrt (Vers 11). Daraufhin f\u00fchrt Paulus aus, wozu die Gaben dienen: Sie sollen den Leib \u2013 die Gemeinde \u2013 erbauen, zur geistlichen Reife und Einheit f\u00fchren, und so zum gemeinsamen Wachstum in Liebe f\u00fchren. Ab Vers 17 f\u00fchrt Paulus dann aus, wie sich hierzu der einzelne Christ vom alten zum neuen Menschen ver\u00e4ndern soll.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 11:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Auch in diesem Vers werden f\u00fcnf Gaben bzw. \u00c4mter aufgez\u00e4hlt, f\u00fcr die man eingesetzt werden kann: Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer. In den n\u00e4chsten Versen wird dann \u2013 anhand des Bildes des Leibes \u2013 erkl\u00e4rt, wof\u00fcr die verschiedenen Gaben gegeben sind.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 12:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Gaben sind den Christen gegeben, damit die Heiligen zuger\u00fcstet und ausger\u00fcstet sind, aneinander zu dienen und den Leib aufzuerbauen. Was meint das konkret? Diejenigen, die diese Gaben bekommen haben, sollen alle Gl\u00e4ubigen zur\u00fcsten, damit sie dann einander dienen k\u00f6nnen und gemeinsam den Leib Christi voranbringen. Alle Christen sind am Aufbau des Leibes Christi beteiligt, das betrifft nicht nur eine geistliche Elite, Vollzeitliche oder besonders Begabte. Das Ziel der Zur\u00fcstung ist zum einen ganz allgemein der Dienst an den Mitmenschen und zum anderen speziell der Aufbau der Gemeinde.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 13-15<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In Vers 13 wird das Ziel des Gemeindeaufbaus geschildert: Jedes Gemeindemitglied soll zur geistlichen Reife kommen. In Vers 14 und 15 wird dann zuerst geschildert, wie geistliche Reife nicht aussieht und dann, was geistliche Reife ausmacht.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Ziel der geistlichen Reife ist es, dass alle (nicht nur einzelne!) zur Einheit des Glaubens und zur Erkenntnis des Sohnes Gottes. Einheit des Glaubens meint die gemeinsame Grundlage des Glaubens, die man mehr und mehr lernt, die sich beispielsweise in einem Glaubensbekenntnis ausdr\u00fccken kann. Erkenntnis des Sohnes Gottes meint, die F\u00fclle, die in Jesus verborgen liegt (Kol 2,4), mehr und mehr zu erkennen und zu verstehen, wer er ist und was er f\u00fcr uns getan hat.<\/li>\n\n\n\n<li>Einen reifen Christen, der im Glauben erwachsen ist, macht nach Vers 14 aus, dass er nicht mehr hin- und hergeworfen wird von jeglicher Lehre. Er kann T\u00e4uschungsman\u00f6ver erkennen und h\u00e4lt trotzdem den richtigen Kurs.<\/li>\n\n\n\n<li>Einen reifen Christen macht aus, dass er \u2013 voller Liebe \u2013 an der Wahrheit festh\u00e4lt. Wir sollen mehr und mehr Christus \u00e4hnlich werden und zu ihm als Haupt hinwachsen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 16:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Dieser Vers ist, wenn es um das Bild des Leibes f\u00fcr die Gemeinde geht, der zentrale Vers. Jesus wird hier als Haupt des Leibes beschrieben, zu dem nach Vers 15 der Christ mehr und mehr hinwachsen soll.<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus ist dann derjenige, durch den ganzen Leib (die Gemeinde) zusammengef\u00fcgt, zusammengehalten und gest\u00fctzt wird. Er h\u00e4lt die Gemeinde zusammen und verbindet sie. Jedes einzelne K\u00f6rperteil leistet dazu seinen Beitrag \u2013 nach der ihm zugeschriebenen Aufgabe. So w\u00e4chst die Gemeinde heran. Paulus betont nochmal extra, dass die Liebe ein elementarer Bestandteil ist, damit die Gemeinde wachsen kann.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Bibelstellen zum Bild des Leibes Christi: R\u00f6m 12,4ff; 1Kr 10,17; Eph 1,23; 4,4ff; Kol 1,18; 2,19; 3,15.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Korintherbrief und der Epheserbrief behandeln dasselbe Thema auf etwas unterschiedliche Weise: Die Einheit und Vielfalt der Gemeinde anhand des Bildes des Leibes bzw. K\u00f6rpers. Grunds\u00e4tzlich lassen sich diese Texte und das Bild des K\u00f6rpers gut auf unsere Gemeinde heute anwenden. Dabei gilt aber zu \u00fcberlegen: An welchen Punkten fehlt es uns heute an Einheit und wo sch\u00e4tzen wir die Unterschiedlichkeit nicht angemessen? Hier stehen unsere konkreten Gemeinden nicht zwingend vor den gleichen Problemen wie die Gemeinde damals. Gerade Korinth mit seinen unterschiedlichen Kulturen und unterschiedlichen sozialen Schichten hat aber manche Parallelen zu den Christen in unsere Ortschaften und St\u00e4dten. Gerade im politischen Kontext in Deutschland ist die Spannung zwischen Einheit und Vielfalt (auf einer anderen Ebene) aktuell ein Thema. Darauf kann gut eingegangen werden. Das Christentum \u2013 insofern de Menschen Christen sind \u2013 ist tats\u00e4chlich eine L\u00f6sung, wie Einheit und Vielfalt auf einer gemeinsamen wirklichen Grundlage \u2013 Jesus Christus \u2013 m\u00f6glich sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Predigtsonntag ist der erste in den Sommerferien, was m\u00f6glicherweise beeinflusst, wer die H\u00f6rer sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn es um das Thema Einheit und Vielfalt insgesamt geht, ist zu ber\u00fccksichtigen und abzuw\u00e4gen, inwieweit theologisch darauf eingegangen wird, wann Spaltung angemessen ist oder wann nicht. Einige wichtige Grundlagen legt unser Text hierzu, auch wenn das Thema nicht ersch\u00f6pfend behandelt wird. In verschiedenen Gemeindeverb\u00e4nden (weltweit gesehen, aber auch in Deutschland) gibt es aktuell Trennungen \u2013 beispielsweise relativ frisch noch die Trennung des Christusforums vom Bund Evangelisch-freikirchlicher Gemeinden. Gerade wenn \u00fcber das Aushalten der Unterschiedlichkeit am Leib gepredigt wird, gilt es sensibel daf\u00fcr zu sein, wo hierbei auch Grenzen liegen k\u00f6nnen und wo nicht \u2013 wenn beispielsweise keine gemeinsame Glaubensgrundlage gegeben ist (vgl. Eph 4,13) \u2013 ist das gemeinsame Wachstum nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es k\u00f6nnte auf die aktuell teilweise in der Kirchenlandschaft bestehende Debatte eingegangen werden \u2013 kann ein Afd-W\u00e4hler (oder auch der W\u00e4hler einer anderen Partei) in der Gemeinde mitarbeiten. Vielleicht ist es aber je nach Gemeinsituation auch besser, dieses politische Thema zu umschiffen. Gleich wie in der Anwendung ausgef\u00fchrt gilt aus meiner Sicht auch in diesem Fall: Jeder kann Teil der Gemeinde werden, auch wenn man deswegen nicht immer alles gut hei\u00dfen muss, was der andere tut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1Kor 12:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 12-20: Wir sind eine vielf\u00e4ltige Einheit durch den Heiligen Geist<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wenn uns Einheit in der Gemeinde manchmal unm\u00f6glich scheint, d\u00fcrfen wir uns klar machen: Christus in uns ist das, was uns verbindet, das Band der Liebe, durch das wir eins sind.<\/li>\n\n\n\n<li>Durch die Taufe mit dem Heiligen Geist, die Wiedergeburt, werden wir Christen und sind Teil des K\u00f6rpers. Wie auch Fu\u00dfballfans von einem gemeinsamen \u201eGeist\u201c getragen werden k\u00f6nnen, so sind Christen mit echtem Heiligen Geist erf\u00fcllt und dadurch verbunden. Hier kann auch eine Einladung an Nichtchristen ausgesprochen werden, dass jeder durch den Heiligen Geist und durch Jesu Tod Teil dieser Gemeinschaft werden kann.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine gro\u00dfe Frage heutzutage (auch politisch) ist: Wie kann Einheit gelingen trotz Vielfalt? Braucht es eine Leitkultur? Braucht es gemeinsame Werte, eine gemeinsame Grundlage? F\u00fcr Christen ist diese Frage klar: Die entscheidende Gemeinsamkeit in der Gemeinde ist der Heilige Geist\/Christus in uns. Klar identifizieren sollen wir uns somit vor allem als Gegen\u00fcber der Nichtchristen, die nicht vom Heiligen Geist erf\u00fcllt sind (und nicht in erster Linie im Unterschied zu anderen christlichen Str\u00f6mungen).<\/li>\n\n\n\n<li>Wie zeigt sich bei unseren Gemeinden, dass wir ein Leib Christi sind \u2013 auch wenn wir unterschiedlichen sozialen Schichten oder Kulturen angeh\u00f6ren, auch wenn wir unterschiedliche Interessen au\u00dferhalb des Glaubens haben? Inwieweit dr\u00fcckt sich diese Vielfalt (sowohl verschiedener Altersgruppen als auch verschiedener Kulturen und sozialen Schichten) in unseren Gemeinden aus? Wenn nein, was sind m\u00f6gliche Gr\u00fcnde daf\u00fcr?<\/li>\n\n\n\n<li>Wir brauchen unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Begabungen, wenn wir alle gleich sind, fehlt etwas! Wo st\u00f6ren wir uns an anderen \u201ePersonentypen\u201c mit anderen Begabungen? Wie k\u00f6nnen wir sie stattdessen gerade als Bereicherung wahrnehmen \u2013 eine bereichernde Vielfalt?<\/li>\n\n\n\n<li>Es gibt Menschen in der Gemeinde, mit denen man sich schwertut, die einen nerven, \u00fcber die man manchmal w\u00fctend ist, die einen st\u00f6ren. Wahrscheinlich geht es anderen auch mit mir so. Auch mit ihnen bin ich ein Leib in Christus.<\/li>\n\n\n\n<li>Jeder ist gleich wichtig ein Teil der Gemeinde. Wer meint, er habe eine besondere Gabe und sich als besonders wichtig f\u00fcr die Gemeinde hervorheben will, liegt falsch. Niemand ist etwas Besonderes in der Gemeinde, das widerspricht einer christlichen Demut. Wer meint, er werde nicht in der Gemeinde gebraucht, liegt genauso falsch, denn auch er ist genauso ein wichtiger Teil des K\u00f6rpers. Jeder ist besonders und wichtig in der Gemeinde \u2013 auch wenn niemand im Vergleich zu anderen etwas Besonderes ist. Minderwertigkeitsgedanken sind hier fehl am Platz, weil Gott jeden so eingesetzt hat, wie er will \u2013 das darf eine Ermutigung aber auch eine Zurechtweisung sein.<\/li>\n\n\n\n<li>Hier kann man auch zusprechen: Du bist wichtig am K\u00f6rper, ob du betest, einen Kuchen backst, putzt, den Kranken besuchst, Jungschar oder Kindergottesdienst, Technik oder Musik machst \u2013 egal wo du dich einbringst, du bist gebraucht! (Vgl. ein K\u00f6rperteil, das man auf den ersten Blick als unwichtig ansieht, das aber wichtig ist.)<\/li>\n\n\n\n<li>Wichtig ist: Ein Leib bedeutet nicht, dass ich alles guthei\u00dfen muss, was andere tun. Es gibt Menschen, die Christen sind, und m\u00f6glicherweise echt schlimme und falsche Dinge getan haben \u2013 auch wenn ich im Einzelfall nicht beurteilen kann, wer wirklich Christ war\/ist oder nicht (ob Kindesmissbrauch bzw. Vertuschung desselben in deutschen Kirchen, russische Christen, die fest hinter Putin stehen, Christen in Deutschland, die fest hinter Hitler standen, \u2026). Wir k\u00f6nnen Dinge, die auch innerhalb der Christenheit geschehen, ganz klar kritisieren, ohne damit zwingend zu sagen, dass jede dieser Personen kein Christ war oder ist und nicht zum Leib Christi geh\u00f6rt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 21-27:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wir brauchen einander in der Gemeinde \u2013 gerade in der Unterschiedlichkeit und Vielfalt. In der Gemeinde profitieren wir davon, dass wir Menschen jedes Alters, jeder Herkunft und Kultur, jeder sozialen Schicht und mit unterschiedlichen Begabungen haben! Man kann hier \u00fcberlegen: An welchen Punkten ist das wichtig und wo profitiere ich davon?<\/li>\n\n\n\n<li>Es gibt kein Einzelg\u00e4nger-Christentum, ein K\u00f6rperteil kann nicht alleine existieren.<\/li>\n\n\n\n<li>Wollen wir auch \u00e4u\u00dferlich verbindlich durch Gemeindemitgliedschaft zeigen, dass wir Teil des K\u00f6rpers sind?<\/li>\n\n\n\n<li>Wer sind die schwachen Gemeindemitglieder bei uns, die besondere R\u00fccksicht bed\u00fcrfen? Wo bin ich m\u00f6glicherweise selbst schwach (oder f\u00fchle mich schwach) und Gott sagt mir zu, dass ich gebraucht bin?<\/li>\n\n\n\n<li>Gott ist es, der den Leib zusammengef\u00fcgt hat, das m\u00fcssen wir nicht sein.<\/li>\n\n\n\n<li>Wo sind wir in der Gefahr spalterisch unterwegs zu sein in der Gemeinde? Was sind Punkte, die uns zurecht von anderen \u201eabgrenzen\u201c \u2013 und wo sollten wir als Christen zusammen stehen, weil wir ein Leib sind? \u201eAnma\u00dfende \u00c4u\u00dferungen \u00fcber die Wichtigkeit der eigenen Position und der eigenen Gaben darf es genauso wenig geben wie verachtende Urteile \u00fcber die angebliche Bedeutungslosigkeit anderer Mitchristen und ihrer weniger spektakul\u00e4ren Gaben.\u201c (Schnabel)<\/li>\n\n\n\n<li>Die Aufforderung zur Verbundenheit mit dem Rest des K\u00f6rpers in Vers 26 kann uns in verschiedenen Bereichen herausfordern: Wir sehr leiden und freuen wir uns mit anderen Christen, anderen Gemeinden, anderen Gemeinderichtungen auch vor Ort mit und leiden mit ihnen mit? Leiden wir mit den verfolgten Christen weltweit mit und freuen uns mit den Gebieten, in denen Erweckung geschieht? Haben wir daf\u00fcr \u00fcberhaupt einen Blick?<\/li>\n\n\n\n<li>Ein konkretes Beispiel: Ist beispielsweise der wohlhabende Villenbesitzer dazu bereit, einen kranken und armen Handwerker zuhause zu besuchen und f\u00fcr ihn zu beten? Oder ist auf der anderen Seite der Handwerker dazu bereit, in die f\u00fcr ihn vielleicht eher seltsame gro\u00dfe Villa zu gehen um dort den reichen, kranken Bruder zu besuchen und f\u00fcr ihn zu beten?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 28-31:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gott gibt unterschiedlichste Geistesgaben \u2013 auch uns heute \u2013 die wir f\u00fcr den Leib einsetzen d\u00fcrfen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Epheser 4:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 11-16:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zum Gemeindebau und Wachstum des Leibes geh\u00f6rt das Reifwerden des einzelnen Christen in der Gemeinde.<\/li>\n\n\n\n<li>Man kann anhand der Punkte des reifen Christen in Epheser 4 durchgehen und \u00fcberlegen, wo der einzelne und wir als Gemeinde miteinander in diesen Punkten wachsen. Wo haben wir die M\u00f6glichkeit, die gemeinsame Glaubensgrundlage zu festigen? Mehr zu lernen, wer Jesus ist und was er f\u00fcr uns getan hat? Wo arbeiten wir gemeinsam daran, dass wir fest auf der Grundlage der Bibel stehen, damit wir nicht von jeder Lehre hin und her geworfen werfen? Wie lernen wir das Zusammenspiel von Wahrheit und Liebe, das einen reifen Christen ausmacht, gut auszuleben?<\/li>\n\n\n\n<li>Auch im Epheserbrief steht als eine Anwendung und Zusage da, dass Jesus es letztendlich ist, der die Gemeinde zusammenf\u00fcgt und sie in der Liebe wachsen l\u00e4sst.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eine kritische Anfrage von Nichtchristen bei diesem Thema kann sein: Die Christen haben doch so viele Untergruppen, Konfessionen, Spaltungen (mindestens so schlimm wie andere Religionen). Wie k\u00f6nnen die sich herausnehmen, von einer Einheit zu reden? Daf\u00fcr ist die Unterscheidung zwischen sichtbarer und unsichtbarer Kirche wichtig. Die sichtbare \u00e4u\u00dfere Kirche ist leider h\u00e4ufig zerteilt und zerspalten auf dieser Erde; der Leib Christi, der durch den Heiligen Geist verbunden ist und nicht durch \u00e4u\u00dfere Strukturen, ist und bleibt aber eins.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ziel der Predigt ist, dass die Gottesdienstbesucher erkennen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Warum wir nur durch Jesus wirklich verbunden sind.<\/li>\n\n\n\n<li>Warum wir einander brauchen \u2013 gerade in unserer Unterschiedlichkeit.<\/li>\n\n\n\n<li>Warum Einheit und Vielfalt nur auf einer gemeinsamen Grundlage \u2013 Jesus \u2013 m\u00f6glich ist.<\/li>\n\n\n\n<li>Warum es genial ist, Teil des K\u00f6rpers Christi, der Gemeinde, zu werden und zu sein. (Als Einladung an Nichtchristen und zur Wertsch\u00e4tzung der Gemeinde durch Christen).<\/li>\n\n\n\n<li>Warum verbindliche Gemeindemitgliedschaft wichtig ist.<\/li>\n\n\n\n<li>Warum wir einander brauchen, um zu reifen Christen zu werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einheit in Vielfalt ist m\u00f6glich \u2013 in Jesus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lasst uns wirkliche Mit\u201cglieder\u201c sein!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Leib \u2013 viele Glieder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gemeinde \u2013 der Leib Christi.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunt und rund.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe und lebe ich meinen K\u00f6rper \u2013 die Gemeinde?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu Beginn nochmal die Textgliederung, aus der sich die Predigtgliederung ergeben sollte. Bei diesen umfangreichen zwei Texten, kann man durchaus \u00fcberlegen, nur einen der beiden Texte oder nur manche Gedanken aus den Texten mit aufzunehmen, da nicht jeder Punkt ausf\u00fchrlich behandelt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Textgliederung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1Kor 12,12-31:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Einheit der Gemeinde in ihrer Vielfalt ist durch Christus gegeben (12-20).<ol><li>Die Gemeinde ist als ein Leib in Jesus und im Heiligen Geist eins (12-13).<\/li><\/ol><ol><li>Die Gemeinde besteht aus unterschiedlichen und vielf\u00e4ltigen Gliedern (14).<\/li><\/ol><ol><li>Jedes K\u00f6rperglied geh\u00f6rt ganz zu dem einen K\u00f6rper (15-16).<\/li><\/ol><ol><li>Es braucht unterschiedliche K\u00f6rperteile f\u00fcr einen K\u00f6rper (17-19).<\/li><\/ol>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Zusammenfassung: Viele verschiedene K\u00f6rperteile ergeben einen K\u00f6rper (20).<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Die Gemeindemitglieder sollen wie K\u00f6rperteile eng verbunden miteinander sein und f\u00fcreinander leben (21-27).<ol><li>Die Gemeindeglieder brauchen sich in ihrer Unterschiedlichkeit gegenseitig (21).<\/li><\/ol><ol><li>Gerade die scheinbar schwachen und unehrenhaften Gemeindemitglieder sind besonderer Ehre wert und geh\u00f6ren zur Gemeinde (22-24).<\/li><\/ol>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Gemeindemitglieder leiden und freuen sich miteinander und schauen aufeinander (25-26).<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Jeder in der Gemeinde ist mit unterschiedlichen Geistesgaben ausgestattet und tr\u00e4gt somit zum K\u00f6rper etwas bei (27-31).<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eph 4,11-16:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Gott setzt in der Gemeinde verschiedene \u00c4mter ein (11).<\/li>\n\n\n\n<li>Die Gaben der \u00c4mter sollen dazu dienen, dass alle Christen bef\u00e4higt werden, Gemeinde zu bauen (12).<\/li>\n\n\n\n<li>Gemeinbau bedeutet unter anderem, dass der einzelne Christ zum reifen Christsein findet (13-15).<ol><li>Ein reifer Christ lernt die gemeinsame Glaubensgrundlage und erkennt mehr und mehr, wer Jesus ist und was er f\u00fcr uns getan hat (13).<\/li><\/ol><ol><li>Ein reifer Christ \u00e4ndert nicht bei jeder Lehre seine Meinung und l\u00e4sst sich davon verunsichern (14).<\/li><\/ol>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Ein reifer Christ ist der Wahrheit in Liebe verpflichtet und w\u00e4chst zu Christus bin (15).<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Durch Christus ist die Gemeinde zusammengef\u00fcgt, verbunden und w\u00e4chst in Liebe (16).<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Predigtgliederung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einheit und Vielfalt in der Gemeinde ist m\u00f6glich \u2013 in Christus.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" style=\"list-style-type:lower-alpha\">\n<li>Geschenkte Einheit: Wir sind ein Leib durch Christus und den Heiligen Geist (1Kor 12,12-13.15-16; Eph 4,16).<\/li>\n\n\n\n<li>Bereichernde Vielfalt: Wir brauchen uns gerade in unserer Unterschiedlichkeit und mit unseren verschiedenen Gaben (1Kor 12,14.17-20).<\/li>\n\n\n\n<li>\u00a0\u00a0Enge Gemeinschaft, auch mit den scheinbar schwachen Christen, f\u00fchrt zum Wachstum des Leibes und des einzelnen Christen (1Kor 12,21-26; Eph 4,12-15).<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oder:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein K\u00f6rper \u2013 viele K\u00f6rperteile.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" style=\"list-style-type:lower-alpha\">\n<li>Wodurch bin\/werde ich Teil des K\u00f6rpers der Gemeinde?<\/li>\n\n\n\n<li>Warum braucht die Gemeinde auch mich (schr\u00e4gen Vogel)?<\/li>\n\n\n\n<li>\u00a0\u00a0Warum brauche ich die anderen (schr\u00e4gen V\u00f6gel) in der Gemeinde?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oder:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunt und rund.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" style=\"list-style-type:lower-alpha\">\n<li>Eine runde Sache \u2013 warum Christen eins sein k\u00f6nnen.<\/li>\n\n\n\n<li>Ein bunter Haufen \u2013 warum jeder in der Gemeinde gebraucht wird.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">oder nach Krimmer zu 1Kor 12: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" style=\"list-style-type:lower-alpha\">\n<li>ein Leib<\/li>\n\n\n\n<li>viele Glieder<\/li>\n\n\n\n<li>\u00a0\u00a0so will es Gott<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bild des K\u00f6rpers kann man in verschiedener Weise gut verwenden.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Man kann mit dem eigenen K\u00f6rper vormachen, dass es nicht funktioniert, wenn K\u00f6rperteile in unterschiedliche Richtungen ziehen.<\/li>\n\n\n\n<li>Man kann medizinische Beispiele bringen, wo K\u00f6rperteile sich gegenseitig brauchen oder miteinander leiden. Beispielsweise f\u00fchrt eine falsche Fu\u00dfhaltung langfristig dazu, dass zuerst die Knie und dann auch die H\u00fcfte kaputt geht \u2013 man sollte also schon nach dem Fu\u00df schauen!<\/li>\n\n\n\n<li>Oder ein positives Beispiel: Wenn ich drau\u00dfen bin an der Sonne bin und diese mir auf die Haut strahlt, produziert der K\u00f6rper Vitamin D. Dieses Vitamin D brauchen dann die Nerven, die Muskeln und es hat auch Auswirkungen auf die Stimmung. Also, wenn sich die Haut der Sonne aussetzt, profitiert der ganze K\u00f6rper davon! \u00a0\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Es gibt Organe, die man gar nicht kennt oder die einem \u00fcberfl\u00fcssig erscheinen, aber die man unbedingt braucht, zum Beispiel der Thymus: Der Thymus ist in der Kindheit wichtig, damit das Immunsystem ausgebildet wird \u2013 nach der Kindheit kann er wieder verk\u00fcmmern. Oder das zweite Ohr: Man meint vielleicht auf den ersten Blick, warum brauche ich zwei Ohren, reicht nicht eines? Mit nur einem Ohr h\u00f6re ich zwar scheinbar genauso gut, kann aber beispielsweise nicht mehr h\u00f6ren, aus welcher Richtung das Ger\u00e4usch kommt!<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ein K\u00f6rperteil leidet, leiden alle mit. Hierzu kann man selbst ein Beispiel erz\u00e4hlen (von den letzten Zahnschmerzen, von einem Bruch oder Sonstiges), an dem deutlich wird, dass der ganze K\u00f6rper leidet, wenn ein Teil leidet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der anderen Seite kann man Beispiele erz\u00e4hlen, bei was sich der ganze K\u00f6rper mit freut \u2013 guter Musik, leckerem Essen, warmen Sonnenschein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Epheser werden Bilder verwendet, die ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Das Bild des Erwachsenwerdens \u2013 was muss man alles lernen, wenn man erwachsen wird? Was geh\u00f6rt entsprechend zum reifen Christen?<\/li>\n\n\n\n<li>Das Bild von Wind und Wellen, die einen umhertreiben, kann gut ausgeschm\u00fcckt oder in einer PowerPoint an die Wand geworfen werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Anschauungsmaterial k\u00f6nnte man zum Beispiel einen bunten Ball mitbringen (gerade wenn man die Predigtgliederung rund und bunt w\u00e4hlt). Der Ball rollt rund, ist ein Ball \u2013 auch wenn er v\u00f6llig bunt ist. Oder man bringt einen Fu\u00dfball mit, bei dem man gut sieht, dass er aus vielen Teilen\/Flicken zusammengesetzt ist, die einzeln nichts k\u00f6nnen, aber zusammengesetzt ein Ball sind, der rollen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemeinde ist der Leib Christi (Autor unbekannt)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Handwerker waren gerade dabei, letzte Hand an den Neubau einer Kirche zu legen. Ein Besucher stellte befriedigt fest, dass alles bald fertig sein w\u00fcrde. Alles? Sein Blick fiel auf die hohe Wand hinter dem Altar, die offenbar mit einem gro\u00dfen Christusbild geschm\u00fcckt werden sollte; denn die Kirche sollte \u201ezum guten Hirten\u201c hei\u00dfen. Man konnte aber nur die Umrisse des Hauptes, der Schultern und einem gro\u00dfen Hirtenstab erkennen. \u201eSchaffen sie das Bild denn noch bis zur Einweihung?\u201c fragte der Besucher den Bauf\u00fchrer. \u201eDas Bild ist doch fertig!\u201c. \u201eAber ich bitte sie, das meiste fehlt ja noch: Die H\u00e4nde, die F\u00fc\u00dfe, praktisch der ganze Leib.\u201c \u201eNein\u201c, beharrte der Bauf\u00fchrer, \u201edas Bild bleibt, wie es ist. Den Leib Christi bilden lebendige Menschen, diejenigen, die hier einmal zur Kirche gehen werden, die ihr Christsein wirklich ernst nehmen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Samuel Koser)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bilder der Gemeinde \u2013 Gottes Leib (Teil 2) Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Einheit in Vielfalt ist durch Jesus m\u00f6glich \u2013 wir sind Mit\u201cglieder\u201c. Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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