{"id":4997,"date":"2024-04-10T11:22:01","date_gmt":"2024-04-10T09:22:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4997"},"modified":"2024-04-10T11:22:02","modified_gmt":"2024-04-10T09:22:02","slug":"predigthilfe-vom-16-juni-2024-johannes-837-59","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-16-juni-2024-johannes-837-59\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 16. Juni 2024 &#8211; Johannes 8,37-59"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jahresthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Von der Sch\u00f6nheit der Gemeinde &#8211; biblische Bilder der Gemeinde<\/strong><br><strong>Monatsthema:<\/strong> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Leben nah bei Jesus (Johannes-Evangelium)<\/strong><br><strong>Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jesus macht uns Gott zum Vater<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (<strong>Lk 10,16a<\/strong>)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 2017 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Umst\u00e4nden kann sich auch mal der Blick in eine englische \u00dcbersetzung lohnen, weil auch in modernen deutschen \u00dcbersetzungen manchmal &#8222;fromm-deutsche&#8220; Begriffe benutzt werden, die im Englischen viel direkter und &#8222;normaler&#8220; \u00fcbersetzt sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Predigtabschnitt f\u00fcgt sich an den Text vom letzten Sonntag an. Jesus befindet sich in Jerusalem. Es ist die Zeit um das Laubh\u00fcttenfest (vgl. Joh 7). Jesus lehrt im Tempel (Joh 8,2). Das Kapitel 8 im Johannesevangelium dreht sich um das Thema S\u00fcnde der Menschen und Auftrag des Messias: freizumachen von der S\u00fcnde. Bereits in den Versen 1-11 lesen wir von der Ehebrecherin. Sie steht stellvertretend letztlich f\u00fcr alle Menschen. Alle sind S\u00fcnder vor dem Gesetz und verdienen den Tod (vgl. R\u00f6m 6,23: <em>\u201eder Lohn der S\u00fcnde ist der Tod\u201c).<\/em> Aber es gibt einen, der frei machen kann von der S\u00fcnde und vom Fluch des Gesetzes \u2013 Jesus Christus<em>. <\/em>(vgl. hierzu Gal 3,13: <em>\u201eChristus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch f\u00fcr uns geworden ist \u2013 denn es steht geschrieben: \u00bbVerflucht ist jeder, der am Holz h\u00e4ngt!\u201c) <\/em>Die Ehebrecherin bleibt am Leben, obwohl sie den Tod verdient hat. Jesus begnadigt sie, denn dazu ist er gekommen (vgl. Joh 1,16f: <em>\u201eDenn aus seiner F\u00fclle haben wir alle empfangen, und <\/em><em>\u27e8<\/em><em>zwar<\/em><em>\u27e9<\/em><em> Gnade um[9] Gnade. 17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.\u201c). <\/em>Das gro\u00dfe Stichwort ist Freiheit. Jesus ist gekommen, um uns zu begnadigen und freizumachen von der S\u00fcnde und ihrer Konsequenz \u2013 dem Tod, letztlich von der ewigen Trennung von Gott und dem ewigen Gericht in der H\u00f6lle (vgl. Offb&nbsp;20,10.14f). Freiheit hei\u00dft nach Joh 8,11ff leben im Licht, in der Gemeinschaft mit Jesus und eben nicht mehr in der Finsternis. Jesus ist das Licht und er f\u00fchrt alle aus der Finsternis, die an ihn glauben. Hier geht es um einen Herrschaftswechsel. Leben im Licht hei\u00dft: Leben mit Jesus, leben in der Nachfolge. Licht steht f\u00fcr echtes, ewiges Leben. Wer an diesen Jesus glaubt, der wird ein neuer Mensch, der ist eine neue Sch\u00f6pfung (vgl. 2Kor 5,17). Der Abschnitt Joh 8,21-30 handelt davon, dass ausschlie\u00dflich Jesus die Macht hat von der S\u00fcnde freizumachen, weil er von oben, vom Himmel, kommt und Gott ist. Wichtig ist hier Joh 8,24: <em>\u201eDaher sagte ich euch, dass ihr in euren S\u00fcnden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich <\/em><em>\u27e8<\/em><em>es<\/em><em>\u27e9<\/em><em> bin, so werdet ihr in euren S<\/em><em>\u00fc<\/em><em>nden sterben.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Menschen bleiben S\u00fcnder und sterben auch als S\u00fcnder mit all den schlimmen Konsequenzen (Gericht, Verdammnis), es sei denn, sie glauben an Jesus Christus. Was uns in den deutschen \u00dcbersetzungen etwas entgeht ist, dass Jesus hier sagt. <em>\u201eWenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin\u201c<\/em> &#8211; Man k\u00f6nnte ja fragen: <em>Dass du was bist, <\/em>oder <em>wer bist<\/em>? Im griechischen Urtext steht hier: \u1f10\u03b3\u03ce \u03b5\u1f30\u03bc\u03b9! \u1f10\u03b3\u03ce = Ich, \u03b5\u1f30\u03bc\u03b9 = ich bin. Im griechischen bestimmt das Verb das Subjekt, d.h. wenn Jesus ganz normal sagen wollte \u201eich bin\u201c, dann h\u00e4tte er schlicht \u201e\u03b5\u1f30\u03bc\u03b9\u201c gesagt. Wenn man das Subjekt betonen will, dann sagt man \u1f10\u03b3\u03ce \u03b5\u1f30\u03bc\u03b9 = Ich, Ich bin! Diese Wendung finden wir im Johannesevangelium \u00f6fter, gerade bei den \u201eIch bin Worten!\u201c Interessant ist auch die Antwort, die Jesus auf die Frage der Juden in Vers 25: <em>\u201eWer bist du?\u201c<\/em> gibt: <em>\u201eDurchaus das, was ich auch zu euch rede.\u201c<\/em><em>\u2013&gt; Ja, aber was redet er denn zu ihnen? <\/em>Dass er von oben und nicht von dieser Welt ist (V23). Gehen wir in 2.Mose 3, wo sich Gott aus dem brennenden Dornbusch Mose vorstellt und ihn beruft. Dort nennt er seinen Namen in V14 wie folgt (Zitat aus der LXX, Septuaginta, der griechischen \u00dcbersetzung des AT): \u1f18\u03b3\u03ce \u03b5\u1f30\u03bc\u03b9 \u1f41 \u1f64\u03bd \u2013 Ich bin, der ich bin. Es ist genau die gleiche Formulierung. Jesus sagt in unserem Abschnitt also nichts anderes, als dass er Gott ist \u2013 der Gott, dem Mose damals begegnet war. Den Juden war das v\u00f6llig klar, auf was Jesus mit dieser Formulierung anspielt. Deswegen sagt Jesus zu ihnen \u201e<em>Durchaus das, was ich auch zu euch rede\u201c. <\/em>Jeder Mensch stirbt in seiner S\u00fcnde, es sei denn, dass er glaubt, dass Jesus Gott ist, der die S\u00fcnde irgendwie aus der Welt schafft. Und auch das beantwortet Jesus in V28f: <em>\u201e<\/em><em>Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erh\u00f6ht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich <\/em><em>\u27e8<\/em><em>es<\/em><em>\u27e9<\/em><em> bin und dass ich nichts von mir selbst tue, sondern wie der Vater mich gelehrt hat, das rede ich. 29 Und der mich gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich allezeit das ihm Wohlgef\u00e4llige tue\u201c \u2013 <\/em>Jesus redet hier von seiner Kreuzigung. Das alles geht unserem Abschnitt voran. Und dann redet Jesus von Freiheit \u2013 der Glaube und das Bleiben in seinem Wort (echter Glaube = Bleiben in seinem Wort!) macht zu seinen J\u00fcngern. Und wer J\u00fcnger von Jesus ist, der ist auf dem Weg die Wahrheit (Jesus selbst ist die Wahrheit nach Joh 14,6) zu erkennen und diese Wahrheit wird ihn frei machen! Es geht nicht um Freiheit von den R\u00f6mern, oder von der Arbeit oder sonst was. Es geht um die Freiheit von der Herrschaft der S\u00fcnde (vgl. Joh 8,34). Der Abschnitt vor unserem Abschnitt behandelt das Thema der echten Freiheit. Nur der Messias Jesus kann den Menschen echte Freiheit schenken durch den Glauben an ihn und durch die aktive Nachfolge im Alltag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserem Abschnitt geht Jesus auf die Frage ein, wer denn wirklich ein Nachkomme Abrahams ist. Es sind alle jene, die den Weg der Freiheit beschritten haben wie Abraham \u2013 es ist der Weg des Glaubens, nicht der Weg des Gesetzes. Es ist der Glaube an Gott und sein Wort. \u00dcber Abraham hei\u00dft es in 1Mo&nbsp;15,6: <em>\u201eUnd er glaubte dem[4] HERRN; und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.\u201c <\/em>Da Jesus Gott ist und von ihm kommt, ja das Wort Gottes ist (vgl. Joh 1), ist klar, dass Kinder Abrahams die sind, die an Jesus glauben. Dieser Glaube an Jesus und sein Wort macht sie frei, ja macht sie gerecht und gibt ihnen ewiges Leben. Joh 8,51: <em>\u201eWahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand mein Wort bewahren[11] wird, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit\u201c. <\/em>Spannend ist immer die Frage: Wie reagieren andere Menschen auf Jesus? Dieser letzte Abschnitt zeigt, dass diese j\u00fcdische H\u00f6rerschaft Jesus ablehnt, ihn d\u00e4monisiert (V52), statt ihn zu \u201everg\u00f6ttern\u201c, also wahrhaft als Gott anzubeten, was er ja ist! Wir gehen gleich im Detail auf unseren Abschnitt ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserem Predigtabschnitt geht es zentral um die Frage, wessen Kinder wir Menschen sind, wer unser wahrhaftiger Vater ist. Deswegen ist das Thema der Predigt vom Verband so formuliert: Jesus macht uns Gott zum Vater. Nimmt man das Hauptthema des Kapitels auf, S\u00fcnde und wie man frei davon wird, dann muss man festhalten: Es gibt nach diesem Verst\u00e4ndnis nur einen Vater, den man haben kann. Entweder man hat den Teufel zum Vater oder eben Gott. Dabei spielt es offensichtlich keine Rolle, was die Menschen denken wessen Kinder sie sind, sondern was Gott\/Jesus denkt. Nur Jesus hat Gott zum Vater und nur er kann daf\u00fcr sorgen, dass Menschen Zugang zu diesem Vater bekommen und auch dessen Kinder werden. Das hat nichts mit biologischer Abstammung zu tun, sondern mit einer geistlichen Neugeburt (Joh 3, 2Kor 5,17).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor ich mit dir etwas in die Details zum Text gehe, m\u00f6chte ich dich einladen den Text erst einmal in aller Ruhe zu lesen. Am besten, du liest den Text einmal in der Luther-\/Elberfelder\u00fcbersetzung und danach in einer neueren \u00dcbersetzung (Ich empfehle Neue Genfer \u00dcbersetzung (NG\u00dc), oder Neue evangelistische \u00dcbersetzung (Ne\u00dc)). Ich pers\u00f6nlich mache es meistens so, dass ich den Text ausdrucke und beim Lesen schon ein paar Anmerkungen, Unterstreichungen oder Fragezeichen mache. Das hilft mir dann, den Text besser zu verstehen und ich bin fokussierter auf den Gedankengang des Textes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gute Hilfen in der Vorbereitung leisten folgende Dinge:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>MacArthur Studienbibel -> ist sehr zu empfehlen, da sie sehr bibeltreu ist und sogar gratis (<a href=\"http:\/\/www.sermononline.de\">www.sermononline.de<\/a>) als pdf zur Verf\u00fcgung steht.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Ryrie-Studienbibel -> nicht ganz so umfangreiche Textkommentierung wie die von MacArthur, aber kann erg\u00e4nzend mit hinzugezogen werden.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/dasbibelprojekt.visiomedia.org\/\">https:\/\/dasbibelprojekt.visiomedia.org\/<\/a> hier findest du kurze Videoclips \u00fcber das Matth\u00e4usevangelium. Diese helfen einen Gesamt\u00fcberblick \u00fcber den Brief zu bekommen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie m\u00fcssen wir uns die Szene in unserem Abschnitt vorstellen? Jesus war zum Laubh\u00fcttenfest nach Jerusalem gekommen. Das ganze Kapitel 8 scheint sich im Tempel abzuspielen (vgl. Joh 8,2.59). Bereits im Abschnitt vor unserem Predigttext redet Jesus sowohl zu seinen J\u00fcngern (Joh 8,31: <em>\u201eJesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten\u201c) <\/em>also auch zu den anderen Juden, die wohl dabeistanden. (Joh 8,33: <em>\u201eSie antworteten ihm\u201c <\/em>Sie muss sich auf ungl\u00e4ubige Juden beziehen, sonst macht der darauffolgende Dialog keinen Sinn). Es war nichts untypisches, dass Rabbies im Tempel lehrten oder dass man sich zum theologischen Austausch im Tempel traf. Selbst als Jesus 12 Jahre alt war, sehen wir ihn im Austausch mit den Schriftgelehrten im Tempel (Lk 2,41ff).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Abschnitt vertieft jetzt das Gespr\u00e4ch von Jesus mit den ungl\u00e4ubigen Juden. Sie haben sich bereits im Abschnitt Joh 8,31-36 als Abrahams Nachkommenschaft geoutet. Unser Abschnitt beginnt mit den Worten Jesus: <em>\u201eIch wei\u00df, dass ihr Abrahams Nachkommen seid\u201c. <\/em>D.h. unser Predigtabschnitt schlie\u00dft sich nahtlos an den vorherigen an! Das m\u00fcssen wir zwingend beachten. Deswegen m\u00f6chte ich zun\u00e4chst hier noch mal das Thema der Freiheit kurz anrei\u00dfen! Wenn du mehr dar\u00fcber wissen m\u00f6chtest, dann schau dir den Predigttipp vom vorherigen Sonntag an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Thema Freiheit:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus macht im vorherigen Abschnitt ein riesiges, aber wichtiges Thema auf: Freiheit. Befragt man den Duden zu diesem Thema bekommt man folgendes: <em>\u201eZustand, in dem jemand von bestimmten pers\u00f6nlichen oder gesellschaftlichen, als Zwang oder Last empfundenen Bindungen oder Verpflichtungen frei ist und sich in seinen Entscheidungen o.&nbsp;\u00c4. nicht [mehr] eingeschr\u00e4nkt f\u00fchlt; Unabh\u00e4ngigkeit, Ungebundenheit\u201c (<\/em>Duden, https:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/Freiheit)<em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Freiheit bedeutet also im deutschen Sprachgebrauch, dass jemand v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von anderen Entscheidungen treffen kann. Klassisch: Ich kann tun und lassen, was ich will. Hier m\u00fcssen wir von der Bibel ganz klar sagen: So eine Freiheit gibt es nicht! Und das liegt einfach im Menschsein, daran wie Gott uns geschaffen hat. Wir sind Abh\u00e4ngigkeitswesen, Beziehungswesen. In diesem Verst\u00e4ndnis ist letztlich nur Gott frei. Wir sehen das u.a. an Stellen wie R\u00f6mer 6. In diesem Kapitel wird dieses Thema ausf\u00fchrlich behandelt und in V16 so auf den Punkt gebracht: <em>\u201eWisst ihr nicht, dass, wem ihr euch zur Verf\u00fcgung stellt als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorcht? Entweder <\/em><em>\u27e8<\/em><em>Sklaven<\/em><em>\u27e9<\/em><em> der S<\/em><em>\u00fc<\/em><em>nde zum Tod oder <\/em><em>\u27e8<\/em><em>Sklaven<\/em><em>\u27e9<\/em><em> des Gehorsams zur Gerechtigkeit?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt f\u00fcr uns Menschen nur zwei Optionen. Entweder wir sind Sklaven der S\u00fcnde (das sind wir \u00fcbrigens zun\u00e4chst alle) oder wir werden zu Sklaven der Gerechtigkeit. An anderer Stelle nennt die Bibel das auch Sklaven Christi. 1Kor 7,22: <em>\u201eDenn der als Sklave (tats\u00e4chlicher Sklave im damaligen r\u00f6mischen Reich) im Herrn Berufene ist ein Freigelassener des Herrn; ebenso ist der als Freier (damals normaler B\u00fcrger) Berufene ein Sklave Christi.\u201c <\/em>Es ist interessant, dass wer Sklave Christi ist, gleichzeitig auch ein freier Mensch ist. So lesen wir das dann auch in einem Satz in R\u00f6m 6,17f: <em>\u201eGott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der S\u00fcnde wart, aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Bild der Lehre, dem ihr \u00fcbergeben worden seid! 18 Frei gemacht aber von der S\u00fcnde, seid ihr Sklaven der Gerechtigkeit geworden\u201c. <\/em>Dieser Vers ist im Prinzip die Zusammenfassung unseres Predigtabschnitts. Wer an Jesus glaubt und der Lehre gehorcht (dem Wort Jesu = das ist genau das gleiche), der wird ein Sklave der Gerechtigkeit und beschreitet der Weg, der Wahrheit, der ihn frei macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das biblische Verst\u00e4ndnis von Freiheit hat eine Zielrichtung. Man muss eigentlich fragen: Freiheit wovon und Freiheit wozu? Ich werde durch Jesus von etwas zu etwas befreit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Echte Freiheit hat ein Mensch immer dann, wenn er uneingeschr\u00e4nkt seinem Sch\u00f6pfergott dienen und in dessen Willen leben kann. Durch die S\u00fcnde wurde genau diese Freiheit genommen und der Mensch kann Gott nicht mehr dienen, seinen Willen nicht tun und ist deswegen unfrei. Noch mal kurz auf den Punkt gebracht:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Biblische Unfreiheit = Ich kann nicht den Willen Gottes tun (Status Sklave der S\u00fcnde)<\/strong><br><strong>Biblische Freiheit = Ich kann den Willen Gottes tun (Status Sklave der Gerechtigkeit\/Christi)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Problem der biblischen Unfreiheit ist, dass \u00fcber ihr Gottes Gericht und sein Zorn stehen (R\u00f6m&nbsp;1,18). Jeder Mensch wird mit all seinen Taten am Gesetz Gottes, an seinem Ma\u00dfstab, gemessen werden (Offb&nbsp;20,13). Wer seinen Willen nicht getan hat, sein Gesetz also gebrochen hat, der bekommt die gerechte Strafe daf\u00fcr \u2013 ewiges Gericht!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weil Gott aber wei\u00df, dass wir Menschen aus diesem Dilemma nicht selbst herauskommen, sendet er seinen geliebten Sohn, den einzig wahren freien Menschen (Jesus hat zu 100% den Willen Gottes getan vgl. Joh 4,34, Hebr 4,15, 2Kor 5,21), um ihn an ihrer Stelle zum Sklaven der S\u00fcnde zu machen und die Konsequenzen der S\u00fcnde vor Gott tragen zu lassen (Tod, Gottverlassenheit -&gt; vgl. Mt&nbsp;27,46), damit die Menschen frei werden k\u00f6nnen. Der Bibelvers, der das so zum Ausdruck bringt, ist 2Kor&nbsp;5,21 [NG\u00dc]: <em>\u201eDen, der ohne jede S\u00fcnde war, hat Gott f\u00fcr uns zur S\u00fcnde gemacht, damit wir durch die Verbindung mit ihm die Gerechtigkeit bekommen, mit der wir vor Gott bestehen k\u00f6nnen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier m\u00fcssen wir wirklich das Bild vom Sklavenmarkt vor Augen haben. Jesus geht \u00fcber diesen Markt und bleibt vor uns Menschen stehen. Dann zeigt er auf uns und sagt: Ich an ihrer Stelle!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der beste Tausch, den es auf dieser Welt gibt. Jesus nimmt all meine S\u00fcnde und den Status Unfreier\/Sklave der S\u00fcnde auf sich und gibt mir seine Gerechtigkeit (die vor Gott 100% gilt) und seinen Status als Freier\/Sklave der Gerechtigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich hat diese Freiheit einen Preis, sie bringt den HERRN Jesus letztlich ans Kreuz. Lies dazu mal Phil 2,5-10. Der HERR aller Menschen wird zum Diener aller Menschen. Wenn wir Menschen diese f\u00fcr uns erworbene Freiheit haben wollen, dann bedeutet das f\u00fcr uns: Wir treten alle Rechte unseres Lebens an diesen gro\u00dfen K\u00f6nig Jesus ab (ihm geh\u00f6ren sie ja eh, denn er ist unser Sch\u00f6pfer). Letztlich stellen wir uns zu dieser Wahrheit und leben sie auch \u2013 Jesus ist HERR meines Lebens und damit sind wir Sklaven Christi. Das klingt in unseren Ohren zun\u00e4chst negativ, aber wenn wir sehen, was f\u00fcr ein HERR er ist (2Kor 5,15; Mt 11,28-30) dann sind wir gerne seine Sklaven, oder?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Martin Luther hat das Thema mal so zusammengefasst. Er hat gesagt, dass der Mensch ein Reittier ist. Entweder beritten vom Teufel\/S\u00fcnde, oder von Gott. Der Mensch ohne Reiter gibt es nicht!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserem Abschnitt wird dieses Thema und die Kategorisierung von Menschen um die zwei Rubriken Kinder Gottes (V41) und Kinder Satans\/des Teufels (V44) erweitert. Dabei sind es keine neuen Rubriken, sondern letztlich nur andere Namen daf\u00fcr. Kinder Gottes sind Sklaven Christi oder Sklaven der Gerechtigkeit, w\u00e4hrend Kinder des Teufels Sklaven der S\u00fcnde sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wessen Kind kann man sein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bibel verwendet tats\u00e4chlich diese Benennung an mehreren Stellen und es gibt unterschiedliche Bezeichnungen. Dabei muss man beachten, dass hier nicht die tats\u00e4chliche Vorstellung zu Grunde liegt, dass Gott unser leiblicher Vater w\u00e4re (vgl. griechischer Mythologie Halbg\u00f6tter), sondern unser geistlicher Vater. Dazu geh\u00f6rt eben neben einer leiblichen, irdischen Geburt auch eine geistliche Geburt, die uns in die Familie Gottes bringt (Joh 3). Menschen geh\u00f6ren also immer zu einer \u00fcbergeordneten Familie dazu. Entweder ist es die Familie Gottes oder die Familie Satans. Entscheidend ist die Frage: Wann oder wodurch geh\u00f6rt man zur einen oder zur anderen Familie?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man k\u00f6nnte dahinter auch eine Art \u201ePersonalausweis\u201c sehen, in dem anstatt unserem Herkunftsland unsere Herkunftsfamilie steht. Dabei macht die Bibel sehr deutlich, dass bei Gott immer Status vor Performance gilt. Ob Menschen mal ihre Ewigkeit bei Gott verbringen werden, ist in erster Linie von ihrem Status (Welchen Stand habe ich inne) abh\u00e4ngig und nicht von ihrer Performance (Wie lebe ich im Alltag). Es mag Nichtchristen geben, die ein weit besseres und moralisch korrekteres Leben f\u00fchren als manche Christen (es sollte eigentlich nicht so sein\u2026), aber deswegen kommen sie trotzdem nicht in den Himmel, weil sie keine Kinder Gottes sind und deswegen nicht zu seiner Familie geh\u00f6ren. Im R\u00f6merbrief finden wir gerade in Kapitel 6 die Unterscheidung zwischen Gerechten und S\u00fcnder. Die Bibel verwendet viele verschiedene Begriffe, um die beiden Status (S\u00fcnder und Gerechtfertigter) zu beschreiben. Oft sind es gegens\u00e4tzliche Begriffspaare. Ich gebe euch hier mal ein paar Beispiele:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>S\u00fcnder (R\u00f6m 3,23)<\/td><td>Gerechtfertigter (R\u00f6mer 3,24)<\/td><\/tr><tr><td>Finsternis (Eph 5,8; 1Petr. 2,9)<\/td><td>Licht (Eph 5,8; 1Petr. 2,9)<\/td><\/tr><tr><td>Nicht ein Volk (1Petr. 2,10)<\/td><td>Volk Gottes (1Petr. 2,10)<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><td>Kinder des Lichts (Eph 5,8), S\u00f6hne des Lichts (1Thes 5,5)<\/td><\/tr><tr><td>Kinder des Zorns (Eph 2,3)<\/td><td>Kinder des Gehorsams (1Petr 1,14)<\/td><\/tr><tr><td>Kinder des Teufels (1Joh 3,10)<\/td><td>Kinder Gottes (Joh 1,12; 1Joh 3,10)<\/td><\/tr><tr><td>Sklaven der S\u00fcnde (R\u00f6m 6,16)<\/td><td>Sklaven der Gerechtigkeit\/Gottes (R\u00f6m 6,16)<\/td><\/tr><tr><td>Feinde (R\u00f6m 5,10; 8,7)<\/td><td>Freunde (Joh 15,15)<\/td><\/tr><tr><td>Alter Mensch (R\u00f6m 6,5, Eph 4,22)<\/td><td>Neue Sch\u00f6pfung \/ Neuer Mensch (2Kor 5,17; Eph 4,24)<\/td><\/tr><tr><td>Unfrei\/Sklave (Joh 8,34)<\/td><td>Frei (Joh 8,35; Gal 5,1)<\/td><\/tr><tr><td>Finsternis (Joh 8,12)<\/td><td>Licht (Joh 8,12)<\/td><\/tr><tr><td>Macht Satans (Apg 26,18)<\/td><td>Macht Gottes (Apg 26,18)<\/td><\/tr><tr><td>Macht der Finsternis (Kol 1,13)<\/td><td>Reich seines Sohnes (Kol 1,13)<\/td><\/tr><tr><td>Reich dieser Welt (Eph 6,12)<\/td><td>Reich Gottes (Joh 3,5)<\/td><\/tr><tr><td>Unter Gesetz (R\u00f6m 6,14; Gal 4,4)<\/td><td>Unter Gnade (R\u00f6m 6,14)<\/td><\/tr><tr><td>S\u00fcnde herrscht (R\u00f6m 5,21)<\/td><td>Gnade herrscht (R\u00f6m 5,21)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch ein Wechsel des Machtbereichs, zweite H\u00e4lfte der Tabelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir uns diese Tabelle anschauen, dann wird deutlich: Wer ein Kind des Teufels ist, der steht unter dem Zorn Gottes. Er geh\u00f6rt zum Machtbereich der Finsternis und steht vor dem Gericht Gottes, dass ihn auf ewig verdammen wird in der H\u00f6lle!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt hier aber kein \u201eneutral\u201c. Jesus sagt mal in Mt 12,30: <em>\u201eWer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.\u201c <\/em>Deswegen haben wir gerade in unserem Abschnitt ein sehr wichtiges Thema, da es Menschen gibt, die meinen sie w\u00fcrden auf der Seite Gottes sein, sie w\u00e4ren Kinder Gottes! Aber Jesus zeigt den Juden: Nur weil ihr biologisch vom Glaubensvater Abraham abstammt und manche Glaubenstraditionen einhaltet, seid ihr noch lange nicht seine Kinder im engeren, geistlichen Sinne bzw. seid in seiner guten Spur unterwegs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was bedeutet es, ein Kind von jemandem zu sein. Ich hatte es oben erw\u00e4hnt: Nicht tats\u00e4chlich im biologischen Sinn. Die Juden meinen ja auch nicht, dass Abraham tats\u00e4chlich ihr leiblicher Vater ist. Aber was meinen sie dann damit? Wir kennen auch den Begriff des Glaubensvater. Damit meinen wir ein Vorbild, in dessen Spur wir gehen. Biologisch sind die Juden Abrahams Nachkommen, so formuliert es Jesus in V37 und die Juden selbst in V33. Aber das macht sie noch nicht zu seinen Kindern, Menschen, die in seiner Spur gehen, seinen Glaubensprinzipien folgen. Jesus hilft uns in unserem Abschnitt auf die Spur. Er antwortet auf den Satz <em>\u201eWir haben Abraham zum Vater<\/em>\u201c in V39: <em>\u201eWenn ihr Abrahams Kinder w\u00e4ret, so w\u00fcrdet ihr die Werke Abrahams tun\u201c.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit erkl\u00e4rt uns Jesus, was ein Erkennungsmerkmal ist: Unsere Werke zeigen, wessen Kind wir sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Leben zeigt, wessen Kinder wir sind:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An anderer Stelle lesen wir mal \u00e4hnliches in Mt 7,16: <em>\u201eAn ihren Fr\u00fcchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? 17 So bringt jeder gute Baum gute Fr\u00fcchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Fr\u00fcchte.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakobus nimmt diesen Gedanken in seinem Brief in Kapitel 2 auf. Dort schreibt er einen wichtigen Satz, Jak 2,17 (NG\u00dc): <em>\u201eGenauso ist es mit dem Glauben: Wenn er keine Taten vorzuweisen hat, ist er tot; er ist tot, weil er ohne Auswirkungen bleibt.\u201c <\/em>Echter Glaube wirkt sich immer aus. Abraham ist das beste Beispiel. Weil er den Anweisungen Gottes glaubte, verlie\u00df er sein Heimatland. In R\u00f6m&nbsp;12,2 lesen wir: <em>\u201eUnd seid nicht gleichf\u00f6rmig dieser Welt[1], sondern werdet verwandelt[2] durch die Erneuerung des Sinnes[3], dass ihr pr\u00fcft, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgef\u00e4llige und Vollkommene.\u201c <\/em>Christen sind eben nicht im Gleichschritt mit dieser Welt\/Gesellschaft unterwegs. Es geht hier nicht um das Thema Werksgerechtigkeit. Wir erreichen durch unsere Werke nichts in Bezug auf unsere Rettung vor Gott \u2013 m\u00fcssen wir auch nicht! Auch Abraham tat das nicht (1Mo 15,6). Aber wer an diesen Gott glaubt und eine Beziehung zu ihm hat, der ist Glaubensgehorsam. Ich erkenne St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck den Willen Gottes und ich richte mein Leben danach aus. Nat\u00fcrlich brauche ich die Hilfe Jesu dazu. Und wenn wir so unterwegs sind und unser Leben am Wort Gottes ausrichten, dann werden wir tats\u00e4chlich verwandelt werden (gr. metamorphose, passiv \u2013 es ist das Werk Gottes an uns).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Wichtigkeit des Wortes Gottes:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir k\u00e4mpfen zunehmend damit, dass in unserem Land das Wort Gottes in die Bedeutungslosigkeit abrutscht. Auch in unseren Gemeinden bleibt das Wort Gottes umk\u00e4mpft \u2013 nicht unbedingt im Gottesdienst aber in der pers\u00f6nlichen Stillen Zeit der einzelnen Gemeindeglieder. Die Konkurrenz um die Zeit ist gro\u00df: Fernseher, Smartphone, Fitness, Urlaub, sonstiges. Es ist auffallend wie oft Jesus in den Kapitel 7-8 vom Wort Gottes redet. Jesus redet von seinem Wort (V37), dass nicht Raum in den Zuh\u00f6rern findet! Dabei macht dieser Abschnitt vielleicht, wie kein zweiter (neben Joh&nbsp;1) deutlich, dass sich das Wort Jesu nicht vom Wort Gottes trennen l\u00e4sst. Es ist identisch, denn:<br>V38: <em>\u201eIch rede, was ich bei dem Vater gesehen habe.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V40: <em>\u201eEinen Menschen, der ich euch die Wahrheit gesagt habe, die ich von Gott geh\u00f6rt habe.\u201c<br><\/em>V42: \u201e<em>denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn ich bin auch nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt\u201c<br><\/em>V55:<em> \u201eAber ich kenne ihn, und ich bewahre sein Wort.\u201c<br><\/em>Johannes, Kapitel 1, b\u00fcndelt uns das. Hier lesen wir in Vers 18: \u201e<em>Niemand hat Gott jemals gesehen; der einziggeborene Sohn, der in des Vaters Scho\u00df ist, der hat <\/em><em>\u27e8<\/em><em>ihn<\/em><em>\u27e9<\/em><em> bekannt gemacht.\u201c\u2002<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wenn wir Gott kennenlernen wollen, dann m\u00fcssen wir Jesus kennenlernen. Durch ihn, und nur durch ihn, haben wir Zugang zum Vater im Himmel!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jesus \u2013 das Z\u00fcnglein an der Waage:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer macht also den Unterschied, ob ich nun ein Kind Gottes bin oder ein Kind Satans? Die Antwort ist klar: Jesus Christus! Nat\u00fcrlich haben wir hier eine exklusive, einengende, bestimmende, andere ausgrenzende Botschaft. Aber sie ist die Wahrheit. Diesen Begriff finden wir 5mal in unserem Abschnitt. Klar, dass die damalige H\u00f6rerschaft sich aufgeregt hat \u00fcber das Wort Jesu. Denn jeder Mensch, der Jesus gegen\u00fcbertritt muss sich mit der Wahrheit \u00fcber sich selbst auseinandersetzen: Ich bin ein Kind des Teufels! Das ist keine angenehme, aber notwendige Selbsterkenntnis. Ich muss mich an den wenden, der die Wahrheit ist \u2013 Jesus Christus (Joh 14,6). Nur der kann mir aufzeigen, wie es um mich bestellt ist und nur er kann den Weg zum Vater zeigen (Joh 14,6). Und hier sind wir ganz bei unserem Thema: Nur Jesus macht uns Gott zum Vater. Jesus selbst haut es tats\u00e4chlich so in unserem Abschnitt in Vers 51 raus: \u201e<em>Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand mein Wort bewahren wird, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit.\u201c <\/em>Genauso wie Jesus \u00fcber sich selbst sagt in V55: <em>\u201eAber ich kenne ihn, und ich bewahre sein Wort\u201c. <\/em>Dieser Jesus ist kein geringerer als Gott selbst. Auch das macht Jesus in V58 deutlich: <em>\u201eWahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich.\u201c <\/em>Wir haben hier eineganz klare Anspielung Jesu auf den oben angef\u00fchrten Gottesnamen aus dem AT. Jesus ist JHWH, der Bundesgott des Volkes Israel. Deswegen ist er ewig und nat\u00fcrlich vor Abraham da. Wir wissen, Jesus befolgt das Wort Gottes, den Willen Gottes zu 100%! Er sagt das ja in unserm Abschnitt in V46. M\u00fcssen dann auch wir das Wort Gottes in diesem Sinne befolgen, damit wir den Tod nicht sehen in Ewigkeit? Nein, das k\u00f6nnen wir nicht, sonst w\u00e4ren wir Gott! Wir m\u00fcssen uns diesen Worten Jesu\/Gottes stellen, wie Abraham. Wir m\u00fcssen ein ja dazu haben. Das ist der Weg, den wir gehen m\u00fcssen, damit wir zu Gott und seiner Familie geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Weg Abrahams:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine wichtige Wahrheit steht am Ende unseres Abschnitts. Abraham sah den Tag des Messias Jesus. Abraham wusste um die gro\u00dfe Rettung durch Jesus Christus. Wodurch zeichnete sich Abraham aus? Wie wird man ein Kind Abrahams? Jesus sagt das in V39: <em>\u201eIn dem man seine Werke tut!\u201c<\/em>. Was tat Abraham? Er folgte den Worten Gottes, er bewahrte die Worte Gottes und schenkte ihnen glauben. Deswegen war Abraham nicht fehler- oder s\u00fcndlos. Im Gegenteil. Er war ein S\u00fcnder, wie wir alle. Aber er schenkte den Worten Gottes glauben und richtete sein Leben danach aus und dadurch wurde er gerecht vor Gott (1Mo 15,6).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abraham glaubte den Worten Gottes, er glaubte dem Messias Jesus, dessen Tage er sehen konnte. Der Weg Abrahams ist also der, dem Wort Gottes = Wort Jesu zu glauben. So lesen wir es in Joh&nbsp;1,12, den wir als Leitvers \u00fcber diese Predigt stellen k\u00f6nnten: <em>\u201eso viele ihn (Jesus) aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben\u201c. \u2002<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.4 Struktur des Abschnittes:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben hier einen Dialog vorliegen. Es ist nicht schwer, dieser Textstruktur zu folgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.5 Wichtige Begriffe:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte versuchen euch ein paar Begriffe aus dem Text zu erl\u00e4utern, die mir wichtig erscheinen. Es werden bei weitem nicht alle wichtigen sein, aber ein paar \ud83d\ude09. Die Begriffe sind nach der Elberfelder\u00fcbersetzung aufgelistet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>bewahren <\/strong>(<em>gr. tereo<\/em>):<br>Das Wort kommt 3x vor in unserem Abschnitt (V51,52,55). Es bedeutet unter anderen: einhalten, bewachen, befolgen, halten. Es ist also nicht gemeint, dass das Wort Gottes\/Jesu gut im B\u00fccherschrank verwahrt ist, sondern dass man es tut, sich danach ausrichtet, an dieses Wort glaubt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wahrheit, wahrhaftig<\/strong> (<em>gr. aletheia, alethos<\/em>)<br>Man kann diesen Begriff auch mit wirklich oder gewiss \u00fcbersetzen. Von der Bedeutung her im Griechischen beschreibt das \u201ea\u201c zu Beginn eines Wortes immer eine Verneinung. Der Stamm \u201elethos\u201c bedeutet verborgen. Wahrheit ist also das \u201eNicht-Verborgene\u201c. Es handelt sich um die Wirklichkeit, die Realit\u00e4t. Jesus zeigt uns die Realit\u00e4t der Dinge und das wird uns frei machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Amen, Amen <\/strong>(<em>gr. amen<\/em>)<br>Sehr starke Redewendung im griechischen. <em>\u201eDas ist wahrhaftig so\u201c,<\/em> oder heut w\u00fcrde man sagen: <em>\u201eDas ist 100pro so\u201c,<\/em> <em>\u201eDas ist so sicher wie das Amen in der Kirche\u201c<\/em>. Diese Redewendung macht uns klar: aufpassen, jetzt kommt was Wichtiges. Der Begriff selbst kommt aus dem Hebr\u00e4ischen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben einen extrem langen Abschnitt vor uns. Wichtig ist es, dass wir die wichtigen Dinge im Auge behalten. Im Zentrum steht Jesus. Sein Anspruch (Ich bin Gott, rede seine Worte, etc.) und seine Sicht der Dinge (Wahrheit) die gegen die Auffassung seine Zuh\u00f6rerschaft (L\u00fcge) prallt. Aber nat\u00fcrlich schwingt bei Jesus Evangelium, die gute Nachricht, mit. Es ist tats\u00e4chlich durch Jesus m\u00f6glich Gott zum Vater zu haben. Der Theologe James Packer redete von der Vaterschaft Gottes durch Christus vom gr\u00f6\u00dften Wunder \u00fcberhaupt. Wir haben hier in unserem Abschnitt (wie in vielen anderen) \u201ehard facts\u201c vorliegen, um die wir nicht herumkommen.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Ob wir es glauben oder nicht: Ohne Jesus sind wir Kinder des Teufels<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus kommt von Gott, ist Augenzeuge Gottes, ist selbst Gott<\/li>\n\n\n\n<li>Nur der Glaube an ihn und sein Wort machen uns zu Kindern Gottes<\/li>\n\n\n\n<li>Es ist eine Einladung an Jesus zu glauben, eine befreiende Botschaft zu wissen: Jesus schafft ohne mein Zutun durch sein Kommen die Beziehung zwischen Gott und mir wieder her!<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br>(\u00dcberlegungen zum Predigtanlass \/ H\u00f6rer \/ Liedvorschl\u00e4ge)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche geniale Botschaft, die uns durch diesen Dialog entgegenkommt. Gott, der Sch\u00f6pfer, der Allm\u00e4chtige, Allwissende, Ewige will dein Vater werden. Er hat daf\u00fcr alles erm\u00f6glicht, seinen Sohn Jesus Christus auf die Welt gesandt, damit das unm\u00f6gliche m\u00f6glich wird: Gott wird mein Vater! Diese Botschaft sollen alle h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><br>(\u00dcberlegungen zur Heilsgeschichte \/ Gattung \/ \u00dcbertragung usw.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben ein Dialog zwischen Jesus und den Juden. Nat\u00fcrlich setzt unser Gespr\u00e4ch das Wissen um die Geschichte Israels (Abraham etc.) voraus. Wir stehen mit dem Kommen von Jesus an der Schwelle des Neuen Bundes. Jesus redet hier klar vom Evangelium, vom neuen Bund aus Gnade, der mit ihm beginnt. Alles durch Glauben an ihn!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br>(\u00dcberlegungen zur L\u00e4nge \/ Bekanntheit \/ Art usw. des Textes)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gilt abzuw\u00e4gen, ob der Text in voller L\u00e4nge gelesen wird oder ob er wiedergegeben und einzelne Passagen gelesen werden. Tats\u00e4chlich sollten aber die Zuh\u00f6rer in den Dialog mitgenommen werden, damit sie die wichtigen Wahrheiten erkennen und verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wollen mit dieser Predigt die wahnsinnige Wahrheit herausarbeiten, dass Jesus uns Gott \u201eintim\u201c nahebringt. Es gibt fast keine engere Beziehung als die zwischen Eltern und Kindern. Hier vertraut man sich, hier ist man ehrlich, hier kann man seine Schw\u00e4chen zeigen. Durch Jesus kommt Gott uns so nahe, dass wir genau so mit ihm leben k\u00f6nnen. Und noch was zeichnet einen Vater gegen\u00fcber einem Sohn aus. Ein Vater ist jemand, den man nicht hindern kann seine Kinder zu lieben. Genau das wird Gott durch Christus f\u00fcr jeden, der an Jesus glaubt. Das ist echt eine geniale Freudenbotschaft! Gott, der Allm\u00e4chtige wird mein Abba!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eJesus macht uns Gott zum Vater\u201c <\/strong>(Vorschlag vom Verband)<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie so manchmal eignen sich hier 3 Punkte gut!<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Wer ist dein Vater?<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus kommt vom Vater im Himmel<\/li>\n\n\n\n<li>Du kannst Gott zum Vater haben<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu 1.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Punkt gehen wir auf die beiden M\u00f6glichkeiten ein, die Jesus uns im Abschnitt vorstellt. Man kann Gott zum Vater haben oder den Teufel. Eine andere M\u00f6glichkeit der geistlichen Vaterschaft gibt es nicht. Wir reden von den \u201ehard facts\u201c, dass jeder Mensch den Teufel zum Vater hat, denn er lebt in Rebellion gegen\u00fcber Gott, der dient der S\u00fcnde, er ist ein S\u00fcnder! Wollen wir tats\u00e4chlich den Allm\u00e4chtigen zum Feind haben und in diesem Status bleiben? Wer ein Kind des Teufels ist, der kann auch die Stimme Gottes nicht h\u00f6ren (V47). Letztlich sind wir nicht f\u00e4hig zum Guten, sondern wir wandeln in den Fu\u00dfspuren unseres Vaters (V44). Was zeichnet ihn aus? Er d\u00e4monisiert Jesus (V48+52). Es spielt \u00fcbrigens keine Rolle, wie religi\u00f6s wir sind oder welche frommen Vorfahren wir haben. Die Juden im Dialog mit Jesus hatten sicherlich mehr religi\u00f6sen Eifer zu bieten als wir. Das spielt vor Gott keine Rolle. Wenn man Gott zum Vater haben m\u00f6chte, dann muss mit einem etwas radikales passieren. Ein Wunder \u2013 der so andersartige Gott muss uns so nahekommen, er muss uns in seine Familie adoptieren. Wie kann das geschehen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu 2.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir selber k\u00f6nnen uns nicht in die Familie Gottes reinbringen. Aus der Sicht Gottes sind wir geistlich tot (Eph 2,1ff). Wie kann aber das unm\u00f6gliche m\u00f6glich werden? Wir k\u00f6nnen hier aufzeigen, dass das durch keine religi\u00f6se Anstrengung der Welt m\u00f6glich wird. Wenn wir in die Familie Gottes kommen sollen, dann muss Gott was tun! Er muss uns lieben und alles daf\u00fcr tun, damit wir adoptiert werden k\u00f6nnen. Dazu macht sich der Sohn Gottes, Jesus, auf und verl\u00e4sst den Himmel, das Zuhause beim Vater und kommt, um uns vom Vater zu erz\u00e4hlen. Jesus zeigt uns das Problem auf, dass uns vom Vater im Himmel trennt und uns auf ewig hindert in die Familie Gottes zu kommen \u2013 S\u00fcnde! In Jes 59,2 lesen wir: <em>\u201esondern eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Gott, und eure S\u00fcnden haben sein Angesicht[1] vor euch verh\u00fcllt, dass er nicht h\u00f6rt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus diesem Schlammassel kommt der Mensch nur durch den Retter Jesus raus. <em>\u201eWenn ihr meine Worte bewahrt, so werden ihr den Tod nicht sehen in Ewigkeit\u201c.<\/em> Jesus hat Gott den Vater gesehen und berichtet von ihm (V38). Er gibt nur seine (Gottes) Worte weiter und berichtet daher die Wahrheit. Gott hat Jesus gesandt (V42). Wir sollten hier die Einzigartigkeit von Jesus herausarbeiten. In keiner Religion finden wir das, dass Gott selbst kommt und seine Gesch\u00f6pfe rettet (Jes 35,4ff). Es gibt tats\u00e4chlich sehr gute Gr\u00fcnde, diesem Jesus, der so selbstlos gelebt hat, zu glauben und sich ihm anzuvertrauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu 3.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus hat was Geniales im Angebot. Sein Kommen auf diese Welt war keine Stippvisite! Lesen wir dazu Phil 2,5ff, dann hatte sein Kommen einen Auftrag. Sterben an unserer Stelle, bezahlen f\u00fcr die Schuld zwischen Gott und uns, damit aus dem Richter ein Vater werden kann. Aber wie kann man in die Familie Gottes kommen? Man muss hineingeboren werden! Joh 3 berichtet uns davon, dass es eine Geburt vom Geist Gottes braucht. Es geschieht nicht einfach so, sondern dann, wenn man sich (wie die Israeliten damals an die aufgestellte Schlange) voller Vertrauen an den gekreuzigten Jesus wendet. Joh 1,12: Durch den Glauben an Jesus wird aus dem unendlich unnahbaren Gott ein Vater, zu dem wir immer kommen k\u00f6nnen und Abba sagen k\u00f6nnen. Wir haben pl\u00f6tzlich jemand, dessen unendliche, bedingungslose Liebe wir sicher sein k\u00f6nnen. Und der ist nicht irgendjemand, nein, unserem Vater geh\u00f6rt alles, ihm dient alles, unser Papa ist der gr\u00f6\u00dfte. Und durch den Glauben an Jesus kommt uns Gott so nah, wie niemand sonst auf der Welt. Wir werden sein Tempel und er wohnt durch seinen Geist in uns (1Kor&nbsp;3,16, Eph 1,13). Wer diesen Gott zum Vater hat, der braucht sich vor nichts und niemand mehr zu f\u00fcrchten. Hier k\u00f6nnen wir sehr praktisch werden, was es bedeutet Gott zum Vater zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Beispiele)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist ein Vater f\u00fcr mich? Vielleicht haben wir pers\u00f6nliche Zeugnisse von unserem irdischen Vater, das wir erz\u00e4hlen k\u00f6nnen und was wir auf Gott \u00fcbertragen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Manuel Nowak<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Von der Sch\u00f6nheit der Gemeinde &#8211; biblische Bilder der GemeindeMonatsthema: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Leben nah bei Jesus (Johannes-Evangelium)Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jesus macht uns Gott zum Vater Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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