{"id":4993,"date":"2024-03-09T11:31:50","date_gmt":"2024-03-09T10:31:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4993"},"modified":"2024-04-08T11:42:58","modified_gmt":"2024-04-08T09:42:58","slug":"predigthilfe-vom-5-mai-2024-maleachi-36-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-5-mai-2024-maleachi-36-12\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 5. Mai 2024 &#8211; Maleachi 3,6-12"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Monatsthema:<\/strong> <strong>Mit Gott leben \u2013 von ganzem Herzen<\/strong><em>&nbsp;<\/em>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema:<\/strong> <strong>Gott geben \u2013 aber gern&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zur Gottesdiensteinleitung:<\/strong> <strong>Mk 12,41-44; 2Kor 9,6-7 <\/strong>(Vorschl\u00e4ge zur Textlesung)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Monatsthema lautet: Mit Gott leben von ganzem Herzen&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Volk Israel, war 536 v.Chr. aus dem babylonischen Exil zur\u00fcckgekehrt und hatte eine vorbildlichen Neuanfang gemacht. Gott schenkte unter Esra und sp\u00e4ter auch Nehemia, die M\u00f6glichkeit alle n\u00f6tigen Infrastrukturen f\u00fcr ein Volk- und Gottesdienstleben in ihrer alten Heimat in Israel aufzubauen. Trotz widerst\u00e4nde durch b\u00f6se Nachbarn gelang der Wiederaufbau des Tempels, die Ansiedlung in den alten D\u00f6rfern, die Sicherung der Stadt Jerusalem mit dem Aufbau der Stadtmauer. Inzwischen waren ca. 80 Jahre vergangen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber das Volk war von Gott entt\u00e4uscht, weil sie keinen Wohlstand und keinen Segen erlebten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Prophet Maleachi trat ca. 420 v.Chr. auf und muss dem Volk klar machen, dass sie nicht von Gott entt\u00e4uscht sein m\u00fcssen \u2013 vielmehr ist Gott entt\u00e4uscht, weil das Volk, nachdem es doch so viel Gutes von Gott erfahren hatten und viel g\u00f6ttliches Gelingen erlebten \u2013 sie dennoch nicht von Herzen mit Gott lebten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie hatten ihr geistliches Glaubensleben vernachl\u00e4ssigt und Gott mit ihrem Leben&nbsp;nicht geehrt. Die weltlichen, egoistischen und s\u00fcndhaften Lebensweisen, in die sie verstrickt waren, verhinderten den Segen Gottes und ein geistliches Vorankommen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maleachi musste, wie schon Esra und Nehemia, das Volk zur Umkehr und Bu\u00dfe rufen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Henry, M. (2018) Jesaja\u2013Maleachi. \u00dcbersetzt von W. Schneider. Waldems: 3L Verlag (Der Neue Matthew Henry Kommentar).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ehlert, T. und Hausoul, R.R. (2011) Das Buch Haggai und Das Buch Maleachi. Herausgegeben von H. Pehlke. Witten: SCM R. Brockhaus (Edition C Bibelkommentar Altes Testament).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1.3 <strong>Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"3\"><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3,6-7a Gott bleibt Gott und Israel bleibt Israel.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gott ist unver\u00e4nderlich und unwandelbar. Seine Meinung \u00fcber Israel bleibt konstant, ebenso wie seine Treue und Gnade gegen\u00fcber diesem Volk. Diese unersch\u00fctterliche Best\u00e4ndigkeit sichert die Existenz Israels und ist allein auf Gottes unver\u00e4nderliches Wesen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Israel ist und bleibt Gottes auserw\u00e4hltes Volk (Vgl. 5Mo 4,31; Jer 31,35-37).\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>S\u00f6hne Jakobs, bleiben S\u00f6hne Jakobs. In diesem Vers steckt auch die Tatsache, dass die Kinder Israels, als direkte Nachkommen Jakobs seinem Charakter \u00e4hneln. Jakob, hei\u00dft auf hebr. Betr\u00fcger und das war er auch. Die Kinder Israels scheinen unver\u00e4nderlich und unverbesserlich zu sein \u2013 ihr Charakter bleibt tr\u00fcgerisch und heuchlerisch, obwohl sie Gott durch Gericht und Gnade erzogen hat.\u00a0\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3,7b Gottes ruf zur Umkehr \u2013 Israel tut so, als w\u00e4re es unschuldig&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die vom Volk beklagte Gottesferne war darin begr\u00fcndet, dass Israel wie ihre V\u00e4ter im Ungehorsam verharrten. Nun ruft Gott auf und sagt: Wenn ihr umkehrt, dann werde ich mich auch zu euch umkehren.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Wer macht den ersten Schritt? Gott geht seinem Volk nach, er l\u00e4sst es nicht, er ruft es zur Umkehr. Gott macht immer den ersten Schritt\u00a0\u2013\u00a0aber Gott zwingt sich niemand auf und Gott kann auch nicht das Volk zur Umkehr zwingen.\u00a0\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Israel ist sich der Notwendigkeit der Bu\u00dfe nicht bewusst. Die Frage \u201eWieso?\u201c l\u00e4sst vermuten, dass sie sehr gut und selbstgerecht von sich dachten oder wirklich blind waren f\u00fcr ihren geistlichen Zustand. Sie stellten die Aufforderung Gottes infrage, als l\u00e4ge der fehlende Segen nicht beim Volk, sondern eben bei Gott. Das zeigt eine geistliche Arroganz oder Blindheit f\u00fcr das eigene Glaubensleben.\u00a0\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3,8 Gott wird vom Menschen beraubt \u2013 Israel tut so, als w\u00fcrden sie Gott genug geben&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In einem Frage-Antwort-Stil zeigt Gott auf, wie das Volk denkt und wieder so tut, als w\u00e4re es unschuldig und w\u00fcrden Gottes kritische Anfrage nicht verstehen. \u201eGott was hast du gegen uns, wir sind doch gut, wir bringen unsere Opfer, geben unsere Abgaben und sorgen daf\u00fcr, dass der Gottesdienst l\u00e4uft. Was ist dein Problem Gott?\u00a0\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Sie haben Gott betrogen und beraubt, weil sie sich nicht an die Ordnung und Verpflichtung gehalten hatten, die sie unter Nehemia \u00f6ffentlich bekundet hatten. Sie gaben nicht den ganzen Zehnten, sie brachten kranke Opfertiere, sie verheirateten sich mit ungl\u00e4ubigen Frauen oder wurden ihrer Ehefrau untreu.\u00a0\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Exkurs zu Nehemia 10:<\/strong> Verpflichtung zur einem hingebungsvollen Gemeindeleben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Nehemia hatte das Volk Bu\u00dfe getan und sich schriftlich dazu verpflichtet den Gottesdienst und das geistliche Gemeindeleben nicht zu vernachl\u00e4ssigen (Neh 10,40).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nehemia, die Priester, die Leviten und alle Mitarbeiter sowie das \u00fcbrige erwachsene Volk schlossen sich dieser Vereinbarung an, Gott ihre Abgaben zu geben, wie es im Gesetz Mose geschrieben war.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie hatten sich freiwillig dazu entschlossen Gottes Willen zu tun. Es war kein Gesetz, um etwas einzufordern (Gesetz = du sollst), sondern sie machten diese Verpflichtung, um sich daran zu erinnern, Gottes Willen einzuhalten (Verpflichtung = ich will).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Inhalt der Verpflichtung bestand darin:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V.31 Keine Ehen mit Ungl\u00e4ubigen einzugehen\u00a0<br>V.32a Keine Sonntagseink\u00e4ufe machen, sondern den Feiertag heiligen\u00a0<br>V.32b Keine dauerhafte Schulden zu machen, um \u00fcber ihre Verh\u00e4ltnisse zu leben V.33-34\u00a0 Einen fester Geldbetrag f\u00fcr laufenden Betrieb in der Gemeinde abzugeben\u00a0\u00a0<br>V.35 Sich regelm\u00e4\u00dfig an praktischen Arbeitseins\u00e4tzen zu beteiligen\u00a0<br>V.36-38 die ersten Ernteertr\u00e4ge als Dankopfer abzugeben (Jahresdankopfer), die eigenen Kinder Gott zu weihen und das Beste dem Herrn zu geben. Dazu verpflichteten sie sich, den zehnten vom Ertrag f\u00fcr die Leviten (Versorgung der Hauptamtlichen zu geben.\u00a0<br>V.39 Mit Finanzen sollte sorgsam umgegangen werden. Auch die Leviten sollten den 10ten Teil ihrer Unterst\u00fctzung wieder f\u00fcr den Tempel abgeben.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3,9 Gott entzieht irdischen Segen \u2013 Israel bei\u00dft auf den Z\u00e4hnen&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wieder macht Israel dieselbe Erfahrung, wie schon zur Zeit von Haggai im Jahre 520 v.Chr. (Vgl. Hag 1,2-7). Gott verringert die Ernte, ihre Saat und Arbeit wirft nur wenig Ertrag ab. Ihre M\u00fchen und Anstrengungen haben keinen Erfolg. Gott straft mit Hunger und Mangel, durch unpassendes Wetter oder Insekten, die die Fr\u00fcchte des Feldes fressen.\u00a0\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Statt \u00fcber ihre Beziehung zu Gott nachzudenken und umzukehren, nehmen sie den Mangel und die Not als Entschuldigung daf\u00fcr, Gott zu berauben. Sie w\u00fcrden ja mehr Spenden, wenn sie nicht so arm w\u00e4ren. Sie w\u00fcrden ja mehr Opferabgaben bringen, wenn sie es k\u00f6nnten. Doch nicht das K\u00f6nnen war die Not, sondern das Wollen \u2013 und dabei waren es nicht die Einzelnen, sondern die ganze Nation \u2013 viele dachten und handelten so.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Zitat bringt es auf den Punkt: <em>\u201eNicht, weil wir schwere Zeiten haben, k\u00f6nnen wir keine Opfer bringen. Sondern weil wir keine Opfer bringen, haben wir schwere Zeiten.\u201c<\/em>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3,10 Gott l\u00e4sst sich pr\u00fcfen \u2013 Israel soll im Glauben das Geben wagen&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gott fordert das Volk auf, den Zehnten zu geben und verdeutlicht, dass ihre bisherigen Gaben hinter den im Gesetz festgelegten Anforderungen zur\u00fcckgeblieben sind. Sie gaben aber nicht das, was sie konnten, nicht das, wozu sie sich verpflichtet hatten und nicht das, was Gott wollte.\u00a0\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Gott lockt und ermutigt sie, es im Glauben zu wagen. Trotz ihrer begrenzten finanziellen Mittel sollten sie im Vertrauen auf Gottes Reichtum, in Gottes Sache investieren. Er w\u00fcrde sie sicherlich dann nicht entt\u00e4uschen.\u00a0\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Es ist kein Versprechen eines Automatismus. Gib den Zehnten und halt formal die Gebote \u2013 sondern es geht um die Motivation und die Herzenshaltung. Gott belohnt ein bereitwilliges Herz und einen fr\u00f6hlichen Geber hat Gott lieb (2Kor 9,6-7). Gott l\u00e4sst sich nichts schenken \u2013 als w\u00fcrde Gott den, der sich f\u00fcr ihn einbringt unversorgt lassen. Gott l\u00e4sst sich aber auch nicht berauben und bel\u00fcgen (Vgl. Bsp. Ananias und Saphira in Apg 5,1ff)\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3,11-12 Gott verspricht Segen und Gelingen \u2013 Israel w\u00fcrde zum Zeugnis f\u00fcr die Nationen&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gehorsam und ein freudiges Geben w\u00fcrde sie zum Zeugnis in der Welt machen. Andere Nationen w\u00fcrde bewunderungsvoll auf das Volk schauen, diese gl\u00fccklich preisen. So w\u00fcrde Gott alle Ehre zuteilwerden.\u00a0\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Auslegung und Anwendung in dieser Predigt ist es wichtig, keine irref\u00fchrenden Versprechungen oder Erwartungen zu wecken. Insbesondere sollte vermieden werden, den Gl\u00e4ubigen das Gef\u00fchl zu vermitteln, dass sie durch gro\u00dfz\u00fcgiges Geben automatisch materiellen oder weltlichen Segen von Gott erhalten werden. Solche falschen Versprechungen k\u00f6nnten dazu f\u00fchren, dass Zuh\u00f6rer manipuliert werden. Stattdessen sollten wir betonen, dass Geben aus Dankbarkeit und Freude geschehen soll, ohne die Erwartung auf eine bestimmte Belohnung von Gott.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf zwei Punkte ist besonders zu achten:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"1\">\n<li>Beachte den Unterschied vom irdischen und geistlichen Volk Gottes\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Alten Testament verk\u00f6rpert Israel das irdische Volk Gottes. Dabei werden Segen und Fluch meist auf irdische Aspekte bezogen. Segen entspricht Wohlstand, Gelingen, Gesundheit, Sicherheit, Reichtum usw.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Neuen Testament ist die Gemeinde das geistliche Volk Gottes. Segen und Fluch werden nicht auf irdische, sondern auf geistliche Aspekte bezogen. Die Gemeinde ist durch Jesus Christus mit jedem \u201egeistlichen\u201c Segen gesegnet. Segen entspricht hier Vergebung, Gnade, Vers\u00f6hnung, inneren Frieden, Zeugniskraft, ewiges Leben, etc. (vgl. Eph 1,3ff). Ein Gottesdienst der Gott ehrt ist ein aufrichtiges Leben als Kind Gottes im Alltag (Vgl.R\u00f6m 12,1ff.)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\">\n<li>\u00a0Vorsicht vor einem \u201eWohlstandsevangelium\u201c und der \u201eKingdom Now-\u201dTheologie\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist eine falsche \u00dcbertragung, wenn Glaubensgehorsam und g\u00f6ttlicher Segen mit Wohlstand, Gesundheit und Erfolg in Verbindung gebracht wird. Durch diese falsche Anwendung werden tr\u00fcgerische Versprechen gemacht, die \u00e4u\u00dferlichen Wohlstand vom Glauben abh\u00e4ngig machen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das \u201eWohlstandsevangelium\u201c und die \u201eKingdom-Now\u201d-Theologie sind zwei unbiblische Lehren, die ihre Wurzeln in der Pfingstbewegung und der charismatischen Bewegung haben und christliche Gruppen und Gemeinden, insbesondere im evangelikalen Bereich stark beeinflussen. Sie betont, dass das Reich Gottes bereits gegenw\u00e4rtig ist und sich bereits hier und jetzt in den Gl\u00e4ubigen (Gemeinde) manifestiert. Christen erleben die Autorit\u00e4t und Kraft des Reiches Gottes, indem Gl\u00e4ubige Reichtum, Heilung von Krankheiten, Erfolg und irdischen Segen erfahren.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Predigttext gibt eine gute Gelegenheit:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Den Mitarbeitern und Spendern der Gemeinde f\u00fcr ihre Einsatz und ihre Opfer zu danken, die sie treu einbringen.\u00a0\u00a0<br>2. Gemeindeglieder zu ermutigen, die von der Gemeinschaft profitieren und bisher kaum einbringen, sich st\u00e4rker in das geistliche und praktische Gemeindeleben einzubringen. Dies kann durch regelm\u00e4\u00dfige Mitarbeit und finanziellen Beitr\u00e4ge geschehen, um das Gemeindeleben bestm\u00f6glich zu unterst\u00fctzen.\u00a0\u00a0<br>3. Alle Zuh\u00f6rer daran zu erinnern, dass es ein Vorrecht und Privileg ist, als Kind Gottes angenommen zu sein. Als Ausdruck unserer Dankbarkeit daf\u00fcr, dass Jesus sein Leben f\u00fcr uns gegeben hat, sollen wir bereit sein, ihm unser Leben zu geben und zu weihen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gern geben bedeutet, sich von Gottes Geist ver\u00e4ndern zu lassen<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mensch scheint unverbesserlich zu sein und neigt dazu r\u00fcckf\u00e4llig zu werden.\u00a0Doch die Botschaft des Neuen Testamentes ist hier eine andere.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gottes Geist schafft mit der Wiedergeburt einen neuen Menschen. In Christus ist der Mensch eine neue Sch\u00f6pfung. Wenn gleich die Neigung der S\u00fcnde noch vorhanden ist, hat der Gl\u00e4ubige einen neuen und willigen Geist bekommen. Wie einst der Vater Jakob eine Bekehrung brauchte, so brauchen auch die S\u00f6hne Jakobs eine Bekehrung, um willige Kinder Gottes zu werden.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Gottes Treue und Gnade bleibt ewiglich, auch dann, wenn Christen schwach werden oder im Glauben und Dienst zweifeln und straucheln \u2013 Gott der HERR h\u00e4lt an uns fest.\u00a0\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um Gott gerne zu geben, bedarf es einer richtigen Grundlage.\u00a0Wie erlebst du das Spannungsfeld, wenn sich dein Geben und Tun nur noch als blo\u00dfe Pflichterf\u00fcllung anf\u00fchlt, statt aus einem dankbaren Herzen zu Jesus?\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gern geben bedeutet, sich Jesus immer wieder neu hingeben<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Es w\u00e4re tr\u00fcgerisch zu glauben, dass mit der Bekehrung alles erledigt w\u00e4re. Die Bekehrung zu Gott ist der Anfang f\u00fcr ein Leben mit Gott. Nun gilt es dieses Leben mit Gott mit Herz zu f\u00fcllen: aus Freiwilligkeit und aus Liebe, mit Bereitwilligkeit und ganzem Einsatz, mit wachsendem Gehorsam und lebenslanger Bu\u00dfe.\u00a0\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Als Christen m\u00fcssen wir immer wieder umkehren. Dietrich Bonhoeffer hat in seinem Buch Nachfolge gesagt: \u201eDer Christ tut nicht nur einmal Bu\u00dfe, sondern sein ganzes Leben ist ein Leben der Bu\u00dfe.&#8220; Bekehrung und Bu\u00dfe ist mehr als ein einmaliges Ereignis. Christsein ist ein Leben das von einer st\u00e4ndigen Haltung der Reue, Umkehr und Hinwendung zu Gott gepr\u00e4gt ist. Darum sollte sich ein Christ nie fragen: \u201eWieso sollen wir umkehren?\u201c \u2013 vielmehr sollten wir in Umkehr zu Gott leben!\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wo habe ich meine Liebe und Freude im Dienst f\u00fcr Gott verloren? Welche Anzeichen von Formalismus (Dienst nach Vorschrift) oder selbstgef\u00e4lliger Haltung (Ich mach genug, das reicht) gibt es und wo muss sich mein Denken ver\u00e4ndern?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gern geben bedeutet, bereit zu sein Jesus alles zur Verf\u00fcgung zu stellen<\/strong><strong>&nbsp;<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Es geht nicht um festgelegte Geldbetr\u00e4ge oder die Notwendigkeit, sich zu einem Vollzeit-Missionsdienst berufen zu f\u00fchlen. Vielmehr geht es darum, dass wir Gott unser Bestes und unser M\u00f6glichstes geben. Und wenn Gott es so f\u00fchrt, dann auch in einem vollzeitlichen Dienst.\u00a0\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Ein vorbildliches Geben lernen wir von der armen Witwe, die zwar wenig in den Opferkasten einlegte, aber in den Augen Gottes weit mehr als die Reichen es taten, die aus ihrem \u00dcberfluss spendeten (vgl. Markus 12,41-44). Gib Gott das, was du entsprechend deiner Verh\u00e4ltnisse geben kannst, aber tue es freiwillig und mit Freude.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was hindert mich daran, Gott noch einiges mehr von meinem Leben, meiner Zeit und meinen M\u00f6glichkeiten zu geben?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gerne geben bedeutet, Gottes Anliegen meinen Pers\u00f6nlichen voranzustellen.<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nachfolge bedeutet immer auch Priorit\u00e4tenwechsel und pers\u00f6nlicher Verzicht! Wer nicht bereit ist Opfer zu bringen (Zeit f\u00fcr Familie, Hobby, Finanzen usw.) oder nicht bereit ist eigene Interessen zur\u00fcckzustellen, der macht sich wichtiger als Gott. Der raubt Gott nicht nur um sein Recht, sondern auch um seine Ehre. Gegen die Sorge, dass der Unterhalt dabei zu kurz kommt, sagt Jesus in Mt 6,33<em>:<\/em><em> \u201e<\/em><em>Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugef\u00fcgt werden!\u201c<\/em>\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wo stellen wir eigene Interessen \u00fcber die der Sache Gottes? Gibt es konkret Punkte in deinem Leben, wo Gott dich zur Umkehr und zum Priorit\u00e4tenwechsel aufruft?&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gern geben bedeutet, bereitwillig und freim\u00fctig zu geben<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Einen fr\u00f6hlichen Geber hat Gott lieb (2Kor 9,6-7). Wenn wir etwas geben, dann sollten wir es gern und freiwillig geben. Nicht, dass wir nur dann geben sollen, wenn es uns leichtf\u00e4llt \u2013 aber zum rechten Geben geh\u00f6rt auch die rechte Haltung. Gib was du kannst \u2013 und fang nicht an Gott zu betr\u00fcben, weil du mehr geben k\u00f6nntest, aber aus Geiz und Eigennutz es nicht tust.\u00a0\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Kein Platz f\u00fcr Einbildung. Wenn wir auch viel und reichlich geben, \u00fcberm\u00e4\u00dfig tun und machen \u2013 dann muss uns bewusst sein, dass wir Gott nie zu viel geben k\u00f6nnen. Bei allem Geben kommt es nicht auf die Menge an, sondern auf die Herzenshaltung. <em>\u201eWas wir tun, sollen wir von Herzen tun, und zwar f\u00fcr Gott und nicht f\u00fcr Menschen.\u201c (<\/em>Kol 3,23). Manchmal neigen wir dazu, auf das, was wir geleistet haben, stolz zu werden. Doch wenn wir auch alles und vieles getan haben \u2013 so sagt Jesus: \u201e<em>So sollt auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, sprechen: Wir sind unn\u00fctze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren!\u201c<\/em>\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was Gott uns gab (Joh 3,16) ist mehr, als was wir je geben k\u00f6nnten. Und alles, was wir Gott je geben und bereitstellen, haben wir ja von Gott bekommen.\u00a0\u00a0<br>David betet in 1. Chr 29,16-17:\u00a0<br><em>\u201eHerr, unser Gott, dieser ganze Reichtum, den wir bereitgestellt haben, um dir ein Haus zu bauen f\u00fcr deinen heiligen Namen, kommt von deiner Hand, und alles geh\u00f6rt dir. Ich wei\u00df, mein Gott, dass du das Herz pr\u00fcfst, und an Aufrichtigkeit hast du Wohlgefallen; darum habe ich dies alles in Aufrichtigkeit meines Herzens freiwillig gegeben; und ich habe jetzt mit Freuden gesehen, wie dein Volk, das sich hier befindet, dir bereitwillig gegeben hat.\u201c<\/em>\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gebe ich gen\u00fcgend Geldspenden an die Gemeinde oder k\u00f6nnte ich mehr geben (der Zehnte dient als Anhaltspunkt)?\u00a0\u00a0<br>Sind die Geldspenden oder der m\u00fchevolle Einsatz in der Gemeinde mit einer gewissen Einbildung verbunden, dass ich mich dadurch vor Gott best\u00e4tig f\u00fchle?\u00a0\u00a0<br>Wo beraube ich Gott, weil ich hinter meinen M\u00f6glichkeiten und F\u00e4higkeiten stehen bleibe. Wo braucht es in meinem Glaubensleben mehr Gehorsam, mehr Einsatz, mehr Liebe zu Gott?\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben in vielen unserer Christusbund-Gemeinden eine fertige Infrastruktur \u2013 \u00e4u\u00dferlich ist vieles, wenn nicht sogar alles vorhanden. Doch immer wieder muss das Gemeindeleben mit geistlichem Leben und mit Herz gef\u00fcllt werden. Dazu braucht es immer wieder&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>eine Umkehr und Herzenshinwendung zu Jesus\u00a0\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>eine Hingabe, die bereit ist gern und gro\u00dfz\u00fcgig zu geben und sich einzusetzen\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>eine Priorit\u00e4tenverschiebung, die Gottes Sache meinen eigenen voranstellt\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch einen gro\u00dfz\u00fcgigen gemeinsamen Dienst aller Gemeindeglieder, wird die Gemeinde zum Vorbild f\u00fcr die Menschen am Ort. Geistliche Gemeinschaft, die sich praktisch zeigt, hat eine anziehende und einladende Wirkung und ist automatisch ein missionarisches Zeugnis nach au\u00dfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Ein gesundes und wachsendes Gemeindeleben funktioniert nur, wenn die Arbeit von vielen Christen freiwillig, freudig und gern mitgetragen und finanziert wird. Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Mitarbeiter sich in der Gemeinde einbringen. Gemeindeglieder, die von Herzen ihre Zeit, Kraft und Gaben in den unterschiedlichsten Bereichen und Kreisen einbringen und dazu monatlich einen festen Teil ihres Gehalts spenden (viele geben den Zehnten), um die Kosten der Gemeindearbeit zu decken. Christen, die ihre praktischen Gaben einbringen und durch handwerkliche T\u00e4tigkeiten, um alles instand und sauber zu halten. Die Gemeinde ist kein Projekt von Einzelnen, sondern Aufgabe aller Gemeindeglieder, einschlie\u00dflich der Hauptamtlichen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Gott hat ein Anrecht auf uns und unsere Gaben. Wenn durch Christus unser Leben ihm geh\u00f6rt, dann wollen wir bereit sein unser Leben, mit allem, was der HERR uns geliehen und anvertraut hat auch ihm zur Verf\u00fcgung zu stellen. Wir sind schuldig ihm unser Leben aus Dankbarkeit zu geben.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Wir berauben Gott und uns selbst um den Segen Gottes, wenn wir hinter unseren M\u00f6glichkeiten zur\u00fcckbleiben, um Gott zu dienen oder Gott nicht von Herzen gern geben.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Ein Leben mit Gott ist kein Selbstl\u00e4ufer. Es braucht immer wieder eine innere und geistliche Herzenserneuerung und Umkehr. Zur\u00fcck zur ersten Liebe (Off 2,7), zur\u00fcck zur ganzen Hingabe (Mk 12,30) und zu einem Eifer und Brennen im Dienst f\u00fcr den Herrn (R\u00f6m 12,11).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Wir sind nicht anders als die S\u00f6hne Jakobs und neigen dazu Gott manchmal halbherzig und heuchlerisch zu dienen. Wir bilden uns etwas ein auf das, was wir f\u00fcr Gott tun und machen Gott Vorw\u00fcrfe, wenn unser Leben nicht so verl\u00e4uft wie wir uns das w\u00fcnschen. \u201eIch habe f\u00fcr dich\u2026warum machst du Gott nicht f\u00fcr mich\u2026? Wir sollen uns immer wieder hinterfragen lassen, ob wir Gott berauben und ob wir nicht wieder umkehren sollten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Gemeindearbeit funktioniert nur gemeinsam \u2013 aber vor allem gemeinsam mit Gott! Kein Formalismus, keine blo\u00dfe \u00e4u\u00dferliche Fr\u00f6mmigkeit, keine notgezwungene Pflicht von Mitarbeit oder finanziellen Spenden. Aus Liebe und Dankbarkeit, weil wir Teil von Gottes Leib \/ Gemeinde sind. Weil mein Herr mich erkauft hat, habe ich in ihm Rettung, Vergebung und ewiges Leben,&nbsp;ist es nur recht, dass ich ihm von Herzen mein Leben zur Verf\u00fcgung stelle und ihm alles bereit bin zugeben.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3.3 <strong>Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"3\"><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"1\">\n<li>Bleib nicht hinter deinen M\u00f6glichkeiten \u2013 beraube nicht deinen Gott<\/li>\n\n\n\n<li>Bringe dich voll und ganz ein \u2013 gib Gott was du kannst\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Bringe freiwillig und gern \u2013 gib Gott aus Dankbarkeit\u00a0\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\"><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"3\"><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"1\">\n<li>Wer festh\u00e4lt verliert\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Wer losl\u00e4sst gewinnt\u00a0\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\"><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"1\">\n<li>Gott als der gro\u00dfz\u00fcgige Geber\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Die Haltung eines gro\u00dfz\u00fcgigen Gebens\u00a0\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Die Segnungen f\u00fcr gro\u00dfz\u00fcgige Geber\u00a0\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\"><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"3\"><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich sah die Gaben, nicht den Geber!\u00a0<br><em>Wilhelm Busch erz\u00e4hlt: Ich erinnere mich, dass wir in meiner Kindheit einen reichen Onkel hatten. Wenn er zu Besuch kam, brachte er immer herrliche Geschenke mit: Schokolade, Pralinen&#8230; Wir Kinder erwarteten ihn st\u00fcrmisch: &#8222;Onkel, hast du&#8230;?&#8220; Und denken Sie, ich wei\u00df gar nicht mehr, wie der Onkel aussah. Ich sehe nur noch die vollen Taschen vor mir. Das hei\u00dft: Der Onkel war mir im Grunde ganz egal, ich wollte seine Geschenke.<\/em>\u00a0<br><em>So machen&#8217;s die meisten mit dem Heiland. Sie wollen etwas von ihm, aber nicht ihn selber. Doch wenn der Herr uns in Dunkelheiten hineinf\u00fchrt, dann lernt man beten: Herr, ich will nur dich, du Friedensk\u00f6nig, du S\u00fcnderheiland, mein Warten soll auf dich gerichtet sein.<\/em>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zitate:\u00a0\u00a0<br>\u201eManche Christen s\u00e4en t\u00e4glich Fleisch aus und wundern sich, warum sie keine Heiligkeit ernten.\u201c (Joshua Harris)\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer gr\u00f6\u00dfte Dienst verlangt das gr\u00f6\u00dfte Opfer; aber er empf\u00e4ngt den gr\u00f6\u00dften Segen.\u201c\u00a0<em>(Hudson Taylor)<\/em>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Klaus Eberwein)&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Mit Gott leben \u2013 von ganzem Herzen&nbsp;&nbsp; Predigtthema: Gott geben \u2013 aber gern&nbsp;&nbsp; Zur Gottesdiensteinleitung: Mk 12,41-44; 2Kor 9,6-7 (Vorschl\u00e4ge zur Textlesung)&nbsp; Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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