{"id":4970,"date":"2024-03-06T10:44:58","date_gmt":"2024-03-06T09:44:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4970"},"modified":"2024-03-20T10:38:08","modified_gmt":"2024-03-20T09:38:08","slug":"predigthilfe-vom-14-april-2024-maleachi-210-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-14-april-2024-maleachi-210-16\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 14. April 2024 &#8211; Maleachi 2,10-16"},"content":{"rendered":"\n<p>Thema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gott treu sein \u2013 aber ganz<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201e<em>Wer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich<\/em>\u201c (Lk.10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a>&nbsp;(Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu Maleachi: Er war Gottes letzter Bote an das alttestamentliche Bundesvolk nach \u00fcber 1000 Jahren, nachdem Mose als erste Prophet und Bibelautor auftrat (um 430 v.Chr.). Obwohl der Tempel seit 516 v.Chr. fertig war, Esra 457 die Gottesdienste eingesetzt hatte und 444 sogar die Stadtmauer vollendet wurde, hatte der geistliche Zustand des j\u00fcdischen \u00dcberrests einen Tiefstand erreicht (Priester und Volk). Der Geist der religi\u00f6sen Gleichg\u00fcltigkeit machte sich breit. Maleachi wollte den \u00dcberrest Israels aus diesem geistlichen Schlaf wachr\u00fctteln, damit Gott wieder segnen konnte. Er betont die Gr\u00f6\u00dfe Gottes, der Gehorsam mit Gnade belohnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 2 spiegelt die Undankbarkeit \u00fcber Gottes Gesetz wider. V.1-9 beschreibt, wie die Priester das Tempelrecht verletzten, und V.10-16 wie das Volk das Familienrecht verletzte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Kontext, den Versen vorher in Kap. 2: Die Priester waren nicht authentisch in ihrer Beziehung zu Gott, so wie Levi authentisch war. V.9 ist hier der negative Gipfel: der Vorwurf, bei der <em>\u201eAnwendung des Gesetzes die Person ansehen\u201c<\/em>, also im Glaubensleben den Menschen im Fokus (mich selbst oder den N\u00e4chsten), auch andere zu bevorzugen (hier sind vor allem die Priester gemeint), aber wer wird dabei nicht in den Fokus genommen? -&gt; Gott!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><br>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wiersby Kommentar<\/li>\n\n\n\n<li>MacArthur Studienbibel<\/li>\n\n\n\n<li>Wuppertaler Studienbibel<\/li>\n\n\n\n<li>Der Matthew Henry Kommentar<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.10-12<\/strong><br>Es geht um das Problem der Mischehen mit heidnischen Frauen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.10:<\/strong> Gott stellt durch Maleachi seinem Volk 3 Fragen:<\/p>\n\n\n\n<p>1. \u201e<em>Haben wir nicht alle einen Vater?\u201c<\/em><br><em>2. \u201eHat uns nicht ein Gott erschaffen?\u201c<\/em><br><em>3. \u201eWarum sind wir denn so treulos, einer gegen den anderen, und entweihen den Bund unserer V\u00e4ter?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zuerst wird die Einheit des Volkes deutlich gemacht: Jede Gemeinschaft von Kindern Gottes findet seine \u00dcbereinstimmung in dem, dass wir einen Vater haben, und von diesem geschaffen wurden. Gott ist Vater als Sch\u00f6pfer Israels, aber nicht in der allgemeinen Beziehung als Sch\u00f6pfer aller Menschen, sondern in dem heilsgeschichtlichen Sinne: Er hat Israel zu seinem Eigentumsvolk gemacht. Aus dem NT wissen wir: Jeder, der seinen Namen aufnahm, gab er das Recht, Kind Gottes zu sein (Joh.1,12).<\/p>\n\n\n\n<p>Spannend ist, dass mit dem \u201e<em>Vater<\/em>\u201c aber genauso auch Abraham oder Jakob gemeint sein k\u00f6nnte (Mal 1,2-5; 2,12; Mt 3,9; Joh 4,12). Damit h\u00e4tten wir die Deutung, dass Israel sowohl vom menschlichen Stamm \u201e<em>Vater<\/em>\u201c her als auch vom Sch\u00f6pfer-Gott her zusammengeh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der zweiten Frage ist klar, dass es um Gott geht. Israel, so wie die ganze Welt, hat einen Sch\u00f6pfer, jeder verdankt sein Leben diesem einen Gott. F\u00fcr \u201e<em>Gott<\/em>\u201c wird hier der Name \u201e<em>El<\/em>\u201c gebraucht, was in Maleachi nur noch in 1,9 vorkommt. \u201e<em>El<\/em>\u201c (den \u201e<em>Starken<\/em>\u201c, \u201e<em>Gewaltigen<\/em>\u201c) geh\u00f6rt zu \u201e<em>Elohim<\/em>\u201c und erinnert uns an den Sch\u00f6pfungsbericht (1.Mo 1).<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eHaben wir nicht einen Vater, einen Sch\u00f6pfer?\u201c<\/em> Als Glieder der Gottesfamilie haben alle Glieder Israels eine besondere W\u00fcrde, aber auch eine gro\u00dfe Verpflichtung. Sie haben als Glieder ihres Volkes Gott die zu Treue zu halten. Wer sich an der Treue Gottes schuldig macht, handelt auch treulos gegen den Bruder und gegen das ganze Volk. Israel lernte gr\u00fcndlich, dass keine S\u00fcnde \u201ePrivatsache\u201c ist, die niemand anders etwas angeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Maleachi stellt in der dritten Frage klar, welches Problem vorherrscht: Treulosigkeit! (\u00dcbergang zu V.11) Hier wird das Thema \u201eHeirat mit g\u00f6tzendienerischen Heidenfrauen\u201c behandelt. Die Menschen von Juda hatten treulos gehandelt, indem sie Fremde heirateten und dadurch ihren nationalen Zusammenhalt zerst\u00f6rten, und weitaus mehr als das (auf geistlicher Ebene).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V. 11:<\/strong> heidnische M\u00e4dchen brachten ausl\u00e4ndische G\u00f6tter in j\u00fcdische H\u00e4user und sagten faktisch: \u201e<em>Wenn du mich heiratest, heiratest du meine Religion.\u201c<\/em> (Salomo) Mischehen stellten eine Gefahr f\u00fcr die Beziehung zu Gott dar (Josua 23,12-13). Letztendlich geht es darum, eine Entscheidung zu treffen (Josua 24,15). Ehen mit Heiden waren in 2.Mo.34,14-16; 5.Mo.7,3-4 verboten worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ehe ist durch g\u00f6ttliches Gesetz geordnet. Gott selbst hat sein Verh\u00e4ltnis zum Volk Israel wiederholt mit einer Ehe verglichen, vor allem durch Hoseas Dienst. Jede Ehe mit Fremdl\u00e4ndern war eine S\u00fcnde. Dass Gott in seiner Souver\u00e4nit\u00e4t Ausnahmen zulie\u00df, zeigt das Buch Ruth, der Moabiterin (die diesem Gott aber auch vertraute). Dagegen brachten die fremdl\u00e4ndischen Frauen im Harem Salomos Unsegen und Fluch. (1.K\u00f6n.11,1-13) <em>\u201e\u2026da wendeten seine Frauen sein Herz anderen G\u00f6ttern zu, sodass sein Herz nicht mehr ungeteilt mit dem Herrn, seinem Gott war.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.12: <\/strong>Dieselben M\u00e4nner, die diese S\u00fcnden begangen haben, brachten Gott jetzt Opfer dar. Wenn sie wirklich vor Gott bereut h\u00e4tten, h\u00e4tten sie die heidnischen, fremden Frauen verlassen und w\u00e4ren zu ihren eigentlichen Ehefrauen zur\u00fcckgekehrt (vgl. Esra 9-10). Diese M\u00e4nner vollzogen heuchlerische Anbetung, ihr Herz war nicht bei Gott. Statt ihnen zu vergeben, war Gott nahe daran, sie \u201e<em>auszurotten<\/em>\u201c (hei\u00dft eigentlich \u201e<em>abschneiden<\/em>\u201c, ein h\u00e4ufiger Begriff f\u00fcr die dem Gericht verfallenen V\u00f6lker). Die \u201e<em>Zelte Jakobs<\/em>\u201c meint die Volksgemeinschaft. Das Gericht f\u00fcr Juden, die andersgl\u00e4ubige Frauen geheiratet haben, besteht darin, dass ihnen das damals wichtigste Ziel der Ehe, n\u00e4mlich Nachkommen auf die Welt zu bringen, versagt bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.13-14<\/strong><br><strong>V.13:<\/strong> Gott geht es nicht um die falschen Tr\u00e4nen am Altar (dem Gottesdienst). Um die Rituale die nach au\u00dfen hin gut erscheinen. Beispiel: Pharis\u00e4er und der Z\u00f6llner aus Lukas 18 (Gott m\u00f6chte innere Erneuerung, die authentische, echte). Zwischen Gott und seinem Volk stand eine Wand der Untreue und der Ehescheidung, die auch mit noch so tr\u00e4nenreichen Gottesdiensten nicht gest\u00fcrzt werden konnte. Es wird deutlich: es geht um das Herz des Einzelnen und auf die Tat des Gehorsams \u2026 wir werden hier auf die Botschaft von Jesus vorbereitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Menschen weinten am Altar, weil der Herr ihre Opfer nicht mehr mit Wohlgefallen annehmen wollte. Warum nicht? Weil der Herr ein Zeuge ihres Eintritts in die Ehe gewesen ist, die sie nun so leichtfertig brachen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.14:<\/strong> Das Volk gef\u00e4hrdet seinen Zugang zu Gott durch Mischehe und leichtfertiger Scheidung der Ehen. Wir haben einen Trauzeugen! Gott selbst! Er ist unsichtbarer Trauzeuge jeder Ehe, aber auch der Paare, die unverheiratet zusammenleben, so als w\u00e4ren sie verheiratet.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeremia 29,23: <em>\u201eDenn sie haben eine Schandtat begangen in Israel: Sie haben mit den Frauen ihrer N\u00e4chsten Ehebruch getrieben und in meinem Namen erlogene Worte geredet, die ich ihnen nicht befohlen habe. Ich wei\u00df es genau, denn ich bin Zeuge, spricht der Herr.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es geht hier um diese erste, richtige Liebe der Jugend. Diese Liebe wurde vom Menschen, vom Kind Gottes verlassen. Zwischenmenschliche Ehe: bruch der Ehe (auch schon in Gedanken). Beziehung zwischen Gott und Mensch &#8211; Offb 2,4-5: <em>\u201eAber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Bedenke, wovon du abgefallen bist, und tue Bu\u00dfe (kehre um)!\u201c<\/em> Wie f\u00fchlt sich Jesus, wenn wir, die wir ihn als unsere erste Liebe bezeichnen, ihm den R\u00fccken kehren? Die erste Liebe verlassen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.15-16<\/strong><br><strong>V.15:<\/strong> Gott macht hier deutlich: In der Ehe werden Mann und Frau zu einem Fleisch, und Gott ist der Partner dieser Einheit. Dieser Vers gilt als der am schwersten auszulegende Vers im Buch Maleachi. Dr. G. Archer versucht es: <em>\u201eUnd nicht einer hat es getan, in dem noch ein Rest von Geist war. Und was erstrebt derjenige? Eine fromme Nachkommenschaft. Gib deshalb acht auf deinen Geist [als Christ unter dem neuen Bund] und lass niemanden unter euch treulos an der Frau seiner Jugend handeln.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eUnd was erstrebt das Eine?\u201c <\/em>Maleachi beschreibt hier die Minderheit, die sich nicht in die S\u00fcnden hineinziehen lie\u00df. Er lobt hier die treuen Ehem\u00e4nner, die dem Geist und dem Wort Gottes gehorsam waren, und nicht wie die ehebrecherischen M\u00e4nner gehandelt haben, die nichtj\u00fcdische Frauen nahmen, um u.a. ihren sexuellen Begierden nachzugehen. Es geht hier die ganze Zeit nicht um den ethnischen Hintergrund, denn vor Gott sind alle Menschen gleich. Es geht im Kern um die Treue zum lebendigen Gott, um Gottesfurcht und um eine Familie, die Gott und sein Wort im Zentrum hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V.16:<\/strong> Eine klare Aussage \u00fcber Gottes Haltung zur Ehescheidung (5.Mo-24,1-4; Mt.19,5-9; 1.Kor. 7,11), wir wissen: bei Jesus beginnt die Ehescheidung bereits im Kopf. Scheidung rei\u00dft auseinander, was Gott zusammengef\u00fcgt hat. Es ist wie eine Gewalttat in einem Bereich, f\u00fcr den Gott Z\u00e4rtlichkeit bestimmt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus zu der im Gesetz vorgeschriebenen Form der L\u00f6sung einer israelitischen Ehe: 5.Mo.24,1; Mk.10,2-9. Obwohl diese M\u00f6glichkeit auch im Gesetz nicht der Laune des Mannes \u00fcberlassen war, so urteilt Jesus doch: <em>\u201eUm eures Herzensh\u00e4rtigkeit willen hat Mose es erlaubt.\u201c<\/em> Es war eine Herablassung Gottes, um noch gr\u00f6\u00dfere Sch\u00e4den zu vermeiden, hier aber steht das starke Wort: <em>\u201eIch hasse die Scheidung.\u201c<\/em> Gott stellt sich sch\u00fctzend vor der<em> \u201eFrau deiner Jugend\u201c.<\/em> Wir kennen diesen lieblichen Ausdruck aus den Spr\u00fcchen Salomos: <em>\u201eFreue dich der Frau deiner Jugend.\u201c<\/em> (Spr 5,18). Was den Mann in seiner jungen Ehezeit begl\u00fcckte, soll auch bis ins Alter gesch\u00fctzt sein.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWie wenn man sein Gewand mit Unrecht bedeckt.\u201c<\/em> Gewalt ersetzt sein Gewand!<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gewand war ein Symbol f\u00fcr Schutz und Liebe. Scheidung nahm der Ehefrau den Schutz und behandelte sie auf grausame Weise. Untreue ist meistens etwas, was sich in unserem Herzen abspielt, was in uns drinnen beginnt. Wer sind wir, wenn wir allein sind? Wen geben wir nach au\u00dfen hin ab?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ehe wird mit Treue charakterisiert. Die Ehe wird in der Verantwortung vor Gott gef\u00fchrt. Die von Gott gegebenen S\u00e4ulen des Ehebundes sind Treue, Liebe und eine Gemeinschaft des Glaubens (damit erh\u00e4lt die Ehefrau eine gr\u00f6\u00dfere W\u00fcrde, als jede Gesellschaft ihr verleihen kann, die die Ehe als einen Vertrag ansieht, den man jederzeit aufl\u00f6sen kann). An sich k\u00f6nnen wir erkennen, dass Epheser 5,23-33 hier bei Maleachi gut vorbereitet wird. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><br>Das hebr\u00e4ische Leitwort in unserem Abschnitt, ist das Wort \u201e<em>Treulosigkeit<\/em>\u201c. Dieses Wort kommt 43x im Alten Testament vor, davon f\u00fcnfmal in Mal 2,10\u201316 (V. 10.11.14.15.16). Gott liebt die Treue und verabscheut die Untreue. Ein Bund ist zum Halten da, nicht zum Brechen. Diese Verse aus Maleachi spiegeln das Herz Gottes wider, und wie er \u00fcber den Schatz der Ehe und der Treue denkt. Wir erkennen Gottes Heiligkeit in seinem Urteil und die Konsequenzen des Ungehorsams.<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht in unserem Abschnitt um die Treulosigkeit des Volkes Gottes, die sich in den gebrochenen Ehen und somit in einer gebrochenen Beziehung zu ihrem Gott zeigt. Wir sehen, dass es hier um eine tiefe, geistliche Glaubensebene geht, und das Problem schon darin beginnt, mit Menschen eine intime\/tiefe\/weiterf\u00fchrende Beziehung einzugehen, die weg von Gott f\u00fchrt (durch Partner, die andere G\u00f6tter anbeten bzw. dem lebendigen Gott nicht dienen).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch behandeln unsere Verse das Problem eines geheuchelten Gottvertrauens. Es f\u00e4llt Menschen bis heute leicht, religi\u00f6se Rituale einzuhalten, weil sie dabei mit dem Herzen nicht bei der Sache sein m\u00fcssen. Gott verurteilt die Gottesdienste, wenn sie nicht mit einem aufrichtigen und bu\u00dffertigen Herzen gefeiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><br>In den Monaten April und Mai besch\u00e4ftigen wir in unseren Predigten mit dem \u201ekleinen\u201c Propheten Maleachi. Diese Reihe steht unter dem Titel: \u201eMaleachi: Mit Gott leben &#8211; von ganzem Herzen\u201c. Diese Predigt ist Teil 2 in der Reihe von 5 Predigten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><br>Unser Text zeigt auf, dass es Dinge gibt, die die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk behindern. Das Volk fragt:<em> \u201eWarum nimmst du unsere Opfer nicht an? Warum ist der Kontakt so schlecht zu dir? Warum kannst du nicht einfach \u00fcber alles hinwegsehen?\u201c <\/em>Gott sagt: <em>\u201eWeil ich mich daran erinnere, wie ein Bund eingegangen wurde. Diesen habt ihr gebrochen, und ihr seht es nicht. Ihr wollt es nicht einsehen. Ihr \u00fcberspielt alles. So kann die Beziehung zu mir nicht funktionieren!\u201c <\/em>(es lohnt sich dazu mal Spr\u00fcche 2 zu lesen).<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Ehe ist nicht nur eine leibliche Gemeinschaft, nicht nur ein Bund zweier Menschen, die sich lieben. Sie ist zutiefst auch eine Gemeinschaft des Glaubens. Wo das \u00dcbersehen wird, ist vieler Not die T\u00fcr ge\u00f6ffnet. Wer sich als Kind Gottes wei\u00df, weil er Jesus im \u201eGlauben aufnahm\u201c (Joh.1,12), der wird und muss in der Wahl des Ehegef\u00e4hrten darauf achten, dass seine Ehe nicht einen anderen Geist in sein Leben bringt als den Geist Jesu. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Botschaft v.a. f\u00fcr junge Leute in unseren Gemeinden eine ganz dringende ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Eheschlie\u00dfungen mit Nicht-Israeliten (Nichtchristen), verletzten die besondere Beziehung, die Gott mit den Israeliten als Vater dieses Volk hatte. Gott ist heilig, seine Kinder sollen ein geheiligtes Leben leben (in der Vergebung Jesu), wie kann das mit jemanden geschehen, der das so nicht sieht, der keine Ehrfurcht hat vor Gott?<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird zudem deutlich, dass es Gott um die richtige Herzenshaltung geht. Er ruft zur Umkehr auf, nicht zu einem Verhalten, welches von religi\u00f6ser Selbstgerechtigkeit gepr\u00e4gt ist. Er sieht ins Herz (1Sam 16,7) und erkennt auch die \u201efalschen\u201c Tr\u00e4nen. Liebe zu ihm zeigt sich im Gehorsam ihm gegen\u00fcber (Joh 14,15).<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus ist der treue Br\u00e4utigam! Hochzeit in der Bibel: Wenn ein junger Mann heiraten wollte, dann musste er eine Art \u201e<em>L\u00f6segeld<\/em>\u201c bezahlen (um sie von zuhause \u201eloszul\u00f6sen\u201c), einen Brautpreis. Der Preis spiegelte den Wert der Braut, aber auch den Wohlstand des Br\u00e4utigams wider. 1.Petrus 1,18-19:&nbsp;<em>\u201eDenn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit verg\u00e4nglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den V\u00e4tern \u00fcberlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDenn ihr wisst ja, \u2026\u201c<\/em> wissen wir das? Denn das w\u00fcrde viel ver\u00e4ndern! Hier wird der Wert der Braut (wir, die Gemeinde) und der Wohlstand des Br\u00e4utigams (teure Blut Jesu) deutlich! Jesus ist der bessere Ehemann! Er ist treu, auch dort wo wir es nicht sind (2Tim 2,13). Und er vergibt, wenn wir uns verlaufen und haben verf\u00fchren lassen \u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br>Wir wollen uns neu bewusst machen, dass unser Gott ein Gott der Treue ist. Auch in unserer Untreue bleibt er treu. Jesus ist der Br\u00e4utigam, der seine Gemeinde ohne Bruch liebt und den Bund h\u00e4lt. Er will Herzen, die ernst nach seinem Willen fragen, umkehrf\u00e4hig sind, ihm gehorchen und in seinem Licht leben, Jesus Christus \u201e<em>anziehen<\/em>\u201c (R\u00f6m 13,11-14).<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen lernen, was Gott zur Ehe zwischen Mann und Frau sagt, und Ehen bewusst unter seine Gnade und Treue stellen. Er ist der wichtigste und f\u00fcrsorglichste Trauzeuge unserer Ehe. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein weiterer, grunds\u00e4tzlicher Hinweis f\u00fcr die Vorbereitung:<\/strong><br>Wir wollen Predigten halten, die ins Herz gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei k\u00f6nnen drei Fragen an den Text in der Vorbereitung helfen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><em><\/em><em>Wie hilft der Text den Zuh\u00f6rern, Jesus anzubeten?<\/em>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Wo strahlt die Sch\u00f6nheit des Evangeliums aus dem Text hervor? Wor\u00fcber k\u00f6nnen die Zuh\u00f6rer vielleicht wieder oder ganz neu \u00fcber Jesus staunen?<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n\n\n\n<li><em><\/em><em>Wie hilft der Text denen, die leiden?<\/em>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Wir leben in einer gefallenen Welt. Gehe immer davon aus, dass einige deiner Zuh\u00f6rer im Moment mit Leid zu k\u00e4mpfen haben. Wir wissen nicht, was die Menschen vor uns in den Tagen, Stunden, Minuten vor dem Gottesdienst durchgemacht haben. Auch die, die breit L\u00e4cheln, k\u00f6nnen mit Tr\u00e4nen zu k\u00e4mpfen haben. Wie ermutigt sie dieser Text?<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n\n\n\n<li><em><\/em><em>Wie hilft der Text denen, die mit Selbstgerechtigkeit und Schuld zu k\u00e4mpfen haben?<\/em>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>In einer gefallenen Welt leiden Menschen nicht nur, sie haben auch gefallene Herzen. Wir tun vieles, um uns selbst gut dastehen zu lassen, haben mit Selbstgerechtigkeit und mit verborgener Schuld zu k\u00e4mpfen. Wie hilft dieser Text unseren Zuh\u00f6rern, mit ihrer Schuld zu Jesus zu kommen und ermutigt den Gottesdienst wieder zu verlassen? Sodass sie Jesus vertrauen und ihm mit Freude dienen.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><br>Gottes unver\u00e4nderliche Treue zu uns, durch Jesus Christus, soll unsere Treue zu ihm pr\u00e4gen: in unserer Nachfolge, unserer Herzenshaltung und in unseren Ehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vorschlag:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Die fremde Frau \/ V.10-12<br>2. Der wichtigste Trauzeuge \/ V.13-14<br>3. Der untreue Mann \/ V.15-16<br>-&gt; mit Jesus-fokussierten Abschluss (Evangelium) als dem treuen Ehemann\/Br\u00e4utigam<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Illustration als Einstieg oder zum Schluss<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Zu unserem Herzen und den verborgenen Stellen (von William MacDonald):<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>William MacDonald \u2013 er war ein sehr bekannter Prediger und Autor (unter anderem vom bekannten Buch \u201eWahre J\u00fcngerschaft\u201c, in dem es um kompromisslose Nachfolge geht) \u2013 schreibt in einem seiner B\u00fccher von einem jungen Mann, der aus vollem Herzen mit Jesus unterwegs war, und nun lud MacDonald diesen jungen Mann f\u00fcr ein paar Tage zu sich nach Hause ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Als sie auf dem Weg zur Haust\u00fcr waren, sagte der Gast: \u201eDas wird interessant, im Hause des Mannes zu wohnen, der \u201eWahre J\u00fcngerschaft\u201c geschrieben hat.\u201c Ihr k\u00f6nnt euch denken, wie es William MacDonald zumute war! Er wurde ganz unruhig. Blitzartig ging er im Kopf JEDES Zimmer in seinem Haus durch, und fragte sich, was sein Besucher wohl sehen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>MacDonald hat dieser Gedanke nicht losgelassen, und er stellte sich die Frage:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas w\u00e4re, wenn JESUS an meine T\u00fcr klopfen w\u00fcrde, und ich ihm JEDES Zimmer meines Hauses zeigen w\u00fcrde? Was w\u00fcrde er sehen? Was w\u00fcrde er denken? Was w\u00fcrde er dazu sagen?\u201c Wenn Jesus auch in die Zimmer schaut, die wir unseren G\u00e4sten weniger zumuten w\u00fcrden. Jesus kann etwas, was niemand sonst kann. Er sieht Ecken in meinem Herzen, die ich gerne unbeleuchtet lasse. Was verbirgt sich hinter dieser T\u00fcr, hinter meiner T\u00fcr? Hier stellt sich die Frage: Wie authentisch ist mein Christsein? Was ist in mir, was kommt davon heraus? Was habe ich zu verbergen? Wie ist meine Beziehung zu Jesus? Welche Auswirkungen hat sie? Jesus den Hausmeister unseres Lebenshauses sein lassen, mit dem Zugang zu allen R\u00e4umen. Gerade zu den R\u00e4umen, die unsere Untreue verbergen sollen. Sein Licht schenkt Heilung und seine Treue h\u00e4lt uns.<\/p>\n\n\n\n<p>2. <strong>Zur Ehe (von Charles Swindoll):<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die vierj\u00e4hrige Susie hatte gerade zum ersten Mal in ihrem Leben die Geschichte von Schneewittchen und den sieben Zwergen geh\u00f6rt. Sie konnte kaum das Ende der Zeit im Kindergarten abwarten, um ihrer Mutter davon zu erz\u00e4hlen. Voller Aufregung berichtete sie der Mutter. Nachdem sie erz\u00e4hlt hatte, wie der Prinz auf seinem sch\u00f6nen wei\u00dfen Pferd zur\u00fcckgekehrt war und Schneewittchen durch einen Kuss wieder zum Leben erweckt hatte, fragte Susie laut: \u201eUnd wei\u00dft du, was dann geschah?\u201c \u2013 \u201eJa\u201c, antwortete ihre Mutter. \u201eSie lebten gl\u00fccklich und zufrieden bis an ihr Ende.\u201c \u2013 \u201eNein\u201c, antwortete Susie mit einem Stirnrunzeln, \u201e\u2026sie heirateten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses kleine M\u00e4dchen hatte eine tiefe Wahrheit ausgesprochen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Heiraten und Gl\u00fcck sind nicht unbedingt dasselbe. Der Hauptfaktor hierf\u00fcr ist der, dass Ehepaare von Gottes urspr\u00fcnglichem Plan abgewichen sind. Sie haben ihn entweder ge\u00e4ndert oder ganz vergessen. Das Fundament der Ehe ist nicht richtig gelegt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>(Simon Hamalega)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gott treu sein \u2013 aber ganz Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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