{"id":4768,"date":"2023-05-16T12:03:52","date_gmt":"2023-05-16T10:03:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4768"},"modified":"2023-05-16T12:05:00","modified_gmt":"2023-05-16T10:05:00","slug":"predigthilfe-vom-30-april-2023-2-mose-20-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-30-april-2023-2-mose-20-12\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 18. Juni 2023 &#8211; 2. Mose 20, 12"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Jahresthema<\/strong>: <strong>WEGweiser zum Leben \u2013 die zehn Worte Gottes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Predigtthema: <\/strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>Der Schutz der W\u00fcrde \u2013 du sollst Vater &amp; Mutter ehren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gottesdienst Einleitung: Spr\u00fcche 1,7-9 \/ Mk. 7, 8-13 <\/strong>Vorschl\u00e4ge zur Textlesung<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk. 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Jahresthema<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einleitung zum Jahresthema \u201eWEGweiser zum Leben \u2013 die zehn Worte Gottes\u201c!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die 10 Gebote (2Mo 20,1-17 und 5Mo 5,6-21), auch Dekalog genannt, nehmen im Alten Testament eine einmalige Stellung ein und haben sowohl f\u00fcr das Judentum als auch f\u00fcr das Christentum eine zentrale Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Bedeutung: <\/strong>Die \u201ezehn Worte\u201c, sind das einzige Gesetz, welches direkt von Gott dem Volk Gottes auf zwei Steintafeln gegeben wurde. Man k\u00f6nnte sie das Grundgesetz des menschlichen Lebens bezeichnen, das die Beziehung des Menschen zu Gott und zu seinem Mitmenschen regelt. Es ist die erste verschriftete Menschenrechtserkl\u00e4rung und ist ein Wegweiser zu einem gesunden menschlichen Miteinander in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Familie. Die 10 Gebote haben die christliche Ethik, die Kirchen- und Kulturgeschichte Europas ganz entscheidend gepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die ersten vier Gebote handeln vom Verh\u00e4ltnis des Menschen zu Gott!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1. Gebot: Es gibt nur EINEN \u2013 du sollst keine anderen G\u00f6tter neben mir haben<br>2. Gebot: Es gibt nichts VERGLEICHBARES \u2013 du sollst dir kein Bildnis machen<br>3. Gebot: Es gibt nichts H\u00d6HERES \u2013 du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen<br>4. Gebot: Es gibt nichts SCH\u00d6NERES \u2013 du sollst den Shabbattag heiligen&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die sechs anderen Gebote: Das Verh\u00e4ltnis des Menschen zum Menschen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>5. Gebot: Der Schutz der W\u00dcRDE \u2013 du sollst Vater und Mutter ehren<br>6. Gebot: Der Schutz des LEBENS \u2013 du sollst nicht t\u00f6ten<br>7. Gebot: Der Schutz der EHE \u2013 du sollst nicht ehebrechen<br>8. Gebot: Der Schutz des EIGENTUMS \u2013 du sollst nicht stehlen&nbsp;<br>9. Gebot: Der Schutz vor T\u00c4USCHUNG \u2013 du sollst nicht l\u00fcgen<br>10. Gebot: Der Schutz vor HABGIER \u2013 du sollst nicht begehren<\/p>\n\n\n\n<p>Gott, der Sch\u00f6pfer ist die h\u00f6chste Autorit\u00e4t und Gesetzgeber. Alle menschliche Obrigkeit hat sich ihr zu verantworten. Somit fordern die Gebote Ehrfurcht und Gehorsam gegen\u00fcber Gottes Ordnungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Ziel \u2013 die 10 Gebote sind WEGweiser auf JESUS: <\/strong>Mit dem Jahresthema wollen wir Gottes alte und ewige Grundordnung neu verinnerlichen. Sie sind alt aber immer noch g\u00fcltig. Sie kommen aus Gottes Mund und werden nie zur\u00fcckgenommen. Sie sind nicht verbesserungsf\u00e4hig, sondern sind vollkommen und weisen uns den WEG zum Leben \u2013 sie weisen uns direkt zu JESUS der sagte: Ich bin der WEG, die Wahrheit und das LEBEN\u201c!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Anlass \u2013 Vergessenheit der Gebote Gottes: <\/strong>Die hilflose Suche nach tragf\u00e4higen Grundwerten f\u00fcr eine gut funktionierende Gesellschaft und ein friedliches Zusammenleben von Menschen offenbaren die Gottvergessenheit unserer Zeit. Wer Gott verliert, verliert auch die Gebote. Die 10 Gebote sind ein zusammenh\u00e4ngendes Ganzes. Der Mensch kann die Ethik nicht ohne die Autorit\u00e4t Gottes besitzen oder ausleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Forsa Umfrage mit dem Titel: \u201eDie 10 Gebote \u2013 Bekanntheit und Bedeutung in der heutigen Zeit\u201c, best\u00e4tigt, dass noch 56 Prozent wissen, dass man unter den \u201e10 Geboten\u201c Verhaltensregeln bzw. einen Wertekodex mit religi\u00f6sem Bezug versteht. Fast die H\u00e4lfte kennt somit den religi\u00f6sen Bezug der Gebote Gottes nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/presseportal.zdf.de\/fileadmin\/zdf_upload\/Bilder\/Teaser-Bilder\/Dokumente\/forsa-Umfrage_zu_ZDF_Die_10_An-Gebote.pdf\">https:\/\/presseportal.zdf.de\/fileadmin\/zdf_upload\/Bilder\/Teaser-Bilder\/Dokumente\/forsa-Umfrage_zu_ZDF_Die_10_An-Gebote.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Chance \u2013 Gottes guten Willen erkennen: <\/strong>Die 10 Gebote sind eine Selbstoffenbarung Gottes. Sie lassen uns nicht nur Gottes Autorit\u00e4t erkennen, sondern auch sein heiliges und liebevolles Wesen. Gottes Gebote sind gut und heilig. Sie sind Gottes gesunde Lebensanweisung f\u00fcr den Menschen. Sie wollen dem Menschen nichts Schlechtes, sondern geben Wegweisung zum wahren Leben, wie es Paulus in Gal 3,24 schreibt:<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>\u201eSo ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden auf Christus hin,<br>damit wir aus Glauben gerechtfertigt w\u00fcrden.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Henry, Matthew.,<\/em> 1. Mose &#8211; Josua; Band 1 AT<\/li>\n\n\n\n<li><em>Lang, Benjamin<\/em>, Die Bibel verstehen \u2013 die zehn Gebote, Dillenburg CV<\/li>\n\n\n\n<li><em>Roland Werner, YOUBE-Evangelischer Jugendkatechismus, FONTIS Brunnen Verlag<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Predigthilfe Christusbund;&nbsp; <\/em><a href=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-29-september-2019-markus-7-8-13\/\">Predigthilfe vom 29. September 2019 \u2013 Markus 7, 8-13 | Predigthilfen (christusbund.de)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas leben der Eltern ist das Buch in dem die Kinder lesen.\u201c <em>Zitat von Augustinus<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Satz passt zu dem \u201eersten\u201c Gebot der Beziehungen von Mensch zu Mensch. Es geht um Frieden stiften und das beginnt ZUHAUSE!<br>In 1. Tim. 5,8 hei\u00dft es:<\/p>\n\n\n\n<p>Wer sich aber am allermeisten nicht um seine Angeh\u00f6rigen sorgt die im Haus leben, der hat den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungl\u00e4ubiger! (eigene \u00dcbersetzung)<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gebot Gottes in Exodus 20,12 lautet<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lange w\u00e4hren in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. (ELB)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Gebot ist der Anfang des Miteinanders und birgt viel in sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Einzelnen lassen sich folgende Dinge herausfiltern die aufzeigen, was dieses Gebot f\u00fcr uns bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist das Gebot ein Schl\u00fcssel zum Zusammenleben, auch und gerade mit mehreren Generationen, die unterschiedlichen Erlebniswelten haben und trotzdem voneinander lernen und so ein bereichertes Leben f\u00fchren k\u00f6nnen. In Achtung und respektvollem Miteinander zu leben und Familie zu gestalten ist dabei ein Gewinn. Dieser \u201eFamilienfriede\u201c ist das, was erstrebenswert ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet auch, dass es Aufgabe ist an diesem Miteinander zu wirken und Frieden zu stiften\/suchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>Aufgabe der Eltern <\/strong>liegt vorerst darin, alles zu tun um die Familie als Mittelpunkt des Zusammenlebens zu gestalten und zu festigen. In unserer Gesellschaft ist das schon schwer genug. Denn die Familie ist stark angegriffen und viele Einfl\u00fcsse von au\u00dfen treffen auf die Eltern und die Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem ist das liebevolle und geborgene Umfeld, welche die Familie bieten kann, die Grundlage f\u00fcr ein gutes Heranwachsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eltern lieben ihre Kinder OHNE VORBEHALT und vor allem nicht, weil Kinder etwas tun oder besonders attraktiv sind. Eltern sollen ihre Kinder annehmen wie sie sind, ihnen helfen und sie Unterst\u00fctzen soweit es ihnen m\u00f6glich ist. Das gibt Kindern die Geborgenheit und Sicherheit, die sie ben\u00f6tigen, um zur Ehre Gottes aufzuwachsen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Aufgabe der Kinder<\/strong> ist deutlich zu lesen in \u201e<em>Ehre deinen Vater und deine Mutter<\/em>\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>In Respekt und dem Wissen, dass die Eltern es gut meinen, sind Kinder aufgefordert in Dankbarkeit und Liebe zur\u00fcckzugeben, was sie empfangen. Alles Gute und die Geborgenheit sowie das, was einen weitergebracht und gef\u00f6rdert hat zu sehen und zu ehren ist die Aufgabe. Es ist sicher nicht immer alles einfach gewesen, aber Eltern wollen im Grunde das Beste f\u00fcr ihre Kinder. Zumindest im Idealfall.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem haben Eltern (egal wie gut oder schlecht sie waren) daf\u00fcr gesorgt, dass Kinder erwachsen werden konnten oder k\u00f6nnen. Das zu ehren und anzuerkennen, dass Vater und Mutter einen Anteil am Erwachsen werden haben, ist die Aufgabe der Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Ehren ist nicht als blinder Gehorsam gemeint, sondern soll anerkennen, was alles Gutes geschehen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kommt es in diesem Gebot zu einer Besonderheit in den Geboten:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Damit deine Tage lange w\u00e4hren in dem Land<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gott sagt hier im Gebot einen Segen zu, der im Handeln nach dem Gebot liegt. Durch das Ehren der Eltern wird GOTT die Tage im Land lange w\u00e4hren lassen. Das Leben der Kinder wird durch dieses Gebot verl\u00e4ngert. Dieser Segen bezieht sich auf das \u201eGelobte Land\u201c das den Israeliten versprochen ist. F\u00fcr uns ist es ein langes Leben in der Heimat, die Gott uns schenkt. Der Herr versorgt uns, als \u201eBelohnung\u201c f\u00fcr das halten des Gebotes. Womit?<\/p>\n\n\n\n<p>Mit <strong>dem Land das der HERR, dein Gott, dir gibt<\/strong> \u2013 Gott gibt uns unseren Erbteil und Gott verpflichtet sich in diesem Gebot selber dazu, dass sein Segen flie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich ist in diesem \u201elangen Leben\u201c auch der Konflikt der Generationen dabei. Wenn jeder das Gebot h\u00e4lt und lange lebt, wird ein Miteinander immer komplexer und schwerer. Das ohne den Segen des Herrn zu versuchen muss scheitern. Aber im Beachten des Gebotes liegt der beste \u201eGenerationenvertrag\u201c, den wir uns w\u00fcnschen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies fasst Martin Luther im Katechismus so zusammen:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWir sollen Gott f\u00fcrchten und lieben, da\u00df wir unsere Eltern und Herren nicht verachten noch erz\u00fcrnen, sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und wert haben.\u201c<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Wert dieses Gebotes ist unsch\u00e4tzbar. An verschiedenen Stellen der Bibel wird dieses Gebot verwendet und das Miteinander in der Familie zu bezeichnen\/ beschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In Spr\u00fcche 1,7-9:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gerade der Start dieser Verse best\u00e4tigt nochmals, dass in der <em>\u201eEhrfurcht vor Gott\u201c<\/em> die Wurzel liegt. In der Furcht (Ehrfurcht) vor Gott liegt der Anfang der Weisheit. Gott ist unser Wissen und was ER uns sagt ist gut. Das sollten wir befolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder der Gegensatz\u2026 es ist Torheit es zu verachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Rat, der in den Spr\u00fcchen steht, ist bezogen auf die Eltern. Ihre Anweisungen sind gut und laut Vers 9 eine Krone und ein Schmuck f\u00fcr uns!<\/p>\n\n\n\n<p>Im Ehren und Achten der Eltern werden wir selber beschenkt!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kolosser 3,20-21:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Miteinander liegt ein Segen. Sowohl Eltern als auch Kinder sollen aufeinander achten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuerst sind die Kinder gefordert Gehorsam zu sein und auf den Rat und die Anweisung der Eltern zu h\u00f6ren. Eltern suchen das Beste f\u00fcr die Familie und die Erfahrung die sie haben, sch\u00fctzt die Kinder. Selbst wenn es nicht immer so ausschaut, aber gerade f\u00fcr die Kinder sind die Rahmenbedingungen doch wichtig und selbst in Verboten und Regularien liegt ein Schutz zum Wohl der Kinder. Da gehorsam zu sein ist dem Herrn Wohlgef\u00e4llig.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich sind auch die Eltern gefordert ihre Kinder gut zu behandeln, liebevoll, wertsch\u00e4tzend und f\u00f6rdernd. \u201eV\u00e4ter reizt eure Kinder nicht\u201c sonst werden sie unwillig. Es bleibt ein Miteinander in der Familie. Ebenso sind die Vergleiche aus <strong>Epheser 6, 1-4<\/strong> zu verstehen, die sich auch auf das Gebot Gottes beziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem ist es wertvoll sich einmal vor Augen zu f\u00fchren was in Mk. 7, 8-13 steht. Ausf\u00fchrungen hierzu finden sich in der Christusbund Predigthilfe (s.o.).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei diesem Thema und Gebot wollen wir dem Nachdenken, dass Gott uns in der Anweisung etwas Gutes tut und uns dazu auch noch seinen Segen zusagt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Leben Jesu sehen wir, wie er selber seinem Vater (Gott) die Ehre gibt. Zudem ist es f\u00fcr Christus wichtig, dass er seine Eltern, Maria und Joseph, ehrt obwohl sie nicht \u00fcber <em>seinem Vater<\/em> stehen. Wenn Jesus als Kind im Tempel <em>\u201ebei seinem Vater ist\u201c<\/em> Lk. 2,41ff, wird doch deutlich, dass er wieder zu seinen Eltern geht und sie ehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch am Kreuz ist es Jesus wichtig f\u00fcr seine Mutter zu sorgen und Maria und Johannes zu verbinden. (Joh. 19,27)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wichtigkeit des Gebotes wird von Jesus nicht abgeschw\u00e4cht oder ausgesetzt, sondern ist Teil der Lehre die wir bis heute haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Predigt steht im Rahmen des Jahresthemas und wird den Gemeinden zugesprochen, die sich mit den Weisungen Gottes auseinandersetzen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind in der Mitte des Jahres und gehen ab hier in die zwischenmenschliche Phase der Gebote. Daher ist es gut, wenn die Predigt auf den Wechsel der Anweisung eingeht. Es ging bisher um die Beziehung GOTT und Mensch, jetzt schenkt Gott Anweisungen, die uns im Miteinander helfen (so wie Gott es sich gedacht hat).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Start den Gott daf\u00fcr setzt ist die Familie und die enge Beziehung die Eltern und Kinder ausmacht. Auch und gerade als Spiegel daf\u00fcr, wie die Beziehung von Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um den Text\/ das Gebot in die Praxis einflie\u00dfen zu lassen ist es hilfreich sich zu erinnern, was wir eigentlich als Auftrag haben. Die Verse aus 1. Thess. 2,3-5 beschreiben dies auf sch\u00f6ne Art und k\u00f6nnen uns dienen, um den H\u00f6rern etwas mitzugeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider sind wir in einem Umfeld und einer Gesellschaft, welche die Familie immer mehr zerst\u00f6rt oder ersetzen will. Patchwork Familien, Ganztagsschule und au\u00dferfamili\u00e4re Einfl\u00fcsse werden st\u00e4rker und das \u201eSELBST\u201c in der egozentrischen Welt will nur ein schnelles Gl\u00fccksgef\u00fchl, aber kein Achten und Ehren von anderen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ist es wichtig zu entscheiden, dass man anders sein will und sich darauf vorzubereiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen einen anderen Stellenwert der Familie und der Rolle der Eltern und Kinder aufzeigen. Der Segen, der im Gebot liegt und der Schutz, den dieses Miteinander aus Gottes Anweisung bietet, soll herausgehoben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei sind wir zum Gl\u00fcck nicht allein, denn unser Herr und Gott gibt uns Hilfe in diesen Problemen. Gott schenkt uns in Spr\u00fcche 1,1-9 ein gutes Fundament f\u00fcr unsere Entscheidung. Wir werden ermutigt unseren Blick auf Gott zu richten und durch IHN zu erkennen, was gut ist und Bestand hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist eine Entscheidung, die uns dazu bringt, dass wir unsere Eltern ehren und f\u00fcr sie da sind. In dieser Entscheidung liegt auch der Segen, wie oben beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Frieden und den Anfang des Miteinanders legt Gott in die Familie, nachdem in den ersten Geboten klar wurde, wie wir zu IHM stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Einhalten des Gebotes schenkt Gott seinen Segen und Schutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir zu diesem Text Predigen, sollen wir darauf hinweisen, dass Gott uns mit dem Gebot ein Geschenk macht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Schutz der W\u00fcrde \u2013 du sollst Vater &amp; Mutter ehren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Aussage aus dem Textplan fasst es gut zusammen. Wir sollten darauf hinarbeiten, dass wir im Miteinander und F\u00fcreinander f\u00fcr die Eltern einstehen und da sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus einer dienenden Haltung heraus k\u00f6nnen wir, in und durch die Predigt der Gemeinde etwas mitgeben. Wenn wir uns k\u00fcmmern und einsetzen, dann hat es einen Mehrwert im Segen Gottes. Eventuell kann hier auch die eigene Praxis einflie\u00dfen oder das Familienleben und der Umgang mit den Problemen und Freuden der Familie als Beispiel verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um den Text anschaulich zu gestalten braucht es vor allem den Vers aus Exodus 20,12<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen als Grundlage zu verwenden und dann darauf hinzuf\u00fchren, dass wir uns in drei Schritten bewusst machen k\u00f6nnen, wie das Gebot umgesetzt werden kann:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\">\n<li>Gott gibt uns sein Gebot (Ex. 20,12)<br>a. <em>Unsere Aufgabe ist es Vater und Mutter zu Ehren und das wird Gott segnen.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li>Gott an den Anfang setzen (Spr\u00fcche 1.7-9)<br>a. <em>Unsere Aufgabe ist den Herrn zu achten. Danach folgt die Ehrung von Vater und Mutter.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li>Gott Ehren durch das Ehren der Eltern (Mk 7,8-13\/ Kol 3 &amp; Eph. 6)<br>a. <em>Unsere Aufgabe ist es im Miteinander aufeinander zu achten und dadurch Gott die Ehre zu geben.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>3.4 Predigt Veranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Text kann man eigentlich nicht viel \u201ezeigen\u201c, da jede Familie anders ist. Trotzdem haben wir die M\u00f6glichkeit, dass wir herausheben, was Gott uns schenkt in der Familie. Wir k\u00f6nnen es begreiflich machen. Wir k\u00f6nnen uns Zeit nehmen (eventuell in Stille \/ mit aufschreiben) zu \u00fcberlegen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Was haben meine Eltern f\u00fcr mich getan?<\/li>\n\n\n\n<li>Wof\u00fcr kann ich meinen Eltern dankbar sein?<\/li>\n\n\n\n<li>Was gibt es, wof\u00fcr ich meinen Vater und meine Mutter ehren kann?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Eventuell ist es dran zu ermutigen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Schreib deinen Eltern doch mal einen Brief.<\/li>\n\n\n\n<li>Lad deine Eltern mal einfach ein (nicht nur weil Muttertag, Vatertag, Geburtstag oder Jubil\u00e4um ist).<\/li>\n\n\n\n<li>Hilf deinem Vater mal ungefragt.<\/li>\n\n\n\n<li>Schenk deiner Mutter mal Blumen, einfach so!<\/li>\n\n\n\n<li>Andere Taten, die dir einfallen\u2026<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Es sind die kleinen Freuden im Alltag, die den Unterschied machen.<br>Wer sich entscheidet seine Eltern zu ehren, wird Wege finden es auszudr\u00fccken!<br>Die Predigt kann ein Ansto\u00df dazu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedem Nutzer der Predigthilfe w\u00fcnsche ich eine gesegnete Vorbereitung \ud83d\ude0a<br>(Bj\u00f6rn Husfeld)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: WEGweiser zum Leben \u2013 die zehn Worte Gottes Predigtthema: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Schutz der W\u00fcrde \u2013 du sollst Vater &amp; Mutter ehren Gottesdienst Einleitung: Spr\u00fcche 1,7-9 \/ Mk. 7, 8-13 Vorschl\u00e4ge zur Textlesung Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[23],"tags":[],"class_list":["post-4768","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-2-mose"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-11 19:46:46","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4768","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4768"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4768\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4772,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4768\/revisions\/4772"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4768"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4768"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4768"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}