{"id":4749,"date":"2023-04-15T14:45:16","date_gmt":"2023-04-15T12:45:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4749"},"modified":"2023-04-21T14:46:11","modified_gmt":"2023-04-21T12:46:11","slug":"predigthilfe-vom-18-05-2023-1-koenige-8-22-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-18-05-2023-1-koenige-8-22-30\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 18. Mai 2023 &#8211; 1. K\u00f6nige 8, 22-30"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jesus \u2013 im Himmel und ganz nah bei uns (Thema laut Textplan)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Herausforderung des Abschnitts liegt darin, dass sie lediglich einen Ausschnitt aus Salomos relativ langer Rede bzw. seinem Gebet zur Einweihung des Tempels darstellt. Man sollte deshalb in der Vorbereitung das ganze Kapitel 8 einmal lesen, um einen Eindruck des ganzen Geschehens zu bekommen und den Predigttext inhaltlich einordnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kontext:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 8,1-11: Nach Fertigstellung des Tempels versammelt Salomo das Volk zur Einweihung des Tempels. Die Bundeslade und alle Tempelger\u00e4te werden gebracht, w\u00e4hrend Salomo und das Volk zahlreiche Tieropfer bringen. Die Priester tragen die Lade ins Allerheiligste. V. 10+11 schildern dann, wie die Herrlichkeit Gottes in dem Moment den Tempel erf\u00fcllt, als sich kein Mensch mehr innerhalb des Tempels aufh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 12-21: Salomo wendet sich zun\u00e4chst an Gott, um ihm den Tempel zuzusprechen. Anschlie\u00dfend wendet er sich segnend ans Volk und rekapituliert die Entstehungsgeschichte des Tempelgeb\u00e4udes. Er betont die Tatsache, dass Gott David den Bau des Tempels versprochen und nun sein Versprechen verwirklicht hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 22-30: Predigttext (s.u.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 31-53: Salomo richtet verschiedene Bitten an Gott, die alle in einer \u201ewenn-dann-Struktur\u201c verfasst sind. Sie stellen teilweise einen Bezug zu V. 23 und 25 her, in denen Salomo darauf hinweist, dass Gottes Bundeszusagen an das Volk vom Gehorsam des Volkes abh\u00e4ngen. Grunds\u00e4tzlich ist jede Bitte gleich darin, Gottes Reaktion auf das Rufen des Volkes zu erbitten. Auff\u00e4llig ist dabei, dass Salomo an Gottes Gnade appelliert, dem Volk zu vergeben und zu helfen, auch wenn es ges\u00fcndigt hat. In diesen Bitten ist ein durchgehender Bezug zu den Ank\u00fcndigungen zu Segen und Fluch in Lev. 26 und Dtn. 28 erkennbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 54-61: Salomo segnet das Volk und ermahnt es gleichzeitig, Gott mit ungeteiltem Herzen zu folgen und seine Gebote zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 62-66: Bericht \u00fcber die erbrachten Opfer und den Ausklang des Tempelweihefestes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li> Matthew Henry, Richter\u2013Esther, Der neue Matthew Henry Kommentar Bd. 2<\/li>\n\n\n\n<li>Keil\/Delitzsch, Biblischer Kommentar \u00fcber das Alte Testament, Band 5 (online verf\u00fcgbar unter <a href=\"https:\/\/v1.sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=15235&amp;title=&amp;biblevers=&amp;searchstring=&amp;author=0&amp;language=0&amp;category=0&amp;play=0&amp;tm=2\">https:\/\/v1.sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=15235&amp;title=&amp;biblevers=&amp;searchstring=&amp;author=0&amp;language=0&amp;category=0&amp;play=0&amp;tm=2<\/a>)<\/li>\n\n\n\n<li>Hartmut Schmid, Das erste Buch der K\u00f6nige, Wuppertaler Studienbibel Bd. 13<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Anmerkungen und Wortbez\u00fcge richten sich nach dem Text der revidierten Elberfelder Bibel in der Textfassung 2020.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Struktur des Textes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Abschnitt l\u00e4sst sich anhand sprachlicher Strukturen gliedern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 22: Einleitendes Darstellen der Situation (\u201e<strong>Und<\/strong> Salomo trat\u2026\u201c)<br>V. 23-24: Einleitende und anbetende Anrede Gottes mit Charakterisierung (<strong>Und<\/strong> er sprach: HERR\u2026\u201c).<br>V. 25: Schlussfolgerndes \u201eUnd nun\u2026\u201c mit der ersten Bitte.<br>V. 26-27: Zweites schlussfolgerndes \u201eUnd nun\u2026\u201c, das die erste Bitte konkretisiert.<br>V. 28-29: Kontrastierendes \u201eDoch\u201c, das trotz der in V. 27 formulierten Charakterisierung die Bitte weiter und ausformuliert.<br>V. 30: Fortsetzendes \u201eUnd\u2026\u201c, das eine zweite Bitte formuliert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Anmerkungen zu den Versen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 22: Aus dem Ende des Gebets und der Textfortsetzung in V. 54 wird deutlich, dass Salomo nicht stand, sondern auf den Knien lag. Angesichts der Herrlichkeit Gottes, die den Tempel f\u00fcllte, nahm er eine deutlich dem\u00fctige Gebetshaltung ein. Insgesamt sollte aber nicht zu viel in die Gebetshaltung hineininterpretiert werden, da sie wahrscheinlich eine der in der damaligen Zeit klassischen Gebetshaltungen war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 23-24: Salomo beginnt sein Gebet mit einer lobenden Charakterisierung Gottes, in der er zweierlei hervorhebt, was Gott einzigartig macht. (1) Gott ist mit nichts im Universum vergleichbar, er ist einzigartig in seinem Wesen und Handeln. Dennoch ist er nahbar f\u00fcr den Menschen, denn er schlie\u00dft einen Bund mit Menschen. Dies ist umso beachtlicher, wenn man es vor dem Hintergrund antiker G\u00f6ttervorstellungen liest, von denen die Menschen sagten, sie seien am Menschen und dem Geschehen auf der Erde wenig interessiert. Die Formulierung in V. 23, \u201eder du den Bund und die Gnade deinen Knechten bewahrst, die vor dir leben mit ihrem ganzen Herzen\u201c, kn\u00fcpft an die Formulierung bei der Bundeserneuerung in Dtn 7,9.12 an und erinnert an die Bundespflichten des Volkes. Die Formulierung wird in \u00e4hnlicher Form auch in Neh 1,5 im Gebet verwendet. (2) Gott steht zu dem, was er versprochen hat. Auch das macht ihn einzigartig im Vergleich mit allen Menschen und G\u00f6ttervorstellungen. Dies unterstreicht die Aussage \u201emit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erf\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 25: Salomo bezieht seine erste Bitte auf die Verhei\u00dfung. Salomo bittet, dass Gott jetzt erf\u00fcllt, was David in 2. Sam 7 verhei\u00dfen wurde. Dabei sollte man ber\u00fccksichtigen, dass ein Teil der Verhei\u00dfung bereits in Erf\u00fcllung ging: Die Tatsachen, dass der Tempel gebaut ist und Gott seine Herrlichkeit dort hat einziehen lassen, sind zwei erkennbare Zeichen daf\u00fcr, dass Gott zu seinen Verhei\u00dfungen steht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste Bitte bezieht sich auf die Thronfolge des Hauses Davids. Dabei ist sich Salomo aber auch der Einschr\u00e4nkung bewusst, dass die Erf\u00fcllung an Gehorsam gekn\u00fcpft ist, so wie es auch schon in der Formulierung V. 23-24 \u00fcber die Bewahrung von Bund und Gnade war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 26-27: Salomo geht zur zweiten Bitte \u00fcber, die ebenfalls die Verhei\u00dfung aufgreift. Bevor er die Bitte in V. 28 konkreter formuliert, kommt es jedoch zur einschr\u00e4nkenden Frage, ob Gott \u00fcberhaupt auf der Erde wohnen kann. Salomo erkennt damit an, dass Gott eigentlich nicht durch ein von Menschen gebautes Haus fassbar ist. Wie schon in V. 23 erkennt er die Unvergleichlichkeit und Unfassbarkeit Gottes an. Gleichzeitig \u201averschiebt\u2018 er Gottes Existenz nicht in den Himmel, sondern bekennt die umfassende und nicht fassbare Omnipr\u00e4senz Gottes: Er wohnt nicht auf der Erde, aber auch die Himmel reichen f\u00fcr seine Pr\u00e4senz nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 28-30: Trotz des Wissens um Gottes Unfassbarkeit bittet er Gott, sich doch auf die Erde \u201aherabzulassen\u2018, sein Gebet zu h\u00f6ren, das von Menschen gebaute Haus zu bewohnen und darauf achtzugeben. Erneut kn\u00fcpft er dabei an Gottes Verhei\u00dfung an, indem er Gott daran erinnert: Du hast gesagt, dein Name soll dort wohnen. Er dr\u00fcckt mit seiner Bitte aus, dass er an Gottes reale Gegenwart im Tempel genauso glaubt wie seine umfassende Gegenwart im ganzen Universum. Er kann den gesamten Tempel unter seinen Schutz nehmen und doch gleichzeitig an anderen Orten pr\u00e4sent sein. Er ist also souver\u00e4ner Regent \u00fcber das ganze Universum und dennoch f\u00fcr die Bitte des Einzelnen vor Ort erreichbar<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 30: Die Bitte wird erweitert. Nicht nur soll Gott auf das Haus achtgeben, sondern auch auf die Gebete h\u00f6ren, die das Volk am Tempel verrichten wird. Dabei macht er aber deutlich, dass Gottes eigentlicher Thron nicht auf der Erde und im Tempel ist. Aber er ist trotzdem in der Lage, sich um die Bitten zu k\u00fcmmern, die an diesem Ort an ihn gerichtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(1) Situation: F\u00fcr die Auslegung dieses Abschnitts f\u00fcr eine Predigt an Christi Himmelfahrt ist zu beachten, dass dieser Text nicht \u00fcber Jesus Christus spricht. Der Text bietet verschiedene Br\u00fccken an, um ihn mit der Himmelfahrt zu verbinden, aber diese Br\u00fccken m\u00fcssen sauber entfaltet werden. Zun\u00e4chst geht es um die Frage, wie der Text in der urspr\u00fcnglichen Situation verstanden werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(2) Es handelt sich um einen Erz\u00e4hltext, der ein Gebet wiedergibt. Es handelt sich nicht um eine normative oder dogmatische Rede.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die situative Herausforderung besteht zun\u00e4chst darin, dass es sich um eine Predigt zu Christi Himmelfahrt handelt (s.o.), der Text aber weder direkt etwas zu Christus sagt, noch zu Himmelfahrt. Als Prediger stellt sich deshalb die Frage, wie man dem Text gerecht werden und gleichzeitig die Br\u00fccke zur Himmelfahrt schlagen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>&nbsp;<\/em>Zu 1. Ganz anders und doch nahbar (V. 22-25): Die Frage des Betens kann aufgeworfen werden: Salomo redet von Gottes Einzigartigkeit bzw. Andersartigkeit. Dass er ihn anredet, zeigt aber, dass Gott trotz dieser Eigenschaften nahbar ist. So nahbar, dass er B\u00fcnde mit Menschen schlie\u00dft und Versprechen gibt. Salomo nimmt im Gebet diese Verhei\u00dfungen in Anspruch. Haben wir ein Bewusstsein daf\u00fcr, dass wir Gottes Verhei\u00dfungen im Gebet in Anspruch nehmen k\u00f6nnen bzw. beten wir entsprechend der Verhei\u00dfungen Gottes? (s. dazu unten Zitat von Martin Luther). <em><u>Br\u00fccke zu Himmelfahrt<\/u><\/em>: Welche Verhei\u00dfungen gab Jesus f\u00fcr die Zeit nach der Himmelfahrt? Wie k\u00f6nnen wir diese Verhei\u00dfungen im Gebet in Anspruch nehmen?<\/li>\n\n\n\n<li>Immer wieder finden wir den Zusammenhang zwischen Bund und Gehorsam. Das muss uns auf die traurige Tatsache hinweisen, dass kein Mensch den f\u00fcr Gottes Bund (damals) n\u00f6tigen Gehorsam aufbringen kann. Gott h\u00e4tte alle Rechte, weder seinen Bund zu halten noch auf Gebete von ungehorsamen S\u00fcndern zu reagieren. Aber er wird so nahbar, dass er in Jesus Christus Mensch wird und die Bundesbedingungen selbst erf\u00fcllt. <em><u>Br\u00fccke zu Himmelfahrt<\/u>:<\/em> Durch Kreuz, Auferstehung und Himmelfahrt hat sich erf\u00fcllt, was Gott z.B. in Hes 36 oder Jer 31 ank\u00fcndigt. Das steinerne Herz, das den Menschen hindert, Gott zu gehorchen, wird durch ein fleischernes ersetzt; Gott selbst sorgt in Jesus Christus daf\u00fcr, dass der Mensch den Bund mit ihm halten kann. Himmelfahrt ist die Vollendung von Jesu Dienst auf der Erde.<\/li>\n\n\n\n<li>Zu 2. Ganz woanders und doch \u00fcberall (V. 26-27): Gott ist nicht an einen Ort gebunden, er ist Herr des Universums und kommt dem Menschen doch so nah. In sorgenvollen Situationen k\u00f6nnen wir schonmal sagen: Wenn Gott doch jetzt hier w\u00e4re, sichtbar und greifbar. Aber gerade deshalb, weil ihn weder Himmel noch Erde fassen k\u00f6nnen, kann er zu jederzeit an jedem Ort bei jedem Menschen sein. <em><u>Br\u00fccke zu Himmelfahrt<\/u>:<\/em> Erst durch die Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr an einen Ort zur selben Zeit gebunden. Selbst nach der Auferstehung konnte er nur an einem Ort sein, wenngleich er \u2013 wie es die Evangelien nahelegen \u2013 sich anders bewegt hat. Erst durch die Himmelfahrt kann Jesus \u00fcberall sein und durch seinen Heiligen Geist sogar im Menschen selbst leben.<\/li>\n\n\n\n<li>Zu 3. Ganz souver\u00e4n und doch erreichbar (V. 28-30): Gott ist der Souver\u00e4ne, Omnipr\u00e4sente, und doch l\u00e4sst er sich bitten. Wichtig ist darauf hinzuweisen, dass Salomos Bitte ja schon dadurch erf\u00fcllt war, dass Gottes Herrlichkeit den Tempel f\u00fcllte. Gott hat sich trotz seiner Gr\u00f6\u00dfe bitten lassen, an dem einen Ort zu wirken. <em><u>Br\u00fccke zu Himmelfahrt<\/u>: <\/em>Seit der Himmelfahrt ist Jesus Christus an der rechten Seite Gottes und ist F\u00fcrsprecher bei Gott f\u00fcr die, die zu ihm beten (R\u00f6m 8,35).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Himmelfahrt ist ein \u201auntersch\u00e4tztes\u2018 Ereignis. Wir feiern Weihnachten, Karfreitag und Ostern, vergessen aber, welche theologisch wichtige Bedeutung die Himmelfahrt Jesu f\u00fcr uns hat (s. 2.3). Die Predigt soll den H\u00f6rern zeigen, wie gut es ist, dass Gott der Vater und sein Sohn Jesus Christus gerade nicht auf der Erde wohnen, sondern r\u00e4umlich nicht begrenzt sind. Einiges von dem (vor allem tr\u00f6stlichen), was wir in Jesus Christus haben, ist erst durch die Himmelfahrt erm\u00f6glicht worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Ganz anders und doch nahbar (V. 22-25)<\/li>\n\n\n\n<li>Ganz woanders und doch \u00fcberall (V. 26-27)<\/li>\n\n\n\n<li>Ganz souver\u00e4n und doch erreichbar (V. 28-30)<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr einen Einstieg: Es gibt in manchen Gemeinden ein Jammern, dass die Welt Himmelfahrt zum Vatertag\/Herrentag macht und die V\u00e4ter mit bierbeladenen Bollerwagen umherziehen. Aber ist uns schonmal aufgefallen, dass auch Christen wenig besser mit dem Tag umgehen? Wir genie\u00dfen es, frei zu haben. Aber w\u00e4hrend es f\u00fcr viele andere Anl\u00e4sse Postkarten, besondere Deko, Geschenke, festliche Men\u00fcs etc. gibt, sucht man Himmelfahrts-Karten vergeblich. Ist uns bewusst, warum Himmelfahrt so wichtig ist?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMan muss Gott die Verhei\u00dfungen um die Ohren reiben. Nicht meine W\u00fcnsche, sondern seine Verhei\u00dfungen und Versprechen.\u201c (Martin Luther)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWillst du aber recht beten, so nimm dir eine Verhei\u00dfung vor und fasse Gott bei derselben, so wird dir bald Lust und Mut zuwachsen zum Beten. \u2013 Denn wer ohne Verhei\u00dfung betet, der legt sich selbst zurecht, wie Gott sein soll.\u201c (Martin Luther)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Himmelfahrt ist der Sprengz\u00fcnder f\u00fcr alles, was Jesus auf der Erde tat.\u201c (Timothy Keller)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Henrik Homrighausen)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jesus \u2013 im Himmel und ganz nah bei uns (Thema laut Textplan) Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[],"class_list":["post-4749","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-konige"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-21 06:03:29","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4749","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4749"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4749\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4752,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4749\/revisions\/4752"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4749"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4749"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4749"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}