{"id":4685,"date":"2023-01-20T08:32:16","date_gmt":"2023-01-20T07:32:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4685"},"modified":"2023-01-20T08:33:06","modified_gmt":"2023-01-20T07:33:06","slug":"predigthilfe-vom-26-februar-2023-2-mose-20-1-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-26-februar-2023-2-mose-20-1-3\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 26. Februar 2023 &#8211; 2. Mose 20, 1-3"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; WEGweiser zum Leben \u2013 die zehn Worte Gottes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Monatsthema:<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>Glauben wie Abraham<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es gibt nur EINEN \u2013 du sollst keine anderen G\u00f6tter neben mir haben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (<strong>Lk 10,16a<\/strong>)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 2017 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Umst\u00e4nden kann sich auch mal der Blick in eine englische \u00dcbersetzung lohnen, weil auch in modernen deutschen \u00dcbersetzungen manchmal &#8222;fromm-deutsche&#8220; Begriffe benutzt werden, die im Englischen viel direkter und &#8222;normaler&#8220; \u00fcbersetzt sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben den letzten Sonntag im Monat und damit unser Jahresthema \u201eWEGweiser zum Leben \u2013 die zehn Worte Gottes\u201c. Es lohnt sich sicherlich den Predigttipp von Klaus Eberwein vom 29.01.23 \u00fcber <strong>R\u00f6mer 3,1-20<\/strong> anzuschauen. Warum gibt Gott Gebote? Parallel m\u00f6chte ich noch auf folgende Bibelabschnitte hinweisen. <strong>R\u00f6m 5,20-21<\/strong>; <strong>R\u00f6m 7<\/strong>; <strong>R\u00f6m 10,4<\/strong>; <strong>Gal 3; Phil 3,1-11.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gesetz zeigt uns die Heiligkeit Gottes und seinen Anspruch an uns Menschen. Wer mit diesem Gott leben will, Gemeinschaft haben will, der muss diesem Gesetz gehorchen. So hatte es Gott in <strong>2Mo 19,5-8<\/strong> gesagt: <em>\u201e<\/em><em>Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme h\u00f6ren und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen V\u00f6lkern mein Eigentum sein; denn mir geh\u00f6rt die ganze Erde. <sup>6&nbsp;<\/sup>Und ihr sollt mir ein K\u00f6nigreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den S\u00f6hnen Israel reden sollst. Darauf ging Mose hin, rief die \u00c4ltesten des Volkes <\/em><em>\u27e8<\/em><em>zusammen<\/em><em>\u27e9<\/em><em> und legte ihnen all diese Worte vor, die ihm der HERR geboten hatte. Da antwortete das ganze Volk gemeinsam und sagte: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Es geht um ganz oder gar nicht<\/strong>. So schreibt es Jakobus in seinem Brief in <strong>Jak 2,10f<\/strong>: <em>\u201e<\/em><em>Denn wer das ganze Gesetz h\u00e4lt, aber in einem strauchelt, ist aller <\/em><em>\u27e8<\/em><em>Gebote<\/em><em>\u27e9<\/em><em> schuldig geworden. Denn der da sprach: \u00bbDu sollst nicht ehebrechen\u00ab, sprach auch: \u00bbDu sollst nicht t\u00f6ten.\u00ab Wenn du nun nicht ehebrichst, aber t\u00f6test, so bist du ein Gesetzes\u00fcbertreter geworden\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir also \u00fcber das Gesetz nachdenken, dann steht Gott im Vordergrund und seinen Anspruch an uns Menschen, den Jesus \u00fcbrigens in der Bergpredigt (<strong>Mt 5-7<\/strong>) noch versch\u00e4rft, z.B. <strong>Mt 5,22+28<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wir d\u00fcrfen aber niemals Gesetz predigen und unsere Zuh\u00f6rer damit alleine lassen nach dem Motto: das musst du tun, um Gott zu gefallen und in den Himmel zu kommen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gal 3,10f: <\/strong><em>\u201e<\/em><em>Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben: \u00bbVerflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben ist, um es zu tun!\u00ab <strong>Dass aber durch Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar,<\/strong> denn \u00bbder Gerechte wird aus Glauben leben\u201c.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Niemand kann das Gesetz Gottes einhalten, denn alle Menschen sind S\u00fcnder. Es muss also einen anderen Weg geben, <strong>bzw. das Gesetz war niemals ein Weg, wie wir Menschen in den Himmel kommen k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In <strong>Galater 3<\/strong> wird uns das sehr eindeutig beschrieben. Dort hei\u00dft es in <strong>Vers 24<\/strong>: <em>\u201eA<\/em><em>lso ist das Gesetz unser Erzieher auf Christus hin geworden, damit wir aus Glauben gerechtfertigt werden\u201c. <\/em>Die wichtigste Funktion des Gesetzes ist eben nicht: <em>Tu das und du kommst in den Himmel<\/em>. Sondern es zeigt folgendes: <em>Gottes Ma\u00dfstab ist zu hoch f\u00fcr dich. Du schaffst es niemals Gott zu gefallen. Du brauchst Rettung. Du musst einen anderen Weg finden, der nicht von dir und deiner Leistung abh\u00e4ngt \u2013 <strong>Jesus Christus<\/strong>.<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gesetz (und das Nachdenken \u00fcber das Gesetz) muss uns immer bei Jesus ankommen lassen, bei seiner Gnade und Vergebung. Deswegen ist das Gesetz sehr wichtig und wir brauchen es in der Verk\u00fcndigung. <strong>Ohne Gesetz kein Evangelium<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben dieser ganz wichtigen Funktion offenbart das Gesetz nach wie vor den Willen Gottes. Gerade die 10 Worte\/10 Gebote (siehe <strong>5Mo 4,13<\/strong>) offenbaren uns enorm viel dar\u00fcber, wie der Mensch mit Gott leben soll und wie die Menschen untereinander leben sollen. In <strong>Ps 1,1f<\/strong> lesen wir: <em>\u201e<\/em><em>Gl\u00fccklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der S\u00fcnder nicht betritt und nicht im Kreis der Sp\u00f6tter sitzt, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und \u00fcber sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!\u201c <\/em>Es ist also gut dar\u00fcber nachzudenken und den Wunsch zu haben, eben nicht den Weg der S\u00fcnder zu gehen, sondern im Willen Gottes unterwegs zu sein. Wir Christen unterscheiden uns fundamental von allen anderen Menschen. <strong>Wir haben den Heiligen Geist<\/strong> in uns, der uns in aller Wahrheit leiten will (<strong>Joh 16,13<\/strong>). In <strong>2Petr 1,3<\/strong> hei\u00dft es: <em>\u201eDa seine g\u00f6ttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottesfurcht geschenkt hat\u201c. <\/em>Weil wir Jesus in unserem Leben haben (<strong>Gal 2,20<\/strong>), k\u00f6nnen wir mit seiner Hilfe auch darin wachsen, seinen Willen zu lieben und damit dem Gesetz (siehe <strong>Mt 22,37-40; R\u00f6m 13,8+10<\/strong>) immer mehr zu entsprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor ich mit dir etwas in die Details zum Text gehen will, m\u00f6chte ich dich einladen den Text erst einmal in aller Ruhe zu lesen. Am besten, du liest den Text einmal in der Luther-\/Elberfelder\u00fcbersetzung und danach in einer neueren \u00dcbersetzung (Ich empfehle Neue Genfer \u00dcbersetzung (NG\u00dc), oder Neue evangelistische \u00dcbersetzung (Ne\u00dc)). Ich pers\u00f6nlich mache es meistens so, dass ich den Text ausdrucke und beim Lesen schon ein paar Anmerkungen, Unterstreichungen oder Fragezeichen mache. Das hilft mir dann, den Text besser zu verstehen und ich bin fokussierter auf den Gedankengang des Textes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gute Hilfen in der Vorbereitung leisten folgende Dinge:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>MacArthur Studienbibel -&gt; ist sehr zu empfehlen, da sie sehr bibeltreu ist und sogar gratis (<a href=\"http:\/\/www.sermononline.de\">www.sermononline.de<\/a>) als pdf zur Verf\u00fcgung steht.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Ryrie-Studienbibel -&gt; nicht ganz so umfangreiche Textkommentierung wie die von MacArthur, aber kann erg\u00e4nzend mit hinzugezogen werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen die Geschichte des Volkes Israel im Kopf haben, um die Gebote richtig einsortieren zu k\u00f6nnen. F\u00fcr extrem wichtig halte ich die Kapitel <strong>5Mo 4-6.<\/strong> Sie wiederholen die Geschehnisse am Sinai.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Geschichte: Gott erw\u00e4hlt sein Volk durch Abraham (<strong>1Mo 12<\/strong>) und er versprach sie zum Segen zu setzen und ihnen Land zu geben. Allerdings nicht sofort, sondern erst nach 400 Jahren Unterdr\u00fcckung in \u00c4gypten (<strong>1Mo 15,13<\/strong>). Gottes Gericht \u00fcber \u00c4gypten (<strong>1Mo 15,14, 2Mo 5-13<\/strong>) erm\u00f6glichte dann den Auszug in Richtung Kanaan ins verhei\u00dfene Land. Es war aber immer schon klar, warum Gott sein Volk aus \u00c4gypten befreite \u2013 <strong>damit es ihm dient<\/strong> (<strong>2Mo 3,12; 4,23; 7,26<\/strong> usw., <strong>5Mo 6,12-13<\/strong>). Gott dienen kann der Mensch aber nicht einfach so wie <strong><u>er <\/u><\/strong>will, sondern nur so, wie es <strong><u>Gott <\/u><\/strong>will. Das macht Gott seinem Volk eindr\u00fccklich am Sinai klar. Er kommt durch Rauch, Donner und Feuer und seine Erscheinung ist schreckend und \u00e4ngstigend f\u00fcr das Volk. Dieser Gott zeigt seine Macht und macht diese in <strong>2Mo 19,5f<\/strong> klar: <em>\u201e<\/em><em>Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme h\u00f6ren und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen V\u00f6lkern mein Eigentum sein; denn mir geh\u00f6rt die ganze Erde. Und ihr sollt mir ein K\u00f6nigreich von Priestern und eine heilige Nation sein.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Gott zusammenleben kann der Mensch nur, wenn er seiner Stimme gehorcht und den Bund h\u00e4lt. Der Bund ist das Gesetz, alles, was Gott Mose am Berg Sinai sagt. Die 10 Gebote sind die Pr\u00e4ambel, die Einleitung und auch die Kurzfassung. Es ist eine Zusammenfassung der grunds\u00e4tzlichen Dinge. Mose bringt dem Volk die 10 Worte auf 2 steinernen Tafeln vom Berg Sinai, die Gott eigenh\u00e4ndig beschrieben hatte. <strong>2Mo 31,18<\/strong>: <em>\u201eUnd als er auf dem Berg Sinai mit Mose zu Ende geredet hatte, gab er ihm die zwei Tafeln des Zeugnisses, steinerne Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gott muss zuerst etwas tun, damit das Volk ihm \u00fcberhaupt dienen kann<\/strong><br>Wir haben es in der Bibel mit einem Gott zu tun, der nicht blinden Gehorsam oder blindes Vertrauen fordert. Im Gegenteil \u2013 die Geschichte Israels zeigt etwas anderes. <strong>Gott handelt<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott beweist seine Macht in den 10 Plagen in \u00c4gypten. Er zeigt dem Volk Israel eindr\u00fccklich: <strong>Ich bin der einzige Gott, keiner ist mir gleich.<\/strong> Die G\u00f6tter \u00c4gyptens werden in den 10 Plagen abgestraft, ja als \u201eNichtse\u201c entlarvt. Eindr\u00fccklich ist dabei die Plage 9: Die Finsternis in ganz \u00c4gyptern, au\u00dfer in Goschen, dort wo das Volk Israel wohnte. Der Hauptgott \u00c4gyptens war Ra, der Sonnengott. Was f\u00fcr eine Machtdemonstration Gottes \u00fcber den Sonnengott, wenn der Gott JHWH (Eigenname Gottes in der Bibel) in \u00c4gypten das Licht ausgehen l\u00e4sst! Durch diese Allmacht Gottes \u00fcber alle anderen G\u00f6tzen befreit er sein Volk aus \u00c4gypten, aus der Sklaverei. <strong>5Mo 4,20:<\/strong> <em>\u201eEuch aber hat der HERR genommen und euch herausgef\u00fchrt aus dem eisernen Schmelzofen, aus \u00c4gypten, damit ihr das Volk seines Erbteils seid, so wie <\/em><em>\u27e8<\/em><em>es<\/em><em>\u27e9<\/em><em> heute <\/em><em>\u27e8<\/em><em>ist<\/em><em>\u27e9<\/em><em>.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er versetzt sie \u00fcberhaupt erst in den Stand, dass sie ihm dienen k\u00f6nnen. <strong>Gerettet, um zu dienen<\/strong> -&gt; hier haben wir eine Parallele zum Neuen Testament. Die Geschichten Israels sind ja nach <strong>1Kor&nbsp;10,11+R\u00f6m 15,4<\/strong> f\u00fcr uns heute zur Ermahnung und zur Belehrung. In <strong>Hebr 9,14<\/strong> hei\u00dft es.: <em>\u201e<\/em><em>wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist <\/em><em>\u27e8<\/em><em>als Opfer<\/em><em>\u27e9<\/em><em> ohne Fehler Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, <strong>damit ihr dem lebendigen Gott dient<\/strong>\u201c.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus stirbt f\u00fcr uns, damit wir ihm dienen k\u00f6nnen. Als Sklave (damals \u00c4gypten) der S\u00fcnde kann kein Mensch Gott dienen. Wir m\u00fcssen also erst einmal befreit werden zum Dienen. Diese Wahrheit zeigt uns die Geschichte des Volkes Israel, das aus \u00c4gypten befreit wurde. Die Folge davon ist das erste Gebot. <strong>Weil Gott das Volk befreit <u>hat<\/u>, soll es nur ihm alleine dienen! <\/strong>Damals konnte das ganze Volk das m\u00e4chtige Handeln ansehen und es war klar: Das ist der wahre Gott \u2013 selbstverst\u00e4ndlich wollen wir ihm dienen und auf seine Stimme h\u00f6ren (<strong>2Mo 19,8<\/strong>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir heute wissen: <strong>Gott musste ans \u00c4u\u00dferste gehen, um uns Menschen \u201edienstbereit\u201c zu machen<\/strong>. Die obige Hebr\u00e4erstelle sagte ja: es musste das <em>Blut des Christus<\/em> dargebracht werden, damit wir dienen k\u00f6nnen. Bevor wir also schnell dabei sind zu sagen \u2013 <em>Was ist das f\u00fcr ein Gott, der so viel von uns fordert<\/em> \u2013 m\u00fcssen wir verstehen: <strong>Gott tut zuerst etwas Gewaltiges f\u00fcr <u>uns<\/u><\/strong>!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damals war es der Auszug aus \u00c4gypten, aus der Sklaverei und der Sieg \u00fcber alle G\u00f6tter. Er dient uns als Vorbild f\u00fcr das, was am Kreuz auf Golgatha ca. 1500 Jahre sp\u00e4ter passierte. Jesus, der Sohn Gottes, verl\u00e4sst den Himmel und erniedrigt sich und wird Diener aller (<strong>Phil 2,5-10<\/strong>). Sein Weg des Dienens f\u00fchrt ihn ans Kreuz, denn er gab sein Leben an der Stelle von vielen (<strong>Mk 10,45<\/strong>). Durch Jesu Tod (Karfreitag) und Auferstehung (Ostersonntag) hat Jesus die S\u00fcnde und den Tod besiegt und uns die M\u00f6glichkeit geschenkt, Anteil an diesem Sieg zu haben (<strong>1Kor&nbsp;15,55-57<\/strong>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das ist doch gewaltig! Vor aller Unterwerfung unter diesen Gott (wie es das erste Gebot fordert) steht das Heilshandeln Gottes.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber das erinnert uns an die Menschheitsgeschichte, wie sie von Anfang an war. Gott erschafft den Planeten und legt einen genialen Garten an. Dann schafft er den Menschen und setzt ihn in dieses Paradies. Der Mensch hat nichts daf\u00fcr getan oder geleistet. Er bekommt es einfach so, weil es Gott wollte, weil Gott den Menschen unendlich liebt. <strong>Wird der Mensch diesem guten Gott vertrauen und ihm deswegen gehorchen?<\/strong> Wir wissen, wie die Geschichte ausging und wir wissen auch, wie die Geschichte mit dem Volk Israel ausging und wir kennen unsere eigene Lebensgeschichte. Gottes gutes Handeln und sein Gesetz reichen nicht! Der Mensch muss erst neu werden \u2013 und das ist durch Jesus Christus m\u00f6glich geworden (<strong>2Kor 5,17).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gott <u>IST<\/u> der Einzige<\/strong><br>Ich empfehle sehr, den Bibelabschnitt <strong>Jes 40-48<\/strong> zu lesen. Hier geht es um einen Wettstreit Gottes mit den G\u00f6tzen. Ein Satz f\u00e4llt immer und immer wieder (gleiche oder \u00e4hnliche Formulierung):<strong> \u201e<\/strong><em>Ich bin der Herr und sonst keiner. Au\u00dfer mir gibt es keinen Gott.\u201c<\/em> (Jes 45,5)<br>(Siehe auch <strong>Jes 43,10f; Jes 44,6; Jes 44,24; Jes 45,6; Jes 45,21+22; Jes 46,9<\/strong>; etc.)<br>Weil Gott der Einzige ist, ist er auch der Einzige, dem Anbetung und Lob geb\u00fchren, denn er ist der Sch\u00f6pfer. Es versetzt ihm Stiche ins Herz, wenn Menschen andere Dinge\/G\u00f6tter\/G\u00f6tzen anbeten, die in Wahrheit keine Macht haben. Denn es ist Anbetung, die ihm geb\u00fchrt. Gott teilt sie mit niemandem. <strong>Jes 42,8<\/strong>: <em>\u201eIch bin Jahwe, das ist mein Name. Und meine Ehre gebe ich keinem anderen noch meinen Ruhm den G\u00f6tterbildern.\u201c<\/em><br>Auf dem Berg Sinai sagt Gott zu Mose in <strong>2Mo&nbsp;34,14: <em>\u201e<\/em><\/strong><em>Denn du darfst dich vor keinem andern Gott \u27e8anbetend\u27e9 niederwerfen; denn der HERR, dessen Name \u00bbEifers\u00fcchtig\u00ab ist, ist ein eifers\u00fcchtiger Gott.\u201c<\/em> (Siehe auch <strong>5Mo 4,24<\/strong>)<br>Dieser Satz liest sich f\u00fcr uns aus menschlicher Perspektive etwas schwierig. Aber Gott teilt nicht seine Stellung, weil er der Einzige ist. Wenn wir ihm aber die Anbetung verwehren, die ihm geb\u00fchrt, dann zieht das automatisch das Gericht nach sich -&gt; siehe <strong>R\u00f6m 1,18ff. <\/strong>Es ist sozusagen die Urs\u00fcnde der Menschen, dass sie Gott ihre Anbetung verweigern. In diesem Sinne ist die Eifersucht Gottes keine S\u00fcnde, sondern sie ist aus seiner Position gerechtfertigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Liebe Gottes in den Gesetzen entdecken<\/strong><br>Gesetz h\u00f6rt sich f\u00fcr uns Menschen heute sehr negativ an. <em>\u201eIch will mir von niemandem was vorschreiben\u201c. <\/em>So denken wir manchmal oder h\u00f6ren unsere Mitmenschen reden. Allerdings muss man das hebr. Wort eher mit <strong>Weisung<\/strong> \u00fcbersetzen. Gott gibt uns mit seinen Geboten Wegweisungen f\u00fcrs Leben. Warum? Weil er uns das Leben m\u00f6glichst schwer machen will? Weil er uns unn\u00f6tigerweise plagen will, so wie ein Sadist? <strong>3Mo 18,5<\/strong>: <em>\u201eUnd meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen sollt ihr halten. Durch sie wird der Mensch, der sie tut, Leben haben. Ich bin der HERR.\u201c <\/em>Es geht Gott also darum, dass wir Leben haben. Und irgendwie ist uns das doch auch klar, wenn wir \u00fcber die Gebote nachdenken. Zumindest \u00fcber den Teil der Gebote, der das Zwischenmenschliche regelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber Gott wei\u00df genau: Wenn wir irgendwas anderes als Gott verehren neben ihm, dann wird uns das schaden. <strong>Es wird uns kaputt machen<\/strong>. Warum? Weil es nur einen Sch\u00f6pfergott gibt. Nur einen, dem wir unendlich wertvoll sind. Nur einen, der alles daf\u00fcr gegeben hat, dass wir echtes\/ewiges Leben haben. Alle anderen \u201eG\u00f6tter\u201c machen uns kaputt, weil sie letztlich vom Teufel sind, dem Gegner Gottes. Er will, dass wir die L\u00fcge glauben, dass es Gott nicht gut mit uns meint. Dabei sagt uns <strong>Jak&nbsp;1,17:<\/strong> <em>\u201eJede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Ver\u00e4nderung ist noch eines Wechsels Schatten[9].\u201c<\/em><br>Gott ist absolut gut und er hat das Beste f\u00fcr uns Menschen im Sinn. Dazu geh\u00f6ren auch seine Gebote.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Gesetz von Jesus her betrachten lernen<\/strong><br>Hat uns das AT nicht gezeigt, dass das Gesetz niemand halten kann? Stimmt! Und ich hatte oben schon auf <strong>Galater 3<\/strong> verwiesen. Hier macht uns das Wort Gottes deutlich: Man muss das Gesetz richtig verwenden. <strong>Es ist kein Heilsweg! <\/strong>Es zeigt uns unsere S\u00fcnde auf, aber es kann uns nicht gn\u00e4dig sein und uns auch nicht retten. Es kann nur eins: <strong>gerecht sein und uns deswegen schuldig sprechen!<\/strong> Gerechtigkeit vor Gott erlangt niemand durch das Gesetz au\u00dfer Christus, denn er war ohne S\u00fcnde (<strong>2Kor 5,21, Hebr 7,26<\/strong>). Wie kann man dann also gerecht vor Gott werden? <strong>R\u00f6m 3,21f<\/strong>: \u201e<em>Jetzt aber ist <strong>ohne<\/strong> <strong>Gesetz <\/strong>(ohne halten des Gesetzes, neben dem Gesetz) Gottes Gerechtigkeit offenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten: <strong>Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben<\/strong> an Jesus Christus f\u00fcr alle, die glauben\u201c. <\/em>Paulus selber sagt es uns so in <strong>Phil 3,9<\/strong>: <em>\u201eindem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christus[7], die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens.\u201c (<\/em>siehe auch noch <strong>Gal 2,16<\/strong>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir das Gesetz heute anschauen, dann geht es nicht um die Frage der Gerechtigkeit. Jesus hat uns diese Gerechtigkeit Gottes geschenkt durch sein Sterben und seine Auferstehung. In diesem Sinne ist er f\u00fcr uns auch das, was in <strong>R\u00f6m 10,4<\/strong> steht: <em>\u201eDenn das Endziel [3] des Gesetzes ist Christus, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit.\u201c <\/em>Das Gesetz steht nun nicht mehr als Ankl\u00e4ger vor uns, denn wir sind bereits gestorben durch unsere geistliche Einheit mit Jesus. So steht es an mehreren Stellen der Bibel u.a. in <strong>Gal 2,19<\/strong>: <em>\u201eDenn ich bin durchs Gesetz <\/em><em>\u27e8<\/em><em>dem<\/em><em>\u27e9<\/em><em> Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe; ich bin mit Christus gekreuzigt.\u201c <\/em>In <strong>R\u00f6m 7,4-6<\/strong> verdeutlicht uns das nochmals Gottes Wort. Das Gesetz hat kein Anrecht mehr auf uns, wir sind frei davon. Es kann uns nichts mehr anhaben. Zielrichtung ist aber nicht: <strong>Jetzt tue ich, was ich will, sondern ich nutze die Freiheit um Christus zu dienen<\/strong> nach <strong>R\u00f6m 7,6b<\/strong>: <em>\u201esodass wir in dem Neuen des Geistes dienen [1] und nicht in dem Alten des Buchstabens.\u201c <\/em>Wir dienen Jesus durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deswegen ist das Gesetz, die 10 Gebote, f\u00fcr uns heute nicht Geschichte, sondern es vermittelt uns den Willen Gottes. Wir wissen aber, dass wir aus eigener Kraft dieses Gesetz nicht einhalten k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen es auch gar nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Gesetz und die Gefahr der Gesetzlichkeit, der Religion und Heuchelei<\/strong><br>Das Gesetz birgt auch eine ganz gro\u00dfe Gefahr. Wenn man seinen Zweck (Wegweiser zu Jesus zu sein nach <strong>Gal 3,24<\/strong>) verkennt und es als Lebensanweisung bzw. Liste zum Abhaken anbietet. <strong>Du musst das tun, was geschrieben steht. <\/strong>Menschen denken, sie k\u00f6nnten den Anspruch Gottes selbst erf\u00fcllen &#8211; das ist Religion. Der Mensch kann sich selbst erl\u00f6sen. Wenn wir das Gesetz so predigen, f\u00f6rdern wir aber gleichzeitig Heuchelei. Denn niemand kann das Gesetz halten. Wenn man es aber schaffen muss, dann tun wir Menschen so, als w\u00fcrden wir es halten. Und das nennt die Bibel Heuchelei\/Schauspielerei. Jesus wirft genau das den Pharis\u00e4ern vor. Und damit verbauen wir den Menschen um uns herum den Weg zum Heil. <strong>Mt 23,13f:<\/strong> <em>\u201eWehe aber euch, Schriftgelehrte und Pharis\u00e4er, Heuchler! Denn ihr verschlie\u00dft das Reich[8] der Himmel vor den Menschen; denn ihr geht nicht hinein, und die, die hineingehen wollen, lasst ihr \u27e8auch\u27e9 nicht hineingehen.\u201c<\/em><br>Paulus redet von Gesetzlichkeit. Im Galaterbrief spricht er u.a. davon. Hier empfehle ich den Beginn des Galaterbriefs mal zu lesen. Deswegen m\u00fcssen wir auf den Hut sein, dass wir nicht Gesetzlichkeit predigen, wenn wir \u00fcbers Gesetz predigen, sondern dass wir Christus predigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Gesetz auf den Punkt gebracht<\/strong><br>Jesus wird in den Evangelien gefragt, welches das wichtigste Gebot im Gesetz ist. In <strong>Mt 22,17-40 <\/strong>lesen wir die Antwort: <em>\u00bbDu sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.\u00ab 38&nbsp;Dies ist das gro\u00dfe und erste Gebot. 39&nbsp;Das zweite aber ist ihm gleich: \u00bbDu sollst deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst.\u00ab 40&nbsp;An diesen zwei Geboten h\u00e4ngt das ganze Gesetz und die Propheten.<\/em><br><strong>Wir k\u00f6nnen den Willen Gottes ganz einfach mit der Liebe zu Gott und der Liebe zu unseren Mitmenschen zusammenfassen.<\/strong> Das passt exakt zu dem Aufbau der 10 Worte, die das Verh\u00e4ltnis von Mensch zu Gott (vertikale Richtung, Gebot 1-4, die erste Tafel, reformierte Z\u00e4hlung) und Mensch zu Mensch beschreiben (horizontale Richtung, Gebot 5-10, zweite Tafel, reformierte Z\u00e4hlung). In der Briefliteratur finden wir ziemlich exakt das gleiche. Paulus schreibt in <strong>R\u00f6m 13,10b<\/strong>: <em>\u201eDie Erf\u00fcllung des Gesetzes ist also die Liebe.\u201c<\/em><br>In <strong>Kol 3,14<\/strong> lesen wir: <em>\u201eZu diesem allen aber \u27e8zieht\u27e9 die Liebe \u27e8an\u27e9, die[10] das Band der Vollkommenheit ist.\u201c<\/em> Es geht bei dieser Liebe aber nicht um ein Gef\u00fchl, sondern um eine Entscheidung. Dabei geht es nicht um ein Aufrechnen, sondern um eine bedingungslose Hingabe. Ich liebe, weil ich mich dazu entscheide. <strong>Agape<\/strong> \u2013 so wird diese Liebe im griechischen Urtext bezeichnet \u2013 ist die g\u00f6ttliche Liebe.<br>Hier eine gute Definition: <em>\u201eTats\u00e4chlich ist die L., welche das N.&nbsp;T. bezeugt, etwas Neues, nicht Neigung oder Leidenschaft, sondern Wille und innerer Drang zum Wohlmeinen und Wohltun bis zur selbstmitteilenden und selbstverleugnenden Hingabe. Nicht in der Humanit\u00e4t hat sie Ursprung, Art und Kraft, sondern: daran haben wir erkannt die Liebe, dass er sein Leben f\u00fcr uns gelassen hat\u201c<\/em><br>Deswegen hat Jesus das Gesetz erf\u00fcllt, denn er ist Liebe, da er Gott ist (vgl. <strong>1Joh 4,8<\/strong>).<br>Ein S\u00fcnder kann das Gesetz deswegen schon nicht halten, weil ihm diese Agape-Liebe fehlt. Ein Christ, ein vom Geist Gottes wiedergeborener Mensch hingegen, hat die passenden Voraussetzungen daf\u00fcr, denn: <strong>R\u00f6m 5,5<\/strong>: <em>\u201edenn die Liebe Gottes (agape) ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.\u201c<\/em><br>Je mehr Jesus uns in sein Bild ver\u00e4ndert (<strong>2Kor 3,18<\/strong>), desto mehr leben wir diese Agape-Liebe und desto mehr erf\u00fcllen wir das Gesetz.<br><strong>Aber es kann niemals aus unserer Kraft geschehen, sondern immer nur durch den Geist Gottes.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das erste Gebot als logische Konsequenz der Gottes-\/Jesus-Erkenntnis<\/strong><br>Wer diesen Gott der Bibel in Jesus Christus kennengelernt hat, f\u00fcr den ist das erste Gebot keine Pflicht, kein Zwang, nein es ist der tiefste Wunsch seines neuen Herzens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es kann und soll niemals einen Gott neben diesem wunderbaren, mich unendlich liebenden Gott geben, der alles f\u00fcr mich gegeben hat (<strong>Phil 2,5-11<\/strong>). Er ist mein Retter, mein Erl\u00f6ser. Ich verdanke ihm mein Leben. Er hat mich von S\u00fcnde, Tod und Teufel erl\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In <strong>5Mo 7,7-8<\/strong> schreibt es Mose sehr treffend: \u201e<em>Nicht weil ihr mehr w\u00e4ret als alle V\u00f6lker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erw\u00e4hlt \u2013 ihr seid ja das geringste unter allen V\u00f6lkern \u2013, 8&nbsp;sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren V\u00e4tern geschworen, hat der HERR euch mit starker Hand herausgef\u00fchrt und dich erl\u00f6st aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao, des K\u00f6nigs von \u00c4gypten\u201c.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Volk konnte nichts f\u00fcr die Liebe Gottes. Es hat sich die Zuneigung Gottes nicht verdient. Nein, es war die freie Wahl Gottes. Genauso gilt es uns heute auch. <strong>R\u00f6m 5,8:<\/strong> <em>\u201eGott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch S\u00fcnder waren, f\u00fcr uns gestorben ist.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unsere Antwort als Meschen auf diese bedingungslose Liebe ist schlicht das 1. Gebot.<\/strong><br>Die Juden haben das in ihrem Glaubensbekenntnis verankert, zwei Verse aus dem AT, <strong>5Mo 6,4f<\/strong>: <em>\u201eH\u00f6re, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein[2]! 5&nbsp;Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele[3] und mit deiner ganzen Kraft.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir k\u00f6nnen es auf den Punkt bringen und sagen: <strong>Wer das erste Gebot nicht von Herzen bejahen kann (hei\u00dft nicht, dass er es deswegen immer einh\u00e4lt), der kennt diesen Gott der Bibel nicht wirklich und hat keine lebendige Beziehung zu ihm<\/strong>. Er hat die Gnade Gottes noch nicht erlebt. Paulus fasst es im <strong>2Kor 5,15<\/strong> so zusammen: <em>\u201eUnd f\u00fcr alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der f\u00fcr sie gestorben und auferweckt worden ist.\u201c<\/em><br>Genau das ist der Inhalt des 1. Gebots.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schon jetzt und noch nicht<\/strong><br>Oben hatte ich geschrieben, dass der neue Mensch erst f\u00e4hig dazu ist, das Gesetz zu erf\u00fcllen, seit er die Agape-Liebe durch den Heiligen Geist in sich hat. Warum aber erf\u00fcllen wir dann den Ma\u00dfstab Gott (\u201eSein Gesetz\u201c) so oft in unserem Alltag nicht? Hier ist es sehr wichtig, dass wir die Spannung der Bibel aufnehmen und nicht von einer Seite des Pferdes fallen. Luther hat gesagt: <em>\u201esimul justus e peccator.\u201c <\/em><strong>S\u00fcnder und Gerechter zugleich<\/strong>. Damit meint Luther nicht, dass wir in den Augen Gottes gleichzeitig beides w\u00e4ren. Nein, vor Gott sind wir gerechtfertigt durch Jesus Christus. Es gibt keinen Bezug mehr zum alten, s\u00fcndigen Leben. Aber im hier und jetzt zeigt sich, dass die neue Kreatur, die wir durch Christus sind (<strong>2Kor 5,17<\/strong>), im alten Menschen (dem Fleisch = s\u00fcndige Natur) steckt. Deswegen tobt seit unserer Wiedergeburt ein geistlicher Kampf in uns \u2013 <strong>Fleisch (alte Natur) gegen Geist (neue Natur).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gal 5,17:<\/strong> <em>\u201eDenn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese sind einander entgegengesetzt, damit[4] ihr nicht das tut, was ihr wollt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D.h., wir sind schon jetzt neue Menschen, die mit dem HERRN leben und ihn lieben. Aber gleichzeitig gibt es auch noch unsere alte, s\u00fcndige Natur, die am Sterben aber eben noch nicht weggetan ist. Deswegen gibt es immer wieder auch Niederlagen und \u201eGesetze\u201c des HERRN werden gebrochen und wir s\u00fcndigen. Aber wenn unser gro\u00dfer HERR wiederkommt, dann wird fantastisches passieren. Johannes beschreibt es uns in <strong>1Joh 3,2<\/strong>: <em>\u201eGeliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es[1] offenbar werden wird, <strong>ihm gleich sein werden<\/strong>, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf uns wartet die Erl\u00f6sung von unseren alten Menschen. Aber sie wird kommen mit dem Kommen von Jesus. Und dann hat endlich auch alles Seufzen in diesem Leben ein Ende (<strong>R\u00f6m 8,23<\/strong>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im 5. Buch Mose wird ja das Gesetz nochmals wiederholt. Ein genialer Abschnitt, auch gerade f\u00fcr das 1. Gebot, ist <strong>5Mo 10,12-22<\/strong>. Es lohnt sich eventuell auch im Gottesdienst zu lesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.4 Struktur des Abschnittes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das 1. Gebot ist nicht wirklich schwer zu strukturieren. <strong>2Mo 20,2-3:<\/strong><br><em>\u201eIch bin der HERR, <strong>dein<\/strong> Gott.\u201c<\/em><br>Gottes Bezug zum Volk Israel. Er ist nicht irgendein unpers\u00f6nlicher und unbekannter Gott. Nein! <strong>Er ist ihr Gott! <\/strong>Er hat eine (Bundes) Beziehung zum Volk. Er hat sich das Volk erw\u00e4hlt (<strong>5Mo 7,7f<\/strong>)<br><em>\u201eder ich dich aus dem Land \u00c4gypten, aus dem Sklavenhaus, herausgef\u00fchrt habe.\u201c<\/em><br>Dieser Gott ist ein Gott der Tat! Er ist ein Rettergott, der \u00fcbernat\u00fcrlich an seinem Volk handelt. Er ist ein Gott, der in Vorleistung geht. Das Volk musste ihm nichts bezahlen oder vorweisen, damit er sie retten w\u00fcrde. Er macht das einfach, weil er sein Volk liebt und ausgesucht hat. Es ist der freie Entschluss Gottes sein Volk zu retten!<br><em>\u201eDu sollst keine andern G\u00f6tter haben neben mir[2].\u201c<\/em><br>Wer sich auf diesen Gott einl\u00e4sst, sich retten l\u00e4sst, f\u00fcr <strong>den ist (soll sein) dieser Gott der einzige Gott<\/strong>. Gott beschreibt in diesem Gebot die notwendige Konsequenz f\u00fcr die Menschen, die sich auf diesen Gott einlassen. Da aber JHWH nicht allein der Gott f\u00fcr die Menschen ist, die sich zum ihm wenden und seine Gnade in Anspruch nehmen, sondern f\u00fcr <strong>alle Menschen<\/strong> (er ist ja der Sch\u00f6pfergott, der alleinige Herrscher, es gibt keinen anderen -&gt; siehe <strong>Jes 40-48<\/strong>) ist <strong>dieses Gebot (letztlich alle Gebote) ein universelles und f\u00fcr alle Menschen g\u00fcltiges Gebot!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Zentrum der Gebote steht der Geber der Gebote \u2013 Gott selbst. Gebote stellen uns immer den heiligen Anspruch Gottes vor Augen, seinen Ma\u00dfstab. Im Angesicht der Gebote steht jeder Mensch als S\u00fcnder vor Gott. Deswegen ist das Gesetz Gottes sehr wichtig und Paulus beschreibt es im R\u00f6merbrief als heilig, gerecht und gut (<strong>R\u00f6m 7,12<\/strong>). Und doch muss zwingend zur Gesetzespredigt das Evangelium gepredigt werden. Lassen wir den Menschen mit dem Gesetz allein, dann erzeugen wir Religion. \u201eIch muss was vor diesem Gott leisten\u201c, \u201eIch kann mir die Ewigkeit verdienen, wenn ich nur das Gesetz\/Gebote halte\u201c. Wie wir aber oben gesehen haben, ist das ein gro\u00dfer Irrweg. Die Heiligkeit Gottes kann kein Mensch erreichen. Wir brauchen Erl\u00f6sung und Rettung. Deswegen soll uns das Gesetz immer zu Jesus Christus bringen, der f\u00fcr uns das Gesetz erf\u00fcllt hat.<br><strong>Wir m\u00fcssen uns in der Predigt davor h\u00fcten, einen Anspruch Gottes zu predigen ohne den Zuspruch des Evangeliums.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(\u00dcberlegungen zum Predigtanlass\/H\u00f6rer\/Liedvorschl\u00e4ge)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Welt steckt voller religi\u00f6ser Gedanken. <em>Du musst das tun, dann geht es dir gut. <\/em>Du musst meditieren, eine Pilgereise machen, diese Steine in der Tasche haben, Achtsamkeit \u00fcben und vieles mehr. Menschen suchen nach einer Liste, einer Anweisung, die sich stupide befolgen m\u00fcssen, damit ihr Leben gelingen kann!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir bieten den Menschen aber was radikal anderes an. Wir stellen einen heiligen Gott vor, dessen Anspruch (Gesetz) unerreichbar ist. Wir zeigen auf, dass jeder Mensch ein S\u00fcnder ist, weil er sich gegen diesen Gott gewandt hat und meint, er k\u00e4me ohne ihn klar (letztlich die Urs\u00fcnde im Garten Eden \u2013 selber Gott sein). Dann zeigen wir die Liebe und Gnade dieses heiligen Gottes auf. Er ist es, der etwas Grandioses f\u00fcr uns Menschen getan hat. Er hat uns gerettet \u2013 damals aus \u00c4gypten aus der Sklaverei. Das ist aber nur ein Bild und der Vorl\u00e4ufer der universellen Rettung, die Jesus am Kreuz erwirkt hat. Rettung aus der Sklaverei der S\u00fcnde. Ewiges Leben. Es geht immer um ein Annehmen dieses Geschenks und dann eine Hingabe an diesen Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(\u00dcberlegungen zur Heilsgeschichte\/Gattung\/\u00dcbertragung usw.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oben habe ich auf die heilsgeschichtliche Funktion des Gesetzes hingewiesen. Es ist dazu da, um S\u00fcnde aufzuzeigen und den Weg auf Jesus zu weisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir reden sowohl zu wiedergeborenen Christen als auch zu Menschen, die das Erl\u00f6sungsangebot von Jesus noch gar nicht in Anspruch genommen haben. Das 1. Gebot eignet sich hervorragend dazu, den Anspruch Gottes darzustellen, aber auch seine Liebe und sein Erl\u00f6sungswerk. Die Zuh\u00f6rer sollen sich als S\u00fcnder erkennen, die diesem heiligen Gott nicht gerecht werden k\u00f6nnen. aber gleichzeitig als unendlich geliebte, denen der heilige Gott Rettung in Christus verschafft hat. Jesus Christus muss als Antwort auf die Forderung des 1. Gebots vor Augen gemalt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Vorschlag)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wollen in dieser Predigt einladen, ein Leben f\u00fcr diesen heiligen Gott zu leben. Dieser Gott hat alles f\u00fcr uns Menschen in die Waagschale geworfen aus lauter Liebe. Wir wollen aufzeigen, dass das 1. Gebot kein \u201eMuss\u201c, sondern hoffentlich der Wunsch eines jeden Menschen\/Christen ist. Wir wollen den Wunsch in den Zuh\u00f6rern erzeugen, diesem Gott noch mehr zu dienen. Der Schl\u00fcssel dazu zeigen wir durch den Geist Gottes auf, der die Liebe in uns ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Vorschlag)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Es gibt nur Einen \u2013 du sollst keine anderen G\u00f6tter neben mir haben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcrde klassisch drei Punkte entfalten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Es gibt nur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\">\n<li><strong>einen Gott \u2013 Jesus Christus<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>einen Retter \u2013 Jesus Christus<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>eine Entscheidung \u2013 Jesus Christus<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu 1.: Einen Gott \u2013 Jesus Christus<\/strong><br>Hier k\u00f6nnen wir einen Blick in den Markt der M\u00f6glichkeiten wagen. Was gibt es nicht alles. Paulus in Athen in <strong>Apg 17<\/strong> sieht viele Tempel und G\u00f6tter. Auch heute glauben Menschen an alles M\u00f6gliche. Die Natur, den Zufall, die Kraft von Steinen, an Karma, an das Horoskop, an keine Wahrheit (Agnostiker)\u2026. Aber die Bibel sagt uns: \u201eIch bin der HERR dein Gott.\u201c Es gibt einen, der unser Gott ist. Das ist der Gott der Bibel, JHWH. Hier k\u00f6nnen wir Ausz\u00fcge aus <strong>Jes 40-48<\/strong> zitieren, wo Gott deutlich macht: <strong>Es gibt au\u00dfer mir keinen Gott<\/strong>. Ob wir Menschen es wollen oder nicht, ob wir es glauben oder nicht, es spielt keine Rolle. Diesen einen Gott gibt es. Dieser eine Gott hat in der biblischen Geschichte immer wieder seine Macht erwiesen. Er hat \u00c4gypten geschlagen und eindr\u00fccklich gezeigt: alle G\u00f6tter \u00c4gyptens sind mir unterlegen. Wir k\u00f6nnen auch auf die Geschichte am Karmel mit Elia hinweisen. Ist es JHWH oder Baal? (siehe <strong>1K\u00f6 18,21ff<\/strong>)! Dieser eine Gott, der sich eindr\u00fccklich in der Geschichte Israels bewiesen hat, ist der Sch\u00f6pfergott. Er ist der Allm\u00e4chtige, Allwissende, der sich aufgemacht hat und Mensch geworden ist in Jesus Christus. Wir sollten bei diesem ersten Punkt ganz klar die Linie zu Jesus ziehen. <strong>Hebr 1,3<\/strong> sagt, dass Jesus der Abdruck seines Wesens ist. Wer ist der Gott, um den es im ersten Gebot geht? Wer soll in unserem Leben die Nummer eins sein? <strong>Jesus Christus<\/strong>. In <strong>Phil 2,10f<\/strong> steht, dass jedes Knie sich einmal vor Jesus beugen wird und bekennt: <strong>Jesus ist HERR!<\/strong> Er ist der kyrios (gr. Begriff f\u00fcr HERR)! Die Septuaginta (gr. \u00dcbersetzung des AT) verwendet in der Regel immer den Begriff kyrios f\u00fcr JHWH. JHWH ist der kyrios, Jesus ist der kyrios. Problem: Wir Menschen haben diesen einen Gott abgelehnt &#8211; siehe Garten Eden. Wir haben dem Teufel mehr geglaubt als dem liebenden Sch\u00f6pfergott. Wir haben dieses eine Gebot gebrochen und wir brechen es t\u00e4glich. Wir verehren alles, nur nicht diesen einen Gott. Siehe dazu <strong>R\u00f6m 1,18ff.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu 2.: Einen Retter \u2013 Jesus Christus<\/strong><br>Dieser Gott ist kein fordernder Gott, sondern ein schenkender Gott. Das f\u00e4ngt schon am Anfang der Bibel an. Gott schafft einen Garten und macht den Menschen. Einfach so, weil er es will. Er liebt den Menschen, ohne dass dieser jemals etwas f\u00fcr Gott getan oder geleistet h\u00e4tte. Bevor Gott unsere Anbetung einfordert bzw. gebietet, handelt er. Jeder Mensch ist ein Gesch\u00f6pf Gottes, die ganze Welt seine Sch\u00f6pfung. Jeder Mensch hat bereits sein gn\u00e4diges Handeln an sich selbst erlebt, denn es ist Gnade, dass es uns \u00fcberhaupt gibt. Dazu kommt das Heilshandeln Gottes. Gott liebt seine Menschen so sehr, dass er alles daf\u00fcr tut, dass der Beziehungsbruch (S\u00fcnde) ungeschehen gemacht werden kann, damit der Mensch wieder mit Gott leben kann. Nur so kann der Mensch seine Bestimmung erf\u00fcllen \u2013 Gott anzubeten. Aber dieser Gott ist heilig und man kann ihm nur begegnen, wenn man selbst heilig ist. Das ist aber kein Mensch. Gott muss uns also erst einmal aus dem Stand der \u201eUnheiligkeit\u201c herausretten. Das Bild dazu liefert die Geschichte Israels. Gott rettet durch gro\u00dfe Wunder aus der Sklaverei in \u00c4gypten. Wie rettet Gott uns aus der Sklaverei der S\u00fcnde? Auch durch ein gro\u00dfes Wunder, wenn nicht das gr\u00f6\u00dfte Wunder \u00fcberhaupt. Gott wird Mensch in Jesus und l\u00e4sst sein Leben an unserer Stelle. Der heilige Gott wird zur S\u00fcnde gemacht (<strong>2Kor 5,21<\/strong>). Wollen wir nicht an so einen Gott glauben? Zeigt Gott nicht durch das Sterben seines geliebten Sohnes Jesus Christus am Kreuz seine unendliche Liebe zu uns Menschen, ja zu mir pers\u00f6nlich? Sollte ich nicht diesem Gott mein ganzes Leben hinlegen? Wenn er schon das Beste, was er hat (Jesus Christus) gibt, wird er mir dann irgendetwas vorenthalten? Das lesen wir in <strong>R\u00f6m 8,31-32!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zu 3.: Eine Entscheidung \u2013 Jesus Christus<\/strong><br>Wem das bewusst ist, wer er vor Gott ist: <em>Ein S\u00fcnder, der nichts als das Gericht und die Gottverlassenheit verdient hat. <\/em>Und wer erkannt hat, wer er durch Christus sein kann: <em>Ein Kind Gottes, das geheiligt und gerechtfertigt ist und ewiges Leben hat, <\/em>der kommt zu Jesus und fragt. <strong>Herr, was willst du von mir? <\/strong>(hier kann auch die Berufungsgeschichte des Jesaja als Bsp. Herangenommen werden aus Jes 6.)<br>Hier haben wir den genialen Abschnitt aus <strong>5Mo 10,22-32.<\/strong> Er lohnt sich zu lesen. <em>Gott f\u00fcrchten, ihn lieben und ihm dienen mit meinem ganzen Herzen und meiner ganzen Seele!<\/em><br>Aber wie geht das? Ich kann das nicht aus mir heraus! Genau deswegen braucht es eine Entscheidung. <strong>Gott dienen, ihm gefallen, ihn lieben kann man nur mit und durch Jesus Christus<\/strong>! Als Jesus auf dieser Erde war, da lud er die Menschen wozu ein? <strong>Mt 11,28 <\/strong>-&gt; <em>zur Ruhe zu kommen<\/em>, d.h. die Rettung anzunehmen und endlich zu wissen: Ich habe Frieden mit Gott! Und dann?<br><strong>Mt 11,29<\/strong>: <em>sein (Jesu) Joch auf sich nehmen und von ihm lernen<\/em><br>An andere Stelle redet Jesus hier von der <strong>Nachfolge<\/strong>. Es geht darum, mit Jesus zusammen ins Joch gespannt zu sein und mit ihm durchs Leben zu gehen. Von ihm zu lernen, auf ihn zu schauen und so ver\u00e4ndert zu werden, was das Werk des Geistes ist. Wichtige Bibelstellen sind hier: <strong>2Kor 3,18; Hebr 12,1-3, R\u00f6m 12,1-2, Kol 3,1-3. <\/strong>Es ist die Entscheidung, f\u00fcr Jesus zu leben.<br>So dr\u00fcckt es Paulus in <strong>Gal 2,20<\/strong> aus: <em>\u201eund nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben\u27e8, und zwar im Glauben\u27e9 an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst f\u00fcr mich hingegeben hat.\u201c<\/em><br>Wir Menschen m\u00fcssen uns f\u00fcr Jesus entscheiden! Diese Entscheidung rettet uns von unserer S\u00fcnde und versetzt uns in einen neuen Stand: Kind Gottes (<strong>Joh 1,12<\/strong>). Bleiben wir Sklaven der S\u00fcnde, dann macht uns das kaputt. Gott will uns davor bewahren. Gleichzeitig bringt diese Entscheidung einen Herrschaftswechsel in unser Leben: <strong>Nicht mehr ich, sondern Christus ist nun HERR<\/strong>!<br>Wir leben jetzt f\u00fcr ihn und mit ihm!<br>Nur so erf\u00fcllen wir das 1. Gebot. Jesus Christus, der Glaube an ihn, ist die Erf\u00fcllung des ersten Gebots, denn Jesus sagt selbst in <strong>Joh 5,21-23<\/strong>: <em>\u201eDenn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, <strong>so macht auch der Sohn lebendig, welche er will<\/strong>. Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben, <strong>damit alle den Sohn ehren<\/strong>, wie sie den Vater ehren. <strong>Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.\u201c<\/strong><\/em><br>Den Sohn ehren hei\u00dft, den Vater ehren. Den Sohn lieben hei\u00dft den Vater lieben! Denn: <em>\u201eich und der Vater sind eins\u201c <\/em>(<strong>Joh 10,30<\/strong>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage ist immer: <strong>Was ist meine Motivation, um Gott zu lieben? <\/strong>Mach ich es aus Gehorsam, weil ich es muss? Ein gutes Beispiel kann hier die Familie sein. Warum gehorchen Kinder ihren Eltern im besten Fall? Weil sie wissen: Unsere Eltern lieben uns und sie wollen das Beste f\u00fcr uns! Unser Gehorsam ist ein Liebesbeweis ihnen gegen\u00fcber. Es geht um eine Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Genauso geht es bei Gott um eine Beziehung zwischen ihm und den Menschen, die durch eine Beziehung zum Sohn Jesus Christus gelebt wird. Ihm wollen wir folgen, weil wir eines wissen: <strong>Er liebt uns \u00fcber alle Ma\u00dfen<\/strong>. Das hat er bewiesen durch sein Kommen in die Welt, sein Sterben am Kreuz uns seine Auferstehung. Die Gnade, die uns vom Kreuz her zustr\u00f6mt, soll unsere Liebe f\u00fcr diesen Jesus befeuern! <strong>Diesen Jesus wollen wir lieben und ihm folgen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Manuel Nowak)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; WEGweiser zum Leben \u2013 die zehn Worte Gottes Monatsthema: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Glauben wie Abraham Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es gibt nur EINEN \u2013 du sollst keine anderen G\u00f6tter neben mir haben Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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