{"id":4540,"date":"2022-07-12T18:07:42","date_gmt":"2022-07-12T16:07:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4540"},"modified":"2022-07-12T18:07:42","modified_gmt":"2022-07-12T16:07:42","slug":"predigthilfe-vom-7-august-2022-roemer-141-1513","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-7-august-2022-roemer-141-1513\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 7. August 2022 &#8211; R\u00f6mer 14,1-15,13"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>R\u00f6merbrief: Anders leben in der Gemeinde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema: Dem nachstreben, was des Friedens ist<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk. 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sehen, was dasteht<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1.1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Predigttext f\u00fcr den 7. August geht es weiter im R\u00f6merbrief. Das 14. Kapitel befasst sich mit der Gemeinde und dem Zusammenleben der Gl\u00e4ubigen. Wie gestalten wir unsere Gemeinschaft, was erleben wir miteinander und wo nehmen wir R\u00fccksicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Praktische Teil des R\u00f6merbriefes, der seit Kapitel 12 diesen Brief pr\u00e4gt, darf auch f\u00fcr uns heute in den Gemeinden praktisch werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1.2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edition C, Auslegung zum R\u00f6merbrief von Heiko Krimmer<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der neue Mathew Henry Kommentar NT 2 Apg- Offb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der R\u00f6merbrief, von Ralf M\u00fche (Hauskreiswelt BLB)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eLife Lessons from Romans\u201c; Max Lucado (Englisch)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und nat\u00fcrlich auch diverse Studienbibeln und eine Konkordanz, von denen man als Verk\u00fcndiger verschiedene haben sollte bzw. sicherlich auch ausleihen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1.3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Predigttext ist ein langer Abschnitt, der \u00fcber zwei Kapitel geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Text findet sich im R\u00f6merbrief 14,1- 15,13.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht um das \u201e<strong>Anders leben in der Gemeinde\u201c<\/strong> durch das, was Christus uns gegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu sehen und zu erkennen, dass Christus in uns als Gemeinde wirkt und wie wir dadurch miteinander umgehen oder aufeinander eingehen, steht im Zentrum dieser Kapitel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon seit Kapitel 12 schreibt Paulus sehr praktisch und will der Gemeinde in Rom und auch uns aufzeigen, wie ein Miteinander in der Gemeinde durch Gott gelingen kann.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hilfen zum Textverst\u00e4ndnis<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2.1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In R\u00f6mer 12, 1-2 wird die Gemeinde in Rom angehalten, dass ihr Leben ein heiliges Opfer und ein lebendiger Gottesdienst sein soll. Dies gilt bis heute und auch f\u00fcr uns. Paulus schreibt in diesen Kapiteln sehr alltagsnah und geht verschiedene Themen durch zum Miteinander der Liebe, dem Verhalten gegen\u00fcber der Obrigkeit und im aktuellen Text auf die Unterschiede der Gemeindeglieder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vergangene Predigten nehmen uns in die Kapitel 12 und 13 hinein und sind sicher wertvoll, zu beachten. Diese kann man zum einen in den Predigthilfen der letzten Wochen nacharbeiten oder in der Gemeinde betrachten, wenn es dort als Predigttext vorkam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist sicher auch hilfreich, sich die Kapitel 12-13 durchzulesen, um in den Text hineinzukommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dem Block zu R\u00f6mer kommend k\u00f6nnen wir das Thema aufgreifen, dass wir als Gemeinde oder Gemeinschaft in Christus unterwegs sind. Dies f\u00fchrt dann zum Thema der Predigt aus dem Predigtplan: <strong>Dem nachstreben was des Friedens ist!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Erstreben des Friedens passt unter anderem zu unserem Jahresthema und den Werten oder wertvollem Leben, was unsere Gemeinde und unser Leben ausmachen soll. Was auch beim Text f\u00fcr diesen Sonntag mit hineinspielt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Text lesen wir nun, dass Paulus konkrete Situationen der Gemeinde in Rom anspricht. Schon in Kap. 12 und 13 war das der Fall. Jetzt geht es umso mehr um das Miteinander und den Frieden in der Gemeinde, der sich im Alltag zeigen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Unterschiede der Christen und die Verschiedenheit im Umgang mit dem Alltag f\u00fchrt in Rom zu Spannungen. Das lesen wir schon vom ersten Kapitel an. In Rom sind es unter anderem R\u00f6mer, Griechen und Fremde, also Heiden, die in Christus sind, aber eben auch Juden, die im Glauben stehen. Diese haben sehr unterschiedliche Wahrnehmungen und Vorstellungen im Leben und auch von der Art, wie Gemeinde gelebt werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Groben geht es Paulus um drei wesentliche Bl\u00f6cke:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Warnung vor gegenseitiger Verurteilung und Abweisung, weil Dinge unterschiedlich gehandhabt werden (R\u00f6m. 14, 1-12).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Hinweis, darauf zu achten, dass man keine Probleme erzeugt und kein Ansto\u00df zum \u00c4rger f\u00fcr andere Nachfolger Christi ist (R\u00f6m 14, 13-23).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. Aufforderung zum gegenseitigen Wahrnehmen und zu R\u00fccksicht und Sanftmut in der Gemeinschaft (R\u00f6m 15,1-6).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was dann zu einem 4. Punkt f\u00fchrt, dem gemeinsamen Lobpreis zur Ehre des Herrn als Gemeinde, die von Gott verschieden gemacht ist (R\u00f6m. 15,7-13).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf diese Weise kann man auch gut durch den Text gehen und ihn so auf drei bis vier Bl\u00f6cke aufteilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>R\u00f6mer 14,1-12<\/strong>: Verurteilt euch nicht gegenseitig und weist euch nicht ab\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oder wie Paulus es schreibt: <em>Nehmt den an, der im Glauben schwach ist, und streitet nicht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies steht in Verbindung mit anderen Briefen von Paulus wie Eph. 4,32 oder Kol. 3,13, legt auch in diesem Text schon den Grund f\u00fcr das, was in Kap. 15,7 steht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Unterschied in den einzelnen Menschen in der Gemeinde ist Realit\u00e4t und nicht wegzudenken. Im Grunde macht das auch Gemeinde aus. Gott begabt verschieden und pr\u00e4gt unterschiedlich, was dennoch zum gleichen Ziel f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Dieses Ziel ist immer Christus und wir alle sollen uns pr\u00e4gen lassen durch den Geist Gottes.<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Spannung ist allerdings, dass manche mehr Freiheiten sehen und haben als andere. Hier in Liebe und Geduld zu handeln ist eine lebenslange Aufgabe. Schon zur Zeit des Neuen Testaments hat dies begonnen und wir sehen, dass es in der Apostelgeschichte und in den Briefen immer wieder zum Thema gemacht wird. Wie gestallten wir unser Miteinander in Liebe und in Christus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcberall dort, wo es nicht auf Christus hinf\u00fchrt, wird es korrigiert, wo es aber auf die eine oder andere Art auf den Herrn zeigt und n\u00e4her zu Gott bringt wird es stehen gelassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese M\u00f6glichkeit sehen wir auch schon bei Jesus der in Mk. 9,38-42 von diesen Unterschieden redet. Jesus hat klar gesagt, dass es unterschiedliche Arten gibt und trotzdem das Ziel klar ist: CHRISTUS als Retter der Welt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So handelt Jesus selber auch mit seinen J\u00fcngern unterschiedlich und \u201eindividuell\u201c und doch in allem mit dem Ziel, dass sie in Ihm selber das Heil anerkennen und den Weg zum Vater haben. Dies ist das Wirken des Geistes, der uns pr\u00e4gt und in unserer Verschiedenheit vereint.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz der Unterschiede baut Gott Gemeinde in einem Leib, der aus Heiden und Juden zusammengef\u00fcgt ist zur Gemeinde in Christus, gest\u00e4rkt durch den Heiligen Geist in Lobpreis zum Vater (vgl. auch 1. Kor. 12-14).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier im R\u00f6merbrief zeigt sich der Unterschied im Umgang mit Speisegeboten oder der Beachtung von Feiertagen bzw. im Umgang mit G\u00f6tzenopfern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damals war es in der Gesellschaft die Norm, dass aus allen Kulturen alles beachtet wurde und sich hier \u00fcberall herauszunehmen war fast nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies findet sich bis heute im Alltag. F\u00fcr die einen ist Fu\u00dfball nur ein Sport und f\u00fcr andere G\u00f6tzendienst. Einige beachten gesunde Ern\u00e4hrung als wichtig, andere haben Freiheit, alles zu essen. Hier kann man zig Dinge und Unterschiede auff\u00fchren, aber im Grunde geht es um<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 4: <em>Wer bist du, dass du einen Diener Gottes verurteilst?<\/em> <em>Er ist dem Herrn verantwortlich, \u00fcberlasst es Gott, sein Verhalten zu beurteilen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott hat seine Kinder im Blick und sorgt f\u00fcr sie und wir sollten nicht zu schnell urteilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was uns allerdings nicht aus dem Pr\u00fcfen herausnimmt. Ist es zur Ehre Gottes oder nicht?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Entscheidend ist aber, dass jeder von dem \u00fcberzeugt ist, was er denkt!<\/em> Also es mit Gott kl\u00e4rt und sich von Gott lenken l\u00e4sst. Das kann durch Gemeinde, Geschwister im Glauben oder durch das Wort Gottes passieren. Ein Nachfolger Jesu tut alles zur Ehre des Herrn!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da unser Leben dem Herrn geh\u00f6rt, ist auch das, was wir tun im Herrn verwurzelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So haben wir die Freiheit in Tod und Auferstehung des Herrn (Vers 9) und sollen nicht verurteilen, sondern uns gegenseitig f\u00f6rdern. Das Urteil ist und bleibt beim Herrn (Vers 10-12). In dieser Gelassenheit d\u00fcrfen wir den anderen stehen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMan muss auch mal g\u00f6nnen k\u00f6nnen\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>R\u00f6mer 14,13-23<\/strong>: Den anderen keine Probleme bereiten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den folgenden Versen geht es Paulus nun darum, dass wir nicht nur andere stehen lassen. Es geht eher darum, dass wir andere wahrnehmen, sowie Probleme und Schw\u00e4chen sehen und erkennen, die wir (eventuell)selbst durch unser Verhalten erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das eine ist nicht zu verurteilen oder den anderen stehen zu lassen. Etwas mehr ist es noch, niemanden zu behindern (Vers 13).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Grunde kann uns nichts von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus unserem Herrn begr\u00fcndet liegt (R\u00f6mer 8,38-39)! Trotzdem kann f\u00fcr den einen oder die andere etwas zum Problem werden, was mir nichts ausmacht. Wenn das der Fall ist, dann ist das real und f\u00fchrt immer wieder weg von Christus (selbst wenn er uns festh\u00e4lt). Diese Situation bereitet der Person Probleme, weil sie es f\u00fcr problematisch h\u00e4lt. Hier hilft es nicht, zu sagen: \u201eDas ist doch kein Problem, denn Jesus macht das schon\u2026\u201c, denn die Anfechtung ist REAL!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn das Gewissen durch die Aktion belastet wird, dann soll man es sein lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ich Menschen durch mein Handeln belaste, dann handle ich lieblos und verletzend und damit automatisch nicht im Sinne Gottes. Wir sollen aber darauf achten, dass wir in allem GOTT die Ehre geben (Verse 15-19).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben auch die Verantwortung, dass wir die Werke, die Gott wirkt, nicht zerst\u00f6ren (Verse 20-22). Wir sollen uns gegenseitig f\u00f6rdern und ermutigen. Das ist gelebte Gemeinde. Das bedeutet auch, dass wir mal auf Dinge oder Aktionen verzichten, weil es dem Anderen ein Problem bereitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor allem dann, wenn wir wie in Vers 23 lesen: <em>Aber wenn jemand unsicher ist, ob er etwas essen darf, und es trotzdem tut, der ist damit verurteilt. Es geschieht nicht im Glauben an Gott und was nicht im Glauben geschieht, ist S\u00fcnde.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wollen in allen Dingen, die wir tun und erleben auf den Herrn achten und im Glauben wachsen. Das ist Gemeinde in Christus. In R\u00fccksicht und der Gewissheit, dass unser Herr alles schon \u00fcberwunden hat (Joh. 16,33).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>R\u00f6mer 15,1-6<\/strong>: Sanftmut und Geduld\u2026 Liebe und Langmut<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An dieser Stelle ist die Frage zu stellen, wer stark und wer schwach ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist man stark, weil man alles in der Welt mitmachen kann oder ist man deshalb schwach?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist man stark, weil man asketisch (enthaltsam) lebt oder ist man schwach, weil man sich der Anfechtung entzieht? Beides ist m\u00f6glich und es ist so unterschiedlich, wie Menschen unterschiedlich sind!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Kap 15 startet Paulus mit: <em>Selbst wenn wir einen starken Glauben haben, d\u00fcrfen wir uns nicht nach uns selbst richten, sondern m\u00fcssen die Zweifel und \u00c4ngste Schw\u00e4cherer ernst nehmen. Wir sollen uns so verhalten, dass es dem andern hilft und er dadurch im Glauben ermutigt wird.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht um das Miteinander in der Gemeinde und darum, dass wir uns als Nachfolger Jesu gegenseitig helfen und st\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bedeutet auch, dass wir in Geduld ertragen, was geschieht so wie Christus es vorgemacht hat. Jesus hat sich darauf eingelassen zu leiden und die Schuld der Welt zu tragen (Ps. 69,10 \/ Ps. 22).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott, der diese Geduld und Ermutigung schenkt, soll uns helfen einig zu sein und in Frieden miteinander zu leben. Jesus hat es uns vorgelebt und in Geduld und Liebe mit seinen J\u00fcngern gehandelt. Dieses Vorbild gilt auch uns und wir d\u00fcrfen in diesem Sinn miteinander umgehen. DARUM:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Vers 7&nbsp;Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat, denn dadurch wird Gott geehrt!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>R\u00f6mer 15, 7-13:<\/strong> Darum nehmt euch gegenseitig an\u2026 LOB GOTTES<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So startet es in Vers 7 und nimmt damit direkten Bezug auf alles was wir vorher gelesen und geh\u00f6rt haben. Es geht um die Ehre Gottes, die sich in der Gemeinde widerspiegelt als Beispiel f\u00fcr alle Menschen. Wenn wir das, was Paulus schreibt, umsetzen, so wird Gemeinde attraktiv. Es bezieht sich auf die Kap. 14-15 aber auch schon auf die Kap. 12-13. Im Leben und im Alltag sehen und erkennen die Menschen um uns herum, wie wir \u201ewirklich\u201c sind und wie wir mit Gott leben und handeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Umgang mit unseren Geschwistern im Glauben, aber auch das Dienen und sich Unterstellen (auch dem Staat gegen\u00fcber), sowie das Wahrnehmen der Menschen, welche nicht in der Gemeinde sind. Wenn wir sie achten, einfach weil Christus auch f\u00fcr sie gestorben und auferstanden ist, so spiegeln wird Jesus wider.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja sie haben das noch nicht erkannt, aber mehr noch als durch unser Predigen wird Christus verherrlicht durch unser Leben und Wirken im Alltag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weil wir im Alltag dienen und uns unterstellen, wie Christus es uns vormachte, werden Menschen auf unseren Herrn aufmerksam. Dann werden sie offen, um die Predigt zu h\u00f6ren und k\u00f6nnen eingeladen werden zum Herrn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Lobpreis, in dem wir als Gemeinde Gott die Ehre geben, wird Jesus gro\u00df gemacht (Eph. 5,19). Dies tr\u00e4gt wiederum zum Bau der Gemeinde bei und wird zum Beispiel f\u00fcr alle Heiden. Durch Psalmen und Gesang wird Gott gepriesen (9-12) und die Wurzel kann aufgehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das f\u00fchrt dann zum Segen, den Paulus hier ausspricht, welcher auch in Vers 13 so sch\u00f6n formuliert ist:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Deshalb bete ich, dass Gott, der euch Hoffnung gibt, euch in eurem Glauben mit Freude und Frieden erf\u00fcllt, sodass eure Hoffnung immer gr\u00f6\u00dfer wird durch die Kraft des Heiligen Geistes.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2.2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Sonntag steht unter der \u00dcberschrift: \u201eDem Nachstreben, was dem Frieden dient.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist ein Predigt-Sonntag in der ersten Ferienzeit und in der Reihe des R\u00f6merbriefes der, welcher die vergangenen R\u00f6mer-Themen weiter voranbringen soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In R\u00f6mer 1-8 ging es um die theologische Erkl\u00e4rung. In R\u00f6mer 9-11 um Israel und in R\u00f6mer 12 ff geht es um das praktische Miteinander.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit sind wir mitten im Thema:<strong> Anders leben in der Gemeinde Christi!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2.3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Text fordert uns auf, auf unser Miteinander zu achten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sollen darauf hinweisen, dass jeder Zuh\u00f6rer pr\u00fcfen darf oder soll was Gott und der Gemeinde dient. Das kann sehr unterschiedlich sein, ist aber im Grunde daran zu pr\u00fcfen, ob er geehrt wird durch das, was man macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erkennt man im Alltag und im Leben, dass Jesus in mir wirkt und dass ich durch den Heiligen Geist gepr\u00e4gt werde, um mehr auf Gott hinzuweisen?<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sagen, wo es hingeht<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im R\u00f6merbrief entfaltet Paulus seine Theologie. Was kann man \u00fcber Gott wissen und wie kann man das Evangelium von Christus erkl\u00e4ren. Paulus tut alles, um begreiflich zu machen, was Christus getan hat und wie die gute Nachricht in die Welt kommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Text wird es sehr praktisch, denn es geht darum, wie die Beziehungen in den Gemeinden gelebt werden. Diese Beziehungen sollen auch im Zentrum der Predigt stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie gehen wir miteinander um und wann (ver)urteilen wir unangemessen? Wie schaffen wir es auf Gott hinzuweisen im Lobpreis und als Gemeinde?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder sollte aus der Predigt und aus dem Gottesdienst gehen und wissen: Wir loben und ehren unseren Herrn durch unser Leben und unser Miteinander. Wir stehen aber auch in seinem Segen, denn er h\u00e4lt uns in sich (R\u00f6mer 8,38ff und 15,13)!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Predigt geht es um das Miteinander in Christus. Wie leben wir als Gemeinde zur Ehre Gottes des Vaters und zum Lobpreis des Herrn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sollen und d\u00fcrfen einen Unterschied in dieser Welt machen, sind aber trotzdem Teil der Welt. Was hierbei hilft ist das Jahresthema: <strong>Wert(e)voll leben,<\/strong> worin die Menschen um uns herum erkennen sollen, dass Gott uns regiert und wir einen Unterschied in der Welt machen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Grunde geht es darum, Mut zu machen, dass wir als Gemeinde unterschiedlich sind und sein d\u00fcrfen. Das sollen und k\u00f6nnen wir stehen lassen und Gott trotzdem die Ehre geben, eben durch unsere Vielfalt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In allem ist es aber wichtig, dass Christus im Zentrum steht. Das kann man gut anhand der Bl\u00f6cke machen und dann Schritt f\u00fcr Schritt durch den Text gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies mit Beispielen aus dem pers\u00f6nlichen Leben zu erg\u00e4nzen ist sicher hilfreich f\u00fcr die Gemeinde, um dadurch greifbar zu machen, wo und wie man mit Situationen umgehen kann.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li><strong>R\u00f6m 14,1-12:<\/strong> Warnung vor gegenseitiger Verurteilung und Abweisung, weil Dinge unterschiedlich gehandhabt werden.<\/li><li><strong>R\u00f6m. 14 13-23: <\/strong>\u201eMach keine Probleme\u201c. Wir sollen darauf achten, den anderen nicht zu verwirren und zu ver\u00e4rgern!<\/li><li><strong>R\u00f6m. 15,1-7:<\/strong> F\u00f6rdert euch gegenseitig und seid f\u00fcreinander da mit R\u00fccksicht und Sanftmut in der Gemeinschaft,<\/li><li><strong>R\u00f6m. 15,7-13: <\/strong>Lobpreis zur Ehre des Herrn, als Gemeinde die von Gott verschieden gemacht ist (R\u00f6m. 15,7-13).<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4 Predigt Veranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Text kann und soll so unterschiedlich dargestellt werden, wie die Situation in den Gemeinden ist. Jeder sollte selbst beurteilen, wo man als Gemeinde zur Zeit drinsteckt und was das Opferfleisch oder die Beachtung der Feiertage sind. Dazu kann man durch Beispiele vor Ort herausstellen, wie man gegenseitig R\u00fccksicht nehmen kann und soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Empfehlenswert ist, dass man vorschl\u00e4gt, sich bewusst unter Gottes Segen zu stellen, was in R\u00f6m 15 ,13 auch gemacht wird. Hierzu ist es m\u00f6glich (in Absprache mit dem Moderator) entweder gleich nach der Predigt zu segnen oder den Segen aus dem Text am Ende des Gottesdienstes zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfreich ist auch, sich das Video von \u201e<em>Crosspaint\u201c<\/em> zu R\u00f6mer 12-16 anzuschauen oder es im Gottesdienst zu zeigen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=olCnekV1uFw\">R\u00f6mer 12-16 | Christ Sein Im Alltag | Bibel Animation | R\u00f6merbrief &#8211; YouTube<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Lieder eignen sich:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Bj\u00f6rn Husfeld)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00f6merbrief: Anders leben in der Gemeinde Predigtthema: Dem nachstreben, was des Friedens ist Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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