{"id":4505,"date":"2022-05-03T15:03:47","date_gmt":"2022-05-03T13:03:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4505"},"modified":"2022-05-03T15:03:48","modified_gmt":"2022-05-03T13:03:48","slug":"predigthilfe-vom-5-juni-2022-roemer-9-1-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-5-juni-2022-roemer-9-1-18\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 5. Juni 2022 &#8211; R\u00f6mer 9, 1-18"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gerechtigkeit allein durch die Gnade<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir besch\u00e4ftigen uns im Juni, Juli und August mit der zweiten H\u00e4lfte des R\u00f6merbriefes (Kapitel 9-16). Kapitel 1-8 wurden im Jahr zuvor in den Predigten behandelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In R\u00f6mer 9-11 behandelt Paulus vor allem die Israel-Frage: Nachdem er in R\u00f6m 1-8 dargelegt hat, dass die gute Botschaft f\u00fcr alle Menschen gilt und den Juden sogar eine Priorit\u00e4t zugeordnet ist, stellt sich nun die Frage: Warum erkennen so viele Juden die Wahrheit \u00fcber Jesus nicht?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dem Abschnitt f\u00fcr diesen Sonntag aus R\u00f6mer 9,1-18 ist die gr\u00f6\u00dfte exegetische Herausforderung die Einordnung der Aussagen \u00fcber Erw\u00e4hlung\/Vorherbestimmung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfen zur Auslegung des R\u00f6merbriefs bieten neben den g\u00e4ngigen Studienbibeln z.B.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">*Adolf Pohl, Der Brief des Paulus an die R\u00f6mer (Wuppertaler Studienbibel)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">*Douglas J. Moo, The Epistle to the Romans (NICNT)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">*Eckhard Schnabel, Der Brief des Paulus an die R\u00f6mer (HTA)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">*Heiko Krimmer, R\u00f6merbrief (Edition C) &nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V. 1-5: Paulus ist zutiefst traurig und w\u00fcrde gerne \u00e4ndern, dass sein Volk Jesus ablehnt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie sind die Bekr\u00e4ftigungen in Vers 1 zu verstehen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Paulus betont auf mehrfache Weise, dass er nun wirklich die Wahrheit sagt. Zuerst die positive Aussage: \u201eIch sage die Wahrheit in Christus\u201c \u2013 also im Bewusstsein der Gegenwart Christi, der selbst die Wahrheit in Person ist (Joh 14,6). Dann die negative Entsprechung: \u201eIch l\u00fcge nicht.\u201c Und als drittes die geistliche Verst\u00e4rkung: \u201eMein Gewissen gibt mir Zeugnis im Heiligen Geist.\u201c Das bedeutet, dass sein Gewissen, vom Heiligen Geist gesch\u00e4rft und geleitet, mit seiner folgenden Aussage \u00fcbereinstimmt. Paulus m\u00f6chte ganz besonders hervorheben, dass die folgenden pers\u00f6nlichen Emotionen, von denen er berichtet, der Wahrheit entsprechen. M\u00f6glicherweise hat sein Fokus auf die Heiden-Mission manche daran zweifeln lassen, ob sein Herz noch f\u00fcr sein Volk Israel schl\u00e4gt \u2013 und dem m\u00f6chte er entschieden widersprechen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was meint Paulus, wenn er sogar bereit w\u00e4re, verflucht zu sein f\u00fcr sein Volk?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Paulus beschreibt den unaufh\u00f6rlichen Schmerz und die Trauer in seinem Herzen (V.2), weil sein Volk, das er als Br\u00fcder ansieht, in gro\u00dfen Teilen Jesus nicht als Messias annimmt. Er geht so weit, dass er sogar bereit w\u00e4re, f\u00fcr sie ein Verfluchter zu werden. Verflucht ist, auf wem das Gericht Gottes liegt, wer ausgeschlossen ist aus der Gemeinschaft mit Jesus Christus. Obwohl viele aus seinem Volk Paulus ausgesto\u00dfen haben, ihn hassten und sogar t\u00f6ten wollten, liebte er sie \u2013 ganz in der Jesus-Art \u2013 und w\u00e4re sogar bereit, f\u00fcr sie sein Heil aufzugeben (wenn dies m\u00f6glich w\u00e4re).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum trauert Paulus so sehr mit Israel?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der Grund daf\u00fcr ist nicht nur, dass er selbst von diesem Volk abstammt. Er sieht, dass das Volk Israel in der Geschichte Gottes mit dieser Welt eine besondere Rolle spielt. Das z\u00e4hlt er in Vers 4 und 5 auf: Gott hat die Israeliten als Kinder angenommen (vgl. 2Mose 4,22). Die Herrlichkeit geh\u00f6rt dem Volk Israel, Gott selbst hat seine Gegenwart in Stiftsh\u00fctte und Tempel zugesagt und wohnte inmitten von Israel. Gott hat mit Israel B\u00fcndnisse geschlossen, ob mit Abraham, Jakob, der Sinai-Bund oder der David-Bund. In dem Rahmen hat er Israel auch das Gesetz, alle Regelungen f\u00fcr Gottesdienste sowie vielz\u00e4hlige Verhei\u00dfungen gegeben. Die V\u00e4ter \u2013 vermutlich die Stammv\u00e4ter Abraham, Isaak und Jakob gemeint \u2013 waren aus dem Volk bzw. deren Vorfahren. Und sogar Jesus, der Sohn Gottes selbst, dem alle Ehre geb\u00fchrt, kam aus dem Volk Israel. Wegen all diesen Gr\u00fcnden trauert und schmerzt es Paulus so sehr, dass nun so viele Israeliten sich gegen Christus und damit gegen den lebendigen Gott gewandt haben und verloren gehen (vgl. auch schon R\u00f6mer 3,1-2).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 6-13: Zum wahren Israel geh\u00f6rt, wer zum Glauben erw\u00e4hlt ist<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum sind nicht alle Israeliten, die aus Israel stammen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Nachdem Paulus seinen Schmerz dar\u00fcber zum Ausdruck gebracht hat, dass viele Israeliten Jesus ablehnen, begr\u00fcndet er nun, warum dies der Fall ist. Er erkl\u00e4rt, wer die wahren Israeliten sind. Nicht jeder, der ein Nachkomme Jakobs ist, ist automatisch ein wahrer Israelit, der Anteil am Heil hat. Sonst w\u00fcrde ja ein Heilszwang f\u00fcr Nachkommen Jakobs gelten. Die Heilslinie, wer zum geretteten Heilsvolk Israel geh\u00f6rt ist somit nicht identisch mit dem nat\u00fcrlichen Volk Israel. Damit widerspricht Paulus einer zumindest teilweise verbreiteten Ansicht zur damaligen Zeit, dass alle Israeliten errettet sind: In mSanh 10,1 steht: \u201eGanz Israel hat Anteil an der zuk\u00fcnftigen Welt.\u201c(Andere Werke hingegen unterscheiden klar zwischen gerechten und ungerechten Juden, solche die auf dem wahren Weg sind oder nicht.) Das wird auch durch das Bild in R\u00f6mer 11,17ff deutlich, wo Paulus aufzeigt: Einige Zweige wurden herausgebrochen, andere daf\u00fcr eingepfropft. Gleichzeitig macht Paulus mit dieser Aussage aber auch deutlich: Es gibt auch noch Israeliten, die in der Heilslinie sind, diejenigen, die Jesus annehmen und an ihn glauben!<\/li><li>Paulus begr\u00fcndet dies mit der Geschichte: Auch schon bei Abraham war es so, dass nicht alle seine Nachkommen automatisch Kinder der Verhei\u00dfung und Kinder Gottes waren. Nur die Linie \u00fcber Isaak wurde erw\u00e4hlt. Paulus zitiert hier 1Mose 21,10 und 1Mose 18,10. Genauso war es bei Isaak und Rebekka, bei denen auch nur \u00fcber Jakob die Segenslinie ging und nicht \u00fcber Esau. W\u00e4hrend man bei Abraham das Nein Gottes zur Ismael-Linie noch etwas nachvollziehen kann \u2013 es war ein mit der Sklavin gezeugtes Kind nicht nach dem Willen Gottes \u2013 wird bei den S\u00f6hnen Isaaks, die Zwillinge sind, ganz deutlich: Nicht jedes Kind ist erw\u00e4hlt. Daraus wird deutlich: Weder bei Abraham noch bei Isaak noch bei Jakob war die Verhei\u00dfungslinie \u00fcber das Fleisch bestimmt; nicht alle Nachkommen sind automatisch in das Heil eingeschlossen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Werden die Juden nicht auch durch ihren Glauben an Gott errettet?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wenn man online nach Predigten oder Auslegungen zu diesem Text sucht, st\u00f6\u00dft man schnell auf verschiedenste Predigten aus der ev. Kirche zu diesem Text am Israelsonntag. In einigen davon wird folgende Auslegung vertreten: Hier in Vers 6 werde nicht gesagt, dass es Israeliten gibt, die nicht Gottes Kinder sind; es werde nur gesagt, dass es noch weitere Kinder Gottes\/weitere Israeliten g\u00e4be, die nicht vom Fleisch aus Israeliten seien. Zum einen mit dem Hinweis auf R\u00f6m 11,26 wird gesagt, dass alle Juden errettet werden. Zum andern wird vor allem zum Dialog aufgefordert, da man andere herabsetze und sich \u00fcber sie stelle, wenn man ihnen sagt, dass sie verloren gehen und den falschen Glauben haben. Wie ist damit umzugehen?<\/li><li>Aus meiner Sicht ist dieser heute beliebten Auslegung exegetisch sowie theologisch klar zu widersprechen. Keiner der Kommentare, die ich gelesen habe, kommt zu diesem Ergebnis \u2013 exegetisch ist es auch einfach nicht stichhaltig. Im Gegenteil scheint mir diese Auslegung eher gegen den Bibeltext zu gehen und vor allem vom heutigen Zeitgeist bestimmt zu sein. Paulus ist hier im Kontext ganz klar: Er trauert um die Juden, die nicht an Jesus glauben und w\u00e4re bereit, sich sogar selbst unter das Gericht Gottes zu stellen\/sich zu verfluchen, damit sie gerettet werden. Daraus ergibt sich: Er geht davon aus, dass diejenigen, die nicht an Jesus glauben, verloren gehen. Vers 6 ist aus meiner Sicht so zu verstehen, dass viele leibliche Israeliten nicht wirkliche Israeliten sind, eben, weil sie nicht an Jesus glauben. Nur das passt auch gut zu den folgenden Versen, in denen Paulus begr\u00fcndet und aufzeigt, dass allein die fleischliche Abstammung nichts zu einer Errettung beitr\u00e4gt. Der Gesamtkontext der Bibel zeigt an vielf\u00e4ltigen Stellen auf, dass nur errettet wird, wer an Jesus glaubt (z.B. Joh 14,6), weswegen es den Aposteln und ersten Missionaren immer ein Anliegen war, auch Juden mit der guten Botschaft zu erreichen. Einer anderen Glaubensrichtung wie den Juden zu sagen, dass sie verloren gehen, weil sie nicht an Jesus glauben, hat aus meiner Sicht nichts mit einer Herabsetzung zu tun, sondern ist eine ehrliche Darstellung des eigenen Glaubens \u2013 nat\u00fcrlich im gebotenen Respekt gegen\u00fcber anderen Glaubensrichtungen. Wie ist R\u00f6m 11,26 zu verstehen? Das kann hier nicht ausf\u00fchrlich behandelt werden, wir kommen in ein paar Wochen dazu. Aber ganz knapp: \u201eGanz Israel\u201c bezieht sich dort meines Erachtens vor allem auf die Zukunft, also nicht auf ganz Israel \u00fcber alle Zeiten hinweg. Und es bezieht sich auch nicht auf jeden Einzelnen, sondern auf die Gesamtheit. Im Gegensatz zum Alten Testament, wo h\u00e4ufig beispielsweise in Jesaja vom \u201eRest Israels\u201c die Rede ist, der errettet wird, w\u00e4hrend \u201eganz Israel\u201c verloren geht \u2013 wird am Ende der Zeit \u201eganz Israel\u201c \u2013 also der Gro\u00dfteil der Israeliten, zum Glauben kommen, Jesus erkennen und errettet werden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ist \u201eErw\u00e4hlung\u201c in diesen Versen zu verstehen, warum erw\u00e4hlt Gott scheinbar willk\u00fcrlich Jakob statt Esau?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Paulus zitiert aus Mal 1,2-3: \u201eJakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst.\u201c Wichtig ist zu ber\u00fccksichtigen: Hassen und lieben kann je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen haben und muss nicht immer eine emotionale Ablehnung bedeuten, auch wenn es das kann. In diesem Kontext ist klar: Mit Hass ist die Zur\u00fcckstellung hinter Jakob gemeint, eine Hintenanstellung. Gott erw\u00e4hlt Jakob dazu, die Heilslinie fortzuf\u00fchren, nicht Esau. Trotzdem segnete Gott auch Esau (1Mose 27,39f). Au\u00dferdem hei\u00dft es in Dtn 23,8-9: \u201eDen Edomiter sollst du nicht verabscheuen, denn er ist dein Bruder. Den \u00c4gypter sollst du nicht verabscheuen, denn du bist ein Fremder in seinem Land gewesen. Kinder, die ihnen geboren werden, d\u00fcrfen von ihnen in der dritten Generation in die Versammlung des HERRN kommen.\u201c Also auch f\u00fcr die Nachkommen Esaus war die Versammlung des HERRN und die Gemeinschaft mit Gott nicht v\u00f6llig ausgeschlossen. Allerdings gilt Gottes besonderer Segen und seine Erw\u00e4hlung Jakob.<\/li><li>Es wird explizit hervorgehoben: Gott erw\u00e4hlte Jakob zur Heilslinie noch im Bauch der Mutter, also bevor Esau oder er irgendetwas dazu beitragen konnten. Hier lassen sich Parallelen zur Rechtfertigungslehre ziehen: \u201eDer wirksame Ruf Gottes in die Gotteskindschaft h\u00e4ngt allein von Gottes erw\u00e4hlendem Ratschluss ab, nicht von seiner vorherigen Kenntnis der guten Werke, die der Erw\u00e4hlte tun wird\u201c (Schnabel).<\/li><li>Was l\u00e4sst sich nun daraus ableiten? Manche deuten diese Verse im Sinn einer doppelten Pr\u00e4destination \u2013 Gott bestimmt Jakob und Esau zum Heil und zum Unheil voraus. Andere hingegen sehen eine einfache Pr\u00e4destination: Gott bestimmt Jakob zum Heil; das Ziel ist nicht, dass Esau verloren geht, aber er wird eben nicht zum Heil bestimmt. Wieder andere sehen hier gar keine Vorherbestimmung, vor allem mit dem Hinweis darauf, dass es speziell um die Erw\u00e4hlung des Volkes Israels geht, nicht um die Erl\u00f6sung der einzelnen Person.<\/li><li>Aus meiner Sicht l\u00e4sst sich diese Frage theologisch nicht eindeutig aufl\u00f6sen. Gottes freie Gnadenwahl und die Verantwortung und Aufforderung, zu glauben und anzunehmen, k\u00f6nnen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es muss beides behalten werden: Auf der einen Seite wird Gottes Erw\u00e4hlung nicht als ein \u201eZwang\u201c dargestellt, der dem Menschen aufgezwungen wird. Auf der anderen Seite wird der \u201eGlaube\u201c nicht als prim\u00e4r menschliche Verhaltensweise gesehen, aufgrund dessen der Mensch sich Errettung verdient. Paulus leidet deswegen auf der einen Seite darunter, dass viele Jesus ablehnen und wirbt immer wieder darum, dass die Israeliten aber auch die Heiden Jesus als Messias annehmen (so erkl\u00e4rt er in R\u00f6m 1-8 ausf\u00fchrlich die Errettung durch Glauben). Gleichzeitig vertraut er auf Gottes Souver\u00e4nit\u00e4t, der in seiner Allmacht genau wei\u00df und bestimmt hat, wer ein Gef\u00e4\u00df zur Ehre und wer ein Gef\u00e4\u00df zur Unehre ist \u2013 beide zu seiner Verherrlichung (R\u00f6m 9,21ff). Beides zusammen ist nur in Gottes Weisheit verst\u00e4ndlich (R\u00f6m 11, 33-38).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 14-18: Gott ist souver\u00e4n und hat in seinen Plan auch eingeschlossen, dass Menschen verloren gehen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist die freie Gnadenwahl Gottes ungerecht?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Paulus selbst stellt diese Frage nun, da er wei\u00df, dass f\u00fcr menschliche Ohren vorherige Aussagen anst\u00f6\u00dfig und unverst\u00e4ndlich sein k\u00f6nnen. Sofort stellt Paulus aber klar: \u201eDas sei ferne.\u201c Er hat in den letzten acht Kapiteln des R\u00f6merbriefs doch gerade aufgezeigt, dass Gott gerecht ist und wie Gottes Gerechtigkeit funktioniert! Paulus begr\u00fcndet nun selbst \u2013 indem er Ausspr\u00fcche Gottes aus 2Mose 33,19 zitiert: \u201eWem ich gn\u00e4dig bin, dem bin ich gn\u00e4dig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.\u201c Mose erh\u00e4lt diese Antwort von Gott als feste Vergewisserung, dass Gott ihm Gnade geschenkt hat, mit ihm mit geht und sich ihm zeigt \u2013 soweit das f\u00fcr einen Menschen m\u00f6glich ist. Das klingt erstmal nur teilweise wie eine Antwort auf die menschliche Frage der Gerechtigkeit Gottes. Trotzdem sieht Paulus es als Antwort: Gott ist frei in seiner Barmherzigkeit \u2013 kein Mensch hat Anspruch darauf und somit geht es nicht um Gerechtigkeit, sondern um Gnade, wenn sie uns zuteilwird.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist es gerecht, dass Gott Menschen wie den Pharao verstockt, um seine Macht zu erweisen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Freiheit, seine Barmherzigkeit auszu\u00fcben, entspricht der Freiheit, seine Barmherzigkeit auch zur\u00fcckzuhalten. Allerdings wird am Pharao deutlich, wie eng verwoben hier das menschliche Handeln und Gottes Handeln sind. Der Pharao verstockte selbst sein Herz (2Mose 8,11; 9,34) und lehnte Gott damit ab. Gleichzeitig verstockte Gott sein Herz (2Mose 7,13; 8,15; 9,7.12.35; 10,1.20.27). Paulus macht hier vor allem deutlich: Gott hat auch eingeplant, dass Menschen verloren gehen und erweist daran seine Macht und Herrlichkeit. Gottes eigentlicher Wille ist es zwar, dass alle Menschen errettet werden (1Tim 2,4). Aber Gottes uneigentlicher Wille \u2013 im Rahmen einer gefallenen Welt \u2013 ist es, dass sein Zorn und seine Macht sich ausdr\u00fccken, zum einen zur Gerechtigkeit, zum anderen, um dadurch seine Macht und Herrlichkeit zu erweisen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was schlussfolgert Paulus nun in Vers 16 und Vers 18?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Nachdem Paulus den Abschnitt damit begonnen hat, dass er darunter leidet, dass so viele aus seinem Volk Israel verloren gehen, hat er zuerst dargelegt, wer die wahren Isareliten sind \u2013 diejenigen, die Gott erw\u00e4hlt hat zum Glauben an Jesus. Nun hat er in einem weiteren Schritt aufgezeigt: Gott verliert die Kontrolle nicht! Nur, weil viele nicht errettet werden, hei\u00dft das nicht, dass Gott nicht souver\u00e4n ist. Gottes Souver\u00e4nit\u00e4t beinhaltet in dem Rahmen, in dem er den Menschen Freiheit l\u00e4sst, zu entscheiden, wem er gn\u00e4dig ist und wen er verstockt. Gott hat also noch immer die Kontrolle! Deswegen liegt es nicht \u201ean dem Wollenden, auch nicht an dem Laufenden, sondern an dem sich erbarmenden Gott.\u201c Denn Gott kann sich erbarmen und verh\u00e4rten nach seinem Willen. Wollen und Laufen des Menschen sind damit nicht abgewertet (vgl. Phil 2,12-13). Aber bei Gott z\u00e4hlt nicht, wie bei uns Menschen h\u00e4ufig, die Leistung. Wer genug leistet, \u00fcber den erbarmt sich Gott. Nein! Bei Gott geht es nicht um unsere Leistung, sondern allein um seine Gnade, der wir uns aussetzen d\u00fcrfen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erkl\u00e4rungen von Paulus gehen an die r\u00f6mische Gemeinde und gelten somit grundlegend auch f\u00fcr unsere Gemeinden heute. Zu ber\u00fccksichtigen ist aber: Einige theologische Aussagen betreffen Israel als Ganzes (beispielsweise die Erw\u00e4hlung oder Verwerfung) und lassen sich nicht eins zu eins auf die einzelne Person heute \u00fcbertragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir predigen diesen Text am Pfingstsonntag. Zu \u00fcberlegen ist deswegen je nach Gemeinde: Wie stark wird der Fokus auf den Pfingstsonntag gelegt? Der Textabschnitt selbst hat nicht direkt mit dem Pfingstgeschehen oder dem Heiligen Geist zu tun. M\u00f6glicherweise muss deswegen ein anderer Text gew\u00e4hlt werden oder man versucht eine Verkn\u00fcpfung \u00fcber das Thema zu ziehen: Gerechtigkeit allein durch die Gnade. Alle Nichtjuden haben in Jesus die M\u00f6glichkeit zur Errettung, jeder Mensch kann ein \u201ewahrer Israelit\u201c werden \u2013 das wurde an Pfingsten bzw. in der Apostelgeschichte deutlich, als der Heilige Geist auch auf Nichtjuden kam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu ber\u00fccksichtigen ist au\u00dferdem die Unterreihe innerhalb des R\u00f6merbriefes. Die vorgeschlagenen Themen von Juni bis Juli sind an den vier Soli der Reformation orientiert: Allein durch die Gnade, allein durch den Glauben, allein durch Jesus Christus, allein durch das Wort. Die k\u00f6nnten an diesem Sonntag vorgestellt werden, wenn diese Reihe in der jeweiligen Gemeinde in den vier Wochen thematisch durchgezogen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 1-5: Paulus ist zutiefst traurig und w\u00fcrde gerne \u00e4ndern, dass sein Volk Jesus ablehnt<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Paulus kann hier als Vorbild dargestellt werden: Er hat verstanden, wie schrecklich es ist, wenn Menschen verloren gehen. Gerade bei geliebten und nahestehenden Menschen. Er w\u00e4re nicht nur bereit, f\u00fcr sie in den Tod zu gehen, damit sie errettet werden, sondern sogar sein Heil aufs Spiel zu setzen. Haben wir verstanden, was wirklich wichtig ist im Leben? Haben wir diese Liebe f\u00fcr Verlorene wie Paulus? Was sind wir daf\u00fcr bereit einzusetzen oder zu riskieren? Wie steht es um unsere Leidenschaft?<\/li><li>In Anklang an Paulus k\u00f6nnen sich auch Christen heute die Frage stellen: Wie ist es mit Gottes Zuverl\u00e4ssigkeit und Gnade, wenn geliebte Menschen ihn nicht kennenlernen und verloren gehen? Ich bin auf ein Zitat eines Christen gesto\u00dfen, der sagt: \u201eIch will keinen gn\u00e4digen Gott f\u00fcr mich allein, ich will nicht allein erl\u00f6st werden: F\u00fcr meine ganze Familie soll das gelten. Nur wenn Gottes Gnade uns alle zu ihm bringt, kann ich mich \u00fcber sie freuen. Sonst finde ich die Zusage von Gottes Liebe und Barmherzigkeit, sonst finde ich Gott selbst unglaubw\u00fcrdig.\u201c Diese Frage stellen sich manche Christen: Wenn mein Kind nicht glaubt, oder sogar mein Ehepartner: Will ich so einen Gott \u00fcberhaupt, der den mir geliebten Menschen verloren gehen l\u00e4sst? Hier kann zum einen der tiefe Schmerz mit dem Schmerz von Paulus verglichen werden \u2013 der Schmerz ist etwas Positives, weil er zeigt, dass wir verstanden haben, worum es wirklich geht. Gleichzeitig ist doch zu ber\u00fccksichtigen, dass irdische Ehe oder Familie ein zeitliches Konzept sind; im Himmel und in Ewigkeit ist unsere Familie die geistliche Familie. Und Gott zwingt niemanden, an ihn zu glauben, seine Gnade beinhaltet ein gewisses Momentum der Freiheit. Deswegen macht es ihn nicht unglaubw\u00fcrdig, wenn geliebte Menschen verloren gehen.<\/li><li>Paulus sieht Israel nach wie vor in einer besonderen Stellung in der Heilsgeschichte. Israel wurde Vieles anvertraut \u2013 und auch in Zukunft hat Gott mit diesem Volk noch einen besonderen Plan. Zum einen ist wichtig deutlich zu machen: Auch die Juden brauchen Jesus, um errettet zu werden; deswegen sind die wahren Israeliten alle, die an Jesus glauben. Zum anderen ist die besondere Stellung Israels nach wie vor aufzuzeigen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 6-13: Zum wahren Israel geh\u00f6rt, wer zum Glauben erw\u00e4hlt ist<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Paulus macht deutlich: Die Abstammung nach dem Fleisch ist nicht die Entscheidende, wirklich Israeliten\/Volk Gottes sind diejenigen, die Gott erw\u00e4hlt hat. Hier ist eine Parallele zu ziehen: Erw\u00e4hlt war damals das Volk Israel, heute sind es alle, die an Jesus glauben. Man ist nicht errettet, weil die Eltern gl\u00e4ubig sind und man deswegen in eine christliche Kultur hineingewachsen ist. Die Frage ist: Glaubst du an Jesus?<\/li><li>Wir k\u00f6nnen nichts dazu beitragen, errettet zu werden. Gott hat damals vor der Geburt erw\u00e4hlt. Das l\u00e4sst sich auf das Individuum je nach theologischer Position zur Pr\u00e4destination nur bedingt \u00fcbertragen. Eines aber l\u00e4sst sich aus meiner Sicht klar \u00fcbertragen: Es ist allein Gnade, dass wir errettet werden. Wir k\u00f6nnen nichts von uns heraus beitragen. Keine Werke. Und auch keinen Glauben aus uns heraus. Gott ist es, der den Glauben schenkt, von uns ist es nur ein v\u00f6llig passives \u201eJa-Sagen\u201c. Am Ende verdanken wir es allein der Gnade Gottes, dass wir errettet sind, weil er f\u00fcr unsere Schuld am Kreuz bezahlt hat. Weil er geschenkt hat, dass wir von Jesus h\u00f6ren durften, durch den Heiligen Geist verstehen konnten und im Glauben annehmen konnten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 14-18: Gott ist souver\u00e4n und hat in seinen Plan auch eingeschlossen, dass Menschen verloren gehen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Paulus kommt aus seinem Schmerz \u00fcber das Verlorengehen einiger Menschen zu der Hoffnung: Gott ist trotzdem souver\u00e4n. Er will zwar, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Aber er wurde von der S\u00fcnde und der Ablehnung einiger Menschen nicht \u00fcberrascht. Im Gegenteil, er gebraucht selbst das zu seiner Ehre und Verherrlichung. Wir d\u00fcrfen glaubend vertrauen: Gott hat alles in seiner Hand!<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ziel der Predigt ist es zu zeigen, dass wir allein aus Gnade errettet sind. Auch das Glauben-d\u00fcrfen ist kein Werk aus uns selbst! Damit ist die Predigt eine Einladung an jeden, allein auf die Gnade Gottes zu setzen und zu vertrauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Predigt soll eine Leidenschaft f\u00fcr die Noch-Verlorenen wecken, damit ein Schmerz entsteht wie bei Paulus. Au\u00dferdem soll die Predigt eine Leidenschaft f\u00fcr Israel wecken, das immer noch Gottes Heilsvolk ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und letztendlich soll die Predigt Hoffnung geben, dass wir einen souver\u00e4nen Gott haben, der \u2013 selbst wenn Menschen verloren gehen, was das Schrecklichste \u00fcberhaupt ist \u2013 noch souver\u00e4n ist, das einplant und in seiner Hand hat. Wie viel mehr d\u00fcrfen wir dann nicht in allen Schrecken und N\u00f6ten auf ihn vertrauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerechtigkeit allein durch die Gnade<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leidenschaft f\u00fcr die Verlorenen \u2013 weil Gott gn\u00e4dig ist<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben einen souver\u00e4nen und gn\u00e4digen Gott, der selbst das B\u00f6se im Griff hat<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Freiheit Gottes: Die freie Gnadenwahl<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Haben wir eine Leidenschaft f\u00fcr die Verlorenen und f\u00fcr Israel? (V.1-5)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Gott erw\u00e4hlt die Glaubenden und errettet uns allein aus Gnade (V.6-13)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) Gott ist souver\u00e4n und gebraucht selbst Unglaube zu seiner Herrlichkeit (V.14-18)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">oder:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Der Schmerz um Israel: So viele Gaben, so wenig Erkenntnis (V.1-5)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Gottes Freiheit: Die freie Gnadenwahl Gottes (V.6-18)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b1) Gott erw\u00e4hlt allein aus Gnade (V.6-13)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b2) Gott verstockt zu seiner Verherrlichung (V.14-18)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erw\u00e4hlung, Gnade und Glaube:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wie zwei Seiten einer M\u00fcnze. Von vorne steht drauf: Glaube an Jesus. Von hinten steht drauf: Jesus hat dir den Glauben geschenkt.<\/li><li>Wie im Klettergarten: Wer ja sagt, wird eingeh\u00e4ngt, dann erst darf er in den Kletterpark hinein. Man klettert zwar selbst und h\u00e4lt sich tats\u00e4chlich auch selbst fest. Aber immer, wenn man abrutscht, merkt man, dass das Seil oben dr\u00fcber da ist und einen h\u00e4lt, dass man immer gehalten ist, auch wenn man sich selbst nicht halten kann.<\/li><li>Es gibt einen gn\u00e4digen Gott \u2013 und trotzdem so viele verlorene Menschen \u2013 warum? Es gibt auch einen Friseur und trotzdem Leute mit unordentlichen Haaren, weil sie nicht zu ihm gehen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leidenschaft f\u00fcr Verlorene:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Hier kann pers\u00f6nlich erz\u00e4hlt werden, warum das Herz f\u00fcr das Evangelium brennt, was es bei einem selbst bewirkt hat und wo man als Prediger Schmerz hat \u00e4hnlich wie Paulus.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Samuel Koser)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gerechtigkeit allein durch die Gnade Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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