{"id":4433,"date":"2022-01-18T16:51:13","date_gmt":"2022-01-18T15:51:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4433"},"modified":"2022-01-18T16:51:14","modified_gmt":"2022-01-18T15:51:14","slug":"predigthilfe-vom-6-maerz-2022-matthaeus-22-1-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-6-maerz-2022-matthaeus-22-1-14\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 6. M\u00e4rz 2022 &#8211; Matth\u00e4us 22, 1-14"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wert(e)voll leben. Die Auswirkungen des Heiligen Geistes in unserem Leben (Gal 5,22)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Monatsthema:<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>Matth\u00e4us-Evangelium: Authentisch glauben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jesus l\u00e4dt ein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (<strong>Lk 10,16a<\/strong>)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen, um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 2017 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Umst\u00e4nden kann sich auch mal der Blick in eine englische \u00dcbersetzung lohnen, weil auch in modernen deutschen \u00dcbersetzungen manchmal &#8222;fromm-deutsche&#8220; Begriffe benutzt werden, die im Englischen viel direkter und &#8222;normaler&#8220; \u00fcbersetzt sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sind immer noch im Matth\u00e4usevangelium unterwegs. Der Ausleger sollte sich klar machen, dass die Erz\u00e4hlungen ab <strong>Mt 21<\/strong> in der Karwoche stattfinden. Jesus ist im \u201eDialog\u201c mit den Pharis\u00e4ern in Jerusalem. Wenn man es genau anschaut muss man fast sagen, dass Jesus mit ihrem Unglauben abrechnet. Mehrfach liest man die Reaktion der Hohenpriester und Pharis\u00e4er auf die \u201eAnklagen\u201c Jesu. Z.B. in <strong>Mt 21,46<\/strong>: <em>Und als sie ihn zu greifen suchten, f\u00fcrchteten sie die Volksmengen, denn sie hielten ihn f\u00fcr einen Propheten.\u201c <\/em>Oder <strong>Mt 22,15<\/strong>: <em>\u201eDann gingen die Pharis\u00e4er hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen k\u00f6nnten\u201c. <\/em>Es ist fast so, als stelle sich Jesus in dieser letzten Woche nochmal zur Schau und zur \u00dcberpr\u00fcfung. Jeder soll sehen, dass es sich bei ihm tats\u00e4chlich um das fehlerlose Lamm Gottes handelt. Warum macht das Jesus? Warum h\u00e4lt er sich zwischen Palmsonntag und Karfreitag in Jerusalem auf? Er macht das, damit sich das erf\u00fcllt, was f\u00fcr ein Passahlamm galt. Nach <strong>2.Mose 12,3+6 <\/strong>wurde das Lamm am 10. des Monats in die Familie aufgenommen, bis zum 14. des Monats aufbewahrt und dann zwischen den zwei Abenden geschlachtet. Jesus war von Palmsonntag (10. des Monats) bis Gr\u00fcndonnerstag (14. des Monats) unter dem Volk in Jerusalem. Dann wurde er zwischen den zwei Abenden geschlachtet. Genau so ist es angeordnet in <strong>2.Mose 12,6<\/strong>. Jesus stirbt an Karfreitag um 15 Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liest man die Geschichten von <strong>Mt 21-25,<\/strong> dann entdeckt man, dass das Zielpublikum eindeutig die ungl\u00e4ubigen Juden waren, repr\u00e4sentiert durch die Pharis\u00e4er, Sadduz\u00e4er und Hohenpriester. Die Reden gipfeln in den Weherufen \u00fcber die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten in <strong>Mt 23,13ff<\/strong> und der Klage \u00fcber Jerusalem in <strong>Mt 23,37ff!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Fazit Jesu ist: <em>\u201eWie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre K\u00fccken versammelt unter ihre Fl\u00fcgel <strong><u>und ihr habt nicht gewollt<\/u><\/strong>.\u201c <\/em><strong>Mt 23,37<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eEr kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an.\u201c<\/em> So hei\u00dft es in <strong>Joh 1,11<\/strong>. Das Volk Israel lehnt seinen Messias ab. Die Folge wird Gericht und Verstockung sein (<strong>R\u00f6m 11,7<\/strong>). Weil das so kam, ist das Heil zu den Nationen, also auch zu uns, gekommen (<strong>R\u00f6m 11,11<\/strong>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Predigttext aus <strong>Mt 22,1-14<\/strong> liegt genau in dieser letzten Woche, der Karwoche. Die Angesprochenen sind zun\u00e4chst die Juden, <strong>nicht wir<\/strong>. Es geht um den gro\u00dfen Heilsplan Gottes, der zun\u00e4chst und zu allererst f\u00fcr sein Volk Israel galt. Aber wir werden sp\u00e4ter in der genaueren Betrachtung des Gleichnisses sehen, dass sein Volk diese Einladung zum Heil abgelehnt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor ich mit dir etwas in die Details zum Text gehen will, m\u00f6chte ich dich einladen den Text erst einmal in aller Ruhe zu lesen. Am besten, du liest den Text einmal in der Luther-\/Elberfelder\u00fcbersetzung und danach in einer neueren \u00dcbersetzung (Ich empfehle Neue Genfer \u00dcbersetzung (NG\u00dc), oder Neue evangelistische \u00dcbersetzung (Ne\u00dc)). Ich pers\u00f6nlich mache es meistens so, dass ich den Text ausdrucke und beim Lesen schon ein paar Anmerkungen, Unterstreichungen oder Fragezeichen mache. Das hilft mir dann, den Text besser zu verstehen und ich bin fokussierter auf den Gedankengang des Textes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gute Hilfen in der Vorbereitung leisten folgende Dinge:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">* MacArthur Studienbibel ist sehr zu empfehlen, da sie sehr bibeltreu ist und sogar gratis (<a href=\"http:\/\/www.sermononline.de\">www.sermononline.de<\/a>) als pdf zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">* Die Ryrie-Studienbibel hat nicht ganz so umfangreiche Textkommentierung wie die von MacArthur, aber kann erg\u00e4nzend mit hinzugezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">* <a href=\"https:\/\/dasbibelprojekt.visiomedia.org\/\">https:\/\/dasbibelprojekt.visiomedia.org\/<\/a> Hier findest du kurze Videoclips \u00fcber das Matth\u00e4us-Evanglium. Diese helfen einen Gesamt\u00fcberblick \u00fcber den Brief zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben eine nicht ganz einfache Textgattung vor uns. Es handelt sich nicht um erz\u00e4hlte Geschichte, sondern um ein Gleichnis, eine Beispielgeschichte. Jesus erz\u00e4hlt eine erfundene Geschichte, um Wahrheiten \u00fcber das Reich Gottes weiterzugeben. Jedoch bleibt es ein Beispiel und wir k\u00f6nnen nicht alles einfach 1:1 \u00fcbertragen. Wir m\u00fcssen schauen, dass wir das erz\u00e4hlte Gleichnis nicht \u00fcberinterpretieren und zu viel aus ihm herauslesen. Ich m\u00f6chte dir kurz ein Beispiel geben, damit zu verstehst, was ich meine.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nehmen wir das Gleichnis vom ungerechten Richter aus <strong>Lk 18,1-8<\/strong>. Hier d\u00fcrfen wir nicht einfach \u00fcbertragen, dass Gott ja f\u00fcr den Richter steht und anscheinend uns nicht h\u00f6rt. Das Gegenteil ist der Fall. Gott wei\u00df schon, was wir brauchen, bevor wir ihn darum bitten (<strong>Mt 6,8<\/strong>). Wir sollten daher gut \u00fcberlegen, um was es Jesus in der Beispielgeschichte geht, was sozusagen die Quintessenz ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ergebnis unserer Interpretation aus dem Gleichnis sollte nicht im Widerspruch mit der Bibel stehen. Ganz nach dem Motto der Reformatoren: <strong>Die Schrift wird mit der Schrift ausgelegt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus verwendet in seinen Gleichnissen in der Regel Beispiele aus dem Leben der damaligen Menschen. In unserem Fall geht es um einen K\u00f6nig, der zur Hochzeit seines Sohnes einl\u00e4dt. Dabei stehen auf der einen Seite der einladende K\u00f6nig und auf der anderen Seite die ablehnenden G\u00e4ste im Vordergrund. Der Grundgedanke ist der, dass der K\u00f6nig alles in seiner Macht Stehende tut, um einzuladen. <strong>Die eigentlichen Geladenen lehnen die Einladung des K\u00f6nigs ab<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig ist, dass im Prinzip das Gleichnis davor (das Gleichnis von dem Weing\u00e4rtner) das gleiche Thema hat. Hier lehnen die P\u00e4chter den Anspruch des Weinbergbesitzers ab. Alle Versuche des Besitzers werden wie in unserem Gleichnis ignoriert oder sogar gewaltvoll abgelehnt. Auch das Gleichnis davor in <strong>Mt 21,28ff<\/strong> hat als Inhalt die Ablehnung gegen\u00fcber dem Vater.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Somit haben wir die grobe Linie des Gleichnisses. Jesus erz\u00e4hlt es in einer \u201eGottesfeindlichen\u201c Umgebung, n\u00e4mlich in Jerusalem. Hier haben wir die geistliche Elite der damaligen Zeit, die f\u00fcr das Gro des Volkes steht. Jesus identifiziert sie mit den Gruppen in seinen Gleichnissen, die die Einladung Gottes ausschlagen. Interessant ist, dass die Zuh\u00f6rer das verstanden und dass es sie w\u00fctend gemacht hat. Bspw. <strong>Mt&nbsp;21,45<\/strong>: <em>\u201eUnd als die Hohen Priester und die Pharis\u00e4er seine Gleichnisse geh\u00f6rt hatten, erkannten sie, dass er von ihnen redete.\u201c<\/em> Die Reaktion der Zuh\u00f6rer war allerdings nicht Bu\u00dfe, sondern Zorn. Dieser Jesus muss weg! Damit reihen sie (Pharis\u00e4er und Schriftgelehrte) sich ein in die Linie derer, die in der Geschichte immer wieder die Einladung Gottes abgelehnt und die Boten Gottes drangsaliert und manchmal sogar get\u00f6tet haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus sagt das dann w\u00f6rtlich so in <strong>Mt 23,29ff<\/strong>: <em>\u201eWehe euch, Schriftgelehrte und Pharis\u00e4er, Heuchler! Denn ihr baut die Gr\u00e4ber der Propheten und schm\u00fcckt die Grabm\u00e4ler der Gerechten 30&nbsp;und sagt: W\u00e4ren wir in den Tagen unserer V\u00e4ter gewesen, so w\u00fcrden wir uns nicht an dem Blut der Propheten schuldig gemacht haben. 31&nbsp;So gebt ihr euch selbst Zeugnis, dass ihr S\u00f6hne derer seid, welche die Propheten ermordet haben. 32&nbsp;<strong>Und ihr, macht <\/strong><\/em><strong><em>\u27e8<\/em><\/strong><strong><em>nur<\/em><\/strong><strong><em>\u27e9<\/em><\/strong><strong><em> das Ma<\/em><\/strong><strong><em>\u00df<\/em><\/strong><strong><em> eurer V<\/em><\/strong><strong><em>\u00e4<\/em><\/strong><strong><em>ter voll<\/em><\/strong><em>! 33<\/em><em>&nbsp;<\/em><em>Schlangen! Otternbrut! <strong>Wie solltet ihr dem Gericht der H<\/strong><\/em><strong><em>\u00f6<\/em><\/strong><strong><em>lle entfliehen<\/em><\/strong><em>? 34<\/em><em>&nbsp;<\/em><em>Deswegen siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; <strong>einige von ihnen werdet ihr t\u00f6ten und kreuzigen, und einige von ihnen werdet ihr in euren Synagogen gei\u00dfeln und werdet sie verfolgen von Stadt zu Stadt<\/strong>,\u201c. <\/em>All das ist dann ja auch passiert. Man denke nur an den Tod Stephanus und die gro\u00dfe Verfolgung unter Saulus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reaktion Gottes auf diese Ablehnung und Ermordung der Boten Gottes ist das Gericht. Wir haben es oben gelesen: <em>\u201eWie werdet ihr dem Gericht der H\u00f6lle entfliehen?\u201c <\/em>Auch diesen Inhalt haben \u00fcbrigens die Gleichnisse. Im Gleichnis der ungleichen S\u00f6hne wird das Gericht nur indirekt angesprochen. Es ist jedoch klar, dass das Volk Israel behauptet hat, dem Willen Gottes zu gehorchen (<strong>2. Mose 19,8:<\/strong> <em>\u201eAlles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun!\u201c<\/em>), ihn aber immer und immer wieder nicht getan hat bis auf diesen Tag, an dem Jesus diese Gleichnisse erz\u00e4hlt. Damit ist Israel der Sohn, der zwar sagt, dass er den Willen Gottes tut, ihn aber dann doch nicht tut. Dieses Handeln zieht unweigerlich das Gericht Gottes nach sich. Im Gleichnis der Weing\u00e4rtner folgern die Zuh\u00f6rer ganz richtig, was passieren wird, nachdem sie alle Boten und sogar den Sohn des Besitzers (steht f\u00fcr Jesus, den Sohn Gottes) umgebracht haben, folgenderma\u00dfen in <strong>Mt 21,41<\/strong>: <em>\u201eEr wird jene \u00dcbelt\u00e4ter \u00fcbel umbringen, und den Weinberg wird er an andere Weing\u00e4rtner verpachten, die ihm die Fr\u00fcchte abgeben werden zu ihrer Zeit.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pharis\u00e4er verstehen, dass so ein Handeln das Gericht mit sich bringt und eine Weitergabe des Heils an andere, die treu sein werden. Hier ist schon das angelegt, was kommen wird. Das Heil wird vom Volk Israel zu den Nationen gehen und die werden die Fr\u00fcchte bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserem Gleichnis haben wir im Prinzip genau dasselbe anders verpackt. Die Folge der Ablehnung der Einladung und der Ermordung der Boten steht in <strong>Mt 22,7<\/strong>: <em>\u201eDer K\u00f6nig aber wurde zornig und sandte seine Truppen aus, brachte jene M\u00f6rder um und steckte ihre Stadt in Brand\u201c<\/em>. Diese Haltung bringt das Gericht mit sich und die Einladung wird jetzt gegen\u00fcber den Fernen ausgesprochen, <strong>Mt&nbsp;22,9:<\/strong> <em>\u201eSo geht nun hin auf die Kreuzwege der Landstra\u00dfen, und so viele immer ihr finden werdet, ladet zur Hochzeit ein.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt ein \u00e4hnliches Gleichnis in der Schrift, das sich doch von dem unseren unterscheidet. In <strong>Lk&nbsp;14,16-24 <\/strong>haben wirdas Gleichnis vom gro\u00dfen Gastmahl. Die Parallelen sind, dass auch hier einer einl\u00e4dt. Es geht nicht um eine Hochzeit bzw. ein Hochzeitsmahl, sondern ein anderes Essen. Auch hier in diesem Gleichnis lehnen alle zun\u00e4chst Eingeladenen ab. Alle haben sie Ausreden, warum sie nicht kommen k\u00f6nnen. Die Reaktion des Gastherrn ist \u00e4hnlich. Er wird zornig \u00fcber die Ablehnung und l\u00e4dt stattdessen andere ein. Was hier fehlt ist die Komponente des Gerichts \u00fcber die G\u00e4ste, die abgelehnt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus erz\u00e4hlt unser Gleichnis mit den einleitenden Worten: <em>\u201eMit dem Reich der Himmel ist es wie..\u201c <\/em>Jesus erz\u00e4hlt viele dieser Gleichnisse um uns wichtige Wahrheiten \u00fcber sein Reich mitzuteilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bild der Hochzeit und des Hochzeitsmahles ist in der Bibel ein wichtiges. Schon im alten Testament wird uns Gott dargestellt als der, der sich eine Braut ausw\u00e4hlt. Beispielsweise berichtet <strong>Hes 16<\/strong> davon, dass Gott Israel als Baby das Leben schenkte und es sp\u00e4ter zur Frau nahm. Allerdings erwies sich Israel als untreue Ehefrau. Das Neue Testament bezeichnet die Gemeinde als die Braut, die Verlobte Christi (<strong>2Kor 11,2)<\/strong>. Spannenderweise ist die Ehe von uns Menschen ein Bild auf Christus und die Gemeinde. So sagt es Paulus in <strong>Eph 5,32<\/strong>. Christus verl\u00e4sst den Himmel um sich mit uns Menschen zu verbinden und eine neue Einheit zu schaffen. Alles l\u00e4uft dann auf die gro\u00dfe Hochzeit zu, von der uns <strong>Offb 19,7-9<\/strong> berichtet:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eLasst uns fr\u00f6hlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben; denn die <strong>Hochzeit des Lammes<\/strong> ist gekommen, und seine Frau hat sich bereitgemacht. 8&nbsp;Und ihr wurde gegeben, dass sie sich kleidete in feine Leinwand, gl\u00e4nzend, rein; denn die feine Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen. 9&nbsp;Und er spricht zu mir: Schreibe: Gl\u00fcckselig, die eingeladen sind zum <strong>Hochzeitsmahl <\/strong>des Lammes!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es wird eine Hochzeit, ein Freudenfest, ein gro\u00dfes Mahl geben. Die Braut ist dabei die Gemeinde, der Br\u00e4utigam Jesus. Die Braut tr\u00e4gt ein wei\u00dfes, leinenes Hochzeitsgewand. Es steht f\u00fcr die Gerechtigkeit (gerechte Taten der Heiligen). Das werden wir sp\u00e4ter noch in der Auslegung des Gleichnisses brauchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Somit k\u00f6nnen wir folgendes festhalten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Jesus erz\u00e4hlt das Gleichnis, um uns wichtige Wahrheiten \u00fcber den Himmel zu erz\u00e4hlen<\/li><li>Der K\u00f6nig im Gleichnis l\u00e4sst sich leicht mit Gott identifizieren<\/li><li>Der K\u00f6nig ist der, der zum Fest einl\u00e4dt<\/li><li>Der K\u00f6nig hat mehrfach eingeladen<\/li><li>Die zun\u00e4chst Eingeladenen sind das Volk Israel<\/li><li>Das Volk Israel hat Gott und seine Einladung immer wieder abgelehnt<\/li><li>Der K\u00f6nig beweist sich als geduldig und langm\u00fctig, aber irgendwann ist das Ma\u00df voll und es kommt das Gericht<\/li><li>Die Einladung des K\u00f6nigs geht von den Nahen zu den Fernen, zu den Nationen.<\/li><li>Diese nehmen die Einladung an und kommen<\/li><li>Die Zugangsberechtigung ist das passende Gewand<\/li><li>Wer nicht dabei ist, hat seinen Platz in der \u00e4u\u00dfersten Finsternis<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kleider machen Leute<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das kennen wir aus dem Volksmund. Wie haben wir das zu verstehen, dass einer auf der Hochzeit war und nicht das passende Gewand anhatte? Geht es hier also doch um etwas, dass wir Menschen leisten m\u00fcssen, um zugelassen zu werden zum Reich Gottes? Es ist zu beachten, dass die Knechte des K\u00f6nigs alle brachten, die sie auf den Stra\u00dfen fanden, Gute wie B\u00f6se. Wir d\u00fcrfen nicht davon ausgehen, dass Zeit war, um sich doch schick einzukleiden. Jeder kam einfach so, wie er gerade gekleidet war. <strong>Das hei\u00dft, die passende Kleidung f\u00fcr das Fest bekamen die G\u00e4ste vor Ort, vom K\u00f6nig<\/strong>!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nehmen wir dazu <strong>Offb 19,8<\/strong>, dann erkennen wir, dass die Kleidung f\u00fcr Gerechtigkeit steht. Auch das kennen wir vom Volksmund. Wir reden davon, dass jemand eine wei\u00dfe Weste hat. Das hei\u00dft also: <strong>Jeder geladene Gast durfte sich vom K\u00f6nig die passende Kleidung holen<\/strong>. Er bekam sie geschenkt. <strong>Wichtig:<\/strong> Um vor diesem K\u00f6nig bestehen zu k\u00f6nnen, seiner Pr\u00fcfung standzuhalten, ben\u00f6tigen wir das richtige Gewand. Einer hat diese Kleidung offensichtlich abgelehnt. D.h. er hat auf die geschenkte Gerechtigkeit verzichtet und wollte mit seiner eigens aufgerichteten Gerechtigkeit vor Gott bestehen. Und das geht nicht. Interessanterweise verstummt der Mann bei der Zurechtstellung des K\u00f6nigs. Offenbar war im klar, dass er das einzig Ben\u00f6tigte (das saubere Kleid) <strong>nicht<\/strong> hatte! Es gibt daf\u00fcr keine Ausrede oder Entschuldigung. Die Konsequenzen sind schlimm. Der Mann muss in die \u00e4u\u00dferste Finsternis. Das ist ein Synonym f\u00fcr die H\u00f6lle. Wer sich von Gott nicht seine (die g\u00f6ttliche) Gerechtigkeit schenken l\u00e4sst, der kann nicht in seiner Gegenwart sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>R\u00f6m 3,23f<\/strong>: <em>\u201eDenn alle haben ges\u00fcndigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erl\u00f6sung, die in Christus Jesus ist.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder Mensch hat kein passendes Hochzeitsgewand. Aber jeder Mensch kann dieses Kleid umsonst bekommen. Durch die Tat Jesu am Kreuz kann derjenige, der sich im Vertrauen an Christus wendet, von ihm gerecht gemacht werden. Er bekommt dann dieses neue Gewand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zinzendorf <\/strong>schreibt in seinem Lied <em>Christi Blut und Gerechtigkeit<\/em> in der ersten Strophe:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Christi Blut und Gerechtigkeit,<br>das ist mein Schmuck und Ehrenkleid,<br>damit will ich vor Gott bestehn,<br>wenn ich zum Himmel werd eingehn<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau das ist es, was uns das Gleichnis von Jesus an dieser Stelle sagen will. Wer nicht die Gnade Jesu f\u00fcr sich in Anspruch nimmt, seine Vergebung am Kreuz, der wird nicht zugelassen sein im Himmel. <strong>Offb 7,14<\/strong>: <em>\u201eUnd sie haben ihre Gew\u00e4nder gewaschen und sie wei\u00df gemacht im Blut des Lammes.\u201c <\/em>Hier haben wir die biblische Erkl\u00e4rung, wie wir ein helles und reines Gewand bekommen. Wir m\u00fcssen uns waschen im Blut Jesus. D.h. sein Blut muss uns reinwaschen von unserer S\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser eine Mann hatte nicht seine Kleider im Blut Jesu gewaschen. Auch hier m\u00f6chte ich auf den Gleichnis-Charakter hinweisen. Im Himmel wird es sicherlich nicht \u201eausversehen\u201c einen Ungerechten geben. Jesus zeigt uns dadurch aber, was der ausschlaggebende Faktor ist, ob man dabei ist oder eben nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vorsicht vor dem Namenschristentum:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Ausleger sehen in diesem Mann mit dem falschen Gewand einen Mitl\u00e4ufer. Er war bei denen dabei, die sich aufgemacht haben zur Hochzeit. Er war der Einladung gefolgt. Jedoch hatte er anscheinend nicht verstanden, um was es geht. Er hatte keine pers\u00f6nliche Beziehung zu Jesus Christus. Er hatte die vergebende Gnade f\u00fcr sich nicht in Anspruch genommen. Damit kristallisiert er sich als nicht w\u00fcrdig heraus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Viele sind Berufene, wenige aber Auserw\u00e4hlte:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die spannende Frage an diesem Abschnitt ist ja auch die, wie wir das Fazit am Ende zu verstehen haben. War derjenige einfach nicht dazu bestimmt, dazuzugeh\u00f6ren? Haben wir es hier mit Pr\u00e4destination, also einer Vorherbestimmung zum Heil durch Gott zu tun? Das Gleichnis zeigt was anderes. Gott ist und bleibt der Einladende. Der Verlauf des Gleichnisses zeigt ja gerade, dass seine Einladung einfach an alle gerichtet wird. Hier ist nichts davon zu lesen, dass irgendjemand von vorneherein ausgenommen w\u00e4re. Das deckt sich im \u00dcbrigen mit der Generaleinladung von Jesus in <strong>Mt 11,28<\/strong>: <em>\u201eKommt her zu mir alle, die ihr M\u00fchselig und Beladen seid.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Siebenthal und Haubeck schreiben im Werk <em>Neuer sprachlicher Schl\u00fcssel zum griechischen Neuen Testament<\/em> folgendes, was ich nachdenkenswert finde:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>\u201e<\/em><\/strong><strong><em>\u1f10\u03ba-\u03bb\u03b5\u03ba\u03c4\u03cc\u03c2<\/em><\/strong><em><sup>9<\/sup><\/em><em> ausgew\u00e4hlt, im NT fast durchweg: auserw\u00e4hlt (ausgesondert, um zu Gott zu geh\u00f6ren bzw. ihm zu dienen); <\/em><em>\u03c0\u03bf\u03bb\u03bb\u03bf\u1f76 \u03b3\u03ac\u03c1 \u03b5\u1f30\u03c3\u03b9\u03bd \u03ba\u03bb\u03b7\u03c4\u03bf\u03af, \u1f40\u03bb\u03af\u03b3\u03bf\u03b9 \u03b4\u1f72 \u1f10\u03ba\u03bb\u03b5\u03ba\u03c4\u03bf\u03af<\/em><em> (zum Wortspiel vgl. H-S \u00a7 294i) denn viele sind berufen, aber nur wenige auserw\u00e4hlt, d. h. viele sind eingeladen, doch manche weigern sich zu kommen, u. andere weigern sich, die Normen des \u201eHimmelreiches\u201c zu akzeptieren, und werden daher verworfen: die, die bleiben, werden als \u201eauserw\u00e4hlt\u201c bez. (Carson, Mt, S. 457).<a href=\"#_ftn1\"><sup><strong><sup>[1]<\/sup><\/strong><\/sup><\/a>\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gottes Rufen geht in die Welt und zwar von Anbeginn der Sch\u00f6pfung an: Adam, wo bis du! Viele, viele Menschen h\u00f6ren den Ruf Gottes, aber nicht jeder l\u00e4sst sich rufen. Diejenigen, die dem Ruf Gottes folgen, sind die Auserw\u00e4hlten. Friedrich Keil schreibt \u00e4hnliches in seinem Kommentar:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eDie Auswahl (<\/em><em>\u1f10\u03ba\u03bb\u03bf\u03b3\u03ae<\/em><em>) ist jedoch nicht als ein Act unbedingten g\u00f6ttlichen Ratschlusses zu denken, sondern, wie die Parabel lehrt, durch das Verhalten der Menschen zu dem g\u00f6ttlichen Gnadenrufe bedingt<\/em><a href=\"#_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a><em>\u201c<\/em><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man k\u00f6nnte nun wirklich vom Gleichnis herkommend dem K\u00f6nig nicht den Vorwurf machen, er h\u00e4tte schlecht oder nur begrenzt eingeladen. Nein, man muss sagen, dass seine Einladung sogar mehrfach erging. Das deckt sich mit dem biblischen Befund aus <strong>2Petr 3,9<\/strong>: <em>\u201eDer Herr verz\u00f6gert nicht die Verhei\u00dfung, wie es einige f\u00fcr eine Verz\u00f6gerung halten, sondern er ist langm\u00fctig euch gegen\u00fcber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Bu\u00dfe kommen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott ist langm\u00fctig, ausdauernd. Er will nicht, dass Menschen in die \u00e4u\u00dferste Finsternis gehen m\u00fcssen (siehe dazu auch <strong>Hes 18,23+31-32<\/strong>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich w\u00fcrde dazu raten, genau die Linie des Gleichnisses weiterzugeben. Gott ruft! Er m\u00f6chte, dass alle Menschen beim gro\u00dfen Fest dabei sind (<strong>1Tim 2,4<\/strong>). Und doch l\u00e4sst Gott es offenbar geschehen, dass Menschen seine Einladung ausschlagen. Gott l\u00e4sst sie ziehen, wie Jesus den reichen J\u00fcngling in <strong>Lk&nbsp;15<\/strong>. Deswegen gilt immer das, was in <strong>Hebr 4,7<\/strong> steht: <em>\u201eHeute, wenn ihr seine Stimme h\u00f6rt, verh\u00e4rtet eure Herzen nicht!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt sogar eine Stelle in der Bibel, die eine mehrfache Einladung Gottes uns Menschen gegen\u00fcber erw\u00e4hnt. Ich m\u00f6chte sie nicht \u00fcberinterpretieren, aber einfach mal erw\u00e4hnen. <strong>Hi 33,29: <\/strong><em>\u201eSiehe, das alles tut Gott zweimal, dreimal mit dem Mann, um seine Seele von der Grube zur\u00fcckzuholen, damit er vom Licht des Lebens erleuchtet wird.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man muss sagen, dass Gott alles getan hat, um ein Leben mit ihm zu erm\u00f6glichen. Er hat sich seinen Sohn vom Herzen gerissen und ihn hingegeben f\u00fcr die Welt (<strong>Joh 3,16<\/strong>). Dabei macht die Schrift in <strong>1Joh 2,2<\/strong> deutlich, dass die Vergebung f\u00fcr alle da ist. Jesus wird keinen abweisen, der zu ihm kommt. Das ist ja die Jahreslosung aus <strong>Joh 6,37<\/strong>. \u00dcbrigens sagt auch <strong>Eph 1,4<\/strong>, dass Gott uns erw\u00e4hlt hat <strong>in Christus<\/strong>. Das schlie\u00dft irgendeine Art von Willk\u00fcr Gottes vor Anbeginn der Welt aus. Der Grund f\u00fcr unsere Erw\u00e4hlung ist Jesus. Wer sich an ihn wendet und seine Gnade annimmt, ist erw\u00e4hlt, weil er zu Jesus geh\u00f6rt. Das kann man \u00fcbrigens auch an anderen Stellen sehen, wie bspw. <strong>1Petr 2,5-10<\/strong>. Gott hat Christus zum Eckstein auserw\u00e4hlt, damit jeder, der an ihn glaubt, d.h. sich an ihn wendet, nicht zuschanden wird. Wenn wir uns aber an diesen Eckstein halten, uns zu ihm bekennen, dann sind wir das, was in <strong>1Petr 2,9<\/strong> steht: <em>\u201eEin auserw\u00e4hltes Geschlecht [\u2026], eine heilige Nation zum Besitztum [&#8230;].\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.4 Struktur des Abschnittes:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gleichnis l\u00e4sst sich in <strong>zwei Hauptteile<\/strong> unterteilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Teil 1<\/strong> sind die <strong>Verse 1-7! <\/strong>Hier geht es um die Ablehnung des Volkes Israel gegen\u00fcber Gottes Einladung und die Konsequenzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Teil 2<\/strong> sind die <strong>Verse 9-14! <\/strong>Hier geht es um die geniale Wahrheit, dass Gott seine Einladung an alle ausspricht und es keine Grenzen mehr gibt. Der zweite Teil wird uns noch Antworten geben auf zwei Fragen: Was sind die Zulassungsbedingungen f\u00fcr die Hochzeit? Was ist mit denen, die nicht dabei sein werden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der <strong>Vers 8<\/strong> bildet dabei das Bindeglied zwischen beiden Teilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Innertextliche Gliederung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V1<\/strong> leitet das Gleichnis ein. Das, was nun folgt, ist eine <strong>Beispielgeschichte und nicht die tats\u00e4chliche himmlische Realit\u00e4t<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V2-6 <\/strong>beschreibt uns den K\u00f6nig, der zur Hochzeit seines Sohnes einl\u00e4dt. Dabei gingen wohl im Vorfeld schon Einladungen an die G\u00e4ste raus, aber es kam niemand. Daraufhin sendet der K\u00f6nig Boten aus, um die Eingeladenen zu rufen und zum Kommen zu bewegen. <strong>Sie wollen aber nicht! <\/strong>Auch das erneute Aussenden der Boten und die Einladung wird mit Missachtung oder gar Gewalt erwidert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V7<\/strong> berichtet uns von der Reaktion des K\u00f6nigs auf die Ablehnung und die Gewalt gegen\u00fcber seinen Boten. <strong>Zorn, Rache, letztlich Gericht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V8 <\/strong>gibt die Erkl\u00e4rung, warum die Geladenen nicht kamen. Sie waren unw\u00fcrdig. Jedoch ist die Hochzeit bereitet und das Mahl wartet auf G\u00e4ste<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V9-10<\/strong> redet davon, wie der K\u00f6nig nun eine ganz allgemeine Einladung an alle ausspricht. Von jetzt an sind alle eingeladen. Und tats\u00e4chlich, das Fest wird voll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V11-13<\/strong> zeigt uns den K\u00f6nig, der die Hochzeitsg\u00e4ste begutachtet, um ihre \u201eW\u00fcrdigkeit\u201c zu pr\u00fcfen. Dabei kommt es anscheinend nicht auf den Stand an, sondern nur auf das Gewand. Als er einen ohne Hochzeitskleidung findet, wirft er ihn aus der Feier raus. Es wird uns berichtet, an welchen Ort er muss. Es ist die \u00e4u\u00dferste Finsternis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V14<\/strong>: Gibt uns eine Erkl\u00e4rung \u00fcber das Geschehene.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.5 Wichtige Begriffe:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte versuchen euch ein paar Begriffe aus dem Text zu erl\u00e4utern, die mir wichtig erscheinen. Es werden bei weitem nicht alle wichtigen sein, aber ein paar \ud83d\ude09. Die Begriffe sind nach der Elberfelder\u00fcbersetzung aufgelistet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Reich der Himmel <\/strong>(<em>gr. basileia ton uranon<\/em>)<strong>:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier geht es um die Herrschaft Gottes, letztlich den Himmel. Es geht um die zuk\u00fcnftige Herrschaft von Jesus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eingeladenen<\/strong> (<em>gr. kaleo<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Wort vom Stamm her meint auch berufen, gerufen sein. Dahinter steht das Verst\u00e4ndnis, dass an diese Gruppe von Personen schon ein Ruf erging. Es steht im Passiv da und das macht deutlich, der Handelnde ist der Rufende, n\u00e4mlich der K\u00f6nig, letztlich Gott. Er hat eingeladen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Knechte<\/strong> (<em>gr. doulos<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00f6rtl. eigentlich der Sklave. Der K\u00f6nig schickt seine Sklaven um zum Fest einzuladen. Das ist sicherlich ein Hinweis auf die Propheten, die immer wieder eingeladen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nicht wollen<\/strong> (<em>gr. ouk thelo<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sich nicht darum k\u00fcmmern, nicht m\u00f6gen. Im Prinzip interessieren sie sich nicht f\u00fcr den K\u00f6nig und sein Fest! Leider entspricht das dem, was Jesus dann sp\u00e4ter in <strong>Mt 23,37-39<\/strong> sagt. <em>\u201eWie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen [\u2026] und ihr habt nicht gewollt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Besehen <\/strong>(<em>gr. theaomai<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00f6rtl. schauen, anschauen oder betrachten. Es kann auch zu Schau stellen meinen. Der K\u00f6nig betrachtet seine G\u00e4ste ganz genau. Es ist ein pr\u00fcfendes Anschauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Diener<\/strong> (<em>gr. diakonoi<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Diener, die den Eindringling mit der falschen Kleidung binden, unterscheiden sich von den Knechten (<em>gr. doulos<\/em>) oben im Gleichnis. An dieser Stelle sehen wir besser Gerichtsengel. <strong>Mt 13,49f<\/strong>: <em>\u201eSo wird es in der Vollendung des Zeitalters sein: Die Engel werden hinausgehen und die B\u00f6sen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen; da wird das Weinen und das Z\u00e4hneknirschen sein.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u00c4u\u00dferste Finsternis<\/strong> (<em>gr. exoteros skotos<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man k\u00f6nnte auch \u00fcbersetzen: Werft ihn hinaus in die Finsternis drau\u00dfen. Dabei handelt es sich um einen Superlativ. Ganz, ganz weit drau\u00dfen. In der Ewigkeit wird es einen Ort des Lichts geben. Es ist der Ort an dem Gott wohnt (<strong>Offb. 21,23<\/strong>). Der andere Ort wird ein \u201edrau\u00dfen sein\u201c. Eben nicht im Licht, sondern an einem Ort ohne Licht, ohne Gott. Das ist die Finsternis. Ob es sich an dieser Stelle um einen Vorl\u00e4ufer der H\u00f6lle handelt oder die H\u00f6lle selbst, spielt letztlich keine Rolle. Dort werden die Menschen landen, die nicht an Jesus geglaubt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Weinen und Z\u00e4hneknirschen<\/strong> (<em>gr. klauthmos kai brygmos<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kommt im Evangelium des <strong>Matth\u00e4us<\/strong> schon in <strong>Kapitel 8,12 <\/strong>vor. Insgesamt finden wir die Wendung h\u00e4ufiger. Der Plural macht deutlich, dass dieser Mensch dort nicht alleine sein wird. An diesen Ort fern von Gott w\u00fcnscht man sich seine schlimmsten Feinde nicht!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Berufen<\/strong> (<em>gr. kletos<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berufen oder auch geladen. Meint im Kontext des Gleichnisses im Prinzip die geladenen G\u00e4ste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Auserw\u00e4hlt<\/strong> (<em>gr. eklektos<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gew\u00e4hlt, ausersucht, ausgew\u00e4hlt. Das ist die Gruppe von Menschen, die sich das Kleid vom HERRN Jesus haben schenken lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sollten uns nicht im Gleichnis verzetteln, sondern die Situation, in der Jesus das Gleichnis erz\u00e4hlt im Blick behalten. Das erw\u00e4hlte Volk Israel wurde immer und immer wieder von Gott gerufen zu einem Leben mit ihm. Letztlich haben sie Gott abgelehnt und sogar ihren Messias Jesus Christus. Das ist tragisch. Jedoch f\u00fcr uns Heidenchristen kam so das Evangelium zu uns. Paulus schreibt in <strong>Eph&nbsp;3,6: <\/strong><em>\u201eDie Nationen sollen n\u00e4mlich Miterben und Mit<\/em><em>\u27e8<\/em><em>Glieder am gleichen <\/em><em>\u27e9<\/em><em>Leib sein und Mitteilhaber der Verhei<\/em><em>\u00df<\/em><em>ung in Christus Jesus durch das Evangelium.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jetzt d\u00fcrfen wir uns nahen und d\u00fcrfen zum auserw\u00e4hlten Volk geh\u00f6ren (<strong>1Petr 2,9<\/strong>). Allerdings nicht, weil wir besser w\u00e4ren, sondern weil wir uns das Gewand durch den Messias Jesus schenken haben lassen. Gerechtigkeit ist ein Geschenk Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dieser gro\u00dfe Gott l\u00e4dt uns also durch seinen Sohn Jesus zu sich ein und er bezahlt auch den Eintrittspreis.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sind aktuell im Matth\u00e4us-Evangelium unterwegs. Wir nehmen die H\u00f6rer mit in die Auseinandersetzungen Jesu in der Karwoche. Dabei steht das Gleichnis f\u00fcr sich. Allerdings sollte der Fokus auf dem rufenden und einladenden Gott sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie bereits erw\u00e4hnt ist es wichtig, dass wir als Textgattung ein Gleichnis haben. Hier m\u00fcssen wir vorsichtig \u00dcbertragen. Ein Gleichnis kann schnell \u00fcberinterpretiert und dann falsche Schl\u00fcsse, falsche Theologien aufgestellt werden. Das Gleichnis ist eine Verdeutlichungsgeschichte. Die H\u00f6rer sind die Juden zun\u00e4chst. Es ist ihnen als Gericht gesagt. Weil sie permanent Gottes Einladung abgelehnt haben und sogar seine Propheten misshandelt, ja sogar get\u00f6tet haben, deswegen d\u00fcrfen jetzt die Heiden zum gro\u00dfen K\u00f6nig kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Text hat eine gute L\u00e4nge und eignet sich, komplett gelesen zu werden. Es kann \u00fcberlegt werden, ob er zweigeteilt behandelt und gelesen wird. Zun\u00e4chst bis <strong>Vers 8<\/strong> und dann ab <strong>Vers 9<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Vordergrund steht der einladende Gott. Die Bibel zeigt uns, dass dieser Gott Mensch wird und die Einladung letztlich an alle Menschen richtet (<strong>Mt 11,28<\/strong>). Jesus l\u00e4dt alle Menschen zu sich in sein Reich ein. Der Gro\u00dfteil der Juden hat Jesus leider abgelehnt, jedoch werden auch sie ihren Messias noch erkennen (u.a. <strong>R\u00f6m 11,24-27; Sach 12,10<\/strong>). Wir wollen im Namen Jesu einladen ganz nach dem Motto von <strong>2Kor 5,20<\/strong>. Dabei betonen wir, auf was es ankommt: Das richtige Gewand. Wir k\u00f6nnen bei Gott in der Ewigkeit nur sein, wenn wir rein und sauber sind. Wir brauchen die Vergebung durch Jesus Christus. Wir m\u00fcssen uns reinwaschen \u201ein seinem Blut\u201c (<strong>Offb 7,14<\/strong>). Und ja, viele Menschen h\u00f6ren heute in einer pluralistischen Welt den Absolutheitsanspruch der Bibel ungern, aber wer den Weg der Gnade und Vergebung in Jesus nicht einschl\u00e4gt, der hat auch in der Gegenwart Gottes keinen Platz. Unsere irdische Entscheidung hat himmlische und ewige Konsequenzen. Gott hat sich l\u00e4ngst f\u00fcr die Menschen entschieden. Deswegen hat er seinen Sohn gesandt und alles geleistet, damit jeder der Einladung folgen kann. Es sollte auch eine Warnung an die Mitl\u00e4ufer ausgesprochen werden. Der Besuch der Gemeinde macht dich nicht zum Christen, sondern der lebensver\u00e4ndernde Glaube an Jesus, der sich in einer lebendigen Beziehung zeigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich mache dir hier ein paar Themenvorschl\u00e4ge:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eJesus l\u00e4dt ein\u201c <\/strong>(Vorschlag vom Verband)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eGott feiert ein Fest \u2013 bist du dabei?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3.3 <strong>Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) <em>R\u00fcckblick &#8211; Israel als warnendes Beispiel <\/em><strong>(Verse 1-8)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Wesen Gottes entspricht zutiefst dem des einladenden K\u00f6nigs. Er liebt alle seine Gesch\u00f6pfe und m\u00f6chte, dass sie mit ihm das ewige Fest feiern. <strong>Hebr 1,1-2<\/strong> redet vom Reden und Rufen Gottes, dass in Jesus m\u00fcndet und in ihm seinen H\u00f6hepunkt und Ende hat. Jedoch kann jeder Mensch den Weg Israels einschlagen und diesen Gott ablehnen. Wir machen deutlich in der Predigt, dass die Frage, ob ich die Einladung Gottes annehme oder ablehne an einer Person festgemacht wird. <strong>Jesus Christus!<\/strong> Er ist der menschgewordene Gott, der unmissverst\u00e4ndlich einl\u00e4dt in <strong>Mt 11,28<\/strong>. Das Ablehnen dieses liebenden Sch\u00f6pfergottes, der ja ein Recht auf unser Leben hat, hat ewige Konsequenzen. Wir sollen es nicht so machen wie das Volk Israel, sondern sollen aus ihren Fehlern lernen (siehe dazu auch <strong>1Kor 10,1-13<\/strong>). Doch der Fall Israels ebnete den Weg zu uns, den Nationen. Gottes Einladung galt schon immer allen Menschen (siehe dazu <strong>1Mo 12,3; Jes 49,6<\/strong>), aber man kann sie ablehnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Willst du die Einladung Jesu auch ausschlagen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) <em>Einblick \u2013 Kleider machen Leute <\/em><strong>(Verse 9-14)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn du anderen einen Einblick in dein Leben gew\u00e4hren w\u00fcrdest, wer in der Geschichte w\u00e4rst du? Bist du einer, der die Einladung Gottes schon immer abgelehnt hat? Oder bist du einer, der grunds\u00e4tzlich Interesse am Glauben, an den frommen Menschen, am Gottesdienst hat. Einer, der einfach mal mitl\u00e4uft? Oder bist du wirklich einer, der dazugeh\u00f6rt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Unterschied macht nicht das Engagement oder der finanzielle Einsatz oder die aufgewendete Zeit f\u00fcr den christlichen Glauben. Der Unterschied macht die Kleidung. <em>Bsp: Auto in der Garage<\/em>. Wichtig: Alle geladenen G\u00e4ste kamen sicherlich nicht mit dem passenden Gewand. Ob man dabei ist oder nicht, hat nichts mit der eigenen Leistung oder den eigenen Voraussetzungen zu tun. Das passende Gewand kann man nur geschenkt bekommen. Niemand ist von sich aus w\u00fcrdig am gro\u00dfen Fest in der Gegenwart des gro\u00dfen K\u00f6nigs (Gott) teilzunehmen. Hier d\u00fcrfen wir fr\u00f6hlich vom Evangelium berichten, von der M\u00f6glichkeit uns reinzuwaschen im Blut Jesu (<strong>Offb 7,14<\/strong>). Jesus kann das. Er kann sogar die schlimmsten S\u00fcnden bezahlen. <strong>Jes 1,18<\/strong> gibt uns das Bild von Gott, der uns reinwaschen kann. Aber die Aufforderung Gottes lautet in <strong>Jes 1,16<\/strong>: <em>\u201eWascht euch, reinigt euch!\u201c <\/em>Jeder von uns muss sich pers\u00f6nlich zu Jesus aufmachen und diese Vergebung annehmen. Hier w\u00e4re Platz f\u00fcr ein pers. Zeugnis. Willst du ein Erw\u00e4hlter sein, dann komm zu Jesus. Er hat dich l\u00e4ngst gerufen und berufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hast du schon das passende Gewand an?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) <em>Ausblick &#8211; Die Ewigkeit bei Gott\/Jesus<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich wollen wir bei diesem Text auch einen Ausblick wagen. Auf uns Christen wartet ein gro\u00dfes Fest &#8211; die Hochzeit des Lammes (Jesus) und seiner Braut (Gemeinde, Volk Gottes). <strong>Offb 19<\/strong> berichtet uns davon. Hier werden wir endlich unseren HERRN sehen und es wird das geschehen, was in <strong>1Joh&nbsp;3,2\/Phil 3,21\/Kol 3,4<\/strong> steht: Wir werden ihn sehn und dann ihm gleich sein, in dieser neuen Art des Lebens, mit neuem Leib. Der Fokus unseres Lebens sollte nicht die Gegenwart sein, sondern die Ewigkeit. Dabei sein ist alles. Der olympische Gedanke wird in der Tat ausschlaggebend sein, denn der Grund, das Zentrum von allem, wird Jesus Christus sein., nicht wir. Wir werden aufatmen in seiner Gegenwart und ihm von Ewigkeit zu Ewigkeit danken. Wir k\u00f6nnen hier auch auf Texte aus <strong>Offb 21+22<\/strong> eingehen. Grunds\u00e4tzlich wollen wir auch erw\u00e4hnen, dass es eine Ewigkeit f\u00fcr die Nichtchristen gibt, die als \u00e4u\u00dferste Finsternis beschrieben wird. Wir wollen nicht mit der Angst vor der H\u00f6lle werben, sondern mit der Liebe des einladenden Jesus, aber wir enthalten diese biblische Wahrheit nicht vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Willst du in der Ewigkeit bei Jesus dabei sein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beispiele oder pers\u00f6nliche Erlebnisse sind in einer Predigt sehr wichtig und beleben sie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was macht uns zum echten Christen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier kann man einen Vergleich verwenden. Nur weil ich in die Garage gehe und brumm brumm mache, bin ich noch lange kein Auto. Genauso bin ich auch kein Christ, nur weil ich in den Gottesdienst gehe und fromme Lieder mitsinge. Ein Christ zeichnet sich durch eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zeugnis geben!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Predigt bietet auch die M\u00f6glichkeit f\u00fcr ein pers. Zeugnis. Wie habe ich diese Einladung von Jesus angenommen? Welche Auswirkungen hatte das f\u00fcr mein Leben?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Manuel Nowak)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Von Siebenthal, H., &amp; Haubeck, W. (2007). <a href=\"https:\/\/ref.ly\/logosres\/nrsprchlctstmnt?ref=Bible.Mt22.14&amp;off=38&amp;ctx=erufen%3b+eingeladen.+~%CE%B5%CC%93%CE%BA-%CE%BB%CE%B5%CE%BA%CF%84%CE%BF%CC%81%CF%82%EF%BB%BF9+ausgew\"><em>Matth\u00e4us bis Offenbarung<\/em><\/a> (2., durchgesehene Auflage, S. 147). Brunnen Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Keil, C. F. (1877). <a href=\"https:\/\/ref.ly\/logosres\/kldltzkmmmtt?ref=BibleLUTBIB1984.Mt22.1-14&amp;off=5995&amp;ctx=ott+auserw%C3%A4hlt+hat.+~Die+Auswahl+(%CE%B5%CC%93%CE%BA%CE%BB%CE%BF%CE%B3%CE%B7\"><em>Commentar \u00fcber das Evangelium des Matth\u00e4us<\/em><\/a> (S. 431). D\u00f6rffling und Franke.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wert(e)voll leben. Die Auswirkungen des Heiligen Geistes in unserem Leben (Gal 5,22) Monatsthema: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Matth\u00e4us-Evangelium: Authentisch glauben Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jesus l\u00e4dt ein Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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