{"id":4306,"date":"2021-08-30T06:50:43","date_gmt":"2021-08-30T04:50:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4306"},"modified":"2021-11-08T00:43:18","modified_gmt":"2021-11-07T23:43:18","slug":"predigthilfe-vom-29-august-2021-kolosser-31-17-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-29-august-2021-kolosser-31-17-2\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 26. September 2021 \u2013 Epheser 5, 21-33"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>Jahresthema<\/strong>:<\/td><td><strong>F\u00fcr ein gutes MITEINANDER<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>Predigtthema<\/strong>:<\/td><td><strong>Einander unterordnen<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Predigttext:<\/td><td>Epheser 5, 21-33<\/td><\/tr><tr><td>Autor:<\/td><td>G\u00fcnther Ott<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1 \u00dcberblick \u00fcber das Jahresthema 2021<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein gutes Miteinander, wer w\u00fcnscht sich das nicht? Eine Gemeinschaft, die unser Leben bereichert, belebt und st\u00e4rkt, wollen wir doch alle. Gott hat uns Menschen so geschaffen, dass wir auf Gemeinschaft angelegt sind. Und obwohl wir uns nach Gemeinschaft sehnen und auch auf Gemeinschaft hin gemacht sind, erleben wir, dass menschliche Gemeinschaft sehr zerbrechlich ist und sehr leicht gest\u00f6rt oder sogar zerst\u00f6rt werden kann. Diese Herausforderung sehen wir auch im Miteinander von Christen in der Gemeinde und es ist aus diesem Grund immer wieder sehr wichtig dar\u00fcber nachzudenken, wie Gemeinschaft gelingen kann, wie unser Miteinander von Gott gepr\u00e4gt, immer mehr wachsen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Bibel sehen wir, dass es Gott ein gro\u00dfes Anliegen ist, dass seine Kinder in seinem Sinne Gemeinschaft leben und er gibt uns viele Aufforderungen, wie Miteinander gelingen kann. In unserem Jahresthema wollen wir im Jahr 2021 (jeweils am letzten Sonntag des Monats) dieses Miteinander bedenken und uns von Gott pr\u00e4gen lassen. Unser gro\u00dfer Wunsch ist es, dass unsere Gemeinden dadurch gemeinsam in ihrer Beziehung zu Jesus und auch in ihrer Beziehung zueinander wachsen. Und wir beten, dass durch die Art wie sie miteinander leben auch f\u00fcr andere immer mehr sichtbar wird, welcher Herr sie zusammengef\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umrahmt wird dabei unser Jahresthema von der gro\u00dfen Aufforderung, die Jesus seinen J\u00fcngern mitgibt (Joh 15) und die auch Paulus aufgreift (R\u00f6m 13,8-10), dass wir uns als Kinder Gottes untereinander lieben sollen (Januar &amp; Dezember). Unter diesem Oberthema lassen sich schlussendlich alle anderen Themen, die wir unter dem Jahresthema behandeln, zusammenfassen. Die Liebe, die Jesus auf unvergleichliche Weise vorgelebt hat ist eine Liebe, die bereit ist, sich f\u00fcr den anderen hinzugeben. Eine Liebe, die ein gro\u00dfes Zeugnis f\u00fcr unseren Gott ist.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Diese Liebe \u00e4u\u00dfert sich zun\u00e4chst darin, dass wir als Kinder Gottes bereit sind, uns gegenseitig in Liebe anzunehmen (Februar), weil wir wissen, dass Christus derjenige ist, der uns in Liebe angenommen hat.<\/li><li>Weiter zeichnet sich dieses Miteinander in Liebe dadurch aus, dass Kinder Gottes bereit sind einander zu dienen (M\u00e4rz). Auch dies hat Jesus vorgelebt und war bereit sein Leben als L\u00f6segeld f\u00fcr uns zu geben.<\/li><li>Ein liebevolles Miteinander lebt auch davon, dass wir aufeinander achten und uns dazu ermuntern im Glauben wirklich dran zu bleiben (April) und in der Heiligung zu leben.<\/li><li>F\u00fcr eine gute Gemeinschaft ist es zudem wichtig unn\u00f6tige Konflikte zu vermeiden und sorgf\u00e4ltig darauf zu achten, andere nicht auf falsche Weise zu provozieren (Mai).<\/li><li>Echtes Miteinander unter Glaubensgeschwistern lebt auch davon, dass wir f\u00fcreinander im Gebet einstehen (Juni), weil wir genau wissen, wie abh\u00e4ngig wir alle davon sind, dass unser Herr uns f\u00fchrt, leitet und bewahrt.<\/li><li>Zu diesem f\u00fcreinander einstehen, geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch, dass wir als Kinder Gottes umeinander wissen, die Verbindung zueinander suchen und so als Nachfolger Jesu eine Einheit bilden (Juli).<\/li><li>Weil wir auch als Christen immer wieder untereinander schuldig werden, ist auch das Thema Vergebung ein sehr wichtiger Grundstein f\u00fcr ein gutes Miteinander (August). Auch hier haben in Jesus Christus das gro\u00dfe Vorbild, was Vergebung bedeutet. Und gleichzeitig ist Jesus derjenige, der echte Vergebung erst erm\u00f6glicht, weil er f\u00fcr unsere Schuld am Kreuz gestorben ist.<\/li><li>Geistliches Miteinander beinhaltet auch, dass wir lernen uns in eine geistliche Gemeinschaft einzuordnen. Dazu geh\u00f6rt, dass wir verstehen, wie Gott sich das Miteinander unter seinen Kindern vorgestellt hat und die Bereitschaft sowohl dem\u00fctig Verantwortung zu \u00fcbernehmen wie auch sich auf eine gute geistliche Weise unterzuordnen (September).<\/li><li>Das Leben als Christ ist kein Sprint, sondern eher ein Langstreckenlauf, bei dem es immer mal wieder auch Durststrecken gibt. Auch hier braucht es ein gutes geistliches Miteinander, um uns immer wieder zu einem Leben in der treuen Nachfolge anzuspornen und nicht m\u00fcde zu werden die Liebe Gottes in die Welt zu tragen (Oktober).<\/li><li>Geistliche Durststrecken und Herausforderungen k\u00f6nnen immer wieder auch entmutigend sein und auch hier ist es ein Geschenk Gottes, dass er uns als Glaubensgeschwister zusammengestellt hat. So k\u00f6nnen wir uns gegenseitig ermutigen die richtige Ausrichtung zu behalten und den Blick auf Jesus, auf sein Werk und auf seine Wiederkunft nicht zu verlieren (November).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlussendlich bleibt die Liebe, das Oberthema, das unser Miteinander zusammenh\u00e4lt. Wenn wir aus der Liebe Jesu leben, wenn seine Liebe unser Leben pr\u00e4gt, wird dies auch in einem guten Miteinander unter Glaubensgeschwistern, in der Liebe zueinander sichtbar werden. Bildlich dargestellt k\u00f6nnte das Thema so aussehen: Unser \u201eMiteinander\u201c ist eine Frucht mit verschiedenen Beeren, die sich erg\u00e4nzen und von denen jede einzelne sehr wichtig ist. Im Laufe des Jahres werden wir die einzelnen Beeren nacheinander betrachten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/image-1-996x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4144\" width=\"354\" height=\"358\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine PowerPoint-Vorlage mit der Grafik findet ihr unter: <a href=\"https:\/\/christusbund.sharepoint.com\/:p:\/s\/medien\/EQTQFa12LktBqBCcQsW9qmcBi9et5hf-ZzzoObTt-zou1g?e=Xauf41\">https:\/\/christusbund.sharepoint.com\/:p:\/s\/medien\/EQTQFa12LktBqBCcQsW9qmcBi9et5hf-ZzzoObTt-zou1g?e=Xauf41<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>2.1 Hinweise zum Textverst\u00e4ndnis<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1. Zum Kontext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1.1 Der Epheserbrief<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Epheserbrief l\u00e4sst sich folgenderma\u00dfen gliedern: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1) Lehrhafter Teil: (Kap.1-3) <br>Das Wunder der Gemeinde Jesu.<br>Nach Gottes Plan wird aus geretteten Juden und Heiden die Gemeinde gebildet.<br>Paulus gibt Antwort auf die Frage nach der Identit\u00e4t der Gemeinde: <br>Wer sind wir nach der geistlichen Wiedergeburt (geworden)? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2) Praktischer Teil: (Kap. 4-6) <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Praxis der Gemeinde Jesu <br>Das Leben der Gemeinde soll dem neuen Heilsstand entsprechen (4,1 der Berufung w\u00fcrdig leben) <br>Paulus gibt Antwort auf die Frage der Christen in Ephesus: <br>Wie sollen wir denn leben? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Text (5,21-33) befindet sich im \u201epraktischen Teil\u201c. Paulus zeigt, wie Christsein in der Ehe ganz praktisch werden soll. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1.2 Der Abschnitt im Epheserbrief:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Text geh\u00f6rt interessanterweise zu einem Abschnitt, in dem es um eine weise Lebensf\u00fchrung (5,13) und die dazu notwendige Erf\u00fcllung mit dem Heiligen Geist geht (5,18). Nur der Geist Gottes kann uns zu einem Leben verhelfen, das weise gef\u00fchrt wird und Gott ehrt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wie geht das \u2013 die Geisterf\u00fcllung? Interessanterweise folgen auf den Aufruf in 5,18 (\u201elasst euch vom Geist erf\u00fcllen\u201c) vier Partizipien, die man mit \u201eindem\u201c oder \u201edadurch dass\u201c einleiten kann. Sie zeigen also, wie es zu Geisterf\u00fcllung kommen kann. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Partizip 1: Indem ihr euch einander ermuntert mit Psalmen und geistlichen Liedern<br>Partizip 2: Indem ihr dem Herrn in euren Herzen singt und spielt<br>Partizip 3: Indem ihr Gott Dank sagt allezeit im Namen unseres Herrn Jesus Christus<br>Partizip 4: Indem ihr euch (einander) unterordnet in der Furcht Christi \u2013 und das in ganz unterschiedlichen Zusammenh\u00e4ngen:<br>Ihr Frauen<br>Ihr M\u00e4nner<br>Ihr Kinder<br>Ihr Sklaven<br>Ihr Herren<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geisterf\u00fcllung steht also im Zusammenhang mit unserer Haltung und unserem Gehorsam in bestimmten Lebensbereichen. So sieht das Leben aus in den Werken, die Gott zuvor bereitet hat (2,10).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bez\u00fcglich unserem Text (5,21-33) k\u00f6nnten wir also auch fragen: Willst du mit dem Geist erf\u00fcllt werden? Willst du, dass der Geist Raum gewinnt in dir? Ja? Wirklich? Dann schau mal auf den Umgang mit deinem Ehepartner und lass dich vom Wort Gottes und seinem Geist leiten. Dasselbe gilt f\u00fcr die anderen Lebensbereiche \u2013 als Kinder, als Sklaven, als Herren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Zur Textstruktur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Textstruktur zeigt folgende Besonderheit auf. Paulus vergleicht das Miteinander von Mann und Frau immer wieder mit Christus und der Gemeinde. Die beiden Beziehungen machen Aussagen \u00fcbereinander und k\u00f6nnen jeweils f\u00fcr die andere Beziehung als Illustration und Motivation dienen. Paulus schlie\u00dft in dem Fall von Jesus und der Gemeinde auf die Beziehung von Mann und Frau. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"549\" height=\"498\" src=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/grafik.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4308\" srcset=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/grafik.png 549w, https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/grafik-300x272.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 549px) 100vw, 549px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Zu den Versen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3.1 Vers 21<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Paulus fordert hier zun\u00e4chst einmal zur gegenseitigen Unterordnung auf. Unterordnen setzt eine vorgegebene Ordnung voraus. Ein Christ orientiert sich mit gro\u00dfer Ehrfurcht bzgl. Gott an den Ordnungen, die Gott geschaffen hat, weil sei von seinem Sch\u00f6pfer und Herrn sind. \u201eUnterordnen\u201c bedeutet von daher ein \u201eEinordnen\u201c in die Ordnung Gottes. Jeder soll also die Rolle einnehmen oder ein\u00fcben, die Gott f\u00fcr ein entsprechendes Verh\u00e4ltnis vorsieht. Und so ist nicht erstaunlich, dass der Gottesbezug \u201e(\u201ez.B. \u201eals dem Herrn\u201c, \u201ein dem Herrn\u201c) in Kapitel 5 und 6 in der sogenannten \u201eHaustafel\u201c relativ oft vorkommt und das Denken und Handeln des Christen neben der Ehe auch in anderen Lebenslagen bestimmen soll: 6,1 ihr Kinder, 4,1 ihr V\u00e4ter, 6,5+7 ihr Sklaven, 6,9 ihr Herren. Wer fragt, wie er in bestimmten Verh\u00e4ltnissen und Beziehungen leben soll als Christ, der bekommt hier Wegweisung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3.2 Vers 22-24<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide &#8211; M\u00e4nner und Frauen &#8211; sollen sich unterordnen bzw. in die Ordnung Gottes einordnen. Paulus beginnt nun bei den Frauen und wendet die allgemeine Aufforderung speziell f\u00fcr sie an. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vers beschreibt, wie eine christliche Ehefrau ihren Mann sehen und ihm begegnen soll. Unterordnen bedeutet hier, ihn als Haupt der Familie zu sehen, als jemand, der von Gott her die Verantwortung f\u00fcr die Familie tr\u00e4gt. Der Mann wird einmal von Gott gefragt werden, wie er die Ehe und die Familie geleitet hat und wie er f\u00fcr sie gesorgt hat (vgl. 1.Mose 3,9 Gott fragt Adam und nicht Eva: Wo bist du?). Die Frau soll diese Letzt-Verantwortung anerkennen und ihren Mann darin st\u00e4rken, dass er sie tragen kann und ggf. darin wachsen kann. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie das \u201ejemand-Haupt-Sein-lassen\u201c aussehen kann: sich unterordnen, dem Haupt Vertrauen aussprechen, seine Stellung anerkennen. Das soll nicht nur f\u00fcr Teile des Lebens gelten, sondern \u201ein allem\u201c. \u201eAls der Heiland des Leibes\u201c macht deutlich, dass das Haupt gute Absichten haben soll. Das betrifft nun die M\u00e4nner und das f\u00fchrt Paulus jetzt weiter aus\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3.3 Vers 25-32<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es f\u00e4llt auf: Der Abschnitt f\u00fcr die M\u00e4nner ist wesentlich l\u00e4nger als f\u00fcr die Frauen. Die Aufgabe des Haupt-Seins muss gr\u00fcndlich erkl\u00e4rt werden. W\u00e4hrend bei der Frau der Respekt gegen\u00fcber dem Mann betont wird, ist beim Mann die aufopfernde Liebe im Vordergrund und wird betont. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Messlatte der Liebe wird von Paulus hoch angelegt: wie Jesus die Gemeinde liebt. Wie hat er das getan? Jesus hat sein Leben f\u00fcr die Gemeinde gegeben. Jesus gibt seine Kraft, dass die Gemeinde sich weiterentwickelt. F\u00fcr Jesus ist die Gemeinde seine Braut, die er m\u00f6glichst bald bei sich haben will. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das zweite Ma\u00dfangabe der Liebe ist nicht viel niedriger: Lieben wie ein Mensch sich selber liebt. Paulus geht hier vermutlich von der normalen Selbstliebe aus, die ein gesunder Mensch hat, der sich um sich sorgt. Wie der Mann sich um sich sorgt, so soll der Mann die Frau als Teil von sich sehen und f\u00fcr sie sorgen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEin Fleisch sein\u201c meint eine innigste Verbindung. Wie Jesus mit der Gemeinde untrennbar verbunden ist \u2013 so auch Mann und Frau. Entsprechend k\u00fcmmert sich Jesus um die Gemeinde, wie auch der Mann sich um seine Frau k\u00fcmmern soll. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3.4 Vers 33<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Vers stellt eine Art Zusammenfassung dar. Paulus wiederholt das Gesagte und spitze es nochmals zu. Allerdings in einer anderen Reihenfolge: jetzt spricht er zuerst den Mann an, dann die Frau. \u201eVerantwortungsbereitschaft, f\u00fcrsorgliche und opferbereite Liebe einerseits und Respekt und Achtung andererseits \u2013 das sind die S\u00e4ulen, auf denen nach Gottes Ordnung die Beziehungsstruktur einer christlichen Ehe steht.\u201c (Stadelmann, S.242) <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.4 Weitere Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfen zur Auslegung bieten z.B. <br>Stadelmann, Helge. Epheserbrief (Edition C Bibelkommentar)<br>Rienecker, Fritz. Der Brief des Paulus an die Epheser (Wuppertaler Studienbibel)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3 Erkl\u00e4rungen zum Thema (Einander unterordnen)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Einander unterordnen \u2013 Welche Folgen hat es, wenn wir uns daran orientieren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir orientieren uns an den guten Gedanken des Sch\u00f6pfers.<br>Wer sich an Baupl\u00e4nen und Gebrauchsanweisungen h\u00e4lt, der darf erleben, wie etwas gelingt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben eine bestimmte Rolle, die wir nicht erfinden m\u00fcssen, sondern ausf\u00fcllen m\u00fcssen.<br>Mann und Frau m\u00fcssen sich nicht erfinden in der Ehe, denn Gott hat Wegweisung f\u00fcr sie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir k\u00f6nnen sofort beginnen und m\u00fcssen nicht auf den anderen warten.<br>Mann und Frau k\u00f6nnen bei sich selber beginnen, den eigenen Teil zur Ehe beizutragen und m\u00fcssen nicht darauf warten, dass der andere beginnt, bevor man den eigenen Anteil beisteuert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Einander unterordnen \u2013 Was sind die Konsequenzen, wenn wir uns nicht daran orientieren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir erleben problematische und falsche Interpretationen der Rolle von Mann und Frau.<br>Mann und Frau erleben Machtk\u00e4mpfe, den Kampf der Geschlechter<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir erleben keine Geisterf\u00fcllung, denn der Geist will das f\u00f6rdern, was der Sch\u00f6pfer angelegt hat.<br>Mann und Frau erleben nicht den Frieden, den Gott gegeben will.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.3 Einander unterordnen \u2013 Worin liegen die Schwierigkeiten bei der Umsetzung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist mir meine Rolle \/ Aufgabe als Mann oder Frau klar?<br>Nur wer wei\u00df, was er tun soll, kann auch sichere Schritte gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist es als Wille Gottes erkannt?<br>Nur wer diese Ordnung als Ordnung von Gott erkennt, wird sich danach ausrichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie stark lasse ich mich von der Gesellschaft bestimmen?<br>Nur wer wei\u00df, worin die Unterschiede liegen, wird sich sch\u00fctzen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4<\/strong> <strong>Einander unterordnen \u2013 Wie geht unsere Gesellschaft damit um?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1) Der Gewinn der Gleichwertigkeit<br>Das Verh\u00e4ltnis von Mann und Frau war lange Zeit von Ungleichheit und sogar von Unterdr\u00fcckung der Frau gepr\u00e4gt. Das wird heute vielerorts berechtigterweise von der Gesellschaft angemahnt und auch berechtigterweise korrigiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2) Der Verlust der Unterschiedlichkeit<br>Gott will den Unterschied. Das wird schon in der Sch\u00f6pfung deutlich (1.Mose 1). Es hat seinen Sinn: M\u00e4nner sind anders, Frauen auch. Leider wird Gleichwertigkeit manchmal mit Gleichartigkeit verwechselt. Mann und Frau sollen dann auch gleichartig sein. Das ist von Gott aber so nicht gewollt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4 Veranschaulichungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4.1 Einander unterordnen \u2013 Wie hat Jesus uns Unterordnung vorgelebt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus ordnet sich dem Willen des Vaters unter:<br>\u201eNicht mein Wille geschehe, sondern deiner\u201c (Lk.22,42)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus ordnet sich staatlichen Einrichtungen unter:<br>\u201eGebt dem Kaiser, was des Kaisers ist\u201c (Lk.20,25)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus setzt Priorit\u00e4ten bzgl seiner Familie und zeigt eine neue Ordnung Gottes ohne die alte aufzul\u00f6sen:<br>\u201eDenn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder\u2026\u201c (Mk.3,35)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus dient seinen J\u00fcngern und ordnet sich unter<br>\u201e.. und fing an, den J\u00fcngern die F\u00fc\u00dfe zu waschen\u2026. (Joh.13,15)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus hat sich untergeordnet und gehorsam eingeordnet in die Anordnungen seines Vaters.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4.2 Einander unterordnen \u2013 Welche weiteren Beispiele finden wir in der Bibel?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Positivbeispiele:<br>Ruth sagt zu Noomi: \u201eWo du hingehst\u2026\u201c<br>David unter Saul<br>Im 1.Petrusbrief: Ihr J\u00fcngeren, ordnet euch den \u00c4ltesten unter<br>Im Philemonbrief: Onesimus soll sich seinem Herrn unterordnen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Negativbeispiele:<br>Rotte Korah lehnt sich gegen Mose auf<br>Aaron und Mirjam lehnen sich gegen Mose auf<br>Saul lehnt sich gegen Gott auf<br>Diothrephes will in allem der Erste sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4.3 Einander unterordnen \u2013 Was lehrt uns das \u00fcber die Gemeinde?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemeinde als Leib: Jeder dient dem anderen<br>Gemeinde als Kontrastgesellschaft (hoffentlich) \u2013 hier wird gedient und nicht geherrscht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>5 Anwendung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>5.1 Wie werden wir von Jesus ausger\u00fcstet, um uns einander unterzuordnen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch Gottes Wort \/ Ordnungen<br>Unser Text gibt uns klare Anweisungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch Gottes Geist<br>Der Geist der Wahrheit gebraucht das Wort der Wahrheit zum Leben in der Wahrheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch Gottes Gemeinde<br>Br\u00fcder und Schwestern k\u00f6nnen uns Vorbilder und Begleiter sein auf dem Weg mit Jesus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>5.2 Was sollen wir in unserem Leben unternehmen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Gottes Willen fragen<br>Nach Gottes Willen handeln<br>Hilfen und Ratschl\u00e4ge annehmen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>6 Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>6.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die H\u00f6rer sollen dazu ermutigt werden, ganz bewusst danach zu fragen, wie f\u00fcr sie als Mann oder Frau Unterordnung unter den Willen Gottes aussieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>6.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einander unterordnen<br>Wie Gott sich das Miteinander unter seinen Kindern vorgestellt hat<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>6.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEinander unterordnen\u201c<br>V.21 einander<br>V.22-24 Frauen<br>V.25-32 M\u00e4nner<br>V.33 einander<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWie sollen wir denn leben? &#8211; Was kann ein Mann \/ eine Frau zum Gelingen einer Ehe beitragen?<br>1. Was beide Partner f\u00fcr das Gelingen einer guten Ehe tun k\u00f6nnen (V. 21)<br>2. Was die Frau f\u00fcr eine gute Ehe tun kann (V. 22-24)<br>3. Was der Mann f\u00fcr eine gute Ehe tun kann (V. 25-32)<br>4. Zusammenfassung \u2013 andere Reihenfolge\/Worte, gleiche Aussage (V. 33)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: F\u00fcr ein gutes MITEINANDER Predigtthema: Einander unterordnen Predigttext: Epheser 5, 21-33 Autor: G\u00fcnther Ott Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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