{"id":4283,"date":"2021-07-14T11:30:57","date_gmt":"2021-07-14T09:30:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4283"},"modified":"2021-07-14T11:30:57","modified_gmt":"2021-07-14T09:30:57","slug":"predigthilfe-vom-22-august-2021-roemer-8-18-39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-22-august-2021-roemer-8-18-39\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 22. August 2021 &#8211; R\u00f6mer 8, 18-39"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; F\u00fcr ein gutes Mit-EINANDER.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Monatsthema:<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>R\u00f6merbrief \u2013 Glauben mit gutem Grund<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Neues Leben: Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Umst\u00e4nden kann sich auch mal der Blick in eine englische \u00dcbersetzung lohnen, weil auch in modernen deutschen \u00dcbersetzungen manchmal &#8222;fromm-deutsche&#8220; Begriffe benutzt werden, die im Englischen viel direkter und &#8222;normaler&#8220; \u00fcbersetzt sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem es in <strong>R\u00f6mer 1-5<\/strong> um die Problematik der S\u00fcnde (<strong>alle Menschen sind S\u00fcnder<\/strong>, Juden wie auch der Rest) und die L\u00f6sung dieses Problems ging (<strong>Rechtfertigung aus<\/strong> <strong>Glauben<\/strong> an das Evangelium von Jesus Christus), deren prominentes Beispiel (<strong>Abraham<\/strong>) eingef\u00fchrt wurde und Jesus als Retter vorgestellt wurde (<strong>Umkehrung des S\u00fcndenfalls<\/strong>, <strong>R\u00f6m 5<\/strong>), sind wir am letzten Sonntag eingestiegen in das neue Thema, welche Konsequenzen sich daraus f\u00fcr ein Leben als Christ ergeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der vorletzten Predigt (<strong>R\u00f6mer 6,1-7,6<\/strong>) zeigte die Bibel auf, dass ein Christ ein neuer Mensch ist, der auch anders lebt. Er ist frei von der S\u00fcnde und damit frei, Gott zu dienen. Christen k\u00f6nnen nicht einfach weiter machen wie bisher, denn sie leben jetzt f\u00fcr Jesus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der letzten Predigt (<strong>R\u00f6mer 7,7-8,16) <\/strong>ging es um die Bedeutung des Gesetzes und wie Christen nach dem Willen Gottes leben k\u00f6nnen. Wie m\u00fcssen wir Christen das Gesetz verstehen und wie leben wir damit? Wie k\u00f6nnen Christen ein Leben f\u00fchren, das Gott gef\u00e4llt? Der Abschnitt wird uns zeigen, dass das nur durch den Heiligen Geist m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im heutigen Abschnitt (<strong>R\u00f6mer 8,17-39<\/strong>) redet Paulus \u00fcber den \u201eAlltag\u201c in der gefallenen Welt. Es geht um leidende Christen, die in einer leidenden Sch\u00f6pfung leben. Beide, Christen und Sch\u00f6pfung, haben jedoch die gro\u00dfe Hoffnung am Ende der Zeit erl\u00f6st zu werden. Dadurch, dass sie lernen nach vorne zu schauen, k\u00f6nnen sie bestehen. Und bis dahin stehen sie unter dem Schutz und der Liebe Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor ich mit dir etwas in die Details zum Text gehen will, m\u00f6chte ich dich einladen, den Text erst einmal in aller Ruhe zu lesen. Am besten, du liest den Text einmal in der Luther-\/Elberfelder\u00fcbersetzung und danach in einer neueren \u00dcbersetzung (Ich empfehle Neue Genfer \u00dcbersetzung (NG\u00dc), oder Neue evangelistische \u00dcbersetzung (Ne\u00dc)). Ich pers\u00f6nlich mache es meistens so, dass ich den Text ausdrucke und beim Lesen schon ein paar Anmerkungen, Unterstreichungen oder Fragezeichen mache. Das hilft mir dann, den Text besser zu verstehen und ich bin fokussierter auf den Gedankengang des Textes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gute Hilfen in der Vorbereitung leisten folgende Dinge:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">* MacArthur Studienbibel -&gt; ist sehr zu empfehlen, da sie sehr bibeltreu ist und sogar gratis (<a href=\"http:\/\/www.sermononline.de\">www.sermononline.de<\/a>) als pdf zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">* Die Ryrie-Studienbibel -&gt; nicht ganz so umfangreiche Textkommentierung wie die von MacArthur, aber kann erg\u00e4nzend mit hinzugezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">* <a href=\"https:\/\/dasbibelprojekt.visiomedia.org\/\">https:\/\/dasbibelprojekt.visiomedia.org\/<\/a> Hier findest du kurze Videoclips \u00fcber den R\u00f6merbrief. Diese helfen einen Gesamt\u00fcberblick \u00fcber den Brief zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des Textes ist der Blick f\u00fcr \u201edas Ganze\u201c zu behalten. Wo kommt Paulus her und wo will er hin. Was wir in der Bibel und vor allem im R\u00f6merbrief sehen ist, dass <strong>Christsein keine Verhaltensver\u00e4nderung, sondern eine Wesensver\u00e4nderung ist<\/strong>. Jesus hat mich grundlegend neu gemacht. Diese Neusch\u00f6pfung ver\u00e4ndert mein Leben und wirkt sich aus. Nat\u00fcrlich gibt es dann durch die Wesensver\u00e4nderung (<em>Status<\/em>) nach und nach eine Verhaltensver\u00e4nderung (<em>Performance<\/em>, bibl. Heiligung), die nach au\u00dfen sichtbar sein muss. Damit verbunden ist dann die spannende Frage: <strong>Wie lebe ich als Christ? <\/strong>Paulusbeantwortet diese Frage in <strong>Kapitel 8,1-17<\/strong>. Christen leben aus der Kraft des Heiligen Geistes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich m\u00fcssen wir uns folgender Frage stellen: <strong>Was erlebe ich als Christ? <\/strong>Christen leben in einer gefallenen Welt! Sie leiden, mitunter sehr stark aufgrund ihres Glaubens und aufgrund ihrer eigenen Schwachheiten. Deswegen braucht es den Blick nach vorne. Es braucht die Gewissheit, auch und gerade im Leiden und im eigenen Versagen, dass Gott, der liebende Vater, einen durchatragen wird bis zum Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hoffnungsvolles Leiden (V18-27):<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Paulus endet im vorherigen Abschnitt in <strong>V17<\/strong> mit dem Zusammenhang von jetzigem Leiden und kommender Herrlichkeit. Die Bibel redet sehr offen \u00fcber des Thema Leid. Menschen, die zu Jesus Christus geh\u00f6ren, sind Kinder Gottes. Sie leben in der Gemeinschaft mit ihrem HERRN Jesus (<strong>1Kor&nbsp;1,9<\/strong>). Das hei\u00dft aber nicht, dass Jesus ihnen mitunter auch manches Schwere zumutet. Nicht umsonst redet K\u00f6nig David im bekannten <strong>Psalm 23<\/strong> davon, dass manchmal der Lebensweg auch durchs \u201e<em>Tal der Todesschatten<\/em>\u201c geht. Auch Paulus enth\u00e4lt uns diese Wahrheit nicht vor. <strong>Christen leiden<\/strong>. Christen leiden zun\u00e4chst immer um des Evangeliums willen. Paulus schreibt in seinem zweiten Brief an Timotheus, dass jeder, der gottesf\u00fcrchtig lebt, Verfolgung ertragen muss (<strong>2Tim 3,12<\/strong>). Petrus redet in seinem 1. Brief \u00fcber das Feuer der Verfolgung, das uns Christen nicht befremden sollte. Im Gegenteil!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eSondern freut euch, insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freut! Wenn ihr im Namen Christi geschm\u00e4ht werdet, gl\u00fcckselig <\/em><em>\u27e8<\/em><em>seid ihr<\/em><em>\u27e9<\/em><em>! Denn der Geist der Herrlichkeit und Gottes ruht auf euch.\u201c<\/em> (<strong>1Petr 4,13-14<\/strong>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leid um Jesu Willen geh\u00f6rt zum Leben eines Christen genauso dazu, wie das Erleben der Herrlichkeit in Ewigkeit. Deswegen betrachtet die Bibel Leid ganz oft in Verbindung mit der kommenden Herrlichkeit. Jesus selbst ist das gro\u00dfe Vorbild. Was sagte er dem Emmaus J\u00fcngern auf dem Weg nach Galil\u00e4a? <em>\u201eMusste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit hineingehen?\u201c <\/em>(<strong>Lk 24,26<\/strong>)! Durch Leiden geht also der Weg von Jesus zur Herrlichkeit und unserer \u00fcbrigens auch!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In <strong>Apg 14,22<\/strong> hei\u00dft es: \u201e<em>Sie st\u00e4rkten die Seelen der J\u00fcnger und ermahnten sie, im Glauben zu verharren, und <\/em><em>\u27e8<\/em><em>sagten<\/em><em>\u27e9<\/em><em>, dass wir durch <strong>viele Bedr<\/strong><\/em><strong><em>\u00e4<\/em><\/strong><strong><em>ngnisse<\/em><\/strong><em> in das Reich Gottes hineingehen m\u00fcssen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deswegen ist es wichtig, dass wir \u00fcber das Leid offen reden. Paulus geht davon aus, dass Leid zur Nachfolge Christi dazugeh\u00f6rt. Aber irdisches Leid muss immer in Relation zur kommenden Herrlichkeit gesehen werden. Und da gilt das, was wir in <strong>Vers 18<\/strong> lesen: <em>\u201edie Leiden <strong>der jetzigen Zeit<\/strong> fallen gegen\u00fcber der <strong>zuk\u00fcnftigen<\/strong> Herrlichkeit nicht ins Gewicht.\u201c <\/em>(Siehe auch <strong>Mk 10,39-30<\/strong>; <strong>2Kor&nbsp;4,17-18<\/strong>; <strong>1Petr. 5,10<\/strong>)Man kann hier auch \u00fcbersetzen: Sie stehen in keinem Verh\u00e4ltnis. Die Herrlichkeit, auf die Christen zugehen, wird alles Leiden in dieser Welt mehr als aufwiegen. Wichtig: Es gibt Leid in der jetzigen Zeit und oftmals wenig Herrlichkeit. Das sollte uns Christen nicht verwundern, sondern es entspricht der Realit\u00e4t. Aber: Die Herrlichkeit ist f\u00fcr Christen bereits jetzt ein mit Sicherheit kommende Realit\u00e4t. Die Abfolge in <strong>Vers&nbsp;30 <\/strong>macht das deutlich. Wer an Jesus glaubt und ein neuer Mensch ist, der steht in einem <em>automatisch ablaufenden Prozesse<\/em>, der in der Herrlichkeit Gottes endet. Deswegen sollten Christen Leiden um Jesu-willen \u201efr\u00f6hlich\u201c ertragen, weil sie um das Zuk\u00fcnftige wissen. Ein sch\u00f6nes erg\u00e4nzendes Kapitel ist <strong>2Kor 1<\/strong>. Hier stellt Paulus uns den Gott des Trostes vor, der uns tr\u00f6stet in unserem Leiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant ist jetzt der Zusammenhang der \u201eSchicksale\u201c von Sch\u00f6pfung und Mensch. Paulus erl\u00e4utert nun den Zusammenhang von jetzigem Leiden und zuk\u00fcnftiger Herrlichkeit anhand der Sch\u00f6pfung. <strong>V19-22 <\/strong>machen deutlich, dass auch die Sch\u00f6pfung der Verg\u00e4nglichkeit unterworfen wurde, sozusagen leidet und auf die Erl\u00f6sung, die zuk\u00fcnftige Herrlichkeit wartet. Gesamtbiblisch muss man sagen, dass durch den S\u00fcndenfall des Menschen die ganze Welt von Gott der Verg\u00e4nglichkeit (w\u00f6rtl. Verwesung) unterworfen wurde. Die Sch\u00f6pfung selber ist nicht schuld an dieser Unterwerfung, sondern der Mensch. Allerdings wird die Sch\u00f6pfung, die ja urspr\u00fcnglich f\u00fcr den Mensch da war, jetzt zum Gegner des Menschen wird. Sie macht ihm das Leben schwer (Folgen des S\u00fcndenfalls -&gt; <strong>1Mo 3,17-18<\/strong>). Die Sch\u00f6pfung hat auch eine sehns\u00fcchtige Hoffnung: <strong>Endlich erl\u00f6st zu werden.<\/strong> <strong>R\u00f6mer 8,21<\/strong> sagt, sie wird frei gemacht werden zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Eine erl\u00f6ste, herrliche Sch\u00f6pfung wartet also auf uns, wenn Jesus wiederkommt. Die Sch\u00f6pfung wird dann von dieser Verg\u00e4nglichkeit befreit, wenn die <strong>S\u00f6hne Gottes<\/strong> offenbart werden. S\u00f6hne Gottes sind die Jesusbekenner (<strong>R\u00f6m 8,14; Gal 3,26<\/strong>). <strong>Kol 3,3-4<\/strong> redet davon, dass unser jetziges, irdisches Leben noch ein \u201everborgenes\u201c Leben ist. Erst wenn Jesus wiederkommt, dann wird auch die Herrlichkeit Gottes an uns offenbar werden. Wir werden dann n\u00e4mlich verwandelt werden ebenso wie die Sch\u00f6pfung um uns herum (<strong>Phil 3,21; 2Thes 2,14; 1Joh 3,2<\/strong>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem Paulus in <strong>V19-22<\/strong> die Situation der Sch\u00f6pfung und ihre Leiden beschrieben hat, wendet er sich der Situation der Jesusleute in <strong>V23-25<\/strong> zu. <strong>V23<\/strong> beschreibt den Alltag als Christ (der den Geist Gottes hat = <em>\u201eErstlingsgabe des Geistes\u201c) <\/em>als ein <em>\u201eseufzen in uns selbst\u201c.<\/em> Christen stecken eben noch im \u201eAlten\u201c, in ihrem verg\u00e4nglichen Leib. Deswegen ist das Leben als Jesusnachfolger oftmals beschwerlich. Es ist ein st\u00e4ndiger Kampf gegen das alte Ich, der auch Niederlagen kennt. Wir wissen um unsere Schwachheiten, unsere \u201egrauen Flecken\u201c, unser Versagen. Je \u00e4lter man wird, desto mehr sehnt man sich nach der Erl\u00f6sung! Man w\u00fcnscht sich f\u00f6rmlich den Tag herbei, an dem unser HERR unseren Leib der Schwachheit umgestalten wird (<strong>Phil 3,21<\/strong>). Dieser Vers sollte uns \u201ebodenst\u00e4ndig\u201c halten in unserer Jesusnachfolge. So lange die Wiederkunft Jesu noch aussteht, wird das Leben in der Nachfolge auch von Schw\u00e4che, Versagen und Seufzen gepr\u00e4gt sein. Jedoch das Wissen um diese noch anhaltenden Schw\u00e4chen sollten uns je \u00e4lter je mehr freuen lassen auf den Himmel und die Erl\u00f6sung unseres Leibes herbeisehnen lassen. Hier empfehle ich <strong>2Kor 5,1-10<\/strong> zu lesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V24 <\/strong>macht deutlich, dass unsere Erl\u00f6sung eine 2-stufige ist. Zun\u00e4chst wird unser Inneres belebt. Der Geist Gottes zieht in uns ein (<strong>Eph 1,13<\/strong>). Das ist sozusagen unsere Anzahlung (je nach \u00dcbersetzung auch Unterpfand\/Angeld in <strong>2Kor 1,22; 5,5; Eph 1,14<\/strong>) auf das, was noch kommen wird, n\u00e4mlich komplette Verwandlung in den neuen Menschen mit neuem Leib. Aber bis dahin steckt sozusagen der Keim des Neuen im Alten und hofft auf den Tag der Umgestaltung (<strong>1Kor 15,51-53; 1Thes 4,13-17<\/strong>). Die Bibel macht immer wieder klar: Wir leben im Glauben und nicht im Schauen (<strong>2Kor 5,7<\/strong>). Deswegen ist unser Leben gepr\u00e4gt von der Hoffnung auf das, was kommt. Und diese Hoffnung, so <strong>Vers 25<\/strong>, soll gepr\u00e4gt sein mit \u201e<em>Ausharren<\/em>\u201c. W\u00f6rtl. bedeutet der Begriff \u201edarunterbleiben\u201c. Christen d\u00fcrfen unter dem bleiben, was Gott ihnen zumutet. Manches Leid, das uns widerf\u00e4hrt. Manches Alte in unserem Leben, das noch sehr an den alten Menschen erinnert. Die Hoffnung auf die vor uns liegende Herrlichkeit l\u00e4sst uns diese Dinge ertragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In <strong>V26-27 <\/strong>schwenkt der Blick von Paulus weg von den verg\u00e4nglichen Dingen und den Leiden in dieser Welt hin zur festen und best\u00e4ndigen Gr\u00f6\u00dfe in der Jesusnachfolge \u2013 den Geist Gottes. Er ist ein weiteres Argument, warum die Leiden der jetzigen Welt nicht ins Gewicht fallen. Es tut gut, dass sich gerade der Heilige Geist um unsere Schwachheiten k\u00fcmmert. Er m\u00f6chte ja die Kraftquelle unseres Lebens sein (siehe <strong>R\u00f6m 8,1-17<\/strong>). Wie gut lesen sich diese Verse, dass er sich f\u00fcr uns verwendet, f\u00fcr unsere Kommunikation mit unserem Vater im Himmel. Gebet ist nicht immer eine einfache Sache. Viele empfinden es als schwierig. Wer kennt das nicht, dass er sich Zeit f\u00fcr Gebet nimmt und dann nicht wei\u00df, was er beten soll. Und bei dem Wenigen, was wir zu Beten wissen, steht oft das wie im Raum. Der Heilige Geist ist der gro\u00dfe \u00dcbersetzer unserer Gebete. Er wei\u00df ja ganz genau, wie es in unserem Herzen ausschaut (<strong>V27<\/strong>). Und er setzt sich f\u00fcr uns im Sinne Gottes ein. Was f\u00fcr ein Trost.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem es in den <strong>Versen 18-27<\/strong> um ein hoffnungsvolles Leiden ging, schwenkt jetzt der Blick weg vom leidenden Menschen in einer leidenden Sch\u00f6pfung hin zu Gott! Lag der Fokus in den <strong>Versen 18-27<\/strong> auf der Zukunft (Hoffnung auf die Herrlichkeit), so schwenkt der Blick auf das hier und jetzt. Christsein ist eben nicht ausschlie\u00dflich eine Vertr\u00f6stung auf das Jenseits, sondern hat sehr wohl sein Fundament im Jetzt, n\u00e4mlich in Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Standhaft im Jetzt (V28-39):<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Abschnitt r\u00fcckt pl\u00f6tzlich das Leiden der jetzigen Zeit beiseite und zeigt uns Gott! F\u00fcr Jesusleute (die, die Gott lieben, die mit ihm leben, der Vater im Himmel er geworden ist) er\u00f6ffnet sich im Moment der Adoption in die Familie Gottes ein v\u00f6llig neuer Horizont, eine v\u00f6llig neue Sichtweise des Lebens. Wir d\u00fcrfen in diesem Abschnitt unser irdisches Leben durch die Brille Gottes sehen. Es ist enorm, was in diesen Versen alles an Inhalt steckt. Das, was alles umspannt, ist ein Gott, der seine Kinder unendlich liebt. Liebe (gr. <em>agape<\/em>) ist kein Gef\u00fchl oder Gedanke, sondern eine Tat. Wenn Gott uns Menschen liebt, dann tut er was. Und wenn Gott seine Kinder liebt, dann wirkt sich das aus. Diese Auswirkungen sind in diesen Versen beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V28: <\/strong>Weil Gott seine Kinder liebt, ist es eine unumst\u00f6\u00dfliche Wahrheit <em>(\u201ewir wissen aber\u2026\u201c), <\/em>dass er alle Dinge in deren Leben gebrauchen kann und wird, damit letztlich Gutes entstehen kann. Und das gilt gerade auch im Kontext des Leidens. Selbst das Leiden kann und wird Gott gebrauchen, um das Leben von Christen zum Guten zu wenden. Die Erkl\u00e4rung dieser Aussage steckt in dem Nachsatz <em>\u201edenen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.\u201c <\/em>Diesen Vers kann man in zwei Richtungen verstehen. Zum einen deterministisch. Gott hat vor Anbeginn der Zeit festgelegt, wer dazugeh\u00f6ren darf (also nach seinem Plan, seiner Wahl, berufen ist) und wer eben nicht. In der Theologie spricht man hier von der Pr\u00e4destination, bzw. Vorherbestimmung. Heute ist diese theologische Richtung sehr stark in der reformierten Theologie zu finden und nat\u00fcrlich im Calvinismus. Man kann das aber genau so gut so verstehen, dass die Christen (die, die Gott lieben) die sind, die sich haben rufen lassen in den Heilsplan Gottes, der eben hei\u00dft. Glaube dem Evangelium von Jesus Christus. In dem Wort \u201e<em>berufen<\/em>\u201c (siehe Wortbedeutung). Es war der Plan Gottes, sein ewiger Vorsatz, die Menschen durch den S\u00fchnetod Jesu zu retten. Christen sind die Gruppe von Menschen, die sich dazu haben rufen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letztlich muss man diese Frage Gesamttheologisch beantworten, also die ganze Bibel im Blick haben. F\u00fcr den Inhalt unseres Abschnitts tut weder diese noch jene Position einen Abbruch. Christen sind im Plan Gottes. Sie sind in der Spur Gottes. Sie sind auf dem Weg, der ans Ziel f\u00fchrt. Deswegen l\u00e4sst Gott alles zum Guten mitwirken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V29 -30<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Verse erl\u00e4utern uns eine Kettenreaktion, eine Abfolge, die f\u00fcr Jesusleute gilt. Zu beachten ist, dass diese in der Vergangenheit stehen, obwohl (egal welche theologische Position wir vertreten) alle mit Sicherheit aus irdischer Perspektive noch nicht real sind. F\u00fcr Gott aber schon. Weil sie so sicher sind, wie das Amen in der Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Liebe Gottes setzt sie in Bewegung. Es ist eine Abfolge von Realit\u00e4ten, die uns Christen Heilsgewissheit geben. Und sie haben ihren Grund alleine in Gott. Weil Gott vor Anbeginn der Zeit seinen Heilsplan festgelegt hat, kommt jeder, der in diesem Heilsplan integriert ist, am Ziel an. Und das gilt \u00fcbrigens unabh\u00e4ngig davon, ob ich theologisch vertrete, dass Gott mich v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von mir in diesen Heilsplan integriert hat, im Sinne eines pr\u00e4destinativen Ansatzes (Calvinismus, Vorherbestimmung) oder ob ich vertrete, dass der Mensch dem Rufen Gottes antworten muss damit er in diesen Heilsmechanismus integriert wird. Die, die zur Familie Gottes geh\u00f6ren, haben ein geniales Ziel, eine geniale Bestimmung: Sie werden dem Sohn Gottes gleichf\u00f6rmig sein. Biblisch m\u00fcssen wir sagen, dass das zweifach zu verstehen ist. Zum einen ist das ein <strong>irdisches <\/strong>Ziel\/Vorgabe f\u00fcr jeden Gl\u00e4ubigen \u2013 Jesus \u00e4hnlich zu werden. Davon reden viele Bibelstellen (u.a. <strong>R\u00f6m 12,2: 2Kor 3,18<\/strong>). Die Bibel gebraucht die Begrifflichkeit der Heiligung. Zum anderen ist es eine himmlische Realit\u00e4t. Kein Mensch wird auf dieser Welt dem Wesen Jesu entsprechen. Das wird erst im Himmel der Fall sein, wenn wir umgestaltet werden. Egal, was ich in dieser Welt f\u00fcr Schw\u00e4chen an mir registriere. Es kommt die Zeit, da werden diese abgetan sein. Was f\u00fcr eine geniale Sache. Und das liegt nicht an mir und meinem Willen, sondern an Gottes Willen, seinem Beschluss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer sind diese Leute? Es sind die, die Gott berufen (rufen) hat. Kein Christ kann sagen, dass Gott ihn nicht gerufen hat. Gottes Ruf ergeht in die Welt und hat seinen Anfang im Garten Eden: Adam, wo bist du? Den Ruf per se gibt Jesus in <strong>Mt 11,28<\/strong>: <em>Kommt her zu mir alle\u2026. <\/em>Deswegen ist jeder Christ ein Berufener, da er dem Ruf Gottes gefolgt ist. Er ist kein Zufallsprodukt, sondern es ist der Wille Gottes. Diejenigen, die also jetzt in diesem Heilsmechanismus\/Heilsabfolge drinstecken, gilt auch: sie sind gerechtfertigt. Ihnen wurde die g\u00f6ttliche Gerechtigkeit zugesprochen. <strong>2Kor 5,21<\/strong> bringt das sehr gut zum Ausdruck. Jesus Christus wechselt mit uns die Pl\u00e4tze. Er nimmt meine S\u00fcnde und ich bekomme seine g\u00f6ttliche Gerechtigkeit. Das letzte Glied in der Kette ist die Verherrlichung. Auch das gilt f\u00fcr Jesusleute. Sie haben die Garantie einmal in der Herrlichkeit Jesu zu sein, v\u00f6llig umgestaltet zu werden. Das steht zweifelsohne noch aus. Aber in den Augen Gottes ist das l\u00e4ngst Realit\u00e4t. Deswegen kann er es hier in der Vergangenheit sagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Diese Abfolge sollte uns in der Tat ins Staunen und in die Anbetung f\u00fchren. <\/strong>Das zeigt uns sehr deutlich die Liebe Gottes, die daf\u00fcr sorgt, dass wir am Ziel ankommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V31 <\/strong>bringt es auf den Punkt! Was gibt\u00b4s da noch zu sagen: Dieser Gott hat sich durch Jesus Christus auf unsere Seite gestellt. Wir geh\u00f6ren jetzt zu ihm. Kann es noch jemand geben, der gegen uns ist? Nat\u00fcrlich mag es noch jemand geben, aber erscheint der im Angesicht des gro\u00dfen Gottes auf meiner Seite zu einem Zwerg, einer echten Witzfigur?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den <strong>Versen 32-34<\/strong> bringt Paulus nochmals Gr\u00fcnde, warum Gott f\u00fcr uns ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V32<\/strong>: Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont. Gott hat das Kostbarste, was er hatte in die Waagschale geworfen: Seinen geliebten Sohn Jesus Christus. Und weil Gott das tat ist klar: Er wird uns alles schenken, was wir brauchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V33: <\/strong>Gott hat uns gerechtfertigt. Durch den S\u00fchnetod Jesu am Kreuz und unseren Glauben an ihn sind wir gerechtfertigt. Wenn wir also in den Augen Gottes, des Weltenrichters, f\u00fcr gerecht erkl\u00e4rt werden, wer bleibt denn dann noch \u00fcbrig, der dieses Urteil anfechten k\u00f6nnte? Antwort: Niemand!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>V34:<\/strong> Jesus ist an unserer Stelle gestorben und auferweckt worden. Er sitzt zur Rechten Gottes und vertritt uns dort. Er hat den Fluch getragen, den wir verdient h\u00e4tten (<strong>Gal 3,13<\/strong>). Er hat die Strafe getragen, die wir h\u00e4tten bekommen sollen (<strong>Jes 53,5<\/strong>)! Es bleibt damit also keine Verdammung mehr f\u00fcr uns! Jegliche Konsequenz unserer S\u00fcnde hat Jesus bezahlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <strong>Verse 35-39 <\/strong>reden wie kein anderer Abschnitt in der Bibel von der Gewissheit des Heils, das wir durch Jesus Christus geschenkt bekommen haben. Weil Gott f\u00fcr uns ist und er uns alles schenken m\u00f6chte. Weil wir gerecht gemachte sind, deren Strafe vollst\u00e4ndig bezahlt wurde. <strong>Deswegen kann uns niemand mehr scheiden von Jesus Christus! <\/strong>Die Bibel verwendet mehrere Bilder f\u00fcr die Beziehung von Jesus zur Gemeinde, die diese untrennbare Verbindung beschreiben. Zum einen sind wir der Leib Christi. Wir geh\u00f6ren also zu Jesus dazu! Wir h\u00e4ngen an ihm dran. In <strong>Vers 35b<\/strong> zeigt Paulus uns alle m\u00f6glichen irdischen Dinge auf, die uns trennen k\u00f6nnten. Aber das Fazit ist klar. Nichts davon kann uns trennen. Nicht Bedr\u00e4ngnis, Angst, Verfolgung, Hungersnot, Bl\u00f6\u00dfe, Gefahr oder Schwert. Hier sind mitunter Dinge dabei, die uns durchaus Angst machen k\u00f6nnen. Wer wei\u00df denn schon, ob er unter Verfolgung am Herrn bleiben wird? Also ich nicht! Aber das ist gar nicht entscheidend, denn unser HERR h\u00e4lt uns in all diesen Dingen ganz fest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und ja, Christen m\u00fcssen in der Welt mitunter sehr stark leiden und ihren Glauben mit dem Leben bezahlen, so wie wir es in <strong>Vers 36<\/strong> lesen, einem Zitat aus <strong>Ps 44,23<\/strong>. Aber gerade in solchen Extremsituationen gilt die Zusage: Nichts kann uns trennen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn also keine irdischen Dinge uns trennen k\u00f6nnen, was ist dann mit dem \u201eAu\u00dferirdischen\u201c? Geht nicht der Satan umher wie ein br\u00fcllender L\u00f6we und sucht, wen er verschlinge (<strong>1Petr 5,8<\/strong>)? M\u00fcssen wir uns nicht davor f\u00fcrchten und hoffen, dass er uns nicht verschlingt? F\u00fcr all diese Dinge gilt, dass Christen durch ihren HERRN Jesus \u00dcberwinder sind. So steht es in <strong>Vers 37.<\/strong> Weil er die Welt \u00fcberwunden hat (<strong>Joh 16,33<\/strong>), k\u00f6nnen wir durch ihn zu \u00dcberwinder werden. Deswegen kann uns keine Macht der Welt den Armen Jesu entrei\u00dfen. In <strong>Vers 38 <\/strong>benutzt Paulus einen sehr starken Begriff. \u201e<em>Ich bin \u00fcberzeugt<\/em>\u201c. Es gibt keine Macht in diesem Kosmos, die der Macht Jesu etwas entgegenzusetzen h\u00e4tte. Er ist ja der, dem alle Macht gegeben ist nach <strong>Mt 28,18<\/strong>!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was f\u00fcr triumphale S\u00e4tze, die die Bibel uns hier zusagt! Wer an Jesus glaubt, hat Anteil an seinem Sieg. Er hat eine Garantie, sicher im Himmel anzukommen. Das sollte uns unendlich dankbar machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Thema Vorherbestimmung\/Pr\u00e4destination:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ist nur als Zusatz gedacht und kann auch ausgelassen werden!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses \u201ehei\u00dfe Eisen\u201c wird in unserem Abschnitt in <strong>Vers 28-30<\/strong> thematisiert. Es ist in der Kirchengeschichte rauf und runter diskutiert worden. In der heutigen Zeit stelle ich leider fest, dass diese Thematik eher spaltende als erbauende Kr\u00e4fte entwickelt. In manchen Kreisen wird man zuerst gefragt, ob man Calvinist (glaubt an die souver\u00e4ne Vorauswahl Gottes) oder Armenianer (freier Wille) ist, bevor man gefragt wird, ob man Christ ist. Ich pl\u00e4diere sehr stark daf\u00fcr, diese Thematik nicht zum Dreh- und Angelpunkt der Lehre zu machen und es auch in diesem Abschnitt nicht zum Hauptpunkt zu machen. Egal welche Position man in dieser Diskussion vertreten mag, ob rechts oder links au\u00dfen oder gar eine Mittenposition (sowohl also auch), f\u00fcr den theologischen Ertrag von <strong>R\u00f6mer 8,28-30<\/strong> ist es irrelevant. Unsere Heilssicherheit und Heilsgewissheit liegen bei Gott. Das sollten wir hier predigen. Und das macht uns unendlich entspannt und l\u00e4sst uns Gott loben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Thema selbst m\u00f6chte ich \u00fcberhaupt nicht sagen, dass ich es schon begriffen habe. Ich halte mich bei diesem Thema (wie auch bei vielen anderen) an das, was Paulus in <strong>Phil 3,12<\/strong> sagt: <em>\u201eNicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet bin; ich jage <\/em><em>\u27e8<\/em><em>ihm<\/em><em>\u27e9<\/em><em> aber nach, ob ich es auch ergreifen m<\/em><em>\u00f6<\/em><em>ge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin\u201c.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich stelle fest, dass dieses Thema (wie auch andere, z.B. die Dreieinigkeit Gottes) an meine denkerischen Grenzen st\u00f6\u00dft. Ich meine biblisch zu entdecken, dass Gott Dinge zusammenbringen kann, die mir schwerfallen. Gott kann souver\u00e4n sein und dem Menschen trotzdem einen (freien?) Willen lassen. Kann Gott erw\u00e4hlen und kann er das mit der \u201eBer\u00fccksichtigung\u201c der Entscheidung des Menschen tun? Passt denn eine Vorauswahl, eine Vorherbestimmung mit einem Gott der Liebe zusammen? Hei\u00dft es nicht auch in <strong>1Kor 13,7<\/strong>: \u201e<em>Sie (die Liebe) ertr\u00e4gt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.\u201c <\/em>Erduldet und ertr\u00e4gt nicht Liebe auch, abgelehnt zu werden? Ich m\u00f6chte an dieser Stelle auf einen Artikel aus der KFG Zeitschrift (Konferenz f\u00fcr Gemeindegr\u00fcndung) Nr 141 aus dem Jahr 2020 verweisen. Hier sagt der bereits verstorbene Theologe A.W. Tozer in seinem Buch \u201e<em>The Attributes of God.<\/em> Christian Publications, 2003, ISBN: 978-0875099880, S.149-150<em> <\/em>\u201c folgendes:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Problematik des freien Willens versus Gottes Souver\u00e4nit\u00e4t kann in dieser Weise erkl\u00e4rt werden: Gottes Souver\u00e4nit\u00e4t bedeutet, dass er alles unter seiner Kontrolle hat, dass er alles von Anfang an geplant hatte. Der freie Wille des Menschen bedeutet, dass er, wann immer er will, meistens die Entscheidung treffen kann, die ihm gef\u00e4llt (nat\u00fcrlich innerhalb der Grenzen, die ihm als Mensch gesetzt sind). Der freie Wille des Menschen kann scheinbar den Ratschluss Gottes durchkreuzen und mit seinem Willen dem Willen Gottes widerstehen. Wie l\u00f6sen wir diesen scheinbaren Widerspruch? In all den Jahren haben zwei Gruppen innerhalb der Gemeinde versucht, dieses Dilemma auf unterschiedliche Weise zu l\u00f6sen. Die eine Gruppe betont die Souver\u00e4nit\u00e4t Gottes und glaubt, dass Gott alles von Anfang an geplant hat, dass Gott einige auserw\u00e4hlt hat, die errettet werden und einige, die verloren gehen, dass Christus f\u00fcr diejenigen starb, die errettet werden sollten, aber er starb nicht f\u00fcr diejenigen, die nicht errettet werden sollten. Das glauben die Anh\u00e4nger von Calvin. Auf der anderen Seite gibt es jene, die sagen, dass Christus f\u00fcr alle starb und dass der Mensch frei ist, eine Entscheidung zu treffen. Aber diejenigen, die die Souver\u00e4nit\u00e4t Gottes in ausschlie\u00dflicher Weise [aus calvinistischer Sicht] lehren, sagen, dass Gott nicht mehr souver\u00e4n ist, wenn der Mensch in seiner Entscheidung frei ist. Denn, wenn ein Mensch eine Entscheidung treffen kann, die Gott nicht gef\u00e4llt, dann kann Gott seine Pl\u00e4ne nicht ausf\u00fchren. Ich habe dar\u00fcber immer wieder nachgedacht und bin zu einer L\u00f6sung dieses Dilemmas gekommen. Ich kenne niemanden, der in Predigt oder Schrift die gleiche Theorie zum Ausdruck gebracht hat. Theologen k\u00f6nnen mich korrigieren, wenn dies falsch ist. (Ich habe dies einst in der Gegenwart von Dr. Martin Lloyd-Jones, einer gro\u00dfen Autorit\u00e4t unter britischen Theologen, gepredigt, und er hat mir nicht widersprochen; er hat nur gel\u00e4chelt. Er sagte nicht, dass er dies nicht glaube, aber er hat auch nicht gesagt, dass er dies glaube!) Aber ich m\u00f6chte Ihnen dies gerne weitergeben und sehen, wie Sie dar\u00fcber denken. Gottes Souver\u00e4nit\u00e4t bedeutet absolute Freiheit, oder? Gott ist absolut frei zu tun, was er tun will \u2013 \u00fcberall, allezeit, in Ewigkeit. Und der freie Wille des Menschen bedeutet, dass er jede Entscheidung treffen kann, die er treffen will, selbst wenn er eine Entscheidung gegen Gottes Willen trifft. Hier prallen die Theologen aufeinander wie die Geweihe zweier Hirsche im Wald, welche sich solange winden, bis sie tot sind. Ich weigere mich, Partei f\u00fcr das eine oder andere Geweih dieses Dilemmas zu ergreifen! Ich sehe das so: Der allm\u00e4chtige Gott ist souver\u00e4n, er ist frei zu tun, was ihm gef\u00e4llt. Zu den Dingen, die ihm wohlgef\u00e4llig sind, geh\u00f6rt, dass er mir die Freiheit gibt zu tun, was ich will. Und wenn ich tue, was mir gef\u00e4llt, dann erf\u00fclle ich den Willen Gottes, ich widerstehe ihm nicht, denn Gott in seiner Souver\u00e4nit\u00e4t hat mir souver\u00e4n die Freiheit gegeben, eine Entscheidung zu treffen. Selbst wenn die Entscheidung, die ich treffe, nicht diejenige ist, die Gott an meiner Stelle getroffen h\u00e4tte, wird seine Souver\u00e4nit\u00e4t darin erf\u00fcllt, dass ich meine Entscheidung treffe. Und ich kann eine Entscheidung treffen, weil der gro\u00dfe souver\u00e4ne Gott, der vollkommen frei ist, zu mir sagte: \u201eIn meiner souver\u00e4nen Freiheit schenke ich dir ein wenig Freiheit. Nun \u201aw\u00e4hle an diesem Tag, wem du dienen willst\u2018 (Jos 24,15). Entscheide dich f\u00fcr das Gute oder Schlechte, wie es dir gef\u00e4llt. Folge mir oder folge mir nicht, komme oder wende dich ab, Gehe in den Himmel oder in die H\u00f6lle.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich pers\u00f6nlich kann sehr gut in dieser Spannung leben. In der Bibel finden wir eben beides. Gott, der erw\u00e4hlt in Jesus Christus (<strong>Eph 1,3<\/strong>), der aber den Menschen die Wahl l\u00e4sst und immer wieder auch werbend auftritt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.4 Struktur des Abschnittes:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den <strong>Versen 18-27<\/strong> beschreibt uns Paulus, warum die Leiden der jetzigen Zeit gegen\u00fcber der kommenden Herrlichkeit nicht ins Gewicht fallen und wir eine Hoffnung haben d\u00fcrfen im Angesicht von Leid, sozusagen ein hoffnungsvolles Leiden. Er gibt drei Antworten darauf:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Weil auch die Sch\u00f6pfung leidet und ihre Erl\u00f6sung erwartet (<strong>V19-22<\/strong>)<\/li><li>Weil wir Menschen die Erl\u00f6sung unseres Leibes erwarten, die Sohnschaft (<strong>V23-25<\/strong>)<\/li><li>Weil wir den Heiligen Geist haben, der sich in diese Leidenszeit f\u00fcr uns verwendet (<strong>V26-27<\/strong>)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den <strong>Versen 28-39 <\/strong>geht der Fokus auf das Hier und Jetzt. Gottes Liebe ist es, die uns einen festen und sicheren Stand gibt. Paulus gibt uns die Begr\u00fcndung daf\u00fcr, warum wir auch gerade in den Leiden Trost und Sicherheit bei Gott finden:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Weil Christen in einem \u201eHeilsautomatismus\u201c stehen (<strong>V28-30<\/strong>)<\/li><li>Weil Gott f\u00fcr uns ist (<strong>V31-34<\/strong>)<\/li><li>Weil uns nichts scheiden kann von Jesus Christus (<strong>V35-39<\/strong>)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist ein sehr ermutigender Abschnitt, der ganz klar Gott und seine Liebe zu uns im Fokus hat. Er ist es, der das gute Werk in uns begonnen hat und es auch vollenden wird (<strong>Phil 1,6<\/strong>)! <strong>Er ist f\u00fcr uns, was kann uns da noch passieren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.5 Wichtige Begriffe:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte versuchen euch ein paar Begriffe aus dem Text zu erl\u00e4utern, die mir wichtig erscheinen, bzw. die sehr h\u00e4ufig vorkommen. Es werden bei weitem nicht alle Wichtigen sein, aber ein paar. Die Begriffe sind nach der Elberfelder\u00fcbersetzung aufgelistet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Herrlichkeit (gr. <em>doxa<\/em><\/strong>)<strong>:<\/strong> 2mal in unserem Abschnitt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bedeutung: Ruhm, Glanz, Ehre, Strahlen. Nach <strong>R\u00f6m 3,23<\/strong> etwas, was S\u00fcnder niemals erreichen. Es geh\u00f6rt zum Wesen Gottes. Es ist seine Ausstrahlung, etwas was ihn ausmacht. Nach <strong>1Tim 6,16 <\/strong>bewohnt Gott ein unzug\u00e4ngliches Licht, eine andere Beschreibung f\u00fcr seine Herrlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nichtigkeit (gr. <em>mataiotes<\/em><\/strong>): 1mal in unserem Abschnitt in <strong>Vers 20<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nichtigkeit, Sinnlosigkeit, Hohlheit, Verg\u00e4nglichkeit. Dieses Wort ist das gleiche, das das Buch Prediger verwendet und prinzipiell die Sinnlosigkeit eines Lebens ohne Gott beschreibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liebe, lieben (gr.<em> agape<\/em><\/strong>): 4mal in unserem Abschnitt, 2x als Verb, 2x als Substantiv<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beschreibt die g\u00f6ttliche, selbstlose, sich schenkende Liebe. Ihre Begr\u00fcndung und Definition hat sie letztlich im Kreuzestod Jesu f\u00fcr den S\u00fcnder. Diese Liebe ist immer eine handelnde und t\u00e4tige Liebe. Der bekannteste Vers, der das zum Ausdruck bringt ist wohl <strong>Joh 3,16<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vorsatz (gr.<em> prothesis<\/em>): <\/strong>1mal in unserem Abschnitt in <strong>Vers 28<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vorsatz, Ratschluss, Plan, Beschluss, Absicht. Dahinter steckt der gro\u00dfe Heilsplan Gottes, die Menschen allein aus Gnade durch seinen Sohn Jesus Christus zu retten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Berufen (gr. <em>kletos<\/em><\/strong>): 1mal in unserem Abschnitt in <strong>Vers 28<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rufen, nennen, zusammenrufen. Die Gemeinde selbst wird im NT die Ekklesia genannt, die Herausgerufenen. Dahinter steckt immer der rufende Gott und der auf den Ruf antwortende Mensch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vorher erkennen (gr<em>. proginosko<\/em>): <\/strong>1mal in unserem Abschnitt in <strong>Vers 29<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Begriff beschreibt uns ein Wissen im Voraus. Dahinter steht nat\u00fcrlich ein allwissender Gott, der genau wei\u00df, welcher Mensch mit ihm lebt und welcher nicht. Nach <strong>Ps 139<\/strong> sind alle Tage unseres Lebens schon l\u00e4ngst klar, noch ehe einer gewesen ist. Man muss allerdings an dieser Stelle nicht verstehen, dass Gott all diese Tage festgelegt, bzw. vorprogrammiert hat. So, also ob jeder Mensch das Programm abspult, das Gott vorher programmiert hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was gibt uns Hoffnung in diesem irdischen Leben, das gepr\u00e4gt ist von Leiden um des Evangeliums willen, Leiden in einer gefallenen Sch\u00f6pfung, Leiden unter der eigenen Schwachheit und dem eigenen Versagen gerade auch als Kind Gottes? <strong>Die Bibel verschlie\u00dft nicht den Blick f\u00fcr diese Realit\u00e4ten des Alltags.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Leben als Christ ist eben nicht immer leicht und keineswegs ein st\u00e4ndiges Leben im Sieg!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was hilft uns in dieser gefallenen Welt? Was gibt uns Sicherheit? Alleine Jesus Christus. Durch seinen Sieg am Kreuz d\u00fcrfen wir die Hoffnung auf die Herrlichkeit bei Gott haben. Darauf leben wir zu. Aber auch im Hier und Jetzt wissen wir um Gott, unseren Vater, der uns Sicherheit und einen festen Stand gibt. Nichts und niemand kann uns die Gotteskindschaft streitig machen. Was sind das f\u00fcr \u00fcberw\u00e4ltigend gute Nachrichten, die wir in unserem Abschnitt lesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir befinden uns mitten in einer Reihe zum R\u00f6merbrief. In der letzten Predigt \u00fcber <strong>R\u00f6m 7,7-8,17<\/strong> ging es um das alte Leben im Fleisch und das neue Leben im Geist Gottes. Der Abschnitt beantwortete die Frage, wie man denn nach Gottes Willen leben kann \u2013 nur durch den Geist Gottes, der in jedem Gl\u00e4ubigen lebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserem heutigen Abschnitt liegt der Fokus im Alltag und der Herausforderung der gefallenen Welt. Wie gehen wir mit dem Thema Leid um? Wie kommen wir auch mit unseren pers\u00f6nlichen Schw\u00e4chen als Kinder Gottes klar? Hier sollte der Fokus darauf gelegt werden, dass Christen mit Blick auf die Ewigkeit leben. Sie haben die Herrlichkeit Gottes als Ziel im Blick. <strong>Wie aber dieses Ziel erreichen?<\/strong> Es scheint so unendlich weit weg und der Weg dahin so unendlich schwer! Gott ist f\u00fcr uns! Weil er auf unserer Seite ist, k\u00f6nnen wir unbeschwert und v\u00f6llig gelassen an seiner Hand diesem Ziel entgegen gehen. Am Ende der Predigt \u00fcber diesen Abschnitt sollte immer Gottes Liebe zu uns gro\u00df rauskommen, die uns festh\u00e4lt und sicher ans Ziel bringt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der R\u00f6merbrief erkl\u00e4rt uns beinahe wie kein anderer Brief aus dem NT, wie wir die gesamte bibl. Geschichte zu verstehen haben. Der S\u00fcndenfall und seine Folgen im Garten Eden und seine Auswirkung auf die gesamte Menschheitsgeschichte k\u00f6nnen nur durch Christus \u201eumgekehrt\u201c werden. <strong>R\u00f6mer 5<\/strong> bringt ja diesen Vergleich zwischen Adam und Jesus. Durch Adam wurden alle zu S\u00fcndern (<em>Status<\/em>) und durch Jesus k\u00f6nnen alle zu Gerechten werden (<em>neuer Status<\/em>) (<strong>R\u00f6m 5,19<\/strong>). Damit haben wir hier die theologische Erkl\u00e4rung von <strong>1Mo 3,15<\/strong>, dem \u201e<em>Protoevangelium<\/em>\u201c, dem ersten Evangelium in der Bibel. Der \u201e<em>Schlangenzertreter<\/em>\u201c hei\u00dft Jesus Christus und die Macht des Todes und der S\u00fcnde k\u00f6nnen nur durch den Tod des einen (\u201eder Biss in die Ferse\u201c) zunichte gemacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Geheimnis, wie jetzt die s\u00fcndige Natur \u00fcberwunden werden kann, ist gel\u00fcftet. Weil Gott uns durch Jesus den Sieg \u00fcber Tod und S\u00fcnde schenkt (<strong>1Kor 15,57<\/strong>), d\u00fcrfen wir selber sterben und zu neuem Leben durchdringen. Dieses neue Leben ist eine geistliche Realit\u00e4t (<em>Status<\/em>), die sich im Alltag auswirken darf (<em>Performance<\/em>). Nat\u00fcrlich haben wir aktuell noch eine Zwischenzeit, die ihre Herausforderungen hat, n\u00e4mlich, dass diese neue Sch\u00f6pfung \u201enoch\u201c im alten Leib (Bibel nennt das Fleisch) ist. Diese beiden stehen im Widerstand gegeneinander und machen das Christsein zu einem t\u00e4glichen Kampf (siehe dazu <strong>R\u00f6m 8<\/strong> und <strong>Gal 5<\/strong>). Die herrliche Aussicht ist die Wiederkunft unseres Herrn, wenn das Alte endg\u00fcltig abgetan werden wird und wir komplett neu sein werden und auch dieser Kampf mit seinen Siegen, aber auch Niederlagen, vollst\u00e4ndig in einen Sieg verwandelt werden wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir stehen heute genau an der gleichen heilsgeschichtlichen Stelle wie die Gemeinde in Rom damals. Aus diesem Grund sind alle Dinge, die Paulus in unserem Textabschnitt anspricht, 1:1 f\u00fcr uns heute g\u00fcltig und m\u00fcssen in diesem Sinne nicht \u00fcbertragen werden, wie bspw. Inhalte aus dem AT.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Text ist relativ lang. Allerdings ist auf jeden Fall zu empfehlen, den Text komplett zu lesen. Evtl. k\u00f6nnte man \u00fcberlegen, ob man das Thema in zwei Schritten bearbeitet und das Lesen des Bibeltextes teilt. Einmal <strong>R\u00f6m 8,18-27 <\/strong>unter dem Thema<strong> \u201e<\/strong><em>Hoffnungsvolles Leiden\u201c<\/em> und dann <strong>R\u00f6m 8,28-39 <\/strong>unter dem Thema <em>\u201eStandhaft im Jetzt\u201c.<\/em> Es ist zu empfehlen evtl. aufgrund des Verst\u00e4ndnisses eine neuere \u00dcbersetzung zu nehmen. Zu empfehlen sind auf jeden Fall die Neue Genfer \u00dcbersetzung (NG\u00dc) oder auch die Neue evangelistische \u00dcbersetzung (Ne\u00dc). Beide wurden direkt aus dem Urtext \u00fcbersetzt im Gegensatz zur Neuen Leben, Gute Nachricht oder Hoffnung f\u00fcr alle \u00dcbersetzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir alle wissen um die Schwierigkeiten und Herausforderungen der Nachfolge. Ist es normal, dass uns auch manches Schwere um Christi willen trifft? Ist es normal, dass wir immer noch unter unserem alten Ich leiden und vielleicht manche alte s\u00fcndige Neigung nicht loswerden? Hier malt uns die Bibel kein gesch\u00f6ntes Bild, von wegen: \u201eWerde Christ und dein Leben gelingt und du lebst s\u00fcndlos und dir widerf\u00e4hrt nur menschlich Gutes.\u201c Nein, Christen leiden. Christen haben Probleme mit ihrem alten Ich. Sie stehen im Kampf und manchmal gewinnt die alte Natur. Die Sehnsucht nach einer kompletten Erneuerung ist doch da. Hier m\u00fcssen wir zwingend die Aussicht nach vorne predigen. Wir gehen der Herrlichkeit Gottes entgegen, in der auch wir dank Gott, herrlich sein werden. Das wird so genial sein, dass all das Schwierige hier vergessen sein wird. Aber Christen k\u00f6nnen auch im Hier und Jetzt standhaft leben, weil sie wissen: Gott ist f\u00fcr uns! Seine Liebe tr\u00e4gt uns durch diese schwierigen Zeiten durch. Sie sind untrennbar mit Jesus verbunden und haben die absolute Gewissheit in der Herrlichkeit anzukommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Vorschlag)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich mache dir hier ein paar Themenvorschl\u00e4ge:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eNeues Leben: Nichts kann uns scheiden von der Liebe Christi\u201c<\/strong> Textplan Christusbund<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eDurch Leiden zur Herrlichkeit\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eLeben auf sicherem Grund\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3.3 <strong>Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt<\/strong>?<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li><em>Hoffnungsvolles Leiden (<strong>V18-27<\/strong>)<\/em><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christen sind keine \u00dcbermenschen, sondern stecken in der gefallenen Welt. Auch sie haben ihre Herausforderungen und Leiden in dieser gefallenen Welt. Hier sollte das Thema Leid angesprochen werden. Allerdings sind die Leidensrubriken, die uns der Text gibt folgende: Von <strong>V17<\/strong> herkommend geht es um ein mitleiden mit Christus in V18, also ein Leiden, weil wir zu Jesus geh\u00f6ren. Da die Sch\u00f6pfung der Nichtigkeit\/Verg\u00e4nglichkeit unterworfen und auch leidet (<strong>V19-22<\/strong>), haben auch wir in dieser Sch\u00f6pfung zu leiden. Folgen des S\u00fcndenfalls, harte Arbeit, Krankheit, Geburt etc. Die dritte Leidensrubrik befasst sich mit dem Leiden in uns selbst, dem alten Leib (<strong>V23<\/strong>). Seinen Schw\u00e4chen, seinen Unvollkommenheiten, seinem Versagen. All diese Dinge erleben wir ja als Christen, die wir Jesus liebhaben und doch immer wieder entdecken: Hier habe ich versagt. Dort bin ich der Versuchung erlegen. All diese wiegen schwer und machen unseren Alltag als Christen nicht immer leicht. Hier sollten wir wirklich Klartext reden, dass Christsein ein t\u00e4gliches Kreuz tragen ist (<strong>Lk 9,23<\/strong>). Aber, der Text f\u00fchrt uns nicht in Selbstmitleid, sondern Gott weitet uns hier den Blick auf das, was kommt. Die Herrlichkeit Gottes. Wie sieht diese aus? (<strong>Offb 21<\/strong>) Warum sollte ich mich danach sehnen? Diese Fragen m\u00fcssen wir beantworten in der Predigt. Das, was kommt, wird alles Schwierige im Hier und Jetzt vergessen lassen. Beispiel sollte an dieser Stelle Jesus sein. Auch sein Weg ging durch die Erniedrigung in den Himmel (<strong>Phil 2,5ff<\/strong>). In all dem Leiden und all der pers\u00f6nlichen Not haben wir ja den Geist Gottes, der sich f\u00fcr uns einsetzt und unser oft erb\u00e4rmliches, geistliches Leben in rechter Weise vor Gott bringen kann. Welch eine Ermutigung f\u00fcr alle schlechten Beter und Stammler vor dem HERRN. Dieser Geist nimmt sich unserer Schwachheiten an. Schw\u00e4chen sind f\u00fcr den Geist Gottes kein Problem. Sie sind Quellen der St\u00e4rke (<strong>2Kor 12,9-10<\/strong>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. <em>Standhaft im Jetzt (<strong>V28-39<\/strong>)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit diesem Blick erscheint unser Leben als Christen so ganz anders als standhaft und souver\u00e4n. Aber wir sind nicht die Standhaften. Nur einer ist der Fels der Brandung und das ist Jesus Christus. Warum kommen wir am Ziel an? Warum k\u00f6nnen wir auch tiefe und dunkle T\u00e4ler in unserem Leben durchschreiten? Ja weil der gute Hirte dabei ist. Hier biete sich <strong>Ps 23<\/strong> an. Gott ist es, der uns zur Standhaftigkeit verhilft. Es ist sein Entschluss, die Kinder Gottes sicher ans Ziel zu bringen. F\u00fcr ihn ist das bereits Fakt -&gt; Verweis auf die Kette in <strong>V29-30<\/strong>. Gott hat uns sozusagen an sich \u201egekettet\u201c. Gott steht auf unserer Seite! Was kann uns denn dann noch Angst machen oder uns gef\u00e4hrden? Nichts, rein gar nichts! Wer soll uns anklagen? Niemand, denn durch Christus sind wir gerecht. Niemand kann uns dann verdammen (denn das macht Gott). Niemand kann uns vom dem trennen, dem alle Macht gegen ist (<strong>Mt 28,18<\/strong>)! Was f\u00fcr eine Sicherheit, die wir in Jesus haben. Seine Liebe bindet und h\u00e4lt uns untrennbar an ihm. <strong>Das ist Heilsgewissheit!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Predigt sollte das eigene Zeugnis nicht zu kurz kommen. Wo habe ich Leid um Christi willen erlebt? Wo leide ich unter meinem alten Ich, meinem Fleisch? Wo leide ich in der gefallenen Sch\u00f6pfung? Es sollte r\u00fcberkommen, dass das, was der Abschnitt sagt, von uns Christen erlebt wird. Dabei d\u00fcrfen wir weitergeben, wie genial es ist, diesen Gott der Hoffnung zu kennen. Er, der auch mit uns durch diese Schwachheiten geht und uns ans Ziel bringt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Manuel Nowak)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; F\u00fcr ein gutes Mit-EINANDER. Monatsthema: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; R\u00f6merbrief \u2013 Glauben mit gutem Grund Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Neues Leben: Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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