{"id":4190,"date":"2021-03-05T14:24:40","date_gmt":"2021-03-05T13:24:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4190"},"modified":"2021-03-05T14:24:41","modified_gmt":"2021-03-05T13:24:41","slug":"predigthilfe-vom-31-januar-2021-johannes-15-9-17-2-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-31-januar-2021-johannes-15-9-17-2-2\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 28. M\u00e4rz 2021 &#8211; Johannes 13, 1-17"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>Jahresthema<\/strong>:<\/td><td><strong>F\u00fcr ein gutes MITEINANDER<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>Predigtthema<\/strong>:<\/td><td><strong>Einander dienen<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Predigttext:<\/td><td>Johannes 13, 1-17<\/td><\/tr><tr><td>Autor:<\/td><td>Tobias Schurr<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1 \u00dcberblick \u00fcber das Jahresthema 2021<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein gutes Miteinander, wer w\u00fcnscht sich das nicht? Eine Gemeinschaft, die unser Leben bereichert, belebt und st\u00e4rkt, wollen wir doch alle. Gott hat uns Menschen so geschaffen, dass wir auf Gemeinschaft angelegt sind. Und obwohl wir uns nach Gemeinschaft sehnen und auch auf Gemeinschaft hin gemacht sind, erleben wir, dass menschliche Gemeinschaft sehr zerbrechlich ist und sehr leicht gest\u00f6rt oder sogar zerst\u00f6rt werden kann. Diese Herausforderung sehen wir auch im Miteinander von Christen in der Gemeinde und es ist aus diesem Grund immer wieder sehr wichtig dar\u00fcber nachzudenken, wie Gemeinschaft gelingen kann, wie unser Miteinander von Gott gepr\u00e4gt, immer mehr wachsen kann.<br><br>In der Bibel sehen wir, dass es Gott ein gro\u00dfes Anliegen ist, dass seine Kinder in seinem Sinne Gemeinschaft leben und er gibt uns viele Aufforderungen, wie Miteinander gelingen kann. In unserem Jahresthema wollen wir im Jahr 2021 (jeweils am letzten Sonntag des Monats) dieses Miteinander bedenken und uns von Gott pr\u00e4gen lassen. Unser gro\u00dfer Wunsch ist es, dass unsere Gemeinden dadurch gemeinsam in ihrer Beziehung zu Jesus und auch in ihrer Beziehung zueinander wachsen. Und wir beten, dass durch die Art wie sie miteinander leben auch f\u00fcr andere immer mehr sichtbar wird, welcher Herr sie zusammengef\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umrahmt wird dabei unser Jahresthema von der gro\u00dfen Aufforderung, die Jesus seinen J\u00fcngern mitgibt (Joh 15) und die auch Paulus aufgreift (R\u00f6m 13,8-10), dass wir uns als Kinder Gottes untereinander lieben sollen (Januar &amp; Dezember). Unter diesem Oberthema lassen sich schlussendlich alle anderen Themen, die wir unter dem Jahresthema behandeln, zusammenfassen. Die Liebe, die Jesus auf unvergleichliche Weise vorgelebt hat ist eine Liebe, die bereit ist, sich f\u00fcr den anderen hinzugeben. Eine Liebe, die ein gro\u00dfes Zeugnis f\u00fcr unseren Gott ist.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Diese Liebe \u00e4u\u00dfert sich zun\u00e4chst darin, dass wir als Kinder Gottes bereit sind, uns gegenseitig in Liebe anzunehmen (Februar), weil wir wissen, dass Christus derjenige ist, der uns in Liebe angenommen hat.<\/li><li>Weiter zeichnet sich dieses Miteinander in Liebe dadurch aus, dass Kinder Gottes bereit sind einander zu dienen (M\u00e4rz). Auch dies hat Jesus vorgelebt und war bereit sein Leben als L\u00f6segeld f\u00fcr uns zu geben.<\/li><li>Ein liebevolles Miteinander lebt auch davon, dass wir aufeinander achten und uns dazu ermuntern im Glauben wirklich dran zu bleiben (April) und in der Heiligung zu leben.<\/li><li>F\u00fcr eine gute Gemeinschaft ist es zudem wichtig unn\u00f6tige Konflikte zu vermeiden und sorgf\u00e4ltig darauf zu achten, andere nicht auf falsche Weise zu provozieren (Mai).<\/li><li>Echtes Miteinander unter Glaubensgeschwistern lebt auch davon, dass wir f\u00fcreinander im Gebet einstehen (Juni), weil wir genau wissen, wie abh\u00e4ngig wir alle davon sind, dass unser Herr uns f\u00fchrt, leitet und bewahrt.<\/li><li>Zu diesem f\u00fcreinander einstehen, geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch, dass wir als Kinder Gottes umeinander wissen, die Verbindung zueinander suchen und so als Nachfolger Jesu eine Einheit bilden (Juli).<\/li><li>Weil wir auch als Christen immer wieder untereinander schuldig werden, ist auch das Thema Vergebung ein sehr wichtiger Grundstein f\u00fcr ein gutes Miteinander (August). Auch hier haben wir in Jesus Christus ein gro\u00dfes Vorbild, was Vergebung bedeutet. Und gleichzeitig ist Jesus derjenige, der echte Vergebung erst erm\u00f6glicht, weil er f\u00fcr unsere Schuld am Kreuz gestorben ist.<\/li><li>Geistliches Miteinander beinhaltet auch, dass wir lernen uns in eine geistliche Gemeinschaft einzuordnen. Dazu geh\u00f6rt, dass wir verstehen, wie Gott sich das Miteinander unter seinen Kindern vorgestellt hat und die Bereitschaft sowohl dem\u00fctig Verantwortung zu \u00fcbernehmen wie auch sich auf eine gute geistliche Weise unterzuordnen (September).<\/li><li>Das Leben als Christ ist kein Sprint, sondern eher ein Langstreckenlauf, bei dem es immer mal wieder auch Durststrecken gibt. Auch hier braucht es ein gutes geistliches Miteinander, um uns immer wieder zu einem Leben in der treuen Nachfolge anzuspornen und nicht m\u00fcde zu werden die Liebe Gottes in die Welt zu tragen (Oktober).<\/li><li>Geistliche Durststrecken und Herausforderungen k\u00f6nnen immer wieder auch entmutigend sein und auch hier ist es ein Geschenk Gottes, dass er uns als Glaubensgeschwister zusammengestellt hat. So k\u00f6nnen wir uns gegenseitig ermutigen die richtige Ausrichtung zu behalten und den Blick auf Jesus, auf sein Werk und auf seine Wiederkunft nicht zu verlieren (November).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlussendlich bleibt die Liebe, das Oberthema, das unser Miteinander zusammenh\u00e4lt. Wenn wir aus der Liebe Jesu leben, wenn seine Liebe unser Leben pr\u00e4gt, wird dies auch in einem guten Miteinander unter Glaubensgeschwistern, in der Liebe zueinander sichtbar werden. Bildlich dargestellt k\u00f6nnte das Thema so aussehen: Unser \u201eMiteinander\u201c ist eine Frucht mit verschiedenen Beeren, die sich erg\u00e4nzen und von denen jede einzelne sehr wichtig ist. Im Laufe des Jahres werden wir die einzelnen Beeren nacheinander betrachten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"996\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/image-1-996x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4144\" srcset=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/image-1-996x1024.png 996w, https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/image-1-292x300.png 292w, https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/image-1-768x790.png 768w, https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/image-1-1493x1536.png 1493w, https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/image-1.png 1616w\" sizes=\"auto, (max-width: 996px) 100vw, 996px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine PowerPoint-Vorlage mit der Grafik findet ihr unter: <a href=\"https:\/\/christusbund.sharepoint.com\/:p:\/s\/medien\/EQTQFa12LktBqBCcQsW9qmcBi9et5hf-ZzzoObTt-zou1g?e=Xauf41\">https:\/\/christusbund.sharepoint.com\/:p:\/s\/medien\/EQTQFa12LktBqBCcQsW9qmcBi9et5hf-ZzzoObTt-zou1g?e=Xauf41<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2 Erkl\u00e4rung zum Bibeltext (Johannes 13, 1-17)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verse 18-20 behandeln vor allem den Verrat von Judas. Deshalb ist es besser, sich auf die Verse 1-17 zu konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>2.1 Hinweise zum Textverst\u00e4ndnis<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vers 1: <\/strong>Unser Abschnitt wird mit einer doppelten Grundaussage \u00fcber Jesus eingeleitet. Zun\u00e4chst unterstreicht Johannes, wie genau Jesus wusste, dass sein Weg ans Kreuz unmittelbar bevorsteht und dass dieser Weg der Wille seines Vaters ist. \u201eSeine Stunde ist gekommen\u201c unterstreicht genau diese Wahrheit, dass es sich um den Willen und Plan des Vaters handelt, in den sich Jesus mit ganzem Herzen hineingibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zugleich stellt uns Vers 1 die unvergleichliche Liebe Jesu vor Augen, die sein Handeln bis zum Tod am Kreuz bestimmte. Diese Liebe Jesu ist die Grundlage f\u00fcr sein hingebungsvolles Dienen seinen J\u00fcngern gegen\u00fcber, was auch in der Fu\u00dfwaschung so deutlich sichtbar wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vers 2: <\/strong>Was f\u00fcr ein Kontrast zwischen der wunderbaren Liebe Jesu und der Bosheit, die sich in den Handlungen des Teufels zeigt, der Judas zu seinem Verrat anstiftete. Jesus kannte seinen Verr\u00e4ter und trotzdem wusch er Judas in seiner dem\u00fctigen Liebe die F\u00fc\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vers 3-5: <\/strong>Johannes bringt hier auf wunderbare Weise die Hoheit und Macht Jesu und seine Demut zusammen. In vollem Bewusstsein, dass er Gott, der Sohn, ist, legt sich Jesus das Tuch um und beginnt damit seinen J\u00fcngern die F\u00fc\u00dfe zu waschen. Dieses \u201aF\u00fc\u00dfe waschen\u2018, war eigentlich die Arbeit f\u00fcr einen sehr niedrigen Sklaven. Manche Juden damals bestanden darauf, dass diese Arbeit sogar zu niedrig f\u00fcr j\u00fcdische Sklaven w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus tut in seiner Liebe zu seinen J\u00fcngern diesen Dienst und er bringt dadurch symbolisch zum Ausdruck, was er in den n\u00e4chsten Stunden f\u00fcr seine J\u00fcnger tun wird. Gleichzeitig will Jesus seinen J\u00fcngern eine wichtige Lektion geben, dass eine solche Dienstbereitschaft auch ihr Leben pr\u00e4gen soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vers 6-9: <\/strong>Wir sehen bei Petrus eine gro\u00dfe Verwunderung und auch Ablehnung dessen, was Jesus tut. F\u00fcr Petrus scheint klar zu sein, dass diese Handlung nicht mit dem Status von Jesus zusammenpasst. An dieser Reaktion von Petrus und der Antwort, die ihm Jesus darauf gibt, sehen wir einmal mehr, wie wenig die J\u00fcnger sich das stellvertretende Leiden und Sterben Jesu vorstellen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste Antwort von Jesus nimmt uns in die heilsgeschichtliche Situation hinein, in der die Fu\u00dfwaschung stattfand. Erst nach Jesu Auferstehung erkannten die J\u00fcnger die Dimension der Ereignisse. Der Heilige Geist schloss ihnen die Wahrheit \u00fcber Jesus auf. Gleichzeitig sehen wir in Jesu Antwort auch eine liebevolle Einladung an den verst\u00e4ndnislosen J\u00fcnger, trotz seiner Frage dranzubleiben und auf Gottes Erkl\u00e4rung zu warten. Erst nach der Auferstehung werden die J\u00fcnger verstehen, dass die Fu\u00dfwaschung ein Hinweis auf das stellvertretende Leiden und Sterben Jesu war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Petrus l\u00e4sst sich von der ersten Antwort von Jesus nicht beruhigen. Er ist leidenschaftlich f\u00fcr seinen Herrn unterwegs, er hat Jesu Macht und auch seine Herrlichkeit mit eigenen Augen gesehen. Er wei\u00df, dass Jesus der Herr ist und er der Diener und das Handeln von Jesus passt f\u00fcr Petrus absolut nicht zu diesem Verh\u00e4ltnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Verhalten von Petrus ist hier typisch menschlich. Auf der einen Seite hat er etwas von Jesu Gr\u00f6\u00dfe erkannt. Aber dann tut Jesus etwas, das Petrus nicht nachvollziehen kann. Statt nun in dieser Situation auf Jesus zu vertrauen und ihn machen zu lassen, meint Petrus, er m\u00fcsse seinen Herrn korrigieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber Jesus erkl\u00e4rt seinem J\u00fcnger erneut, dass diese symbolische Handlung der Fu\u00dfwaschung auf etwas viel Gr\u00f6\u00dferes verweist und es um viel mehr geht als um saubere F\u00fc\u00dfe. Es geht um die Frage, wer wirklich zu Jesus geh\u00f6rt. Nur derjenige, dem Jesus die S\u00fcnde abgewaschen hat, der geh\u00f6rt wirklich zu ihm. Sonst hat er keinen Anteil an dem ewigen Erbe, das Jesus Christus f\u00fcr uns erworben hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dieser Antwort trifft Jesus Petrus ins Herz, so dass seine urspr\u00fcngliche Ablehnung sich um 180 Grad wandelt. Petrus erkennt, wenn es um mein himmlisches Erbe geht, dann reicht es nicht, wenn mir nur die F\u00fc\u00dfe gewaschen werden. Der Rest muss auch gewaschen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerhard Maier formuliert hier sehr passend: \u201eDer Leser wird hier bemerken, wie schwer es uns Gott recht machen kann\u201c (Edition C, S.69f). Einen Vers vorher war es Petrus noch zu viel, was Jesus tat, nun ist es ihm zu wenig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vers 10-11:<\/strong> Es scheint, als ob Jesus auf die Reaktion von Petrus hin, das Bild etwas ausweitet. Er redet hier nun von zwei verschiedenen Waschungen. Im Hintergrund steht wahrscheinlich ein Brauch in der damaligen Zeit, dass sich die G\u00e4ste, bevor sie sich aufmachten, zuhause noch badeten. Sie kamen also frisch gebadet, bei ihrem Gastgeber an, und hatten es nur n\u00f6tig an den F\u00fc\u00dfen gereinigt zu werden, weil dort der Staub der Stra\u00dfe hing.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus bringt also eine erweiterte Anwendung der Fu\u00dfwaschung. Es gibt geistlich gesehen, die erste Waschung, die Reinigung vor Gott bei der Bekehrung, die einen Menschen in Jesu Gerechtigkeit vollkommen und gerecht vor Gott stehen l\u00e4sst. Diese Reinigung findet einmal ganz grunds\u00e4tzlich im Leben statt und gilt f\u00fcr immer. Durch sie haben wir ein ewiges Erbteil bei Gott in Christus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun wendet Jesus das Bild der Fu\u00dfwaschung auf unser geistliches Leben nach der Bekehrung an. Auch Kinder Gottes s\u00fcndigen in ihrem Leben immer wieder und brauchen die Vergebung Gottes. Es \u00e4ndert sich also nichts an ihrem Stand als Gerechtfertigte vor Gott und doch brauchen sie es, dass Jesus ihnen immer wieder vergibt, ihnen die F\u00fc\u00dfe w\u00e4scht, damit sie im Glauben weitergehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus sieht den Glauben der J\u00fcnger. Sie vertrauen ihm und folgen ihm nach. Sie sind also ganz grunds\u00e4tzlich rein und doch brauchen sie in ihrem Alltag immer wieder die Reinigung durch ihren Herrn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Ausnahme f\u00fcgt Jesus hier an, und wir sehen einmal mehr, wie genau Jesus \u00fcber die Ereignisse, die kommen sollten, Bescheid wusste. Judas vertraute Jesus nicht, er glaubte nicht und geh\u00f6rte so auch nicht zu Jesus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade dieser Verweis auf Judas bewahrt hier vor einem falschen rituellen Verst\u00e4ndnis. Die Fu\u00dfwaschung an sich, bewirkte bei den J\u00fcngern keine geistliche Reinigung, sie machte nur saubere F\u00fc\u00dfe. Es geht Jesus aber um die geistliche Realit\u00e4t, die er durch die Fu\u00dfwaschung ausdr\u00fccken will. Die Fu\u00dfwaschung verweist auf das, was Jesus am Kreuz tun wird<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vers 12-17:<\/strong> Ab Vers 12 er\u00f6ffnet Jesus ein weiteres Thema, das er durch die Fu\u00dfwaschung verdeutlichen m\u00f6chte. Die J\u00fcnger sollen in der Fu\u00dfwaschung die dem\u00fctige Dienstbereitschaft von Jesus erkennen und werden selbst dazu aufgefordert ihr Leben in einer solchen Dienstbereitschaft zu leben. Jesus erinnert seine J\u00fcnger kurz vor seinem Tod noch einmal sehr deutlich daran, dass er es ist, der in der Beziehung zu seinen J\u00fcnger der Herr ist. Aber als Herr ist Jesus bereit seinen J\u00fcngern als dienendes Vorbild voranzugehen und sie sind aufgefordert, seinem Beispiel in dieser Haltung zu folgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So stellt gerade der Bericht von der Fu\u00dfwaschung diesen doppelten Blick auf Jesus ins Zentrum. Auf der einen Seite ist Jesus v\u00f6llig einzigartig. Er ist der eine Sohn Gottes, er ist der Retter. Auf der anderen Seite war Jesus ganz Mensch und er hat ein vollkommenes Leben gef\u00fchrt, das als Vorbild f\u00fcr unser eigenes Leben dienen soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich unterstreicht Jesus in diesen Versen erneut, wie wichtig es ist das von Jesus Geh\u00f6rte auch in die Tat umzusetzen. Schon am Ende der Bergpredigt hat Jesus dieses Grundprinzip sehr deutlich \u00fcber seine Lehre gestellt. Ein Leben in der Nachfolge erf\u00fcllt sich eben nicht im Wissen, sondern im Tun. In Jak 2 wird dieser Zusammenhang zwischen Glauben und Werken auf sehr klare und herausfordernde Weise dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>2.2 Weitere Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Maier, Gerhard. Johannesevangelium (Edition C Bibelkommentar)<\/li><li>De Boor, Werner. Das Evangelium des Johannes (Wuppertaler Studienbibel)<\/li><li>K\u00f6stenberger, Andreas: John (Baker Exegetical Commentary)<\/li><li>Hughes, R. Kent. John \u2013 That you may believe (Preaching the word)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>3 Erkl\u00e4rungen zum Thema (Einander dienen)<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einander dienen ist ein grundlegendes Thema im Neuen Testament, das besonders von Jesus selbst angesprochen wurde. Neben der Fu\u00dfwaschung ist auch der Abschnitt sehr grundlegend, in dem Jakobus und Johannes um die Pl\u00e4tze zur Rechten und Linken von Jesus bitten (Mt 20,20-28; Mk 10,35-35). Gerade dieses Ereignis zeigt, wie grunds\u00e4tzlich f\u00fcr Jesus das dienende Miteinander unter seinen Nachfolgern ist, und wie sich diese Haltung diametral von dem unterscheidet, was in dieser Welt gilt. Wie bei der Fu\u00dfwaschung verweist Jesus auch in diesem Abschnitt auf sein eigenes Vorbild.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Mt 18,1-5; Mk 9,33-37 und Lk 9,43-45 hebt Jesus ebenfalls die Dienstbereitschaft unter den J\u00fcngern heraus, nachdem sie sich dar\u00fcber unterhalten haben, wer der Gr\u00f6\u00dfte unter ihnen sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber nicht nur Jesus spricht dar\u00fcber, dass wir als seine Nachfolger einander dienen sollen. Der Dienst untereinander wird im Neuen Testament immer wieder aufgegriffen. So sehen wir in der Urgemeinde, dass der Dienst f\u00fcreinander auch in der praktischen Hilfe grundlegend f\u00fcr die Gemeinde ist. In Apg 4,32ff lesen wir, wie die ersten Christen ihren Besitz teilten und so keiner Mangel leiden musste. In Apg 6 setzten die Apostel extra sieben Armenpfleger ein, die sich u.a. besonders um die Anliegen der Witwen in der Gemeinde k\u00fcmmerten (Apg 6,1ff). F\u00fcr Paulus ist es z.B. sehr wichtig, dass die Christen ihre Freiheit, die sie in Christus haben, nicht missverstehen, sondern dass sie diese Freiheit nutzen, um einander in Liebe zu dienen (Gal 5,13f). In Philipper 2 fordert Paulus die Gemeinde in Philippi dazu auf, den anderen h\u00f6her zu achten als sich selbst und das, was den anderen betrifft, in den Blick zu nehmen. Auch hier dient Jesus als das vollkommene Vorbild f\u00fcr diese dienende Haltung (Phil 2,1-11).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Petrus betrachtet die Gemeinde als eine Dienstgemeinschaft, in der jeder die Gabe, die Gott ihm gegeben hat, einsetzen soll, um dem anderen zu dienen. Dieser gegenseitige Dienst ist ein Weitergeben der Gnade Gottes (1Petr 5,10f).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der gegenseitige Dienst unter Glaubensgeschwistern soll das Miteinander in der Gemeinde charakterisieren und so das liebende und dienende Herz Jesu widerspiegeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>3.1 Einander dienen \u2013 Welche Folgen hat es, wenn wir uns daran orientieren?<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Gemeinde spiegelt ihren Herrn wider und ehrt ihn.<\/li><li>Der Heilige Geist wirkt in der Gemeinde.<\/li><li>Die Gemeinde zeigt, dass sie nicht von dieser Welt ist, indem sie Gottes Ma\u00dfst\u00e4be lebt, die v\u00f6llig anders als die Ma\u00dfst\u00e4be dieser Welt sind.<\/li><li>Jeder einzelne in der Gemeinde erf\u00e4hrt, dass ihm gedient wird.<\/li><li>Jeder einzelne erlebt das Vorrecht, ein Diener zu sein, so wie es Jesus vorgelebt hat.<\/li><li>Die Gemeinde verschmilzt zu einer dienenden Einheit.<\/li><li>Die Gemeinde wirkt in dienender Liebe in ihre Umwelt hinein.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>3.2 Einander dienen \u2013 Was sind die Konsequenzen, wenn wir uns nicht daran orientieren?<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Gemeinde wird grundlegend in ihrer Einheit geschw\u00e4cht.<\/li><li>Die Gemeinde wird von entt\u00e4uschten Erwartungen gepr\u00e4gt.<\/li><li>Geistliches Wachstum wird verhindert. Zum einen, weil anderen nicht gedient wird, aber auch dadurch, dass die Glaubenserfahrung des Dienens nicht da ist.<\/li><li>Es entsteht ein N\u00e4hrboden f\u00fcr Spaltungen, Gruppierungen, Konkurrenzdenken.<\/li><li>Die Geborgenheit geht verloren.<\/li><li>Die Gemeinde lebt nicht zur Ehre Gottes.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>3.3 Einander dienen \u2013 Worin liegen die Schwierigkeiten bei der Umsetzung?<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Jesus gibt uns mit seinen Aussagen zu diesem Thema einen entscheidenden Schl\u00fcssel, indem er ganz schlicht den Kontrast zwischen einer dienenden Haltung, wie sie in seiner Gemeinde gelebt werden soll, und einer herrschenden Haltung, wie sie in der Welt vorherrscht, aufzeigt.<strong><\/strong><\/li><li>Unsere \u201ealte Natur\u201c dr\u00e4ngt uns immer wieder dazu, dass wir uns selbst in den Mittelpunkt stellen, dass sich unsere Gedanken darum drehen, wie wir dastehen und was uns dient.<strong><\/strong><\/li><li>Es braucht immer wieder die Ausrichtung auf unseren Herrn, damit wir wirklich in seinem Sinne Diener sein k\u00f6nnen.<strong><\/strong><\/li><li>Eine Schwierigkeit besteht auch darin, dass es ein Dienen gibt, das bei tieferem Betrachten von herrschenden Motiven geleitet wird und deshalb falsch ist. Wenn ich versuche, durch mein Dienen andere Menschen an mich, statt an Jesus zu binden, wirke ich oberfl\u00e4chlich vielleicht wie ein Diener, stelle mich und meine Ziele aber doch in den Mittelpunkt, anstatt wirklich Jesus und den anderen im Blick zu haben. Dadurch wird vermeintliches Dienen zur Manipulation.<strong><\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>3.4 Einander dienen \u2013 Wie geht unsere Gesellschaft damit um?<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Jesus selbst beschreibt die Motive dieser Welt, als sehr selbstbezogen und auf\u2018s Herrschen ausgerichtet. Nat\u00fcrlich gibt es in dieser Welt viel Dienst, der getan wird und viele Menschen, die wirklich aufopfernd anderen dienen. Dennoch nehmen wir wahr, dass die \u201egr\u00f6\u00dfer-, h\u00f6her-, weiter\u201c-Mentalit\u00e4t unsere Welt sehr stark durchdringt. In vielen Bereichen des Lebens geht es ganz schlicht darum, sich durchzusetzen und besser zu sein als andere. Dieses Denken pr\u00e4gt uns, ob wir das wollen, oder nicht.<\/li><li>Zudem m\u00fcssen wir sehen, dass es Jesus ja um mehr als nur die reine Tat des Dienens geht. Es geht um ein Dienen aus der Beziehung zu Gott heraus. Also kein Dienen um sich selbst als guter Mensch zu beweisen und damit vor Gott gut dazustehen. Es geht um Dienst als dankbare Antwort auf die Liebe Gottes, die wir in unserem Leben erfahren haben. Unser Dienen soll zur Ehre Gottes geschehen und nicht um uns vor Gott besser zu machen. D.h. wir m\u00fcssen \u00fcber die reine Tat hinausschauen und auch die geistliche Motivation betrachten, um einen Dienst geistlich beurteilen zu k\u00f6nnen. So ist es wichtig, dass wir menschlichen Dienst dankbar w\u00fcrdigen, aber dass wir gleichzeitig den Gottesbezug nicht aus den Augen verlieren.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>4 Veranschaulichungen<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>4.1 Einander dienen \u2013 Wie hat Jesus uns \u201eeinander dienen\u201c vorgelebt?<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Das ganze Leben von Jesus ist eine Veranschaulichung, was es bedeutet anderen zu dienen.<\/li><li>Den H\u00f6hepunkt des Dienens sehen wir am Kreuz. Jesus tr\u00e4gt unsere Schuld, er gibt sein Leben f\u00fcr uns, damit wir f\u00fcr immer mit ihm leben k\u00f6nnen.<\/li><li>Die Art und Weise wie Jesus sich noch am Kreuz um seine Mutter sorgt und auf den Verbrecher eingeht, der neben ihm am Kreuz h\u00e4ngt, sind absolut bewegende Beispiele seines Dienens.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>4.2 Einander dienen \u2013 Welche weiteren Beispiele finden wir in der Bibel?<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Aquila und Priscilla k\u00fcmmern sich sowohl um Paulus wie auch um Apollos (vgl. Apg 18).<\/li><li>Rut und Boas: Im Buch Rut finden wir wunderbare Beispiele, wie Dienen aussehen kann. Rut dient ihrer Schwiegermutter auf liebevolle Weise. Aber auch Boas ist bereit, sich mit seinen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Rut und Noomi einzusetzen und ihnen so zu dienen.<\/li><li>Lukas ist f\u00fcr mich auch ein Beispiel f\u00fcr eine hingebungsvolle Dienstbereitschaft. Im 2.Timotheusbrief lesen wir, dass Lukas der letzte ist, der noch bei Paulus im Gef\u00e4ngnis ist (2.Tim 4,11).<\/li><li>\u2026<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>4.3 Einander dienen \u2013 Was lehrt uns das \u00fcber die Gemeinde?<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Aufforderung von Jesus, dass seine J\u00fcnger einander dienen sollen, zeigt ganz grunds\u00e4tzlich, wie die Gemeinde Jesu aufgebaut sein soll. Gemeinde soll eine dienende Gemeinschaft, oder eine Gemeinschaft von Dienern sein, die sich gegenseitig tr\u00e4gt und unterst\u00fctzt.<\/li><li>Gerade die Vorstellung von der Gemeinde als Leib unterstreicht, wie wichtig es ist, einander zu dienen. So wie die einzelnen K\u00f6rperteile sich gegenseitig unterst\u00fctzen und erg\u00e4nzen, sind wir als Glaubensgeschwister aufgefordert einander in Liebe zu dienen, und so den ganzen K\u00f6rper zu st\u00fctzen. Das Bild macht auch sehr deutlich, dass es in der Gemeinde eben keine \u201eAllesk\u00f6nner\u201c gibt, sondern dass jeder auf den Dienst der anderen angewiesen ist.<\/li><li>Auch die Ausstattung der Gemeinde mit Gaben des Geistes unterstreicht, wie Gott seine Gemeinde auf das gegenseitige Dienen angelegt hat. Jeder einzelne ist beauftragt, mit der Gabe, die Gott ihm anvertraut hat, den anderen zu dienen und sie so in ihrer Nachfolge zu unterst\u00fctzen und voranzubringen. Dies unterstreicht zum einen unsere Abh\u00e4ngigkeit von Gott, aber eben auch das Aufeinander-angewiesen- sein unter Glaubensgeschwistern.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>5 Anwendung<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>5.1 Wie werden wir von Jesus ausger\u00fcstet, um einander zu dienen?<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Alles beginnt damit, dass Jesus uns ein neues Leben schenkt. Er ist Gott selbst, der uns dient. Er gab sein Leben f\u00fcr uns, damit wir in ihm neues Leben haben k\u00f6nnen.<\/li><li>Durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt, werden wir bef\u00e4higt unser Leben immer mehr so zu leben, wie es zu unserer neuen Identit\u00e4t in Jesus Christus passt.<\/li><li>Jesus befreit uns von unserer Ich-Zentriertheit, indem wir in ihm echte und ewige Annahme erfahren d\u00fcrfen. Weil wir in Jesus tiefen Frieden und Geborgenheit erleben, werden wir befreit unsere Glaubensgeschwister in den Blick zu nehmen und ihnen von Herzen zu dienen.<\/li><li>Auf der anderen Seite sehen wir, dass Jesus uns auch dem\u00fctig macht, damit wir bereit werden, uns von anderen dienen zu lassen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>5.2 Was sollen wir in unserem Leben unternehmen?<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus fordert von seinen J\u00fcngern, dass das \u201eeinander dienen\u201c eine Lebenseinstellung sein soll. Folgende Schritte k\u00f6nnen uns helfen, dass diese Lebenseinstellung immer tiefer in uns verankert wird:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wir m\u00fcssen uns immer wieder vor Augen stellen, wie Jesus uns gedient hat und diesen Dienst mit dankbarem Herzen annehmen.<\/li><li>Wir wollen darum beten, dass Gott unser Herz offen macht, f\u00fcr das, was die anderen brauchen. Wir wollen ihn darum bitten, dass er uns dienstbereite Herzen schenkt.<\/li><li>Zudem ist es wichtig, uns immer wieder bewusstzumachen, dass Gott uns beauftragt hat unseren Geschwistern zu dienen.<\/li><li>Wir sollen als Christen unseren Glaubensgeschwistern dienen. Aber sie sind nicht unsere Herren. Wir haben einen Herrn, und dieser Herr legt auch fest, wie wir dienen sollen. Die Frage ist also nicht, was will der andere, sondern was will Gott von mir f\u00fcr den anderen. Wir wollen also vor Gott fragen:<ul><li>Wie kann ich dem anderen dienen, immer mehr ein Leben zur Ehre Gottes zu f\u00fchren.<\/li><\/ul><ul><li>Wo braucht es Trost, Korrektur, Ermahnung, Ermutigung, \u2026<\/li><\/ul><\/li><li>Wenn es um\u2018s Dienen geht, beginnt es nicht mit den gro\u00dfen Hilfsaktionen, sondern mit dem ganz schlichten liebevollen Dienst im Kleinen. Dass wir einfach da sind, wenn die Geschwister uns brauchen, dass wir gerne ein liebevolles Wort weitergeben, dass wir bereit sind mitanzupacken.<\/li><li>Wir wollen uns gegenseitig in der Gemeinde auch immer wieder zum Dienen ermutigen und anspornen.<\/li><li>Es ist hoffentlich deutlich geworden, dass man Dienen nicht auf eine Liste von einzelnen Taten reduzieren kann, die eben getan werden m\u00fcssen. Dienen ist so vielf\u00e4ltig wie das Leben und es soll ein Ausdruck unserer Liebe zu Gott und unserem N\u00e4chsten sein. Unsere Herausforderung bleibt, im konkreten Fall immer zu \u00fcberlegen und Gott zu fragen: Herr, wie m\u00f6chtest du mich hier und jetzt als deinen Diener gebrauchen? Wie kann ich als dein Kind ein Segen f\u00fcr die anderen sein?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>6 Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>6.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die H\u00f6rer sollen neu verstehen, wie grundlegend das Miteinander unter Christen auf gegenseitiges Dienen angelegt ist. Sie sollen erkennen, dass wir durch Dienen Jesus nachfolgen und seine Liebe ganz praktisch weitergeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die H\u00f6rer sollen ermutigt werden, in ihrem Leben immer mehr eine Gesinnung des Dienens zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>6.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einander dienen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>6.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Bedient vom K\u00f6nig der K\u00f6nige (Joh 13,1-17)<\/li><li>Was hindert uns zu dienen? (z.B. Mt 20,20-28; Mt 18,1-5)<\/li><li>Wie werden wir wahre Diener? (z.B. Gal 5,13f; Phil 2,1-4; 1.Petr 5,10f)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><strong>7 Hilfen zum Bibelgespr\u00e4ch<\/strong><\/a><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warm-up-Runde (M\u00f6glichkeiten)<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Was hast du heute\/in dieser Woche zum Thema \u201eeinander dienen\u201c erlebt?<\/li><li>Was w\u00fcrdest du sagen: \u201eEchtes Dienen bedeutet\u2026\u201c<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fragen zur Texterarbeitung (M\u00f6glichkeiten)<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Was ist der Schl\u00fcsselvers im Abschnitt?<\/li><li>Wie kommt das Thema im Text-Abschnitt vor?<\/li><li>Ist das Thema zentral? Ist es eher eine Nebenbemerkung?<\/li><li>Welche biblischen Beispiele zum Thema \u201eeinander dienen\u201c fallen uns ein?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fragen zum Thema\/zur Veranschaulichung\/zur Anwendung (s.o.)<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Einander dienen \u2013 Welche Folgen hat es, wenn wir uns daran orientieren?<\/li><li>Einander dienen \u2013 Was sind die Konsequenzen, wenn wir uns nicht daran orientieren?<\/li><li>Einander dienen \u2013 Worin liegen die Schwierigkeiten bei der Umsetzung?<\/li><li>Einander dienen \u2013 Wie geht unsere Gesellschaft damit um?<\/li><li>Einander dienen \u2013 Wie k\u00f6nnen wir diesen Auftrag von Jesus in unserer Gemeinde st\u00e4rken?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schluss-Runde (M\u00f6glichkeiten)<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wo w\u00fcrdest du jetzt ein Ausrufezeichen setzen?<\/li><li>Mit wem musst du jetzt \u00fcber was reden?<\/li><li>Was willst du jetzt Jesus sagen?<\/li><li>Was willst du ab sofort anders machen?<\/li><li>Was ist jetzt dran f\u00fcr dich?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Tobias Schurr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: F\u00fcr ein gutes MITEINANDER Predigtthema: Einander dienen Predigttext: Johannes 13, 1-17 Autor: Tobias Schurr Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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