{"id":4167,"date":"2021-01-13T17:45:10","date_gmt":"2021-01-13T16:45:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4167"},"modified":"2021-01-13T17:45:10","modified_gmt":"2021-01-13T16:45:10","slug":"predigthilfe-vom-14-februar-2021-esra-8-in-auszuegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-14-februar-2021-esra-8-in-auszuegen\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 14. Februar 2021 &#8211; Esra 8 (in Ausz\u00fcgen)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gott will den Neuanfang \u2013 und bereitet uns vor<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinweise zu Einleitungsfragen zum Buch Esra finden sich in der Predigthilfe zum 03.01.2021.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Inhaltlich kn\u00fcpft diese Kapitel sehr eng an Kapitel 7 und auch schon Kapitel 1-3, die erste R\u00fcckkehr, an. Es zeigt sich deutlich: Gottes gute Hand ist \u00fcber uns. Er baut sein Reich, egal wie st\u00f6rrisch wir manchmal sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Einordnung f\u00fcr die H\u00f6rer muss deutlich unterschieden werden, dass es mehrere R\u00fcckf\u00fchrungen aus dem Exil gab \u2013 nun sind wir bei der zweiten R\u00fcckf\u00fchrung unter Esra. Dies kann auf den ersten Blick f\u00fcr Verwirrungen sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Klaus vom Orde, Die B\u00fccher Esra und Nehemia, Wuppertaler Studienbibel<\/li><li>Antonius H.J. Gunneweg, Esra<\/li><li>H. G. M. Williamson, Esra. Nehemiah, Word Biblical Commentary<\/li><li>D. J. Clines, Ezra. Nehemiah. Esther, The New Century Bible Commentary<\/li><li>F. Charley Fensham, The Books of Ezra and Nehemiah<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie h\u00e4ngen Kapitel 7 und Kapitel 8 zusammen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In Kapitel 7,1-10 wurde schon kurz zusammengefasst, dass und wann Esra mit seiner R\u00fcckkehrertruppe nach Israel zog. Nach der Wiedergabe des Briefes von Artaxerxes wird in Kapitel 8 nochmal genauer geschildert, wie es zu der Heimf\u00fchrung kam. Zum einen wird genauer angegeben, wer alles dabei war und was mitgenommen wurde. Zum anderen wird die Ankunft in Jerusalem n\u00e4her beschrieben. So ein \u201edoppeltes Erz\u00e4hlen\u201c war im Hebr\u00e4ischen ein \u00fcbliches Stilmittel \u2013 \u00e4hnlich wie beispielsweise in 1Mose 1\/2 und auch in Esra 1\/2. Nach einer allgemeinen Beschreibung der Geschichte wird hineingezoomt und n\u00e4her angeschaut, wie die R\u00fcckkehr ablief.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 1-14: Die R\u00fcckkehrerliste<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist mit den Namen Zattu und Bani in Vers 5 und Vers 10?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wer \u00dcbersetzungen vergleicht, merkt, dass diese Namen nicht in jeder \u00dcbersetzung vorkommen. Im Masoretischen Text, der entscheidenden hebr\u00e4ischen Schrift f\u00fcr das AT, fehlen sie \u2013 in der Septuaginta, der griechischen \u00dcbersetzung, kommen sie jedoch vor. Der Vergleich spricht ganz klar daf\u00fcr, dass beide Namen urspr\u00fcnglich dort standen. Eine gute Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Ausfall des Namens im hebr\u00e4ischen Text ist die Haplographie: Worte werden ausgelassen, weil sie sehr \u00e4hnlich klingen wie das davor oder danach. Der Name Sattu in Vers 5 f\u00e4ngt mit dem gleichen Buchstaben wie Schechanja an und sieht \u00e4hnlich aus. Bani in Vers 10 klingt fast identisch wie das hebr\u00e4ische Wort f\u00fcr S\u00f6hne direkt davor. Deswegen ist davon auszugehen, dass die beiden Namen zum Text urspr\u00fcnglich dazu geh\u00f6rten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie viele R\u00fcckkehrer gab es insgesamt?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Zahlen weichen in verschiedenen Manuskripten etwas voneinander ab (\u00e4hnlich wie auch schon in Esra 2). Nach dem hebr\u00e4ischen Text (MT) sind es 1496, nach dem griechischen Text 1556 und in 3Esr 1590. In den Abschriften und \u00dcbersetzungen gab es wohl kleinere Zahlendreher, die ungef\u00e4hre Zahl von 1500 kann hier angenommen werden.<\/li><li>Gez\u00e4hlt werden hier allerdings nur M\u00e4nner. Nicht ganz klar ist, ob alle m\u00e4nnlichen Personen, oder nur erwachsene M\u00e4nner gez\u00e4hlt wurden. Da Frauen fehlen, kann aber wohl insgesamt von ca. 3000 Leuten ausgegangen werden (auch wenn es m\u00f6glich ist, dass viele junge Single-M\u00e4nner loszogen und sich Familien schwerer taten, aufzubrechen).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum fehlen bei den ersten drei Familien die M\u00e4nner, die mit ihnen gingen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Es f\u00e4llt auf, dass gerade bei den beiden Familienoberh\u00e4uptern der Priester und der Familie in der Abstammung Davids die Angabe fehlt, wie viele M\u00e4nner mit ihnen zogen \u2013 die danach immer auftaucht. M\u00f6glich w\u00e4re es vielleicht, dass gerade bei diesen drei Familienoberh\u00e4uptern gar keine Familie mitzog, allerdings verwundert das etwas. Eine gute Erkl\u00e4rung f\u00fcr diesen Unterschied habe ich nicht gefunden und auch in Kommentaren nicht entdeckt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer waren die beiden Priester-Familienoberh\u00e4upter, die zuerst erw\u00e4hnt werden?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Zuerst wird Gerschom, von den S\u00f6hnen Pinhas, erw\u00e4hnt. Pinhas war ein Enkel Aarons, der Sohn von dem dritten Sohn Aarons, Eleasar (2Mose 6,23-25). Er wird wahrscheinlich zuerst erw\u00e4hnt, weil von ihm Zadok, der erste Priester im Tempel abstammte \u2013 auf den die Hohepriesterlinie zur\u00fcckgef\u00fchrt wurde.<\/li><li>Als Zweites wird Daniel genannt, ein Nachfolge Itamars. Itamar war der vierte Sohn Aarons (2Mose 6,23), also ein Onkel von dem eben erw\u00e4hnten Pinhas.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer war Hattusch, der Nachkomme Davids?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Nach der Priesterlinie war auch die K\u00f6nigslinie weiterhin wichtig. Hattusch wird hier als Nachkomme Schechanjas benannt. Einige deutsche \u00dcbersetzungen \u00fcbersetzen als \u201eSohn\u201c \u2013 aber das hebr\u00e4ische Wort f\u00fcr Sohn kann Nachkomme\/Sippe bedeuten. Aus 1Chr 3,22 sehen wir, dass Hattusch nicht der Sohn, sondern der Enkel von Schechanja war. Durch den Stammbaum in 1Chr 3 sehen wir auch, dass Hattusch in der vierten Generation nach Serubbabel, dem Anf\u00fchrer bei der ersten R\u00fcckkehr-Aktion 80 Jahre fr\u00fcher, war.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie kann es sein, dass viele Sippennamen aus Esra 2 und Esra 8 identisch sind?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Ich z\u00e4hle hier nicht alle Parallelen auf, aber beispielsweise die ersten drei Sippennamen: Parosch, Pahat-Moab und Sattu kommen auch in Esra 2 vor. Manche meinen deshalb, die Liste wurde nur kopiert und sei nicht authentisch. Das ist aber weit hergeholt, weil es doch auch klare Unterschiede in den Listen gibt. Auf den ersten Blick verwundert zwar, dass die gleichen Sippen wiedererscheinen. Beim Nachdenken leuchtet das aber ein: Bei der ersten R\u00fcckf\u00fchrung unter Serubbabel sind von vielen Sippen nicht alle zur\u00fcckgekehrt, sondern immer nur Teile der Verwandtschaft. Nun kehren weitere M\u00e4nner und Familien aus diesen Sippen zur\u00fcck. Daf\u00fcr spricht auch Vers 13, wo von \u201eden Letzten\u201c die Rede ist \u2013 was sich vermutlich auf den Rest der Sippe bezieht. Von dieser Sippe sind nun die restlichen in Babylon Verbliebenen zur\u00fcckgekehrt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was hei\u00dft die Letzten in Vers 13?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Kommen wir direkt zur eben Erw\u00e4hnten Formulierung: \u201edie Letzten\u201c. Es ist umstritten, was mit dieser Formulierung gemeint ist. Manche meinen, die Formulierung ist unverst\u00e4ndlich und erst sp\u00e4ter hinzugef\u00fcgt worden \u2013 wof\u00fcr aber keinerlei Textfunde sprechen. Andere meinen, es geht um die j\u00fcngsten S\u00f6hne, also die Letzten sei im Sinn von jung gemeint. N\u00e4herliegend scheint mir eine andere L\u00f6sung: Es geht um die Letzten in Blick auf die erste R\u00fcckf\u00fchrung. Schon bei der ersten R\u00fcckf\u00fchrung sind 666 der Sippe Adonikams zur\u00fcckgekehrt (Esr 2,13), nun anscheinend die letzten 63, also der Rest der Sippe.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist es Zufall, dass es genau zw\u00f6lf Geschlechter und Sippen waren?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Manche meinen, dass die genaue Anzahl von zw\u00f6lf daf\u00fcr spricht, dass die Liste nicht echt sein kann. Das scheint mir aber nicht der Fall zu sein. Nat\u00fcrlich ist zw\u00f6lf eine besondere Zahl \u2013 es gibt einige Zahlen, die in der Bibel besondere Funktionen einnehmen und mit Segen verkn\u00fcpft wurden: 7,12,40,70. So ist davon auszugehen, dass auch die zw\u00f6lf hier theologisch motiviert ist und in Verkn\u00fcpfung mit dem Segen Gottes stehen soll. Das spricht aber nicht gegen die Authentizit\u00e4t \u2013 es kann aber nat\u00fcrlich sein, dass Esra m\u00f6glicherweise manche Familien entsprechend zu Sippen zusammenfasste, um auf die zw\u00f6lf zu kommen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 15-20: Die Versammlung und die fehlenden Leviten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wo ist Ahawa?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Israeliten, die mit Esra zur\u00fcck nach Israel ziehen wollten, versammelten sich an dem Fluss, der nach Ahawa f\u00fchrt. Gleichzeitig hie\u00df auch der Fluss Ahawa (Vers 21). Es ist kein bekannter Fluss oder Ort, aber es ist davon auszugehen, dass die Ortschaft in der N\u00e4he von Babylon war, wo viele Juden wohnten. Da der Fluss sonst nirgends auftaucht, kann man davon ausgehen, dass es kein gro\u00dfer Fluss war. M\u00f6glicherweise war es nur ein Kanal vom Euphrat abgehend. Dort wurden viele kleinere Kan\u00e4le angelegt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum warteten die Israeliten dort drei Tage?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Drei Tage war eine \u00fcbliche Zeit des Wartens \u2013 bei der Ankunft in Jerusalem wird auch drei Tage gewartet. Es war wohl normal, sich die Zeit zu nehmen, m\u00f6glicherweise eine Art Ritual. Es ist auch gut vorstellbar, dass manche Israeliten erst mit einem Tag Versp\u00e4tung dazu stie\u00dfen und dass Esra erst in Ruhe sichten musste, wer sich nun alles versammelt hatte und mitziehen wollte.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum wollte Esra besonders Leviten dabeihaben?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Als Esra sich umschaute, bemerkte er, dass kaum Leviten dabei waren. Einzelne Priester \u2013 die ja aus dem Stamm Levis sein mussten \u2013 waren dabei, aber Leviten fehlten. Warum waren ihm diese besonders wichtig? Esras Hauptanliegen war es, den Gottesdienst zu reformieren und zu organisieren. Nachdem der Tempel 515 v. Chr. aufgebaut wurde, wollte Esra nun eine auf dem Gesetz Gottes fundierte Praxis installieren. Daf\u00fcr brauchte er nat\u00fcrlich besonders Leviten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum wollten gerade die Leviten nicht zur\u00fcck nach Israel?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Diese Frage ist etwas spekulativ: Warum waren hier keine Leviten dabei? Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung ist, dass von den Leviten nur sehr viel weniger ins Exil nach Babylon gef\u00fchrt worden waren. Da viele Leviten keinen eigenen Landbesitz hatten und von Steuern und Spenden lebten, ist es gut m\u00f6glich, dass einige von ihnen zur \u00e4rmeren Gesellschaft geh\u00f6rten, die in Israel zur\u00fcckgeblieben war. Andererseits kann es gut sein, dass die Leviten, die nach Babylon gef\u00fchrt worden waren, nun eigenen Besitz hatten \u2013 was nicht mehr auf die Weise m\u00f6glich w\u00e4re, wenn sie zur\u00fcck nach Israel gingen und am Tempel arbeiteten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus wem bestand die Gesandtschaft, die Esra losschickte, um Leviten zu suchen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Elf Namen werden hier genannt, die Esra losschickte. Die Namen entsprechen nicht den Namen der R\u00fcckkehrerliste, also hier sind wohl nicht die Oberh\u00e4upter der ganzen Sippen, sondern nur Familienoberh\u00e4upter gemeint. Zuerst werden neun Familienoberh\u00e4upter genannt, danach noch zwei M\u00e4nner, die verst\u00e4ndig waren. Da die beiden Namen der Verst\u00e4ndigen schon davor auftauchen (Elnatan taucht sogar drei Mal in der Liste auf, Jojarib taucht nur \u00e4hnlich als Jarib davor auf), meinen manche, das seien die gleichen Personen. Zwei Personen w\u00fcrden nur noch einmal erw\u00e4hnt werden wegen ihrer besonderen Funktion. Da die Namen allerdings nur \u00e4hnlich sind und es gut m\u00f6glich ist, dass Personen gleich hie\u00dfen \u2013 siehe Elnatan mehrmals \u2013 gehe ich davon aus, dass es insgesamt elf Personen waren: Neun Familienoberh\u00e4upter und zwei Verst\u00e4ndige.<\/li><li>Was ist mit \u201everst\u00e4ndig\u201c gemeint, was war an Elnatan und Jojarib besonders? Das Wort, mit dem sie hier beschrieben werden, steht einfach f\u00fcr Einsichtige, Verst\u00e4ndige (taucht auch in Neh 8,9 auf). Vermutlich ist in diesem Zusammenhang an Schrift-Verst\u00e4ndige zu denken, Schriftgelehrte, die sich mit Gottes Gesetz auskannten, vielleicht waren es auch Priester. Das passt gut, da sie dann den Leviten vor Ort erkl\u00e4ren konnten, warum gerade sie f\u00fcr den Tempel wichtig waren und m\u00f6glicherweise ihnen sogar aus der Schrift aufgezeigt haben, dass Gott sie wieder nach Israel f\u00fchren m\u00f6chte.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer ist Iddo, der Vorsteher im Ort Kasifja?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Es gibt zwei M\u00f6glichkeiten, was hier mit dem Ort Kasifja gemeint sein kann. Das Wort \u201eOrt\u201c kann f\u00fcr einen speziellen Ort eines Heiligtums und nicht f\u00fcr eine Ortschaft stehen (Jer 7,3; Esr 9,8). Also m\u00f6glicherweise war das eine Anbetungsst\u00e4tte oder ein anderer heiliger Ort, an dem einige der Leviten arbeiteten und an dem Iddo der Chef war. Eine andere M\u00f6glichkeit ist, dass es sich doch um eine Ortschaft handelt. Manche identifizieren Kasifja mit der Ortschaft Ktesiphon \u2013 die aber doch etwas anders klingt -, die am Tigris liegt und von der belegt ist, dass es im 3. Jh. nach Christus eine relativ gro\u00dfe Thora-Schule gab. Es ist m\u00f6glich, dass diese auf Juden dort im 4. Jh. v. Chr zur\u00fcckgeht. In dem Fall w\u00e4re Iddo der Vorsteher der Thora-Schule oder einem Gottesdienstort dort gewesen. Beides ist etwas spekulativ: Deutlich ist nur, dass Iddo ein Vorsteher einer Ortschaft oder eines heiligen Ortes war, ein wichtiger Mann, zu dem Esra die Gesandtschaft schickte. Er gab die Information wohl weiter oder konnte m\u00f6glicherweise selbst Leviten \u201elosschicken\u201c, die bei ihm angestellt waren.<\/li><li>Eine Schwierigkeit gibt es hier in der Formulierung: W\u00f6rtlich hei\u00dft es im hebr\u00e4ischen Text, sie sollen \u201eIddo und seinem Bruder\u201c sagen \u2013 danach geht es aber in Plural weiter. Deswegen \u00fcbersetzen die meisten hier einfach im Plural mit \u201eseine Br\u00fcder\u201c, was das Naheliegendste ist.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum erkl\u00e4rten sich dann doch so viele bereit, mitzukommen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In Vers 18 erscheint der h\u00e4ufige Einschub in Esra: \u201eweil die g\u00fctige Hand Gottes \u00fcber uns war\u201c. Das zeigt wieder, dass alles Geschehen im Buch Esra, auch die Motivation der Leviten hier, nur von Esra ausgeht und seiner Gnade zu verdanken ist. Esra plante, fragte an, aber Gott schenkte am Ende.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer erkl\u00e4rte sich von den Leviten bereit, mitzukommen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Iddo selbst, der Anf\u00fchrer dort vor Ort, war keiner von den Leviten, die nun mitkamen. Der Anf\u00fchrer der Sippe war der einsichtige Scherebja (wie vorhin die beiden Verst\u00e4ndigen), der von Machli, abstammte, der wiederum ein Enkel Levis war (2Mose 6,16-19). Hier war die R\u00fcckf\u00fchrung auf Levi besonders wichtig, der Rest vom Stammbaum wird weggelassen. 18 M\u00e4nner aus der Sippe Scherebjas kamen mit.<\/li><li>Au\u00dferdem kam noch die Sippe von Haschabja und Jesaja mit. In welchem Verh\u00e4ltnis die beiden zueinander standen, ist nicht ganz klar, m\u00f6glicherweise waren die Br\u00fcder (so die Septuaginta). Aus ihrer Sippe kamen 20 M\u00e4nner mit.<\/li><li>Insgesamt waren also 38 Leviten dabei. Au\u00dferdem schlossen sich noch 220 Gegebene, Tempeldiener an (vgl. wie schon in Esra 2). Aufgrund der Textabfolge ist wahrscheinlich, dass die 220 Tempeldiener erst mit den 38 Leviten mitkamen und sich im Nachhinein anschlossen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 21-30: Die Reise wird vorbereitet und die Gaben und Ger\u00e4te gez\u00e4hlt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum rief Esra nun am Fluss ein Fasten aus, bevor sie loszogen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Fasten h\u00e4ngt immer ganz eng mit Gebet zusammen (2Chr 20,3ff; Est 4,16). Fasten war immer ein Mittel in besonderen Gefahren und Herausforderungen, wenn man sich bewusst war oder bewusst machen wollte: Unsere eigene Kraft ist zu klein. So wird hier auch als Begr\u00fcndung gesagt: Wir wollen fasten, und uns damit vor unserem Gott dem\u00fctigen: Mit dem Verzicht flehen wir zu ihm und gestehen uns ein, dass unsere eigenen Mittel nicht ausreichen. Die Israeliten fasteten also und flehten Gott um seine Hilfe an. Darum mussten sie ganz besonders flehen, weil Esra keine Hilfe vom K\u00f6nig und seinen Soldaten erbitten wollte (Vers 2).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum verzichtete Esra auf eine Eskorte des K\u00f6nigs, die doch vor R\u00e4ubern h\u00e4tte sch\u00fctzen k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Obwohl Esra wohl Vieles vom K\u00f6nig erhalten h\u00e4tte, verzichtete er hier auf die k\u00f6nigliche Eskorte. Ganz anders Nehemia in Neh 2,9, der die Hilfe vom K\u00f6nig und seinen Soldaten in Anspruch nahm. Warum verzichtete Esra darauf? Er begr\u00fcndet es selbst wie folgt: Er sch\u00e4mte sich, da er dem K\u00f6nig von der Gr\u00f6\u00dfe Gottes erz\u00e4hlt hatte. Die spannende Frage ist nat\u00fcrlich: Warum handelte Esra hier anders als Nehemia? Fensham erkl\u00e4rt das in seinem Kommentar damit, dass Esra in geistlicher Mission unterwegs war, er wollte geistliche Reformen in Israel durchf\u00fchren und wollte dabei zeigen, dass Gott dahintersteht. Nehemia hingegen war in politischer Mission unterwegs und wollte die Mauer aufbauen \u2013 und lie\u00df sich daf\u00fcr von einem Politiker helfen. Seine These ist also: In Ausnahmesituationen, in denen es explizit um geistliche Dinge geht, kann weltliche Hilfe abgelehnt werden, um Gottes St\u00e4rke zu demonstrieren.<\/li><li>Allerdings macht der Text nicht ganz klar, ob die Handlung Esras hier positiv oder negativ zu bewerten ist. Theologisch ist klar: Im Normalfall ist diese Haltung Esras falsch. Das zeigt sich beispielsweise bei Nehemia, der anders handelt; oder auch in vielen anderen Geschichten, in denen Gott durch weltliche K\u00f6nige hilft. Als einige Beispiele: Der Kyrus-Erlass sowie die finanzielle Unterst\u00fctzung der K\u00f6nige, die Gott schenkte und die die Israeliten annehmen sollte. Oder zur Zeit Josefs der Pharao und das \u00e4gyptische Reich, durch das Gott die Familie Jakobs vor der Hungersnot bewahrte. Also: Wir sollen durchaus von weltlicher Seite Hilfe annehmen, vielleicht will Gott uns ja gerade dadurch helfen und unterst\u00fctzen! Deshalb tendiere ich hier dazu, Esras Haltung als falsch zu bewerten. Der negative Begriff der \u201eScham\u201c spricht auch daf\u00fcr. Esra nutzte die M\u00f6glichkeit der Unterst\u00fctzung durch den K\u00f6nig nicht, trotzdem half Gott ihnen und bewahrte sie.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Worum haben die Israeliten Gott gebeten?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Israeliten verkn\u00fcpften das Fasten mit Gebet: Sie bitten Gott um eine gute und gl\u00fcckliche Reise. Sie bitten darum, dass er sie auf dem rechten Weg f\u00fchrt. Vielleicht verstanden sie ihre Reise hier als Erf\u00fcllung der Prophezeiung in Jes 40,3: \u201eIn der W\u00fcste bahnt den Weg des HERRN! Ebnet in der Steppe eine Stra\u00dfe f\u00fcr unseren Gott!\u201c Sie baten besonders um Schutz der Kinder (das Wort k\u00f6nnte auch allgemein f\u00fcr die Schwachen stehen und nicht nur f\u00fcr Kinder). Und sie baten um Bewahrung ihrer Habe, um Schutz vor den R\u00e4ubern, die es damals gab. Gerade aufgrund der reichen Sch\u00e4tze waren sie ein gutes Ziel f\u00fcr R\u00e4uber. Aber vor der Reise legten sie so alles Gott hin und haten ihn um Beistand.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was sagten die Israeliten dem K\u00f6nig \u00fcber ihren Gott?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Vers 22b kann als Bekenntnisformel verstanden werden. Die Israeliten sagten dem K\u00f6nig Artaxerxes: Gottes Hand ist zum Besten \u00fcber allen, die ihn suchen. Aber seine Macht und sein Zorn ist \u00fcber allen, die ihn verlassen. Damit machten sie dem K\u00f6nig deutlich: Wir h\u00e4ngen voll und ganz von unserem Gott ab und vertrauen ihm.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Worin zeigte sich, dass Gott Israel erh\u00f6rte?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In Vers 23 erscheint die knappe Formulierung: Er erh\u00f6rte uns. Es ist nicht ganz klar, ob diese Formulierung vielleicht im Nachhinein von Esra erg\u00e4nzt wurde, als er wusste, dass Gott sie bewahrt hat. Gut vorstellbar ist aber auch, dass die Israeliten in ihrem Gebet Gott voll und ganz vertrauten und sich deshalb schon im Vorhinein sicher waren: Gott wird uns erh\u00f6ren.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer war zust\u00e4ndig f\u00fcr das Geld und Tempelger\u00e4te?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Esra \u00fcbergab die Verantwortung f\u00fcr die Sch\u00e4tze, f\u00fcr die Gaben und Tempelger\u00e4te, Priestern und Leviten. Daf\u00fcr w\u00e4hlte er zw\u00f6lf Obere der Priester in die Verantwortung. Die zweiten Zw\u00f6lf waren wahrscheinlich zw\u00f6lf der Leviten aus Kasifja, denn die beiden genannten Namen tauchen auch dort in der Leviten-Liste auf. Somit waren zw\u00f6lf Priester und zw\u00f6lf Leviten verantwortlich f\u00fcr die \u00dcberf\u00fchrung dieser Sch\u00e4tze.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche Sch\u00e4tze und Tempelger\u00e4te wurden mitgenommen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Es wird nun eine Liste aufgef\u00fchrt, was alles dabei war. Diese Inventur war wichtig, um den Bestand zu \u00fcberpr\u00fcfen, damit nichts unterwegs abhandenkommt oder geklaut wird. In Kapitel 7,22 wurde schon aufgef\u00fchrt, was die Israeliten unter Esra alles von den Finanzbeamten f\u00fcr finanzielle und materielle Unterst\u00fctzung erwarten konnten (siehe zur Umrechnung und genauere Angaben in der Predigthilfe zu Esra 7). In Vers 26 zeigt sich die unglaubliche Menge an Geld. 650 Talent Silber entsprach dem doppelten des j\u00e4hrlichen Steuereinkommens der Provinz westlich des Stroms (ein Talent ca. 31 kg). Dazu kommen noch 100 Talent Gold, was schon unglaublichen Summen entspricht und nochmal deutlich mehr ist als noch bei der ersten R\u00fcckkehr mitgegeben wurde (Esr 2,69). In Vers 27 werden dann die Ger\u00e4te aufgez\u00e4hlt, deren Wert sich nicht genau ermitteln l\u00e4sst.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Womit begr\u00fcndet Esra die Verantwortung der Priester und Leviten als H\u00fcter des Tempelschatzes?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Esra f\u00fchrt zuerst aus, dass die Priester und Leviten heilig, als Gottes Diener abgesondert, sind. Genauso sind auch die Sch\u00e4tze heilig und geh\u00f6ren Gott. Der eine Grund ist also, dass das Geld und die Ger\u00e4te Gott geh\u00f6ren und sie Gott gegen\u00fcber Verantwortung haben. Danach zeigt Esra aber auch nochmal auf: es waren Abgaben, freiwillige Gaben und Spenden, f\u00fcr den Herrn. Die Priester und Leviten hatten also auch eine Verantwortung gegen\u00fcber den Spendern, mit ihren Gaben treu umzugehen. Am Ende sollte es vor den Priester in Jerusalem abgewogen werden und best\u00e4tigt werden, dass nichts davon fehlte.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 31-36: Die R\u00fcckkehr und Ankunft in Jerusalem<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wann zogen die Israeliten los?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Am zw\u00f6lften Tag des ersten Monats, also am 12. Nisan, zogen die Israeliten los vom Fluss Ahawa. Das zeigt zum einen, dass es zw\u00f6lf Tage gedauert hat seit der Versammlung und der Ank\u00fcndigung am 1. Nisan, dass alle abmarschbereit waren und die Leviten hinzugekommen sind. Interessant ist, dass die Reise genau zwei Tage vor dem Passahfest begann, das am 14. Nisan ist und eine Woche andauert. Das zeigt zum einen die Dringlichkeit, mit der die Israeliten zur\u00fcckziehen wollten. Zum anderen lag es sicher auch daran, dass sie in Babylon kein wirkliches Passahfest feiern konnten, da es dazu den Tempel in Jerusalem brauchte.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie weit mussten die Israeliten wandern?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Es ist nicht ganz klar, welche Route die Israeliten wanderten, ob sie den offiziellen Weg am Fluss entlang gingen, oder ob sie durch die W\u00fcste zogen. Mit gut 1000km Fu\u00dfmarsch ist aber auf jeden Fall zu rechnen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Woran zeigte sich, dass Gottes Hand \u00fcber den Israeliten war?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In Vers 31 taucht wieder die beliebte Formulierung auf: Gottes Hand war \u00fcber den Israeliten. Das zeigte sich hier darin, dass er sie vor R\u00e4ubern und Wegelagerern besch\u00fctzte. Zum einen waren die Isareliten nat\u00fcrlich eine relativ gro\u00dfe Truppe, die nicht einfach so \u00fcberfallen werden konnte. Andererseits hatten sie viele Reicht\u00fcmer bei sich, was sie eigentlich zu einer guten Beute machte.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum ruhten sich die Israeliten in Jerusalem erstmal drei Tage aus?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wie schon zum Start bei der Versammlung (Vers 15) wurden wiederum drei Tage gewartet, nachdem sie in Jerusalem angekommen sind. Das war zum einen sicherlich eine Ruhepause zur Erholung. Gleichzeitig ist gut m\u00f6glich, dass es ein Ritual war, m\u00f6glicherweise mit Gebet und Dank f\u00fcr Schutz auf der Reihe verkn\u00fcpft. Gott hat uns \u00fcber die lange Reise in den letzten vier Monaten bewahrt und wir d\u00fcrfen nun in Jerusalem ruhen!<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An wen wurden die Tempelger\u00e4te \u00fcbergeben?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Am vierten Tag ging es an die Arbeit, die Tempelger\u00e4te wurden abgewogen und \u00fcbergeben, es wurde sichergestellt, dass alles im Tempel ankam. Der entscheidende Empf\u00e4nger war der Priester Meremot, der Sohn Urijas.<\/li><li>Die Geschichte von Meremot ist interessant. Sein Vorfahr, Hakkoz und seine S\u00f6hne, konnten bei der ersten R\u00fcckkehr ihre priesterliche Herkunft nicht belegen und wurden deswegen nicht als Priester eingesetzt (Esr 2,61). Neh 3,4.21 zeigen, dass Meremot von diesem Hakkoz abstammte. Scheinbar konnte Hakkoz seine priesterliche Herkunft sp\u00e4ter doch noch belegen und bekam eine Chance als Priester, so dass Meremot dann eine wichtige Funktion als Priester zur Zeit Esras hatte. So war er hier zust\u00e4ndig f\u00fcr die Tempelsch\u00e4tze und konnte sie entgegennehmen.<\/li><li>Mit Meremot waren allerdings weitere Zeugen dabei: ein weiterer Priester, Eleasar, sowie zwei Leviten, Josabad und Noadja. So haben insgesamt zwei Priester und zwei Leviten die sorgf\u00e4ltige \u00dcbergabe best\u00e4tigt und ganz genau aufgeschrieben.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum wechseln Vers 35-36 zur 3. Person?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In den letzten beiden Versen wird nun eine Zusammenfassung gemacht und der Erz\u00e4hler wechselt von der 1. Person zur 3. Person. Es scheint also, dass diese beiden Verse sp\u00e4ter hinzugef\u00fcgt wurden. Das passt auch inhaltlich gut, da die in Vers 36 beschriebene Unterst\u00fctzung durch die Finanzbeamten sicher erst St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck geschah. Genaueres ist hier allerdings spekulativ. Gut vorstellbar ist zum Beispiel, dass Esra in sein \u201eTagebuch\u201c die Geschichte in der 1. Person schrieb. Und dann sp\u00e4ter selbst aus \u00e4u\u00dferer Perspektive diese beiden Verse in der 3. Person als Zusammenfassung erg\u00e4nzte.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie viel wurde geopfert und stehen die Zahlen f\u00fcr etwas Besonderes?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Heimgekehrten opferten zw\u00f6lf junge Stiere: Das steht sicher daf\u00fcr, dass sie stellvertretend f\u00fcr ganz Israel opfern wollten (auch wenn es nur oder vor allem Israeliten aus dem S\u00fcdreich waren, die zur\u00fcckkehrten).<\/li><li>Weiterhin wurden 96 Widder geopfert, das entspricht dem 8-fachen von 12.<\/li><li>Die 77 geopferten L\u00e4mmer verwundern etwas, weil sie kein Vielfaches der 12 sind. Manche gehen hier von einem Textfehler aus und meinen, hier sollte 72 L\u00e4mmer stehen \u2013 daf\u00fcr gibt es aber keinen Textbeleg. 77 ist auch eine spezielle Zahl, die damals h\u00e4ufig einfach f\u00fcr eine sehr gro\u00dfe Zahl stand, also f\u00fcr unz\u00e4hlbar Viele, war hier m\u00f6glich w\u00e4re (so Fensham).<\/li><li>Am Ende wurden nochmal zw\u00f6lf B\u00f6cke als S\u00fchnopfer dargebracht, um ganz Israel zu s\u00fchnen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hielten sich die Beamten des K\u00f6nigs an dessen Vorgaben?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Am Ende des Kapitels wird noch zusammenfassend berichtet: Die Beamten unterst\u00fctzten die Israeliten nach der Anordnung des K\u00f6nigs (Kapitel 7) mit weiteren Finanzen und Material.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die geschichtliche Schilderung Esras lehrt uns vor allem einiges \u00fcber Gott: Er hat die Geschichte in der Hand, er lenkt und leitet sein Volk \u2013 das gilt in gleicher Weise heute f\u00fcr sein Volk, zu dem wir als Heidenchristen geh\u00f6ren d\u00fcrfen. Die speziellen Zusagen der Bewahrung und finanziellen sowie geistlichen Versorgung damals in der Situation lassen sich nicht eins zu eins auf heute \u00fcbertragen. Aber es zeigen sich daraus Prinzipien, wie Gott ist \u2013 die auch im Neuen Testament fortgef\u00fchrt werden. Gott sorgt f\u00fcr uns (Mt 6,19ff). Gott bewahrt uns und bringt uns zu sich nach Hause (R\u00f6m 8,35.38f).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Zeit, die manche frustriert, kann in Esra immer wieder aufgezeigt haben: Gott hat die Geschichte in der Hand. Zuerst erlebte Israel 50-70 Jahre Exil (je nachdem, wann sie weggef\u00fchrt wurden), ohne Tempel, ohne Allerheiligstes, ohne wirklichen Vers\u00f6hnungstag etc. Viele waren sicher entmutigt und hoffnungslos, aber Gott griff ein. Dann erlebte Israel nach der Fertigstellung weitere 60 Jahre, \u00fcber die wir wenig wissen. Aber es scheint, dass Vieles eingeschlafen ist, keine geistlichen Strukturen entstanden sind, die Begeisterung verpufft ist. Immer wieder gab es Widerst\u00e4nde in Israel. Aber Gott hatte die Geschichte weiter in der Hand: Er schickte mit Esra einen Reformer, neue Israeliten, Priester und Leviten, die zur\u00fcckkamen. Auch wenn wir manchmal Zeiten erleben, in denen wir den Eindruck haben, dass die Welt zerbricht oder unser Glauben aus den Fugen ger\u00e4t \u2013 Gott hat die Geschichte und uns pers\u00f6nlich in seiner guten Hand!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Teil m\u00f6chte ich einige Ideen zur Anwendung des Textes geben. Nat\u00fcrlich muss in einer Predigt ein Schwerpunkt gesetzt werden. Bei der L\u00e4nge des Textes kann man \u00fcberlegen, die Liste in Vers 1-14 nicht zu lesen, sondern in einem Satz zusammenzufassen. Esra rief auf, die Israeliten versammelten sich \u2013 und dann setzt Vers 15 ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 1-14:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Gott schenkt und motiviert gen\u00fcgend R\u00fcckkehrer. Die Anzahl von zw\u00f6lf Familien zeigt, dass Gott Segen schenkt.<\/li><li>Es waren sowohl zwei Familien aus der Priesterlinie als auch eine Familie aus der K\u00f6nigslinie dabei. Die beiden Linien waren f\u00fcr die Israeliten besonders wichtig, da aus diesen Linien in Zukunft der Messias \u2013 K\u00f6nig und Priester \u2013 erwartet wurde (so beispielsweise die Vorhersage von Sacharja, die ca. 60 Jahre vor Esra geschah in Sach 4,11-14).<\/li><li>In Zusammenhang mit Kapitel 1-6 zeigt sich: Gott will einen Neuanfang und Reformen. In Israel fehlten wohl Leviten und die Gottesdiente wurden nicht nach seinem Willen gefeiert \u2013 so griff er ein und schickte erneut Israeliten und Leviten zur\u00fcck nach Israel. Egal, wie oft wir scheitern und versagen, Gott bleibt an seinen Pl\u00e4nen f\u00fcr seine Gemeinde und sein Reich dran und er versagt nicht!<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 15-20:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>H\u00e4lt uns unser Besitz und Land davon ab, Gottes Auftrag aufzuf\u00fchren, wie es wohl bei einigen Leviten der Fall war?<\/li><li>Die g\u00fctige Hand Gottes war \u00fcber Israel (Vers 18,22,31). Wie schon in Kapitel 7 taucht diese Formulierung immer wieder auf; Gottes gute Hand lenkte Israel. Darauf d\u00fcrfen auch wir heute vertrauen, das kann immer wieder betont werden: Die Geschichte und unser Leben liegt in Gottes g\u00fctiger Hand!<\/li><li>Zum einen kann hier aufgefordert werden: Lassen wir uns wie die Leviten von Gott rufen in seinen Dienst? Zum anderen kann ermutigt werden: Wenn wir es uns nicht vorstellen k\u00f6nnen und zu schwach scheinen \u2013 Gott ist es, der am Ende motiviert, die Geschichte lenkt und uns aufr\u00fcttelt und aufweckt, wenn wir manchmal tr\u00e4ge sind.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 21-30:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Eine gute M\u00f6glichkeit vor besonderen Herausforderungen ist das Fasten verkn\u00fcpft mit Gebet. In unseren Gemeinden spielt das Fasten h\u00e4ufig keine gro\u00dfe Rolle mehr. In der Bibel ist es aber durchg\u00e4ngig ein legitimes und gebr\u00e4uchliches Mittel der Religiosit\u00e4t. Ich zeige hier nur einige Stellen aus dem Neuen Testament auf: So fastete Jesus, um sich auf seinen Dienst vorzubereiten (Mt 4,2ff). Jesus zeigt auf, dass wir nicht fasten sollen, um vor anderen gut dazustehen \u2013 impliziert aber dabei, dass gefastet wird (Mt 6,16). Paulus fastete drei Tage nach seiner Erblindung, um f\u00fcr seine Taufe bereit zu sein und Bu\u00dfe zu tun (Apg 9,9). Fasten ist also eindeutig eine M\u00f6glichkeit, um in besonderen Herausforderungen, vor besonderen Aufgaben oder verkn\u00fcpft mit Bu\u00dfe seine Demut und Schwachheit vor Gott zum Ausdruck zu bringen \u2013 immer verkn\u00fcpft mit Gebet.<\/li><li>Wir k\u00f6nnen ganz praktisch von Esra lernen: vor langen Reisen, vor besonderen Aufgaben und Herausforderungen \u2013 lass uns gen\u00fcgend Zeit nehmen zur Vorbereitung im Gebet! Wir d\u00fcrfen Gott bei ganz weltlichen und praktischen Dingen um Hilfe bitten!<\/li><li>Wir k\u00f6nnen ausgehend von der Auslegung und Bewertung Esras lernen: Wir d\u00fcrfen weltliche Hilfe annehmen, die Gott uns schickt. Ich gehe davon aus, dass Esras Ablehnung der Hilfe hier nicht positiv zu bewerten ist \u2013 auch wenn Gott ihn trotzdem bewahrte. Aber lasst uns von Nehemia und vielen anderen lernen, weltliche Hilfe annehmen in Dankbarkeit Gott gegen\u00fcber, und gleichzeitig nie das Gebet au\u00dfenvor lassen.<\/li><li>Die Israeliten vertrauten darauf, dass Gott ihr Gebet erh\u00f6rte (Vers 23) \u2013 genauso d\u00fcrfen wir darauf vertrauen, dass Gott unser Gebet nach seinem Willen und zu unserem Besten erh\u00f6rt (Mk 11,24).<\/li><li>Gott versorgt gro\u00dfz\u00fcgig: Er versorgte die Israeliten im \u00dcberfluss mit Finanzen und Ger\u00e4ten und wird auch uns segnen und versorgen,<\/li><li>F\u00fcr die Kassierer wird deutlich: Sie haben eine doppelte Verantwortung: vor Gott, dem alles geh\u00f6rt, und vor den Spendern, die das Geld gaben.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vers 31-36:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Manchmal m\u00fcssen wir mit Gott lange Wege und Wanderungen gehen (auch im \u00fcbertragenen Sinn), weil er Gro\u00dfes mit uns vorhat!<\/li><li>Gott schenkt uns Ruhepausen wie den Israeliten die drei Tage in Jerusalem.<\/li><li>Gott bewahrt, wenn wir mit ihm unterwegs sind. Das hei\u00dft nicht, dass keine Schwierigkeiten kommen \u2013 aber alles muss uns zum Besten dienen (R\u00f6m 8,28).<\/li><li>Meremot ist ein besonderes Beispiel: Obwohl die Priesterschaft seiner Familie am Anfang nicht eindeutig war, hatte er jetzt als Tempelschatzmeister eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sp\u00e4ter konnte er seine Priesterschaft doch noch belegen, bei Gott ist niemand abgeschrieben als Mitarbeiter und es gibt die M\u00f6glichkeit von neuen Chancen.<\/li><li>Nachdem die Israeliten sich erholt hatten, feierten sie erstmal Gottesdienst und opferten S\u00fcndopfer. Das war wie schon beim ersten R\u00fcckkehrerzug die erste Priorit\u00e4t: Bevor wir uns ans Alltagsgesch\u00e4ft machen, wollen wir zu Gott kommen, unsere Schuld bekennen und ihn loben!<\/li><li>Auch als 60 Jahre nach dem Tempelbau Vieles nicht gut l\u00e4uft: Gott schenkt einen Reformer mit Esra, er motiviert neu Menschen f\u00fcr sein Reich, er zieht zu sich, er hat es in der Hand \u2013 damals wie heute!<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott will den Neuanfang \u2013 und bereitet uns vor<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Textgliederung:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>&nbsp;Die R\u00fcckkehrerliste der zweiten R\u00fcckkehr \u2013 Gott schenkt und motiviert ausreichend Israeliten (Vers 1-14)<\/li><li>&nbsp;Esra bemerkt das Fehlen von Leviten \u2013 Gott schenkt und motiviert eine Gruppe von Leviten (Vers 15-20)<\/li><li>&nbsp;Die Israeliten bereiten sich mit Gebet und Fasten auf die Reise vor \u2013 Gott schenkt Finanzen und Bewahrung (Vers 21-30)<\/li><li>&nbsp;Die R\u00fcckkehrer kommen in Israel an und opfern \u2013 Gott erm\u00f6glicht den Gottesdienst in der Heimat (Vers 31-36)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Predigtgliederung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Predigtthema: Gott will den Neuanfang \u2013 und bereitet uns vor<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Titel: Gott ist der Chef!<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>&nbsp;Gott motiviert und begeistert die Menschen, die er f\u00fcr sein Reich braucht (Vers 1-20)<\/li><li>&nbsp;Gott schenkt Finanzen in \u00dcberfluss und Bewahrung \u2013 wir d\u00fcrfen auf ihn vertrauen (Vers 21-30)<\/li><li>&nbsp;Gott erm\u00f6glicht den Gottesdienst in der Heimat, er zieht zu sich und vergibt (Vers 31-36)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alternativ:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Predigtthema: Gott gibt uns nicht auf \u2013 mit ihm kommen wir ans Ziel<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>&nbsp;Viele Menschen klammen sich an das Wenige, was sie haben \u2013 Gott gab sie nicht auf und ruft sie (auch noch nach 80 Jahren) immer noch in die Heimat (1-20)<\/li><li>&nbsp;Es kann schwere Wege mit Gott geben \u2013 aber Gott bewahrt und versorgt! (21-30)<\/li><li>&nbsp;Loszulassen und mit Gott zu ziehen lohnt sich, am Ende gibt es \u00dcberfluss bei ihm! (31-36)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alternativ:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Predigtthema: Und noch eine Chance\u2026<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>&nbsp;Die Israeliten in Babylon: 80 Jahre nach der ersten R\u00fcckkehr noch in Babylon \u2013 Gott ruft immer noch! (1-14)<\/li><li>&nbsp;Die Leviten: Nicht auf den Ruf Gottes eingegangen \u2013 Gott sendet extra Gesandtschaften, um sie zu rufen (15-20)<\/li><li>&nbsp;Esra: Nimmt die Hilfe Gottes durch den K\u00f6nig nicht an \u2013 Gott bewahrt und h\u00f6rt das Gebet trotzdem (21-30)<\/li><li>&nbsp;Die Israeliten in Israel: Der Gottesdienst am Tempel lief noch nicht so, wie es sein sollte \u2013 aber Gott schickt mit Esra und den Leviten Verst\u00e4rkung (31-36)<\/li><li>&nbsp;Meremot: Seine Priesterschaft war anfangs nicht klar \u2013 jetzt ist er Tempelschatzmeister (Vers 33)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.3 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Geschichte von <a href=\"http:\/\/www.xn--bibel-frs-leben-5vb.de\/27.html\">http:\/\/www.xn--bibel-frs-leben-5vb.de\/27.html<\/a><\/li><li>Die Krusten des Lebens:<\/li><li>\u201eEin Londoner Polizist ging eines Abends durch die Stra\u00dfen seines Bezirks, als er laute Ger\u00e4usche aus einer M\u00fclltonne h\u00f6rte. Er dachte an eine Katze und wollte sie verjagen. Doch statt der Katze sog er einen zerlumpten Jungen aus der M\u00fclltonne. \u201eLass mich los, das geh\u00f6rt mir!\u201c schrie der Junge. Der Polizist brachte das Kind in ein Heim zu Leuten, die streunende Jungen versorgten. Dort fand sich der Junge in einer Gruppe Gleichaltriger wieder, die auf ihr Abendessen warteten. Bevor der Junge an dem festlichen gedeckten Tisch Platz nehmen durfte, musste er gebadet und neu eingekleidet werden. W\u00e4hrend des Badens hielt der Junge die Hand geschlossen und sagte immer wieder, \u201eDas geh\u00f6rt mir!\u201c Schlie\u00dflich gelang es der Schwester, die Hand zu \u00f6ffnen und sie fand darin eine schmutzige, vertrocknete Brotrinde. Der Junge wollte sein in der Tonne gefundenes Essen festhalten und unten im Saal war ein s\u00e4ttigendes Mahl bereitet. \u2013 Wie oft handeln wir Menschen ebenso! Wir f\u00fcrchten uns, den alten Kram loszulassen und glauben nicht den wunderbaren Verhei\u00dfungen Gottes auf Lebensbrot und W\u00e4rme. Wenn wir schlie\u00dflich die harten Krusten unseres Lebens an Jesus abtreten, erleben wir eine vorher nie gekannte Freiheit, die uns zugleich den Zutritt zu der F\u00fclle des Reichtums Gottes bietet. Jesus wartet darauf, dich von den Krusten deines Lebens zu befreien und sie mit Reichtum zu ersetzen. Bring sie ihm doch noch heute.\u201c<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Samuel Koser)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gott will den Neuanfang \u2013 und bereitet uns vor Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4167","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-21 07:45:49","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4167","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4167"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4167\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4168,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4167\/revisions\/4168"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4167"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4167"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4167"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}