{"id":4164,"date":"2021-01-05T14:51:20","date_gmt":"2021-01-05T13:51:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4164"},"modified":"2021-01-05T14:51:21","modified_gmt":"2021-01-05T13:51:21","slug":"predigthilfe-vom-7-februar-2021-esra-7-1-28","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-7-februar-2021-esra-7-1-28\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 7. Februar 2021 &#8211; Esra 7, 1-28"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gott will Gemeinde \u2013 und gibt alles N\u00f6tige dazu<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hinweise zu Einleitungsfragen zum Buch Esra finden sich in der Predigthilfe zum 03.01.2021: <a href=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-3-januar-2021-esra-1-2\/\">https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-3-januar-2021-esra-1-2\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Am heutigen Sonntag beginnt der zweite Teil des Buches Esra, in dem es nun um Esra selbst geht. In Esra 7 wird Esra eingef\u00fchrt und es geht um den Auftrag zur R\u00fcckf\u00fchrung der Israeliten. Damit die Zuh\u00f6rer nicht durcheinanderkommen, ist es wichtig aufzuzeigen, dass es mehrere R\u00fcckf\u00fchrungen aus dem Exil gab. Die erste R\u00fcckf\u00fchrung unter Serubbabel schon in Esra 1-6. Nun die zweite R\u00fcckf\u00fchrung unter Esra, gut 50 Jahre sp\u00e4ter. Und dann noch die dritte R\u00fcckf\u00fchrung unter Nehemia, um die es im Nehemia-Buch geht und bei der Esra auch noch eine Rolle spielt. Im heutigen Predigttext kommen wir zur zweiten R\u00fcckf\u00fchrung. Da die Geschichten in Esra teilweise sehr \u00e4hnlich sind und eine gemeinsame theologische Grundaussage haben, ist die Gefahr, von Woche zu Woche sehr \u00e4hnliche Predigten zu haben. Hier m\u00fcssen wir darauf achten, verschiedene Schwerpunkte herauszuarbeiten \u2013 um nicht exakt das Gleiche zu predigen wie bei der ersten R\u00fcckf\u00fchrung in Esra 1\/2, auch wenn es nat\u00fcrlich Parallelen gibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Klaus vom Orde, Die B\u00fccher Esra und Nehemia, Wuppertaler Studienbibel<\/li><li>Antonius H.J. Gunneweg, Esra<\/li><li>H. G. M. Williamson, Esra. Nehemiah, Word Biblical Commentary<\/li><li>D. J. Clines, Ezra. Nehemiah. Esther, The New Century Bible Commentary<\/li><li>F. Charley Fensham, The Books of Ezra and Nehemiah<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie h\u00e4ngen Esra 1-6 und Esra 7-10 zusammen, wie viel Zeit ist dazwischen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Esra 6 endet mit dem Tempelbau, der 515 v. Chr. fertiggestellt war. Esra 7 startet dann im 7. Jahr des K\u00f6nigs Artaxerxes (siehe Vers 7), also 458 v. Chr. \u00dcber die Zeit dazwischen wissen wir so gut wie nichts. Es ist m\u00f6glich, dass auch zwischendurch einzelne Israeliten oder Gruppen nach Israel zur\u00fcckgekehrt sind oder die Lage in Israel sich wieder ver\u00e4ndert hat. Im Buch Esra werden bewusst beide Teile verkn\u00fcpft (siehe Vers 1), auch wenn eine gewisse Zeit dazwischen liegt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Ist Esra 7 von Esra selbst geschrieben?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Ab Esra 7,27 wechselt der Bericht von einer Er-Erz\u00e4hlung zu einem Ich-Bericht. Bis Kapitel 10 schreibt dann Esra selbst in der ersten Person. Da wir von Vers 10-26 ein Edikt des K\u00f6nigs haben, ist die Frage, ob Esra 7,1-10 auch schon zur Esra-Memoire geh\u00f6ren, oder nicht. Ich tendiere dazu, ganz Esra 7-10 als ein St\u00fcck von Esra selbst zu sehen. Zum einen, weil es als notwendige Einleitung dazu geh\u00f6rt, um den Teil ab Esra 7,27 zu verstehen. Zum anderen, weil es gut m\u00f6glich ist, dass Esra selbst sich in der dritten Person einleitete, und erkl\u00e4rte, wer er ist \u2013 um dann danach seine pers\u00f6nlichen Aufschriebe anzuf\u00fcgen. Nur die ersten drei Worte \u201enach diesen Ereignissen\u201c sind eindeutig erst hinzugef\u00fcgt worden, als Esra 1-6 und Esra 7-10 vom Autor des ganzen Werkes zusammengef\u00fchrt wurden \u2013 was m\u00f6glicherweise auch Esra war (siehe Predigthilfe zum 03.01.).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Vers 1-5: Esras Abstammung<\/p>\n\n\n\n<p>Warum beginnt Esra 7 mit \u201enach diesen Ereignissen\u201c \u2013 wenn doch \u00fcber 50 Jahre dazwischen waren?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>\u201eNach diesen Ereignissen\u201c ist in der Bibel eine beliebte Formulierung, um verschiedene Textteile miteinander zu verkn\u00fcpfen, ohne dabei eine zeitliche Aussage zu treffen (z. B. Gen 22,1). Dadurch soll einfach ein literarischer Zusammenhang hergestellt werden, auch wenn kein direkter chronologischer Zusammenhang besteht und es nicht direkt aufeinanderfolgt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wann genau spielt unsere Geschichte?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Esra ordnet genau ein, wann die Geschichte geschieht: zu der Zeit von K\u00f6nig Artaxerxes (auch Artahsasta genannt). In Vers 7 wird noch pr\u00e4zisiert: im siebten Jahr von diesem K\u00f6nig. Es gab zwei K\u00f6nige mit dem Namen Artaxerxes, hier geht es um Artaxerxes I \u2013 zumindest spricht der ganze Ablauf der Erz\u00e4hlung in Esra und Nehemia daf\u00fcr. Das hei\u00dft, unsere Verse spielen im Jahr 458 v. Chr. (siehe ausf\u00fchrlicher dazu Einleitung in der Predigthilfe vom 03.01.).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Was sagt der Stammbaum von Esra aus und warum ist er unvollst\u00e4ndig?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der Stammbaum von Esra \u00e4hnelt dem Stammbaum in 1Chr 5,30-41. Aber im Vergleich wird deutlich: Der Stammbaum enth\u00e4lt einige L\u00fccken. Zum einen fehlen sechs Namen zwischen Amarja und Merjaot. Vielleicht wurden sie bewusst weggelassen und es entsteht einfach kein Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit. Es f\u00e4llt aber auch auf, dass der Name Amarja (und auch einige andere) zweimal vorkommen in 1Chr \u2013 vielleicht wurden hier auch einfach manche Namen wegen Doppelung vergessen. Als Zweites f\u00e4llt auf, dass der Stammbaum von Esra bei Seraja aufh\u00f6rt, der aber h\u00f6chst wahrscheinlich nicht der Vater von Esra war. Seraja war n\u00e4mlich wiederrum der Vater Jozadaks, der der Vater Jeschuas war (vgl. 1Chr 5,40; Esra 3,8). Seraja war der Hohepriester zu der Zeit Nebukadenzars und der Wegf\u00fchrung 587 v. Chr. und wurde damals ermordet (2K\u00f6n 25,18ff). Also m\u00fcsste Esra schon mindestens 130 Jahre alt sein \u2013 und er lebte ja noch l\u00e4nger zur Zeit Nehemias. Das scheint nicht m\u00f6glich und auch nicht der Fall zu sein, da auch in Esra 1-6 Esra noch keine Rolle spielt (Esra w\u00e4re dann der Onkel von Jeschua gewesen). Deswegen ist davon auszugehen, dass auch hier einige Auslassungen zwischen Seraja und Esra gemacht wurden. Warum war das der Fall?<\/li><li>Zwei M\u00f6glichkeiten gibt es: Entweder Esra stammt von dieser Hauptlinie der Hohepriester ab und er ging einfach davon aus, dass alle wussten, wer nach Seraja kam. Esra w\u00e4re dann ein Sohn oder Enkel von Jeschua. Das scheint aber aus zwei Gr\u00fcnden nicht naheliegend: Zum einen war Jeschua ja schon in Israel, wieso sollten also seine Nachkommen wiederum im persischen Reich sein? Au\u00dferdem wird in der Liste in Neh 12 Esra nicht als Nachkomme Jeschaus gelistet (auch wenn die Aufz\u00e4hlungen der Priesterlisten in Esra und Nehemia teilweise sehr unterschiedlich sind und manche Fragen aufwerfen.) Aber deshalb tendiere ich zu zweiterer L\u00f6sung:<\/li><li>Esra kam aus einer Seitenlinie von Seraja, also ein Nachkomme Serajas, aber nicht aus der hohepriesterlichen Linie \u00fcber Jozadak. Wenn er hier also als Sohn Serajas benannt wird, ist damit nur gemeint, dass er zur Sippe Serajas geh\u00f6rt und dadurch wird seine Zugeh\u00f6rig zur Priesterschaft begr\u00fcndet und gezeigt, dass sein Stammbaum auf die Zeit vor dem Exil zur\u00fcckgeht.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Vers 6-10: Erkl\u00e4rung: Wer ist dieser Esra, unter dem die zweite R\u00fcckf\u00fchrung geschah?<\/p>\n\n\n\n<p>Vers 6:<\/p>\n\n\n\n<p>Warum ist vom Hinaufziehen von Babel die Rede?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wenn man nach Jerusalem geht, ist immer von einem Hinaufziehen die Rede, da Jerusalem in den Bergen liegt. Dieses Hinaufziehen aus allen L\u00e4ndern nach Israel l\u00e4sst auch die V\u00f6lkerwallfahrt anklingen: Gott verhei\u00dft, dass eines Tages alle V\u00f6lker von \u00fcberall dort hinaufziehen werden (z.B. Jes 60). Au\u00dferdem wird hier explizit erw\u00e4hnt: \u201evon Babel\u201c. Babel ist nach dem Exil ein Wort f\u00fcr das g\u00f6ttliche Gericht geworden, Gott schickte Gericht aus Babel. Wenn Esra nun von Babel zur\u00fcck nach Jerusalem zieht, hei\u00dft das, dass Gottes Zorn sich abgewendet hat und Gnade wieder m\u00f6glich ist. Gott schenkt einen Neuanfang.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Was war Esras Beruf?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Esra wird in Vers 6 als Schriftgelehrter\/Schreiber bezeichnet. Das Wort bezeichnet in der Bibel meistens nur einen Schreiber, jemand, der schreiben konnte. Allerdings in den Chroniken und Esra, also nach dem Exil, wandelt das Wort sich in seiner Bedeutung etwas und es wird meist nicht nur der Schreiber, sondern ein Schriftgelehrter, jemand, der sich mit dem Geschriebenen auskennt, bezeichnet. Beides geh\u00f6rt nat\u00fcrlich irgendwie zusammen; derjenige, der schreiben kann, kennt sich dadurch auch gut in der Schrift aus und ist ein Gelehrter. Esra war also ein Schriftgelehrter und gilt damit f\u00fcr die sp\u00e4teren Juden als Prototyp f\u00fcr alle Schriftgelehrten. In Sirach wird ausf\u00fchrlich beschrieben, was einen Schriftgelehrten ausmacht (Sir 38,24-39,11). Zus\u00e4tzlich wird nochmal betont, in welcher Schrift sich Esra auskannte: Im Gesetz Moses, das der HERR ihm gegeben hatte. Die f\u00fcnf B\u00fccher Mose waren wohl die Grundlage auch nach dem Exil, das zentrale Dokumente \u00fcber Gott und seine Gebote.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Was hei\u00dft, dass der K\u00f6nig ihm alles gab und warum machte er das?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Aussage meint sicher nicht w\u00f6rtlich, dass der K\u00f6nig Esra alles gab \u2013 er machte ihn ja nicht zum K\u00f6nig. Aber er sicherte ihm volle Unterst\u00fctzung bei diesem Projekt zu. Trotzdem lesen wir in Esra 8,22, dass Esra sich sch\u00e4mte, zu viel vom K\u00f6nig zu erbitten. Der Grund f\u00fcr das Wohlwollen des K\u00f6nigs Esra gegen\u00fcber wird hier ganz klar genannt: Gott war der Grund. Gott lenkt die Geschichte, wie auch schon bisher im Buch deutlich wurde. Gott sorgte daf\u00fcr, dass Esras Pl\u00e4ne gut waren in den Augen des K\u00f6nigs und er sie umsetzen konnte.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Vers 7:<\/p>\n\n\n\n<p>Wer zog alles mit Esra mit?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Es wird hier aufgez\u00e4hlt: Einige von den Israeliten (was die normalen Israeliten vom S\u00fcdreich bezeichnet) und dann die Priester, Leviten, S\u00e4nger, Torh\u00fcter und Tempelsklaven, alle, die am Tempel arbeiteten und besonders wichtig waren. Die Liste ist parallel zur Liste aus Esra 2, wo anhand dieser Gruppen gegliedert wird und eine genauere Liste aufgestellt wird. In Esra 8 wird nochmal n\u00e4her darauf eingegangen, wer alles mitging.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wann war das 7. Jahr des K\u00f6nigs Artahsasta\/Artaxerxes?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Das war im Jahr 458 v. Chr. (siehe Vers 1).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Vers 8-9:<\/p>\n\n\n\n<p>Wann zogen sie los und wann genau kamen sie an? Weshalb spielen die genauen Daten eine so gro\u00dfe Rolle?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Reihenfolge ist hier etwas durcheinander \u2013 die Ankunft wird vorweggenommen und danach doch nochmal wiederholt. Insgesamt scheinen gerade Vers 6-10 etwas durcheinander zu sein. Warum genau, ist nicht klar \u2013 m\u00f6glicherweise war Esra selbst einfach so begeistert, dass sie angekommen sind, dass er das schon vorwegnehmen musste und es immer wieder sagte. Wenn man von etwas begeistert ist, ger\u00e4t man ja manchmal ein wenig durcheinander in der Reihenfolge.<\/li><li>Vier Monate waren die Isareliten unterwegs, vom 1.1. bis zum 1.5. (nach ihrem Kalender). Smitten berechnet das in seinem Kommentar zu Esra und kommt zum Ergebnis, dass die R\u00fcckkehr wohl am 8. April 458 v. Chr. startete.<\/li><li>Es gibt eine interessante zeitliche Parallele: Da Esra im 7. Jahr von Artaxerxes losging, kann man rechnen, dass er ab dem 8. Jahr wohl sein Amt in Israel innehatte. Bei Nehemia lesen wir, dass er im 20. Jahr von Artaxerxes kam und 12 Jahre sein Amt innehatte (Neh 2,1). Also hatten wohl beide ca. 12 Jahre Dauer ihres Amtes.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Warum ist in Esra 8,31 vom 12. Tage des ersten Monats die Rede?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In Esra 8,31 hei\u00dft es: Sie brachen am 12. Tage des ersten Monats auf. Es gab eine gewisse Versp\u00e4tung nach der Versammlung zum Aufbruch, da noch Leviten fehlten (Esr 8,15f). Der endg\u00fcltige Aufbruch geschah also erst 12 Tage sp\u00e4ter, aber die Versammlung zum Aufbrechen begann am ersten Tag des Monats.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Vers 10:<\/p>\n\n\n\n<p>Was machte Esra als Person und Schriftgelehrten besonders aus?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In Vers 1-5 wurde anhand des Stammbaums gezeigt, dass Esra Priester war, also lehren konnte. In Vers 6 wurde gezeigt, dass er Schriftgelehrter ist. Jetzt zum Abschluss wird nochmal ausgef\u00fchrt, worin sich genau zeigte, dass er Schriftgelehrter war. Drei Dinge geh\u00f6ren dazu: 1. Das Gesetz des Herrn zu suchen\/zu erforschen \u2013 also seinen Willen suchen und erkennen wollen. 2. Das Tun: Nicht nur theoretisches Wissen und Gelehrsamkeit, sondern er setzte es auch selbst in die Tat um. 3. Das Lehren: Er forschte und tat es nicht nur selbst, sondern gab es auch an andere weiter. Das zeigt gut, was f\u00fcr einen Schriftgelehrten wichtig ist: Nicht nur das Suchen und Forschen, aber auch nicht nur das Tun. Beides muss zusammenkommen, um dann bereit zu sein, es auch weiterzugeben.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Vers 11-26: Das Edikt des K\u00f6nigs und die Beauftragung zur R\u00fcckkehr<\/p>\n\n\n\n<p>Vers 11:<\/p>\n\n\n\n<p>Ist Vers 11-26 das originale Schreiben bzw. der originale Erlass des K\u00f6nigs?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Vers 11 ist die Einleitung f\u00fcr den Brief, den der K\u00f6nig Esra mitgab und der gleichzeitig auch sein Erlass war. Insgesamt \u00e4hnelt der Aufbau einem Brief: In Vers 12 beginnt es mit Absender und Adressat. Zuerst kommt der Auftrag an Esra, in Vers 21-24 richtet er sich an die persischen Beamten in Israel.<\/li><li>Die Verse 12-26 sind in aram\u00e4isch, also die Sprache wechselt wieder wie schon zum Teil in vorherigen Kapiteln zum Aram\u00e4ischen zur\u00fcck. Das zeigt nochmal deutlich, dass hier wirklich eine Abschrift des originalen Briefs vorliegt.<\/li><li>In den Kommentaren ist umstritten, inwieweit dieses Schreiben direkt auf den K\u00f6nig zur\u00fcckgeht oder welche Rolle Esra hierbei spielte. Manche argumentieren, dass die sprachliche Anlehnung an die persische Sprache (beispielsweise die Bezeichnung als Himmelsgott) und die Kenntnisse \u00fcber den persischen Hof (Vers 14) ganz eindeutig vom K\u00f6nig kommen m\u00fcssen. Andere wiederum meinen, dass die hebr\u00e4ischen Formulierungen (beispielsweise Volk Israel) und die gute Kenntnis des j\u00fcdischen Tempelvorgehens (Vers 17) auf j\u00fcdisches Hintergrundwissen hindeuten und dass deswegen der Brief nicht auf den K\u00f6nig zur\u00fcckgehen kann. Mir scheinen beide Argumente relativ wacklig: Da Esra ein Gelehrter war und wohl einige Zeit in Persien wohnte, w\u00fcrde es wundern, wenn er nicht die grundlegende Struktur in der dortigen Politik oder W\u00f6rter von dort kennt. Gleichzeitig war der K\u00f6nig sicherlich gelehrt und hatte viele Berater und k\u00f6nnte sich vor so einem Brief durchaus grundlegende Dinge \u00fcber den j\u00fcdischen Tempel mitteilen lassen.<\/li><li>Es gab aber eindeutig die Praxis zur damaligen Zeit, dass Erlasse oder Briefe im Sinne von Antr\u00e4gen dem K\u00f6nig zur Unterschrift vorgelegt \u2013 deshalb w\u00e4re es auch m\u00f6glich, dass Esra den Brief verfasste und dem K\u00f6nig vorlegte, der ihn etwas \u00e4nderte und unterzeichnete.<\/li><li>Letztendlich l\u00e4sst es sich nicht sicher sagen, welche Rolle Esra bei der Abfassung des Briefs spielte. Vielleicht war es irgendeine Form von Ko-Produktion, dass Esra einen Antrag stellte, der K\u00f6nig den ausarbeiten lie\u00df und unterzeichnete. Am Ende ist es auf jeden Fall ein Erlass, den der K\u00f6nig unterzeichnete und Esra mitgab.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>An wen ist der Erlass gerichtet?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Explizit wird hier Esra genannt, der immer wieder als Priester und Schriftgelehrter bezeichnet wird. Diese Bezeichnung, mit der Esra schon in Vers 1-10 betitelt wurde, legitimiert seine Arbeit. Da aber auch die Beamten angesprochen werden, wurde er Esra gegeben, um ihn ihnen vorzulegen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Vers 12:<\/p>\n\n\n\n<p>War es \u00fcblich, dass der K\u00f6nig sich als K\u00f6nig der K\u00f6nige bezeichnet?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Artaxerxes bezeichnet sich als Verfasser selbst als K\u00f6nig der K\u00f6nige. Das war und ist bis heute eine \u00fcbliche Formulierung von K\u00f6nigen, die sich dadurch von anderen K\u00f6nigen abheben wollen (bis heute wird vom \u201eSchah in Schah\u201c gesprochen). In der Bibel wird diese Bezeichnung dann auch f\u00fcr Jesus verwendet, den wahren K\u00f6nig der K\u00f6nige.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Warum wird Gott Himmelsgott genannt?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wie schon in Esra 1,2 wird der Gott Israels wieder als Himmelsgott bezeichnet. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass er als der echte Gott anerkannt wurde, sondern war vermutlich eine \u00fcbliche Bezeichnung f\u00fcr den Gott Israels, der keinen direkten Namen oder Standbild hatte, anhand dessen man ihn h\u00e4tte benennen k\u00f6nnen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Was bedeutet das Ende in Vers 12?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wer die verschiedenen \u00dcbersetzungen vergleicht, stellt schnell fest: am Ende von Vers 12 gibt es deutliche Unterschiede. Das liegt daran, dass hier nicht ganz klar ist, was das hebr\u00e4ische Wort bedeutet. Zwei W\u00f6rter stehen hier: Zuerst \u201evollkommen\u201c und dann \u201eund nun\u201c. \u201eUnd nun\u201c ist wahrscheinlich die \u00dcberleitung von der Einleitung des Schreibens zur Beauftragung \u2013 nun geht\u2019s los. \u201eVollkommen\u201c k\u00f6nnte dann in dem Sinn gemeint sein: soweit die Einleitung (fertig\/vollendet) \u2013 nun geht es weiter. Andererseits k\u00f6nnte \u201evollkommen\u201c nur ein Teil eines Gru\u00dfes sein (Auslassung), sodass danach Schalom\/Heil hinzuzudenken ist. Dann w\u00e4re es ein Gru\u00df, wie es zu Briefbeginn zu erwarten w\u00e4re: Vollkommenes (Heil) w\u00fcnsche ich. Ich tendiere zu zweiterer L\u00f6sung, dass es hier um einen \u00fcblichen Gru\u00df geht, der knapper formuliert ist: \u201eVollkommenes w\u00fcnsche ich.\u201c Daf\u00fcr spricht auch, dass in dem Text in Esra 8,9 statt vollkommen hier Schalom als \u00fcblicher Gru\u00df steht.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Vers 13-20:<\/p>\n\n\n\n<p>Wer kehrt heim nach Israel und warum?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wie schon bei der ersten R\u00fcckf\u00fchrung in Esra 2 werden die Heimkehrer zusammengefasst mit Volk Israel (die Laien) und Priester und Leviten. Nun, 50 Jahre sp\u00e4ter, k\u00f6nnte Esra wohl weitere Israeliten anwerben und davon \u00fcberzeugen, nach Israel zur\u00fcckzugehen und es weiter zu besiedeln.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wer stimmte am K\u00f6nigshof alles zu? Passt die Darstellung der Verwaltung zu anderen Quellen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In V. 14 hei\u00dft es, dass der K\u00f6nig und seine sieben R\u00e4te Esra beauftragen. Dass der K\u00f6nig sieben R\u00e4te hatte, die als seine engsten Vertrauten und fast schon Mitherrscher galten, ist auch aus anderen Quellen bezeugt und passt also gut in den historischen Kontext (vgl. Est 1,14 und Herodot III,83f).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Was ist der Auftrag an Esra, um was f\u00fcr eine Untersuchung geht es?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der K\u00f6nig beauftragt Esra explizit damit, nachzuforschen, wie es um Jerusalem und Juda steht. Was ist damit gemeint? Vermutlich sollte er ganz simpel untersuchen, ob sich der erste Heimkehrerzug angesiedelt hat und es ihnen gut geht. Das Ganze soll er aber mit Hilfe des Gesetzes Gottes, also den Moseb\u00fcchern, \u00fcberpr\u00fcfen. Vermutlich ist damit gemeint, dass Esra untersuchen soll, ob die Israeliten sich an die Gebote halten, Gott nachfolgen und der Tempel Gottes Geboten gem\u00e4\u00df betrieben wird.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Womit und warum unterst\u00fctzen die Perser Esra so deutlich?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>\u00dcber f\u00fcnf Verse wird dann geschildert, welche Unterst\u00fctzung Esra alles bekommen soll. Er bekommt finanzielle Unterst\u00fctzung durch den K\u00f6nig und seine R\u00e4te. Sie sollen von den anderen Leuten aus der Provinz Babel finanzielle Unterst\u00fctzung bekommen \u2013 vermutlich geht es hier in erster Linie um die Juden, die in Babel blieben; m\u00f6glicherweise sollten aber auch andere helfen (\u00e4hnlich wie Esra 1 wiederum). Esra wird explizit aufgefordert, das Geld zu verwenden, um Opfertiere zu kaufen, damit der Tempelbetrieb ordentlich gef\u00fchrt werden kann. Alles Geld, was er daf\u00fcr nicht braucht, darf er verwenden, wie es in seinen Augen gut ist \u2013 allerdings nur in \u00dcbereinstimmung mit dem Willen Gottes (Vers 18). In Vers 20 kommt noch die ganz allgemeine Zusage: Alles, was Esra sonst braucht f\u00fcr den Tempel, wird der K\u00f6nig ihm aus seinem Schatzhaus geben.<\/li><li>Diese umfassende Zusage des K\u00f6nigs Artaxerxes Esra gegen\u00fcber verwundert. Warum war das so? Eine M\u00f6glichkeit ist, dass er echt dem lebendigen Gott begegnet ist, an diesen glaubte und deswegen voll und ganz dahinterstand. Eine andere M\u00f6glichkeit ist, dass er Esra als Gelehrten einfach sehr sch\u00e4tzte und unterst\u00fctzen wollte. Sicherlich hatte in jedem Fall Gott seine Hand im Spiel, der das Wohlwollen beim K\u00f6nig Esra und den Juden gegen\u00fcber bewirkte.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Was ist die Provinz Babel in Vers 16?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In Vers 16 wird von der Provinz Babel gesprochen \u2013 historisch gesehen gab es diese Provinz aber nie zu persischer Zeit; Babel war ja das Gro\u00dfreich vor Persien. Zwei m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen gibt es daf\u00fcr: Entweder das hebr\u00e4ische Wort ist hier gar nicht als Provinz gemeint; es kann auch einfach Land oder Landschaft bedeuten. Oder es ist sogar explizit polemisch gemeint: Babel, das urspr\u00fcngliche Gro\u00dfreich, jetzt nicht mal eine Provinz, sondern einfach dem persischen Reich zugeordnet.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Um welche Ger\u00e4te geht es in Vers 19?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In Esra 8,26f wird etwas ausf\u00fchrlicher geschildert und aufgez\u00e4hlt, um was f\u00fcr Ger\u00e4te es ging. Vermutlich waren es keine urspr\u00fcnglichen Tempel-Ger\u00e4te, da diese schon beim ersten R\u00fcckzug mitgegeben wurden, sondern einfach zus\u00e4tzliche Becher oder andere Ger\u00e4te aus Bronze, Silber und Gold.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Vers 21-24:<\/p>\n\n\n\n<p>Wer sind die Schatzmeister jenseits des Stromes?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>\u201eJenseits des Stroms\u201c war die Bezeichnung f\u00fcr die Provinz, in dessen Gebiet auch Jerusalem lag. Den Namen hatte sie erhalten, weil sie von Persien aus Jenseits des Euphrat lag. Vermutlich geht es hier also nicht um Jenseits des Jordans, auch wenn die Provinz dort gemeint ist.<\/li><li>Alle Schatzmeister von dort werden angeredet. Es ist nicht ganz sicher, auf wen sich das bezieht \u2013 vermutlich aber auf alle persischen Beamten, die f\u00fcr dieses Gebiet und speziell f\u00fcr die Finanzen und Steuern in dieser Provinz zust\u00e4ndig waren.<\/li><li>Esra wird den Beamten nochmal extra vorgestellt als Priester und Levit, der sich im Gesetz des Himmelsgottes auskennt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Was sind die Angaben in Talenten, Kor und Bat \u2013 wie viel war das?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Hier gibt es nun genaue Angaben, wieviel Esra bekommen soll, sozusagen als Obergrenze. Die Ma\u00dfeinheiten sind teilweise nicht ganz klar, ich m\u00f6chte aber kurz versuchen, sie m\u00f6glichst genau zu bestimmen.<\/li><li>Ein Talent entspricht ca. 31 kg. Es gab verschiedene Angaben f\u00fcr Talente zu verschiedenen Zeiten; in Griechenland war ein Talent mit 26kg bemessen. Zu babylonischer Zeit wurde teilweise auch in k\u00f6nigliche Talente (etwas mehr) und gew\u00f6hnliche Talente unterschieden. Man geht \u00fcblicherweise davon aus, dass es zwischen 30 und 34kg zur babylonischen Zeit bema\u00df. 100 Talente Silber waren also ca. 3100 kg Silber. Wir wissen von Herodot, dass es 70 Jahre zuvor unter Darius I von der Provinz jenseits des Stromes 350 Talente Silber als Steuer im Jahr gab; somit w\u00e4ren diese 100 Talente ungef\u00e4hr 1\/3 des j\u00e4hrlichen Steuereinkommens der Provinz gewesen.<\/li><li>Die Ma\u00dfeinheiten Kor und Bat schwanken sehr, wir wissen nur genau, dass ein Kor zehn Bath entspricht. Ein Kor hat zwischen 220 und 400 Liter. 100 Kor Weizen sind also, wenn wir mal mit 300 Liter rechnen, 30.000 Liter Weizen. 100 Bat Wein entsprechen ca. 3000 Liter Wein, genauso 100 Bat \u00d6l ca. 3000 Liter \u00d6l.<\/li><li>Salz sollte Esra unbegrenzt bekommen.<\/li><li>Auf den ersten Blick scheint das vielleicht relativ viel zu sein, aber f\u00fcr den Tempelbetrieb von ganz Israel haben diese Mengen wohl nur f\u00fcr ca. 1-2 Jahre gereicht (so Klaus von Orde).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Warum begr\u00fcndet der K\u00f6nig das mit dem Zorn Gottes?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der K\u00f6nig Artaxerxes traute dem Gott Israels auf jeden Fall eine gewisse Macht zu \u2013 denn er begr\u00fcndet die Forderung gegen\u00fcber seinen Beamten nochmal, indem er sagt: Tut das, damit kein Zorn Gottes \u00fcber das Reich des K\u00f6nigs komme (vgl. \u00e4hnlich in Esra 6,12).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Warum gab es spezielle Rechte f\u00fcr Tempelangestellte?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Zum Abschluss der direkten Ansprache an seine Beamten erg\u00e4nzt der K\u00f6nig noch eine Sache: Alle, die irgendwie am Tempel arbeiten und Dienst tun, sollen von allen Steuern, Abgaben und Z\u00f6llen befreit werden! Vielleicht bekamen sie spezielle Rechte, da sie nur eingeschr\u00e4nkt selbst Land und Boden hatten und den ganzen Tag mit Tempeldienst besch\u00e4ftigt waren \u2013 sie lebten ja selbst zu gro\u00dfen Teilen von Steuern und Unterst\u00fctzung durch das Volk.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Vers 25-26:<\/p>\n\n\n\n<p>Was bedeutet nach der Weisheit Gottes?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In den letzten beiden Versen spricht der K\u00f6nig nochmal explizit Esra an. Nach der Weisheit Gottes, die in seiner Hand ist, soll er Richter einsetzen. Was ist damit gemeint? Zum einen ist mit nach der Weisheit Gottes das Gesetz Gottes gemeint, nach deren Grundlagen Esra einsetzen soll. Zum anderen sicher auch die Weisheit, die Gott Esra gegeben hat, und anhand derer er geeignete Leute finden sollte.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wen genau sollte Esra einsetzen, was war deren Funktion?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Nachdem \u00e4u\u00dferlich das Meiste gekl\u00e4rt war, viele Israeliten wieder in Israel waren und der Tempel wieder stand, ging es nun um die innere Wiederbelebung nach dem Exil. Das alttestamentliche Gesetz soll wieder eingef\u00fchrt werden, Lehrer und Richter sollen eingesetzt werden, das Gemeinwesen soll geregelt werden.<\/li><li>Was genau war die Funktion der hier Benannten? Beide hier verwendete Worte stehen f\u00fcr Richter und k\u00f6nnen synonym verwendet werden. Ob Esra hier einen Unterschied sah, ist nicht festzustellen. Allerdings sind Richter nicht nur im juristischen Sinn zu verstehen. Wie schon bei den Richtern im Richterbuch hatten Richter verschiedene Funktionen. Hier in Esra 7,25 wird ihre Funktion beschrieben: Sie sollen richten, also rechtsprechen nach dem Gesetz Gottes. Und sie sollen das Gesetz Gottes lehren und weitergeben, wo es nicht bekannt ist. Also man k\u00f6nnte auch von Lehrern und Richtern sprechen, durch die die ganze Gesellschaft geordnet werden soll. \u00c4hnlich wie Mose \u00fcbernimmt Esra die Funktion als oberster Richter und setzt andere Richter ein.<\/li><li>Die Rabbiner sp\u00e4ter im Judentum berufen sich auf die Einsetzung der Richter und Gelehrten hier, als deren Nachfolger sie sich sehen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wie ist die Bevollm\u00e4chtigung zur Bestrafung, die Strafandrohung, zu verstehen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der K\u00f6nig gibt Esra und seinen eingesetzten Richtern explizit auch die Bevollm\u00e4chtigung zu jeglicher Bestrafung. Sie d\u00fcrfen Geldstrafe, Gef\u00e4ngnisstrafe, Z\u00fcchtigung oder Todesstrafe verh\u00e4ngen. Damit hatten sie legitimiert vom K\u00f6nig volle juristische Befugnis.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Vers 27-28: Esra lobt Gott<\/p>\n\n\n\n<p>Wem ist all das Gute f\u00fcr Israel zu verdanken?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In den letzten beiden Versen des Kapitels spricht Esra nun in der Ich-Form und lobt Gott f\u00fcr das Geschehene. Er macht damit deutlich: Die eigentliche Ursache f\u00fcr all das ist nicht der K\u00f6nig, sondern Gott selbst.<\/li><li>Esra spricht davon, dass Gott daf\u00fcr gesorgt hat, dass er Gnade und Gunst vor dem K\u00f6nig gefunden hat. Grammatikalisch k\u00f6nnte es auch \u00fcbersetzen werden mit: Ich habe Gnade vor Gott gefunden. Aber inhaltlich scheint es hier um die Gnade und Gunst vor dem K\u00f6nig zu gehen, die Gott bewirkt hat. Alles, was in diesem Kapitel geschah, ist also Gott zu verdanken!<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es um die R\u00fcckf\u00fchrung Israels aus dem Exil und den Wiederaufbau in Israel geht, spielt das auf den ersten Blick keine Rolle f\u00fcr uns heute \u2013 au\u00dfer, dass es eine interessante Geschichte ist. Allerdings k\u00f6nnen wir Prinzipien daraus ableiten, wie Gott sein Volk Israel f\u00fchrt \u2013 und auf heute \u00fcbertragen. So wie Gott damals versorgte, Neuanfang erm\u00f6glichte und alles N\u00f6tige zum Aufbau Israels gab, so tut er das auch heute bei der Gemeinde und beim einzelnen Christen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Da wir Anfang Februar vermutlich immer noch mit der Frage besch\u00e4ftigt sind: Wie k\u00f6nnen wir Gemeinde bauen und pers\u00f6nliches geistliches Leben erhalten in schwierigen Zeiten von Corona und auch nach Corona, kn\u00fcpft dieser Text hier sehr gut an. Auf der einen Seite k\u00f6nnen wir von Esra lernen, wie er sich Gott hingibt, sucht, tut und lehrt, und sich von Gott gebrauchen l\u00e4sst. Auf der anderen Seite sehen wir, dass am Ende Gott es ist, der den Aufbau erm\u00f6glicht \u2013 genau das Gleiche gilt heute f\u00fcr unsere Gemeinde. Wir haben erst ein Jahr \u201eExil\u201c, und unseres ist auch nur etwas eingeschr\u00e4nkt; Israel damals war 70 Jahre im Exil, ganz ohne Tempel, viele hatten sicherlich keinen Zugang zu biblischen Schriften. Wir k\u00f6nnen lernen, Gott zu danken und zu loben, f\u00fcr das was er schenkt und daf\u00fcr, dass er weiter sein Reich baut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Teil m\u00f6chte ich einige Ideen zur Anwendung des Textes geben. Nat\u00fcrlich muss in einer Predigt ein Schwerpunkt gelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei diesem l\u00e4ngeren Abschnitt kann man (je nach Zeit) \u00fcberlegen, nur Vers 1-10 und Vers 27-28 zu lesen und das Edikt, in dem viele Wiederholungen drin sind, kurz in zwei S\u00e4tzen selbst zusammenzufassen. Wenn man m\u00f6chte, kann man auch nur \u00fcber Vers 1-10 predigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vers 1-10: Gott schenkt immer wieder neue Chancen und begabt dazu Einzelne \u2013 wie Esra als Schriftgelehrten<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>\u201eNach diesen Geschichten\u201c in Vers 1 \u2013 eine gute M\u00f6glichkeit, um nochmal kurz zusammenzufassen, was in Esra 1-6 passiert ist.<\/li><li>Biblische Figuren sind keine M\u00e4rchenfiguren, Esra ist eingebunden in einen Stammbaum und eine Geschichte!<\/li><li>Gott schickt den Priester und Schriftgelehrten Esra. Es gibt nicht nur Laien, sondern braucht manchmal auch besonders Gelehrte und Theologen. Gott r\u00fcstet aus mit Gaben und gebraucht uns.<\/li><li>Gott schenkt nach dem Gericht (durch Babel) den verhei\u00dfenen Neuanfang. Auch die, die es anfangs verpasst und nicht wahrgenommen haben, bekommen jetzt noch eine Chance.<\/li><li>Gott schenkt, dass der K\u00f6nig Esra gegen\u00fcber Wohlwollen hat und ihn voll unterst\u00fctzt. Wenn unsere Pl\u00e4ne Gottes Willen entsprechen, kann er Gelingen schenken. Gott erm\u00f6glicht den Gemeindebau!<\/li><li>Worunter lebe ich \u2013 unter der gn\u00e4digen Hand Gottes? (Vers 6)<\/li><li>Genaue Datierung der Heimkehr: Die Bibel ist historisch zuverl\u00e4ssig!<\/li><li>Vers 10: Von Esra lernen: Gelehrsamkeit und Tun geh\u00f6ren zusammen, damit man weitergeben kann. Was f\u00e4llt dir pers\u00f6nlich leichter, wei\u00dft du viel \u00fcber die Bibel und bist sehr gut informiert? Oder f\u00e4llt dir das Leben nach Gottes Willen leichter? Beides ist wichtig \u2013 und als drittes ist auch das Lehren wichtig. Alle drei Dinge kommen auch in Mt 28,19-20 zusammen: Lehren, die Gebote tun, weitergeben. Wir sind alle beauftragt, Esras zu sein.<\/li><li>Wie stark bin ich momentan im Erforschen der biblischen Wahrheiten?<\/li><li>Was davon sollte meine Lebensf\u00fchrung st\u00e4rker beeinflussen?<\/li><li>An wen k\u00f6nnte ich etwas weitergeben?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Vers 11-26: Gott gibt alles N\u00f6tige, was zum Weiterbauen in Israel notwendig ist<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Esra soll untersuchen, wie es um den Wiederaufbau in Israel steht. Manchmal ist es wichtig, dass wir sorgf\u00e4ltig untersuchen, wie es um die Gemeinde und unser pers\u00f6nliches geistliches Leben steht \u2013 immer anhand der Bibel und des Wortes Gottes. Man kann hier eine kurze Pause zum \u00dcberlegen geben: Wie sieht es um dein pers\u00f6nliches geistliches Leben aus?<\/li><li>Gott schenkt finanzielle Unterst\u00fctzung und Wohlwollen vom K\u00f6nig und den Beamten. Au\u00dferdem schenkt er Steuererleichterungen, neue Ger\u00e4te und konkrete Zuwendungen. Genauso schenkt Gott heute f\u00fcr die Gemeinde und das pers\u00f6nliche geistliche Leben alles N\u00f6tige, damit wir weiterbauen k\u00f6nnen. Was hat Gott uns schon alles geschenkt?<\/li><li>Vers 18: Sogar dem K\u00f6nig war klar: Esra soll \u00fcberlegen, wof\u00fcr das Geld gut ist \u2013 aber immer auch nach dem Willen Gottes fragen. Genauso sollten wir mit unseren Ressourcen umgehen: Selbst \u00fcberlegen, wo wir sie gut einsetzen k\u00f6nnen, aber auch nach Gottes Willen fragen.<\/li><li>Esra wird beauftragt, Richter und Lehrer einzusetzen. Wie es f\u00fcr Israel damals wichtig war, sind auch in der Gemeinde Strukturen wichtig. Es braucht eine Gemeindeleitung\/\u00c4lteste, Bereichsverantwortliche\/Diakone, Verantwortliche, Leiter, die lehren und Entscheidungen treffen. Orientieren sollten sie sich an einem Vorbild: an Jesus, dem h\u00f6chsten und ersten Schriftgelehrten und Diener.<\/li><li>Esra darf auf die Weisheit Gottes vertrauen, die Gott in ihn gelegt hat \u2013 genauso wird er auch uns leiten, wenn wir Menschen in Mitarbeit einsetzen sollen, solange wir es nach seinem Wort tun.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Vers 27-28:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Gott sorgt zwar f\u00fcr alles N\u00f6tige f\u00fcr die Gemeinde und das pers\u00f6nliche geistliche Leben (siehe vorherige Abschnitte). Aber das hei\u00dft auch: Am Ende geb\u00fchrt ihm alles Lob und alle Ehre!<\/li><li>Wir sollen und d\u00fcrfen uns nat\u00fcrlich reinh\u00e4ngen, mitarbeiten \u2013 aber wir m\u00fcssen nicht glauben, es hinge an uns. Selbst ein gro\u00dfer Mann wie Esra war sich gewiss: Alles, was geschieht, habe ich Gott zu verdanken, er wirkt und handelt!<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.1 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gott will Gemeinde \u2013 und gibt alles N\u00f6tige dazu<\/p>\n\n\n\n<p>Gott gebraucht uns, um geistliches Leben zu wecken \u2013 aber er erweckt es!<\/p>\n\n\n\n<p>Gott h\u00e4lt seine gn\u00e4dige Hand \u00fcber seinem Volk \u2013 bis heute<\/p>\n\n\n\n<p>Woher, Worunter und worauf?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.2 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Textgliederung:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Unter dem Schriftgelehrten Esra geschieht die zweite R\u00fcckf\u00fchrung nach Israel (1-10)<\/li><li>Der K\u00f6nig gibt ihm ein Edikt mit und sichert ihm durch Gottes Wirken alle Unterst\u00fctzung zu (11-26)<\/li><li>Esra gibt das Lob f\u00fcr die Heimkehr und die Unterst\u00fctzung des K\u00f6nigs allein Gott (27-28)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Predigtgliederung Vorschl\u00e4ge:<\/p>\n\n\n\n<p>Gott will Gemeinde und gibt das N\u00f6tige dazu\/Er h\u00e4lt seine gn\u00e4dige Hand \u00fcber seinem Volk bis heute!<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>&nbsp;Gott gibt die richtigen Personen, Mitarbeiter und Gaben (1-10)<\/li><li>&nbsp;Gott versorgt mit allem, was die Gemeinde braucht (11-26)<\/li><li>&nbsp;Am Ende geb\u00fchrt Gott die Ehre f\u00fcr sein Reich (27-28)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Gott gebraucht uns, um geistliches Leben zu wecken \u2013 aber er erweckt es!<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>&nbsp;Lasst uns von Esra lernen, dass wir Gott suchen und uns von ihm gebrauchen lassen: Forschen, Tun und Weitergeben (1-10)<\/li><li>&nbsp;Lasst uns von Gott beschenken und erwecken: Er schenkt uns alles, was wir zum geistlichen Leben brauchen (11-26)<\/li><li>&nbsp;Lasst uns Gott loben und ihm die Ehre geben daf\u00fcr, dass wir zu ihm geh\u00f6ren (27-28)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Nach Wolfgang Nestvogel (Vers 1-10)<\/p>\n\n\n\n<p>Thema: Woher, worunter und worauf?<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>&nbsp;Woher komme ich? \u2013 Esras Stammbaum \u2013 von wem sind wir gepr\u00e4gt? (1-5)<\/li><li>&nbsp;Worunter lebe ich? Die gn\u00e4dige Hand Gottes war \u00fcber ihm! (6-9)<\/li><li>&nbsp;Worauf richte ich mein Herz? Das Wort Gottes zu erforschen, zu tun und zu lehren! (10)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><strong>3.3 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Das Lied: \u201eDeine Hand ist \u00fcber mir\u201c (Feiert Jesus 2,122) passt sehr gut und kann vorgelesen oder gesungen werden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Es gibt sch\u00f6ne Bilder, die ausdr\u00fccken, dass die Hand Gottes \u00fcber einem ist (einfach googeln).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Man kann konkret die Frage stellen oder erz\u00e4hlen: Womit hat Gott uns als Gemeinde in den letzten Monaten versorgt?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>\u201eWir sind nicht zum Erfolg berufen, sondern dazu, Fr\u00fcchte zu tragen.\u201c Henri Nouwen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>&nbsp;Wenn wir uns eingestehen, dass es Gott ist, der Erfolg schenkt oder nicht schenkt, k\u00f6nnen wir auch mit Misserfolgen (in unseren Augen) besser umgehen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>\u201eDer Unterschied ist, dass die Kirche den gro\u00dfen Durchbruch sieht, wo andere nur den gro\u00dfen Zusammenbruch sehen.\u201c Magnus Malm<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>(Samuel Koser)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gott will Gemeinde \u2013 und gibt alles N\u00f6tige dazu Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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