{"id":4069,"date":"2020-10-13T19:09:00","date_gmt":"2020-10-13T17:09:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=4069"},"modified":"2020-11-03T19:09:44","modified_gmt":"2020-11-03T18:09:44","slug":"predigthilfe-vom-22-november-2020-matthaeus-15-29-39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-22-november-2020-matthaeus-15-29-39\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 22. November 2020 &#8211; Matth\u00e4us 15, 29-39"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema: Jesus kennt unseren Mangel \u2013 und ist reicher!<\/strong><strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung). Eine der neuesten \u00dcbersetzungen, neben der NG\u00dc, ist die Basis Bibel zu empfehlen. Sie ist in einer modernen Sprache geschrieben, aber auch mit vielen Erkl\u00e4rungen neben dem Text versehen (<a href=\"https:\/\/www.die-bibel.de\/bibeln\/unsere-uebersetzungen\/basisbibel\/\">https:\/\/www.die-bibel.de\/bibeln\/unsere-uebersetzungen\/basisbibel\/<\/a>).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Matth\u00e4us schreibt sein Evangelium an Judenchristen. Darauf l\u00e4sst das Ankn\u00fcpfen an die Geschichte Israels schlie\u00dfen. Das Evangelium beginnt mit dem Stammbaum Jesu, der bis auf Abraham zur\u00fcckgeht. F\u00fcr Matth\u00e4us ist die Geschichte Israels untrennbar mit der Messias-Erwartung verbunden. Er l\u00e4sst Jesus als den \u201ewahren\u201c Messias in seinem Evangelium \u201e<em>lebendig<\/em>\u201c werden. Matth\u00e4us 16, 16 beschreibt das Thema des Evangeliums: \u201e<strong><em>Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!<\/em><\/strong>\u201c Weitere Stellen, die daf\u00fcr sprechen sind die AT Zitate die Matth\u00e4us wie folgt einleitet: \u201e<strong><em>Das geschah, damit erf\u00fcllt werde<\/em><\/strong> \u2026\u201c (1, 22; 2, 5f; 2,15; 2,17; 2,23; 4,14; 8,17; 12,17-2; 13,35; 21,4; 27,9). Das \u201e<em>Gottesreich<\/em>\u201c oder \u201e<em>Reich Gottes<\/em>\u201c ersetzt er mit \u201e<em>Himmelreich<\/em>\u201c, was dem j\u00fcdischen Verst\u00e4ndnis n\u00e4herkommt. Man k\u00f6nnte sagen, dass Matth\u00e4us sehr darum bem\u00fcht ist, das AT weiter zu schreiben, um es Jesu Anspruch \u201e<strong><em>nicht gekommen bin,<\/em><\/strong> <strong><em>das Gesetz oder die Propheten aufzul\u00f6sen, \u2026, sondern zu erf\u00fcllen!<\/em><\/strong>\u201c (Kap. 5,17) gerecht und tats\u00e4chlich in seinem Auftreten als \u201e<em>Repr\u00e4sentant der Gottesherrschaft<\/em>\u201c lebendig und nachvollziehbar werden zu lassen.<\/p>\n<p>Dieses \u201e<em>Repr\u00e4sentieren<\/em>\u201c, wird vor allem z.B. in den Wundern \u201e<strong><em>an<\/em><\/strong>\u201c den Menschen \u2013 Heilungswunder und in den Wundern \u201e<strong><em>f\u00fcr<\/em><\/strong>\u201c den Menschen \u2013 z.B. Brotvermehrungswunder sichtbar. Beides behandelt der zu bearbeitende Text. Jesus wird in beiden Handlungen \u201e<em>von oben her<\/em>\u201c erkennbar, in der Erf\u00fcllung der Verhei\u00dfung an sein Volk (Jesaja 29, 18f; 35,6; 61,1ff). Es geschehen offensichtliche und verhei\u00dfene Wundertaten Gottes \u2013 <strong>Der Retter ist da!<\/strong><\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p>* &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>Wuppertaler Studienbibel<\/strong> (WSB) erkl\u00e4rt die Speisung der 4000 ausf\u00fchrlich und zieht vor allem einen lesenswerten Bogen in das AT als \u201edie\u201c Quelle f\u00fcr die Verhei\u00dfung an das Volk&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>(kleine Literaturliste von Kommentare oder B\u00fcchern)<\/em><\/p>\n<p>* <strong>Schlatters Erl\u00e4uterungen zum NT<\/strong>, Band I: Das Evangelium nach Matth\u00e4us<\/p>\n<p>* <strong>Die Basis Bibel<\/strong> bietet eine kurze Einleitung in die Evangelien allgemein und in das Matth\u00e4usevangelium<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p><strong>V.29:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Berg<\/strong>: Ort der Begegnung \u2013 der Ruhe \u2013 des Gebetes \u2013 des Empfangens \u2013 der Vorbereitung \u2013 der Verkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Jesus sucht die Ruhe, die Begegnung mit seinem Vater. Sein Ziel: Ein Berg. Der Berg als Ort der Begegnung mit dem Vater im Himmel. Nicht nur f\u00fcr Jesus, sondern f\u00fcr viele Begegnungen in der Bibel. Zwei seiner Vorl\u00e4ufer sind Mose und Elia (Vgl. 2.Mose 19,3.20; 34, 2-4; 1.K\u00f6nige 19,8f). Jesus wird auf einem Berg verkl\u00e4rt und die J\u00fcnger sehen Mose und Elia (Matth\u00e4us 17,1f). Der Berg als Ort der Begegnung \u2013 ein sch\u00f6nes Bild f\u00fcr jemand der schon mal in den Bergen Wandern war. Das kann als Einstieg in die Predigt dienen. Ich oben auf dem Berg \u2013 allein \u2013 nur Ruhe \u2013 nur ich und Gott \u2013 ein Blick ins Tal macht mir deutlich: Wie klein sind doch meine Sorgen von hier oben betrachtet!<\/p>\n<p><strong>V.30-31: <\/strong><\/p>\n<p>Die Ruhe w\u00e4hrt nicht lang! Jesus sucht die Ruhe! Und die Menschen? Sie suchen und finden ihn! Er nimmt sie in seinen \u201e<em>Blick des Erbarmens<\/em>\u201c (WSB). Seine Liebe zu ihnen gew\u00e4hrt die n\u00f6tige und erhoffte Hingabe. Er sieht ihre Not und nimmt sich ihrer an. Matth\u00e4us z\u00e4hlt sicher nicht ohne Hintergedanken \u201e<strong><em>Lahme, Blinde, Verkr\u00fcppelte und Stumme<\/em><\/strong>\u201c auf. Sie sind es, die sich laut der Verhei\u00dfungen, die gr\u00f6\u00dfte Hoffnung auf Heilung machen konnten. Was nicht hei\u00dft, dass Jesus \u201e<em>nur<\/em>\u201c f\u00fcr ihre N\u00f6te gekommen ist, <strong>nein<\/strong>, Matth\u00e4us geht es um die Erf\u00fcllung der Verhei\u00dfungen, die auf das \u201e<strong><em>Kommen<\/em><\/strong>\u201c des Messias hinweisen.<\/p>\n<ul>\n<li>In <strong>Jesaja 29, 18f<\/strong> hei\u00dfte es: \u201e<em>Zu der Zeit <strong>werden<\/strong> die <strong>Tauben<\/strong> <strong>h\u00f6ren<\/strong> die Worte des Buches, und die Augen der <strong>Blinden<\/strong> <strong>werden<\/strong> aus Dunkel und Finsternis <strong>sehen<\/strong>; 19 und die <strong>Elenden<\/strong> <strong>werden<\/strong> wieder <strong>Freude<\/strong> <strong>haben<\/strong> am HERRN, und die <strong>\u00c4rmsten<\/strong> unter den Menschen <strong>werden<\/strong> <strong>fr\u00f6hlich<\/strong> <strong>sein<\/strong> in dem Heiligen Israels.<\/em>\u201c<\/li>\n<li>Ebenso in <strong>Jesaja 35, 6<\/strong>: \u201e<em>Dann <strong>wird<\/strong> <strong>der<\/strong> <strong>Lahme<\/strong> <strong>springen<\/strong> wie ein Hirsch, und die Zunge des <strong>Stummen<\/strong> <strong>wird<\/strong> <strong>frohlocken<\/strong>. Denn es werden Wasser in der W\u00fcste hervorbrechen und Str\u00f6me im d\u00fcrren Lande.<\/em>\u201c<\/li>\n<li>Sowie in <strong>Jesaja 61, 1f<\/strong> hei\u00dft es: \u201e<em>Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, <strong>den<\/strong> <strong>Elenden<\/strong> gute Botschaft zu bringen, die <strong>zerbrochenen<\/strong> <strong>Herzen<\/strong> zu verbinden, zu verk\u00fcndigen den <strong>Gefangenen<\/strong> die Freiheit, den <strong>Gebundenen<\/strong>, dass sie frei und ledig sein sollen; 2 zu verk\u00fcndigen ein gn\u00e4diges Jahr des HERRN und einen Tag der Rache unsres Gottes, zu tr\u00f6sten alle <strong>Trauernden<\/strong>, 3 zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freuden\u00f6l statt Trauer, sch\u00f6ne Kleider statt eines betr\u00fcbten Geistes gegeben werden, dass sie genannt werden \u00bbB\u00e4ume der Gerechtigkeit\u00ab, \u00bbPflanzung des HERRN\u00ab, ihm zum Preise.<\/em>\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>All diese Worte erf\u00fcllten sich vor den Augen der Menschen, die um Jesus standen. Das war quasi der Beweis \u2013 <strong>Der Retter ist da!<\/strong><\/p>\n<p>Und doch bleibt sicher auch bei dem ein oder anderen ein Restzweifel. Johannes der T\u00e4ufer wird seine J\u00fcnger zu Jesus schicken, um ihn zu fragen (Lukas 7, 19): \u201e<strong><em>Bist du, der da kommen soll? Oder sollen wir auf einen anderen warten?<\/em><\/strong>\u201c. Jesus antwortete ihnen (Vers 22f): \u201e<strong><em>Geht<\/em><\/strong><em> und <strong>verk\u00fcndet<\/strong> Johannes, was ihr<strong> gesehen <\/strong>und <strong>geh\u00f6rt <\/strong>habt:<strong> Blinde sehen, Lahme gehen, Auss\u00e4tzige werden rein und Taube h\u00f6ren, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt;<\/strong> 23 und selig ist, wer sich nicht \u00e4rgert an mir.<\/em>\u201c Jesus erweist sich durch seine Taten an den Menschen! \u201e<strong><em>Geht <\/em><\/strong><em>und<strong> verk\u00fcndet, <\/strong>was ihr<strong> gesehen <\/strong>und<strong> geh\u00f6rt <\/strong>habt<strong>!<\/strong><\/em>\u201c \u2013 <strong>Der Retter ist da!<\/strong><\/p>\n<p>\u201e<em>Das Volk verwunderte sich<\/em>\u201c, das kann ja zweierlei bedeuten. Zum einen: sie glauben daran, dass er es tats\u00e4chlich ist. Zum anderen kann es aber auch durchaus sein, dass es unter ihnen die Zweifler, oder zumindest, die Unsicheren gab, die es nicht so richtig einordnen oder fassen konnten. Was passiert da gerade? Kann es wirklich wahr sein? Nach so langer Zeit, des ersehnten Wartens? Ist er es wirklich? Auf jeden Fall bringt diese Begegnung mit Jesus und die absolute Genesung der Geheilten, sie in eine anbetende und lobende Haltung. Sie priesen Gott! Ich glaube, an der Stelle wurde bei vielen der Glaube erneuert. Das <em>Shema<\/em> Israel, wurde sicher vielen wieder neu bewusst: \u201e<strong><em>H\u00f6re Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein!<\/em><\/strong>\u201c (5.Mose 6,4). Jesus bewirkt die Umkehr, hin zu Gott. Sein Erbarmen bewirkt, dass Menschenherzen sich ihm zuwenden und sie d\u00fcrfen Staunen! \u2013 <strong>Der Retter ist da!<\/strong><\/p>\n<p><strong>V.32: <\/strong><\/p>\n<p>In diesem Vers r\u00fccken die J\u00fcnger wieder in den Fokus. Seine Sch\u00fcler, Lehrlinge und engsten Nachfolger. Sie lernen jeden einzelnen Tag dazu, was es hei\u00dft, ihm zu dienen und noch viel mehr, den Menschen, die \u201eihm\u201c nachlaufen. Erst k\u00fcrzlich erlebten sie mit Jesus ein \u00e4hnliches Wunder. Schon da durften sie erleben, dass Jesus das rein menschlich Unm\u00f6gliche m\u00f6glich machen kann. In Kapitel 14 wird so sch\u00f6n beschrieben, wie jeder von ihnen seinen eigenen Zweifel nach der Speisung in seinen H\u00e4nden h\u00e4lt. Einen ganzen Korb voll Reste. F\u00fcr jeden J\u00fcnger ein Korb voll! Was f\u00fcr ein geniales Bild! Und nun stehen sie wieder vor der Brotfrage. Jesus sieht die vielen Menschen und es \u201e<em>jammerte ihn<\/em>\u201c. Sein Erbarmen bekommt hier gen\u00fcgend Futter zum Handeln. Er sieht die Not und m\u00f6chte sie lindern! Die J\u00fcnger sehen auch die Not, aber \u201e<em>nur<\/em>\u201c die eigene! Jesus dagegen m\u00f6chte handeln!<\/p>\n<p><strong>V.33-34:<\/strong><\/p>\n<p>\u201e<strong><em>Woher sollen wir so viel Brot nehmen?<\/em><\/strong>\u201c Jesus komm schon! Lass sie gehen! Wer hier mit dem Finger auf die J\u00fcnger zeigt, der sollte schnell dessen Richtung \u00e4ndern und auf sich selber zeigen. Die J\u00fcnger zeigen sich von ihrer menschlichen Art, die analysiert, absch\u00e4tzt und dann ein reales Urteil f\u00e4llt: \u201e<em>Das kann nicht reichen! Da muss noch was rangeschafft werden!<\/em>\u201c Ich glaube in dieser Situation kann sich jeder mal wiederfinden. Wie oft setzen wir unserem Wissen darum, dass Jesus kann, ein \u201e<strong><em>aber<\/em><\/strong>\u201c an. Wie oft \u00e4ndern wir durch ein \u201e<strong><em>aber<\/em><\/strong>\u201c, eine positive Zusage Gottes in eine negative Selbstaussage, weil ich meine, das reicht nicht, das ist zu klein, das passt nicht, dazu fehlen uns die Mittel, ja aber, das schaffe ich nicht, denn ich bin zu klein, zu unmusikalisch, zu unsportlich und Andachten halten kann ich schon mal gar nicht! Wirklich? Die J\u00fcnger halten mir hier den Spiegel vor, wieder einmal!<\/p>\n<ul>\n<li>Jesus geht darauf ein, indem er als erstes den Bestand abfragt, indem er die \u201e<em>Brotfrage<\/em>\u201c stellt: \u201e<strong><em>Wie viele Brote habt ihr?<\/em><\/strong>\u201c<\/li>\n<li>Die J\u00fcnger geben den Bestand an: \u201e<strong><em>sieben Brote und ein paar Fische<\/em><\/strong>\u201c \u2013 rein <strong>menschlich<\/strong>: zu wenig! Aber rein <strong>messianisch<\/strong>: passt scho! J<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>V.35:<\/strong><\/p>\n<p>Jesus schafft Ordnung! Er l\u00e4dt sie ein an seinen Tisch, das Volk und seine J\u00fcnger.<\/p>\n<p><strong>V.36-37:<\/strong><\/p>\n<p>Jesus spricht den Dank! Er richtet den Blick von \u201e<strong><em>unten<\/em><\/strong>\u201c (menschlich) nach \u201e<strong><em>oben<\/em><\/strong>\u201c, zum Himmel zu seinem Vater und dankt f\u00fcr das \u2013 rein menschlich \u2013 Wenige, was vor Gott trotzdem Grund zum Danken hat! Jesus verdeutlicht ihnen Verse wie 5.Mose 8,3: \u201e<strong><em>der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des Herrn geht.<\/em><\/strong>\u201c Er lenkt den Blick voller Dankbarkeit hin zu Gott. Die paar Brote und Fische sind hier nicht entscheidend, sondern der Perspektivwechsel des Menschen, weg vom menschlichen Zweifel, der Zeichen und Wunder sehen will, hin zum dem\u00fctigen Glauben: <strong>DU<\/strong> kannst! ICH brauche <strong>DICH<\/strong>!<\/p>\n<p>F\u00fcr die J\u00fcnger ein weiteres Lehrst\u00fcck, denn sie teilen nun zum zweiten Mal das Wunder aus und d\u00fcrfen ihren Zweifel oder Kleinglauben in K\u00f6rben wieder einsammeln. Da wo Gott Brot vermehrt, <strong>werden alle satt<\/strong> und <strong>es bleibt immer etwas \u00fcbrig!<\/strong> \u2013 <strong>Der Retter ist da!<\/strong><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Wie Matth\u00e4us sein ganzes Evangelium als Fortsetzung der Heilsgeschichte Israels beschreibt, so ist auch dieser Text in diesem Licht auszulegen. Jesus repr\u00e4sentiert die \u201eGottesherrschaft\u201c, indem er sich in Wundern als der Messias erweist. Sichtbar und h\u00f6rbar f\u00fcr jeden \u2013 <strong>Der Retter ist da!<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Heute (2020) ist Ewigkeitssonntag. \u201e<em>Der Ewigkeitssonntag im November, auch Totensonntag genannt, ist dem Andenken an Verstorbene gewidmet. Neben dem Totengedenken wird in vielen Gottesdiensten auch zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermutigt. Der Gedenktag geht auf die Reformationszeit zur\u00fcck. Mit dem Ewigkeitssonntag endet das Kirchenjahr (ekd.de)<\/em>\u201c. Ein Sonntag, der Erinnerung an die \u201eHeim gegangenen\u201c, aber auch der Sonntag des R\u00fcckblickes auf das heute endende Kirchenjahr 2020. Ein Jahr das sicher vielen in eingeschr\u00e4nkter, vielleicht ausgeruhter, verwirrender, ja, surrealer Erinnerung bleiben wird. Und trotzdem scheint dieser heutige Text durch alles hindurch, was uns Sorgen, \u00c4ngste aber auch Verluste bereitet hat \u2013 <strong>Der Retter ist da!<\/strong> Er sorgt f\u00fcr uns und macht aus \u2013 rein menschlich Wenigem \u2013 \u00dcberfluss! Das ist die Hoffnung von Advent, der am n\u00e4chsten Sonntag die Stuben und H\u00e4user und hoffentlich die Herzen erhellen wird \u2013 <strong>Der Retter ist da!<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Wo schauen wir nur nach \u201e<strong><em>unten<\/em><\/strong>\u201c und sehen \u201e<strong><em>nur<\/em><\/strong>\u201c den menschlichen Mangel?<\/li>\n<li>Wo schauen wir nach \u201e<strong><em>oben<\/em><\/strong>\u201c und k\u00f6nnen \u201e<strong><em>nur<\/em><\/strong>\u201c danken?<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Ich halte die Predigt heute am Ewigkeitssonntag, weil Menschen heute an die Verstorbenen denken und dabei wahrscheinlich besonders den Verlust, die Leere oder sogar Angst versp\u00fcren. Dieser Predigttext m\u00f6chte unseren Blick von \u201e<strong><em>unten<\/em><\/strong>\u201c nach \u201e<strong><em>oben<\/em><\/strong>\u201c zu dem wenden, der aus rein menschlich Wenigem den \u00dcberfluss hervorbringen kann. Jesus m\u00f6chte den Blick oder die Perspektive auf den Vater wenden, denn er ist die Hoffnung im Sturm, am Grab, auf der Intensivstation, im Arbeitsalltag und auch in der Ehekrise. Er ist da und kann und will unseren Blick dankbar nach \u201e<strong><em>oben<\/em><\/strong>\u201c wenden, auch und gerade dann, wenn nicht mehr viel des Guten zu sehen ist! Denn: <strong>Der Retter ist da!<\/strong><\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Retter ist da!<\/strong> \u2013 Er will deinen Blick wenden, dankbar nach oben, wohin sonst!<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>a) (V. 29-31) <strong>Verhei\u00dfung und Erf\u00fcllung \u2013 Der Retter ist da! <\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/strong>In diesem Punkt die AT Hintergr\u00fcnde auslegen hin zur Erf\u00fcllung in Persona \u2013 Jesus. Er wird seinem messianischen Auftrag gerecht \u2013 f\u00fcr alle sichtbar, h\u00f6rbar und erlebbar \u2013 <strong>Der Retter ist da!&nbsp; <\/strong><\/p>\n<p>b) (V. 32-33) <strong>Die J\u00fcnger \u2013 Ich und Du! Aber!<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/strong>Unter diesem Punkt kann auf unser menschliches Denken, Handeln und F\u00fchlen eingegangen werden, was oft \u201e<em>nur<\/em>\u201c nach \u201e<em>unten<\/em>\u201c ausgerichtet ist, auf den Mangel. Pers\u00f6nliche Beispiele k\u00f6nnen das nat\u00fcrlich bekr\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>c) (V. 34-39) <strong>Der Blick nach \u201eoben\u201c \u2013 das Wunder \u2013 Der Retter ist da!<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/strong>Jesus der Perspektivwechsler wendet den Blick vom Mangel, oder vom Wenigen, hin nach \u201e<em>oben<\/em>\u201c zum Vater und spricht den Dank vor ihm aus. Das darauffolgende Wunder \u2013 Der \u00dcberfluss! \u2013 <strong>Der Retter ist da!<\/strong><\/p>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Einstieg<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li>Als Vorbereitung auf die Predigt kann <strong>Psalm 104<\/strong> \u201e<em>Es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit.<\/em>\u201c oder <strong>Psalm 121<\/strong> \u201e<em>Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?<\/em>\u201c gemeinsam gebetet werden.<\/li>\n<li>Sieben Brote (f\u00fcr 2020 in Folie verpackt \ud83d\ude09 und ein paar Fischdosen als Deko f\u00fcr alle sichtbar in einem Korb oder so. Am Schluss die Brote verschenken an die Familien und die Fischb\u00fcchsen an die Rentner \ud83d\ude09<\/li>\n<li>Der TK, JK, HK, etc. k\u00f6nnte als Anspiel den Predigttext nachspielen, im hier und heute. Frage zur Vorbereitung: \u201e<em>Wie k\u00f6nnte die Situation von damals heute stattfinden?<\/em>\u201c Es darf nat\u00fcrlich lustig und bissle \u00fcbertrieben werden. <strong>Ziel<\/strong>: Der Zuh\u00f6rer soll ins Nachdenken kommen \u00fcber die Frage: \u201e<em>Bin ich nach unten auf das Menschliche fokussiert, oder dankbar nach oben auf das, was Gott t\u00e4glich schenkt?<\/em>\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Predigt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Passend zur Predigt: Zeugnis eines Gemeindegliedes oder vom Verk\u00fcndiger selber.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Nach der Predigt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Spendenprojekt vorstellen oder ein Aufruf zum gemeinsamen sozialen Engagement (z.B. in der Advents-und Winterzeit)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Literaturempfehlung<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Steve Volke \u2013 Der Sehendmacher<\/strong>: \u201eWie Jesus mein Herz und meinen Weltblick ver\u00e4nderte\u201c ISBN 978-3-95734-149-5<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201e<em>Wer kennt sie nicht, die \u201eblinden Flecken\u201c im eigenen Leben? Dieses Buch ist ein Augen\u00f6ffner. Offen, authentisch und selbstkritisch beschreibt Steve Volke, wie Jesus ihm St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck die Augen f\u00fcr Gottes Herzensanliegen ge\u00f6ffnet hat. Dabei begegnete er nicht nur dem Sehendmacher aus der Bibel, sondern auch beeindruckenden Menschen aus Haiti, Uganda, Ecuador, \u00c4thiopien und Kenia. Eine ehrliche Entdeckungsreise, die Herzen ver\u00e4ndern kann.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>(Danny Mitschke)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema: Jesus kennt unseren Mangel \u2013 und ist reicher!&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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