{"id":3999,"date":"2020-07-08T08:17:11","date_gmt":"2020-07-08T06:17:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3999"},"modified":"2020-07-08T08:17:12","modified_gmt":"2020-07-08T06:17:12","slug":"predigthilfe-vom-26-juli-2020-apostelgeschichte-18-1-3-18-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-26-juli-2020-apostelgeschichte-18-1-3-18-26\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 26. Juli 2020 &#8211; Apostelgeschichte 18, 1-3.18.26"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema:<\/strong><em> Jeder Christ ein Mitarbeiter &nbsp;<\/em><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Aquila und Priscilla \u2013 Als Ehepaar in der Gemeinde dienen. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Weitere Stellen: <u>R\u00f6m 16, 3-5<\/u>; <\/strong>2. Tim 4,19; 1. Kor 16,19<\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zu Predigt und Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Der Text ist Teil der Jahres-Predigtreihe am Monatsende zur Jahreslosung. Es geht rund um das Mitarbeitersein zu dem Oberthema &#8222;Jeder Christ ein Mitarbeiter&#8220;. Die Predigt steht also etwas f\u00fcr sich im Monatsverlauf.<\/p>\n<p>Gleichzeitig ist sie zu Ferienbeginn, so dass viele Mitarbeiter gar nicht da sind, was aber gut ist, dann kann man sich auf die konzentrieren, die noch Mitarbeiter werden k\u00f6nnen J \u2026 (falls die nicht im Urlaub sind\u2026)<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Als Hilfen zur Auslegung wird jedem Verk\u00fcndiger empfohlen, sich folgende Studienbibeln zuzulegen: Elberfelder erkl\u00e4rt, MacArthur (gibt es auch als PDF zum Download), Ryrie, Genfer Studienbibel (gute theol. Erg\u00e4nzung zu den vorherigen!), Die Bibel mit Erkl\u00e4rungen von Hans Bruns.<\/p>\n<p>Weitere gut verst\u00e4ndliche Hilfen:<\/p>\n<p># Die entsprechenden B\u00e4nde der Edition C und der Wuppertaler Studienbibel.<\/p>\n<p># \u201eDas NEUE\/ALTE Testament\u201c ausgelegt von Walvoord und Zuck (H\u00e4nssler-Verlag) ist eine weitere sehr gute Erg\u00e4nzung im Sinne einer Studienbibel-Kommentierung.<\/p>\n<p><u>Die zeitlichen Abl\u00e4ufe und der Lebensweg von Aquila und Priscilla: <\/u><\/p>\n<p>Apg 18 geh\u00f6rt zur 2. Missionsreise von Paulus (ab Apg 15,40), auf der Paulus zun\u00e4chst die Gemeinden in Kleinasien besucht, die bei seiner ersten Reise entstanden waren, und dann von Gott auf den europ\u00e4ischen Kontinent nach Griechenland gerufen wird bis schlie\u00dflich nach Korinth.<\/p>\n<p>Apg 18,1 berichtet von Paulus\u00b4 Ankunft eben in Korinth. Dort lernt er Aquila und Priscilla kennen, Juden, die eigentlich aus Pontus (nord-\u00f6stliches Kleinasien) stammten, die aktuell aber aus Rom\/Italien angekommen waren, weil Kaiser Klaudius alle Juden aus Rom ausgewiesen hatte. (49. N. Chr.) Grund f\u00fcr die Ausweisung war wahrscheinlich die Unruhe in Rom, die innerhalb der Juden durch die Christianisierung stattfand und die ganze Stadt besch\u00e4ftigte.<\/p>\n<p>Die beiden sind wie Paulus von Beruf &#8222;Zeltmacher&#8220;: Zelte\/Zeltstoffe&nbsp; wurden damals nicht nur von Nomaden bzw. f\u00fcr Wohnzelte gebraucht, sondern auch z. B. f\u00fcr Marktst\u00e4nde. Da Zelte aus H\u00e4uten, Ziegenhaaren etc., kleinere Zelte aber auch aus Leinen gefertigt wurden, umfasste ihre Herstellung eine Vielzahl von verschiedenen Arbeiten. Es ist nicht sicher, dass jeder &#8222;Zeltmacher&#8220; auch mit jedem dieser ganz unterschiedlichen Arbeitsg\u00e4nge vertraut war. &nbsp;Tarsus, die Geburtsstadt des Paulus, war bekannt f\u00fcr die Herstellung von Zelten. Sie wurden gew\u00f6hnlich aus Cilicium hergestellt, dessen Name von der Herkunftsregion Kilikien in Anatolien abgeleitet ist. Hierbei handelte es sich um eine widerstandsf\u00e4hige Stoffart, die aus dem langen Haar der Ziegen dieser Provinz gewebt wurde. Alle Juden erlernten ein Handwerk, dem sie sich zuwenden konnten, wenn es n\u00f6tig war. Handwerk war auch eine T\u00e4tigkeit, die im Altertum viel Raum f\u00fcr flexible Arbeitszeiten bot, was den am Lernen der Thora engagierten &#8222;Perushim&#8220; (= Pharis\u00e4er) entgegenkam. Der Beruf legte es also nahe, dass man immer wieder in unterschiedlichen Metropolen arbeiten konnte, wo es gro\u00dfe M\u00e4rkte gab, um dort Marktst\u00e4nde oder eben auch Zelte herzustellen und zum Verkauf anzubieten.<\/p>\n<p>Aquila und Priscilla ziehen dann mit Paulus weiter nach Ephesus (Apg 18,18-19). Von dort reist Paulus alleine weiter, Priscilla und Aquila bleiben aber in Ephesus und nehmen dort Apollos unter ihre Fittiche (Apg 18, 24-26).<\/p>\n<p>Zeitlich das N\u00e4chste sind dann ihre Gr\u00fc\u00dfe, die Paulus den Korinthern in 1. Kor. 16,19 \u00fcbermittelt. Paulus schreibt diesen Brief von Ephesus aus, offenkundig mit dem klaren Ziel, danach z\u00fcgig nach Korinth zu kommen (1. Kor 16, 5-8). Dies ist dann ca. 55 n.Chr.<\/p>\n<p>Etwas sp\u00e4ter (ca. 57 n.Chr.) schreibt Paulus den R\u00f6merbrief, er scheint von Korinth aus geschrieben (R\u00f6m 16,1) als er sich nach Jerusalem auf den Weg machen wollte (R\u00f6m 15,25). Aquila und Priscilla scheinen da schon in Rom bzw. dort in der N\u00e4he zu sein (R\u00f6m 16,3-5), denn Paulus l\u00e4sst sie gr\u00fc\u00dfen. Sie scheinen Paulus sehr in Korinth\/Ephesus unterst\u00fctzt zu haben, dies k\u00f6nnte sich irgendwo in den Ereignissen von Apg 19,23 bis &nbsp;20,3 ereignet haben.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich werden sie im 2. Timotheusbrief erw\u00e4hnt (4,19), Timotheus soll sie gr\u00fc\u00dfen, entweder, wenn er sie auf der Reise trifft, oder weil sie im gleichen Ort sind. Viele gehen davon aus, dass sie in Ephesus sind, aber ganz sicher l\u00e4sst sich das letztlich nicht rekonstruieren<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes Apg 18, 1-3.18.26<\/strong><\/p>\n<p><u>Vers 1-3<\/u><\/p>\n<p>Durch die &#8222;Gallio-Inschrift&#8220;, die Gallio f\u00fcr das Jahr 51\/52 arch\u00e4ologisch best\u00e4tigt, k\u00f6nnen wir mit Sicherheit sagen, dass Paulus 51\/52 in Korinth war, wo er in Apg 18,1 angekommen war.<\/p>\n<p>Die Reihenfolge in Apg 18,2-4 legt nahe, dass Paulus wirklich zuerst Aquila und Priscilla trifft. Es kann gut sein, dass er plant, l\u00e4nger in Korinth zu bleiben und deshalb jemanden sucht, f\u00fcr den er arbeiten kann. Es ergibt Sinn, dass er nach anderen <u>j\u00fcdischen<\/u> Zeltmachern sucht, da man als Zeltmacher auch mit Tierfellen\/Leder in Ber\u00fchrung kommen konnte, was nicht unerheblich im Blick auf Reinheitsvorschriften war. Und da sie gerade auch wieder in einer beruflichen Gr\u00fcndungssituation waren, hatten alle Beteiligten das Interesse, Auftr\u00e4ge schnell zu bekommen und auch fertig stellen zu k\u00f6nnen. Der weitere Verlauf legt nahe, dass sie nicht nur Juden waren, sondern tats\u00e4chlich Juden-Christen.<\/p>\n<p>Zum Begriff &#8222;Zeltmacher&#8220;, der manchmal heute noch f\u00fcr bestimmte Missionare verwendet wird: In den letzten Jahrzehnten wurde dieser Begriff manchmal f\u00fcr Missionare benutzt, die mit ihrem &#8222;normalen&#8220; Beruf in ein Land gegangen sind, f\u00fcr das sie sonst keine Aufenthaltsgenehmigung bekommen h\u00e4tten. Das war bei Paulus so nicht n\u00f6tig! Paulus hat als Zeltmacher gearbeitet, weil er von den Gemeinden \u2013 und letztlich auch von seiner Heimatgemeinde \u2013 finanziell unabh\u00e4ngig sein wollte und weil er sich als Schuldner Christi unter einem Zwang der Verk\u00fcndigung sieht und nicht als &#8222;Freier f\u00fcr Lohn arbeiten m\u00f6chte&#8220; (1. Kor 9, 17-18).<\/p>\n<p><u>Vers 18-19<\/u><\/p>\n<p>Nach den Unruhen in Korinth und der Anklage vor Gallio reisen die beiden mit Paulus weiter nach Ephesus. W\u00e4hrend Paulus schnell weiter reisen will, bleiben die beiden dort.<\/p>\n<p><u>Vers 26<\/u><\/p>\n<p>Die beiden sind dann in Ephesus in der Lage, Apollos, der eigentlich schon wirklich viel aus den Schriften wei\u00df und auch im Weg Jesu unterwiesen ist, noch genauer in die Schriften zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><u>R\u00f6m 16,3-5<\/u><\/p>\n<p>Auch diese Verse geben noch ein starkes Zeugnis f\u00fcr die beiden:<\/p>\n<p>a) Sie sind &#8222;Paulus Mitarbeiter&#8220; = &#8222;Mitwirker&#8220; \u2013 Gott spannt Menschen in sein Werk mit ein (Joh 9,4). Gott macht es nicht ohne uns, sondern er benutzt unsere Beitr\u00e4ge.<\/p>\n<p>b) Sie \u00f6ffnen ihr Haus f\u00fcr die Gemeinde, wir bauen heute Extra-H\u00e4user f\u00fcr die Gemeinde und halten sie in Schuss \u2026<\/p>\n<p>c) Sie haben f\u00fcr Paulus ihren eigenen &#8222;Hals preisgegeben&#8220; und damit letztlich allen Gemeinden einen unsch\u00e4tzbaren Dienst erwiesen. In Sirach 51,26 wird eine \u00e4hnliche Wortwahl benutzt und steht daf\u00fcr, dass man seinen &#8222;Hals unter ein Joch gibt&#8220;, um sich z. B. erziehen zu lassen. Das w\u00fcrde etwas offen lassen, ob die Beiden im existenziellen Sinne ihr Leben bereit waren zu opfern, oder ob sie sich z. B. in finanzielle Verpflichtungen begeben haben, um den Dienst von Paulus zu erm\u00f6glichen. (Das Reisen war damals nicht billig, weil man Schutz und oder Herberge und Essen brauchte. Vor allem in der Gr\u00fcndungsphase konnte Paulus nicht an jedem \u00dcbernachtungsort davon ausgehen, freie Kost und Logis zu bekommen.) Evtl. haben sich die beiden z. B. verschuldet, um Paulus den Reisedienst zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><u>Interessant ist, <\/u>dass an den sechs Stellen, wo die beiden vorkommen, jeweils viermal Priscilla und zweimal Aquila erstgenannt ist. Die Schilderungen erwecken den Eindruck, dass hier ein Ehepaar gleichberechtigt und voll auf Augenh\u00f6he agiert bis hin zu Apg 18,26, wo es um die Lehrvertiefung bei Apollos geht.<\/p>\n<p><u>M\u00f6gliche Predigtpunkte: <\/u><\/p>\n<p># Die Mobilit\u00e4t (wobei sie sich gut mit ihrem Beruf in Einklang bringen l\u00e4sst)<\/p>\n<p># Sie f\u00fchren Apollos noch genauer in die Schrift (weil sie selber tief drin sind\u2026)<\/p>\n<p># Sie stellen sich zur Verf\u00fcgung als &#8222;Mitwirker&#8220; im Reich Gottes<\/p>\n<p># Sie nehmen Anteil an der Heimat f\u00fcr die Gemeinde<\/p>\n<p># Sie nehmen f\u00fcr den Dienst starke pers\u00f6nliche Einschr\u00e4nkungen (finanziell oder auch im Sinne von Verfolgung) auf sich<\/p>\n<p># Sie bleiben bis zum Schluss bei der Lehre Jesu, wie Paulus sie vertritt<\/p>\n<p># Alles in allem entsteht der Eindruck, dass sie so mobil wie m\u00f6glich sind und versuchen, wo m\u00f6glich, Ressourcen f\u00fcr das Reich Gottes freizusetzen. Das Leben in dieser Welt hat keinen Selbstzweck, sondern ist Mittel f\u00fcr das Reich Gottes.<\/p>\n<p>Dieser Predigttipp bleibt bei der Predigtentfaltung bei den Versen aus Apg 18 und entfaltet die Punkte Mobilit\u00e4t\/Flexibilit\u00e4t, tiefes Bibelwissen und die Anleitung anderer.<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich steht es dem Verk\u00fcndiger frei auch Aspekte aus R\u00f6m 16, 3-5 mit aufzunehmen, wenn ihm z. B. der Stoff f\u00fcr die Predigt nicht ausreichend erscheint.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist die Predigt von der Anlage her eine Mischung aus Themenpredigt und Lebensbild, der Text ist aber zum Thema &#8222;Mitarbeit&#8220; passend rausgesucht, zumal sie ja als &#8222;Mitarbeiter&#8220; bezeichnet werden in Apg 16,3.<\/p>\n<p>Da wir es mit einem reinen Erz\u00e4hltext aus unserer eigenen heilsgeschichtlichen Epoche zu tun haben, ist eine einfache direkte \u00dcbertragung m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Es ist eine Predigt aus der Monatsreihe am Anfang der Sommerferien. Es geht um einen besonderen Fokus auf Mitarbeit, dies sollte auch eingehalten werden. Wir beklagen &#8222;an allen Ecken und Enden&#8220; Mitarbeitermangel, deshalb sollten wir diese Chancen am Monatsende nutzen und \u00fcber Aspekte des Mitarbeiterseins reden.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Predigtschwerpunkt ist es in guter Art und Weise daf\u00fcr zu motivieren, an der eigenen Kompetenz zu arbeiten.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Das Ziel ist, dass die H\u00f6rer wieder neu ein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr entwickeln, dass Mitarbeit eine <em>Investition<\/em> ist, die uns JETZT etwas kostet, aber schlie\u00dflich UNENDLICHE Frucht bringt \u2026<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Mitarbeit ist eine Investition!<\/p>\n<ol>\n<li>Investiere Mobilit\u00e4t<\/li>\n<li>Investiere Zeit f\u00fcr die Bibel<\/li>\n<li>Investiere in j\u00fcngere Geschwister<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Einstieg: Ein Text \u00fcber die Vorfreude (siehe unten)<\/p>\n<p>&#8211; Wir leben in einer Zeit, in der man kaum noch auf etwas warten kann und will, alles muss schnell gehen \u2013 prime \u2013 alles muss jederzeit verf\u00fcgbar sein\u2026 Ich brauche es jetzt, denn ich will jetzt etwas davon haben!<\/p>\n<p>Glaube und vor allem Mitarbeit in der Gemeinde funktionieren anders:<\/p>\n<p>Ich \u201emuss\u201c jetzt etwas tun, aber was dabei rauskommt, das sehe ich vielleicht erst im Himmel\u2026<\/p>\n<p>Wenn es im Himmel noch Traurigkeit g\u00e4be, dann w\u00fcrden wir im Himmel erst einmal ziemlich lange heulen, weil uns zun\u00e4chst einmal bewusst wird, wie viel Zeit wir mit sinnfreien Dingen verplempert haben, bei denen aber auch wirklich gar nichts f\u00fcr die Ewigkeit rauskommt!<\/p>\n<p>&#8211; Mitarbeit ist eine Investition!<\/p>\n<p>Jetzt &#8222;zahlen&#8220; wir\/geben wir\/investieren wir, damit wir dann einmal im Himmel eine &#8222;fette Rendite&#8220; bekommen \u2013 vor allem in Person von Menschen, denen wir geholfen haben zum Glauben zu kommen und am Glauben festzuhalten.<\/p>\n<p>Und wir schauen uns heute \u2013 am Ende des Monats \u2013 wieder zwei Mitarbeiter im Reich Gottes an, von denen wir lernen k\u00f6nnen, was es ganz praktisch zu investieren gibt.<\/p>\n<p><strong>Textlesung \u2013 Apg 18,1-3.18.26<\/strong><\/p>\n<p>Mitarbeit ist eine Investition (in die Ewigkeit)<\/p>\n<p>Und dabei sollen uns heute Aquila und Priscilla Vorbilder sein.<\/p>\n<p>[An dieser Stelle kann man einige Fakten \u00fcber Aquila und Priscilla weitergeben]<\/p>\n<p>Wir beschr\u00e4nken uns heute auf diese wenigen Verse aus Apg 18 und k\u00f6nnen dabei drei Punkte von den beiden lernen, drei Punkte, wie wir ganz neu das Investieren lernen k\u00f6nnen:<\/p>\n<ol>\n<li>Investiere Mobilit\u00e4t<\/li>\n<li>Investiere Zeit f\u00fcr die Bibel<\/li>\n<li>Investiere in j\u00fcngere Geschwister<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>Investiere Mobilit\u00e4t<\/li>\n<\/ol>\n<p>Allein hier in Kap 18 finden wir vier Orte, an denen Aquila schon war, und die weit voneinander weg lagen: Pontus, Rom, Korinth, Ephesus.<\/p>\n<p>Wir sind es heute gewohnt, in wenigen Stunden um die halbe Welt zu jetten. Im Urlaub besuchen wir unz\u00e4hlige L\u00e4nder\u2026<\/p>\n<p>Aber sind wir auch bereit, im Glauben &#8222;Grenzen&#8220; zu \u00fcbersteigen, uns auf neues einzulassen, innerlich mobil zu bleiben, neue Menschen, neue Kulturen kennenzulernen?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es unterschiedliche Menschentypen und manche sind von Natur aus aufgeschlossener als andere.<\/p>\n<p>Dennoch m\u00f6chte Jesus JEDEM helfen, seine Grenzen zu erweitern.<\/p>\n<p>Letztlich geht es um Vertrauen: Jesus sagt, dass er in jeder Situation dabei ist, dass er uns die richtigen Worte schenkt, dass ER sich in unserer Schwachheit verherrlicht!<\/p>\n<p>D.h. mit Jesus kannst du mobil sein, flexibel sein, dich neuen Herausforderungen stellen &#8211; so wie Aquila und Priscilla immer wieder bereit waren, neue Menschen kennenzulernen, neue Orte zu besuchen!<\/p>\n<p>&#8211; An dieser Stelle nenne drei Beispiele, wo wir uns als Christen\/Mitarbeiter auf neue Situationen einstellen k\u00f6nnen sollten.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Investiere Zeit f\u00fcr die Bibel<\/li>\n<\/ol>\n<p>In Vers 26 wird deutlich, dass Aquila und Priscilla in der Lage waren, in diesem Fall Apollos wirklich tief in die Schrift einzuf\u00fchren!<\/p>\n<p>&#8211; Mitarbeiter sollen immer tiefer in die Schrift eintauchen!<\/p>\n<ul>\n<li>bete f\u00fcr Leidenschaft f\u00fcr die Bibel!<\/li>\n<li>nimm dir jeden Tag Zeit, ein Kapitel aus der Bibel zu lesen, z. B. aus einer Studienbibel und dann inklusive aller Erkl\u00e4rungen.<\/li>\n<li>h\u00f6re Predigten \u2013 statt Netflix zu gucken<\/li>\n<li>besuche Freizeiten\/Kurzbibelschulen<\/li>\n<li>bereite Andachten\/Hauskreise\/Bibelarbeiten vor (kaum etwas treibt einen tiefer in die Schrift als das!)<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"3\">\n<li>Investiere in j\u00fcngere Geschwister<\/li>\n<\/ol>\n<p>Aquila und Priscilla nutzen ihr Bibelwissen, um es weiterzugeben.<\/p>\n<p>&#8222;j\u00fcnger&#8220; bezieht sich dabei weniger auf das Lebens- als mehr auf das Glaubensalter.<\/p>\n<p>Vgl. auch 2. Tim 2,2 oder auch den Befehl, dass wir &#8222;J\u00fcnger machen sollen&#8220;, indem wir &#8222;alles lehren zu halten, was Jesus befohlen hat&#8220; (Mt 28,18-20)<\/p>\n<p>Bist du eine geistliche &#8222;Sackgasse&#8220; oder wirklich eine &#8222;Durchfahrtsstra\u00dfe&#8220;? Gibst du weiter an andere? Bist du (schon) Lehrer? (Hebr 5,12)<\/p>\n<p>Das f\u00e4ngt in der eigenen Familie, bei den eigenen Kindern an, aber gilt auch in der Gemeinde, aber letztlich auch gegen\u00fcber Nichtchristen\u2026<\/p>\n<p>Praktisch werden: Wo und wie kann man in der Gemeinde konkret in j\u00fcngere Christen investieren? Inwieweit ist das etwas f\u00fcr jeden?<\/p>\n<p>Abschluss:<\/p>\n<p>Es geht um eine &#8222;Investition&#8220; \u2013 Was kommt dabei heraus?<\/p>\n<p>Vers 27: Apollos wird den Glaubenden zu einer gro\u00dfen Hilfe! Im 1. Korintherbrief bekommt man den Eindruck, dass Apollos so gut war in seinem Dienst, dass ihn manche schon Paulus vorziehen. Das war nat\u00fcrlich von ihm nicht so gewollt, zeigt aber, wie weit Apollos durch Aquila und Priscilla im Glauben gekommen war.<\/p>\n<p>Aquila und Priscilla sind eigentlich eher im Hintergrund, sie lehren den einen &#8222;zuhause am K\u00fcchentisch&#8220;, aber dieser eine wird dann zu einem gro\u00dfen Multiplikator\u2026<\/p>\n<p>Und so richtig wird man es dann im Himmel sehen!<\/p>\n<p>&#8211; Investiere in ewige Frucht!<\/p>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Text \u00fcber die Vorfreude (nach Till Raether)<\/p>\n<p>K\u00f6nnen wir im Sinne der Vorfreude eigentlich noch das Warten aushalten? Wollen wir nicht immer alles gleich sofort und hier \u2013 jetzt geklickt und sp\u00e4testens morgen geliefert? Fr\u00fcher waren zum Beispiel auch Schallplatten, B\u00fccher oder Filme Quellen der Vorfreude. Wenn eine Musikgruppe eine neue Platte rausbrachte, musste man warten, bis es sie im Plattenladen gab. Der Plattenh\u00e4ndler sagte: \u201eVielleicht am Freitag, sp\u00e4testens Montag.\u201c Wenn sie dann da war, musste man sie nach Hause tragen. Auf dem Weg konnte man sie nicht h\u00f6ren, man konnte sie sich h\u00f6chstens vorstellen. Zu Hause musste man die Platte aus der H\u00fclle holen, dann aus der Innenh\u00fclle, sie dann in einer Hand balancieren, ohne aufs Vinyl zu fassen, den Deckel des Plattenspielers hochklappen und so weiter \u2013 alles reine, unverf\u00e4lschte Vorfreude. Wir freuen uns nicht mehr auf Fotos, denn wir haben sie ja schon gesehen, hinten auf der Kamera w\u00e4hrend sie gemacht wurden. Wir freuen uns nicht mehr auf interessante Neuigkeiten: Niemand muss mehr bis zu den n\u00e4chsten Nachrichten warten, um die Bundesliga-Ergebnisse zu erfahren. Schleichend verschwindet die Vorfreude auch aus unseren Beziehungen und Freundschaften. Wenn einem fr\u00fcher was Lustiges oder Interessantes passierte, dachte man bei sich: \u201eHehe, wenn ich das meinen Freunden erz\u00e4hle.\u201c Wenn man heute erz\u00e4hlt, dass einem das Auto abgeschleppt wurde mit der Geburtstagstorte auf dem Beifahrersitz, hei\u00dft es nur noch: \u201eJa stimmt, hast du ja letzte Woche schon auf Facebook gepostet.\u201c All das ist keine Nostalgie, sondern n\u00fcchterne Zwischenbilanz im Kulturkampf zwischen Vorfreude und dem, was Wirtschaftswissenschaftler \u201einstant gratification\u201c nennen, sofortige Belohnung. Wir brauchen die Vorfreude. Unser Gehirn ern\u00e4hrt sich geradezu von ihr. Sie dient ihm dazu, allerhand positive F\u00e4higkeiten auszubilden. Zum Beispiel Zuversicht. Oder: ein realistisches, aber positives Selbstbild. Lebenszufriedenheit. Wenn man abends im Bett liegt, an den n\u00e4chsten Tag denkt und feststellt, dass es nichts gibt, worauf man sich freuen kann \u2013 dann ist es h\u00f6chste Zeit, etwas zu ver\u00e4ndern. Indem man wieder verbindliche Verabredungen trifft, auf die man sich freuen kann, statt sich bis zum letzten Moment alles offenzulassen. Indem man Dinge plant, die sich nicht runterladen lassen, analoge Vergn\u00fcgungen wie Spazierg\u00e4nge, Kochen, Sport oder einen Museumsbesuch. Indem man wieder lernt, die Termine, die einem bevorstehen, nicht als Stress zu empfinden, sondern als etwas, worauf zu warten sich lohnt, etwas worauf man sich freuen kann.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Einige Tipps f\u00fcr die Verk\u00fcndigung <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p># Arbeite (und bete) in der Vorbereitung so lange mit dem Abschnitt, bis er wirklich mit seinen Punkten dein Herzensanliegen ist!<\/p>\n<p># EVA \u2013 E=erkl\u00e4re den Text gr\u00fcndlich \/ V=veranschauliche deine Predigtpunkte mit einem Bild \/ A \u2013 Anwendung: Zeige praktische Beispiele, wie dieser Punkt im Alltag (in <strong>deinem<\/strong> Alltag) Anwendung finden kann bzw. findet.<\/p>\n<p># Halte Blickkontakt \u2013 vor allem am Anfang und Ende der Predigt (Lerne Einleitung und Zusammenfassung auswendig!)<\/p>\n<p># Eine &#8222;Predigt&#8220; ist mehr als ein <em>Vortrag<\/em>, sie ist Zuspruch, der von Herzen kommt und zu Herzen gehen soll, sei es Ermutigung oder Ermahnung.<\/p>\n<p>(Mirko Lau)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: Jeder Christ ein Mitarbeiter &nbsp; Predigtthema: Aquila und Priscilla \u2013 Als Ehepaar in der Gemeinde dienen. Weitere Stellen: R\u00f6m 16, 3-5; 2. Tim 4,19; 1. Kor 16,19 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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