{"id":3980,"date":"2020-05-23T11:24:00","date_gmt":"2020-05-23T09:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3980"},"modified":"2020-06-02T11:25:12","modified_gmt":"2020-06-02T09:25:12","slug":"predigthilfe-vom-21-juni-2020-matthaeus-13-1-818-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-21-juni-2020-matthaeus-13-1-818-23\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 21. Juni 2020 &#8211; Matth\u00e4us 13, 1-8+18-23"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Mit Jesus unterwegs<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Aus dem H\u00f6ren w\u00e4chst die Frucht: Das Gleichnis vom S\u00e4mann<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p>*&nbsp;&nbsp; Edition C, (Band 1), Matth\u00e4usevangelium von Dr. Gerhard Maier (S. 345-370)<\/p>\n<p>*&nbsp;&nbsp; Wuppertaler Studienbibel, Fritz Rienecker<\/p>\n<p>*&nbsp;&nbsp; Matth\u00e4usevangelium von William Barclay Bd.2, Auslegung des Neuen Testamentes<\/p>\n<p>* Wiersbe, W.Warren. Wiersbe Kommentar NT Band 1 Matth\u00e4us bis Apostelgeschichte, CV Dillenburg<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich auch diverse Studienbibeln, von denen man als Verk\u00fcndiger verschiedene haben sollte bzw. sicherlich auch ausleihen kann.<\/p>\n<p><strong>1.2. Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Mit Kapitel 13 des Matth\u00e4usevangeliums beginnt Jesus seine Gleichnisreden. Es ist eine besonders charakteristische Weise des Lehrens Jesu, die er entfaltet. Zwar hatte er auch vorher schon gleichnishaft gesprochen, etwa im Vergleich von Salz und Licht oder das Bild von V\u00f6geln und Lilien \u2013 aber nicht in dieser Intensit\u00e4t. Daher wird das 13. Kapitel auch h\u00e4ufig als \u201eGleichniskapitel\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise wurden die sieben Gleichnisse im 13. Kapitel nicht alle unmittelbar nacheinander oder gar bei einer einzigen Gelegenheit von Jesus erz\u00e4hlt. Er sprach damit nicht nur seine J\u00fcnger, sondern die gro\u00dfe Masse des Volkes am dichtbesiedelten See Genezareth an, die ihn umringte, also das \u201eVolk des Landes\u201c. Die Deutung des Gleichnisses in den Versen 10ff decken sich damit, dass Jesus zu Teilen auch nur zu den J\u00fcngern sprach. Doch das Gleichnis vom S\u00e4mann oder vom vierfachen Ackerfeld war an das gesetzes<strong><em>un<\/em><\/strong>kundige Volk insgesamt adressiert, das Jesus f\u00fcr seine Nachfolge gewinnen wollte und suchte sie in seine J\u00fcngerschar hereinzuholen.<\/p>\n<p>Kurz zur Gliederung des gesamten Kapitels: Die ersten vier Gleichnisse werden dem Volk und den J\u00fcngern gepredigt (V.1-35), die Erkl\u00e4rung dieser nur den J\u00fcngern gegeben, die letzten drei Gleichnisse (V.36-52) sind nur an die J\u00fcnger gerichtet.<\/p>\n<p>Bemerkenswert sind in diesem Kapitel sicherlich die allt\u00e4glichen Bez\u00fcge, denen Jesus die Beispiele seiner Gleichnisse entnahm. In jedem Fall ist es der bekannte Alltag mit seinen verschiedenen T\u00e4tigkeiten. Und stets begann Jesus mit der Darstellung v\u00f6llig vertrauter Dinge, um dann von dort aus die Gedanken seiner H\u00f6rer auf etwas zu lenken, wor\u00fcber sie bis dahin noch nicht nachgedacht hatten. Das gilt genauso f\u00fcr das Gleichnis vom S\u00e4mann, dessen Sachverhalt den Zuh\u00f6rern vertraut war, da viele in der Landwirtschaft besch\u00e4ftigt waren.<\/p>\n<p><strong>1.3. Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verse 1-2<\/strong><\/p>\n<p>Jesus sprach und verk\u00fcndigte gerne im Freien, wo er das Volk besser erreichen konnte als in den Synagogen. Dort wo er sich aufhielt konnten ihn alle erreichen. Obwohl der Kampf mit den Pharis\u00e4ern entbrannt war, str\u00f6mten gro\u00dfe Menschenmengen ihm hinterher, um ihn zu h\u00f6ren. Als Jesus die riesige Menge nicht mehr von seinem Platz am Ufer erreichen konnte, stieg er in ein Boot und setzte sich dort zum Lehren. \u201eSich setzen\u201c bedeutete in der damaligen j\u00fcdischen Kultur, das Sichniederlassen in der typischen Haltung des j\u00fcdischen Lehrers. Er will also lehren, nicht nur unterhalten. Vom Boot aus konnte er in etwas Abstand zum Ufer zu den Menschen sprechen. Das Wasser verst\u00e4rkte den Schall der Stimme, die den Hang empor getragen wurde. Es ist wichtig zu sehen, dass Jesus bewusst die Menge des Volkes ansprach. Dies Gleichnis gilt daher nicht prim\u00e4r den J\u00fcngern.<\/p>\n<p><strong>Vers 3<\/strong><\/p>\n<p>Mit einer Meisterschaft, die in der Weltliteratur nirgends erreicht wird, sprach Jesus in Gleichnissen, also in bildhaften Vergleichen. Jesus \u00fcbertrifft Salomo und den Prediger.<\/p>\n<p>Zur Kl\u00e4rung: <strong>Was ist ein Gleichnis<\/strong>?<\/p>\n<p>Es kann ein einfaches Bildwort sein, z.B. \u201eklug wie die Schlangen oder ohne Falsch wie die Tauben\u201c. Oder es handelt sich um eine Erz\u00e4hlung, in der Personen und Dinge ganz bestimmte andere Personen und Dinge verk\u00f6rpern (bspw. der Verlorene Sohn, Lk.15), und dann all diese Punkte auf uns, bzw. die H\u00f6rer damals angewandt werden k\u00f6nnen (Allegorie). Es kann aber auch eine Erz\u00e4hlung sein, bei der es auf den springenden Punkt ankommt, der uns etwas zu sagen hat. Hier im Gleichnis geht es ums H\u00f6ren und Beherzigen. Im Einzelfall ist immer zu pr\u00fcfen, welche Art von Gleichnis vorliegt.<\/p>\n<p>Schon das erste Wort des Gleichnisses ist bedeutsam: <strong>\u201eSiehe\u201c,<\/strong> damit sagt Jesus, jetzt kommt was ganz Wichtiges, passt auf, h\u00f6rt gut zu! Es ist ein Ausruf, durch den Jesus die Wichtigkeit seiner Botschaft betonen wollte und die Zuh\u00f6rer zu gesteigerter Aufmerksamkeit und bewusstem Zuh\u00f6ren veranlassen wollte. Bei Matth\u00e4us kommt dieses Wort 62 mal vor.<\/p>\n<p><strong>Der S\u00e4mann<\/strong><\/p>\n<p>Bis heute wird in Teilen der dritten Welt mit der Hand das Saatgut ausgestreut. So war es auch damals zur Zeit Jesu in Pal\u00e4stina. Zeitlich erfolgte das S\u00e4en <u>vor<\/u> dem Pfl\u00fcgen. Die Saatk\u00f6rner wurden also durch den Pflug in die Erde untergepfl\u00fcgt.<\/p>\n<p><strong>Verse 4-8<\/strong><\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte dem S\u00e4mann den Vorwurf machen, dass er leichtfertig oder gar ungeschickt das Saatgut ausgestreut hatte. Doch m\u00f6glicherweise hat der S\u00e4mann im Gleichnis bewusst auf den <strong>Weg<\/strong> ges\u00e4t, um diesen evtl. von den Dorfbewohnern getretenen Fu\u00dfweg durch den Acker mit umzupfl\u00fcgen und wieder in das urspr\u00fcngliche Ackerland zu verwandeln. Auch die <strong>Dornen<\/strong> wurden mit eingepfl\u00fcgt, die m\u00f6glicherweise im Acker aufwuchsen. So l\u00e4sst sich verstehen, dass auch unter die Dornen der Samen gestreut wurde. An den H\u00e4ngen in Pal\u00e4stina kommt es bis heute oft vor, dass der obere Teil eines Feldes nur eine d\u00fcnne Ackerkrume hat und der Pflug schnell am <strong>felsigen Grund<\/strong> in wenigen Zentimetern Tiefe sich verhakte und die Pflugschar knirschend aufstie\u00df, w\u00e4hrend der Mutterboden weiter unten in der Ebene tiefer wurde und gute Wachstumsbedingungen bot.<\/p>\n<p>Noch bevor der Landwirt \u00fcberhaupt damit beginnen konnte, den ausgestreuten Samen unterzupfl\u00fcgen, holten die V\u00f6gel die K\u00f6rner vom Weg, da sie dort besonders gut sichtbar waren. Der felsige Grund l\u00e4sst keine tiefen Wurzeln zu, so dass die schnell sprie\u00dfende Saat unter der hei\u00dfen Sonne verbrennt und vertrocknet. Die umgepfl\u00fcgten Dornen kommen wieder und deren Samen keimt wieder auf, jene \u00fcberwuchern das junge Getreide und rauben ihm den Lebensraum, so dass auch diese Saat verk\u00fcmmert.<\/p>\n<p>Der von Jesus veranschaulichte S\u00e4mann hatte also in der Tat so seine Aussaat ausgestreut. Sicherlich ist hierbei nicht an Verschwendung des Saatguts zu denken, sondern an die benannten \u00f6rtlichen Begebenheiten.<\/p>\n<p>Der <strong>gute Boden<\/strong> bot ideale Wachstumsbedingungen. Doch festzuhalten ist auch hier, dass der Mutterboden in seiner Zusammensetzung, Beschaffenheit und G\u00fcte nicht immer gleichwertig war. Stellenweise ist der Boden gut, stellenweise weniger ertragsreich, woraus sich unterschiedliche Ertr\u00e4ge ableiten lassen: drei\u00dfig-, sechzig-, hundertfache Frucht.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Deutung des Gleichnisses\/Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Verstehen kann man dieses Gleichnis nur, wenn die H\u00f6rbereitschaft des \u201einneren Ohres\u201c vorhanden ist. Im Privatgespr\u00e4ch mit seinen J\u00fcngern (Matth.13,10-17) erkl\u00e4rt Jesus ihnen das Gleichnis. Es gibt einen Unterschied zwischen der Verk\u00fcndigung vor dem Volk und dem Unterricht an den J\u00fcngern. Den J\u00fcngern ist gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen. Offensichtlich geht es um die Bereitschaft und Willigkeit zum Gehorsam und Tun des g\u00f6ttlichen Willens, ja schlicht gesagt um die Aufnahme des Wortes Gottes, so wie die Erde den Samen aufnimmt. \u201eMit h\u00f6renden Ohren h\u00f6ren sie nicht und sie verstehen es nicht!\u201c (V.13+14). Jesus zitiert den Prophet Jesaja, der sein Volk als solch taubes Volk charakterisierte. Ihre Ohren h\u00f6ren schwer und ihre Augen sind verschlossen. F\u00fcnf Mal wiederholt Jesus diesen geistlichen Taubheitszustand seines Volkes und bescheinigt seinem Volk Blindheit und Taubheit. Ihn, den Messias, erkennen sie nicht. Ihn, den Erretter, haben sie nicht erw\u00e4hlt. Er kam in sein Eigentum, ja zu seinem Volk und die Seinen nahmen ihn nicht auf (vgl. Joh.1,11). Ihm schenken sie nicht ihr Geh\u00f6r. Wichtig ist die Reihenfolge: Anfangs konnte das Volk sehen und h\u00f6ren, aber es wollte nicht. Sehen und h\u00f6ren blieben \u00e4u\u00dferliche Akte. Eine Umkehr, eine Bekehrung, ein Erfassen mit dem Herzen und glaubensm\u00e4\u00dfige Aufnahme ihres Messias trat nicht ein.<\/p>\n<p>Es ist zwar eine beeindruckende Menge Menschen, die ihm \u00e4u\u00dferlich nachfolgt, doch nicht in ihrem Herzen. Denn Jesus erkl\u00e4rt den J\u00fcngern, V.15: \u201eDenn das Herz dieses Volkes ist verstockt: ihre Ohren h\u00f6ren schwer, und ihre Augen sind geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren h\u00f6ren und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich ihnen helfe.\u201c<\/p>\n<p><strong>Wer Ohren hat der h\u00f6re!<\/strong><\/p>\n<p>Mit diesem kurzen Satz (V.9) unterbricht Jesus das Gleichnis kurz und wendet sich seinen J\u00fcngern zu, um sie auf ihre Frage hin nicht im Unklaren zu lassen. Allein dieser Satz ein kleines Bildwort f\u00fcr sich selbst. Nat\u00fcrlich kann Jesus davon ausgehen, dass die Zuh\u00f6rer alle organisch Ohren hatten und akustisch ihn verstehen konnten. Schon in Matth\u00e4us 11,15 finden wir diesen Ausruf Jesu. Gemeint ist eine Schwerh\u00f6rigkeit zu \u00fcberwinden, bzw. aufmerksam auf Jesus mit dem \u201einneren Ohr\u201c zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Das Thema der Predigt soll lauten: Aus dem H\u00f6ren w\u00e4chst die Frucht. Schon im Schm\u2018a Jisrael, dem Glaubensbekenntnis des atl. Volkes Gottes (5.Mose 6,4), kommt klar zum Ausdruck: \u201e<strong>H\u00f6re<\/strong> Israel, der Herr, der Ewige ist unser Gott, der Herr allein!\u201c H\u00f6ren, hei\u00dft nicht nur akustisch vernehmen, sondern \u201ediese Worte, die ich heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einsch\u00e4rfen und davon reden\u2026\u201c (vgl.5.Mo.6,7).<\/p>\n<p>Wir kennen diese 7-fache Formulierung: \u201eWer Ohren hat, der h\u00f6re was der Geist den Gemeinden sagt!\u201c aus dem jeweiligen Tadel oder Zuspruch der Sendschreiben des Herrn Jesus an seine neutestamentlichen Gemeinden (Off.2+3). Es ist der Appell zum besonnenen Zuh\u00f6ren. Jesus m\u00f6chte, dass seine Worte beherzigt werden.<\/p>\n<p>Jesu Gleichnisrede vom S\u00e4mann ist eben mehr als nur eine Lehrstunde \u00fcber Ackerbau und kluge Aussaat, denn jener Mensch ist gesegnet, dem das Ohr ge\u00f6ffnet wird. David dankt dem Herrn, dass ihm seine Ohren aufgetan wurden (Ps. 40,7b). In Jesaja 50,4+5 bekennt der Prophet: \u201eAlle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich h\u00f6re, wie J\u00fcnger h\u00f6ren. Der Herr hat mir das Ohr ge\u00f6ffnet!\u201c<\/p>\n<p>Mit Jesu Aufruf \u201eWer Ohren hat, der h\u00f6re!\u201c \u00fcberl\u00e4sst er die gro\u00dfe Zuh\u00f6rerschar kurz sich selbst, wendet sich nach der Erkl\u00e4rung (V.10-17) die er den J\u00fcngern gibt wieder an die gro\u00dfe Menge. Und wieder spricht Jesus: \u201eso h\u00f6rt nun\u2026\u201c (V.18)<\/p>\n<p><strong>Verse 18-23<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der S\u00e4mann<\/strong><\/p>\n<p>Der S\u00e4mann ist ein vorbildlicher S\u00e4mann, der bei seiner Saat und Ernte sehr viel Misserfolg erlebt. Dreiviertel seiner ausgestreuten Saat geht verloren. Die Eigenart des galil\u00e4ischen Bodens und die Besonderheit seiner Bewirtschaftung zwingen den S\u00e4mann dazu, die unvermeidliche Tatsache mit einzurechnen, dass nur sehr wenig Samen guten Boden finden wird. Dass nun der S\u00e4mann sich durch keinen Misserfolg, wie gro\u00df er auch sei, irgendwie in seinem Flei\u00df und seiner Treue bei der Arbeit beeinflussen l\u00e4sst, das macht uns den S\u00e4mann gro\u00df und setzt ihn uns zum Vorbild. Der S\u00e4mann l\u00e4sst sich durch keinen Misserfolg entmutigen oder verbittern, er denkt nicht an die vielen Hemmnisse und Widerw\u00e4rtigkeiten, die seiner ausgestreuten Saat im Wege stehen, er rechnet mit der Ernte. Als ein n\u00fcchterner Wirklichkeitsmensch wei\u00df er um die Gefahren und um die Entt\u00e4uschungen. Er untersch\u00e4tzt sie nicht. Die V\u00f6gel und der Felsenboden, die Dornen und die Hitze werden seiner ausgestreuten Saat zu schaffen machen. Der S\u00e4mann untersch\u00e4tzt die Gefahren nicht, er \u00fcbersch\u00e4tzt sie aber auch nicht. Er ist weder Pessimist, noch Optimist, sondern Realist. Er nimmt die Bedr\u00e4ngnisse und Schwierigkeiten nicht wichtiger, als sie genommen werden d\u00fcrfen. Er sieht nicht schwarz in schwarz, sondern tut in aller Stille und Treue flei\u00dfig und beharrlich seine Pflicht. Aber auch der Erfolg wirft ihn nicht um, indem er stolz und hochm\u00fctig wird. Nach keiner Seite gibt er sich falschen Erwartungen hin. Ihn ersch\u00fcttert nichts. Seine Aufgabe treu zu erf\u00fcllen in letzter Verantwortung des Dienstes und ganzer und ernster Bereitschaft zum H\u00f6chsteinsatz, das ist das Leitmotiv aller seiner Handlungen und das macht ihn zum Vorbild f\u00fcr uns, das stempelt ihn zum wahrhaft \u201eguten S\u00e4mann\u201c.<\/p>\n<p>Wer ist dieser S\u00e4mann? Einige Ausleger sehen in Jesus den S\u00e4mann, andere eher nicht. Es kann gut sein, dass Jesus bei dem S\u00e4mann nicht nur an sich, sondern auch an seine J\u00fcnger dachte, und nicht nur an die zw\u00f6lf, sondern dar\u00fcber hinaus an jeden, der in der Nachfolge des Herrn sich befindet und das Reich Gottes mit dem Evangelium verk\u00fcndigt. In diesem Sinne ist jeder gl\u00e4ubige Christ ein S\u00e4mann. Echtes Glaubensleben ist S\u00e4mannsleben, tr\u00e4gt fort und fort Verpflichtungscharakter, wei\u00df sich immer als Schuldner gegen\u00fcber den anderen.<\/p>\n<p>In der S\u00e4mannsarbeit gilt es, sich den guten S\u00e4mann des Gleichnisses stets vor Augen zu halten: seine Treue, seinen Flei\u00df mit Volleinsatz, seine Beharrlichkeit und seinen Ernst. Es gilt, durch nichts sich entmutigen zu lassen. Auch wenn Treue und Einsatzbereitschaft, Opfersinn und Liebe kein Echo finden, sondern nur Undank und Verachtung, ja Aussto\u00dfung einbringen, dann wissen die Christusnachfolger dennoch ganz gewiss: \u201eSein Wort wird nicht leer zur\u00fcckkommen, sondern ausrichten, wozu es gesandt ist\u201c (vgl. Jes.55,11).<\/p>\n<p><strong>Das Wort vom Reich<\/strong><\/p>\n<p>Es ist jenes Reich, welches seit Matth\u00e4us 4,17 von Jesus und seinen J\u00fcngern verk\u00fcndigt wird: \u201eKehrt um, denn die Gottesherrschaft ist nahe herbeigekommen\u201c. Noch klarer spricht Jesus vom angebrochenen Reich Gottes, welches \u201emitten unter euch\u201c ist (Lk. 17,21). Es ist zum Greifen nahe, ja es ist mit Jesu Kommen angebrochen. Jesus hat jetzt den Vorgang im Auge, dass diese Botschaft wohl geh\u00f6rt, aber nicht verstanden wird. Entscheidend ist die Frage: Warum wird sie nicht verstanden? Nach Vers 10-17 versteht der nicht, der nicht Jesu J\u00fcnger sein will, der sich nicht seiner Herrschaft unterordnen will. Erst als J\u00fcnger bekommt man Klarheit und Verst\u00e4ndnis. Die Erkenntnis w\u00e4chst aus dem vertrauensvollen Glauben. Das Nichtverstehen beruht also auf eigener Schuld.<\/p>\n<p><strong>Das vierfache Ackerfeld<\/strong><\/p>\n<p>Vier verschiedene Ackerarten sind vier verschiedene Arten, oder vier verschiedene Empf\u00e4nger des Wortes und deren Aufnahmebereitschaft und Herzensbeschaffenheit gegen\u00fcber dem g\u00f6ttlichen Wort. Beim Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld handelt es sich nicht um solche, die niemals das Wort Gottes h\u00f6rten, sondern es wohl vernommen und aufgenommen haben. Der Same kam zur Keimung und ging auf. Beim \u00fcberwiegenden Teil kam es jedoch nicht zur Frucht. Weil der B\u00f6se es weggeraubt hat.<\/p>\n<p><strong>Der B\u00f6se (V.19)<\/strong><\/p>\n<p>Jesus erw\u00e4hnt den B\u00f6sen im Vater-Unser, es ist der Teufel schlechthin, der alles daran setzt, dass das gute Saatgut, das Wort Gottes zertrampelt und zerst\u00f6rt wird. Eingefahrene Wege und Gewohnheiten k\u00f6nnen das sein, doch hier spricht Jesus davon, dass der B\u00f6se das Wort aus dem Herz hinwegrei\u00dft. Die Botschaft, die durch die Ohren zwar das Herz erreicht hat, aber doch nicht Wurzeln schl\u00e4gt. Tragisch scheint, dass die Botschaft vom Ohr bis ins Herz vorgedrungen war \u2013 aber sie ging nicht durchs Herz, wie bei der Pfingstpredigt des Petrus (vgl. Apg.2,37). So geht\u2019s wie bei den Saatk\u00f6rnern auf dem harten \u201eWeg\u201c, bevor gepfl\u00fcgt wurde kamen die V\u00f6gel und fra\u00dfen sie auf, weil sie nicht in die Erde eindrangen. Weil die Botschaft nicht weit genug ins Herz eindringen konnte, holt sie der Teufel wieder vom Herzen weg. Die teuflische Methode kann dabei verschieden sein: Durch Lauheit und durch Einschlafen lassen, durch Kompromisse und durch kluge Zweifel, durch List, durch Feigheit, durch Tr\u00e4gheit und durch Ablenkung.<\/p>\n<p><strong>Das Wort und das Ackerland<\/strong><\/p>\n<p>Was geschieht mit seinem Wort? Auch Jesus ist S\u00e4mann und wei\u00df um sein eigenes Geschick. Er steht im Ringen um sein Volk Israel, speziell im Ringen um das \u201eVolk des Landes\u201c. Was wird der Erfolg sein? Indem Jesus das Gleichnis erz\u00e4hlt, richtet er die indirekte Aufforderung an seine H\u00f6rer, sich selbst hier einzuordnen. Sind sie harter Weg? Oder Felsboden? Oder von Dornen \u00fcberwuchert? Oder eben gutes Land? Was wird das Verhalten seiner H\u00f6rer sein? Nehmen sie das Wort auf und behalten es? \u00dcberwiegend lehnen sie Jesu Worte ab. Viele wandten sich von ihm ab. Es ging letztlich um Entscheidung f\u00fcr oder gegen ihn (vgl. Johannes 6,60+66). Wer dieses Wort aber annimmt und beh\u00e4lt und beherzigt, der bringt Frucht.<\/p>\n<p><strong>\u201eDas Wort h\u00f6rt und es gleich mit Freuden aufnimmt\u201c (V.20+21)<\/strong><\/p>\n<p>Jesus beschreibt Menschen, die das Wort nicht ablehnen, ihn nicht ablehnen. Ein Anfang der J\u00fcngerschaft ist gesetzt. Die Botschaft wird aufgenommen, d.h. sie geht tats\u00e4chlich durchs Herz. Sie wird sogar mit Freude aufgenommen. Bekehrungen werden erlebt, evtl. freudig bezeugt. Ja, hier ist die Frucht am schnellsten da. Man k\u00f6nnte meinen, dass hier alles am besten gelaufen ist. Und doch liegt ein entscheidender Fehler vor: Das Wort, ja Jesus selbst kann keine Wurzeln schlagen. Es kann sich nicht verwurzeln, nicht verankern. Solch ein junges Pfl\u00e4nzchen, bekommt nicht ausreichend Wasser und N\u00e4hrstoffe, die Sonne steht im Bilde f\u00fcr Bedr\u00e4ngnis und Verfolgung. Jesus spricht hier vom Abfall, dem Glaubensabfall. Es ist Glaube auf Zeit, J\u00fcngerschaft zeitlich begrenzt, w\u00f6rtlich: \u201eist nur auf Zeit dabei!\u201c. Die entsprechende Bew\u00e4hrung und Dauer fehlt. Warum ist das so? Weil die Wurzeln fehlen. Der Glaube wuchs nicht nach unten. Es ging zu angenehm, zu leicht. In Jeremia 17,8 wird deutlich, dass ein Baum am Wasser gepflanzt, seine Wurzeln zum Bach hin streckt und wachsen l\u00e4sst. Hitze und D\u00fcrre k\u00f6nnen ihm nichts anhaben, vielmehr bringt er ohne Aufh\u00f6ren Fr\u00fcchte. In Jesus, seiner Liebe und seinem Wort, sollen wir verwurzelt sein (vgl. Kol.2,7 u. Eph.3,17). Begeisterung und Emotionen reichen nicht.<\/p>\n<p>Eine Tragik unserer modernen Zeit heute besteht darin, dass viele die Vorz\u00fcge des Evangeliums und der Erl\u00f6sung wollen und IHN, den Erl\u00f6ser annehmen, doch dieser Glaube ist kein Kreuzesglaube, jener, die ihr Kreuz t\u00e4glich auf sich nehmen und ohne Selbstverleugnung. Glaube und Nachfolge fallen auseinander. Das ist genau jener Fall, den Jesus hier im Auge hat. Jene J\u00fcnger wollen die Kosten der Nachfolge nicht zahlen. Er sagt nur: \u201eJesus hat mich gl\u00fccklich gemacht\u201c, \u201edurch Jesus hat mein Leben einen Sinn\u201c, aber er sagt nicht: \u201eIch folge dem Lamm nach, wo es hingeht\u201c Haben sie ihn verfolgt, so werden sie auch seine J\u00fcnger verfolgen (vgl. Off.14,4 und Joh.15,20). Johannes sieht bei seiner Schau, jene, die aus der Tr\u00fcbsal, aus der Drangsal und Verfolgung kommen. Jesus macht daraus kein Geheimnis, dass seine Nachfolger Verfolgung erleiden m\u00fcssen, das ist der Normalfall \u2013 unnormal ist, wenn es nicht so ist.<\/p>\n<p>Verfolgung kann in Spott, Beschimpfung, Denunzierung, Benachteiligung, Verlust der leiblichen G\u00fcter, Schikanierung der Angeh\u00f6rigen, Verlust der Heimat, Gef\u00e4ngnis, Straflager, gewaltsamer Umerziehung bis hin zum Tod bestehen. Vieles davon geschah schon in neutestamentlicher Zeit. Gerade am Ende der Tage in der Letztzeit, vor dem Wiederkommen des Herrn, wird eine solch gro\u00dfe Bedr\u00e4ngnis sein, wie sie niemals zuvor gewesen ist vom Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht wieder werden wird (vgl. Matth.24,21).<\/p>\n<p><strong>\u201eSo f\u00e4llt er gleich ab\/nimmt sofort Ansto\u00df\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Diese Wendung meint zun\u00e4chst, dass der Betreffende sich vom Wort Jesu distanziert. Er erkl\u00e4rt es nicht mehr f\u00fcr seine Sache. Er und das Wort (vgl. Joh.1,14), Jesus selbst sind fortan geschiedene Leute. In dem Wort \u201esofort\u201c oder \u201egleich\u201c sehen wir, dass der Betreffende sich vorschnell trennt, ohne Gottes Kraft und Eingreifen in Drangsal und Verfolgung abzuwarten.<\/p>\n<p><strong>\u201eUnter die Dornen ges\u00e4t\u201c (V.22)<\/strong><\/p>\n<p>Bei der dritten Gruppe von Menschen findet das Wort ebenfalls Aufnahme, keimt und w\u00e4chst. Auch hier sehen wir Menschen, die J\u00fcnger Jesu sein wollen und einen Anfang in der Nachfolge machten. Doch sie straucheln an einem \u201esowohl als auch\u201c, einerseits wollen sie Jesus nachfolgen, andererseits lassen sie die t\u00e4glichen Sorgen \u00fcber ihren Kopf wuchern, die Sorgen der Welt. Sowohl Ausrichtung auf Jesus, als auch Betrug des Reichtums. Dieses von Dornen \u00fcberwuchert werden kommt nicht wie der Blitz, sondern ist ein allm\u00e4hliches \u00dcberwuchert-werden, welches die Glaubenspflanze immer weiter zur\u00fcckdr\u00e4ngt. Das Ende markiert Jesus mit dem Wort: \u201eersticken\u201c, auch solcher Glaube bleibt letztlich fruchtlos.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung hei\u00dft: \u201eAlle eure Sorgen werfet auf ihn, denn er sorgt f\u00fcr euch\u201c (1.Petr.5,7). Die Welt, ist die jetzige verg\u00e4ngliche Welt mit all dem, was in ihr, von Gott losgel\u00f6st, Bedeutung hat. Einerseits ist die Sorge eher die Gefahr der Benachteiligten, so ist andererseits der Betrug des Reichtums eher die Gefahr der Begabten, der High Society, der Oberschicht. Der Reichtum wird zum G\u00f6tzen, ja er hindert (vgl. reiche J\u00fcngling).<\/p>\n<p><strong>\u201eDas gute Land\u201c (V.23)<\/strong><\/p>\n<p>Jener Ackerboden vergleicht Jesus mit einem solchen Menschen, der das Wort nicht nur h\u00f6rt, versteht und aufnimmt, sondern der ihm Raum gibt. Hier hat der S\u00e4mann sein Ziel erreicht. Indirekt l\u00e4dt Jesus dazu ein, solch ein Boden zu werden.<\/p>\n<p>Die Frage lautet: Wie k\u00f6nnen wir \u201eguter Boden\u201c werden, der Frucht bringt?<\/p>\n<p>&#8211; Durch H\u00f6ren und Annehmen des Wortes. Wie Johannes sagt, war Jesus das fleischgewordene Wort (vgl. Joh.1,14). IHN aufnehmen, ihn annehmen. Wieviele IHN aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden.<\/p>\n<p>&#8211; Jesus m\u00f6chte, dass wir seine Worte befolgen. Mit dem \u201einneren Ohr\u201c h\u00f6ren hei\u00dft ja sein Wort sich zu Herzen nehmen, sein Wort im Herzen bewahren und bewegen. Ihn beherzigen auch gegen unsere Logik, so wie Petrus, der die ganze Nacht durchgearbeitet hatte und keine Fische fing. Er beherzigte jene auffordernden Worte Jesu, nochmals zum Fischen rauszufahren: \u201e\u2026aber auf dein Wort Herr will ich die Netze auswerfen!\u201c (Lk.5,5). Der Eintritt in die Nachfolge f\u00fchrt immer auch in den Gehorsam. Der Glaube f\u00fchrt in den Gehorsam und umgekehrt f\u00fchrt der Gehorsam in den vertrauensvollen Glauben.<\/p>\n<p>&#8211; Das h\u00f6rende Ohr, das mit dem Herzen h\u00f6rt, es ist verst\u00e4ndig und gewinnt Einsicht und strebt nach geistlicher Schau (vgl. Spr.18,15). Die Stimme des Herrn zu h\u00f6ren hei\u00dft auch: \u201emeine Schafe h\u00f6ren meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir\u201c (Joh.10,27). Dem Hirten folgen, auch durchs dunkle Tal, dann und dort wenn der klare Blick fehlt.<\/p>\n<p>&#8211; Der gute Boden hatte gute Bedingungen f\u00fcr Wachstum, er bot der keimenden Pflanze genug Licht, Platz und N\u00e4hrstoff, so soll es auch mit der Glaubensfrucht sein. Die wachsende Pflanze behalten und kultivieren hei\u00dft: die das Wort h\u00f6ren und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld (vgl. Lk.8,15). An ihm und seinem Wort festhalten. Bei und in IHM bleiben, wie die Rebe am Weinstock (vgl. Joh.15). Jesus sagt eindeutig: Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn: Ohne mich k\u00f6nnt Ihr nichts tun.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Gleichnis fordert die H\u00f6rer damals und auch uns als Gottesdienstbesucher heraus. Wie im Gleichnis deutlich wird, sehen wir, dass trotz aller Bem\u00fchungen nicht jedes Saatkorn, das ausges\u00e4t wird, auch wirklich Frucht bringt. Es mag wohl aufgehen, aber wenn es nicht Frucht bringt ist das Ziel verfehlt.<\/p>\n<p>Der Grund f\u00fcr diese Gleichnisverk\u00fcndigung Jesu\u2018 war, dass er sein Volk gewinnen wollte, nicht nur um einen guten Anfang zu machen, sondern dass Frucht bleibt.<\/p>\n<p>Ziel sollte sein, dass in der Predigt der Schwerpunkt, ausgehend von dem Gleichnis, auf dem H\u00f6ren und dem Aufnehmen des Wortes Gottes liegt, welches bedingt, es sich zu Herzen zu nehmen, IHN das Wort an-, ja aufzunehmen. Das Wort Gottes, welches sch\u00e4rfer ist, als jedes zweischneidige Schwert, darf es korrigieren? Darf es reinigen? Darf es zurechtbringen?<\/p>\n<p>Ziel sollte sein, bewusst zu machen, dass keimende Glaubenssaat nicht unbedingt zur Frucht f\u00fchrt. Es braucht einen kultivierten Boden, der n\u00e4hrstoffreich ist (ohne Fels), bewahrt, dass der B\u00f6se (V\u00f6gel) nicht alles sofort wieder wegraffen darf und die Sorgen und Reichtum (Dornen) nicht \u00fcberwuchern darf.<\/p>\n<p>Ziel sollte sein zu vermitteln, dass erst aus dem H\u00f6ren <em>und<\/em> Befolgen des Wortes Jesu, also aus dem Gehorsam Glaubensfrucht erw\u00e4chst: Stichwort: \u201eBeherzigen!\u201c<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtentfaltung\/ Gliederung\u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Eine m\u00f6gliche Gliederung der Predigt k\u00f6nnte sein:<\/p>\n<ol>\n<li>Wie die Saat \u2013 so die Ernte<\/li>\n<li>Wie der Boden \u2013 so die Ernte<\/li>\n<li>Wie der H\u00f6rer \u2013 so die Ernte<\/li>\n<\/ol>\n<p>Eine andere Gliederung k\u00f6nnte sein:<\/p>\n<ol>\n<li>Der S\u00e4mann \u2013 eine Saat auf Hoffnung (4-faches Ackerfeld)<\/li>\n<li>Der S\u00e4mann \u2013 eine Saat der Entt\u00e4uschung (Dornen, Sonne, V\u00f6gel)<\/li>\n<li>Der S\u00e4mann \u2013 eine Saat im Segen (100-, 60-, 30-fache Frucht)\u00b4<\/li>\n<\/ol>\n<p>Eine weitere Gliederung k\u00f6nnte sein:<\/p>\n<ol>\n<li>Schwerh\u00f6rigkeit \u2013 trotz intakter Ohren<\/li>\n<li>Schwerh\u00f6rigkeit \u2013 wegen verstocktem Herzen<\/li>\n<li>Schwerh\u00f6rigkeit \u2013 \u00fcberwinden ist m\u00f6glich<\/li>\n<\/ol>\n<p>Oder letztere Gliederung:<\/p>\n<ol>\n<li>Mein Ackerfeld \u2013 in diesem Gleichnis<\/li>\n<li>Meine \u201eOhren\u201c \u2013 in diesem Gleichnis<\/li>\n<li>Meine Frucht \u2013 in diesem Gleichnis<\/li>\n<\/ol>\n<p>(Michael Mack)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Mit Jesus unterwegs Predigtthema: Aus dem H\u00f6ren w\u00e4chst die Frucht: Das Gleichnis vom S\u00e4mann Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-3980","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-matthaus"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-06-28 18:44:55","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3980","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3980"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3980\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3983,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3980\/revisions\/3983"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3980"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3980"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3980"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}