{"id":3896,"date":"2020-01-10T16:10:50","date_gmt":"2020-01-10T15:10:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3896"},"modified":"2020-01-10T16:10:50","modified_gmt":"2020-01-10T15:10:50","slug":"predigthilfe-vom-26-januar-2020-johannes-6-1-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-26-januar-2020-johannes-6-1-13\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 26. Januar 2020 &#8211; Johannes 6, 1-13"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jeder Christ ein Mitarbeiter &#8211; Berufen, um Gott und den Menschen zu dienen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mitarbeiten &#8211; Einsatz mit bescheidenen Mitteln<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a>.<\/p>\n<p><strong>1.1 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p>* Maier, Gerhard. Johannes Evangelium (Edition C Bibelkommentar)<\/p>\n<p>* L\u00fcthi, Walter. Johannes \u2013 das vierte Evangelium.<\/p>\n<p>* De Boor, Werner. Das Evangelium des Johannes (Wuppertaler Studienbibel)<\/p>\n<p>Erl\u00e4uternde Textanmerkungen findet ihr auch in den Predigthilfen zu den Parallelberichten:<\/p>\n<p>* Predigthilfe vom 17.02.2008 zu Matth\u00e4us 14,13b-21 von Eckhard L\u00f6ffler<\/p>\n<p>* Predigthilfe vom 10.07.2016 zu Markus 6, 30-44 von Christoph M\u00fcller<\/p>\n<p>* Predigthilfe vom 06.10.2002 zu Lukas 9,10-17 von Markus Neumann<\/p>\n<p><strong>1.2 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Die Speisung der F\u00fcnftausend ist ein sehr bekanntes Wunder Jesu, \u00fcber das die meisten der H\u00f6rer schon manches geh\u00f6rt haben. Die Speisung wird als einziges Wunder, das Jesus w\u00e4hrend seines \u00f6ffentlichen Dienstes getan hat, von allen 4 Evangelisten berichtet. Beim Vergleich der Berichte wird deutlich, dass Johannes manche Dinge besonders heraushebt.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erw\u00e4hnt Johannes in Vers 4, dass das Passafest bevorstand. Wenn wir noch Joh 2,13 und Joh 11,55 hinzunehmen, sehen wir, dass Johannes von drei Passahfesten w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Wirksamkeit Jesu berichtet. Die Speisung der 5000 fand also ungef\u00e4hr ein Jahr vor Jesu Tod statt (wohl im M\u00e4rz oder April). Vielleicht ist die zeitliche N\u00e4he zum Passafest, das die Israeliten besonders an ihre Geschichte als Volk Gottes erinnert, auch eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, warum die Menschen Jesus mit einer solchen Leidenschaft zum K\u00f6nig machen wollten. Von diesem Ansinnen schreibt Johannes direkt im Anschluss an unsere Verse (V.14-15).<\/p>\n<p>Johannes berichtet uns au\u00dferdem als einziger der Evangelisten, dass die 5 Brote und 2 Fische einem kleinen Jungen geh\u00f6rten und dass die Brote aus Gerste waren. Zudem erw\u00e4hnt nur Johannes ein Gespr\u00e4ch zwischen Jesus und seinem J\u00fcnger Philippus \u00fcber die Frage, wie es m\u00f6glich sei die vielen Menschen zu versorgen. Und Johannes erkl\u00e4rt uns in Vers 6 die Intention, die Jesus mit diesem Gespr\u00e4ch verfolgte: \u201eDies sagte er aber, um ihn zu pr\u00fcfen; denn er selbst wusste, was er tun wollte\u201c.<\/p>\n<p>Jesus will also mit diesem Wunder nicht nur seine Vollmacht zeigen. Durch die Art und Weise, wie er vor dem Wunder mit Philippus spricht, will er seinen J\u00fcnger auch auf Probe stellen. Warum Jesus gerade Philippus ausgew\u00e4hlt hat, k\u00f6nnen wir nur vermuten. Philippus war nicht der Schatzmeister der J\u00fcnger, das war Judas Ischariot. Wahrscheinlich sprach Jesus Philippus an, weil er aus Betsaida, der n\u00e4chstgelegenen j\u00fcdischen Stadt kam und wohl auch Griechisch sprach. Philippus war also der J\u00fcnger, der sich in der Gegend am besten zurechtfinden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Was wollte Jesus denn genau durch seine Probe pr\u00fcfen? Johannes beschreibt es nicht n\u00e4her, aber es scheint deutlich, dass es Jesus um die Frage ging, ob seine J\u00fcnger bereit sind ihr Vertrauen ganz auf Jesus und seine Macht zu setzen.<\/p>\n<p>Philippus hat einen sehr n\u00fcchternen Blick auf die Situation. Er \u00fcberschl\u00e4gt die Menschenmenge und rechnet hoch. Und ihm wurde deutlich, wie gro\u00df die Summe war, die eine Essensversorgung der Zuh\u00f6rer verschlingen w\u00fcrde. Man br\u00e4uchte \u00fcber 200x den Tageslohn eines Tagel\u00f6hners, um jedem auch nur eine kleine Portion zu geben.<\/p>\n<p>Jesus kommentiert die Antwort von Philippus nicht, doch wir sehen, dass Philippus die L\u00f6sung des Problems mit materiellen Mitteln bedenkt, aber auch klar erkennt, dass er mit seinen eigenen Kr\u00e4ften hier v\u00f6llig \u00fcberfordert ist. Es wird deutlich, dass die J\u00fcnger eine Versorgung dieser vielen Menschen nicht leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Andreas scheint eine etwas andere Herangehensweise zu haben. Er blickt nicht auf das, was fehlt, sondern auf das, was vorhanden ist, und gibt es Jesus. Johannes beschreibt recht genau, wie das Vesper des kleinen Jungen ausgesehen hat. Die f\u00fcnf Borte meinen wohl 5 kleine Brotkuchen und keine gro\u00dfen Laibe. Au\u00dferdem waren diese Brote aus dem billigeren Getreide Geste-. Dazu kamen noch zwei, wahrscheinlich getrocknete oder eingelegte Fische. Aber auch Andreas wirkt sehr hoffnungslos und er beschreibt zurecht, dass diese kleine Mahlzeit quasi nichts ist, im Blick auf die Menschenmenge. Beide J\u00fcnger sehen sehr klar und realistisch die Grenze ihrer menschlichen M\u00f6glichkeiten. Sie bringen aber nicht zum Ausdruck, dass sie ein Wunder von Jesus erwarten. Sie wirken vielmehr sehr ratlos.<\/p>\n<p>Vielleicht war gerade dies die Lektion, die Jesus seinen J\u00fcngern hier geben wollte. Die J\u00fcnger sollten ihre eigene Begrenztheit sehen und dann \u00fcber die wunderbare Vollmacht ihres Herrn staunen. Gleichzeitig l\u00e4dt Jesus seine J\u00fcnger ein, mit dem Wenigen, das sie haben voller Vertrauen zu Jesus zu kommen und es in seine m\u00e4chtigen H\u00e4nde zu legen. Jesus legt die Brote und Fische ja nicht zur Seite, und versorgt die Menschen mit einer anderen Speise. Nein, er nimmt das, was Andreas ihm gebracht hat und vermehrt es so, dass f\u00fcr alle Menschen reichlich da ist.<\/p>\n<p>Das eigentliche Wunder berichtet Johannes wieder \u00e4hnlich zu den anderen Evangelien, wobei Johannes nicht berichtet, dass Jesus das Brot zun\u00e4chst an die J\u00fcnger weitergab und die es dann an die \u00fcbrigen Menschen weitergaben.<\/p>\n<p>Auch Johannes betont den \u00dcberfluss, mit dem Jesus versorgt. Alle Menschen werden wirklich satt und es werden noch 12 K\u00f6rbe an \u00dcberresten eingesammelt. Was f\u00fcr ein Kontrast zu dem was die J\u00fcnger sich vorstellen konnten. Die Menschen hatte eben nicht nur einen Happen bekommen, sie wurden wirklich satt.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Jahresthema 2020 will uns ganz praktisch herausfordern. Als Nachfolger Jesu sind wir zur Mitarbeit an seinem Reich berufen. In 12 Einheiten werden wir uns fragen, was es bedeutet ein Mitarbeiter Jesu zu sein. Dabei wollen wir Berichte \u00fcber Glaubensvorbilder aus dem Neuen Testament betrachten und uns fragen, welche Verhei\u00dfungen, Prinzipien und Herausforderungen f\u00fcr die Mitarbeit uns Gott durch sein Wort mitteilen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Der heutige Abschnitt nimmt uns mit hinein in die ganz grunds\u00e4tzliche Herausforderung, in der wir als Mitarbeiter Jesu immer wieder stehen. Wir sind in unserem Dienst abh\u00e4ngig von dem, was Jesus tut. Und wir wollen ganz bewusst in dieser Abh\u00e4ngigkeit leben und dienen. Gleichzeitig werden wir aufgefordert die Gaben, die Gott in unser Leben hineingelegt hat zu seiner Ehre und zur Erbauung unserer Mitmenschen zu nutzen (vgl. 1.Kor 12-14).<\/p>\n<p>Viele Mitarbeiter unserer Gemeinden ringen mit dieser Spannung. Manche stehen vielleicht in der Gefahr, ihren Dienst aus eigener Kraft zu tun, weil sie den Eindruck haben, sie h\u00e4tten alles im Griff. Auf der anderen Seite haben wir Mitarbeiter, denen sehr bewusst ist, und die darunter leiden, dass sie nur sehr bescheidene Mittel zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Philippus und Andreas k\u00f6nnen uns sowohl Vorbild wie auch Mahnung sein. Sie sind Vorbilder darin, wie sie ehrlich ihre menschliche Begrenztheit erkennen und sie vor Jesus bringen. Beide sind aber auch eine Mahnung in der Hinsicht, dass sie bei ihren eigenen M\u00f6glichkeiten stehen bleiben und ihr Vertrauen auf Jesus eben nicht zum Ausdruck bringt. Jesus stellt seine J\u00fcnger ganz bewusst in diese Hilflosigkeit, um ihnen dann zu zeigen, wie sehr sie ihm vertrauen k\u00f6nnen und von ihm abh\u00e4ngig sind.<\/p>\n<p>Genau diese Ermutigung soll auch durch unsere Predigt vermittelt werden. Wir d\u00fcrfen unsere H\u00f6rer einladen (und es uns nat\u00fcrlich auch selbst bewusst machen), dass wir mit dem wenigen, was wir haben, voller Zuversicht zu Jesus kommen und ihm dienen d\u00fcrfen. Gleichzeitig wollen wir bewusstmachen, was f\u00fcr ein Vorrecht es ist, dass uns der K\u00f6nig der K\u00f6nige in seinen Dienst nimmt. Wir wollen dazu ermutigen im Vertrauen auf Jesu Kraft unseren Dienst zu tun, und die Gaben, die er uns gibt, zu seiner Ehre und zur Erbauung der Menschen einzusetzen.<\/p>\n<p>Gerade als Mitarbeiter Jesus leben wir aus seiner Gnade und sind darauf angewiesen, dass er uns immer wieder neu mit dem ausr\u00fcstet, was wir f\u00fcr unseren Dienst in der Nachfolge brauchen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Wir wollen die Predigth\u00f6rer ermutigen, Jesus mit Freude zu dienen und sich in seinem Reich einzubringen. Wir wollen sie einladen diesen Dienst zu tun:<\/p>\n<ul>\n<li>mit einer klaren Erkenntnis unserer menschlichen Begrenztheit<\/li>\n<li>mit Freude \u00fcber die Begabungen, die Gott schenkt<\/li>\n<li>mit tiefem Vertrauen in die Macht und Treue Jesu<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Mitarbeiten &#8211; Einsatz mit bescheidenen Mitteln<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Das Arbeitsfeld ist gro\u00df (V.1-3)<\/li>\n<li>Die Mittel der Mitarbeiter sind sehr begrenzt (V.5-9)<\/li>\n<li>Jesus hat alle Macht. Auf ihn d\u00fcrfen wir vertrauen. (V.10-13)<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Zur Veranschaulichung der Predigt kann eine der vielen Geschichten dienen, in denen Menschen mit kleinen Mitteln begonnen haben und im Vertrauen auf Jesus einen wertvollen Dienst getan haben. (z.B. Das Leben von Gladys Aylward)<\/p>\n<p>(Tobias Schurr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jeder Christ ein Mitarbeiter &#8211; Berufen, um Gott und den Menschen zu dienen Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mitarbeiten &#8211; Einsatz mit bescheidenen Mitteln Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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