{"id":3840,"date":"2019-11-13T18:12:07","date_gmt":"2019-11-13T17:12:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3840"},"modified":"2019-11-13T18:12:08","modified_gmt":"2019-11-13T17:12:08","slug":"predigthilfe-vom-8-dezember-2019-matthaeus-11-2-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-8-dezember-2019-matthaeus-11-2-10\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 8. Dezember 2019 &#8211; Matth\u00e4us 11, 2-10"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sollen wir auf einen anderen warten?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Matth\u00e4us 11, 2-10<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung). Unter <a href=\"http:\/\/www.die-bibel.de\">www.die-bibel.de<\/a> findet sich zudem der Text der Basis Bibel, eine der aktuellsten \u00dcbersetzungen.<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Der zu bearbeitende Text folgt unmittelbar auf die Aussendungsrede Jesu im Kapitel 10. Matth\u00e4us beschreibt in diesem Kapitel die Berufung und die Aussendung der J\u00fcnger, die m\u00f6gliche Konsequenz der Verfolgung (Vers 16: \u201e<em>Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die W\u00f6lfe<\/em>\u201c). Er beschreibt auch, wie Jesus seine J\u00fcnger vorbereitet, indem er ihnen Mut macht, sich nicht zu f\u00fcrchten vor den Menschen (Vers 28: \u201e<em>F\u00fcrchtet euch nicht vor denen die den Leib t\u00f6ten, doch die Seele nicht t\u00f6ten k\u00f6nnen<\/em>\u201c). Er macht vielmehr Mut dazu, IHM zu vertrauen. Jesus spricht ihnen zu (Vers 32f): \u201e<em>Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.<\/em>\u201c Den Abschluss der Rede bildet ein kurzer, praktischer und allt\u00e4glicher Hinweis f\u00fcr den Weg der J\u00fcnger (Vers 40): \u201e<em>Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.<\/em>\u201c Hier macht Jesus nochmal deutlich, dass sie als seine gesendeten J\u00fcnger, ja, als seine gesegneten \u201e<em>Stellvertreter<\/em>\u201c unterwegs sind und so sollen sie auch wahr- und aufgenommen werden.<\/p>\n<p>Der nun folgende Text steht im Zusammenhang der Kapitel 11 und 12. In diesen geht es um den Unglauben des Volkes und der daraus entstehenden Feindschaft Jesus gegen\u00fcber. Hierbei geht es vor allem um die Frage: \u201e<strong><em>Wer ist Jesus?<\/em><\/strong>\u201c. Ist er nur ein Geschichtenerz\u00e4hler und Wohlt\u00e4ter, oder ist er der, f\u00fcr den er sich ausgibt bzw. der, der ihnen verhei\u00dfen wurde?<\/p>\n<p>Und so beginnt dieser Abschnitt mit \u201e<em>der Anfrage des T\u00e4ufers<\/em>\u201c, eben den, der in Maleachi 3, 1 angek\u00fcndigt wurde: \u201e<strong><em>Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.<\/em><\/strong>\u201c, Johannes der T\u00e4ufer. Ein Mann, ein bzw. \u201eder\u201c Wegbereiter, einer, der es sich nicht wert war, \u201e<em>sich vor dem Herrn zu b\u00fccken und die Riemen seiner Schuhe zu l\u00f6sen<\/em>\u201c (Markus 1, 7). Johannes und Jesus trafen schon in den B\u00e4uchen ihrer M\u00fctter aufeinander. Das beschreibt uns Lukas in Kapitel 1, 41: \u201e<em>es begab sich, als Elisabeth den Gru\u00df Marias h\u00f6rte, <strong>h\u00fcpfte<\/strong> das Kind in ihrem Leibe<\/em>\u201c. Beide M\u00e4nner haben ein Ziel, eine Aufgabe. Der eine soll \u201e<em>Wegbereiter sein<\/em>\u201c und der andere soll \u201e<em>der Retter<\/em>\u201c, \u201e<em>der Messias<\/em>\u201c, ja \u201e<em>der K\u00f6nig<\/em>\u201c sein. In letzterem, liegt allerdings auch die Sehnsucht des Volkes nach einem starken K\u00f6nig verborgen, der das Land und sein Volk regiert, von den R\u00f6mern befreit und das Volk wieder sammelt.<\/p>\n<p>Johannes ist nun nachdem er inhaftiert wurde und nun ganz praktisch auf \u201e<em>den Retter<\/em>\u201c hofft, der Erste, der dahingehend die Frage stellen l\u00e4sst: \u201e<strong><em>Wer bist DU?<\/em><\/strong>\u201c Parallel dazu empfiehlt es sich, Lukas 7, 18-27 zu lesen. Zudem w\u00e4re die Lekt\u00fcre von Matth\u00e4us 21, 23-27 zu empfehlen. In diesem Taxt geht es um \u201e<em>die Vollmacht Jesu<\/em>\u201c. Darin stellt Jesus den Pharis\u00e4ern die Frage nach der Vollmacht bzw. dem Auftrag des T\u00e4ufers.<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<ul>\n<li><em>Wuppertaler Studienbibel (WSB):<\/em> \u201e<em>NT 1 Das Evangelium des Matth\u00e4us<\/em>\u201c <em>erkl\u00e4rt von Fritz Rienecker<\/em><\/li>\n<li><em>Schlatters Erl\u00e4uterungen zum NT\u201c Band 1: Das Evangelium nach Matth\u00e4us<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Bitte studiert auch den hilfreichen Predigttipp von <em>J\u00fcrgen Vier vom 18.8.2002 zum Paralleltext Lukas 7,18-35<\/em> unter <a href=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-18-8-2002-lukas-718-35\/\">https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-18-8-2002-lukas-718-35\/<\/a> .<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gliederung<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li>Vers 2-3: <strong>Johannes l\u00e4sst fragen<\/strong><\/li>\n<li>Vers 4-5: <strong>Jesus l\u00e4sst aktiv werden und die Beobachtungen ausrichten<\/strong><\/li>\n<li>Vers 6: <strong>Seligpreisung<\/strong><\/li>\n<li>Vers 7-10: <strong>Jesu Zeugnis \u00fcber den T\u00e4ufer<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong>:<\/p>\n<p><strong>V 2<\/strong>: Johannes sitzt im Gef\u00e4ngnis (vgl. Matth\u00e4us 14,3). Er hat von Jesus und seinen Werken geh\u00f6rt. Das hat ihn sicher zum Nachdenken gebracht. Im Lukastext (7,18), sind es die J\u00fcnger, die ihm von Jesus berichten und in Vers 16f hei\u00dft es zudem: \u201e<strong><em>Gott hat sein Volk besucht.<\/em><\/strong><em> Und diese Kunde von ihm (Jesus) <strong>erscholl<\/strong> in ganz Jud\u00e4a und <strong>im<\/strong> <strong>ganzen<\/strong> umliegenden <strong>Land<\/strong>.<\/em>\u201c Und so sendet Johannes seine J\u00fcnger zu Jesus.<\/p>\n<p><strong>V 3: <\/strong><strong>Die Frage<\/strong>: \u201e<strong><em>Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?<\/em><\/strong>\u201c In dieser Frage kommen drei Aspekte zum Vorschein, die die allgemeine Erwartungshaltung wiederspiegeln:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Die Hoffnung<\/strong>: Er ist es! Er ist der Messias! Er ist der Herr! Er ist K\u00f6nig!<\/li>\n<li><strong>Die Frage<\/strong>: Warum trittst Du nicht als K\u00f6nig auf und \u00e4nderst das Weltgeschehen? Warum gehst Du nicht gegen die Pharis\u00e4er vor? Sollen wir noch warten? Kommt nach Dir noch ein anderer? Bist du nur ein weiterer Wegbereiter?<\/li>\n<li><strong>Der Zweifel<\/strong>: Bist Du es wirklich?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die allgemeine Erwartungshaltung verlangt eine Best\u00e4tigung, der Verhei\u00dfung. Und das spiegeln ihm seine engsten Vertrauten. Johannes erlebte Vater (Gott) und Sohn (Jesus) bei dessen Taufe (Kap. 3,16): \u201e<em>als Jesus getauft war, stieg er alsbald aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und \u00fcber sich kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.<\/em>\u201c Johannes wusste es, er hat es <strong><em>gesehen<\/em><\/strong> und <strong><em>geh\u00f6rt<\/em><\/strong>! Und doch bleibt ein Rest Zweifel bestehen. Hier zeigt sich, dass Johannes auch \u201e<em>nur<\/em>\u201c ein Mensch war, der im Gef\u00e4ngnis ganz praktisch darauf hofft, \u201e<em>gerettet<\/em>\u201c zu werden. Johannes bleibt damit auch nicht allein. Die J\u00fcnger zweifeln (vgl. Kap. 28,17) Marta zweifelt (Johannes 11, 39). Thomas zweifelt (Johannes 20, 25). Jeder einzelne gibt ein Zeugnis davon ab, dass ein \u201eNachfolger\u201c nicht vor einem Restzweifel bewahrt ist: \u201e<strong><em>Bist Du es, oder sollen wir auf einen anderen warten?<\/em><\/strong>\u201c<\/p>\n<p><strong>V 4<\/strong>: <strong>Jesus antwortet<\/strong> mit einem \u201e<strong><em>JA<\/em><\/strong>\u201c. Allerdings nicht so, wie Johannes, ja, wie ich es gerne h\u00e4tte. Jesus antwortet mit einer Aufforderung an die J\u00fcnger des Johannes: \u201e<strong><em>Geht<\/em><\/strong><em> hin und <strong>sagt<\/strong> Johannes wieder, was ihr <strong>h\u00f6rt<\/strong> und <strong>seht<\/strong><\/em>\u201c. Er fordert sie auf, zu <strong>h\u00f6ren<\/strong> und zu <strong>sehen<\/strong>. <strong>H\u00f6ren<\/strong> auf das Wort, welches Jesus spricht. <strong>Sehen<\/strong> auf das, was Jesus tut. Das ist der entscheidende Hinweis, nicht nur f\u00fcr damals, sondern auch f\u00fcr heute! <strong>H\u00f6ren<\/strong> und <strong>sehen<\/strong>, sind T\u00e4tigkeiten, die in mir die Urteilsf\u00e4higkeit anregen. Wie oft hei\u00df es: \u201e<em>Ich glaube nur das, was ich h\u00f6re und gleichzeitig auch sehe!<\/em>\u201c Genau das, regt Jesus bei den J\u00fcngern an. Sie sollen sich ein eigenes Urteil bilden, um Johannes zu berichten (\u201e<strong><em>geht<\/em><\/strong><em> hin und <strong>sagt<\/strong><\/em>\u201c), denn er wartet und vertraut auf ihren Bericht im Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n<p><strong>V 5: Der Hinweis<\/strong>: \u201e<em>Blinde sehen, Lahme gehen, Auss\u00e4tzige werden rein, Taube h\u00f6ren, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt,<\/em>\u201c. Schaut hin! H\u00f6rt hin! Vor euren Augen erf\u00fcllt sich Jesaja 35,5f und Jesaja 61,1. Ihr d\u00fcrft es live erleben. Ich bin es! Ich bin der, auf den ihr wartet! Johannes 14,1: \u201e<em>Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Folgendes wird deutlich:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Jesus erweist sich in seinem Wort<\/strong>, denn \u201e<em>Armen wird das Evangelium gepredigt<\/em>\u201c.<\/li>\n<li><strong>Jesus erweist sich in der Tat<\/strong> und in ihr wird die Herrlichkeit Gottes erkennbar, denn \u201e<em>Blinde sehen, Lahme gehen, Auss\u00e4tzige werden rein<\/em> \u2026\u201c.<\/li>\n<li><strong>Jesus erweist sich in der errettenden Macht<\/strong> \u201e<em>nicht zur Aus\u00fcbung des Gerichtes<\/em>\u201c (Schlatter), sondern in Liebe und Erbarmen als Hilfe f\u00fcr die, die ihn besonders n\u00f6tig haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>V 6<\/strong>: <strong>Die Seligpreisung<\/strong>: Jesus spricht den \u201e<strong><em>selig<\/em><\/strong>\u201c der \u201e<strong><em>sich nicht an mir \u00e4rgert<\/em><\/strong>\u201c. Johannes soll selber entscheiden, was er glaubt. Jesus gibt Johannes die M\u00f6glichkeit \u00fcber den Zweifel hinwegzukommen. Entscheidend ist f\u00fcr Jesus nicht nur Auge und Ohr, sondern eben auch das Herz. Johannes hat Jesus verk\u00fcndigt, \u201e<em>als den, der nach mir kommen wird<\/em>\u201c Nun liegt es an ihm selber, dem ganzen Geschehen Glauben zu schenken. Ich glaube, das wird immer eine Herausforderung des Glaubens bleiben. Als Jesus in seiner Heimat Nazareth unterwegs war, da hat man sich \u00fcber ihn \u201e<strong><em>ge\u00e4rgert<\/em><\/strong>\u201c (vgl. Kap. 13, 57), aber erst als man ihn als den \u201e<em>Sohn des Zimmermanns<\/em>\u201c und als Sohn der Maria und Bruder seiner Geschwister erkannte (V.55f). Daraufhin vertrieb man ihn aus der Stadt, weil man ihm nicht glaubte.<\/p>\n<p>Jesus sagt: \u201e<em>Selig ist, wer sich nicht an mir \u00e4rgert<\/em>\u201c. Hier lohnt es sich die \u201e<em>Seligpreisungen<\/em>\u201c in Kapitel 5 zu lesen. Sie beschreiben die M\u00f6glichkeiten, in denen mein Glaube auf die Probe gestellt werden kann.<\/p>\n<p>Johannes (und so auch ich und du) soll sich nicht an Jesus \u00e4rgern, sondern er soll glauben, dass sich die Verhei\u00dfung des Messias gerade erf\u00fcllt! Das soll ihn im Glauben best\u00e4rken. Er soll erkennen: Gott allein kann! Gott allein reicht! Gott allein schenkt Zuversicht\/Hoffnung! Es k\u00f6nnte in diesem Vers wie folgt lauten: \u201e<em>Selig bist du, Johannes (setz deinen Namen ein), wenn du dich nicht an mir \u00e4rgerst!<\/em>\u201c<\/p>\n<p>V <strong>7<\/strong>: <strong>Jesu Zeugnis \u00fcber den T\u00e4ufer<\/strong><\/p>\n<p>Jesus erz\u00e4hlt den Umherstehenden von Johannes und konfrontiert sie mit ihrer Erwartung:<\/p>\n<p><strong>Sie wollen ein Zeichen!<\/strong> Er nimmt ein banales Bild eines Schilfrohres, das sich im Wind bewegt. \u201e<em>Was dachtet ihr zu sehen in der W\u00fcste?<\/em>\u201c Warum seid ihr zu Johannes gegangen. Was war eure Erwartung? Ihr wolltet zu Johannes, denn er predigte mit Vollmacht in der W\u00fcste! Matth\u00e4us 3, 5: \u201e<em>Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und ganz Jud\u00e4a und alle L\u00e4nder am Jordan<\/em>\u201c. Die waren alle unterwegs aus Neugier in die W\u00fcste. Sie wussten um Johannes und seine Predigt: \u201e<em>Tut Bu\u00dfe, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!<\/em>\u201c Sie h\u00f6rten ebenfalls von ihm: \u201e<em>Bereitet dem Herrn den Weg und macht eben seine Steige!<\/em>\u201c Sie wussten von Johannes und dass Jesus ihm folgen wird. Sie wollen ein Zeichen \u2013 <strong>Jesus ist das Zeichen!<\/strong><\/p>\n<p><strong>V 8<\/strong>:&nbsp; <strong>Sie wollen einen k\u00f6niglichen Menschen! <\/strong>Jesus macht ihnen deutlich, dass Gesandte Gottes nicht edel gekleidet sind, sondern \u201eSchaffhosen\u201c tragen. Johannes trug ein lausiges Kamelhaargewand (Kap. 3,4). Gesandte Gottes sind mit Gef\u00e4ngnis oder sogar mit dem Tod bedroht. Jesus wiederspricht ihrer Erwartung nach einem starken und ruhmreichen K\u00f6nig und doch: <strong>Jesus ist der K\u00f6nig!<\/strong><\/p>\n<p><strong>V 9-10<\/strong>: <strong>Sie wollen einen Propheten!<\/strong> Johannes war \u201e<em>mehr als ein Prophet<\/em>\u201c. Der \u201e<em>angek\u00fcndigte Bote<\/em>\u201c, der \u201e<strong><em>den Weg bereiten soll<\/em><\/strong>\u201c (Maleachi 3,1). Zacharias, der Vater des Johannes, gibt seinem Sohn folgendes mit auf den Lebensweg (Lukas 1,76): \u201e<em>Du, Kindlein, wirst ein Prophet des H\u00f6chsten hei\u00dfen. Denn du wirst dem Herrn vorangehen, dass du seinen Weg bereitest<\/em>\u201c. In dieser Verhei\u00dfung steckt die \u201eLebensaufgabe\u201c als \u201e<em>Bote Gottes in der W\u00fcste<\/em>\u201c. Sie wollten einen Propheten sehen und h\u00f6ren und erlebten den \u201e<em>letzten Propheten, des alten Bundes<\/em>\u201c, der \u201e<em>den neuen Bund er\u00f6ffnete<\/em>\u201c (WSB S. 205). <strong>Johannes war ein Prophet! Jesus ist Prophet!<\/strong><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Johannes der T\u00e4ufer ist in der biblischen Heilsgeschichte wie ein Scharnier zwischen AT und NT. Er ist der letzte Prophet des alten Bundes und bewegt die Menschen des Volkes mit dem Bu\u00dfruf hin in den neunen Bund als der Wegbereiter f\u00fcr Jesus. Er tauft Jesus. Er sieht den Himmel offen und darf die Stimme Gottes h\u00f6ren. Und doch ist er Mensch und m\u00f6chte auf Nummer Sicher gehen und l\u00e4sst bei Jesus anfragen: \u201e<em>Bist du der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?<\/em>\u201c. F\u00fcr die Menschen damals, wie auch f\u00fcr uns heute eine Herausforderung, das zu glauben, was man meint nicht zu sehen und doch ist ER da. Im Allt\u00e4glichen Erleben wird eines allerdings immer eine Herausforderung sein: \u201e<em>Selig, wer sich nicht an mir \u00e4rgert<\/em>\u201c.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Der Text wird im Advent gepredigt. Er ist durchzogen mit <strong>Hoffnung<\/strong>, <strong>Erwartung<\/strong> und <strong>Ankommen<\/strong>. Also genau das Thema f\u00fcr den Advent. Die Zuh\u00f6rer sind (hoffentlich) in Vorfreude auf Weihnachten. Allerdings verkommt manchmal die Adventszeit in eine negative \u201ealle Jahre wieder Mentalit\u00e4t\u201c, die oft als Stress empfunden wird. Hoffnung, Erwartung und Vorfreude k\u00f6nnen sich schnell auf die eigenen Bed\u00fcrfnisse beschr\u00e4nken. Ja, hoffentlich schnell durchkommen, damit endlich wieder Ruhe einkehrt. In diesen angespannten und oft selbstgemachten Situationen kann der Zweifel den besten N\u00e4hrboden finden: \u201e<strong><em>Bist DU es, oder sollen wir auf einen anderen warten?<\/em><\/strong>\u201c&nbsp; Und so soll es ja eigentlich nicht sein. So lasst uns die Predigt genau diesen drei Begriffen widmen und den Text in ihnen zum \u201eleuchten\u201c bringen. <strong>Hoffnung<\/strong> auf Jesus! <strong>Erwartung<\/strong> in Jesus! <strong>Ankommen<\/strong> von Jesus!<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Hilfreiche Fragen k\u00f6nnten sein:<\/p>\n<ul>\n<li>Habe ich eine lebendige Hoffnung auf Jesus?<\/li>\n<li>Bin ich in einer Erwartungshaltung, dass Jesus bald kommt?<\/li>\n<li>Wann sind meine Augen und Ohren auf Empfang?<\/li>\n<li>Ankommen oder einfach mal vorbeikommen? \u2013 Jesus kommt an in dir, oder kommt er nur mal eben an Weihnachten vorbei?<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Die Predigt soll dazu ermutigen, die Adventszeit bewusst als \u201e<em>Ankommens-Zeit<\/em>\u201c zu erleben. Als eine Zeit, wo Augen und Ohren (neu) ge\u00f6ffnet sind f\u00fcr Jesus. <strong>Hoffnung<\/strong>, <strong>Erwartung<\/strong> und das <strong>Ankommen<\/strong> sollen meinen Blick auf Jesus wieder (neu) sch\u00e4rfen und das \u00fcber die Adventszeit hinaus.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Johannes der T\u00e4ufer \u2013 Wegbereiter mit der Frage: \u201e<em>Sollen wir auf einen anderen warten?<\/em>\u201c<\/li>\n<li>Jesus \u2013 Gesandter mit Antwort auf die menschliche Frage: \u201e<em>Geht hin und sagt, was ihr <strong>h\u00f6rt<\/strong> und <strong>seht<\/strong>!<\/em>\u201c<\/li>\n<li>Du \u2013 besonnener Botschafter mit Augen und Ohren in manchmal unruhigen Zeiten.<\/li>\n<li>\u201e<em>Der Himmel ist zur Welt gekommen. Endlich! Willkommen, Jesus!<\/em>\u201c (\u00a9 gott.net\/ Text: J\u00fcrgen Werth <a href=\"mailto:jamarkt@gott.net\">jamarkt@gott.net<\/a>)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>a) (V. 2-3) Johannes l\u00e4sst fragen \u2013 es bleibt ein Restzweifel an Jesus<\/p>\n<p>b) (V. 4-5) Jesus aktiviert Augen und Ohren \u2013 regt das pers\u00f6nliche Urteil an<\/p>\n<p>c) (V. 6) Jesus spricht \u201e<em>selig<\/em>\u201c \u2013 den, der sich nicht an ihm \u00e4rgert<\/p>\n<p>d) (V. 7-10) Jesus appelliert an das Volk \u2013 an dich: Woran glaubst du?<\/p>\n<p>oder nach <strong>Kopf-<\/strong>, <strong>Herz-<\/strong> und <strong>Hand-<\/strong>Prinzip:<\/p>\n<p><strong>Kopf: Was sollen meine Zuh\u00f6rer lernen? <\/strong>(die Gliederung als Grundlage)<\/p>\n<ul>\n<li>Johannes fragt vorsichtshalber nochmal nach: \u201e<em>Bist Du es, oder sollen wir auf einen anderen warten?<\/em>\u201c<\/li>\n<li>Jesus aktiviert Augen und Ohren der J\u00fcnger, des Johannes, und l\u00e4sst sie selber danach entscheiden, was sie h\u00f6ren und sehen.<\/li>\n<li>Der Text ist durchzogen mit den Begriffen: <strong>Hoffnung<\/strong>, <strong>Erwartung<\/strong> und <strong>Ankommen<\/strong>, aber auch mit dem Zweifel. Jesus m\u00f6chte den Zweifel besiegen und Hoffnung, Erwartung und sein Ankommen im Herzen wecken, schenken und st\u00e4rken.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Herz:<\/strong> <strong>Was soll mein Zuh\u00f6rer f\u00fchlen?<\/strong> (Godi im Ganzen als Unterst\u00fctzung der Predigt)<\/p>\n<ul>\n<li>Ein Anspiel, Video Clip etc. k\u00f6nnte eine hektische Adventszeit vermitteln, um den Zuh\u00f6rer im Alltag abzuholen. Er soll merken, ja so erlebe ich das auch, aber er soll in der Predigt nat\u00fcrlich zum Nachdenken dar\u00fcber angeregt werden.<\/li>\n<li>Adventslieder<\/li>\n<li>Stille Zeit zum Nachdenken (\u00fcber eine Frage oder die Predigt)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Hand: Was soll mein Zuh\u00f6rer tun?<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Advent soll eine hoffnungsvolle und erwartungsvolle Zeit sein, die Weihnachten als den Geburtstag von Jesus in Erinnerung ruft, als den \u201eAnkommenstermin\u201c in dieser Welt, in meinem Alltag in meinem Leben.<\/li>\n<li>Was kann ich tun?\n<ul>\n<li>Schreib doch mal wieder eine Karte (z.B. <em>Angekommen \u2013 Gott<\/em>)<\/li>\n<li>Lade jemanden zu dir ein und feiert Advent<\/li>\n<li>Adventsliedersingen auf deinem Sofa mit deinen Freunden, Nachbarn, \u2026<\/li>\n<li>Vier Wochen ohne \u2013 mach doch mal eine Fastenzeit \u2013 als geschenkte Zeit f\u00fcr dich und Jesus (<strong>H\u00f6ren<\/strong>\/<strong>Sehen<\/strong>)<\/li>\n<li>Stille Tage im Advent (allein oder angeleitet)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Allgemeine Adventslieder<\/li>\n<li>Anspiel zum Advent \u2013 hektisch nicht besinnlich (JK, TK, HK, \u2026)<\/li>\n<li>Adventskarte zum weitergeben bzw. verschicken:\n<ul>\n<li>\u201e<strong>Angekommen \u2013 <em>Gott<\/em><\/strong>\u201c am Ausgang verteilen, oder bereits vor Beginn auf jeden Stuhl legen <a href=\"https:\/\/gott.net\/jamarkt\/motivserie-0\/m029-angekommen.html\">https:\/\/gott.net\/jamarkt\/motivserie-0\/m029-angekommen.html<\/a><\/li>\n<li>Oder: \u201e<strong>Ich bin dir n\u00e4her als du glaubst \u2013 <em>Gott<\/em><\/strong>\u201c: <a href=\"https:\/\/gott.net\/jamarkt\/motivserie-0\/m014-naeher-als-du-glaubst.html\">https:\/\/gott.net\/jamarkt\/motivserie-0\/m014-naeher-als-du-glaubst.html<\/a><\/li>\n<li>Oder: \u201e<strong> Euer K\u00f6nig kommt.<\/strong>\u201c: <a href=\"https:\/\/gott.net\/jamarkt\/motivserie-1a\/m110-deinkoenig.html\">https:\/\/gott.net\/jamarkt\/motivserie-1a\/m110-deinkoenig.html<\/a> oder: <a href=\"https:\/\/gott.net\/jamarkt\/motivserie-0\/m045-advent.html\">https:\/\/gott.net\/jamarkt\/motivserie-0\/m045-advent.html<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>(Danny Mitschke)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sollen wir auf einen anderen warten? Predigttext:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Matth\u00e4us 11, 2-10 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-3840","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-matthaus"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-21 11:46:04","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3840"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3840\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3844,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3840\/revisions\/3844"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}