{"id":3831,"date":"2019-10-22T08:15:01","date_gmt":"2019-10-22T06:15:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3831"},"modified":"2019-10-28T12:15:43","modified_gmt":"2019-10-28T11:15:43","slug":"predigthilfe-vom-24-november-2019-psalm-90-90-10-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-24-november-2019-psalm-90-90-10-17\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 24. November 2019 &#8211; Psalm 90 (90, 10-17)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema: Geistlich Leben in verschiedenen Lebensphasen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Mit Jesus Abschied von der Welt nehmen: Bestelle dein Haus<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Der Predigttext zeigt, dass unsere Lebenszeit auf dieser Welt begrenzt ist. Im Rahmen unseres Jahresthemas (\u201eGeistlich Leben in verschiedenen Lebensphasen\u201c) ist nun interessant zu \u00fcberlegen, wann wir denn anfangen sollten, uns auf das Ende vorzubereiten.<\/p>\n<p>(Lied: \u201eWer wei\u00df, wie nahe mir mein Ende! Hin geht die Zeit, her kommt der Tod; ach wie geschwinde und beh\u00e4nde kann kommen meine Todesnot. Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach\u00b4s nur mit meinem Ende gut.\u201c)<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.:<\/p>\n<p>* Hilfreiches Basiswissen findet sich z. B.&nbsp; in \u201eDas Alte Testament\u201c erkl\u00e4rt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (H\u00e4nssler-Verlag)<\/p>\n<p>* Studienbibel John McArthur: <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=9146\">http:\/\/www.sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=9146<\/a> (freier Download!)<\/p>\n<p>* weitere Studienbibeln (Verk\u00fcndiger sollten mehrere haben: z.B. Ryrie, Genfer Studienbibel, Elberfelder Bibel mit Erkl\u00e4rungen\u2026)<\/p>\n<p>* Wiersbe, Warren. Sei voller Lobpreis. CV-Verlag.<\/p>\n<p>* Spurgeon. Charles Haddon. Die Schatzkammer Davids<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>In der \u00dcberschrift des Psalms lesen wir, dass der Psalm von Mose geschrieben wurde.<\/p>\n<p>Der geschichtliche Hintergrund des Psalms k\u00f6nnte das Sterben von Aaron und Miriam gewesen sein, das Mose zu diesem Psalm bewegt haben. Ebenso k\u00f6nnte Mose das allm\u00e4hliche Sterben der Generation in der W\u00fcste bewegt haben, denn diese Generation durfte nicht in das verhei\u00dfene Land (4.Mose 14). Das war ein wahrhaft seltsames Beobachten und Reflektieren des Sterbens von Menschen, weil dieses Sterben angek\u00fcndigt war und das Leben f\u00fcr den jungen Rest des Volkes danach erst richtig losgehen konnte.<\/p>\n<p>Wie auch immer \u2013 es geht im Psalm darum, 1. im Horizont der Ewigkeit die K\u00fcrze des Lebens zu bedenken, 2. wegen der S\u00fcndhaftigkeit des eigenen Herzens aus der Gnade zu leben, und 3. das Leben im \u201eJetzt\u201c Gott hinzugeben und ganz zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p><strong>V.1 Ein Gebet von Mose, dem Mann Gottes <\/strong><\/p>\n<p>Ein Gebet, d.h. ein Reden des Herzens mit Gott in Dank, Bitte, F\u00fcrbitte und Anbetung (vgl. Luther). Ein Mann Gottes, weil erw\u00e4hlt und berufen von Gott. Wir wissen: auch Mose war nicht ohne S\u00fcnde, auch Mose machte Fehler und durfte deshalb zu Lebzeiten nicht ins Land Kanaan. Interessant ist: Sp\u00e4ter war er dann \u2013 mit und durch Jesus \u2013 im Land (auf dem Berg der Verkl\u00e4rung).<\/p>\n<p><strong>V.1 Herr, du bist unsere Wohnung (\u201eHeimstatt\u201c, LUT: Zuflucht; Obdach) gewesen von Generation zu Generation <\/strong><\/p>\n<p>Es sind sechs Generationen von Abraham bis Mose (Abraham, Isaak, Jakob, Levi, Kehar, Amram, Mose). Diese Generationen waren st\u00e4ndig unterwegs und angefochten \u2013 und doch in einer gewissen Weise \u201edaheim und sicher\u201c bei Gott (als Zuflucht, Obdach, Heimstatt, Wohnung, vgl. Ps.71,3; 91,9), weil Gott f\u00fcr sie da war und bei ihnen war. Allein in 4.Mose 33 werden 42 verschiedene Orte genannt, an denen sich Israel in der W\u00fcstenwanderung aufhielt. Immer war Gott mit dabei, f\u00fcr sie da, besch\u00fctzend und f\u00fchrend (Feuers\u00e4ule, Rauchs\u00e4ule&#8230;, Stiftsh\u00fctte). Um das geht es: Bei-Gott-Daheim-Sein (Zuflucht haben) im angefochtenen Unterwegs-Sein.<\/p>\n<p>=&gt; Gott ist auch f\u00fcr uns Christen ein \u201eZuhause\u201c (als Zuflucht). Allerdings ist es jetzt so: Wir sind Wohnung f\u00fcr Gott (\u201eChristus in uns\u201c, der Heilige Geist ist \u201ein uns\u201c; vgl. auch Gal.4,6; 1.Thess.4,8; R\u00f6m.5,5; 1.Joh.3,24; Joh.15,24; Joh.14,23). So sind wir als Pilger unterwegs zur himmlischen Heimat, wo eine Wohnung auf uns wartet (Joh.14,2). \u201eDie F\u00fcchse haben Gruben&#8230;\u201c Auch Jesus hatte hier kein irdisches Zuhause, aber er war \u201edaheim\u201c beim Vater. Auch als Christen sind wir letztlich nur \u201edaheim\u201c bei Gott.<\/p>\n<p><strong>V.2 Ehe die Berge geboren wurden&#8230; bist du, Gott<\/strong><\/p>\n<p>Mose beschreibt die \u201elange\u201c Ewigkeit Gottes, die gleich nachher im Psalm von der Zeitdauer her gesehen so sehr im Kontrast steht zu einem relativ \u201ekurzen\u201c Menschenleben auf der Erde. Im Vergleich zu Gottes Ewigkeit ist jedes Menschleben kurz.<\/p>\n<p>=&gt; Staunen wir noch \u00fcber Gott, dass er sich mit uns besch\u00e4ftigt? Staunen wir noch, dass er uns kleine Menschen so wichtig nimmt und so sehr liebt? Wer hier nicht mehr staunen kann, der nimmt sich vermutlich als Mensch zu wichtig und Gott zu unwichtig.<\/p>\n<p><strong>V.3-11 Kehrt zur\u00fcck&#8230; durch deinen Grimm<\/strong><\/p>\n<p>Aus Staub gemacht (1.Mose 2,7) und wieder zu Staub geworden \u2013 das erlebt der Mensch seit der Sch\u00f6pfung und dem S\u00fcndenfall. Dieses k\u00f6rperliche \u201eZur\u00fcckkehren\u201c war wohl urspr\u00fcnglich nicht so gedacht, aber der S\u00fcndenfall bringt das k\u00f6rperliche Sterben mit sich.<\/p>\n<p>Der S\u00fcnde Sold ist der Tod (R\u00f6m.6,23). Das erlebt Mose sehr anschaulich an den Folgen von Kadesch (4.Mose 14). Jedes Mal, wenn jemand aus dieser Generation starb, war das die Anschauung f\u00fcr den Preis der S\u00fcnde. S\u00fcnde (Ungehorsam, Misstrauen gegen\u00fcber Gott) hat Konsequenzen.<\/p>\n<p>=&gt; Der Abschnitt f\u00fchrt zu Beugung unter\/vor Gott: 1. Wenn jemand grunds\u00e4tzlich noch nicht vers\u00f6hnt ist mit Gott durch Jesus. 2. Wenn jemand als Christ in S\u00fcnde lebt. Es gilt: Umkehren &#8211; bevor es zu sp\u00e4t ist. Die Lebenszeit sinnvoll nutzen, nicht die Zeit in S\u00fcnde vergeuden und Gott damit nicht ehren mit unserem Leben.<\/p>\n<p><strong>V.4 Tausendjahre sind wie ein Tag&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Hier wird keine Rechnung gezeigt (24 Stunden-Tag oder Erdumdrehungs-Tage), sondern ein Vergleich. Das zeigt auch der zweite Vergleich im gleichen Vers: wie eine Nachtwache (ca. 4 Stunden). Mose sagt, dass unsere Lebenszeit im Vergleich zur Ewigkeit sehr gering ist, weshalb es sich lohnt, die kurze Lebenszeit zu sch\u00e4tzen und zu nutzen und im Aufblick zu Gott\/in Abh\u00e4ngigkeit von ihm und seinem Willen zu gestalten \u2013 und immer im Hinblick auf eine Ewigkeit.<\/p>\n<p>(Nebenbemerkung: die Sch\u00f6pfungstage als 24-Stunden-Tage (oder Erdumdrehungstage) lassen sich nicht mit Ps.90 evolutionistisch dehnen, denn das Wort Gottes l\u00e4sst das schon mal nicht zu durch den doppelten, aber eben zahlenm\u00e4\u00dfig unterschiedlichen Vergleich hier in V.4. Es wird deutlich: Der Vers war nie als Rechnung und mathematischer Schl\u00fcssel gedacht \u2013 daf\u00fcr hat Gott in seinem Wort selber gesorgt durch den zweiten Vergleich im gleichen Vers).<\/p>\n<p><strong>V.5. Du schwemmst sie hinweg&#8230; sind wie ein Schlaf&#8230; wie Gras <\/strong><\/p>\n<p>Drei Vergleiche, welche die K\u00fcrze des irdischen Lebens durch die Folgen der S\u00fcnde (durch den S\u00fcndenfall) zeigen.<\/p>\n<p><strong>V.10 schnell eilt es vor\u00fcber<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem S\u00fcndenfall leben alle Menschen, um zu sterben. Die Israeliten nach Kadesch-Barnea lebten diese Zeit, um zu sterben. Durch Jesus leben wir, um nach dem Sterben dann auch ewig zu leben. Das Sch\u00f6nste und L\u00e4ngste und Dauerhafteste kommt noch: Leben in Ewigkeit \u2013 was f\u00fcr eine Lebenserwartung! Bis dahin gilt: Das (relativ) kurze, schnell-vergehende Leben so zu gestalten, wie Gott es will und auch segnet (V.17).<\/p>\n<p><strong>V.12 lehre uns z\u00e4hlen unsere Tage <\/strong><\/p>\n<p>Unsere Tage sind z\u00e4hlbar, die Jahre sowieso.<\/p>\n<p><strong>V.12 Lehre uns&#8230; kehre&#8230; s\u00e4ttige&#8230; erfreue &#8230; lass sichtbar werden&#8230; festige DU<\/strong><\/p>\n<p>Diese Bitten gehen an die richtige Adresse: DU Gott. Je l\u00e4nger ein Mensch lebt, desto klarer wird ihm das (hoffentlich): an Gottes Segen und Geben ist alles gelegen.<\/p>\n<p><strong>V.17 Das Werk unsrer H\u00e4nde wollest du f\u00f6rdern<\/strong><\/p>\n<p>Eine praktische Bitte am Schluss. Dieser Satz ist die Konsequenz des ganzen Psalms. Wenn die Spanne zwischen Geborenwerden und Sterben so \u00fcberschaubar kurz ist, dann muss die Zeit dazwischen Sinn machen \u2013 zur Ehre Gottes. Das gelingt aber wegen der S\u00fcndhaftigkeit des eigenen Herzens nur durch Gnade Gottes.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir die Psalmen aus der Sicht des NT lesen? Ein paar Gedanken:<\/p>\n<p>Zum Einen bekommen wir in diesem Gebet des Mose \u2013 wie nebenbei \u2013 wichtige Informationen (als Offenbarung Gottes): WER und WIE Gott ist (Sch\u00f6pfer, Ewiger&#8230;) , WER und WIE wir Menschen sind (S\u00fcnder, verg\u00e4nglich, irdische, endlich&#8230;). Ohne Offenbarung k\u00f6nnten wir uns vieles nicht erkl\u00e4ren. Was f\u00fcr ein Vorrecht ist es doch, durch Gottes Wort Erkl\u00e4rungen \u00fcber diese Welt zu haben.<\/p>\n<p>Zum Anderen d\u00fcrfen wir hier in Ps.90 die Themen als Anlass nehmen, uns dar\u00fcber zu freuen, was wir in heute Jesus haben:<\/p>\n<p>z.B V.1-2: Wir haben durch Jesus so viel Grund zum Dank: Wir kennen (in und durch Jesus) den ewigen Sch\u00f6pfer (vgl. Kol.1)<\/p>\n<p>z.B V.3-11: Wir sind durch Jesus vers\u00f6hnt mit Gott: Er nahm den Zorn Gottes auf sich. Unsere irdische Verg\u00e4nglichkeit ist nicht das Ende (1.Kor.15).<\/p>\n<p>z.B V.12-17: Wir d\u00fcrfen durch Jesus im Rahmen der Heiligung und Nachfolge bitten, dass wir ein sinnvolles Leben zur Ehre Gottes f\u00fchren: lehre uns, kehre, s\u00e4ttige, lass sichtbar werden, festige&#8230;!<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Wir predigen diesen Text i.d.R. am 24.11.2019. Es ist Ewigkeitssonntag. Es ist der letzte Sonntag im sog. Kirchenjahr. Manche (vor allem \u00e4ltere Geschwister) gehen an diesem Tag bewusst auf den Friedhof und gedenken der Verstorbenen. In manchen Kirchen werden traditionell die Namen der Verstorbenen des letzten Jahres verlesen. Der Sonntag erinnert an die Verg\u00e4nglichkeit des Lebens, aber auch an die herrliche Perspektive der Ewigkeit, die wir als Christen durch den Glauben an Jesus haben.<\/p>\n<p>Wir haben zwar schon einige Texte aus dem Jahresthema geh\u00f6rt, aber wir d\u00fcrfen nicht davon ausgehen, dass die \u201egro\u00dfe Linie\u201c des Jahresthemas den Predigth\u00f6rern vor Augen steht. Viel war dazwischen gepredigt worden.<\/p>\n<p>Deshalb ist es sicher hilfreich und gut, wenn wir als Verk\u00fcndiger oder der Gottesdienstleiter den Predigth\u00f6rern in Erinnerung rufen: Das Jahresthema lautet: \u201eGeistlich Leben in verschiedenen Lebensphasen.\u201c<\/p>\n<p>Wir haben das Jahres-Thema bisher \u201echronologisch\u201c von der \u201eWiege bis zur Bahre\u201c entfaltet:<\/p>\n<ul>\n<li>Januar: Vor Grundlegung der Welt: Von Gott geliebt und gewollt.<\/li>\n<li>Februar: Mit Jesus als Kind aufwachsen: Gepr\u00e4gt im Elternhaus.<\/li>\n<li>M\u00e4rz: Mit Jesus als Jugendlicher gro\u00df werden. Verantwortung lernen.<\/li>\n<li>April: Mit Jesus gesunde Beziehungen kn\u00fcpfen: Freundschaft und Liebe entdecken.<\/li>\n<li>Mai: Mit Jesus Ehe gestalten: Ehe leben.<\/li>\n<li>Juni: Mit Jesus zu zweit unterwegs sein: Als Single leben.<\/li>\n<li>Juli: Mit Jesus Familie meistern: Kinder im Herrn erziehen.<\/li>\n<li>August: Mit Jesus in der Midlife-Krise: Mitten im Leben angekommen (Halbzeit).<\/li>\n<li>September: Mit Jesus den Generationenvertrag erf\u00fcllen: Wenn Kinder ihre Eltern ins Bett bringen.<\/li>\n<li>Oktober: Mit Jesus in der zweiten Lebensh\u00e4lfte: Als Senior das Leben sinnvoll gestalten.<\/li>\n<li><strong>November: Mit Jesus Abschied von der Welt nehmen: Bestelle dein Haus.<\/strong><\/li>\n<li>Dezember: Mit Jesus alt und lebenssatt werden: Loslassen lernen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unser heutiger Text erinnert uns daran, dass wir sterben m\u00fcssen. \u201eLehre uns bedenken, dass wir sterben m\u00fcssen, auf dass wir klug werden\u201c (Ps.90,12).<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnten meinen, das Jahresthema spricht nur \u00e4ltere Menschen an. Was geht das Thema aber j\u00fcngere Menschen an? Vor dieser Herausforderung der speziellen Zielgruppen der Texte standen wir bisher als Prediger bei jedem Jahresthema. Aber jedes Mal war auch f\u00fcr die anderen etwas dabei zu bedenken.<\/p>\n<p>\u201eBestelle dein Haus\u201c: Wir sehen: Der Titel zeigt eine aktive Handlung: Vor dem Sterben steht das Vorbereitet sein auf das Sterben. Diese Vorbereitung beginnt nicht erst im hohen Alter. Jeder Mensch lebt prinzipiell jederzeit in dieser Zeit der Vorbereitung, auch wenn die Wahrscheinlichkeit gr\u00f6\u00dfer ist, erst im h\u00f6heren Alter aus dem Leben zu scheiden. Umso spannender ist die Frage: Hast du auch als junger Mensch dein Haus schon bestellt?<\/p>\n<p>Auch hier: \u201eLehre uns bedenken, dass wir sterben m\u00fcssen, auf dass wir klug werden\u201c (Ps.90,12).<\/p>\n<p>Es ist nicht unh\u00f6flich, die Menschen an das Sterben zu erinnern. Es hilft zur Klugheit. In unserer heutigen Gesellschaft ist es allerdings nicht \u00fcblich \u00fcber das Sterben zu reden, au\u00dfer es ist unvermeidlich. Der Tod wird heute aus verschiedenen Gr\u00fcnden gerne ausgelagert ins Altenheim oder Hospiz. Wir haben heute manchmal nicht die Zeit und Kraft dazu, uns mit dem Sterben zu besch\u00e4ftigen als Teil des Lebens. Und so wird nicht selten sehr einsam gestorben. Haben wir einen Vorschlag f\u00fcr eine alternative Sterbekultur? Herr lehre uns&#8230;.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Ich halte diese Predigt, um vor allem \u00e4lteren Menschen Mut zu machen, sich aktiv auf die Ewigkeit vorzubereiten, so lange sie noch die Kraft dazu haben. Vielleicht gibt es noch Dinge zu ordnen.<\/p>\n<p>Das gleiche gilt aber auch f\u00fcr j\u00fcngere Menschen, obwohl sie dazu statistisch gesehen noch Zeit haben. Bekanntlich gibt es da auch Ausnahmen \u2013 und keiner wei\u00df, ob er dazugeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Geordnet aus dem Leben gehen \u2013 egal in welchem Alter \u2013 das w\u00e4re doch ein gutes Zeugnis f\u00fcr einen J\u00fcnger Jesu, oder?<\/p>\n<p>Wie wichtig und sch\u00f6n w\u00e4re es doch f\u00fcr die Hinterbliebenen, wenn bei unserer Beerdigung durch unser Lebens-Zeugnis (Wort und Tat) klar w\u00e4re, wo wir jetzt sind.<\/p>\n<p>Wie gestalte ich den Rest meines Lebens?<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p><strong><u>Predigtgliederungen eher zum Jahresthema<\/u><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong> Mit Jesus Abschied von der Welt nehmen: Bestelle dein Haus: <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Wie bestellen? Durch das Schauen auf den ewigen Gott (V.1-2)<\/p>\n<p>Wie bestellen? Durch das Realisieren der Verg\u00e4nglichkeit\/S\u00fcndhaftigkeit des Menschen (V.3-12)<\/p>\n<p>Wie bestellen? Durch das Fragen nach dem Willen Gottes f\u00fcr den Rest meines Lebens (V.14-17)<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Die Zukunft <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Geh\u00f6rt denen, die sich lehren lassen (V.12)<\/p>\n<p>Geh\u00f6rt denen, die sich f\u00fcllen lassen (V.14)<\/p>\n<p>Geh\u00f6rt denen, die sich festigen lassen (V.17)<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Meine Lebensqualit\u00e4t steigern \u2013 bis zum Lebensende <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Durch Dank (V.1-2)<\/p>\n<p>Durch Beugung (V.3-11)<\/p>\n<p>Durch Bitte (V.12-17)<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Lehre uns bedenken, dass wir sterben m\u00fcssen, auf dass wir klug werden <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Gott ist ewig (V.1-2)<\/p>\n<p>Wir sind endlich (V.3-12)<\/p>\n<p>Auf was es jetzt ankommt\/Wie ein kluges Leben aussieht (V.13-17)<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong> Wie gestalte ich den Rest meines Lebens? <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Staunen \u00fcber Gott (V.1-2)<\/p>\n<p>Beugen vor Gott (V.3-11)<\/p>\n<p>Hingabe an Gott (V.12-17)<\/p>\n<p><strong><u>Predigtgliederung eher allgemein (auch Textgliederungen)<\/u><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong> Ein Gebet (nicht nur des Mose) <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Danken und staunen (V.1-2)<\/p>\n<p>Anerkennen (sich beugen) und fragen (V.3-11)<\/p>\n<p>Bitten und hoffen (V.12-17)<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Was uns Gott ist (nach Brinke, 90,1-11)<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Unsere Zukunft, unsere Wohnung<\/p>\n<p>Der Ewige, der Unver\u00e4nderliche<\/p>\n<p>Der Herr<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Die 7 Bitten des Mose (nach Brinke, 90,12-17) <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Um rechte Beurteilung der Zeit<\/p>\n<p>Um Wiederherstellung<\/p>\n<p>S\u00e4ttige uns<\/p>\n<p>Erfreue uns<\/p>\n<p>Weihe uns zu neuer Hingabe<\/p>\n<p>Heiligung<\/p>\n<p>Befestigung<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Textgliederung nach Waalvoord <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Verg\u00e4nglichkeit des Menschen (V.1-12)<\/p>\n<p>V.1-6<\/p>\n<p>V.7-12<\/p>\n<p>Gottes Erbarmen (V.13-17)<\/p>\n<p>V.13-15<\/p>\n<p>V.16-17<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong> Textgliederung nach Wiersbe<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir sind Reisende, aber unser Zuhause ist bei Gott (V.1-2)<\/p>\n<p>Wir sind Lernende, und das Leben ist unsere Schule (V.3-11)<\/p>\n<p>Wir sind Gl\u00e4ubige, und die Zukunft geh\u00f6rt uns (V.12-17)<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li><strong> Textgliederung nach McArthur<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Anbetung von Gottes ewigem Wesen (V.1-2)<\/p>\n<p>Die Betrachtung der Schw\u00e4che des Menschen (V.3-11)<\/p>\n<p>Die Bitte um Gottes Erbarmen (V.12-17)<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong>Ein Gebet (nicht nur des Mose) <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>R\u00fcckblick: Dank (Vergangenheit) (V.1-2)<\/p>\n<p>Einblick: Beugung (Gegenwart) (V.3-11)<\/p>\n<p>Ausblick: Bitte (Zukunft) (V.12-17)<\/p>\n<ol start=\"8\">\n<li><strong> Jesus im Psalm<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Vergangenheit erf\u00fcllt uns mit Dank durch das Erl\u00f6sungswerk Jesu.<\/p>\n<p>Die Gegenwart l\u00e4sst uns umkehren von falschen Wegen und staunen \u00fcber die Gnade Jesu, die wir nicht verdient haben.<\/p>\n<p>Die Zukunft geh\u00f6rt uns durch erneute Hingabe an Jesus und das Vorangehen Jesu.<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gedankensplitter: <\/strong><\/p>\n<p>\u201eHerr, lehre mich bedenken&#8230;\u201c. Beerdigungen sind eine gute Gelegenheit zum Nachdenken. Wir k\u00f6nnen hier bei aller R\u00fccksicht auf das Trauern wegen des Verlustes das Evangelium sagen. Wir haben eine begr\u00fcndete Hoffnung auf Leben nach dem Tod (1.Kor.15).<\/p>\n<p>Veranschaulichung: Ein Ma\u00dfband nehmen \u2013 80 cm. Jeder Zentimeter steht f\u00fcr 1 Jahr. Dann soviel abschneiden, die der Prediger schon erlebt haben. Was bleibt \u00fcbrig? Was bedeutet das? Das gibt zu denken!<\/p>\n<p>Die Frage \u00e4rgert uns manchmal, wenn sie gestellt wird (warum auch immer), aber sie macht durchaus Sinn: Was w\u00fcrdest du tun, wenn du nur noch 1 Stunde\/1 Tag\/1 Woche\/ein Jahr&#8230; zu leben h\u00e4ttest? Was w\u00fcrden wir \u201ebestellen\u201c\/zurechtbringen\/&#8230;. tun? Was hindert uns, das anzugehen?<\/p>\n<p>Ein Einstieg: Es gibt interessante Filme von todkranken Menschen, die das Thema aufnehmen: Knocking on heaven door (siehe Beschreibung in WIKIPEDIA).<\/p>\n<p>Ps.139 spricht von allen Tagen, die in sein Buch geschrieben sind und die noch werden sollten.<\/p>\n<p>Keiner wei\u00df, wie viele Tage da f\u00fcr uns vorgesehen sind. Wie gut, dass wir uns da Gott anvertrauen d\u00fcrfen. Keiner stirbt zu fr\u00fch (nicht jeder wird 70 oder 80 oder noch mehr) oder wom\u00f6glich zu sp\u00e4t (mancher macht in der Zielgeraden noch Alterstorheiten, vgl. Hiskia 2.Chr.32), auch wenn uns das menschlich gesehen manchmal so vorkommt und wir das dann nur schwer verstehen und akzeptieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Liedvorschl\u00e4ge:<\/strong><\/p>\n<p>Meine Zeit steht in deinen H\u00e4nden<\/p>\n<p>Ein Leben, gegeben f\u00fcr den Herrn der Welt.<\/p>\n<p>10000 Gr\u00fcnde (&#8230; und wenn am Ende&#8230;)<\/p>\n<p>(G\u00fcnther Ott)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: Geistlich Leben in verschiedenen Lebensphasen Predigtthema: Mit Jesus Abschied von der Welt nehmen: Bestelle dein Haus Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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