{"id":3803,"date":"2019-10-04T19:43:51","date_gmt":"2019-10-04T17:43:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3803"},"modified":"2019-10-04T19:43:52","modified_gmt":"2019-10-04T17:43:52","slug":"predigthilfe-vom-27-oktober-2019-2-mose-18-10-27","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-27-oktober-2019-2-mose-18-10-27\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 27. Oktober 2019 &#8211; 2. Mose 18, 10-27"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema: Geistlich Leben in verschiedenen Lebensphasen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Mit Jesus in der zweiten Lebensh\u00e4lfte: Als Senior das Leben sinnvoll gestalten<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Der Predigttext zeigt u.a, wie sich 1.Mose 12,2 weiter erf\u00fcllt hat (\u201eich will dich zum gro\u00dfen Volk machen\u201c). Ein wachsendes Volk (ca. 2 Mio. Menschen) zu f\u00fchren ist nicht einfach und verlangt organisatorische Anpassungen.<\/p>\n<p>Im Rahmen unseres Jahresthemas (\u201eGeistlich Leben in verschiedenen Lebensphasen\u201c) ist interessant zu sehen, WIE es nun zu notwendigen organisatorischen Ver\u00e4nderungen kommt und WEN Gott dazu gebraucht: Gott gebraucht einen alten Mann, der Mose zu einer gro\u00dfen Hilfe wird&#8230;.<\/p>\n<p>Der vorgeschlagene Predigttext beginnt mit V.10 mitten in der Erz\u00e4hlung. Wenn es die Zeit zul\u00e4sst, w\u00e4re es sicher hilfreich, die Vorgeschichte kurz zu skizzieren. Dazu k\u00f6nnen folgende Stichworte helfen:<\/p>\n<p>Nach dem Auszug aus \u00c4gypten gibt es f\u00fcr ein Volk von ehemaligen Sklaven einiges zu lernen. Sie befinden sich in einer Art \u201eGrundkurs Freiheit\u201c:<\/p>\n<p>Lektion 1: Identit\u00e4tsfrage<\/p>\n<p>\u2013 es musste ihnen klar werden, wer sie sind (Befreite) und wer Gott ist (Befreier, Herr) (15,1-21)<\/p>\n<p>Lektion 2: Versorgungsfrage<\/p>\n<p>\u2013 es musste ihnen klar werden, wer sie versorgt (15,22-17,7)<\/p>\n<p>Lektion 3: Schutzfrage<\/p>\n<p>\u2013 es musste ihnen klar werden, wer sie vor Feinden besch\u00fctzt (17,8-16)<\/p>\n<p>Lektion 4: Strukturfrage<\/p>\n<p>\u2013 es musste ihnen klar werden, wie sie miteinander unterwegs sein k\u00f6nnen (18,1-27)<\/p>\n<p>Lektion 5: Orientierungsfrage<\/p>\n<p>\u2013 es musste ihnen klar werden, welche Werte Gott zentral wichtig sind f\u00fcr sein Volk (19,1-20,26)<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p>* Hilfreiches Basiswissen findet sich z. B.&nbsp; in \u201eDas Alte Testament\u201c erkl\u00e4rt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (H\u00e4nssler-Verlag)<\/p>\n<p>* Studienbibel John McArthur: <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=9146\">http:\/\/www.sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=9146<\/a> (freier Download!)<\/p>\n<p>* weitere Studienbibeln (Verk\u00fcndiger sollten mehrere haben: z.B. Ryrie, Genfer Studienbibel, Elberfelder Bibel mit Erkl\u00e4rungen, \u2026)<\/p>\n<p>* Wiersbe, Warren. Sei befreit. In der Nachfolge Gottes zur Freiheit gelangen. CV-Verlag.<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hier empfiehlt sich die Predigthilfe vom 31.10.2010 von Thomas Richter unter <a href=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-31-10-2010-2-mose-18-1-27\/\">https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-31-10-2010-2-mose-18-1-27\/<\/a>. Erg\u00e4nzend dazu seien hier noch Anmerkungen bzgl. Jitro gemacht (aufgrund des Jahresthemas: Als Senior das Leben sinnvoll gestalten).<\/p>\n<p><strong>\u201eGelobt sei Gott, der euch errettet hat&#8230;\u201c (V.10) <\/strong><\/p>\n<p>Jitro hatte schon manches geh\u00f6rt, was Gott getan hat (18,2) \u2013 jetzt h\u00f6rt er sich die Details von Mose an. Was auff\u00e4llt: Er kann aus einer gewissen Distanz herausreden (\u201eeuch\u201c). Jitro steht nicht wie Mose \u201emitten drin\u201c im Volk und im \u201eoperativen Gesch\u00e4ft\u201c des Alltags. Das erm\u00f6glicht ihm, das Wichtigste ganz einfach auf den Punkt zu bringen: \u201eGott hat euch \u201eerrettet\u201c. Und dieser Gott ist zu loben.<\/p>\n<p>=&gt; Etwas \u201eau\u00dfen\u201c zu stehen hilft manchmal: Wo sind wir eher Beobachter \u201evon au\u00dfen\u201c? Wann, wie und wem sagen wir wichtige Beobachtungen (gro\u00dfe Linien, Hilfen zur Standortbeschreibung und zum Lob&#8230;) weiter als Hilfe, die eher \u201emitten drin\u201c stehen und das vielleicht gar nicht mehr so klarsehen?<\/p>\n<p><strong>\u201eNun wei\u00df ich&#8230;\u201c (V.11) <\/strong><\/p>\n<p>Das h\u00f6rt sich nach einem staunenden Wissen an (\u201egr\u00f6\u00dfer ist als alle G\u00f6tter\u201c). Auch als \u00e4lterer Mensch hat er das Staunen nicht verlernt und ist bereit, sein Wissen zu erweitern. Und er spricht das sogar aus, was er neu entdeckt hat. Wachsen, Reifen, Fruchtbringen bis zum Ende des Lebens \u2013 das ist Leben in der Nachfolge (\u201eJ\u00fcnger sein\u201c = Lernender sein). Wer nicht mehr \u00fcber Gott staunen kann, der ist unbewusst hochm\u00fctig und \u00fcbersch\u00e4tzt sich und untersch\u00e4tzt Gott (vgl. R\u00f6m.11,33 \u201eO welche eine Tiefe&#8230;, unbegreiflich&#8230;, unerforschlich&#8230;\u201c).<\/p>\n<p>=&gt; K\u00f6nnen wir noch staunen \u00fcber Gott? Oder meinen wir, schon alles zu wissen und erkannt zu haben?<\/p>\n<p><strong>\u201e&#8230;brachte Gott ein Brandopfer und Schlachtopfer\u201c (V.12) <\/strong><\/p>\n<p>Darf Jitro das so einfach (opfern)? So k\u00f6nnte man sich fragen. Dabei ist zu bedenken, dass diese Begebenheit noch vor der Gesetzgebung am Sinai stattfindet. Jitro gibt hier seinem ehrlichen Staunen \u00fcber Gott Ausdruck und ehrt ihn als den h\u00f6chsten Gott (\u201egr\u00f6\u00dfer als alle G\u00f6tter\u201c V.11). Diese Haltung hilft Mose nachher sicher, den Rat des Jitro anzunehmen.<\/p>\n<p>=&gt; Macht unser Reden und Tun deutlich, wie gro\u00df wir \u00fcber Gott denken? Wird sich das wom\u00f6glich auf unsere Autorit\u00e4t beim Beraten auswirken? (vgl. Paulus: er benutzt in den Briefen des NT sein geistliches Leben\/seine geistliche Verbundenheit mit Gott\/sein Leben im Gehorsam gegen\u00fcber Gottes Willen und Ruf\/&#8230; immer wieder als Argument daf\u00fcr, jetzt angeh\u00f6rt zu werden, wenn er Dinge kritisch hinterfragen muss).<\/p>\n<p><strong>\u201eAm n\u00e4chsten Morgen&#8230;\u201c (V.13) <\/strong><\/p>\n<p>Nach der ausgiebigen Begr\u00fc\u00dfung kommt es am n\u00e4chsten Tag zum Alltag Moses, der von viel Arbeit bestimmt ist.<\/p>\n<p><strong>\u201eAls er aber alles sah&#8230;, sagte&#8230;\u201c (V.14)<\/strong><\/p>\n<p>Jitro beobachtet, was da vor sich geht. Das ist Weisheit: Warten bis klar ist, ob das Einmischen dran ist. Hier braucht es den richtigen Zeitpunkt: nicht zu fr\u00fch oder zu sp\u00e4t zu handeln. (vgl. Jak 1,19 Ihr sollt wissen: Ein jeder Mensch sei schnell zum H\u00f6ren, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.)<\/p>\n<p><strong>\u201eWas&#8230;, Warum&#8230;?\u201c (V.14) <\/strong><\/p>\n<p>Jitro stellt Fragen, gibt nicht gleich Ratschl\u00e4ge. Durch Fragen f\u00fchrt er Mose zum Thema hin. Fragen zeigen Weisheit und bedeuten praktische Liebe. Fragen k\u00f6nnen T\u00fcren \u00f6ffnen. \u201eWarum tust du, was du tust?\u201c, \u201eWieso machst du es so und nicht anders?\u201c Jitro wei\u00df dabei sehr wohl, was er ansprechen will: die Gefahr der \u00dcberforderung.<\/p>\n<p>=&gt; Wie gehen wir in Gespr\u00e4che hinein, bei denen wir (eigentlich!) etwas sagen wollen?<\/p>\n<p><strong>\u201eDas Volk kommt zu mir, um Gott zu befragt&#8230;, ich richte&#8230;, ich tue kund&#8230;\u201c (V.15+16) <\/strong><\/p>\n<p>Mose wei\u00df um seine Verantwortung, aber er kann sich im Moment anscheinend noch nicht vorstellen, dass es auch Dinge gibt, die er delegieren kann, ohne dass er dadurch seine Verantwortung vernachl\u00e4ssigt. Jitro macht ihn darauf aufmerksam, genau dar\u00fcber nachzudenken (V.19-23).<\/p>\n<p><strong>\u201eEs ist nicht gut, wie du das tust\u201c (V.17-18) <\/strong><\/p>\n<p>Jitro kritisiert nicht, WAS Mose macht, sondern WIE er es macht und welche Folgen das dann hat (Das Volk und Mose wird \u201em\u00fcde\u201c). Sehr deutlich kommt er zum Schluss: Du \u201ekannst\u201c das nicht allein machen.<\/p>\n<p><strong>\u201eVertritt du das Volk vor Gott&#8230;\u201c (V.19)<\/strong><\/p>\n<p>Es geht um Priorit\u00e4ten setzen. Vertretung des Volkes vor Gott \u2013 das ist die Kernaufgabe Moses. Das sollte und kann hier kein anderer machen. Es bleibt ein wenig offen, was Mose genau tut, wenn er das Volk \u201evertritt\u201c und \u201edie Anliegen des Volkes vor Gott bringt\u201c. Im NT sehen wir das Gebet als eine zentrale Aufgabe der Leitenden (vgl. Apg.6).<\/p>\n<p><strong>\u201eSch\u00e4rfe ein&#8230;, dass du sie lehrst&#8230;, die setze \u00fcber&#8230;\u201c (V.20-22) <\/strong><\/p>\n<p>Das ist die Konsequenz der Priorit\u00e4tensetzung und ist ebenso eine Kernaufgabe Moses: Zur\u00fcstung von Mitarbeitern. Nachdem mit ihnen die Rahmenbedingungen abgesprochen sind, k\u00f6nnen die Bereichsleiter innerhalb des Rahmens arbeiten. Nur was ihre Kompetenz und F\u00e4higkeit \u00fcbersteigt, geht in die n\u00e4chste Ebene (Prinzip der Subsidiarit\u00e4t).<\/p>\n<p><strong>\u201eWirst du dies tun und wird Gott es dir gebieten&#8230;\u201c (V.23) <\/strong><\/p>\n<p>Jitro ist zwar \u00fcberzeugt von seiner Idee, aber er h\u00e4lt Mose an, es vor Gott zu pr\u00fcfen, um dann selber zu entscheiden, ob das richtig ist. Jitro nimmt Mose die Entscheidung nicht ab.<\/p>\n<p>=&gt; Sind unsere Vorschl\u00e4ge eher Befehle oder lassen sie Spielraum, selber zu pr\u00fcfen und zu entscheiden?<\/p>\n<p><strong>\u201eMose gehorchte&#8230;\u201c (V.24-26) <\/strong><\/p>\n<p>Es wird nicht unterschieden zwischen geistlich und profan, sondern zwischen leicht und schwer.<\/p>\n<p>5.Mose 1,9-18: Mose bezieht das Volk in die Findung der Bereichsleiter mit ein: \u201eSchafft herbei&#8230;!\u201c. (Vgl. Apg. 6,3 bei der Findung der Diakone wird die Gemeinde mit einbezogen: \u201eSucht unter euch&#8230;!\u201c) Das Volk \u00fcbernimmt Mitverantwortung und kann nachher nicht sagen, dass sie diese Leute nicht gewollt haben. Die Kriterien zur Wahl geh\u00f6ren zur Verantwortung des Initiators (hier Mose).<\/p>\n<p><strong>\u201e\u2026und ging zur\u00fcck in sein Land\u201c (V.27) <\/strong><\/p>\n<p>Jitro klingt sich wieder aus. Er \u00fcberwacht nicht die Umsetzung seiner Idee. Er kann loslassen und vertrauen. \u00dcberhaupt: Jitro hat im ganzen Text sehr selbstlos kein einziges Mal auf seine Bed\u00fcrfnisse hingewiesen (Vermutlich h\u00e4tte er Bed\u00fcrfnisse gehabt: Zeit f\u00fcr ihn als Schwiegervater, Zeit f\u00fcr die Familie, Besprechen von k\u00f6rperlichen Gebrechen&#8230; Diese Dinge sind nicht selten wichtige Themen von \u00e4lteren Menschen&#8230; Bei Jitro h\u00f6ren wir nichts dergleichen.)<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Aus der Predigthilfe vom 31.10.2010: \u201eBitte achtet bei der Anwendung des Predigttextes auch darauf, dass sich die alttestamentliche Situation von der neutestamentlichen an einem entscheidenden Punkt markant unterscheidet: Im AT ruhte der Heilige Geist nicht auf dem ganzen Volk Gottes (= Israel), aber heutzutage wohnt der Heilige Geist in jedem der zum Volk Gottes (= Gemeinde) geh\u00f6rt. Deshalb betont das AT st\u00e4rker die Organisation und das NT den Organismus. Verbindend bleibt aber, dass unser Herr kein Gott der Unordnung ist (1Kor 14,33). Aber so wie das AT nicht im Kontrast zum NT steht, so steht auch die Frage nach der Organisation nicht im trennenden Kontrast zum Organismus. Beides ist zu unterscheiden, aber nicht voneinander zu trennen \u2013 es ist als eine sich erg\u00e4nzende Einheit zu sehen. So wollen wir auch den Predigttext \u00fcbertragen!\u201c<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Wir predigen diesen Text i.d.R. am 27.10.2019. Wir haben zwar schon einige Texte aus dem Jahresthema geh\u00f6rt, aber wir d\u00fcrfen nicht davon ausgehen, dass die \u201egro\u00dfe Linie\u201c des Jahresthemas den Predigth\u00f6rern vor Augen steht. Zuviel war dazwischen gepredigt worden.<\/p>\n<p>Deshalb ist es sicher hilfreich und gut, wenn wir als Verk\u00fcndiger oder der Gottesdienstleiter den Predigth\u00f6rern in Erinnerung rufen: Das Jahresthema lautet: \u201eGeistlich Leben in verschiedenen Lebensphasen.\u201c<\/p>\n<p>Wir haben das Jahres-Thema bisher \u201echronologisch\u201c von der \u201eWiege bis zur Bahre\u201c entfaltet:<\/p>\n<ul>\n<li>Januar: Vor Grundlegung der Welt: Von Gott geliebt und gewollt<\/li>\n<li>Februar: Mit Jesus als Kind aufwachsen: Gepr\u00e4gt im Elternhaus<\/li>\n<li>M\u00e4rz: Mit Jesus als Jugendlicher gro\u00df werden. Verantwortung lernen.<\/li>\n<li>April: Mit Jesus gesunde Beziehungen kn\u00fcpfen: Freundschaft und Liebe entdecken.<\/li>\n<li>Mai: Mit Jesus Ehe gestalten: Ehe leben.<\/li>\n<li>Juni: Mit Jesus zu zweit unterwegs sein: Als Single leben.<\/li>\n<li>Juli: Mit Jesus Familie meistern: Kinder im Herrn erziehen.<\/li>\n<li>August: Mit Jesus in der Midlife-Krise: Mitten im Leben angekommen (Halbzeit).<\/li>\n<li>September: Mit Jesus den Generationenvertrag erf\u00fcllen: Wenn Kinder ihre Eltern ins Bett bringen.<\/li>\n<li><strong>Oktober: Mit Jesus in der zweiten Lebensh\u00e4lfte: Als Senior das Leben sinnvoll gestalten.<\/strong><\/li>\n<li>November: Mit Jesus Abschied von der Welt nehmen: Bestelle dein Haus.<\/li>\n<li>Dezember: Mit Jesus alt und lebenssatt werden: Loslassen lernen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir sehen: Unser Text im Oktober kennzeichnet noch lange nicht das Ende eines fruchtbaren geistlichen Lebens. Im Gegenteil: Im Alter kann es zu richtig guten, reifen Fr\u00fcchten kommen. Und das ist eine wichtige Botschaft: Auch (und gerade) im fortgeschrittenen Alter (was immer \u201efortgeschritten\u201c bedeutet J) gebraucht uns Gott, um entscheidende Dinge f\u00fcr das Reich Gottes beizutragen.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnten meinen, das Jahresthema spricht nur \u00e4ltere Menschen an. Was geht das Thema aber j\u00fcngere Menschen an? Vor dieser Herausforderung standen wir bisher als Prediger bei jedem Jahresthema.<\/p>\n<p>Beim heutigen Thema ist besonders interessant, dass prinzipiell jeder \u201ej\u00fcnger\u201c und \u201e\u00e4lter\u201c ist.<\/p>\n<p>Wer heute mit 30 keine Jungschar mehr macht, der kann sicher den \u201eJ\u00fcngeren\u201c mit 16 oder 18 durch seine Erfahrungen viel Hilfreiches weitergeben und ist damit der \u201e\u00c4ltere\u201c. Gleichzeitig kann er der \u201eJ\u00fcngere\u201c sein, wenn er von einem \u201e\u00e4lteren\u201c Gemeindeleiter bei der Gemeindeleitung begleitet wird und von dessen Erfahrung profitiert.<\/p>\n<p>Spannend ist auch die Frage, WIE die J\u00fcngeren den \u00c4lteren helfen k\u00f6nnen, die wichtige Aufgabe des \u201erichtigen Ratens\u201c wahrzunehmen und nicht entmutigt zu schweigen. Wie kommt es dazu, dass der gute Erfahrungsschatz der \u00c4lteren nicht verloren geht, ihre Weisheit, ihr Rat?<\/p>\n<p>Der Text zeugt sehr deutlich, wie alle Generationen wichtig sind beim Bau des Reiches Gottes. Nur gemeinsam kommen wir ans Ziel.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Ich halte diese Predigt, um vor allem \u00e4lteren Menschen Mut zu machen, sich einzubringen mit dem, was Gott ihnen gab und jetzt auftr\u00e4gt weiterzugeben. J\u00fcngere Menschen sollen \u00fcberlegen, wie sie \u00e4ltere Menschen ermutigen k\u00f6nnen, diese wertvolle und wichtige Aufgabe des Beobachtens und Ratens in einer guten Art und Weise wahrzunehmen.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mit Jesus in der zweiten Lebensh\u00e4lfte: Als Senior das Leben sinnvoll gestalten:<\/strong><\/p>\n<p>Du hast die Zeit zum Beobachten und Nachfragen (V.10-18)<\/p>\n<p>Du hast die M\u00f6glichkeit zum Beraten und Herausfordern (V.19-23)<\/p>\n<p>Du hast das Recht, auch wieder zu gehen (V.24-27)<\/p>\n<p><strong>Wie Gott seine Aufgaben (Lasten) verteilt:<\/strong><\/p>\n<p>Durch Menschen, die beobachten und hinterfragen (V.10-18)<\/p>\n<p>Durch Menschen, die beraten und herausfordern (V.19-23)<\/p>\n<p>Durch Menschen, die umdenken und loslassen (V.24-27)<\/p>\n<p><strong>Gott verteilt seine Lasten (vgl. Wiersbe): <\/strong><\/p>\n<p>Die Aufgabe (V.13-16)<\/p>\n<p>Die Gefahr (V.17-18)<\/p>\n<p>Der Vorschlag (V.19-27)<\/p>\n<p><strong>Sinnvolle Beitr\u00e4ge eines Seniors:<\/strong><\/p>\n<p>Kommen<\/p>\n<p>Da sein<\/p>\n<p>Beobachten<\/p>\n<p>Fragen stellen<\/p>\n<p>Weise beraten<\/p>\n<p>Herausfordern<\/p>\n<p>Entscheiden lassen<\/p>\n<p>Gehen<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gedankensplitter: <\/strong><\/p>\n<p>Wie wichtig ist der Dienst von Gro\u00dfeltern f\u00fcr ihre Kinder und Enkel\/Wie wichtig ist der Dienst von \u00c4lteren an J\u00fcngeren: Glauben vorleben, Bibel lesen, Andere entlasten, Babysitten,&#8230;<\/p>\n<p>Wie wichtig ist der Dienst der Senioren in der Gemeinde:<\/p>\n<p>Begleitung von \u00e4lteren Menschen in der Nachbarschaft oder Verwandtschaft (missionarisch),&#8230;<\/p>\n<p>Wie wichtig ist der Dienst der \u00e4lteren Menschen durch ihr Gebet:<\/p>\n<p>Bsp. Da sagt eine \u00e4ltere Frau zu einer jungen Frau: \u201eIch bete f\u00fcr deine&#8230; (Lebenssituation). Sei getrost, auch wenn es turbulent und angefochten sein wird&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Aufsichtsr\u00e4te in Firmen sind oft die ehemaligen operativen Kr\u00e4fte in Firmen. Sie k\u00f6nnen viel Gutes bewirken f\u00fcr eine Firma.<\/p>\n<p>Altersmilde ist wohltuend gel\u00e4utert, kann aber auch zu unerlaubter Laschheit f\u00fchren.<\/p>\n<p>\u201eIch bin zu jung\u201c \u2013 das kennen wir aus der Bibel. (Jer.1,6)<\/p>\n<p>\u201eIch bin zu alt\u201c \u2013 das h\u00f6ren wir immer wieder in unserer Zeit.<\/p>\n<p>Beides kann richtig und falsch sein \u2013 und ist auf jeden Fall zu hinterfragen.<\/p>\n<p>Bei den Gro\u00dfeltern ist es sch\u00f6n, denn sie sind i.d.R. nicht mehr so besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Im Alter nimmt die eine Kurve i.d.R. ab: K\u00f6rper, Leistung, &#8230;<\/p>\n<p>Im Alter sollte eine andere Kurve zunehmen: Reife, Weisheit, &#8230;<\/p>\n<p>Sind wir blo\u00df alt geworden oder auch reif?<\/p>\n<p>Alterstorheit: Nicht loslassen k\u00f6nnen, sein Lebenswerk dadurch zerst\u00f6ren. So manches christliche Werk hat darunter gelitten, dass der Gr\u00fcnder nicht rechtzeitig loslassen konnte.<\/p>\n<p>Alles hat seine Zeit.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Wir sind fast alle \u00e4lter als andere und j\u00fcnger als andere. Es gilt in beide Richtungen zu schauen und die entsprechenden Aufgaben an den anderen Generationen zu \u00fcbernehmen. Du hast immer jemand, dem du mit deiner Erfahrung und Weisheit dienen kannst.<\/p>\n<p><strong>Liedvorschl\u00e4ge:<\/strong><\/p>\n<p>Gut, dass wir einander haben<\/p>\n<p>Gott baut sein Haus<\/p>\n<p>Jesus will uns baun<\/p>\n<p>(G\u00fcnther Ott)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: Geistlich Leben in verschiedenen Lebensphasen Predigtthema: Mit Jesus in der zweiten Lebensh\u00e4lfte: Als Senior das Leben sinnvoll gestalten Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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