{"id":3798,"date":"2019-09-23T09:23:26","date_gmt":"2019-09-23T07:23:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3798"},"modified":"2019-09-23T09:23:27","modified_gmt":"2019-09-23T07:23:27","slug":"predigthilfe-vom-6-oktober-2019-lukas-12-13-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-6-oktober-2019-lukas-12-13-21\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 6.Oktober 2019 &#8211; Lukas 12, 13-21"},"content":{"rendered":"<p><strong>Erntedank <\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema:<\/strong><strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hoffentlich in die richtige Scheune gesammelt<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gottesdienst Einleitung: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/strong>Phil 4,11-12 oder Hebr 13,5 oder Prediger 5,9-12<strong> &nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p>Die Predigthilfe ist eine Erg\u00e4nzung der vorhandenen Ausgabe von Thomas Richter (2. Oktober 2011 \u2013 Lukas 12, 13-21)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-2-oktober-2011-lukas-12-13-21\/\">https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-2-oktober-2011-lukas-12-13-21\/<\/a><\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext <\/strong><\/p>\n<p>Zum Einstieg wollen wir uns als Kontrast vor Augen f\u00fchren, wie und wer wir als Menschen sind. Reichtum und Gewinn halten wir als Menschen oft f\u00fcr eine tragf\u00e4hige Grundlage unseres Lebens und versprechen uns davon Geborgenheit und Sicherheit. Aber was ist aus der Sicht Gottes Reichtum und Gewinn, der wirklich tr\u00e4gt und geborgen macht? Unser Predigttext (Lukas 12,13-21) f\u00fchrt uns vor Augen, wie verkehrt die menschliche Perspektive sein kann. Das Predigtthema (\u201eDer armselige Reiche\u201c) zeigt die Notwendigkeit der Umkehrung unserer Werte und Ziele. Was wir f\u00fcr reich halten, ist vor Gott nur armselig und nicht tragf\u00e4hig. Von daher sprechen wir in der Predigt die Frage nach unserer materiellen Sicherheit an, thematisieren die Verg\u00e4nglichkeit aller menschlichen Bem\u00fchungen und W\u00fcnsche und verk\u00fcndigen, was vor Gott wirklich z\u00e4hlt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Textlesung bietet die \u201eNeue Genfer \u00dcbersetzung\u201c eine gut verst\u00e4ndliche, lesbare und zuverl\u00e4ssige \u00dcbersetzung unseres Predigttextes (www.ngue.info).<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene deutsche (und fremdsprachige) Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet Ihr z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B.<\/p>\n<p><em>* Gerhard Maier. Lukas-Evangelium Bd. 2: Edition C-Bibelkommentar 5. H\u00e4nssler. S. 152-163.<\/em><\/p>\n<p><em>* Fritz Rienecker. Das Evangelium des Lukas: Wuppertaler Studienbibel NT. S. 309-312.<\/em><\/p>\n<p><em>* Theodor Zahn: Das Evangelium des Lucas. S. 496-501 (kostenloser Download unter http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_03_Buecher_42_1913.pdf).<\/em><\/p>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung mit dem Predigttext hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigten von Winrich Scheffbuch<\/p>\n<ul>\n<li>vom 05.10.1986 mit dem Titel \u201eIch kann nicht glauben \u2013 ich brauche niemand \u2013 ich will niemand\u201c (Lk 12,13-21),<\/li>\n<li>vom 05.10.1997 mit dem Titel \u201eErf\u00fclltes Leben\u201c (Lk 12,15-21) und<\/li>\n<li>vom 30.09.1979 mit dem Titel \u201eDanken ist mehr als sattsein\u201c (Lk 12,16-21).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Predigten findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\">www.sermon-online.de<\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [z.B. Lukas 12] und \u201eAutor\u201c [z.B. Scheffbuch, Winrich] ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Alfred Christlieb macht zu Lk 12,16-21 folgende Anmerkungen:<\/p>\n<p>Der reiche Kornbauer, von dem Jesus im Gleichnis erz\u00e4hlt, hatte eine Rekordernte gehabt. Jetzt konnte er Geld machen. Wie klug mochte er in seinen und den Augen der andern sein! Denn wer Geld machen kann, gilt doch als \u00bbklug\u00ab. Aber Gottes Wort spricht ihm die Klugheit ab und nennt ihn einen \u00bbNarren\u00ab. Weshalb? Lasst uns \u00fcber die Narrheit des reichen Mannes nachdenken! Sie bestand darin, dass er drei Dinge gar nicht sah:<\/p>\n<p>* Er sah nicht die N\u00e4he der Ewigkeit: Viele Jahre wollte er den reichen Erntesegen genie\u00dfen und sprach darum: \u00bbLiebe Seele, du hast einen gro\u00dfen Vorrat auf viele Jahre\u00ab (V. 19). Wer sagte ihm aber, dass er noch viele Jahre hienieden haben w\u00fcrde? Das sagte ihm sein eigenes, betr\u00fcgerisches Herz. In Gedanken malte er sich aus, wie er die kommende Zeit so recht behaglich, bequem und vergn\u00fcgt leben wollte. Aber was waren seine Gedanken, seine Pl\u00e4ne und Phantasien? Trug und Schein! In Wirklichkeit stand er ganz nahe vor der Ewigkeit: \u00bbDiese Nacht wird man deine Seele von dir fordern\u00ab (V. 20). Daran dachte er aber nicht. Deshalb war er ein Narr. Gibt es nicht viele solcher Narren, oft auch unter den kl\u00fcgsten Leuten? Der Herr \u00bblehre uns bedenken, dass wir sterben m\u00fcssen, auf dass wir klug werden\u00ab (Ps 90,12)!<\/p>\n<p>* Er sah nicht seine innere Armut: \u00dcber dem Anblick seines \u00e4u\u00dferen Besitzes verga\u00df der reiche Mann den Blick in seine innere Leere. Er sah wohl, was ihm \u00e4u\u00dferlich noch fehlte: \u00bbIch habe nicht, da ich meine Fr\u00fcchte hin sammle\u00ab (V. 17). Gr\u00f6\u00dfere Scheunen musste er haben! Aber was ihm innerlich fehlte, blieb ihm verborgen, oder er wollte es nicht sehen. Er war \u00bbnicht reich in Gott\u00ab, wie es am Ende der Geschichte hei\u00dft. Eine neue Scheune war f\u00fcr ihn nicht so notwendig wie ein neues Herz; ein Herz, das den wahren, bleibenden Reichtum in Gott suchte und fand. Ach, wie manch einer wei\u00df ganz genau, was ihm \u00e4u\u00dferlich gebricht! Dies und jenes m\u00f6chte er sich noch anschaffen, sobald er die Mittel hat. Aber was ihm innerlich gebricht, danach fragt er so wenig. Im innersten Herzensgrund des reichen Kornbauern mag es heimlich geseufzt haben nach Abhilfe der tiefen Sch\u00e4den. Umsonst! Dies Seufzen wurde nicht geh\u00f6rt. Er war ja reich an Gold! Glaubensgold? Dar\u00fcber l\u00e4chelte er. Wenn nur die Geldrollen wuchsen \u2013 mochte die Seele dar\u00fcber zugrunde gehen! Welche Narrheit!<\/p>\n<p>* Er sah nicht das auf ihn gerichtete Auge Gottes: Der reiche Kornbauer sah seine Felder, seine Scheunen, sein ganzes \u00e4u\u00dferes Leben, aber er sah nicht den Herrn. Und doch war im Himmel ein Auge, das ihn beobachtete, ein Ohr, das seine Stimme belauschte, ein Gott, der um jede Regung seines Herzens wusste und sie verstand. Gott sah ihn, w\u00e4hrend er vor seiner reichen Ernte stand. Gott vernahm, was er sprach, dachte und plante. Gott sagte zu dem allen: \u00bbDu Narr!\u00ab Denken wir an den, von dem wir alle irdischen Gaben haben? Danken wir ihm? F\u00fcrwahr, das ist ein Narr, der die N\u00e4he der Ewigkeit, die eigene innere Armut und das Auge Gottes \u00fcbersieht! Der Herr bewahre uns vor solcher Narrheit! (nach Alfred Christlieb. Licht von Oben. Bd. 3: Allerlei Reichtum aus dem Alten und Neuen Testament).<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Die Zuh\u00f6rer sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass Reichtum oder Armut nicht Automatismen einer geistlichen Glaubenseinstellung sind. Weder ist Wohlstand eine Belohnung noch die Armut ein Fluch oder Strafe Gottes f\u00fcr Ungehorsam. Die im j\u00fcdischen Denken verhaftete Ansicht, dass Reichtum ein Anzeichen f\u00fcr ein gesegnetes und gottwohlgef\u00e4lliges Leben ist, gilt nicht f\u00fcr Gl\u00e4ubige in der Zeit der Gemeinde. Die im Alten Bund (AT) f\u00fcr Israel geltenden irdischen Verhei\u00dfungen (Gehorsam = Wohlstand, Ungehorsam = Armut, 5Mo 28) lassen sich nicht im Neuen Bund (NT) einfach auf die Gemeinde oder gar den einzelnen Christen \u00fcbertragen. Flei\u00df, Arbeit und verantwortungsvoller Umgang mit Finanzen haben eine nat\u00fcrliche Auswirkung und Gott kann zu unserem Tun das Gelingen schenken \u2013 aber es gibt weder eine g\u00f6ttliche Garantie noch eine Verhei\u00dfung daf\u00fcr. Vielmehr beinhaltet das neutestamentliche Zeugnis, dass auch Armut und Hungersnot Gl\u00e4ubige treffen k\u00f6nnen, Gottlose im Reichtum schwelgen und ihn verprassen und der Wohlstand sogar ein Hindernis f\u00fcr Gehorsam, Hingabe und der Nachfolge Jesu werden kann.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Das Erntedankfest wurde in Deutschland am Jahre 1972 eingerichtete und auf den ersten Sonntag im Oktober festgelegt. Das Erntedankfest erinnert daran, dass Gl\u00e4ubige f\u00fcr die Gaben der Ernte Gott danken sollen. Auf die Bitte, \u201eunser t\u00e4glich Brot gib uns heute\u201c, geh\u00f6rt auch das Danken, \u201eund er nahm das Brot und dankte\u201c.<\/p>\n<p>Der Anlass l\u00e4dt dazu ein, im Gottesdienst bewusst Gott f\u00fcr Ernte, Lebensmittel, Wohlstand und \u00dcberfluss zu danken. Eine Gebetszeit oder ein gesonderter Programmpunkt ist hier sicherlich angemessen.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Neben der Dankbarkeit f\u00fcr unseren Wohlstand und Reichtum sollten wir uns pers\u00f6nlich fragen:<\/p>\n<ol>\n<li>Ist mir bewusst, dass der vorhandene \u00dcberfluss nicht mein Verdienst ist, sondern eine Gabe Gottes und schon gar nicht eine Folge meines geistlichen Lebens?<\/li>\n<li>Wie dankbar bin ich f\u00fcr das Vorhandene oder sehne ich mich immer nur nach mehr und sehe das, was scheinbar noch fehlt?<\/li>\n<li>Wo stehe ich in der Gefahr, dass der Reichtum mich besitzt und beherrscht?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Bitte lesen: 1. Tim 6, 6-11;<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Wof\u00fcr schl\u00e4gt mein Herz? F\u00fcr irdische oder geistliche Anliegen\/Angelegenheiten?<\/li>\n<li>Wie k\u00f6nnte ich verantwortungsvoller mit meinem Reichtum umgehen?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Vgl. Phil 4,11-12 oder Hebr 13,5 oder Prediger 5,9-12<strong> &nbsp;<\/strong><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist n\u00f6tig, dass wir uns immer wieder \u00fcber unseren gro\u00dfen Wohlstand bewusst und Gott dankbar werden. Gleichzeitig braucht es eine gesunde und biblische Bewertung des irdischen Reichtums, damit wir am Ziel und Sinn des Lebens nicht vorbeileben.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Was wirklicher Reichtum bei Gott ist und worauf es am Ende des Lebens ankommt. Wir m\u00fcssen lernen, den himmlischen Reichtum vor dem irdischen Reichtum vorzuziehen und in die richtige Scheune sammeln.<\/p>\n<p>Gleichzeitig d\u00fcrfen wir Reichtum nicht als etwas B\u00f6ses betrachten, sondern vielmehr als Mittel und Werkzeug, das wir in Gemeinde und Mission nach Gottes Willen einsetzen, damit Gott verherrlicht wird.<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Fragen, die uns plagen \u2013 aber was ist die Antwort?<\/p>\n<ol>\n<li>a) Unausweichlich \u2013 die Fragen, die mein Alltag stellt (V. 13-17)<\/li>\n<li>b) Un\u00fcberh\u00f6rbar \u2013 die Fragen, die meine Seele stellt (V. 18+19)<\/li>\n<li>c) Unumg\u00e4nglich \u2013 die Fragen, die mein Gott mir stellt (V. 20+21)<\/li>\n<\/ol>\n<p>oder nach Wilhelm Wagner (03.10.1992):<\/p>\n<ol>\n<li>a) Gefragt \u2013 aber dennoch selbst entschieden<\/li>\n<li>b) Reich \u2013 aber dennoch arm<\/li>\n<li>c) Klug \u2013 aber dennoch t\u00f6richt<\/li>\n<\/ol>\n<p>oder nach Theodor Christlieb<\/p>\n<p>Dem Sch\u00e4tzesammler, der nicht reich ist in Gott:<\/p>\n<ol>\n<li>a) wie sch\u00f6n er rechnet<\/li>\n<li>b) welchen Strich Gott durch die sch\u00f6ne Rechnung macht<\/li>\n<li>c) wie n\u00f6tig es darum ist, bei aller Erdenarbeit reich zu werden in Gott<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Als Predigteinstieg ist evtl. folgende Geschichte geeignet:<\/p>\n<p>\u201eHupende Autos \u2013 Schimpfworte fliegen hin und her \u2013 Trillerpfeifen der Polizei. Nur mit M\u00fche gelingt es den Uniformierten, die Massen von der Fahrbahn zur\u00fcck auf die \u00fcberquellenden B\u00fcrgersteige zu dr\u00e4ngen. Aber heute ist im Stadtzentrum von Los Angeles, der pulsierenden Millionenstadt S\u00fcdkaliforniens, auch wieder etwas Besonderes los. Gegen\u00fcber einem der gr\u00f6\u00dften Warenh\u00e4user der Stadt dr\u00e4ngen sich Tausende aufgeregter Menschen. Alle sehen sie auf die hohe, abgesehen von den Fensterreihen glatte Fassade des Warenhauses. Ein Fassadenkletterer hat auf einem Plakat angek\u00fcndigt, dass er an diesem Tag zu einer festgesetzten Zeit das Warenhaus ohne Hilfsmittel bis zum Dach erklimmen werde. Nun stehen sie dort wie die Trauben und warten ungeduldig auf die gro\u00dfe Sensation. Viele in der Menge schauen wieder und wieder auf die glatte hohe Wand und sch\u00fctteln wortlos den Kopf. Andere fuchteln mit den Armen, um ihrem zweifelnden Nachbarn klarzumachen, welchen Weg der Klettermaxe f\u00fcr seine waghalsige Besteigung voraussichtlich nehmen wird. Endlich ist es soweit. Ein junger, drahtiger Bursche im engen hellblauen Trainingsanzug, der weithin auff\u00e4llt, taucht auf und beginnt langsam und vorsichtig mit der Besteigung der Wand. Wer ein Fernglas hat, sieht den Gesichtsz\u00fcgen des Kletterers an, dass es f\u00fcr ihn die normale Art zu sein scheint, auf das Dach eines hohen Warenhauses zu gelangen. Schon schwingt er sich auf eine Fensterbank, dann steigt er \u00fcber einen nur ganz wenig hervorstehenden Ziegelstein weiter auf ein schmales Sims. So steigt er St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck in die H\u00f6he, gespannt verfolgt von den Blicken unz\u00e4hliger Menschen. Das Unglaubliche scheint Tatsache zu werden. Schon n\u00e4hert er sich dem Dach. Man kann deutlich sehen, wie der Mann die Wand \u00fcber sich rechts und links abtastet, um wieder etwas zu finden, das fest genug ist, seinen K\u00f6rper zu halten und ihm weiterzuhelfen. Da scheint er etwas ersp\u00e4ht zu haben, das wie ein graues St\u00fcck Zementputz oder wie ein hervortretender, verblichener Ziegelstein aussieht. Er streckt sich weit danach aus, kann es aber nicht erreichen. Atemlos starrt die Menge nach oben. Vielen l\u00e4uft es eiskalt \u00fcber den R\u00fccken. Der Mann dort oben z\u00f6gert einen Augenblick. Dann f\u00fchrt er eine blitzschnelle Bewegung aus, um nach dem vermeintlichen Vorsprung im Gem\u00e4uer zu greifen, und \u2013 st\u00fcrzt im selben Moment vor den schreckerstarrten Augen der Zuschauer ab und schl\u00e4gt mit dumpfem Laut zerschmettert auf dem Boden auf. In seinen H\u00e4nden findet man ein Kn\u00e4uel graues Spinngewebe. Was er offensichtlich f\u00fcr einen tragf\u00e4higen Stein gehalten hat, war in Wirklichkeit nur ein leeres, vertrocknetes Nichts\u201c (Friedhelm K\u00f6nig. Du bist gemeint. 18. Aufl. H\u00fcckeswagen: CSV, 1997. S. 124-126).<\/p>\n<p>Was der junge Mann f\u00fcr tragf\u00e4hig hielt, hat sich nicht als tragf\u00e4hig erwiesen. Er hatte sein Leben an etwas geh\u00e4ngt, das ihn nicht trug. Der Schein hatte ihn get\u00e4uscht. Was tr\u00e4gt im Leben? Das ist die Frage, die wir uns vom Wort Gottes her beantworten lassen wollen \u2013 Textlesung: Lukas 12,13-21.<\/p>\n<p><strong>Zitate: <\/strong><\/p>\n<p>Ganz arm sein und doch von dem Reichtum Christi austeilen d\u00fcrfen, das ist vollkommene Freude. <em>Friedrich von Bodelschwingh<\/em><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen unsere Firmengr\u00f6\u00dfe und Reichtum nicht mit in die Ewigkeit nehmen. <em>Heinrich Deichmann &nbsp;&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>Es ist nichts falsch daran, dass Menschen Reicht\u00fcmer besitzen; falsch wird es, wenn Reicht\u00fcmer Menschen besitzen.&nbsp; <em>Billy Graham<\/em><\/p>\n<p>(Thomas Richter\/Erg\u00e4nzungen von Klaus Eberwein)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erntedank Predigtthema: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hoffentlich in die richtige Scheune gesammelt Gottesdienst Einleitung: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Phil 4,11-12 oder Hebr 13,5 oder Prediger 5,9-12 &nbsp; Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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