{"id":3762,"date":"2019-07-23T11:46:01","date_gmt":"2019-07-23T09:46:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3762"},"modified":"2019-08-02T11:47:04","modified_gmt":"2019-08-02T09:47:04","slug":"predigthilfe-vom-18-august-2019-4-mose-21-4-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-18-august-2019-4-mose-21-4-9\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 18. August 2019 &#8211; 4. Mose 21, 4-9"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Von Gott geleitet durch die W\u00fcste<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema:<\/strong><strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Heilmittel Gottes achten <\/strong><\/p>\n<p><strong>Gottesdienst Einleitung: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/strong>Joh 3,14-18; Ps 34,6<strong> &nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext <\/strong><\/p>\n<p>40 Jahre waren seit dem Auszug aus \u00c4gypten vergangen. Viele W\u00fcstenerfahrungen brannten sich in die Erinnerung des Volkes Israel ein und bei allen M\u00fchen und Strapazen auf dem Weg erlebte das Volk Gottes wunderbare Versorgung und F\u00fchrung durch die W\u00fcste. Mirjam und Aaron, die beiden Geschwister Moses, waren gestorben und das Volk befand sich auf den letzten Stationen ihrer W\u00fcstenwanderung in Richtung verhei\u00dfenes Land. Doch wieder mussten sie einen Umweg gehen.<\/p>\n<p>4.Mose 21 berichtet, wie das Volk vom Berg Hor, auf dem Aaron starb (vermutlich der Berg \u201eHor ha-Har\u201c in der W\u00fcste Zin, Israel), in einen Kampf mit dem K\u00f6nig von Arad geriet. Gott schenkte einen Sieg \u00fcber die Feinde.<\/p>\n<p>Um einen weiteren Konflikt mit den Edomitern zu vermeiden, zog Mose mit dem Volk wieder in Richtung S\u00fcden (also entgegengesetzt zum verhei\u00dfenen Land). Auf dem Weg durch die W\u00fcste Arava Richtung Eilat kam es wieder innerhalb des Volkes zu einem Konflikt.<\/p>\n<p>Der Sieg und Bann \u00fcber Arad&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 21,1-3<\/p>\n<p>Die feurigen Schlangen&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 21,4-9<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p><em>Maier, Gerhard,<\/em> Wuppertaler Studienbibel, \u201eDas vierte Buch Mose\u201c, Brockhaus Verlag<\/p>\n<p><em>Wiersbe, Warren.W,<\/em> \u201eSei zuverl\u00e4ssig\u201c Studien des Alten Testamentes 4Mo 1-16, CLV<\/p>\n<p><em>Mackintosh, C.H.,<\/em> \u201eDie f\u00fcnf B\u00fccher Mose \u2013 Gedanken zum 4.Buch Mose\u201c, CSV<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p><strong>4Mo 21,4&nbsp; Ungeduld auf dem Weg <\/strong><\/p>\n<p>Wieder ert\u00f6nt das Klagen und Murren des Volkes. Wieder und wieder dieselben Vorw\u00fcrfe und Anschuldigungen, wieder der Blick zur\u00fcck nach \u00c4gypten. Vergessen schien die schwere und leidensvolle Knechtschaft und Unfreiheit des Volkes in der Sklavenzeit. Wieder k\u00f6nnen sie sich nicht der F\u00fchrung Gottes anvertrauen, der lieber einen Umweg mit seinem Volk geht, bevor es in schlimmer Konfrontation mit dem Feind entmutigt w\u00fcrde (vgl. 2Mo 13,17).<\/p>\n<ul>\n<li>Tragisch, wenn Christen nach Jahren vergessen von welchen schlimmen Umst\u00e4nden Jesus sie befreit hat. Wenn der Gl\u00e4ubige die Folgen seines alten Lebens ohne Gott verharmlost. Wer hier das Vertrauen, die Liebe und Gottesfurcht verliert, der hat vergessen, dass er von seinem fr\u00fcheren S\u00fcndenleben befreit wurde (2Petr 1,9).<\/li>\n<li>Gott f\u00fchrt uns sichere Wege und diese Wege sind nicht immer die k\u00fcrzesten. (Bsp: Auf Wanderungen gibt es oft Abk\u00fcrzungen, die schneller scheinen \u2013 aber meist gef\u00e4hrlicher sind).<\/li>\n<li>Nachfolge Jesu ist eben kein Sprint, sondern ein Dauerlauf. Zur Nachfolge geh\u00f6rt nicht nur der Mut zum Kampf, sondern auch Kondition f\u00fcr den Lauf.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>4Mo 21,5 Unverhohlene Anklage gegen Gott und Mose \u2013 Verlust der Gottesfurcht<\/strong><\/p>\n<p>Ungew\u00f6hnlich hart und direkt greift das Volk nun Gott pers\u00f6nlich an. Sonst murrte das Volk gegen Mose und Aaron (4Mo 12,1; 14,2; 16,1-2; 16,41f; 20,2f), nun aber redeten sie hart, vorwurfsvoll und fast schon verhasst gegen Gott! Schon in 2Mo 16, 8-9 macht die Bibel deutlich, dass ein Murren gegen die von Gott eingesetzte Leitung (Aaron und Mose), ein Murren gegen den Herrn selbst ist. Doch nun klagten sie Gott unmittelbar (ohne einen Mittler) an. Wohl ein Grund, warum das Gericht durch die Schlangen hier ohne Vorwarnung pl\u00f6tzlich \u00fcber das Volk kam.<\/p>\n<ul>\n<li>Wer den Mittler zwischen sich und Gott ausklammert oder umgeht, der trifft auf die vollkommene Heiligkeit Gottes, vor der der Mensch nicht bestehen kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>4Mo 21,5b Verleugnung der G\u00fcte und Gabe Gottes \u2013 Missachtung des Heils<\/strong><\/p>\n<p>Es scheint die gleiche alte Beschwerde, doch auch hier war etwas anders. Sie beklagten und bereuten nicht nur die Befreiung aus \u00c4gypten, sondern verschm\u00e4hten Gottes F\u00fchrung, Gottes Gaben und Gottes Versorgung.<\/p>\n<p>Zum einen lesen wir von einer unrealistischen Darstellung. Seit 40 Jahren versorgte Gott das Volk mit dem lebendigen Manna vom Himmel und dem flie\u00dfenden Wasser aus dem Felsen. Es war schlichtweg eine L\u00fcge, eine \u00dcbertreibung und eine falsche Darstellung der Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Zum anderen zeigt die Ausdrucksweise den ganzen Zorn und die Abneigung gegen\u00fcber Gottes G\u00fcte.<\/p>\n<p>Noch drastischer wird die geistliche Bedeutung durch einen Vergleich zu den Ich-bin-Worten Jesu. Hier wird klar, dass das Volk sich auf ganzer Linie gegen Gottes gute Gabe \u2013 den Sohn Gottes \u2013 stellt.<\/p>\n<p><strong>a) Gegen den Weg (vgl. Joh 14,6 Ich bin der Weg und die Wahrheit) <\/strong><\/p>\n<p>Das Volk hatte es satt auf dem Weg Gottes zu gehen und verlor die Geduld. Dabei war dieser Weg der Einzige, der in verhei\u00dfenes Land f\u00fchrt. Geduld auf dem Weg der Nachfolge ist Voraussetzung, um das Verhei\u00dfene zu ererben (Heb 6,12; 10,36).<\/p>\n<p>Wer den Weg Jesu verleugnet oder davon abweicht, der schneidet sich selbst den Weg zum Heil ab und kommt nicht ans Ziel.<\/p>\n<p><strong>b) Gegen das Brot (Joh 6,32-35 Ich bin das Brot des Lebens)<\/strong><\/p>\n<p>Das Volk wurde gegen\u00fcber dem Manna sehr abf\u00e4llig und \u00fcberdr\u00fcssig. Sehr hart urteilte das Volk \u00fcber das Manna und nannte es einen Ekel (verabscheuend, krankmachend) und eine schlechte Speise (ver\u00e4chtlich und wertlos).<\/p>\n<p>Dabei war das Manna aus dem Himmel ihre t\u00e4gliche Nahrung. In diesem Manna steckte Kraft und Leben \u2013 Jesus Christus dagegen ist das Leben und die Kraft selbst. Jesus ist das Brot des Lebens (Joh 48-51), das Wort Gottes, was den Menschen am Leben erh\u00e4lt (Mt 4,4). Jesus selbst ist dieses Wort (Joh 1,14; Off 19,13), das vom Himmel auf die Erde kam.<\/p>\n<p>Wie damals so dient auch das Wort Gottes zur t\u00e4glichen Versorgung auf dem Weg der Nachfolge (sie sollten das Manna t\u00e4glich sammeln). Ohne die St\u00e4rkung durch Jesus, verlieren wir die Kraft und Geduld auf der Nachfolge.<\/p>\n<p><strong>c) Gegen das Wasser (Joh 4,14; 7,38ff; Ps 36,9) <\/strong><\/p>\n<p>Es gibt kein Wasser \u2013 welch eine Verleugnung! Wie gro\u00dfartig haben sie sogar zweimal erlebt, dass Gott Wasser in F\u00fclle aus einem Felsen gegeben hatte. Auch dr\u00e4ngt sich der Hinweis auf ein Bild des Heiligen Geistes auf \u2013 der Lebensquelle, welche Gott durch den Fels (Christus) dem Volk zukommen lie\u00df. Das Volk widerstrebte und widersetzte sich bewusst gegen das Wirken des HG.<\/p>\n<p><strong>4Mo 21,6&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der t\u00f6dliche Biss \u2013 die Folgen der S\u00fcnde<\/strong><\/p>\n<p>Ohne Warnung und Vorank\u00fcndigung geschieht Gottes richterliches Eingreifen.<\/p>\n<p>Feurige (brennende) Schlangen voll t\u00f6dlichen Giftes schl\u00e4ngeln sich durchs Lager. Ihr Gift brennt und der Tod muss schmerzhaft gewesen sein. Dies wei\u00dft auf drei Dinge hin:<\/p>\n<ul>\n<li>Schlange = ein Bild auf die S\u00fcnde. Sie verf\u00fchrte schon damals den Menschen zu Ungehorsam und Aufstand gegen Gottes Wort.<\/li>\n<li>Brennende Gift = S\u00fcnde ist immer entz\u00fcndend. Sie f\u00fchrte zu Schmerz, Leid und schlie\u00dflich zum Tod<\/li>\n<li>Seraph = erinnert auch an die Engel, die sch\u00fctzend vor dem Thron Gottes wachen um den Menschen vor Gottes Heiligkeit zu mahnen (Jes 6,2ff).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>4Mo 21,7 Die harte Erkenntnis der S\u00fcnde \u2013 Bu\u00dfe und Bekenntnis <\/strong><\/p>\n<p>Der t\u00f6dliche Schlangenbiss f\u00fchrte zur brennenden S\u00fcndenerkenntnis. Erst der Biss und der schmerzhafte Tod lie\u00df das Volk aufh\u00f6ren. Sie erkennen ihre S\u00fcnde und flehen um Gnade. Anders als sonst, wo Mose bei Anklagen sich schweigend zur\u00fcckzog zum Gebet, wird er nun vom Volk zur F\u00fcrbitte aufgerufen. Nun endlich bekennen sie dem Herrn, dass sie gegen ihn ges\u00fcndigt hatten. Ihr ehrliches Bekenntnis sorgte daf\u00fcr, dass Gottes G\u00fcte und Gnade f\u00fcr das Volk zug\u00e4nglich wurde.<\/p>\n<p><strong>4Mo 21,8&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die eherne Schlange \u2013 das Gericht \u00fcber die S\u00fcnde<\/strong><\/p>\n<p>Gott l\u00e4sst durch Mose ein sichtbares Zeichen aufstellen. Die erh\u00f6hte Schlange (eine bronzene Schlange an einem Pfahl gebunden) musste zuerst aus Bronze unter dem Feuer geschmolzen werden, dann wurde sie sichtbar vor dem Volk als Mahnmal aufgestellt.<\/p>\n<p>Sie verdeutlicht, dass die Schlange als ein Bild f\u00fcr die Ursache der S\u00fcnde und des Todes gerichtet werden muss und als Zeichen \u00fcber deren Sieg aufgerichtet werden muss.<\/p>\n<p>Es wurde zu einer Standarte, einem Feldzeichen \u2013 einem Siegeszeichen \u00fcber die S\u00fcnde.<\/p>\n<p><strong>4Mo 21,9&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ein rettender Blick \u2013 die zuflie\u00dfende Gnade der Vergebung <\/strong><\/p>\n<p>Der vertrauensvolle Aufblick zu der hingerichteten Schlange wurde zum erl\u00f6senden und befreienden Akt f\u00fcr den Menschen, der gebissen war. Das Wort: \u201eund sie ansieht\u201c bedeutet zuwenden, anschauen, betrachten, ins Angesicht schauen. Der S\u00fcnder muss der Wahrheit ins Auge sehen, sowohl der Tatsache der S\u00fcnde als auch deren Folge.<\/p>\n<p>Hier haben wir eine gro\u00dfartige Vorschattung auf das Kreuz Jesu. Siehe Punkt 2.1.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter wurde die erh\u00f6hte Schlange neben vielen anderen G\u00f6tzenbildern zum Kultgegenstand missbraucht. Das Zeichen und Symbol der Rettung wurde Gegenstand von Verehrung religi\u00f6ser Reliquie, welches der K\u00f6nig Hiskia bei seiner Reformation vernichten lies (2K\u00f6n 18,4).<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Der Text bietet durch die neutestamtliche Parallelstelle aus Joh 3 einen christologischen Hinweis und macht die Auslegung auf das Evangelium und das Erl\u00f6sungswerk Jesu unumg\u00e4nglich. Die erh\u00f6hte Schlange ist eine Prophetie auf das Geschehen am Kreuz!<\/p>\n<p>Jesus selbst nimmt in Joh 3, 14-18 Bezug auf 4.Mose 21 und erl\u00e4utert die Bedeutung des Textes. Im Gespr\u00e4ch mit Nikodemus geht es um die Frage der ewigen Rettung, die von Gott her, von oben gewirkt wird durch die Wiedergeburt und das Wirken des Heiligen Geistes. Gleichzeitig betont Jesus, dass der Glaube rettet (Joh 3,12.16).<\/p>\n<p>Jesus, der f\u00fcr uns zur S\u00fcnde wurde &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u00e0 2Kor 5,21; Jes 53,4<\/p>\n<p>Jesus, der f\u00fcr unsere S\u00fcnden gebissen wurde \u00e0 1Mo 3,15; 1Mo 49,17<\/p>\n<p>Jesus, der f\u00fcr uns erh\u00f6ht wurde&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u00e0 1Petr 2,13; Gal 3,13; Jes 53,5-6<\/p>\n<p>Jesus, der f\u00fcr uns zur Rettung wurde&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u00e0 Joh 3,18; Kol 1,20; Ps 34,6; Jes 45,22<\/p>\n<p>Gottes Gnade ist es, dass er den gefallenen und widerstrebenden Menschen mit Barmherzigkeit begegnet und rettet (vgl. Ps 106,43-45).<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Einstieg: Beispiel einer Missachtung einer \u00e4rztlichen Medikamentenverordnung. Wer krank ist und beim Arzt die notwendigen und verschriebenen Medikamente verweigert einzunehmen, der missachtet das Heilmittel, das ihm Linderung, Heilung und Gesundheit verschaffen w\u00fcrde. So ist auch der Mensch, der zwar seine S\u00fcnder erkannt hat, aber trotz besseren Wissens nicht an die Rettung des Kreuzes Jesu glaubt.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Wir sollen Gottes Wegf\u00fchrungen vertrauen, auch wenn Gott einen Umweg mit uns geht der in unseren Augen unn\u00f6tig oder unverst\u00e4ndlich scheint.<\/p>\n<p>Es braucht Ausdauer und Geduld auf dem Weg der Nachfolge. Man kann leicht einen Kampf gewinnen (Sieg \u00fcber den K\u00f6nig Arad) und doch den Sieg verlieren (Schlangen). Wir d\u00fcrfen uns nach Teilerfolgen nicht zur\u00fcckziehen, sondern m\u00fcssen wachsam sein, weil die S\u00fcnde wie eine Schlange leise und unbemerkt zum Biss auflauert.<\/p>\n<p>Wie schnell werden Gottes Segnungen f\u00fcr den Gl\u00e4ubigen zur Routine oder selbstverst\u00e4ndlich. Gute Predigten, t\u00e4gliches Bibellesen, die Beziehung zu Jesus \u2013 das alles kann zur Gewohnheit und blo\u00dfen religi\u00f6sen Pflicht werden.<\/p>\n<p>Wie schnell vergessen wir das Wunder der Erl\u00f6sung, wenn die Nachfolge uns etwas abverlangt. Wir resignieren und mindern das Werk Jesu, indem wir unsere pers\u00f6nliche Rettung aus der Sklaverei der S\u00fcnde im alten Leben verharmlosen.<\/p>\n<p>Warnung, dass wir den guten Gaben \u00fcberdr\u00fcssig werden und sie ver\u00e4chtlich ansehen.<\/p>\n<p>Gedanken, wie \u201eimmer diese Betonung auf das Wort Gottes, es macht doch krank, st\u00e4ndig und t\u00e4glich in der Bibel lesen zu m\u00fcssen, es macht doch eh keinen Sinn und ist wertlos\u2026\u201c, sind gef\u00e4hrlich, weil sie uns vom eigentlichen geistlichen Leben abschneiden.<\/p>\n<p>Das Wort Gottes ist unsere t\u00e4gliche Speise und notwendige Versorgung auf dem Weg der Nachfolge. Lass es dir nicht \u00fcberdr\u00fcssig werden.<\/p>\n<p>Ich habe ges\u00fcndigt: Auch das muss immer wieder \u00fcber unsere Lippen kommen. Ein aufrichtiges Bekenntnis schafft den Weg zur Vergebung, S\u00fchnung und Heilung.<\/p>\n<p>Wer sich im Glauben an den gekreuzigten und erh\u00f6hten Jesus Christus wendet, umkehrt, Bu\u00dfe tut, wird Gottes Gnade empfangen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Der Zuh\u00f6rer soll die geistliche Bedeutung des Textes erfassen, um zu verstehen, dass wir allein durch Gottes Gnade und G\u00fcte Rettung erfahren.<\/p>\n<p>Wer die erh\u00f6hte Schlange l\u00e4cherlich, sinnlos oder t\u00f6richt fand, musste an der Folge des Schlangenbisses sterben. \u00c4hnlich geht es den Menschen, die das Kreuz Jesu als eine Torheit oder ein \u00c4rgernis abtun (1Kor 1,18f).<\/p>\n<p>Wer dagegen seinen Blick glaubensvoll auf Jesus richtet, dem wird Gottes Liebe und Gnade zug\u00e4nglich (Ps 34,6).<\/p>\n<p>Heb 12,2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hinschauen auf Jesus<\/p>\n<p>Heb 12,15-17&nbsp;&nbsp;&nbsp; Warnung vor der Missachtung Jesu<\/p>\n<p>Bedenke, dass vielleicht auch entt\u00e4uschte und verdrossene Christen unter den Zuh\u00f6rern sind. Christen die m\u00fcde sind und in der Nachfolge gel\u00e4hmt sind und mit Gott wegen unerkl\u00e4rlichen Lebensumst\u00e4nden hadern.<\/p>\n<p>Diese wollen wir ermutigen und helfen, dass sie vertrauensvoll wieder ihr Haupt erheben und erkennen, was Jesus Christus f\u00fcr sie bereits vollbracht hat.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Als Menschen sind wir alle von der t\u00f6dlichen S\u00fcnde gebissen worden und leiden unter den brennenden und schmerzhaften Folgen der S\u00fcnde.<\/p>\n<p>Wir haben in Jesus die Rettung.<\/p>\n<p>Er ist f\u00fcr unsere S\u00fcnden gerichtet worden und als Siegeszeichen \u00fcber S\u00fcnde am Kreuz aufgerichtet worden. Ein Biss der S\u00fcnde hat zwar schmerzhafte Folgen, f\u00fchrt aber auch zur S\u00fcndenerkenntnis und Umkehr.<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Eine dreiste Anklage<\/li>\n<li>Ein t\u00f6dlicher Biss<\/li>\n<li>Ein rettender Blick<\/li>\n<\/ul>\n<p>Oder<\/p>\n<ul>\n<li>Jesus, der f\u00fcr uns zur S\u00fcnde wurde<\/li>\n<li>Jesus, der f\u00fcr uns erh\u00f6ht wurde<\/li>\n<li>Jesus, der f\u00fcr uns zur Rettung wurde<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Ich ging einst mit einer Dame in einen Garten um Blumen zu pfl\u00fccken. Da stand ein herrlicher Rosenstock, dessen Zweige sich unter dem Gewicht der sch\u00f6nsten Rosen beugten. Wir sahen den Baum mit Bewunderung an. Eine Rose aber schien alle andern an Sch\u00f6nheit zu \u00fcbertreffen. Die Dame trat so dicht wie m\u00f6glich heran und streckte ihre Hand aus, um sie zu pfl\u00fccken. In demselben Augenblick wand sich eine schwarze Schlange, die sich im Geb\u00fcsch verborgen gehalten hatte, um ihren Arm. Die Dame erschrak so heftig, dass sie unter konvulsivischen Zuckungen aufschrie und schnell aus dem Garten davonlief. W\u00e4hrend des ganzen Tages litt sie unter dem Schreck, den sie gehabt hatte; ihr ganzer K\u00f6rper zitterte und es dauerte lange, ehe ich sie beruhigen konnte. Sie lebt noch, aber ihr Hass gegen das ganze Schlangengeschlecht ist so gro\u00df, dass sie seitdem nicht wieder zu bewegen ist, eine Schlange \u2013 selbst wenn sie tot ist \u2013 anzusehen. Niemand konnte sie mehr \u00fcberreden, sich wieder so dicht an einen Strauch heranzuwagen und w\u00e4re es auch, um eine sch\u00f6ne Rose zu pfl\u00fccken.<\/p>\n<p>So handelt der S\u00fcnder, der seine S\u00fcnde wirklich bereut. Er gedenkt der S\u00fcnde, die sich einst gleich einer Schlange um ihn wand. Er hasst sie. Er f\u00fcrchtet sie. Er flieht vor ihr. Er flieht den Ort wo sie haust. Er spielt nicht mehr mit der S\u00fcnde, ebenso wenig, wie jene Dame nach jenem Ereignis nicht mehr mit einer Schlange h\u00e4tte spielen m\u00f6gen. <em>H. Spurgeon<\/em>; Das Buch der Bilder und Gleichnisse (2000 der besten Illustrationen), Charles Haddon Spurgeon, 1904, Beispiel 870<\/p>\n<p><strong>Zitate: <\/strong><\/p>\n<p>Wir sollen hinaufblicken auf den am Kreuz erh\u00f6hten Jesus und sollen so lang hinaufblicken, bis es uns gegeben wird, zu glauben, dass unsere und aller Welt S\u00fcnde dort abgetan sei.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>Ludwig Hofacker <\/em><\/p>\n<p>Wegsehen von mir und aufsehen auf Jesus \u2013 das ist der Schl\u00fcssel zur Hingabe. Aufsehen zu Jesus, dem Herrn, das hei\u00dft, sich heute schon seiner Herrschaft unterstellen, auch wenn alle Welt anders lebt.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>Peter Strauch <\/em><\/p>\n<p>Zum Gebot Gottes gibt es ein doppeltes Verhalten: den unbedingten, blinden Gehorsam der Tat oder die scheinheilige Frage der Schlange: sollte Gott gesagt haben? Diese Frage ist der Todfeind des Gehorsams, ist darum der Todfeind jeden echten Friedens.&nbsp; <em>Dietrich Bonhoeffer; <\/em>London 1933-1935, DBW Band 13, Seite 298<\/p>\n<p>Gewohnheitss\u00fcnden sind wie Schlangen: Wenn du sie nicht umbringst, werden sie dich t\u00f6ten.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>Jean Gibson<\/em><\/p>\n<p>(Klaus Eberwein)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Von Gott geleitet durch die W\u00fcste Predigtthema: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Heilmittel Gottes achten Gottesdienst Einleitung: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Joh 3,14-18; Ps 34,6 &nbsp; Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[52],"tags":[],"class_list":["post-3762","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-4-mose"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-09-19 00:47:00","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3762","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3762"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3762\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3764,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3762\/revisions\/3764"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3762"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3762"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3762"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}