{"id":3755,"date":"2019-07-24T07:11:46","date_gmt":"2019-07-24T05:11:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3755"},"modified":"2019-07-30T12:11:39","modified_gmt":"2019-07-30T10:11:39","slug":"predigthilfe-vom-24-august-2019-hebraeer-11-24-29","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-24-august-2019-hebraeer-11-24-29\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 25. August 2019 &#8211; Hebr\u00e4er 11, 24-29"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Geistlich Leben in verschiedenen Lebensphasen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mit Jesus in der Midlife-Krise: Mitten im Leben angekommen<\/strong><strong> (Halbzeit) <\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Kapitel 11 vom Hebr\u00e4erbrief beschreibt eindr\u00fccklich die Glaubenszuversicht der Vorv\u00e4ter. Ihren Mut auf Grund des Glaubens Wagnisse einzugehen allein im Vertrauen auf das Wort Gottes. Abel, Henoch, Noah, Abram, Isaak, Jakob. Alle miteinander bei weitem keine fehlerlosen Helden. Aber M\u00e4nner (und auch viele Frauen), die ihr Leben auf Gott bauten und das Wagnis \u201eLeben im Vertrauen auf Gott\u201c eingingen. Paralleltexte 2. Mose 2; Apg. 7,20-40<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p>* Arnold G. Fruchtenbaum. Der Hebr\u00e4erbrief: Eine Auslegung aus messianisch-j\u00fcdischer Perspektive. Christlicher Mediendienst (S. 216-220).<\/p>\n<p>* Fritz Laubach. Der Brief an die Hebr\u00e4er. Wuppertaler Studienbibel NT. R. Brockhaus<\/p>\n<p>* S\u00f6ren Ruager. Hebr\u00e4erbrief. NT Edition C-Bibelkommentar 22. H\u00e4nssler (S. 231-237).<\/p>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung mit dem Predigttext hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigt von Winrich Scheffbuch vom 07.05.20004 mit dem Titel \u201eMehr als alle Sch\u00e4tze\u201c (Hebr 11,23-29). Diese Predigt findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/\">www.sermon-online.de<\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [Hebr\u00e4er 11] und \u201eAutor\u201c [Scheffbuch, Winrich] ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Beachtenswerte Anmerkungen und Parallelstellen zum Predigttext bietet auch die MacArthur Studienbibel (<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/58-Der_Brief_An_Die_Hebraeer.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/58-Der_Brief_An_Die_Hebraeer.pdf<\/a>; S. 1840).<\/p>\n<p><strong>Bitte studiert auch den hilfreichen und ausf\u00fchrlichen Predigttipp von Thomas Richter vom 17.02.2013: <a href=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/2013\/02\/\">https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/2013\/02\/<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; siehe unter Punkt 2<\/strong><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>V. 23 w\u00fcrde ich dazunehmen.<\/p>\n<p>Vers 23 beschreibt den Glaubensmut der Eltern. Sie gehen ein hohes Risiko ein um ihren Sohn zu retten und drei Monate lang zu verstecken. Der Grund: \u201eweil sie sahen, dass er wohlgestaltet, sch\u00f6n war\u201c. Nun werden die meisten Eltern ihr Neugeborenes sch\u00f6n finden. Mit diesem Begriff wohlgestaltet ist viel mehr ausgesagt als \u00e4u\u00dfere Sch\u00f6nheit. Apg. 7,20 beschreibt das etwas deutlicher \u201ein dieser Zeit wurde Mose geboren und der war Gott angenehm. Die Eltern Moses erkannten auf irgendeine Weise das Besondere dieses Kindes und setzten alles was in ihrer Macht stand daran, dieses Leben zu sch\u00fctzen. Menschlich gesehen, weil es ihr Kind war und geistlich gesehen, weil sie das \u201eBesondere\u201c erkannten. Darum spielt das Gebot Pharaos keine Rolle f\u00fcr sie. Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen Apg. 5,29 b. Moses Eltern vertrauen, nehmen Gottes Plan an, trotz allen Widrigkeiten. Was f\u00fcr ein Vertrauen auf den lebendigen Gott ist notwendig um den kleinen Sohn in einem \u201eBinsenboot\u201c auf den Nil zu setzen? Oder als die Tochter des Pharao ihren kleinen Sohn mit in den Palast nimmt.<\/p>\n<p>Das Sch\u00f6ne an der Geschichte ist, dass sie die Erf\u00fcllung von Gottes Plan sehen d\u00fcrfen. Wie fein f\u00fcgt das Gott alles zusammen. Vermutlich drei Jahre lang wird der kleine Mose in die Obhut der Mutter gegeben. Sie darf ihr eigenes Kind ohne Risiko ohne Angst drei Jahre lang, stillen, pr\u00e4gen, erziehen und alles unter dem Schutz der Pharaotochter (unter Gottes Schutz).<\/p>\n<p>Sind wir bereit heute um des Evangeliums Willen Risiken einzugehen, Nachteile in Kauf zu nehmen? Viele Christen in dieser Welt sind gezwungen dazu und tun es. Sind wir nicht sehr Risikoscheu und bequem geworden? Erleben wir vielleicht deshalb so wenig das gro\u00dfartige Handeln Gottes?<\/p>\n<p>V. 24:<\/p>\n<p>Die Ereignisse in Vers 23 sind wichtig zum Verst\u00e4ndnis der folgenden Verse. \u201eDurch Glauben lehnte Mose es als Erwachsener ab, Sohn der Tochter des Pharao zu hei\u00dfen\u201c. Am K\u00f6nigshof hatte er alles Weltliche, Reichtum, Ehre, Achtung, Studium an den besten Universit\u00e4ten, menschliche Zukunft, sein Leben war in guten Bahnen. Woher kam dann der Glaube dieses Mannes. Zwei Dinge will ich nennen.<\/p>\n<ol>\n<li>Die drei Jahre im Haus seiner Eltern, haben sein Leben und seine Zugeh\u00f6rigkeit zum Volk Gottes entscheidend gepr\u00e4gt. Auch in 1. Samuel 1 finden wir diese drei Jahre. Bevor Hanna ihren Sohn in die schwierigen Verh\u00e4ltnisse am Heiligtum unter Eli abgegeben hat, hatte sie ihn drei Jahre in ihrer Verantwortung. Auch er war gepr\u00e4gt.<\/li>\n<li>Es steht nat\u00fcrlich das Handeln und Bewahren Gottes dahinter. In Vielem entdecken wir immer wieder das Zusammenspiel von Glaube und Vertrauen auf der einen Seite und dem guten Handeln Gottes auf der anderen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden kommt Mose in seinem Leben vorbereitet, gepr\u00e4gt und bewahrt voran.<\/p>\n<p>Mit 40 Jahren, als Mose erwachsen war, entschied er sich gegen das Leben in der \u201eWelt\u201c.<\/p>\n<p>Er entschied sich nicht mehr Sohn der Tochter des Pharao zu sein (er war Adoptivsohn).<\/p>\n<p>Verse 25 und 26<\/p>\n<p>Der Glaube f\u00fchrt Mose zum Entschluss, seinen adoptierten, k\u00f6niglichen Stand aufzugeben. Der Glaube, meine Zugeh\u00f6rigkeit zu meinem Herrn muss mich in meinen Lebensentscheidungen mehr bestimmen als alles andere. Berufliche Ziele, die Suche nach einem Ehepartner, all die vielen Entscheidungen meines Lebens stehen immer in der Abh\u00e4ngigkeit zu meinem Herrn.<\/p>\n<p>Er wollte nicht mehr mit den \u00c4gyptern identifiziert werden, sondern mit seinem eigenen j\u00fcdischen Volk.<\/p>\n<p>Wie radikal h\u00e4tte Mose das Bleiben im k\u00f6niglichen Palast von seinen Wurzeln, von seinem Glauben, seinem Volk und von Gott abgeschnitten. Er h\u00e4tte gegen sein eigenes Volk sein m\u00fcssen. Die \u201epositive\u201c Seite seiner Wahl war: zusammen mit seinem Volk geplagt zu werden.<\/p>\n<p>So einen Blick des Glaubens haben wir n\u00f6tig. Zu erkennen, mein Platz ist nicht die Weltmacht \u00c4gypten, mein Platz ist das (zuk\u00fcnftige) Volk Gottes. Und sein Auftrag ist Erl\u00f6ser f\u00fcr sein Volk zu werden. Die Verhei\u00dfungen Gottes waren nur durch das Verlassen des K\u00f6nigshofes zu erreichen.<\/p>\n<p>Er hielt die Schmach des Gesalbten (Messias) f\u00fcr den gr\u00f6\u00dferen Reichtum als die Sch\u00e4tze \u00c4gyptens. Er blickte auf die Belohnung. Mose suchte die geistliche Belohnung, ihm waren die geistlichen Sch\u00e4tze wichtiger als die physischen. An Beidem fest zu halten ist nicht m\u00f6glich. Eine Entscheidung ist gefordert.<\/p>\n<p>Vers 27 und 28<\/p>\n<p>Mose bezeugt seinen Glauben \u00f6ffentlich.<\/p>\n<ol>\n<li>Er f\u00fcrchtet den Zorn des Pharao nicht. Sein Blick war auf Gott (den Unsichtbaren) gerichtet. 2.Mose 2,14 beschreibt zwar seine Flucht, seine Furcht kam aber aus der Ablehnung seines eigenen Volkes und dem Bekanntwerden seiner Tat an einem \u00e4gyptischen Aufseher.<\/li>\n<li>Er vertraut Gott und handelt nach seinem Plan, obwohl die Anweisung zum Passah keine strategische Anweisung war oder ein Plan f\u00fcr den Auszug. Er setzt um was Gott ihm sagt, er schlachtet ein Lamm, er streicht das Blut an T\u00fcrpfosten und Oberschwelle und er glaubt, dass dadurch sein Volk gerettet wird. Der Glaube gehorcht auch wenn die Anweisung scheinbar nicht zielf\u00fchrend scheint. Wo kein Glaube war, da war auch kein Blut an der T\u00fcr und damit auch kein Verschonen. Nicht das Richten des Gep\u00e4cks war das Gebot der Stunde, sondern das Lamm schlachten und das Bestreichen der T\u00fcrpfosten mit Blut.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Vers 29<\/p>\n<p>Der Glaube ist bereit das Unnat\u00fcrliche zu tun. Es ist nicht normal oder menschlich durch ein Meer zu gehen. Die einen, die Israeliten werden gerettet, die anderen, die \u00c4gypter sind des Todes.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Meine Frage ist: wo geh\u00f6re ich hin. Wo ist mein Platz. Bin ich in meinem Denken, meinen Entscheidungen so eindeutig wie wir das hier lesen?<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Mose wusste um seine Zugeh\u00f6rigkeit zum Volk Gottes, das bestimmt sein Leben und sein Handeln. Sind wir so ausgerichtet der Berufung Gottes gehorsam zu sein. K\u00f6nnte es sein, dass Gottes Plan f\u00fcr mich, z.B. das Verlassen der Karriereleiter bedeuten k\u00f6nnte, um Kraft und Zeit f\u00fcr das Reich Gottes zu haben?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte den Menschen Mut machen, gerade in ausweglosen Situationen das Vertrauen auf Gott zu setzen. Die Eltern von Mose setzten drei Monate ihr Leben aufs Spiel um ihren Sohn zu retten.<\/p>\n<p>Mose selbst war bereit auf Gott zu setzen, obwohl ihm als Sohn der Tochter Pharaos alle weltlichen M\u00f6glichkeiten offenstanden. Was sind wir bereit loszulassen um unserem Herrn zu dienen?<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Die Eltern Moses stellen Gott h\u00f6her als die weltliche Macht. Sie erkannten, dass Mose eine besondere Berufung hatte. Mose selbst erkannte diese Berufung ebenfalls und entschied sich f\u00fcr den unbequemeren Weg, aber f\u00fcr den Weg mit Gott. Und Gott ist mit ihm und dem Volk.<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>23&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ziviler Ungehorsam und Vertrauen auf Gott<\/li>\n<li>24-27&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das bessere Teil und der Plan Gottes<\/li>\n<li>V.28 und 29 Die Erl\u00f6sung und Gottes Heil<\/li>\n<li>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Dreingabe \u2013 eine gute Erfahrung<\/li>\n<\/ol>\n<p>oder auch siehe Predigttipp von Thomas Richter vom 17.2.2013<\/p>\n<p>(Hans Pfau)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Geistlich Leben in verschiedenen Lebensphasen Predigtthema:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mit Jesus in der Midlife-Krise: Mitten im Leben angekommen (Halbzeit) Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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