{"id":3749,"date":"2019-07-10T08:22:41","date_gmt":"2019-07-10T06:22:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3749"},"modified":"2019-07-10T08:22:42","modified_gmt":"2019-07-10T06:22:42","slug":"predigthilfe-vom-11-august-2019-4-mose-20-1-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-11-august-2019-4-mose-20-1-13\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 11. August 2019 &#8211; 4. Mose 20, 1-13"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Monatsthema: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Von Gott geleitet durch die W\u00fcste<\/strong><\/h4>\n<p><strong>Predigtthema:<\/strong><strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Anweisung Gottes achten <\/strong><\/p>\n<p><strong>Gottesdienst Einleitung: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/strong>1Kor 10,1ff<strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext <\/strong><\/p>\n<p>Das Volk Israel befindet sich wieder in der W\u00fcste Zin. Nach dem tragischen Scheitern, das Land Kanaan von Kadesch Barnea einzunehmen (4Mo 13), wanderte das Millionenvolk 38 Jahre durch die W\u00fcste. In dieser W\u00fcstenzeit musste das Volk viele Erfahrungen der Selbsterkenntnis machen. Der st\u00e4ndige Unglaube und der immer wieder aufbrechende Ungehorsam bis hin zur Rebellion gegen Gott sollte das B\u00f6se in ihrem innersten Wesen offenbar machen. Mose erinnert in 5Mo 8,2<em>:<\/em><\/p>\n<p><em>Und du sollst an den ganzen Weg gedenken, durch den der HERR, dein Gott, dich gef\u00fchrt hat diese 40 Jahre lang in der W\u00fcste, um dich zu dem\u00fctigen, um dich zu pr\u00fcfen, damit offenbar w\u00fcrde, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten w\u00fcrdest oder nicht.<\/em><\/p>\n<p>Gott f\u00fchrt uns durch die W\u00fcste, damit offenbart wird, was tief in der menschlichen Seele verborgen ist. Diese wertvolle Selbsterkenntnis wird in Zeiten des Mangels durch Glaubens- und Gehorsamspr\u00fcfungen gewonnen.<\/p>\n<p>Der Text zeigt uns (a) zum wiederholten Male das misstrauische Herz des Volkes und (b) den emotionalen Ausraster Moses, der dazu f\u00fchrte, dass er sp\u00e4ter nicht in das verhei\u00dfene Land einziehen durfte (vgl. 5Mo 3,26-27; 32,52; 34,4).<\/p>\n<p>Weiter sehen wir in dem geschlagenen Felsen ein wichtiges Bild auf die Erl\u00f6sung des Kreuzes.<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p><em>Maier, Gerhard,<\/em> Wuppertaler Studienbibel, \u201eDas vierte Buch Mose\u201c, Brockhaus Verlag<\/p>\n<p><em>Wiersbe, Warren.W,<\/em> \u201eSei zuverl\u00e4ssig\u201c Studien des Alten Testamentes 4Mo 1-16, CLV<\/p>\n<p><em>Mackintosh, C.H.,<\/em> \u201eDie f\u00fcnf B\u00fccher Mose- Gedanken zum 4.Buch Mose\u201c, CSV<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Zu beachten ist, dass dieses Ereignis sowohl eine Vorgeschichte als auch ein folgenschweres Nachspiel f\u00fcr Mose hatte. F\u00fcr die Vorbereitung ist es daher zu empfehlen folgende Kapitel zu lesen (2Mo 17; 4Mo 20; 5Mo 3,13-18 und 1Kor 10). Alle vier &nbsp;Abschnitte geh\u00f6ren zusammen.<\/p>\n<p>2Mo 17 berichtet wie Gott dem Volk Wasser aus dem Felsen gab und Mose dazu aufforderte den Felsen mit seinem Stab einmal zu schlagen. Es geschah ganz am Anfang im ersten Jahr nach dem Auszug aus \u00c4gypten.<\/p>\n<p>4Mo 10 berichtet von einem anderen Ereignis als Gott dem Volk wieder Wasser aus dem Felsen gab. Hier sollte Mose aber nur zum Felsen sprechen. Dies geschah ganz am Ende der W\u00fcstenzeit, im 40. Jahr nach dem Auszug aus \u00c4gypten.<\/p>\n<p>5Mo 3 berichtet wie Mose Gott nochmals bat, ihn doch ins verhei\u00dfene Land gehen zu lassen. Gott wehrte ab und gebot Mose vielmehr, Josua, seinen Nachfolger zu st\u00e4rken, der das Volk ins Land einf\u00fchren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>1Kor 10 berichtet von der tiefen geistlichen Deutung des Geschehens. Das Volk Israel wird zum Beispiel f\u00fcr die Gemeinde \u2013 ihr Unglaube und Ungehorsam brachte sie in gro\u00dfe Not, dennoch folgte ihnen Christus \u2013 der Fels wurde nicht nur zum Begleiter, sondern zum Lebensretter.<\/p>\n<p><strong>20,1-5 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wieder die gleiche Leier \u2013 eine tragische Erkenntnis \u00fcber das b\u00f6se Herz<\/strong><\/p>\n<p>Das Volk kommt aus der Spirale des Murrens, der Unzufriedenheit und Rebellion nicht raus. Immer wieder dasselbe Gejammer. Wie eine Schallplatte, die h\u00e4ngt, wiederholt sich dieselbe Leier. Tief verbittert und voller Hader klagen und streiten (Mara) sie wieder gegen Mose und Aaron und somit gegen Gott.<\/p>\n<p>Auch geographisch gingen sie ihm Kreis. Das Volk befindet sich wieder in der W\u00fcste Zin, in der N\u00e4he des Ausgangspunktes von Kadesch Barnea (vgl. 4Mo 13,21), an der Grenze zum verhei\u00dfenen Land. Vor 38 Jahren scheiterten sie genau dort wegen ihres Unglaubens. Nun sind sie im 40. Jahr nach dem Auszug (vgl. 4Mo 20,28 + 33,38) am selben Ort und nichts hatte sich ge\u00e4ndert. Das Herz des Menschen hatte sich nicht gebessert. Nicht einmal die 40-j\u00e4hrige W\u00fcstenzeit, in der Gottes Gnade immer wieder sichtbar wurde (Versorgung durch Manna und Wachteln, Schutz f\u00fcr Gefahr, Begleitung und Wegweisung der Wolkens\u00e4ule), ver\u00e4nderte ihr Herz. Selbst die neu heranwachsende Generation hatte ein b\u00f6ses und tr\u00fcgerisches Herz (vgl.1Mo 6,5; Jer 17,9-10; Mt 12,34f; Mt 15,18-19).<\/p>\n<ul>\n<li>Das unbekehrte und unerneuerte Herz ist uners\u00e4ttlich, es ist undankbar und voller Vorw\u00fcrfe. Das unbekehrte Herz hat immer einen Hang zur Welt. Wenn es sich nicht im Vergn\u00fcgen der Welt oder der Befriedigung seiner L\u00fcste baden kann, w\u00fcnscht es sich lieber den Tod (V.4-5).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>20,6-7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wieder flieht Mose zum Herrn \u2013 eine harte Realit\u00e4t \u00fcber die schwere Last des Dienstes <\/strong><\/p>\n<p>Auch das erlebten Mose und Aaron nicht das erste Mal. Nichts hatte sich ge\u00e4ndert. Wieder waren sie nicht nur der Kummerkasten des Volkes, sondern die Ursache f\u00fcr das Problem, die Schuldigen, die Verantwortlichen, die S\u00fcndenb\u00f6cke. Wieder mussten sie ertragen, wie schmerzhaft es ist, ein Leiter und Anf\u00fchrer dieses Volkes Gottes zu sein. Wieder mussten sie mit anh\u00f6ren, dass Gott alles andere als gut ist und keine Ahnung hat, was er tut. Welch eine tiefe Kr\u00e4nkung f\u00fcr Mose, wenn man den Gott der Herrlichkeit derart missachtet und erleben muss, wie das Volk von einem v\u00f6llig falschen Gottesbild getrieben wird.<\/p>\n<p>Mit der ganzen Last und Verzweiflung zieht Mose und Aaron sich in die Stiftsh\u00fctte zur\u00fcck. Im Gebet sch\u00fctteten sie ihre eigene Not vor dem Herrn aus, aber sie bekannten auch das, was im Herzen des Volkes war. Trotz der Kr\u00e4nkung erf\u00fcllen sie ihren Priesterdienst f\u00fcr dieses nicht gerade liebenswerte Volk.<\/p>\n<ul>\n<li>Wie tr\u00f6stlich und wertvoll ist es mit einem Bruder gemeinsam auf den Knien vor Gott zu liegen, um f\u00fcr die Anliegen der Gemeinde und des Volkes einzustehen. Pers\u00f6nliche Lasten abzulegen und in der Stille f\u00fcr Gott ruhig zu werden.<\/li>\n<li>Der Herr l\u00e4sst sich erbitten wo ernstlich in Einm\u00fctigkeit f\u00fcr eine Sache gebetet wird (Mt 18,19).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>20,8-9&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wieder erbarmt sich der Herr \u00fcber sein Volk \u2013 eine Offenbarung der Gnade und Geduld Gottes<\/strong><\/p>\n<p>Zum wiederholten Male erscheint der HERR sichtbar in der Herrlichkeitswolke und offenbart Mose was er tun soll. Es scheint das bekannte Vorgehen zu sein, wie schon wenige Monate nach dem Auszug vor fast 40 Jahren (Vgl. 2Mo 17). Damals hatte die erste Generation gemurrt \u2013 und erlebte das Wunder, dass Gott Wasser aus dem Felsen gibt.<\/p>\n<p>Nun macht die neue Generation denselben Fehler. Auch sie stellen das Misstrauensvotum gegen Gott, lehnen sich auf und hinterfragen Gottes G\u00fcte und F\u00fchrung. Sie hatten kein Vertrauen in Gottes wunderbare F\u00fcrsorge, noch hatten sie von ihren Vorfahren Vertrauen gelernt.<\/p>\n<ul>\n<li>Doch Gott schenkt jeder Generation neu seine Gnade und Barmherzigkeit (Ps 103,8; Klag 3,22-23; Joh 1,16).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>20,10-13&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nicht wieder l\u00e4sst sich der Fels schlagen \u2013 ein Bild auf die Erl\u00f6sung durch das Kreuz <\/strong><\/p>\n<p>Seltsam mag die harte Reaktion Gottes auf Mose auf uns wirken. Nur weil er mit seinem Stab gegen den Felsen schlug, darf er k\u00fcnftig das verhei\u00dfene Land nicht betreten. Hat er doch sein Leben f\u00fcr den Herrn gelebte und sich f\u00fcr das Volk abgem\u00fcht. Dass der Ausl\u00f6ser seines emotionalen Zorns durch das m\u00fcrrische Volk provoziert war, spielte keine Rolle.<\/p>\n<p>Auf Gottes Anweisung achten \u2013 wie ernst es Gott damit meint, lernen wir bei Mose.<\/p>\n<p>Gott will, dass wir seinen Anweisungen Folge leisten \u2013 nicht nur ein bisschen oder etwas oder grob der Linien entlang, sondern genau! Auf Gottes Anweisung achten, das betrifft das Volk, aber vor allem auch die Diener und Mitarbeiter Gottes.<\/p>\n<p>Wie ernst Gott das nimmt hatte Mose schon oft erlebt (vgl. Nadab und Abihu 3.Mo 10,1+8-9).<\/p>\n<p><strong>Gott fordert die genaue Umsetzung seiner Anweisung und N\u00fcchternheit im Dienst! <\/strong><\/p>\n<p>Folgende Fehlerkette ist bei Mose zu beobachten:<\/p>\n<ol>\n<li>Mose lie\u00df sich von ungeistlichen Leuten provozieren.<\/li>\n<li>Mose lie\u00df sich zu einer emotionalen Handlung hinrei\u00dfen (Zorn, Ausgelassenheit, Unn\u00fcchternheit, Verlust von Selbstkontrolle).<\/li>\n<li>Mose vertraute nicht allein auf die Macht des Wortes &#8211; er sollte nur zu dem Felsen reden.<\/li>\n<li>Mose schlug mit seinem Stab zwei Mal \u2013 einmal hatte gereicht, jetzt sollte er nur reden.<\/li>\n<li>Mose tat mit eigener Kraft sein eigenes Werk zu Gottes Wort dazu und raubte damit Gott die alleinige Ehre.<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Gott erwartet von seinen Dienern N\u00fcchternheit, Besonnenheit, Selbstdisziplin (vgl. Tit 1,5ff). Gott erwartet 100% Vertrauen in sein Wort (Tit 1,9).<br \/>\nWeder sollen wir etwas zu Gottes Wort hinzutun, noch hinwegnehmen (Off 22,18-19). Gottes Wort allein ist wirksam \u2013 es braucht unser menschliches Hinzutun nicht. Alles menschliche Machwerk w\u00fcrde nur Gottes Ehre und Ruhm rauben.<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Zum Verst\u00e4ndnis des Textes sind folgende Aspekte hilfreich zu beachten:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Allegorische (versinnbildlichte) Auslegung: <\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Paulus selbst legt in 1Kor 10 die Grundlage zur geistlichen Auslegung und Anwendung dieses Textes. Er vergleicht den Felsen mit Christus. Das Manna ist die geistliche Speise.<\/p>\n<p>Das Wasser ist der geistliche Trank.<\/p>\n<p>\u00dcbertragen auf die Geschichte in 4Mose k\u00f6nnen wir folgendes festhalten.<\/p>\n<p><strong>Der Stab Moses = Gericht&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 2Mo 4,20; 9,23<\/strong><\/p>\n<p>Der Stab war das Gerichtswerkzeug mit dem der Herr die \u00c4gypter geschlagen hatte.<\/p>\n<p>Auch wurde mit dem Stab der Fels einmal geschlagen, so dass von dort Wasser aus dem Felsen str\u00f6mte.<\/p>\n<p><strong>Der Fels = Jesus&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 5Mo 32,4<\/strong><\/p>\n<p>Er starb f\u00fcr unsere S\u00fcnden, unser Misstrauen und Bitterkeit und Hader am Kreuz. Dort wurde er einmal gekreuzigt und vom Gericht Gottes ein f\u00fcr alle Mal geschlagen (Heb 10,10).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Wasser = Quelle des Lebens<\/strong><\/p>\n<p>Wie aus dem Felsen, so str\u00f6mte aus den Wunden Jesu Blut und Wasser \u2013 ein Bild auf das ewige Leben (Joh 7,28). Dieses Wasser ist ein Bild auf das lebendige Wasser (Joh 4), das Jesus gibt und findet sich im Lebensstrom der Ewigkeit wieder (Off. 22,1+17). Das Wasser ist auch ein Bild auf die reinigende, vergebende und erfrischende Kraft (Eph 5,26).<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Heilsgeschichtliches Verst\u00e4ndnis <\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Warum Mose nicht ins verhei\u00dfene Land durfte hat auch seine heilsgeschichtliche Bedeutung. Mose ist der Vertreter des Gesetzes. Menschenwerk (sein Schlag gegen den Felsen) und Gesetzeswerk bringen den Menschen nicht in die Ruhe Gottes. Daher starb Mose und konnte das Volk nicht nach Kanaan f\u00fchren (vgl. Heb 3,7- 4,10).<\/p>\n<p>Erst mit Josua, der ein Typus auf Jesus ist (Josua ist das hebr. Wort f\u00fcr Jesus), war es m\u00f6glich, das Volk \u00fcber den Jordan zu f\u00fchren. Nicht das Gesetz und das Menschenwerk, sondern die Gnade und der Glaube bringen uns ins verhei\u00dfene Land (vgl. Joh 1,17).<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Biblische Lehre<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ol>\n<li>Das Herz des Menschen bleibt immer dasselbe<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>die s\u00fcndhafte Natur des Menschen verbessert sich nicht durch die Erfahrungen des Lebens.<\/li>\n<\/ul>\n<ol>\n<li>Der Priesterdienst f\u00fcr den Menschen bleibt immer derselbe<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Es ben\u00f6tigt einen Mittler, der vor Gott f\u00fcr den S\u00fcnder einsteht und bittet.<\/li>\n<\/ul>\n<ol>\n<li>Die Quelle der Erl\u00f6sung bleibt immer dieselbe<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>das Kreuz (Felsen) an dem Christus f\u00fcr uns einmal geschlagen wurde ist ein f\u00fcr alle Mal f\u00fcr uns geopfert worden (Heb 10,10). Es braucht kein weiteres Opfer, sondern nur ein Wort der Bu\u00dfe und der Vergebung. Die Wunden sind Jesus bereits geschlagen. Ein Wort des Glaubens gen\u00fcgt um gerettet zu werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Einleitung mit der Wichtigkeit des Wassers: Erst in einer l\u00e4ngeren Trockenphase (hei\u00dfer Sommer) wird die Wichtigkeit des Wassers deutlich. Wasser ist immer ein Bild auf Erfrischung und Leben.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Man kann das Wesen des menschlichen Herzen gut auf uns heute \u00fcbertragen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie oft drehen wir uns mit ein und derselben Klage und Verbitterung im Kreis,<\/li>\n<li>machen Menschen f\u00fcr unsere Lebenssituation verantwortlich,<\/li>\n<li>\u00fcbertreiben unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig und w\u00fcnschen uns oder anderen lieber das Lebensende.<\/li>\n<li>Taten, die aus Unbeherrschtheit oder Zorn hervorkommen tragen keinen Gewinn.<\/li>\n<li>Gott m\u00f6chte, dass wir sein Wort ernst nehmen und seine Anweisungen genau beachten.<\/li>\n<li>Wie wertvoll ist es, mit Geschwistern in einer intensiven Gebetsgemeinschaft zu stehen, gemeinsam Lasten zu tragen.<\/li>\n<li>Trotz Anfeindungen haben wir keinen Grund aufzuh\u00f6ren, die Menschen zu segnen, die uns fluchen.<\/li>\n<li>Wir sollen F\u00fcrbitte tun auch f\u00fcr die, die uns b\u00f6se gesinnt sind.<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Einmal soll dem Zuh\u00f6rer verdeutlicht werden, dass die Ursache des Konfliktes vom Unglauben des Volkes ausging. Der Mensch neigt zum Streit mit Gott. Er hadert \u00fcber Gottes F\u00fchrung im Leben. Hier sollen wir lernen, dass Gott gut f\u00fchrt \u2013 auch wenn es durch die W\u00fcste geht, durch Glaubens- und Gehorsamspr\u00fcfungen geht.<\/p>\n<p>Zum Zweiten soll uns bewusstwerden, dass Gott ein v\u00f6lliges Vertrauen in sein Wort erwartet. Ungehorsam bringt uns immer in eine missliche Lage. Als leitende Mitarbeiter sind wir Vorbilder und sollen Gott verherrlichen. Mose stellte sich durch seine Art des eigenm\u00e4chtigen Handelns vor Gott und r\u00fcckte den Herrn aus dem Mittelpunkt. Unser Tun soll immer Jesus ins Zentrum r\u00fccken. Unsere Taten sollen von uns weg auf Jesus weisen.<\/p>\n<p>Zum Dritten sehen wir ein wunderbares Bild auf die Erl\u00f6sung am Kreuz. Der Fels, der f\u00fcr das Volk geschlagen wurde und aus dem die Quelle des Lebens in \u00fcberreichem Ma\u00df flie\u00dft, ist Christus. Wir d\u00fcrfen durch seine Wunden heil werden (Jes 53,4ff).<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Die wichtigste Anweisung, der ein Mensch folgen muss, ist der Anweisung Gottes zum Heil. Gottes Wort gen\u00fcgt. Keine eigenen Taten, kein eigenes Werk, sondern sein Wort ist lebendig und wirksam. Nur im Glauben auf das Wort Gottes \u00f6ffnet sich uns Quelle zum ewigen Leben.<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der Fels auf dem wir stehen\n<ol>\n<li>Ein Gott der uns folgt<\/li>\n<li>Ein Gott der f\u00fcr uns stirbt<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li>Das Wort auf das wir h\u00f6ren\n<ol>\n<li>Wort des Vertrauens zum Heil<\/li>\n<li>Wort der Gerechtigkeit zum Gericht<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li>Die Quelle von der wir leben\n<ol>\n<li>Wasser zur Durststillung<\/li>\n<li>Wasser zur Reinigung<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Christus, der geschlagene Fels<\/li>\n<li>Christus, das g\u00fcltige Wort<\/li>\n<li>Christus, die unversiegbare Lebensquelle<\/li>\n<\/ul>\n<p>(Klaus Eberwein)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Von Gott geleitet durch die W\u00fcste Predigtthema: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Anweisung Gottes achten Gottesdienst Einleitung: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1Kor 10,1ff&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[52],"tags":[],"class_list":["post-3749","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-4-mose"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-09-19 00:10:43","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3749","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3749"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3749\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3751,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3749\/revisions\/3751"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3749"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3749"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3749"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}