{"id":3730,"date":"2019-05-31T17:51:55","date_gmt":"2019-05-31T15:51:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3730"},"modified":"2019-06-05T17:52:38","modified_gmt":"2019-06-05T15:52:38","slug":"predigthilfe-vom-7-juli-2019-galater-4-21-31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-7-juli-2019-galater-4-21-31\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 7. Juli 2019 &#8211; Galater 4, 21-31"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema:<\/strong><em> Geistlich leben in verschiedenen Lebensphasen <\/em><\/p>\n<p><strong>Predigtthema (urspr\u00fcnglicher Vorschlag): Glauben hei\u00dft, wissen woher man kommt<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zu Predigt und Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Am 30.06.2019, dem Sonntag direkt vorher, kommt ein eingeschobener Bibeltext aus dem 1. Korintherbrief. Es ist also durchaus m\u00f6glich, in dieser Predigt den Abschnitt vom 23.06.2019 (Gal 4,1-20) noch einmal etwas ausf\u00fchrlicher in Erinnerung zu rufen.<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p>* Hilfreiches Basiswissen findet sich z. B.&nbsp; in \u201eDas Neue Testament\u201c erkl\u00e4rt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (H\u00e4nssler-Verlag)<\/p>\n<p>* Studienbibel John McArthur: <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=9146\">http:\/\/www.sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=9146<\/a> (freier Downlod!)<\/p>\n<p>* weitere Studienbibeln (Verk\u00fcndiger sollten mehrere haben: z.B. Ryrie, Genfer Studienbibel, Elberfelder Bibel mit Erkl\u00e4rungen\u2026)<\/p>\n<p>* Wuppertaler Studienbibel, Band Galater von Hans Brandenburger<\/p>\n<p>* Edition C Kommentar Galaterbrief von Heiko Krimmer<\/p>\n<p>* Der Brief an die Galater von W.J.Ouweneel (CLV) \u2013 <strong><u>sehr ausf\u00fchrlich, sehr g\u00fcnstig, sehr gut!!!<\/u><\/strong><\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Das Thema der Nachkommen-\/Kind-\/Sohnschaft zieht sich bis hierher durch den Galaterbrief: Gal. 3,<strong><u>7<\/u><\/strong>.16.26; 4,1.6.19 \u2013 die wahren Kinder Abrahams sind die Kinder \u201eaus Glauben\u201c (siehe vor allem Gal 3,7).<\/p>\n<p>Diese \u201ewahre Abrahams-Kindschaft\u201c und gleichzeitig Gottes-Kindschaft steht in Gefahr, wenn man zur\u00fcck unter das \u201eGesetz\u201c will.<\/p>\n<p>Diese Gedankenlinien f\u00fchrt Paulus nun fort mit einer weiteren Verdeutlichung aus dem Alten Testament:<\/p>\n<p>Vers 21: Bei dem Wort \u201eGesetz\u201c muss man wissen, dass das griech. Wort daf\u00fcr (\u201e<em>nomos\u201c)<\/em> gleichzeitig auch das Wort ist, das als \u00dcbersetzung f\u00fcr den hebr\u00e4ischen Begriff \u201eThora\u201c verwendet wird. Die \u201eThora\u201c sind die 5 B\u00fccher Mose also letztlich weit mehr als nur das \u201eGesetz\u201c im Sinne der 613 Gesetze, die die Pharis\u00e4er damals innerhalb dieser \u201eThora\u201c z\u00e4hlten. (Insofern ist es evtl. auch etwas zu kurz gegriffen, immer nur zu sagen, dass die Galater unter \u201edas Gesetz\u201c wollten. Es geht schon auch um eine Bundestreue, aber eben im Sinne des <em>ALTEN <\/em>Bundes.)<\/p>\n<p>In jedem Fall versucht Paulus den Blick zu weiten f\u00fcr das ganze \u201eGesetz\u201c, die ganze \u201eThora\u201c, und dabei vor allem eben mit dem Blick auf Abraham, der ja nun f\u00fcr jeden Juden und jeden Anh\u00e4nger des alten Bundes DER Stammvater ist.<\/p>\n<p>Vers 22: Paulus erinnert daran, dass Abraham (zun\u00e4chst) zwei S\u00f6hne hatte.<\/p>\n<p>Vers 23: Abraham macht klar, dass der eine \u201enach dem Fleisch\u201c, der andere \u201edurch die Verhei\u00dfung\u201c geboren ist.<\/p>\n<p>Hier ist es gut, noch einmal genau zu schauen: In 1. Mose 12, Abram ist 75 Jahre alt (und kinderlos), bekommt er die Verhei\u00dfung, eine gro\u00dfe Nation zu werden und vertraut\u2026 In 1. Mose 13,16 wieder. In 1. Mose 15 bekommt Abraham die Nachkommenschaft verhei\u00dfen und glaubt (Vers 6) nach anf\u00e4nglichem Zweifel (? Vers 2f). Dann in 1. Mose 16 ergreift Sara die Initiative (was sie auch schon h\u00e4tte vorher tun k\u00f6nnen, aber nie tat, insofern war es evtl. auch die Zusage Gottes, die sie motivierte, nun doch aktiv zu werden. Sie hatte ihre Kinderlosigkeit als direkt von Gott herbeigef\u00fchrt erkannt \u2013 Vers 2).<\/p>\n<p>Die schwangere Hagar will dann fliehen, weil sie von Sara \u201egedem\u00fctigt\u201c wird, aber Gott ist es offenkundig wichtig, dass Hager bzw. Ismael bis nach der sp\u00e4teren Geburt von Isaak bei Abraham bleiben! Gott WILL diese \u201eschwierige Konstellation\u201c.<\/p>\n<p>Dann in 1. Mose 17 bekommt Abraham (er ist mittlerweile 99 Jahre alt) ausdr\u00fccklich die Verhei\u00dfung, <em>mit Sara<\/em> (Vers 16) ein gemeinsames Kind zu zeugen! In Vers 18 bittet Abraham Gott um die Anerkennung Ismaels, er kann nicht an einen Sohn mit Sara glauben, aber den verhei\u00dfenen Bund spricht Gott ausdr\u00fccklich Isaak zu (Vers 21). In 1. Mose 18,11 wird noch einmal best\u00e4tigt, dass Sara nicht mehr fruchtbar war. In 1. Mose 20 leugnet Abraham wiederholt Sara als seine Frau, in diesem Fall vor Abimelech.<\/p>\n<p>Dann wird in 1. Mose 21 die Geburt Isaaks berichtet und gleich anschlie\u00dfend, allerdings wohl real ca. drei bis f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter (in diesem Alter wurde damals endg\u00fcltig \u201eentw\u00f6hnt\u201c), die Ausweisung Ismaels mit \u201eBrot und Wasser\u201c (Vers 14).<\/p>\n<p>Die gesamte Schilderung der Ereignisse l\u00e4sst keinen Zweifel daran, dass die Verhei\u00dfung immer f\u00fcr Isaak vorgesehen war!<\/p>\n<p>Die Zeugung Ismaels war eine Idee von Menschen, eine Idee \u201edes Fleisches\u201c, es war der \u201efleischliche Versuch\u201c, die Verhei\u00dfung Gottes Wirklichkeit werden zu lassen und Gott hatte Abraham auch \u00fcber 10 Jahre in diesem Glauben gelassen! Gott hat eine enge Bindung zwischen Abraham und Ismael entstehen lassen (bis 1. Mose 17,18 und 21,11), um ihm dann aber deutlich vor Augen zu f\u00fchren: Es war ein <em>menschlicher\/fleischlicher<\/em> Weg!<\/p>\n<p>Vers 24-25: Dieses absichtsvolle Handeln Gottes mit Ismael (und Abraham) dient als Bild f\u00fcr diese zwei B\u00fcndnisse: Zum einen der Sinaibund, der f\u00fcr Paulus mit dem irdischen Jerusalem (und dem Tempel dort) verbunden ist und ein Bund der \u201eSklaverei\u201c ist. Das \u201eJerusalem unten\u201c steht f\u00fcr eine Heiligkeit, die vorl\u00e4ufig ist, die erneuert werden muss, eine \u201eHeiligkeit unter Vorbehalt\u201c.<\/p>\n<p>Vers 26-27: Dem setzt Paulus das \u201eJerusalem droben\u201c gegen\u00fcber, es steht f\u00fcr die endg\u00fcltige Heiligkeit und Gemeinschaft mit Gott (in Jesus Christus).<\/p>\n<p>Mit dem Zitat in Vers 27 (Jes 54,1) wird auch noch einmal die Unfruchtbarkeit Saras deutlich thematisiert, die eben auch daf\u00fcr steht, dass Gott dort neues Leben schafft, wo der Mensch keine M\u00f6glichkeiten mehr hat. Erst dort, wo der Mensch an das Ende seiner M\u00f6glichkeiten kommt, dort schenkt Gott neues ewiges Leben!<\/p>\n<p>Und nicht zuletzt dadurch, dass dann durch den Glauben wirklich alle Nationen profitieren k\u00f6nnen, sind die Nachkommen Isaaks am Ende viel mehr als die Nachkommen Ismaels.<\/p>\n<p>(In Gen 25 wird der Tod Abrahams berichtet, er wird von Ismael und Isaak begraben (Vers 9). Liest man dort auch die Verse 12-18, muss man davon ausgehen, dass Isaak mit seinen beiden ca. 15j\u00e4hrigen S\u00f6hnen Jakob und Esau am Grab stand, w\u00e4hrend Ismael mit einer stattlichen Sippe anr\u00fcckte; es ist durchaus m\u00f6glich, dass Ismael schon ENKEL im Alter von Jakob und Esau hatte\u2026).<\/p>\n<p>Vers 28: Paulus \u201ebeschw\u00f6rt\u201c noch einmal die \u201eBruderschaft\u201c und bringt deutlich zum Ausdruck, dass die galatischen Christen \u201eKinder der Verhei\u00dfung\u201c sind: Sie sind endg\u00fcltig und \u201ehimmlisch\u201c geheiligt und m\u00fcssen nicht mehr der vorl\u00e4ufigen Heiligkeit hinterherlaufen.<\/p>\n<p>Vers 29: Paulus zieht das Bild weiter durch und formuliert dabei sehr hart, denn die Juden (leibliche Nachkommen Isaaks!) zur Zeit Paulus, zumindest die die Christen drangsalierten, stehen nun auf einer Stufe mit dem damals \u201enach dem Fleisch geborenen\u201c: Er hatte Isaak geh\u00e4nselt und nun verfolgen die Juden die Christen.<\/p>\n<p>Vers 30: Paulus erinnert an die Konsequenzen damals: Abraham muss auf Anordnung Gottes Ismael ohne Erbe (nur Brot und Wasser) \u201ehinaussto\u00dfen\u201c. Paulus Formulierung legt nahe, dass die Juden mit ihrer Ablehnung des Christus und der Christen auf die falsche Seite wechseln und ihr Erbe verlieren.<\/p>\n<p>Vers 31: Noch einmal \u201eBr\u00fcder\u201c \u2013 Paulus nimmt f\u00fcr seinesgleichen in Anspruch, Kinder der Freien zu sein, w\u00e4hrend die, die unter dem Gesetz bleiben, Kinder der (\u00e4gyptischen) Magd sind.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Die Grundspannung im Text ist die Tendenz der Galater von der Gnade ALLEIN wieder zur\u00fcck (auch) unter das Gesetz zu gehen.<\/p>\n<p>Diese Grundspannung besteht so heute nicht mehr: Wahrscheinlich tendiert keiner der Zuh\u00f6rer am 07. Juli 2019 dazu, im Sinne der Galater wieder zur\u00fcck unter das j\u00fcdische Gesetz bzw. den alten Bund zu gehen.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Ber\u00fchrungspunkte sind heute vielleicht zur katholischen Theologie, die die Gnade insofern relativiert, als dass man nur durch bestimmte Werke an dieser Gnade Anteil bekommt.<\/p>\n<p>Ansonsten ist heute eher die Gefahr, dass die Gnade so sehr \u00fcberbetont wird, dass man gar nicht mehr \u00fcber S\u00fcnde reden muss. Die Gnade \u00fcberdeckt einfach alles und Gott wird zu jemandem, bei dem S\u00fcnde letztlich v\u00f6llig egal ist.<\/p>\n<p>Die Predigt muss also zun\u00e4chst die damalige Situation und den Text erkl\u00e4ren, um dann genau zu pr\u00fcfen, inwieweit das heute f\u00fcr uns relevant ist:<\/p>\n<p>Wo sind Menschen um uns herum im Sinne des Textes \u201egesetzlich\u201c? Wo haben wir auch noch solche Reste von Gesetzlichkeit in uns? Haben wir wirklich Heilsgewissheit oder l\u00e4sst uns unsere S\u00fcnde oder unser Versagen z. B.&nbsp; bei der Stillen Zeit an unserem Heil zweifeln?<\/p>\n<p>An dieser Stelle brauchen wir auch eine saubere Definition von \u201eGesetzlichkeit\u201c. \u201eGesetzlich\u201c ist nicht der, der gehorsam lebt, und vor allem nicht der, der <strong><em>aus seinem Glauben<\/em><\/strong> heraus <strong><em>f\u00fcr Jesus<\/em><\/strong> vielleicht sogar auf mehr verzichtet als ich! Solche Menschen sollten wir eher dazu nutzen, uns selber zu fragen, ob wir Jesus wichtig genug nehmen, bzw. ob wir das, was wir tun und lassen, wirklich f\u00fcr Jesus und zu SEINER Ehre tun (und lassen)!<\/p>\n<p>Wirklich \u201eGesetzlich\u201c ist, der sich durch den Gehorsam vor Gott angenehm machen will, oder meint, sich nachtr\u00e4glich als der Gnade w\u00fcrdig erweisen zu m\u00fcssen!<\/p>\n<p>Deshalb sollten gehorsame Menschen immer Ansporn f\u00fcr uns sein, solange wir nicht definitiv wissen, dass sie dabei eine selbsterl\u00f6sende Motivation haben!<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>An diesem Wochenende ist Dynamis, viele junge Leute werden also evtl. nicht da sein!<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Gerade von Abraham und Isaak her und dem Thema der Unfruchtbarkeit ist der Fokus hier bei diesem Abschnitt f\u00fcr uns heute, dass GOTT SELBER alles f\u00fcr uns getan hat! Dort wo kein Leben mehr (denkbar) war, dort schafft Gott neues Leben! Im Zentrum des Abschnittes steht also, wie schon im ganzen Brief, die GNADE!<\/p>\n<p>Da der Grundkonflikt (Gnade oder Alter Bund) so f\u00fcr die meisten Zuh\u00f6rer nicht besteht, k\u00f6nnte man eben in der Predigt thematisieren, welches die heutigen Fragestellungen im Bezug auf die Gnade sind (Herausforderung der katholischen Theologie oder versteckte Gesetzlichkeit bei uns oder \u201ehast du Heilsgewissheit\u201c oder \u201ebillige Gnade\u201c).<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Ich halte die Predigt, damit die Zuh\u00f6rer ein neues vertieftes Verst\u00e4ndnis von Gnade bekommen. ER hat alles vollbracht!<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Gott hat ein Geschenk f\u00fcr dich!<\/p>\n<ol>\n<li>Das echte Geschenk<\/li>\n<li>Das missverstandene Geschenk<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Einstieg zum Thema \u201eGeschenk\u201c, man k\u00f6nnte eine Packung mit S\u00fc\u00dfigkeiten mitbringen, die man dann am Anfang der Predigt rumgehen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Dann unsere Geschenkekultur heute hinterfragen: Unsere \u201eGeschenke\u201c sind heute sehr kalkuliert: Sie werden gegengerechnet mit Feierkosten, die wir als G\u00e4ste verursachen, sind gr\u00f6\u00dfer, wenn wir die Person besonders m\u00f6gen, sind oft aus einem gewissen Pflichtgef\u00fchl heraus, dass man ja nicht ohne Geschenk kommen kann\u2026<\/p>\n<ul>\n<li>Haben wir schon einmal einer Person ohne wirklichen Anlass ein wirklich gro\u00dfes Geschenk gemacht, dabei wissend, dass diese Person uns \u00fcberhaupt nicht mag? In unserem Abschnitt heute geht es darum, dass in genau dieser Haltung Gott uns ein Geschenk macht!<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Textlesung <\/strong><\/p>\n<p>Punkt 1 \u2013 das echte Geschenk!<\/p>\n<p>Der Text muss erkl\u00e4rt werden,<\/p>\n<p>auch der damalige theologische Grundkonflikt dahinter (Gnade\/alter Bund),<\/p>\n<p>und dann muss die Veranschaulichung Hagar &lt;-&gt; Sara gut erkl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Ziel und H\u00f6hepunkt ist, dass die \u201ewahren Nachkommen\u201c dort entstehen, wo die Menschen nichts mehr tun k\u00f6nnen! -&gt; Gott wirkt das (ewige) Leben.<\/p>\n<p>An dieser Stelle muss das Evangelium entfaltet werden, vor allem als GNADE.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wird auf den Punkt gebracht: Gott ist \u201ewirklich gn\u00e4dig\u201c: Wir, die wir es nicht verdient haben und von uns aus auch keine M\u00f6glichkeit haben, d\u00fcrfen darauf vertrauen, dass die Gabe\/das Geschenk Gottes (der Tod seines Sohnes) uns vollkommen rettet und heiligt! (\u201eEs ist vollbracht!\u201c)<\/p>\n<p>Wir sind nicht mehr Sklaven des Gesetzes und der (unm\u00f6glichen) Selbsterl\u00f6sung, sondern wir sind durch den Glauben Kinder Abrahams und Kinder Gottes!<\/p>\n<p>Punkt 2 \u2013 das missverstandene Geschenk!<\/p>\n<p>An dieser Stelle kann der Verk\u00fcndiger nun w\u00e4hlen, welche Schwerpunkte er setzt und er f\u00fcr vor Ort wichtig h\u00e4lt. Gesellschaftlich am relevantesten ist sicherlich, dass die meisten Menschen wohl gar nicht mehr an Gott\/S\u00fcnde glauben und dementsprechend gar keine Gnade n\u00f6tig ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese Richtung m\u00fcsste man sehr sensibel ein Bewusstsein daf\u00fcr wecken, dass es Gott gibt (kann diese Welt wirklich aus dem Nichts entstanden sein?) und dass dieser Gott \u201eheilig\u201c ist, also absolut gut, und wir deshalb nicht mit ihm zusammen sein k\u00f6nnen. (oder wollen wir wirklich einen Gott, bei dem es letztlich keine Rolle spielt, wenn mir von jemandem ein Unrecht angetan wird?) Hier k\u00f6nnte man noch einmal Dinge aus dem 1. Punkt vertiefen.<\/p>\n<p>Ein weiteres weit verbreitetes Missverst\u00e4ndnis ist das der \u201ebilligen Gnade\u201c: Gott vergibt einfach allen Menschen alles, so dass auch alle am Ende in den Himmel kommen, ohne dass 1. eine echte pers\u00f6nliche S\u00fcndenerkenntnis und 2. eine echte und umfassende Jesus-Erkenntnis erfolgt. Hier wird aus dem \u201eohne Werke sondern allein durch Glauben\u201c ein \u201eohne Werke und ohne Glauben\u201c, das hie\u00dfe wieder, dass unser Leben letztlich egal ist und wir uns den Himmel mit den \u201eschlimmsten Verbrechern\u201c einfach so teilen m\u00fcssten. Weder w\u00fcrde Gott sich und seine Heiligkeit noch uns und unsere Verantwortung wirklich ernst nehmen!<\/p>\n<p>Landl\u00e4ufig wird diese Gnade als \u201ebillig\u201c verstanden, weil sie mich nichts kostet, z. B.&nbsp; keine Nachfolge bzw. Lebenskorrektur. Hier muss man aber vorsichtig sein, dass man nicht durch die Hintert\u00fcr genau damit doch wieder eine Gesetzlichkeit einf\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u201eBillig\u201c ist die Gnade vor allem deshalb, weil sie das S\u00fchne-Opfer Jesu damit letztlich unn\u00f6tig macht (deshalb wird dieses heute auch von immer mehr Theologen geleugnet) und Gott selber keinen Preis mehr f\u00fcr uns bezahlt oder bezahlen muss. (Echte Gnade (=\u201cGeschenk\u201c) kostet ja den Beschenkten eben nichts, aber den Schenker sehr wohl\u2026)<\/p>\n<p>In diesem Sinne w\u00e4re es auch m\u00f6glich oder gut, wenn man eben genau noch einmal auf das Verh\u00e4ltnis von Gnade und Nachfolge eingeht, dass Nachfolge eben kein \u201eversteckter Eintrittspreis\u201c ist, keine \u201eKreditabzahlung\u201c oder sonst eine menschliche Leistung, ohne die die Gnade infrage steht, sondern Nachfolge einfach aus der Erkenntnis und dem Vertrauen entsteht, dass DER, der sein Bestes f\u00fcr mich freiwillig gegeben hat, es doch dann wohl auch in allen seinen anderen Aussagen gut mit mir meint, so dass ich gar nichts besseres f\u00fcr&nbsp; IHN und mich tun kann, als auf IHN zu h\u00f6ren. Es ist kein Zwang, sondern einfach \u201enur\u201c die schlauste Entscheidung meines Lebens \u2026<\/p>\n<p>Und damit kann man am Ende noch einmal herzlich und warm einladen, das echte Geschenk (immer wieder) anzunehmen und SEINE Gnade zuzusprechen.<\/p>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Evtl. ein Beispiel \u00fcber ein Geschenk, das jemand nicht annehmen wollte oder das vielleicht auch mir selber schwer gefallen ist, anzunehmen (siehe Einstieg).<\/p>\n<p>Im Bezug auf das Verh\u00e4ltnis Glaube und Werke, kann man auch noch einmal das Beispiel von Verliebten oder auch von guten Freunden bringen, die nicht das Empfinden haben etwas tun <em>zu m\u00fcssen<\/em>, damit diese Beziehung entsteht oder bestehen bleibt, sondern die es einfach aus Freundschaft bzw. Liebe tun, sie tun es gerne bzw. aus Verbundenheit, ohne dass ein \u201eM\u00fcssen\u201c im Raum steht.<\/p>\n<p>Im Alten Testament gibt es die Veranschaulichung von der erh\u00f6hten Schlange, die nur angeschaut werden muss.<\/p>\n<p>(Mirko Lau)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: Geistlich leben in verschiedenen Lebensphasen Predigtthema (urspr\u00fcnglicher Vorschlag): Glauben hei\u00dft, wissen woher man kommt Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-3730","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-galater"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-09-17 22:43:41","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3730","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3730"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3730\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3733,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3730\/revisions\/3733"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}