{"id":3718,"date":"2019-05-21T17:27:01","date_gmt":"2019-05-21T15:27:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3718"},"modified":"2019-05-21T17:27:01","modified_gmt":"2019-05-21T15:27:01","slug":"predigthilfe-vom-23-juni-2019-galater-4-1-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-23-juni-2019-galater-4-1-20\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 23. Juni 2019 &#8211; Galater 4, 1-20"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema:<\/strong><em> Geistlich leben in verschiedenen Lebensphasen <\/em><\/p>\n<p><strong>Predigtthema (urspr\u00fcnglicher Vorschlag): Glauben hei\u00dft, nicht mehr Sklave, sondern Kind Gottes sein<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Der Abschnitt bildet den direkten Anschluss an den Text der Vorwoche.<\/p>\n<p>Der Gedanke des \u201eErben\u201c wird in 3,29 eingef\u00fchrt und bildet dann f\u00fcr unseren Text vor allem im Blick auf die \u201eSohnschaft\u201c hier die Grundlage<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p>* Hilfreiches Basiswissen findet sich z. B.&nbsp; in \u201eDas Neue Testament\u201c erkl\u00e4rt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (H\u00e4nssler-Verlag)<\/p>\n<p>* Studienbibel John McArthur: <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=9146\">http:\/\/www.sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=9146<\/a> (freier Downlaod!)<\/p>\n<p>* weitere Studienbibeln (Verk\u00fcndiger sollten mehrere haben: z.B. Ryrie, Genfer Studienbibel, Elberfelder Bibel mit Erkl\u00e4rungen\u2026)<\/p>\n<p>* Wuppertaler Studienbibel, Band Galater von Hans Brandenburger<\/p>\n<p>* Edition C Kommentar Galaterbrief von Heiko Krimmer<\/p>\n<p>* Der Brief an die Galater von W.J.Ouweneel (CLV) \u2013 <strong><u>sehr ausf\u00fchrlich, sehr g\u00fcnstig, sehr gut!!!<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Bitte studiert auch die hilfreiche Predigthilfe von Walter G\u00fcnter vom 25.12.2017 \u00fcber Galater 4, 1-11 unter <a href=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-25-dezember-2017-galater-4-1-11\/\">https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-25-dezember-2017-galater-4-1-11\/<\/a><\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Im Abschnitt vorher war der Gedanke des Testamentes eingef\u00fchrt worden, dass das, was f\u00fcr die Zeit nach dem Tod festgelegt ist, nicht ge\u00e4ndert werden kann. \u201eTestament\u201c beinhaltet auch, dass die Nachkommen dann eben \u201eerben\u201c.<\/p>\n<p>Vers 3,29 bringt das noch einmal deutlich auf den Punkt, dass wir nun Erben (nach) der Verhei\u00dfung sind.<\/p>\n<p>Vers 1-2: \u201eunm\u00fcndig\u201c \u2013 immer wieder verbindet Paulus den Gedanken der \u201eUnm\u00fcndigkeit\u201c mit der Zeit des Gesetzes bzw. des Judentums (R\u00f6m 2,20; 13,11). Im w\u00f6rtlichen Sinne steht es f\u00fcr die \u201eS\u00e4uglingsphase\u201c, in der der Mensch auf Milch angewiesen ist und keine feste Speise vertr\u00e4gt (voll abgestillt wurde man damals aber z. T. erst zwischen drei und f\u00fcnf Jahren!) Es ist die Lebensphase, die gepr\u00e4gt davon ist, dass man abh\u00e4ngig ist und aus eigener Kraft nichts schafft bzw. durch einen \u201eMittler\u201c seine Nahrung empf\u00e4ngt. Man ist nicht in der Lage, Verantwortung zu \u00fcbernehmen. F\u00fcr diese Phase gilt dann nat\u00fcrlich das, was Paulus hier schreibt.<\/p>\n<p>Vers 3: \u201eElemente der Welt\u201c stehen hier f\u00fcr Gesetz und S\u00fcnde, sie sind sozusagen die \u201eMittler\u201c des Heils. Dies betrifft letztlich aber nicht nur Juden(Christen), sondern auch Heidenchristen, die ihre Gesetze halten und Opfer an den Tempel bringen mussten. Die Zeit der Unm\u00fcndigkeit war die Zeit der Religiosit\u00e4t.<\/p>\n<p>Vers 4: \u2026 aber dann kam eben der festgesetzte Zeitpunkt \u2026<\/p>\n<p>Vers 5: \u2026 und durch Christus wurden wir zu (m\u00fcndigen) S\u00f6hnen! In R\u00f6m 8,23 wird deutlich, dass sich die \u201eSohnschaft\u201c erst im Himmel wirklich vollkommen erf\u00fcllt. Erst dort treten wir dann wirklich letztg\u00fcltig unser Erbe an! Aber wir geh\u00f6ren jetzt schon in die Linie Abrahams mit rein. Nun haben wir auch <em>direkten<\/em> Kontakt zu Gott und zum Leben, durch das, was er direkt gegeben hat.<\/p>\n<p>Vers 6: Deshalb d\u00fcrfen und sollen wir zu Gott \u201eVater\u201c sagen und dazu brauchen wir den Heiligen Geist. (Vor j\u00fcdischem Hintergrund haben wir hier auch eine Erf\u00fcllung von Joel 3,1ff vgl. Apg 2,14ff).<\/p>\n<p>Vers 7: Ein erstes Zwischenfazit: Nicht mehr Sklave, sondern Sohn und deshalb auch Erbe (in Gegenwart und Zukunft).<\/p>\n<p>Vers 8: Hier sehen wir deutlicher, dass es Paulus nicht nur um eine Kritik am j\u00fcdischen Verst\u00e4ndnis geht, sondern dass er allgemein Religiosit\u00e4t bzw. Selbsterl\u00f6sungsversuche kritisierte!<\/p>\n<p>Vers 9: Nachdem sie einmal erkannt haben, dass Gott SELBER alles zur Rettung getan hat, dass also letztlich GOTT sie erkannt hat, wollen sie jetzt wieder zur\u00fcck zur alten Religiosit\u00e4t!<\/p>\n<p>&#8222;Erkennen&#8220; ist in der Bibel nicht (nur) Wissen, sondern es ist tiefe Gemeinschaft. Wenn &#8222;Gott uns erkennt&#8220;, dann wird darin sein tiefer Wunsch nach Gemeinschaft mit uns deutlich!<\/p>\n<p>Vers 10: Hier scheinen vor allem die j\u00fcdischen Fest- und Feiertage im Blick zu sein, aber es ist ja durchaus plausibel, dass sich auch Heidenchristen (ohne j\u00fcdisch gepr\u00e4gte Vergangenheit) nun in j\u00fcdisches Gedankengut hineinziehen lie\u00dfen, denn immerhin war Jesus Jude und die schriftliche Grundlage f\u00fcr den Glauben war in dieser Zeit vor allem das Alte Testament.<\/p>\n<p>Vers 11: Dieser R\u00fcckfall in die Gesetzlichkeit wirft die Frage auf, ob Paulus \u201evergeblich\u201c in Galatien gewirkt hat.&nbsp;&nbsp; An dieser Stelle muss man nicht diskutieren, ob man nun vom Glauben abfallen kann oder nicht, denn es kann auch sein, dass Paulus in Frage stellt, ob sie \u00fcberhaupt <em>wirklich<\/em>&nbsp;jemals zum Glauben gekommen sind. Paulus stellt hier aber letztlich gar keinen Glauben in Frage, sondern seine \u201eharte Arbeit\u201c (so!) unter den Galatern. Das l\u00e4sst die Frage offen, ob nun zwischendurch mal echte Frucht da war oder eben nicht.<\/p>\n<p>Vers 12: Paulus sucht den Schulterschluss, er erinnert noch einmal an die Einheit, die sie hatten als Paulus vor Ort war!<\/p>\n<p>Vers 13: Paulus muss \u00e4u\u00dferlich\/k\u00f6rperlich sehr schwach dahergekommen sein und das \u201eEvangelium\u201c verk\u00fcndigt haben.<\/p>\n<p>Vers 14: Diese \u00e4u\u00dfere Schwachheit war \u00fcberhaupt nicht hinderlich oder gar absto\u00dfend, sondern Paulus war als ein \u201eBote Gottes\u201c voll akzeptiert!<\/p>\n<p>Vers 15: Die \u201eGl\u00fcckseligkeit\u201c muss wohl \u00fcber R\u00f6m 4,6 verstanden werden, wo Psalm 32,1-2 zitiert wird: Die \u201eGl\u00fcckseligkeit\u201c steht daf\u00fcr, dass Gott die S\u00fcnde nicht zurechnet und das alles aber ohne Werke bzw. Opfer. Als Paulus vor Ort war, h\u00e4tten sie sich f\u00fcr ihn \u201edie Augen rausgerissen\u201c (viele Ausleger deuten das auf eine Augenkrankheit als Teil der \u201eSchwachheit\u201c von Vers 13).<\/p>\n<p>Vers 16: Nun schreibt Paulus nichts anderes, aber scheint auf einmal zumindest von manchen als Feind betrachtet zu werden \u2013 was hat sich ge\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Vers 17: Der Eifer der \u201eJudaisten\u201c ist nicht gut, sondern letztlich eifern sie f\u00fcr sich selber, zu diesem Zweck \u201eschlie\u00dfen sie aus\u201c. Das k\u00f6nnte bedeuten, dass Gemeindeausschluss angedroht wird (oft waren Juden aufgrund ihres tieferen Wissens im Alten Testament dann auch in leitenden Funktionen in der Gemeinde), es k\u00f6nnte aber auch f\u00fcr eine Trennung stehen bzw. einen \u201eKeil\u201c, den sie zwischen Paulus und die Gemeinde treiben wollen: Paulus wird (quasi) \u201eausgeschlossen\u201c.<\/p>\n<p>Vers 18: Das Evangelium ist gut, die Entwicklung vor Ort offensichtlich nicht!<\/p>\n<p>Vers 19: Christus hat noch nicht genug Gestalt gewonnen, das geht f\u00fcr Paulus so weit, dass er das Gef\u00fchl hat, noch einmal bei Null anzufangen!<\/p>\n<p>Vers 20: Paulus w\u00e4re gerne da und w\u00fcrde gerne mehr mit der Stimme arbeiten. Evtl. w\u00fcrde er seine Stimme (streng) erheben, damit sie einfach merken, wie ernst es ihm ist, evtl. w\u00fcrden sie auch Traurigkeit\/Verzweiflung h\u00f6ren?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Die religi\u00f6se Ausgangslage auf die Paulus hier eingeht, war damals in der Gesellschaft anders als heute: Der Gedanke, dass Ungehorsam den Zorn Gottes bzw. der G\u00f6tter ausl\u00f6ste und dieser dann mit Opfer wieder \u201egestillt\u201c werden konnte, war damals fest in der Gesellschaft verankert. Das \u201eEvangelium\u201c war tats\u00e4chlich \u201eauf den ersten Blick\u201c Evangelium (wobei die Realit\u00e4t auch zeigt, dass die Menschen damals tats\u00e4chlich nur schwer ihre Religiosit\u00e4t aufgaben), weil es das Schuldproblem l\u00f6ste, das den Menschen (immer) bewusst war.<\/p>\n<p>Heute dagegen haben wir den Atheismus oder zumindest Agnostizismus, indem ein zorniger Gott gar nicht geglaubt wird und den man erst einmal neu verk\u00fcndigen muss, dem Menschen muss das Schuldproblem erst einmal klargemacht (aus ihrer Sicht \u201eeingeredet\u201c) werden oder Menschen haben eine v\u00f6llig verzerrte Vorstellung von einem \u201elieben\u201c Gott, der gar nicht erst zornig wird, sondern bei dem S\u00fcnde von vornherein scheinbar gar keine Konsequenzen mehr hat. Es gibt also auch kein wirkliches SchuldPROBLEM, das gel\u00f6st werden m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Die Botschaft von der Heiligkeit Gottes mit all ihren Konsequenzen muss also ganz neu verk\u00fcndigt und darf nicht vorausgesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Der Sonntag ist am Ende der Pfingstferien und eines langen Wochenendes, es k\u00f6nnte sein, dass weniger im Gottesdienst sind.<\/p>\n<p>Der Begriff \u201eGotteskind\u201c ist in der heutigen Zeit sehr \u201eausgelutscht\u201c, weil die landl\u00e4ufige Meinung ist, dass alle Menschen (irgendwie) \u201eGotteskinder\u201c sind.<\/p>\n<p>Die Predigt muss also deutlich herausarbeiten, was Paulus mit \u201eGotteskind\u201c tats\u00e4chlich meint, der Schl\u00fcssel ist die Wiedergeburt, die ja z. B.&nbsp; in den \u201eGeburtswehen\u201c in Vers 19 anklingt.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Der Abschnitt bietet folgende Punkte f\u00fcr die Anwendung:<\/p>\n<p>&#8211; Vers 1-7: Wir sind S\u00f6hne\/Kinder Gottes!<\/p>\n<p>&#8211; Vers 1-7: Wir sind Erben!<\/p>\n<p>&#8211; Vers 8-11: Christen sind nicht religi\u00f6s!<\/p>\n<p>&#8211; Vers 12-20: Wir waren uns doch einig!<\/p>\n<p>&#8211; Vers 11+19+20: Hast du es wirklich begriffen?<\/p>\n<p>&#8211; Vers 12-14: Lass dich nicht von \u00c4u\u00dferlichkeiten abschrecken!<\/p>\n<p>&#8211; Vers 10: Gnade ALLEIN!<\/p>\n<p>&#8211; Vers 7+9a+19b: Gott will Beziehung<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Weil die H\u00f6rer ein vertieftes Verst\u00e4ndnis von der Gnade bekommen sollen, bzw. von dem, was Gott eigentlich will, n\u00e4mlich Kinderschaft, Beziehung und Zusammengeh\u00f6rigkeit.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Gott will keine Religion!<\/p>\n<ol>\n<li>Gott will Kinder! (Vers 1-7)<\/li>\n<li>Regeln sind kein Weg (Vers 8-11)<\/li>\n<li>Gottes Gnade ist \u201eunglaublich\u201c (Vers 12-20)<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>In der Einleitung kann kurz in das religi\u00f6se Denken damals und in das religi\u00f6se Denken heute eingef\u00fchrt werden, um dann neugierig darauf zu machen, dass Gott ein v\u00f6llig anderes Angebot f\u00fcr uns hat: Gott will keine Religion!<\/p>\n<p><strong>Dann folgt die Textlesung<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Gott will Kinder! (Vers 1-7)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Gott will keine Sklaven, die gehorchen m\u00fcssen und am Ende doch nicht wissen, ob sie am n\u00e4chsten Tag der Willk\u00fcr des Herren erliegen \u2026<\/p>\n<p>Gott will, dass wir heute wissen, dass wir zu ihm geh\u00f6ren, zu seiner Familie, als Kinder Gottes.<\/p>\n<p>\u201eKind Gottes\u201c im Sinne von \u201egeistlich gezeugt ALLEIN durch Gnade von Gott selber\u201c &#8211; hier ist Raum f\u00fcr das Evangelium!<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Regeln sind kein Weg (Vers 8-11)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Paulus greift das Wesen von \u201eReligion\u201c auf: Die Menschen <em>m\u00fcssen tun<\/em> \u2026<\/p>\n<p>Der christliche Glaube ist anders: Die Menschen <em>d\u00fcrfen sein \u2026<\/em><\/p>\n<p>Warum wollen die Menschen zur\u00fcck unter die Religion?<\/p>\n<p>Die \u201eBef\u00fcrchtung\u201c von Paulus (Vers 11) zeigt, dass Gnade und Werke in keiner Weise vereinbar sind. Es geht hier ja \u201enur\u201c um die Einhaltung von ein paar Feiertagen (Vers 10), was ist da so schlimm dran? Feiertage erinnern doch an Gott und SEIN Handeln.<\/p>\n<p>&#8211; Wer Jesus vertraut, der muss f\u00fcr sein Heil nichts mehr selber tun! Und wer doch wieder selber etwas tut, der setzt alles aufs Spiel.<\/p>\n<p>Schon das kleinste Werk stellt Jesus komplett in Frage! Er beansprucht den Ruhm ganz f\u00fcr sich allein!<\/p>\n<p>Dieser Punkt muss gut erkl\u00e4rt werden, denn es liegt in der Natur des Menschen nicht mit komplett leeren H\u00e4nden dazustehen, sondern irgendwie \u201eseinen guten Willen zu beweisen\u201c, irgendwie zu \u201eantworten\u201c \u2013 aber wie empfinden wir es selber, wenn jemand ein wirkliches Geschenk von uns nicht annehmen will oder den Eindruck erweckt als st\u00fcnde er dann irgendwie uns gegen\u00fcber in einer \u201eSchuld\u201c? Stellt er damit nicht unsere Beziehung in Frage? Kr\u00e4nkt uns das nicht auch, wenn jemand ein ehrliches 100% Geschenk nicht voll annehmen kann?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Gottes Gnade ist unglaublich (Vers 12-20)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Offensichtlich f\u00e4llt es den Galatern schwer, bei dieser Gnade zu bleiben, sie ist \u201eunglaublich\u201c \u2013 aber Gott besteht auf diese Gnade.<\/p>\n<p>Paulus kam damals \u00e4u\u00dferlich unattraktiv und es war damals wie heute, dass man \u00e4u\u00dferlich erfolgreichen Leuten eher glaubte. Aber obwohl das Evangelium eben \u201eunglaublich\u201c war, weil eben Paulus \u00e4u\u00dferlich so unglaubw\u00fcrdig erschien, hat es sie doch damals total \u00fcberzeugt \u2013 warum jetzt nicht mehr?<\/p>\n<p>Wichtig ist aber, dass man den Glauben, das Vertrauen in Gottes Gnade, nicht <em>einfordern<\/em> kann, der \u201eGlaube\u201c darf nicht wieder zu einer Leistung werden, die ich \u201ebringen muss\u201c, sondern es geht darum, dass (unter Gottes Hilfe) das Herz sich \u00f6ffnet und man tats\u00e4chlich (immer mehr) erkennt, DASS Gott gn\u00e4dig ist, dass ER alles f\u00fcr mich getan hat, dass ER mein neues Leben beginnen l\u00e4sst durch das, was Jesus f\u00fcr mich getan hat. Es darf also nicht Glaube \u201egefordert\u201c werden, sondern der Schl\u00fcssel ist, die Wahrheit des Evangeliums zu bekennen und darin die wahre Gr\u00f6\u00dfe Gottes zu verk\u00fcndigen.<\/p>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Evtl. ein Beispiel \u00fcber ein Geschenk, das jemand nicht annehmen wollte oder das vielleicht auch mir selber schwer gefallen ist, anzunehmen.<\/p>\n<p>Im Bezug auf das Verh\u00e4ltnis Glaube und Werke, kann man auch noch einmal das Beispiel von Verliebten oder auch guten Freunden bringen, die nicht das Empfinden haben etwas tun <em>zu m\u00fcssen<\/em>, damit diese Beziehung entsteht oder bestehen bleibt, sondern die es einfach aus Freundschaft bzw. Liebe tun, sie tun es gerne bzw. aus Verbundenheit ohne dass ein \u201eM\u00fcssen\u201c im Raum steht.<\/p>\n<p>(Mirko Lau)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: Geistlich leben in verschiedenen Lebensphasen Predigtthema (urspr\u00fcnglicher Vorschlag): Glauben hei\u00dft, nicht mehr Sklave, sondern Kind Gottes sein Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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