{"id":3713,"date":"2019-05-08T18:00:39","date_gmt":"2019-05-08T16:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3713"},"modified":"2019-05-08T18:00:40","modified_gmt":"2019-05-08T16:00:40","slug":"predigthilfe-vom-16-juni-2019-galater-3-15-29","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-16-juni-2019-galater-3-15-29\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 16. Juni 2019 &#8211; Galater 3, 15-29"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema:<\/strong><em> Geistlich leben in verschiedenen Lebensphasen <\/em><\/p>\n<p><strong>Predigtthema (urspr\u00fcnglicher Vorschlag): Glauben hei\u00dft, das Gesetz Gottes verstehen<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>In der Vorwoche war Pfingsten mit einem individuellen Predigttext, der direkte Vortext (Gal 3,1-14) darf also noch einmal ausf\u00fchrlicher aufgegriffen werden:<\/p>\n<p>In Gal 3,1-14 wurde der Punkt eingef\u00fchrt, dass das &#8222;Prinzip des Glaubens&#8220; letztlich \u00e4lter ist als das &#8222;klassische Judentum&#8220; im Sinne des Sinai-Bundes, denn Abraham wurde schon lange vor dem Sinai-Bund der GLAUBE als Gerechtigkeit angerechnet.<\/p>\n<p>Dieser Gedanke wird in Vers 15-29 aufgegriffen und vertieft und m\u00fcndet in die Frage, warum dann eigentlich das Gesetz noch gegeben wurde. Das Gesetz war der sp\u00e4tere &#8222;Zuchtmeister&#8220;, der den Menschen ihm gegen\u00fcber zu einem &#8222;Sch\u00fcler&#8220; macht.<\/p>\n<p>Der <em>Glaubende<\/em> dagegen ist nicht &#8222;Sch\u00fcler&#8220;, sondern <em>Kind<\/em> (Gottes), das macht Paulus in den letzten Versen des Abschnittes deutlich!<\/p>\n<p>Dieser Abschnitt enth\u00e4lt also (wieder) den Grundkonflikt &#8222;Gesetz oder Glaube&#8220;, dieses Mal aber vor allem aus der heilsgeschichtlichen Perspektive, warum denn eigentlich (\u201ezwischendurch\u201c) dann das Gesetz \u00fcberhaupt gegeben wurde?<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p>* Hilfreiches Basiswissen findet sich z. B.&nbsp; in \u201eDas Neue Testament\u201c erkl\u00e4rt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (H\u00e4nssler-Verlag)<\/p>\n<p>* Studienbibel John McArthur: <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=9146\">http:\/\/www.sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=9146<\/a> (freier Downlod!)<\/p>\n<p>* weitere Studienbibeln (Verk\u00fcndiger sollten mehrere haben: z.B. Ryrie, Genfer Studienbibel, Elberfelder Bibel mit Erkl\u00e4rungen\u2026)<\/p>\n<p>* Wuppertaler Studienbibel, Band Galater von Hans Brandenburger<\/p>\n<p>* Edition C Kommentar Galaterbrief von Heiko Krimmer<\/p>\n<p>* Der Brief an die Galater von W.J.Ouweneel (CLV)<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Vers 15: Zun\u00e4chst liefert Paulus eine Veranschaulichung: Wenn ein Mensch stirbt, dann hat sein Testament, sein &#8222;letzter Wille&#8220;, G\u00fcltigkeit und kann nicht mehr ver\u00e4ndert werden! (Im griech. ist das Wort f\u00fcr &#8222;Bund&#8220; auch das Wort f\u00fcr &#8222;Testament&#8220;.)<\/p>\n<p>Vers 16 bietet die Steigerung: Nicht Abraham selber, sondern GOTT hat als Bund (\/Testament) \u00fcber den Tod von Abraham hinaus festgelegt (und zwar, weil Abraham GLAUBTE), dass sich in Abrahams Nachkommen alle Nationen segnen werden! Gott hat sozusagen Abrahams \u201eTestament\u201c geschrieben, umso mehr hat das G\u00fcltigkeit!<\/p>\n<p>Paulus betont gleichzeitig, dass von \u201ediesem Nachkommen\u201c ausdr\u00fccklich in der Einzahl die Rede ist und entdeckt darin Christus! Diese zitierte Einzahl-Stelle ist 1. Mose 22,18. Auf den ersten Blick k\u00f6nnte man meinen, dass Abraham da ja &#8222;gehorsam&#8220; war, ein \u201eOpfer\u201c gebracht oder zumindest dazu bereit war, aber Hebr. 11, 17-19 zeigt, dass es keineswegs ein &#8222;Werk&#8220; war, sondern tiefster <em>Glaube<\/em> in Gottes urspr\u00fcngliche Verhei\u00dfung!<\/p>\n<p>Vers 17: Dieses Versprechen bzw. dieser Bund, den Gott da mit Abraham eingegangen ist \u2013 \u00fcber den Tod hinaus \u2013 ist g\u00fcltig, auch wenn 430 Jahre sp\u00e4ter ein Gesetz gegeben wird.<\/p>\n<p>Vers 18:&nbsp; Hier wird vorausgesetzt, dass nur eins verantwortlich sein kann, Gesetz ODER Verhei\u00dfung. Und da es urspr\u00fcnglich durch Verhei\u00dfung (und Glaube) war, deshalb muss es auch dabei bleiben!<\/p>\n<p>Vers 19: Aber dann ist nat\u00fcrlich die Frage berechtigt, <em>warum<\/em> es dann \u00fcberhaupt das Gesetz gab. Paulus sagt &#8222;wegen der \u00dcbertretungen&#8220;: Durch die S\u00fcnde war der Tod in die Welt gekommen, das hat auch Abrahams &#8222;Gerechtigkeit aus Glaube&#8220; nicht ver\u00e4ndert. Der Tod bleibt zun\u00e4chst wegen der S\u00fcnde bestehen, um diese S\u00fcnde bzw. die menschlichen &#8222;\u00dcbertretungen&#8220; nun noch einmal wirklich deutlich aufzuzeigen, offenbart Gott seinen Willen, so wird durch die folgenden \u00dcbertretungen die S\u00fcnde der Menschen und ihr verdienter Tod offenkundig. Wenn Abraham <em>durch den Glauben<\/em> \u201egerecht\u201c ist, dann beinhaltet das ja eine urspr\u00fcngliche Un-gerechtigkeit. Was ist der Ma\u00dfstab f\u00fcr diese urspr\u00fcngliche Ungerechtigkeit? Genau deshalb offenbart Gott schlie\u00dflich sein Gesetz ausf\u00fchrlich!<\/p>\n<p>Paulus f\u00fchrt auch den Begriff &#8222;Mittler&#8220; ein, der im AT nur in Hiob 9,33 vorkommt und dort auch als &#8222;Schiedsmann&#8220; \u00fcbersetzt wird: Eine Person, die zwischen Gott und den Menschen vermittelt. Mose ist zun\u00e4chst der Prophet, dem das Gesetz offenbart wird, so dass er es dem Volk \u00fcbermittelt, aber z. B. rund um &#8222;das goldene Kalb&#8220; wird Mose dann zu diesem &#8222;Schiedsmann&#8220; bzw. &#8222;Mittler&#8220;, der nicht nur Worte \u00fcberbringt, sondern aktiv die beiden Parteien wieder zusammen bringen will.<\/p>\n<p>Vers 20: Der Sinai-Bund war ein Bund, den ZWEI Parteien durch den Mittler miteinander geschlossen haben, den Abrahamitischen Bund hat dagegen Gott alleine\/einseitig geschlossen (1. Mose 15, 12ff \u2013 Abraham schl\u00e4ft w\u00e4hrend des Bundesschlusses). Auch dadurch ist der Abraham-Bund letztlich der Bessere und Best\u00e4ndige.<\/p>\n<p>Vers 21: Aus dem Bisherigen ergibt sich die Frage, ob Verhei\u00dfung und Gesetz dann gegeneinander stehen. Wie passen sie zusammen? F\u00fcr Paulus auf keinen Fall, sie wirken zusammen. Paulus f\u00e4ngt noch einmal dem Punkt an, dass die Gerechtigkeit tats\u00e4chlich NICHT aus dem Gesetz kommt.<\/p>\n<p>Vers 22: ABER mit der Schrift (die das Gesetz beinhaltet) wird eben noch einmal die S\u00fcnde und das s\u00fcndige TUN deutlich und die Rettung aus GLAUBEN an Jesus Christus bekommt eine besondere Betonung!<\/p>\n<p>Vers 23: &#8222;Bewahren&#8220; ist der Einschluss und die Beobachtung durch einen W\u00e4chter mit einer gewissen Absicht, letztlich auch unter Kontrolle zu bekommen. Das Gesetz hat uns also unsere ausweglose Situation noch einmal vor Augen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Vers 24: Siehe &#8222;Zuchtmeister&#8220; (griech. &#8222;paidagogos&#8220;):<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paideia#Paidagogos\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paideia#Paidagogos<\/a><\/p>\n<p>Der &#8222;Zuchtmeister&#8220; war also letztlich herrisch und unterdr\u00fcckend.<\/p>\n<p>Vers 26: Durch Jesus sind wir nicht mehr &#8222;Sch\u00fcler unter einem Zuchtmeister&#8220;, sondern S\u00d6HNE GOTTES: Wir stammen von Gott ab, denn er hat uns das (neue, ewige) Leben geschenkt! Der Tod (durch das Gesetz) ist \u00fcberwunden!<\/p>\n<p>Vers 27: &#8222;Angezogen&#8220; \u2013 in Lk 24,49 ist die einzige Stelle in den Evangelien, wo nicht <em>Kleidung<\/em> angezogen wird, sondern &#8222;Gott&#8220;. Wir sind nun Teil des Reiches Gottes, eine ganz neue Kategorie, es geht nicht um <em>Verhalten<\/em>, sondern es geht um <em>Zugeh\u00f6rigkeit!<\/em><\/p>\n<p>&#8222;Jesus anziehen&#8220;: R\u00f6m 13,14 \u2013 sonst wird der &#8222;neue Mensch&#8220; oder auch neue Verhaltensweisen angezogen. Dieses &#8222;Anziehen&#8220; f\u00fchrt letztlich in eine neue Motivation der Nachfolge: Nicht das Gesetz motiviert mich, sondern das neue Sein bzw. die neue Gemeinschaft mit Jesus.<\/p>\n<p>Vers 28: Dieser Vers ist schwer zu verstehen, weil die Frage ist, inwieweit hier tats\u00e4chlich bisherige irdische Realit\u00e4ten ver\u00e4ndert werden. Manche argumentieren mit diesem Vers z. B., dass bei dieser Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern dann Frauen eigentlich auch predigen d\u00fcrfen m\u00fcssten \u2013 wenn \u201ein Christus alle einer sind\u201c, wie k\u00f6nnen wir dann an diesen \u00e4u\u00dferlichen Unterschieden festhalten?<\/p>\n<p>Klar ist an diesem Punkt in JEDEM Fall, dass eine Stelle, in der es offensichtlich um die grunds\u00e4tzliche Frage nach dem Heil geht, eine andere Stelle, in der es <em>ausdr\u00fccklich<\/em> um eine Beurteilung des Predigens von Frauen geht, nicht aushebeln <em>kann<\/em>. Eine klare Aussage zum eigentlichen Thema hat immer den Vorrang gegen\u00fcber einer vermeintlichen Teilaussage, bei der es in der Hauptsache aber um etwas ganz anderes geht!<\/p>\n<p>Klar ist dann hier inhaltlich im Vergleich mit dem weiteren NT, dass Paulus die allt\u00e4gliche gesellschaftliche Stellung der genannten Parteien nicht aufhebt: Ein Sklave blieb im Alltag ein Sklave und hatte seine Schuld abzuarbeiten, auch wenn sowohl Sklave als auch Herr Christ geworden waren. F\u00fcr die sichtbare Welt \u00e4ndert sich an der grunds\u00e4tzlichen Stellung also nichts.<\/p>\n<p>Klar ist auch, dass es <em>im Himmel<\/em> mal keine Unterschiede mehr in diesem Sinn geben wird, nicht einmal Mann und Frau. (Das war damals durchaus neu, denn in den damaligen Himmelsvorstellungen gab es keine Gleichbehandlung und auch keine Gleichstellung von Mann und Frau, und die Frauen hatten in der Regel weniger Komfort und waren selbst da noch den M\u00e4nnern \u201ezur Verf\u00fcgung\u201c!)<\/p>\n<p>Ferner ist zu beachten: Paulus nuanciert auch seine Aussage im griechischen ganz fein: zweimal schreibt er &#8222;weder \u2026 noch \u2026&#8220; aber dann hei\u00dft es &#8222;Mann UND Frau&#8220;. Die ersten beiden Wortpaare bilden Gegensatz-Paare, w\u00e4hrend &#8222;Mann und Frau&#8220; ein Erg\u00e4nzungspaar bilden. W\u00fcrde das Paulus f\u00fcr diese Welt aufheben, dann &#8222;br\u00e4uchten&#8220; Christen nicht mehr zu heiraten. (Solange wir uns also durch Heirat einer Erg\u00e4nzung &#8222;zuordnen&#8220; gelten alle anderen Ordnungen in dieser Zuordnung!)<\/p>\n<p>Von daher ist vorsichtig davon auszugehen, dass es hier weniger darum geht, konkrete gesellschaftliche Ordnungen zu ver\u00e4ndern, (die Gott selber im Blick z. B. auf Sklaverei im Alten Testament eingesetzt und geordnet hat), sondern es geht Paulus darum, uns in der Zeit hier auf der Erde vor allem vor Augen zu malen, dass wir im Himmel vollkommen sein werden und dass es dort keine Gegens\u00e4tze und kein Erg\u00e4nzungsbedarf gibt; und dass wir uns darum bem\u00fchen sollen unsere irdische Ordnung, wie Gott sie eingesetzt hat und sie auch weiter gilt, dann aber &#8222;in Christus&#8220; zu leben, in diesem Bewusstsein, dass wir <em>geistlich<\/em> absolut auf Augenh\u00f6he sind und unsere Stellung nie missbrauchen d\u00fcrfen: Wir bleiben, was wir sind, und deshalb braucht es auch diese irdische Ordnung, aber <em>umkleidet mit Christus<\/em> haben wir ganz neues Potential, diese Ordnung zu seiner vollen Entfaltung zu bringen und echtes fruchtbares Miteinander und eine wahre geistliche Einheit zu leben!<\/p>\n<p>Vers 29: Der Christus Jesus ist \u00fcbrigens \u2013 das darf man nicht vergessen \u2013 tats\u00e4chlich auch ein genetischer Nachfahre von Abraham, und wenn wir nun &#8222;in ihm&#8220; sind, dann sind wir Teil von Abrahams Nachfahren, dann sind wir &#8222;Erben&#8220;, denn wir sind und haben Teil (an) der Verhei\u00dfung, die Abraham bekommen hat!<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Der Abschnitt geht an eine Leserschaft, die stark j\u00fcdisch gepr\u00e4gt ist. F\u00fcr den heutigen H\u00f6rer, vor allem, wenn er &#8222;kirchenfern&#8220; ist, muss vieles erkl\u00e4rt werden. Dieser Abschnitt bietet aber einen guten Aufh\u00e4nger durch den heilsgeschichtlichen Aspekt, dass Gott einfach St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck immer mehr offenbart hat.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Es ist ein \u201enormaler Sonntag\u201c im (Kirchen)Jahr. Von daher ist nichts zu beachten. Aufgrund der Ferien sind evtl. weniger Menschen im Gottesdienst.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Folgende Sto\u00dfrichtungen f\u00fcr die Anwendung sind m\u00f6glich:<\/p>\n<ol>\n<li>Heilsgeschichtliches Denken f\u00f6rdern \u2013 Warum (zwischendurch) das Gesetz?<\/li>\n<li>Heilstheologisches Denken f\u00f6rdern \u2013 Der GLAUBE rettet! Der Glaube macht uns zu Gottes Kindern! (Hier w\u00e4re auch Raum f\u00fcr die evangelistische Verk\u00fcndigung)<\/li>\n<li>Apologetisches (den Glauben verteidigendes) Denken f\u00f6rdern: Wo ist das &#8222;allein durch Glauben&#8220; heute in Gefahr? Wo besteht die Gefahr, dass wir wieder unter das Gesetz fallen?<\/li>\n<li>Die seelsorgerliche Sto\u00dfrichtung: Heilsgewissheit f\u00f6rdern.<\/li>\n<li>Die Sto\u00dfrichtung der Nachfolge: Welche Bedeutung hat das Gesetz noch f\u00fcr das neue Leben in Christus? Sind wir nun \u201eGesetz-lose\u201c?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es d\u00fcrfte schwer werden, alle Richtungen in einer Predigt abzudecken, hier sollte der Verk\u00fcndiger Schwerpunkte setzen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Das Ziel der Predigt ist, dass es Gottes ewiges Ziel ist, dass wir IHM vertrauen, dass er uns rettet und beschenkt. Das Gesetz, das er zwischendurch gegeben hat, sollte uns dabei eigentlich nur in seine Arme treiben.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Vertrauen wie ein Kind<\/p>\n<ol>\n<li>Gott ging es schon immer um Vertrauen (Vers 15-18)<\/li>\n<li>Das Gesetz treibt uns zu Gott (Vers 19-24)<\/li>\n<li>Das Vertrauen macht uns zu Gottes Kindern (Vers 25-29)<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Einleitung: Das Kind steht in 3m H\u00f6he und unten steht der Vater und ruft \u201espring\u201c. Was wird das Kind eher dazu bringen zu springen (und was f\u00fchrt auf jeden Fall zum angenehmeren Sprung), \u201escharfe `Befehle`\u201c oder tiefes Vertrauen, dass der Vater fangen\/retten wird?<\/p>\n<p>Nennung des Predigtthemas \u201eVertrauen wie ein Kind\u201c<\/p>\n<p>Einf\u00fchrung in unsere Notlage von S\u00fcnde und Tod \u2013 Was rettet uns?<\/p>\n<p>Von Anfang an zeigt Gott immer wieder, dass er uns im Tod helfen will: In der Bibel wird von Abraham berichtet, der mit seinem baldigen Tod rechnen musste und KEINEN Nachkommen hatte, das war im doppelten Sinn schlimm: Das Leben ging nicht weiter und es galt als eine Strafe von Gott!<\/p>\n<p>Und dann verspricht Gott ihm zu helfen, einfach so, Abraham muss eigentlich nichts tun, \u201enur\u201c vertrauen und genau das ist Gottes Grund- und Lieblingsprinzip f\u00fcr uns:<\/p>\n<p>Vertrauen wie ein Kind.<\/p>\n<p>Und wir wollen uns das heute in drei Punkten anschauen anhand von Galater 3, 15-29: Punkte nennen<\/p>\n<p>Text lesen<\/p>\n<ol>\n<li>Gott ging es schon immer um Vertrauen: Vers 15-18 noch einmal lesen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Abrahams Geschichte aufgreifen und vertiefen.<\/p>\n<p>Vers 16 erkl\u00e4ren und Abrahams Opferbereitschaft bez\u00fcglich Isaak erkl\u00e4ren mit Hilfe von Hebr 11: Abraham hat vertraut, dass Gott dazu steht, seine Not zu l\u00f6sen!<\/p>\n<p>Vers 18: Noch einmal erinnern an Gal 3,6.<\/p>\n<ul>\n<li>Das ist Gottes uraltes Grundprinzip, dass ER SELBER die Not des Menschen l\u00f6sen will! ER SELBER handelt und WIR d\u00fcrfen VERTRAUEN!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nun schreibt Paulus aber Menschen, die (anders als wir) sehr gepr\u00e4gt waren vom Judentum: Gott hatte \u00fcber 400 Jahre nach Abraham mit dem Volk Israel auch einen Bund geschlossen und zu diesem Bund geh\u00f6rte das Gesetz. 613 Gebote z\u00e4hlte ein gl\u00e4ubiger Jude, die eingehalten werden mussten.<\/p>\n<p>Die Botschaft des Gesetzes lautete: Gott l\u00f6st deine Not, wenn du die Gebote h\u00e4ltst!<\/p>\n<p>Warum jetzt das? Warum ist Gott jetzt Gehorsam wichtiger als Vertrauen?<\/p>\n<p>Darum geht es im n\u00e4chsten Abschnitt und das ist der zweite Punkt:<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Das Gesetz treibt uns zu Gott: Vers 19-24 noch einmal lesen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Warum zwischendurch jetzt das Gesetz?<\/p>\n<p>Zwei Aussagen sind entscheidend: \u201eWegen der \u00dcbertretungen\u201c (Vers 19) und \u201eZuchtmeister\u201c (Vers 24) \u2013 Zuchtmeister erkl\u00e4ren!<\/p>\n<p>Wenn es \u00fcber Abraham hie\u00df, dass der Glaube ihn gerecht machte in Gottes Augen, dann muss ja zun\u00e4chst irgendetwas un-gerecht bei ihm gewesen sein!<\/p>\n<p>Genau diese Ungerechtigkeit, diese \u201e\u00dcbertretungen\u201c macht das Gesetz offenkundig: Durch das Gesetz erkennen wir unsere S\u00fcnde und durch das Gesetz wird es offenkundig, dass wir Menschen niemals selber die Not unserer S\u00fcnde l\u00f6sen k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Es KANN nur mit Gottes Hilfe gehen: Er muss etwas schenken (worauf wir vertrauen k\u00f6nnen!)<\/p>\n<p>Vielleicht hilft an dieser Stelle das Bild des Sauber-Machens: Wenn jemand Dreck produziert und jemand anders r\u00e4umt dann immer sofort alles f\u00fcr ihn auf, dann wei\u00df der Andere weder zu sch\u00e4tzen, dass f\u00fcr ihn aufger\u00e4umt wird, noch bekommt er eine wirkliche Ahnung WAS da alles f\u00fcr ihn aufger\u00e4umt wird.<\/p>\n<p>Aber wenn man den Dreck einfach mal liegen l\u00e4sst und ihm vor Augen f\u00fchrt, wie viel das eigentlich ist und dass es auch so viel ist, dass er es alleine gar nicht k\u00f6nnte, dann bekommt er ein ganz anderes Bewusstsein f\u00fcr die Hilfe des Anderen!<\/p>\n<p>Durch das Gesetz erkennen wir unsere S\u00fcnde, wie weit wir von Gott entfernt sind und dass wir nicht in der Lage sind, von uns aus in Gottes Augen gerecht zu sein!<\/p>\n<p>Hier ist Raum f\u00fcr die evangelistischen Basics: Trennung von Gott durch unsere S\u00fcnde, wir verdienen den Tod. Und nun schenkt Gott eben den Christus, der stirbt f\u00fcr uns und wir d\u00fcrfen auf Christus vertrauen.<\/p>\n<p>Und hier geht es Paulus nun um einen weiteren Aspekt dieses Vertrauens:<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Das Vertrauen macht uns zu Gottes Kindern: Vers 25-29 noch einmal lesen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der \u201eZuchtmeister\u201c produziert \u201eKnechte\u201c oder \u201eSch\u00fcler\u201c, die \u201efunktionieren m\u00fcssen\u201c.<\/p>\n<p>Aber Gott m\u00f6chte \u201eKinder\u201c! Gott sucht das Vertrauen.<\/p>\n<p>Gott geht es nicht zuerst darum, sich irgendwie richtig zu <em>verhalten<\/em>, sondern er m\u00f6chte, dass wir die Richtigen SIND \u2013 n\u00e4mlich seine Kinder!<\/p>\n<p>Vers 27 \u2013 Christus \u201eangezogen\u201c \u2013 erkl\u00e4ren: Ein tiefes Bewusstsein daf\u00fcr, dass Christus meine Rettung ist und enge Gemeinschaft mit ihm im Alltag.<\/p>\n<p>Da Jesus Christus nun auch ein tats\u00e4chlicher Nachkomme von Abraham ist, sind wir, wenn wir dieses neue Leben in Christus haben auch Abrahams Nachkommenschaft! Und gleichzeitig, weil Gott uns das neue Leben geschaffen hat, sind wir \u201eGottes Kinder\u201c!<\/p>\n<p>Und das alles eben <em>durch den Glauben<\/em> (Vers 26): Das Gesetz zeigt mir meine S\u00fcnde und dass ich Rettung brauche, Gott zeigt mir, dass Christus meine Rettung ist, auf diese Rettung darf ich vertrauen und das macht mich zu Gottes Kind!<\/p>\n<p>Gott rettet mich, nicht durch Gesetze, nicht durch Befehle, sondern dadurch, dass ich mich seiner Rettung anvertraue, ich lasse mich fallen in die Arme, die Jesus am Kreuz f\u00fcr mich ausgebreitet hat.<\/p>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>siehe Predigtentfaltung<\/p>\n<p>(Mirko Lau)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: Geistlich leben in verschiedenen Lebensphasen Predigtthema (urspr\u00fcnglicher Vorschlag): Glauben hei\u00dft, das Gesetz Gottes verstehen Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-3713","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-galater"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-09-17 22:56:19","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3713","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3713"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3713\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3715,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3713\/revisions\/3715"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3713"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3713"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3713"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}