{"id":3532,"date":"2019-01-15T17:19:30","date_gmt":"2019-01-15T16:19:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3532"},"modified":"2019-01-15T17:19:30","modified_gmt":"2019-01-15T16:19:30","slug":"predigthilfe-vom-10-februar-2019-4-mose-13-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-10-februar-2019-4-mose-13-14\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 10. Februar 2019 &#8211; 4. Mose 13-14"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 4.Mose: Von Gott geleitet durch die W\u00fcste<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema:<\/strong><strong> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Den Auftrag Gottes achten \u2013 Kein Bock auf Milch und Honig<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong>4Mose 13-14 (Vorschlag zur Textlesung 4Mo 13,1-3,25-33)<\/p>\n<p><strong>Zur Gottesdiensteinleitung: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0<\/strong>Heb 3,12-19<\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext <\/strong><\/p>\n<p>Die zwei Kapitel (4Mose 13-14) beschreiben die gro\u00dfe Krise des Volkes Israel bei der Wanderung (Umsiedlung) von \u00c4gypten nach Kanaan. Der Auszug aus \u00c4gypten war wunderbar gelungen, aber der Einzug ins Verhei\u00dfene Land (das von Milch und Honig flie\u00dft = Wohlstand und Fruchtbarkeit) scheiterte an dem mangelnden Glaubensgehorsam des Volkes.<\/p>\n<p>\u201cKein Bock auf Milch und Honig\u201d, das h\u00f6rt sich etwas salopp an, aber spiegelt die Einstellung des Volkes Israel zur Zeit der W\u00fcstenwanderung wieder. Eine ganze Generation blieb auf der Strecke und zog nicht ins gelobte Land ein.<\/p>\n<p>Dieser Abschnitt beschreibt die Ursachen und Prinzipien f\u00fcr den misslungenen Einzug und die schrecklichen Folgen, die zur 38-j\u00e4hrigen Verz\u00f6gerung in der W\u00fcste f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Der Verk\u00fcndiger ist herausgefordert, den langen Text in K\u00fcrze zusammenzufassen und nur bestimmte und ausgew\u00e4hlte Abschnitte vorzulesen.<\/p>\n<p>Wichtig dabei ist, die Prinzipien des Scheiterns herauszuarbeiten um deutlich zu machen,<\/p>\n<ol>\n<li>was die zehn Kundschafter und das Volk Israel dazu gebracht hatte, Gottes Auftrag zu wiederstreben,<\/li>\n<li>wie Gott Glaubenshilfen schenkte, um das Vertrauen des Volkes zu gewinnen,<\/li>\n<li>wie vermessen es ist, wenn man Gottes Strafe nicht annimmt und meint aus einem Trotz des Gehorsams heraus, Gottes Auftrag ausf\u00fchren zu wollen ohne einen ausdr\u00fccklichen Befehl zu haben.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p><em>Walvoord, John und Zuck, Roy<\/em> \u201eDas Alte Testament\u201c erkl\u00e4rt und ausgelegt\u201c, H\u00e4nssler<br \/>\n<em>Wiersbe, Warren.W,<\/em> \u201eSei zuverl\u00e4ssig\u201c Studien des Alten Testamentes 4Mo 1-16, CLV<\/p>\n<p><em>Maier, Gerhard,<\/em> Wuppertaler Studienbibel, \u201eDas vierte Buch Mose\u201c, Brockhaus Verlag<\/p>\n<p><em>Mackintosh, C.H.,<\/em> \u201eDie f\u00fcnf B\u00fccher Mose- Gedanken zum 4.Buch Mose\u201c, CSV<\/p>\n<p>Hilfreiche Querverweise in die ganze Bibel bietet die Thompson Studienbibel<br \/>\nHilfreiche Infos zum Text liefert hier die MacArthur Studienbibel (gibt es als pdf zum Downloaden auch auf <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\">www.sermon-online.de<\/a>)<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Die Redewendung, \u201eein Land, in dem Milch und Honig flie\u00dft\u201c, ist ein Ausspruch Gottes.<\/p>\n<p>Der bildhafte Ausdruck \u201cMilch und Honig\u201d finden wir 19 x im Alten Testament und bezieht sich fast ausschlie\u00dflich auf das verhei\u00dfene Land Kanaan. Es verdeutlicht ein vielversprechendes Land. Milch, f\u00fcr eine ertragsreiche Viehzucht und Honig, f\u00fcr einen fruchtbaren Acker- und Landbau. Ein Land, dessen nat\u00fcrliche Vegetation und Bodenbeschaffenheit die besten Voraussetzungen gibt zu einem \u00fcberaus wirtschaftlichen Erfolg. Ein Ort des g\u00f6ttlichen Segens und Wohlergehens.<\/p>\n<p><em>13,1-24\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ein Misstrauen gegen\u00fcber Gottes Auftrag \u2013 warum Mose Kundschafter aussandte? <\/em><\/p>\n<p>Von Anfang an hatte der HERR versprochen das Volk ins Land Kanaan einzuf\u00fchren (2.Mose 3,8). Dieses g\u00f6ttliche Ziel stand fest. Dennoch zweifelte das Volk an den Worten Gottes und sandte eigenwillig Kundschafter ins Land. In 4.Mose 13,1-2 steht zwar, dass der HERR die Kundschafter aussandte, aber aus 5Mo 1,20-22 wird deutlich, dass es ein Akt des Ungehorsams vom Volk war, das Land zu besichtigen. Der eigentliche Grund war das Misstrauen gegen\u00fcber dem Wort Gottes. Sie wollten nicht ungesehen das Land einnehmen, sondern sich vergewissern, ob Gottes Wort wirklich stimmt (5.Mose 1,20-26).<\/p>\n<p>Die zw\u00f6lf Kundschafter waren ein Zeichen des Unglaubens. Es waren zw\u00f6lf F\u00fcrsten, Verantwortliche und Vorbilder der einzelnen St\u00e4mme, die auserw\u00e4hlt wurden, das Land auszukundschaften. Sie waren zuerst einmal alle ein Zeichen des Unglaubens. Aber Misstrauen und Zweifel allein sind nicht der Grund f\u00fcr die Krisen, denn Gott l\u00e4sst sich hinterfragen und pr\u00fcfen. Er ist immer f\u00fcr die Wahrheit und m\u00f6chte Zweifel aus dem Weg r\u00e4umen.<\/p>\n<p>Er lie\u00df die Kundschafter zu und beglaubigte SEIN Wort. Sie kamen bis ins Kernland nach Hebron, dessen westliche Bergh\u00e4nge ideale Klimabedingungen zum Frucht- und Traubenanbau hatten und mussten schlie\u00dflich bekennen; \u201e\u2026ein Land, in dem wirklich Milch und Honig flie\u00dft\u201c (4.Mose 13,27).<\/p>\n<p>Unter ihnen fanden sich zwei M\u00e4nner des Glaubens, die sp\u00e4ter als kleine Minderheit Gottes Wort vertrauten und bereit waren im Gehorsam das Land einzunehmen.<\/p>\n<p>Kaleb aus dem Stamm Juda und Josua (Hosea) aus dem Stamm Ephraim.<\/p>\n<p>Sie waren damals ca. 40 Jahre alt und die Einzigen ihrer Generation, die den Einzug ins verhei\u00dfene Land dann erlebten (vgl. 4Mo 14,38; Jos 14,6-15).<\/p>\n<p><em>13,25-33\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ein Auflehnen gegen\u00fcber dem Auftrag Gottes &#8211; warum die Kundschafter das Volk schw\u00e4chten<\/em><\/p>\n<p>In 5Mo 1,26 hei\u00dft es: \u201eihr wolltet nicht\u201c und \u201esie lehnten sich auf gegen das Wort des HERRN, ihres Gottes\u201c. Dieses unberechtigte Misstrauen, wie wir es schon aus dem Garten Eden kennen, f\u00fchrte damals schon die absolute Krise der Menschheit herbei. \u201eSollte Gott wirklich gesagt haben?\u201c (1Mo 3,1) Das Volk lie\u00df sich nicht von der Wahrheit \u00fcberzeugen, sondern verharrte in einem falschen Misstrauen.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde, warum das Volk trotzdem nicht in das verhei\u00dfene Land einzog, lassen sich kurz zusammenfassen.<\/p>\n<ol>\n<li><em>Zuviel Angst und eine falsche Blickrichtung:<\/em> Trotz sichtbarer Beweise (Fr\u00fcchte des Landes) und der Best\u00e4tigung des Wortes Gottes, hielt das Volk am Misstrauen fest. Alle zw\u00f6lf Kundschafter hatten dasselbe erlebt und legten doch v\u00f6llig unterschiedliche Berichte dem Volk vor. Sie brachten das verhei\u00dfene Land in Verruf, sch\u00fcrten Angst, Unglaube und Unsicherheit (4Mo 13,28-32). Josua und Kaleb waren dagegen gottorientiert und hatten ihren Blick im Glauben auf den HERRN gerichtet. Sie leugneten nicht die Gefahren und Schwierigkeiten, wussten aber, dass sie mit ihrem Gott \u00fcber Mauern springen konnten. Ihr Blick war auf ein sehr, sehr gutes Land und auf einen gro\u00dfen und m\u00e4chtigen HERRN gerichtet (1.Mose 14,7-8).<\/li>\n<li><em>Zuviel Umst\u00e4nde und keine Bereitschaft zum Gehorsam<\/em>: Das Volk war in \u00c4gypten geboren und kannte nichts anderes. Die M\u00fchen einer Umsiedlung lie\u00dfen das Volk darum schnell entmutigen. Wenige Tage nach der gro\u00dfartigen Befreiung aus \u00c4gypten murrte das Volk auf dem Weg und wollte zur\u00fcck. Vergessen schien das schreckliche Leid, vergessen der Traum vom verhei\u00dfenen Land (2.Mo. 16,2).<\/li>\n<\/ol>\n<p>Heiden, die sich dem j\u00fcdischen Volk angeschlossen oder durch Heirat vermischt hatten, hielten das Volk Israel ab. Auflehnend sehnten sie sich den Wohlstand \u00c4gyptens zur\u00fcck (4Mo 11,4f).\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sie machten es dem Volk schwer, das alte Leben im Glauben zur\u00fcckzulassen und das neue Leben im Glauben anzunehmen.<\/p>\n<p>3. <em>Zuviel Arbeit und keine Bereitschaft zum Kampf:<\/em> Obwohl die Kundschafter den sichtbaren Beweis erbrachten, haben sie sich vom Feind abschrecken lassen. Die Furcht vor einem Krieg (Konflikten mit Menschen) war gr\u00f6\u00dfer als die Furcht vor ihrem gro\u00dfen Gott (Konflikt mit Gott). Unglaube, Ungehorsam und mangelnde Gottesfurcht hinderte sie, das in Besitz zu nehmen, was Gott ihnen bereit hielt.<\/p>\n<p><em>14,1-9\u00a0\u00a0 Eine falsche Erwartung gegen\u00fcber dem Auftrag Gottes &#8211; warum das Volk anfing zu murren?<\/em><\/p>\n<p>Ein tragischer Zustand und Wendepunkt ist dann erreicht, wenn das Volk \u00fcber Gottes Auftrag und Wort m\u00fcrrisch wird. Gr\u00fcnde wie es dazu kam:<\/p>\n<ol>\n<li><em>Spirale der Unzufriedenheit:<\/em> Das Volk begann in den Zelten zu murren (untereinander und hinter dem R\u00fccken anderer). Sie redeten alles schlecht und gerieten dadurch in eine Spirale der Unzufriedenheit und Rebellion.<\/li>\n<li><em>Ma\u00dflose \u00dcbertreibung:<\/em> Tatsachen wurden mit Bildern ma\u00dflos \u00fcbertrieben dargestellt (4.Mose 13,33). Eine Propagandamaschinerie unter dem Volk kam ins Rollen. Mit ausgew\u00e4hlten und einseitigen Berichterstattungen wurde die Meinung des Volkes beeinflusst. Hier zeigt sich, dass die Mehrheit nicht automatisch das Recht auf Wahrheit besitzt. Die Mehrheit hatte sich geirrt, nur eine kleine gl\u00e4ubige Minderheit (Josua und Kaleb) blieben Gott treu.<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>14,10-38\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ein NEIN gegen\u00fcber dem Auftrag Gottes &#8211; warum das Volk unwiderruflich unter das Gericht Gottes kam <\/em><\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte und schlimmste Fehlentscheidung ist die, zu Gottes Wort und Auftrag NEIN zusagen. Das \u201eAber des Unglaubens\u201c und die \u201eAuflehnung gegen das Wort Gottes\u201c st\u00fcrzte damals das Volk Israel in die Krise und so ist es bis heute. Der einzelne Mensch und ein Volk geraten immer da in Krisen und ins Gericht, wo es sich gegen Gottes Wort auflehnt und NEIN sagt. Wo der Mensch NEIN zu Gott sagt, akzeptiert er dieses und sagt NEIN zum Menschen.<\/p>\n<p>Das Gericht Gottes war ein Dreifaches:<\/p>\n<ul>\n<li>eine 38-j\u00e4hrige W\u00fcstenwanderung des Volkes und die Verz\u00f6gerung des Segens<\/li>\n<li>eine Generation (alle \u00fcber 20 Jahre) stirbt in der W\u00fcste und kam nicht nach Kanaan &#8211; mit Ausnahme von Kaleb und Josua<\/li>\n<li>die zehn ungl\u00e4ubigen Kundschafter starben wegen ihrer falschen Berichterstattung und wegen ihrer Verf\u00fchrung des Volkes.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>14,39-45\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ein vermessener Alleingang gegen\u00fcber dem Auftrag Gottes &#8211; warum das Volk kein Gelingen hatte als es doch einziehen wollte<\/em><\/p>\n<p>In der Krise, so wie es das Volk erlebte, wurden die Weichen f\u00fcr ihre Zukunft gestellt.<\/p>\n<p>Im Chinesischen setzt sich das Wort \u201eKrise\u201c aus zwei Schriftzeichen zusammen. Das erste bedeutet Gefahr, das zweite Gelegenheit. Krisen sind eine Gefahr, aber gleichzeitig auch eine gro\u00dfe Gelegenheit. F\u00e4llt eine Entscheidung in der Krise im Vertrauen auf Gott, kommt es zum Segen. F\u00e4llt sie im Unglauben, dann akzeptiert Gott die Entscheidung. Nur muss der einzelne Mensch, die Gemeindeleitung, der verantwortliche Mitarbeiter oder die Eltern mit diesen Folgen leben.<\/p>\n<p>Der selbstgew\u00e4hlte Weg, nach dem NEIN Gottes, jetzt doch noch das Land versuchen einzunehmen, scheitert kl\u00e4glich. Was man mit Gott nicht tun wollte, wird erst recht nicht ohne Gott gelingen. Glaubenstrotz f\u00fchrt nicht zum Segen. Gott m\u00f6chte nicht die Erf\u00fcllung seines Auftrages aus einem trotzigen Gehorsam heraus, sondern aus einem erneuerten Herzen. Gott m\u00f6chte, dass wir seinen Auftrag und sein Wort von Herzen achten und dem Herrn in allem vertrauen und Ihm alles zutrauen.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Es beschreibt die historischen Tatsachen zur Zeit der W\u00fcstenwanderung. Es gibt keinerlei Anlass die Geschehnisse und Details im Bibeltext anzuzweifeln.<\/li>\n<li>Das j\u00fcdische Volk erlebte in \u00c4gypten erstmals die Not des Antisemitismus durch Arbeitslager, Judenverfolgung und einer geplanten Judenvernichtung. In dieser Not greift Gott ein und verspricht dem j\u00fcdischen Volk eine Heimst\u00e4tte (2.Mo. 3,8). Die R\u00fcckf\u00fchrung aus \u00c4gypten ins verhei\u00dfene Land wird Sinnbild f\u00fcr die gro\u00dfe R\u00fcckf\u00fchrung des Volkes Israel aus allen Nationen in der letzten Zeit (Jes 11,11ff).<\/li>\n<li>Das Verhalten gegen\u00fcber Gottes Auftrag wird zum warnenden Sinnbild f\u00fcr die Gemeinde (1Kor 10,1-11).<\/li>\n<li>F\u00fcr unser pers\u00f6nliches Glaubensleben lassen sich gute Prinzipen zur Entscheidungsfindung erkennen (Heb 3,7-19).<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Das Thema k\u00f6nnte man herausfordernd mit dem allt\u00e4glichen Umgang im Arbeitsleben einleiten.<\/p>\n<p>Zum Beispiel: Wie verhalten wir uns gegen\u00fcber unseren Arbeitgebern, die uns im allt\u00e4glichen Leben Auftr\u00e4ge erteilen. Fangen wir an zu lamentieren, zu widersprechen, uns zu \u00e4rgern, Stimmung dagegen zu machen oder gar den Auftrag zu verweigern?<\/p>\n<p>Warum haben wir gegen\u00fcber Menschen (z.B. Arbeitgebern, staatlichen Gesetzgeber) eine gr\u00f6\u00dfere Ehrfurcht zum Gehorsam, als gegen\u00fcber Gottes Wort und Gottes Auftrag?<\/p>\n<p>Ist unser missionarischer Auftrag, den Gott uns gibt mehr von Menschenfurcht statt von Gottesfurcht bestimmt?<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Der Text l\u00e4sst sich auf das praktische Glaubensleben und den Gehorsam gegen\u00fcber Gottes Wort und Missionsauftrag oder einem Leben in der Heiligung gut anwenden.<\/p>\n<ol>\n<li>Bestimmt Misstrauen gegen\u00fcber Gottes Wort unser Handeln, weil wir Gott nicht zutrauen, dass er meint was er sagt? Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben und niemand kommt zum Vater denn durch mich (Joh 14,6) \u2013 wirklich niemand? Wenn Jesus den Absolutheitsanspruch erhebt, bedeutet das auch einen absoluten Missionsauftrag (Mat 28,19).<\/li>\n<li>Bestimmt Tr\u00e4gheit und Faulheit unsere Ausf\u00fchrung von Gottes Auftrag, weil wir nicht bereit sind aus alten Gewohnheiten herauszutreten?<\/li>\n<li>Verlieren wir den HERRN aus unserem Blickfeld und rechnen nicht mit Gottes Schutz und Macht, wenn Probleme und Sorgen uns in tiefe Krisen st\u00fcrzen? In Schwierigkeiten m\u00fcssen wir den Blick auf Jesus richten. Jesusorientiert statt problemorientiert.<\/li>\n<li>Wie schnell verlieren wir doch das Ziel Gottes aus den Augen. Zu oft fehlt uns der glaubensvolle Blick auf unseren HERRN Jesus Christus und eine glaubensvolle Annahme seiner Verhei\u00dfungen und Zusagen. Er kennt die Probleme unseres Lebens und fordert in der Krise eine glaubensvolle Entscheidung.<\/li>\n<li>Unglaube und Ungehorsam f\u00fchren ins Gericht Gottes. W.W. Wiersbe schreibt <em>\u201ePass auf was du zu Gott sagst, wenn du dich beschwerst, er k\u00f6nnte dich beim Wort nehmen! Schlie\u00dflich ist es Gottes gr\u00f6\u00dftes Gericht, die Menschen ihre eigenen Wege gehen zu lassen.\u201c<\/em><\/li>\n<li>Wir d\u00fcrfen uns klarwerden, dass Krisen zu unserem Erdenleben geh\u00f6ren. Sie sind be\u00e4ngstigende Herausforderungen und zwingen zu einer Entscheidung. Dennoch bergen sie auch eine Chance der Verbesserung, ja sogar zur Gelegenheit f\u00fcr Gottes Segen. Gott l\u00e4sst Krisen in unserem Leben zu, um uns im Glauben zu festigen und voran zu bringen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong> 3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Wir wollen Mut machen, Gottes Wort und Zusagen zu vertrauen, auch in unserem Alltag und Gemeindeleben.<\/p>\n<p>Zweifel und Misstrauen f\u00fchren oftmals zu einem Schritt des Widerstandes gegen Gott.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Josua und Kaleb waren zwar in der Minderheit, aber sie haben den Glauben und den Gehorsam bewahrt \u2013 sie st\u00fctzten sich voll und ganz auf Gottes Zusagen und rechneten mit seiner Hilfe. Sie gaben selbst unter der Masse des Widerstandes vom Volk und der Todesdrohung (4Mo 14,10) nicht nach.<\/p>\n<p>Die Mehrheit des Volkes lag falsch, der Glaube und Gehorsam wird nicht von der Masse bestimmt, sondern es ist immer die gro\u00dfe Kraft der kleinen Schar in der Gottes Geist am Wirken ist (4Mo 14,24).<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Kein Bock auf Milch und Honig<\/p>\n<p>1) Unglaube und eine falsche Blickrichtung<\/p>\n<p>2) \u00dcbertreibung und die Spirale der Unzufriedenheit<\/p>\n<p>3) Ungehorsam und der Irrtum der Mehrheit<\/p>\n<p>Den Auftrag Gottes achten<\/p>\n<ul>\n<li>Unn\u00f6tiges Misstrauen gegen\u00fcber Gottes Auftrag<\/li>\n<li>T\u00f6richte Auflehnung gegen\u00fcber dem Auftrag Gottes<\/li>\n<li>Vermessener Alleingang gegen\u00fcber dem Auftrag Gottes<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Krise in Kadesch (nach Warren W. Wiersbe)<\/p>\n<ul>\n<li>Gottes Wort anzweifeln (4Mo 13,1-15)<\/li>\n<li>Gottes Volk entmutigen (4Mo 13,26-33; 5Mo 1,26-28)<\/li>\n<li>Sich Gott widersetzen (4Mo 14,1-10)<\/li>\n<li>Gottes Gericht verdienen (4Mo 14,11-38)<\/li>\n<li>Gottes Befehl nicht gehorchen (4Mo 14,39-45; 5Mo 1,41-46)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Beispiel 1: <\/strong><\/p>\n<p>Ein Mann, der in der W\u00fcste die Orientierung verloren hatte, war am Verdursten. Pl\u00f6tzlich sah er am Horizont eine Oase. Er sagte sich: &#8222;Das ist ein Trugbild&#8220;, trotzdem ging er darauf zu. &#8222;Hier gibt es kein Wasser.&#8220; Er erreichte die Palmen, h\u00f6rte das Wasser rauschen, aber er trank nicht, denn sein Verstand und seine Bildung sagten ihm, dass das eine Fata Morgana w\u00e4re. Einige Beduinen fanden den Verdursteten und wunderten sich, dass man neben einer Quelle verdursten k\u00f6nne.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich ging es dem Volk Israel. Sie sahen das verhei\u00dfene Land, es war erreichbar, es war da und es war wahr \u2013 aber sie nahmen es nicht ein, sondern starben an der Grenze zu Kanaan, weil sie ihrem Verstand und ihrer Einbildung vertrauten, statt dem Wort Gottes.<\/p>\n<p><strong>Beispiel 2: <\/strong><\/p>\n<p>Der Feldherr und Staatsmann Wellington in einer Londoner Gesellschaft: &#8222;Ob Mission praktisch oder unpraktisch ist, wei\u00df ich nicht; eines aber wei\u00df ich, die Marschorder Ihres und meines K\u00f6nigs hei\u00dft: \u201eGehet hin in alle Welt und lehret alle V\u00f6lker\u201c, und es ist ein schlechter Soldat, der den Befehl seines K\u00f6nigs nicht respektiert.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Zitate: <\/strong><\/p>\n<p><em>Unglaube ist schwerwiegend, weil er den Charakter Gottes herausfordert und gegen den Willen Gottes rebelliert (vgl. Heb 11,6 \u201eOhne Glaube aber ist es unm\u00f6glich, ihm wohlzugefallen\u201c). \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em>W.W.Wiersbe<\/p>\n<p><em>Der Geist Gottes er\u00f6ffnet uns das Wort Gottes und hilft uns zu verstehen, was sein Wille f\u00fcr uns ist. Aber es ist wichtig, dass wir gewillt sind zu gehorchen, sonst wird er uns nicht lehren, was wir wissen m\u00fcssen (Joh 7,17).\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em>W.W.Wiersbe<\/p>\n<p>Klaus Eberwein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 4.Mose: Von Gott geleitet durch die W\u00fcste Predigtthema: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Den Auftrag Gottes achten \u2013 Kein Bock auf Milch und Honig Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 4Mose 13-14 (Vorschlag zur Textlesung 4Mo 13,1-3,25-33) Zur Gottesdiensteinleitung: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0Heb 3,12-19 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3532","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-21 12:38:52","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3532","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3532"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3532\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3599,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3532\/revisions\/3599"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3532"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3532"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3532"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}