{"id":3520,"date":"2018-12-31T09:01:57","date_gmt":"2018-12-31T08:01:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3520"},"modified":"2018-12-31T09:01:57","modified_gmt":"2018-12-31T08:01:57","slug":"predigthilfe-vom-27-januar-2019-psalm-139","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-27-januar-2019-psalm-139\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 27. Januar 2019 &#8211; Psalm 139"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Geistlich leben in verschiedenen Lebensphasen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vor Grundlegung der Welt: Von Gott geliebt und gewollt<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Psalm 139<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a>.<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p>* Spurgeon: Die Schatzkammer Davids (Bd.5), S. 4934-5006.\u00a0 (https:\/\/clv.de\/clv-server.de\/wwwroot\/pdf\/256372-5.pdf)<\/p>\n<p>* Schneider: Das Buch der Psalmen. In: Wuppertaler Studienbibel (Bd. AT6), S.194-203.<\/p>\n<p>* Mebus: Die Psalmen. Eine Auslegung f\u00fcr die Praxis, S.495-499.\u00a0\u00a0(https:\/\/www.bibelkommentare.de\/get\/cmt.634.pdf)<\/p>\n<p><strong>1.2 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Psalm 138 ist recht deutlich gegliedert. Verse 1-6 drehen sich um Gottes Allwissenheit, Verse 7-12 handeln von Gottes Allgegenwart. Von Vers 13-18 staunt David dar\u00fcber, wie wunderbar Gott ihn gemacht hat. In den Versen 19-22 unterstreicht David seine Ablehnung der Feinde Gottes und er schlie\u00dft den Psalm in Vers 23 und 24 mit der Bitte, dass Gott sein Leben pr\u00fcft und f\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>1.2.1 Gottes Allwissenheit (V.1-6)<\/strong><\/p>\n<p>David beginnt diesen Psalm, indem er Gott beim Namen nennt. Es ist Gottes Gr\u00f6\u00dfe, die er besingt, es geht um Gottes Wesen. Spurgeon schreibt hierzu: \u201eWollen wir Gott in einer wirklich seiner w\u00fcrdigen Weise loben, so m\u00fcssen wir den Inhalt unserer Lobpreisungen aus der F\u00fclle seines Wesens sch\u00f6pfen.\u201c (Schatzkammer S.4935)<\/p>\n<p>Gott besitzt vollkommene Kenntnis \u00fcber das Leben von David. Um dies zum Ausdruck zu bringen beschreibt David Gottes Kenntnis \u00fcber sein Leben mit Gegensatzpaaren (Sitzen \u2013Aufstehen; Wandeln \u2013 Liegen; hinten \u2013 vorne). Damit will er ausdr\u00fccken, dass auch alles, was zwischen diesen Gegens\u00e4tzen liegt, in Gottes Kenntnis eingeschlossen ist.<\/p>\n<p>David schlie\u00dft diesen Abschnitt, indem er einen Einblick gibt, wie er mit dem Wissen, dass Gott sein Leben bis ins Kleinste kennt, umgeht. Er erkennt, dass er diese Eigenschaft Gottes nicht erfassen kann. Sein Verstand wird \u00fcberstiegen. So geht es uns als begrenzten Gesch\u00f6pfen immer wieder, wenn wir dem allm\u00e4chtigen Gott begegnen. Seine Gr\u00f6\u00dfe \u00fcbersteigt uns und bringt uns zum Staunen, aber sie bewirkt auch eine \u201eheilige Ehrfurcht\u201c vor diesem gewaltigen Gott.<\/p>\n<p>Es ist eine Trag\u00f6die, dass Menschen immer wieder dieses \u201eNicht begreifen k\u00f6nnen\u201c als Grund f\u00fcr ihren Zweifel angeben. Sollte es nicht gerade umgekehrt sein? Was w\u00e4re das f\u00fcr ein Gott, den wir im Ganzen verstehen k\u00f6nnten. Lasst uns Gott immer wieder gerade wegen seiner unfassbaren Gr\u00f6\u00dfe glauben und ihn anbeten.<\/p>\n<p><strong>1.2.2 Gottes Allgegenwart (V.7-12)<\/strong><\/p>\n<p>David stellt mit Staunen fest, dass es im ganzen Universum keinen Ort gibt, an dem er Gott entrinnen k\u00f6nnte. Das betrifft alle Bereiche des irdischen Lebens. Der Ort der Morgenr\u00f6te ist der \u00e4u\u00dferste Osten, das Meer liegt von Israel aus gesehen im Westen. Egal welche Richtung man auf dieser Erde einschl\u00e4gt, Gott ist da. Der Prophet Jona musste Jahrhunderte nach David feststellen, wie wahr die Worte dieses Psalms sind. Auch verborgen im Bauch des Schiffes war er vor Gott nicht verborgen. Aber nicht nur die irdische Welt hat David im Blick. Er kennt auch tiefe innere Finsternis. David musste erleben, wie Feinde sein Leben dunkel machten, wie er sich selbst durch Ungehorsam in Finsternis st\u00fcrzte. Und doch durfte er erleben, dass auch in dieser Finsternis Gott bei ihm ist. Er sieht die Finsternis und strahlt mit seinem Licht in die Finsternis hinein. In Psalm 23 nennt David zwei Formen der Finsternis: Das Tal des Todesschattens und das Angesicht der Feinde. Und jeweils darf David erleben: Mein Gott ist da, er l\u00e4sst mich nicht allein.<\/p>\n<p>David blickt nicht nur auf das irdische Leben und die N\u00f6te der Welt. Er beginnt in Vers 8 mit den Extremen Himmel und Tod. Nicht nur im Himmel, auch im Tod und im Totenreich ist Gott da. David wei\u00df, dass sein Gott ihn nie verlassen wird, auch wenn die Stunde seines Todes gekommen ist.<\/p>\n<p><strong>1.2.3 Gottes souver\u00e4ne Sch\u00f6pfermacht (V.13-18)<\/strong><\/p>\n<p>David blickt auf seine eigene ganz pers\u00f6nliche Geschichte und er darf erkennen: Schon vor meiner Geburt war ich in Gottes guten H\u00e4nden. David wei\u00df, dass Gott ihn bis ins innerste Detail gemacht hat. Er jubelt \u00fcber Gottes wunderbare Sch\u00f6pfermacht. Aber es ist eben nicht nur das Schaffen an sich. David erkennt, dass Gott sein ganzes Leben, jeden einzelnen Tag in seiner Hand hat und das noch bevor ein einziger dieser Tage geschehen war. Nicht einmal die Tage im Mutterleib sind Gott verborgen. Nat\u00fcrlich wei\u00df David auch um seine Verantwortung, die er als Mensch hat, doch gleichzeitig sieht und bekennt er Gottes gro\u00dfe Souver\u00e4nit\u00e4t. Er wei\u00df, dass sein Leben unter Gottes Willen und seiner F\u00fchrung steht. Gott kennt den Anfang und das Ende von Davids Tagen und er wei\u00df auch, was diese beinhalten.<\/p>\n<p>Wieder beschreibt David, wie seine Reaktion auf diese Erkenntnis aussieht. In Vers 17 sehen wir, dass die \u00dcbersetzungen auseinandergehen. Das hebr\u00e4ische Wort, das die Gedanken Davids n\u00e4her beschreibt, kann mit schwer, schwierig oder kostbar \u00fcbersetzt werden. Alle Aspekte w\u00fcrden in diesen Zusammenhang recht gut passen. In Vers 6 spricht David \u00fcber die Erkenntnis Gott und nennt sie wunderbar und gleichzeitig zu hoch f\u00fcr ihn. Dies passt auch in Vers 17 sehr gut. Gottes Gedanken \u00fcbersteigen unseren menschlichen Horizont, sie sind zu schwierig f\u00fcr uns. Doch gleichzeitig sind es unendlich kostbare Gedanken \u00fcber uns. Wieder sehen wir, wie David, der K\u00f6nig und Liederdichter, der Mann nach Gottes Herzen, \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe seines Gottes staunt und ihn anbetet.<\/p>\n<p>Der letzte Satz in Vers 18 ist wieder schwierig zu verstehen. Die meisten \u00dcbersetzungen geben ihn wieder im Sinne von: \u201eIch erwache und bin noch bei dir\u201c. David w\u00fcrde damit zum Ausdruck bringen, dass Gott stets bei ihm und er stets bei Gott ist, sogar am Morgen nach der Nacht ist er immer noch bei Gott.<\/p>\n<p>Die Alternative ist eine \u00dcbersetzung mit: \u201eW\u00e4re ich zum Ende gekommen, w\u00e4re ich immer noch bei dir\u201c. Bei dieser \u00dcbersetzung w\u00fcrde David gewisserma\u00dfen die Klammer, die er in Vers 16 mit dem Mutterleib ge\u00f6ffnet hat, in Vers 18 mit dem Begriff \u201eEnde\u201c wieder schlie\u00dfen. Damit w\u00fcrde er betonen vom ersten Augenblick bis zur letzten Sekunde gilt, dass Gott immer bei mir ist.<\/p>\n<p>Beide Auslegungen ergeben Sinn, die erste scheint jedoch die n\u00e4herliegende zu sein.<\/p>\n<p><strong>1.2.4 Die Ablehnung der Feinde Gottes (V19-22)<\/strong><\/p>\n<p>Die Verse 19-22 erscheinen uns als heutige Leser dieses Psalms sehr gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Es scheint uns, als w\u00fcrden sie der Liebe Gottes und seiner Aufforderung zur Feindesliebe widersprechen. Und doch sind sie folgerichtig f\u00fcr diesen Psalm. David singt \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe Gottes, \u00fcber seine Abh\u00e4ngigkeit von Gott in seinem ganzen Leben. David richtet sein Leben ganz auf diesen Gott aus.<\/p>\n<p>Wie soll er sich da gegen\u00fcber Menschen verhalten, die Gott auf radikale Weise missachten und ablehnen? Wie soll sich Gott gegen\u00fcber solchen Menschen verhalten, die seine Autorit\u00e4t und Herrlichkeit mit F\u00fc\u00dfen treten?<\/p>\n<p>Welche Menschen hat David in Vers 19 im Blick? Er beschreibt diese gottlosen Menschen auch als Blutmenschen, man k\u00f6nnte es auch mit m\u00f6rderischen Menschen \u00fcbersetzen. Es geht ihm hier also Menschen, die anderen Menschen das Leben nehmen. Da David in diesem Psalm nicht von seiner eigenen Not schreibt, von Angriffen der Feinde gegen ihn, scheint es um solche zu gehen, die andere Menschen zu bedrohen. Vers 20 scheint nahe zu legen, dass es sich zudem um gottlose Menschen handelt, die falsch von Gott reden, sich gegen ihn erheben und andere dadurch verf\u00fchren. (V.21)<\/p>\n<p>David hat sich diesem Gott so loyal verschrieben, dass diese Menschen, die sich so gegen Gott stellen auch seine Feinde sind. Spurgeon interpretiert den Hass Davids so:<\/p>\n<p>\u201eSein Hass war rechter Art, denn er hasste nur diejenigen, die das Gute hassen. Darum sch\u00e4mt er sich seines Hasses nicht, sondern spricht davon offen vor Gott, in der festen \u00dcberzeugung, mit diesem Hass eine Tugend zu \u00fcben, der Gott selbst Zeugnis geben werde. Gewiss sollen wir alle Menschen lieben mit der Liebe des Wohlwollens; gottlosen Menschen jedoch die Liebe des Wohlgefallens zuzuwenden w\u00e4re ein Verbrechen. Niemand d\u00fcrfen wir um seiner selbst willen oder wegen irgendeines Unrechts, das er uns zugef\u00fcgt hat, hassen; aber einen Menschen darum zu hassen, weil er allem Guten widerstrebt und ein Feind aller Gerechtigkeit ist, das ist nicht mehr und nicht weniger als eine Pflicht, die uns obliegt. Je inniger wir Gott lieben, desto gr\u00f6\u00dfer wird unsere Entr\u00fcstung werden \u00fcber diejenigen, die ihm ihre Zuneigung verweigern.\u201c (Schatzkammer S.4954)<\/p>\n<p>Auch Paulus kann in 1.Kor 16,22 formulieren: <strong><em>Wenn jemand den Herrn nicht lieb hat, der sei verflucht! Maranatha!<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wie sieht es mit unserer Liebe und unserem Hass aus? Lieben wir alle Menschen, und w\u00fcnschen wir ihnen, dass sie Gott wirklich kennenlernen und hassen wir zugleich alles, was sich gegen unseren Gott, der alles f\u00fcr uns ist, auflehnt? Das m\u00fcssen wir immer wieder lernen, genauso wie wir immer wieder lernen m\u00fcssen, die Dinge an uns zu hassen, die unserem Gott widersprechen.<\/p>\n<p><strong>1.2.5 Die Bitte um Pr\u00fcfung (V.23-24)<\/strong><\/p>\n<p>Manche ordnen diese Verse noch dem vorhergehenden Abschnitt zu. Mir scheint hier die gro\u00dfe Klammer zu den ersten Versen des Psalms zentral. David hat erkannt, wie Gott sein Leben in der Hand h\u00e4lt, wie er alles \u00fcber ihn wei\u00df, wie er ihn f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Und David w\u00fcnscht sich mit aller Sehnsucht, dass Gott damit niemals aufh\u00f6rt, denn dann w\u00fcrde er aufh\u00f6ren sein Gott zu sein. David w\u00fcnscht sich Klarheit \u00fcber seine eigenen Motive. Er m\u00f6chte, dass sein Leben im Einklang mit seinem Gott ist, dass alles Falsche aufgedeckt wird. David sehnt sich danach, dass Gott ihn von den b\u00f6sen Wegen bewahrt, auf denen die Menschen gehen, von denen er in den Versen zuvor geredet hat und er ist sein Herzenswunsch, dass Gott ihn den guten und richtigen Weg bis in die Ewigkeit f\u00fchrt.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Mit Psalm 139 beginnen wir die Reihe: Geistlich leben in verschiedenen Lebensphasen. In den folgenden letzten Sonntagen im Monat, werden wir betrachten, wie Nachfolge Jesu durch die verschiedenen Phasen eines Lebens hindurch gelebt werden kann. Psalm 139 bietet f\u00fcr eine solche Reihe einen guten Startpunkt, weil David eben ganz grunds\u00e4tzlich dar\u00fcber nachdenkt, wie sein Leben in Gottes Hand geborgen ist.<\/p>\n<p>David staunt \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe Gottes und bringt diese Gr\u00f6\u00dfe Gottes in eine wunderbare Beziehung zu seinem eigenen Leben.<\/p>\n<p>Wie wir und unsere H\u00f6rer mit dieser Gr\u00f6\u00dfe Gottes umgehen, h\u00e4ngt entscheidend von unserer Vertrauensbeziehung zu Gott ab. Gottes Allmacht, Allwissenheit und seine Allgegenwart k\u00f6nnen f\u00fcr jemanden, der Gott nicht kennt durchaus bedrohlich wirken. F\u00fcr Kinder Gottes sind diese Eigenschaften Gottes dagegen ein Grund zur Freude und Anbetung, aber eben auch eine Motivation zur treuen Nachfolge.<\/p>\n<p>Deshalb wird es in der Predigt wichtig sein, Gottes Einladung zu dieser Vertrauens- \/ Liebesbeziehung zu betonen.<\/p>\n<p>David unterstreicht in diesem Psalm Gottes \u201eJa\u201c zu uns Menschen. Er hat uns erdacht und gewollt schon im Mutterleib, schon bevor einer unserer Tage hier auf der Erde \u00fcberhaupt stattgefunden hat. Dieses grunds\u00e4tzliche \u201eJa\u201c Gottes befreit uns als seine Gesch\u00f6pfe nat\u00fcrlich nicht von der Verantwortung zu einem Leben in der Beziehung zu Gott, im Vertrauen auf Jesus. Wir haben es nicht mit einem Freibrief zu tun, was David ja auch dadurch unterstreicht, dass er einige Verse \u00fcber die Feinde Gottes schreibt.<\/p>\n<p>Gerade dieses \u201eJa\u201c Gottes ist f\u00fcr die Predigth\u00f6rer, die sich selbst nur schwer annehmen k\u00f6nnen, sehr wichtig. Wir d\u00fcrfen bezeugen, dass Gott sie ganz genau kennt. Er wird von keinem ihrer Fehler oder Schw\u00e4chen \u00fcberrascht sein. Und obwohl Gott uns so genau kennt, sehnt er sich nach einer Beziehung zu uns Menschen, er w\u00fcnscht sich, dass wir zu ihm umkehren.<\/p>\n<p>Sehr aktuell ist in diesem Zusammenhang auch das Thema Abtreibung. Psalm 139 zeigt unmissverst\u00e4ndlich, wie der Mensch in Gottes Autorit\u00e4t eingreift, wenn er sich zum Herrn \u00fcber Leben und Tod aufschwingt. Auch ungeborenes Leben, ist Leben das Gott geschaffen hat, und es ist eben nicht das Recht von Menschen, ein solches Leben zu beenden.<\/p>\n<p>Wir sehen in diesem Psalm das Staunen Davids \u00fcber Gottes Gr\u00f6\u00dfe, das Staunen \u00fcber Gottes \u201eJa\u201c zu uns. Dieses Staunen sollte in der Predigt auch zum Ausdruck kommen. Lasst uns in der Vorbereitung auf diese Predigt darum beten, dass uns Gott ganz neu eine tiefe Erkenntnis seiner Gr\u00f6\u00dfe schenkt und dass diese Erkenntnis unser Leben und auch unser Reden pr\u00e4gt.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Die Predigth\u00f6rer sollen neu daran erinnert werden, wie abh\u00e4ngig sie in ihrem Leben von Gottes \u201eJa\u201c zu ihnen sind. Diese \u201eJa\u201c Gottes soll sie in die Anbetung f\u00fchren, aber auch den Wunsch wecken, das Leben ganz in Gottes H\u00e4nde zu geben und ihm zu folgen.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Vor Grundlegung der Welt: Von Gott gewollt<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>a) Gott kennt mich durch und durch (V.1-6)<\/p>\n<p>b) Gott l\u00e4sst mich niemals allein (V.7-12)<\/p>\n<p>c) Gott hat schon vor allen Zeiten ja zu mir gesagt (V.13-18)<\/p>\n<p>d) Bin ich bereit mich ganz diesem Gott hinzugeben? (V.23-24)<\/p>\n<p>(Tobias Schurr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Geistlich leben in verschiedenen Lebensphasen Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Vor Grundlegung der Welt: Von Gott geliebt und gewollt Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Psalm 139 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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