{"id":3483,"date":"2018-11-09T15:33:30","date_gmt":"2018-11-09T14:33:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3483"},"modified":"2018-11-12T14:42:44","modified_gmt":"2018-11-12T13:42:44","slug":"predigthilfe-vom-9-november-2018-matthaeus-3-13-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-9-november-2018-matthaeus-3-13-17\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 9. Dezember 2018 &#8211; Matth\u00e4us 3, 13-17"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema: Bitte zuh\u00f6ren \u2013 Jesus wird von Gott best\u00e4tigt<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den Zusammenhang ist es wichtig, das ganze Kapitel 3 zu lesen. Die ersten Verse des Kapitels sollten mit pr\u00e4sent sein. Schon wegen dem Taufverst\u00e4ndnis, deshalb wird es in dieser Ausarbeitung auch noch einmal erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>In diesen ersten Kapiteln im Matth\u00e4usevangelium breitet der Schreiber schrittweise den Bericht von Jesus aus. Die Geburt Jesu, seine Zeit in Nazareth, der Startschuss f\u00fcr das \u00f6ffentliche Wirken durch Johannes den T\u00e4ufer und die Best\u00e4tigung durch den Vater.<\/p>\n<p>Jesus hat die letzten Jahre bis zu seinem \u00f6ffentlichen Auftreten in Nazareth verbracht. Zwischen Matth\u00e4us 2,23 und 3,1 liegen fast 30 Jahre. Die \u00d6ffentlichkeit hat davon kaum Notiz genommen und wir wissen nur ganz wenig aus dieser Zeit. Johannes lebte in der W\u00fcste, Jesus wuchs im Verborgenen in Nazareth auf, drei\u00dfig unspektakul\u00e4re Jahre, das Aufregendste war vielleicht noch, als seine Eltern ihn nicht mehr gefunden haben und er im Tempel bei den Schriftgelehrten sa\u00df.<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p>* Bibelkommentar Band 1, Matth\u00e4usevangelium von Gerhard Maier<\/p>\n<p>* Wuppertaler Studienbibel<\/p>\n<p>* Das Neue Testament von John F Walvoord<\/p>\n<p><strong>Bitte studiert auch den hilfreichen Predigttipp von Eckhard L\u00f6ffler vom 02.04.2006 zu Matth\u00e4us 3,13-17 unter<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-2-4-2006-matthaus-3-13-17\/\">https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-2-4-2006-matthaus-3-13-17\/<\/a><\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Vers 13: Jesus kommt von Galil\u00e4a, also aus der Gegend um den See Genezareth hinunter an den Jordan. Der Jordangraben ist die tiefste Stelle der Welt mit 428 Metern unter dem Meeresspiegel und dem Toten Meer, mit einem Salzgehalt zwischen 28 und 33 %. Leben ist im Toten Meer nicht m\u00f6glich, schon das kann ein Bild sein f\u00fcr Israel und die Menschheit, geistliches und ewiges Leben ist ohne Gott nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Vers 14 und 15: Menschlich gesehen hat Johannes der T\u00e4ufer ja recht, die Taufe an Jesus abzulehnen. Als Prophet, der von Geburt an erf\u00fcllt ist mit dem Heiligen Geist, hat er den Durchblick und vermutlich hat ihm seine Mutter von Jesus und der Begegnung mit Maria erz\u00e4hlt und er wusste auch, ich bin nur der Wegbereiter des Messias. Trotzdem kann es vor der eigentlichen Versuchung Jesu schon ein Angriff sein, Jesus auf den bequemen Weg zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Jesus hatte die Taufe der Bu\u00dfe nicht n\u00f6tig, weil er s\u00fcndlos war und dennoch stellt er sich ganz in die Reihe der S\u00fcnder.<\/p>\n<p>Vers 16 und 17: Jesus steigt nach der Taufe aus dem Wasser und Himmel und der Sohn Gottes werden eins. Gott handelt an seinem Sohn, der Geist Gottes kam herab, um auf ihn zu kommen. Johannes 10,30 \u201eIch und der Vater sind eins\u201c. Damit erf\u00fcllen sich die Weissagungen auf den Messias aus Jesaja 11,2 und 42.<\/p>\n<p>In Vers 17 wird Jesus als Gottessohn best\u00e4tigt. In der Welt und anderen Religionen ist genau dieser Punkt der gr\u00f6\u00dfte Streitpunkt, Jesus darf alles sein nur nicht der Sohn Gottes und somit Gott selbst. Psalm 2,7: Heute habe ich dich gezeugt. In diesem Zusammenhang ist noch die Best\u00e4tigung Gottes wichtig: \u201eDieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe\u201c. Wenn wir Jesaja 42, 1-4 lesen, entdecken wir schon diese Formulierung. Gott benutzt sein Wort um hier die Best\u00e4tigung f\u00fcr Jesus zu proklamieren.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem S\u00fcndenfall, lebt der Mensch in der Trennung von Gott. Erl\u00f6sung ist Voraussetzung f\u00fcr die Gemeinschaft mit dem Vater und das ewige Leben. Nur Jesus, der s\u00fcndlose kann alle Gerechtigkeit erf\u00fcllen (Vers 15).<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Der Gehorsam des Sohnes<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sicherlich hat sich Johannes der T\u00e4ufer \u00fcber jeden gefreut, der sich in die Reihe stellte, um getauft zu werden. Aber jetzt hatte sich einer angestellt, dem er die Taufe verweigern wollte.<\/p>\n<p>Du doch nicht Jesus, du bist der Messias, das steht mir nicht zu. Du bist der Messias \u2013 ich der Wegbereiter, da kannte Johannes seine Aufgabe und seine Grenzen.\u00a0 Das Wort verwehren ist ein Rechtsausdruck, etwa wenn eine Handlung gegen eine Rechtsvorschrift verst\u00f6\u00dft und darum nicht angenommen werden darf. Johannes sagt nichts anderes als: Jesus deine Taufe verst\u00f6\u00dft gegen das Gottesrecht.<\/p>\n<p>Du bist doch kein S\u00fcnder, Jesus du hast diese Taufe doch gar nicht n\u00f6tig, du bist doch Gottes Sohn, ohne S\u00fcnde. Johannes hat recht. Jesus der Sohn des lebendigen Gottes aus Geist gezeugt, ohne S\u00fcnde. Und Jesus wiederspricht ja auch nicht. Trotzdem sagt Jesus \u2013 lass es jetzt geschehen. Und dann steht Jesus in der Reihe der S\u00fcnder. Ich habe dieses Bild vor Augen, wie Menschen am Ufer des Jordan anstehen, um getauft zu werden und mittendrin Jesus. Jesus stellt sich in die Reihe zu den S\u00fcndern. Ich war schon mit vielen Menschen im Gespr\u00e4ch und konnte ihnen sagen \u2013 lass es jetzt geschehen. Lass dich auf Jesus ein, gib deine S\u00fcnde her, lass deinen Lebenszerbruch jetzt los, lass es geschehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Jesus war diese Taufe nicht n\u00f6tig. Er zeigt aber damit den Gehorsam gegen\u00fcber seinem Vater, sagt hier schon Ja zum Weg der Rettung. Es ist sozusagen der Dienstantritt Jesu, der Beginn seines Passionsweges. Johannes hat vielleicht auch damit gerechnet, dass der Messias mit hartem Besen die Tenne fegt, mit Gericht durch das Volk geht. Und Jesus wird einer vom Volk, einer unter S\u00fcndern. Das ist der ganz andere Weg, die Gerechtigkeit Gottes zu erf\u00fcllen. Die Taufe des Johannes war Gericht \u00fcber S\u00fcnde und auch an S\u00fcndern, die Taufe des Johannes war der Schrei nach Gnade, die Hoffnung, der Messias wird es richten.<\/p>\n<p>Damit stellt sich Jesus unter die S\u00fcnden des Volkes Israel, und macht damit seinen Gehorsam deutlich, den Leidensweg zu gehen. Das Ja Jesu zum Leidensweg ist in dieser Taufe gefallen und vom Vater und von Jesus best\u00e4tigt worden.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Die Best\u00e4tigung des Vaters \u201edu bist mein geliebter Sohn\u201c<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Schilderung ist knapp und dramatisch. Johannes hat den Willen Jesu respektiert und ihn getauft.<\/p>\n<p>Und jetzt erlebt auch Johannes die Richtigkeit dieser Taufe. Die Himmel wurden ge\u00f6ffnet. Es gibt mehr als wir kennen und ergr\u00fcnden k\u00f6nnen. Die Himmel wurden ge\u00f6ffnet, das bedeutet hier schlicht: Gott handelt, gibt den Blick frei \u00fcber die irdische Welt hinaus. In unserem Fall geht es um die besondere Beauftragung Jesu und um die besondere Ausr\u00fcstung.<\/p>\n<p>Da kam der Heilige Geist wie eine Taube, falsch, wenn wir sagen es war eine Taube \u2013 der Text sagt nur:\u00a0 wie eine Taube. Es ist die Erf\u00fcllung von Jes. 11,2 und 42,1. Der Geist Gottes ruht auf dem Messias.<\/p>\n<p>Geliebter Sohn \u2013 erinnert uns an viele Begebenheiten aus dem Wort Gottes.<\/p>\n<p>Geschichte Abrahams \u2013 das Opfer, das er mit seinem Sohn Isaak bringen sollte und der verschont wurde. Jesus wird das Opferlamm, das nicht verschont wird, er ging den Weg bis zum Tod.<\/p>\n<p>Hier schon ist die Entscheidung im Gehorsam geschehen. Deshalb geschieht hier die Taufe Jesu und Jesus nimmt diese Passion an. Sein Weg ist gekennzeichnet vom Gehorsam gegen\u00fcber dem Vater. Bereits in den n\u00e4chsten Versen stehen die Versuchungsgeschichten und wieder geht es um Gehorsam. Auch in einer der schwersten Stunden Jesu im Garten Gethsemane bittet Jesus, wenn es m\u00f6glich ist nicht diesen Weg, und geht ihn dann doch im ganzen Gehorsam gegen\u00fcber dem Vater, es gibt keinen anderen Weg. Dieser Weg ist des Vaters Wille und der Sohn gehorcht.<\/p>\n<p>Jesus ist beides, geliebter Gottessohn und gehorsamer Gottesknecht.<\/p>\n<p>Weil Jesus hier gehorsam war, bereit war den Kreuzesweg zu gehen, gilt heute f\u00fcr uns Menschen: ich kann geliebtes Kind sein. Bin angenommen, weil Jesus die Schuld ans Kreuz getragen und ges\u00fchnt hat. Der Gerechtigkeit ist Gen\u00fcge getan. Psalm 2 lesen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Die unverdiente Gerechtigkeit (in Jesus ist uns alles geschenkt)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht (1Joh <em>5<\/em>,<em>12<\/em>).<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Zur Predigtvorbereitung hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigt von Winrich Scheffbuch oder Wilfried Plock. Diese Botschaften findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/\">www.sermon-online.de<\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c und \u201eAutor\u201c ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Es geht in diesem Text um die Einzigartigkeit Jesu, um seine Gottessohnschaft. Gerade weil dieser Punkt in unserer Welt so umstritten ist, sollte es der Schwerpunkt in unserer Predigt sein.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Jesus stellt sich in die Reihe der S\u00fcnder, ganz Mensch<\/p>\n<p>Der Vater best\u00e4tigt den Sohn, ganz Sohn Gottes<\/p>\n<p>Der Messias ist mein Erl\u00f6ser, hier kann ich ganz pers\u00f6nlich werden<\/p>\n<p><strong>Gliederungsvorschl\u00e4ge:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Der Gehorsam des Sohnes<\/li>\n<li>Die Best\u00e4tigung des Vaters<\/li>\n<li>Die unverdiente Gerechtigkeit<\/li>\n<\/ol>\n<p>Gliederung nach Eckhard L\u00f6ffler, vom 02.04.2006<\/p>\n<p><strong>1. Die T\u00fcr zum Himmel haben wir Menschen uns selbst zugeknallt.<br \/>\n2. Jesus hat die T\u00fcr zu Gott wieder aufgemacht.<br \/>\n3. Gott h\u00e4lt die T\u00fcr zum Himmel offen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>oder<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wenn ein ber\u00fchmter Prediger aus dem Takt kommt (V 14).<br \/>\n1. Warum wehrt sich der Johannes? Er hat\u00b4s doch gut gemeint.<br \/>\n2. Warum Jesus die Taufe f\u00fcr sich selbst nicht n\u00f6tig gehabt h\u00e4tte. \u201eGott hat den, der von keiner S\u00fcnde wusste, f\u00fcr uns zur S\u00fcnde gemacht\u201c. Unsere Gerechtigkeit vor Gott ist ihm h\u00f6chstes Ziel.<\/strong><\/p>\n<p>(Hans Pfau)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema: Bitte zuh\u00f6ren \u2013 Jesus wird von Gott best\u00e4tigt Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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