{"id":3412,"date":"2018-06-21T20:00:47","date_gmt":"2018-06-21T18:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3412"},"modified":"2018-06-21T20:00:47","modified_gmt":"2018-06-21T18:00:47","slug":"predigthilfe-vom-22-juli-2018-1-korinther-10-1-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-22-juli-2018-1-korinther-10-1-13\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 22. Juli 2018 &#8211; 1. Korinther 10, 1-13"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema: Ich bin so frei! Unbedingt Freiheit, aber keine Beliebigkeit<\/strong><\/p>\n<h1>1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erl\u00e4uterungen zum Text<\/h1>\n<p><strong>10,1-5<\/strong>: Viele Christen in Korinth sind gef\u00e4hrdet, sich selbst zu \u00fcbersch\u00e4tzen und einer tr\u00fcgerischen Sicherheit zu verfallen \u2013 mit fatalen Folgen. Diese Gef\u00e4hrdung wird von Paulus ausdr\u00fccklich zur Sprache gebracht \u2013 am Beispiel der Geschichte Israels: \u201eIch will euch aber nicht in Unkenntnis dar\u00fcber lassen\u2026\u201c Auch in anderen Zusammenh\u00e4ngen formuliert Paulus so, wenn er Wichtiges mitzuteilen hat (vgl. 12,1; 2Kor 1,8; R\u00f6m 1,13; 11,25; 1Thess 4,13). Seine pers\u00f6nliche, wertsch\u00e4tzende Anrede \u201eBr\u00fcder\u201c (\u201eund Schwestern\u201c) unterstreicht: Mit seinen warnenden Worten verfolgt Paulus eine seelsorgerliche Absicht. Er will die Korinther f\u00fcr einen Lebensvollzug gewinnen, der dem Glauben an Jesus Christus entspricht.<\/p>\n<p>Darum konfrontiert er die Gemeinde mit den Erfahrungen Israels w\u00e4hrend der W\u00fcstenwanderung. Die enge Verbundenheit mit den V\u00e4tern Israels unterstreicht Paulus, indem er sie als \u201eunsere V\u00e4ter\u201c bezeichnet. Zugleich wird deutlich, wie ma\u00dfgebend f\u00fcr die Gemeinde Gottes Handeln an Israel ist. Folgende Aspekte der W\u00fcstenwanderung der \u201eV\u00e4ter\u201c hebt Paulus hervor:<\/p>\n<ul>\n<li>Nach dem Auszug aus \u00c4gypten standen alle Israeliten unter dem Schutz einer Wolke (2Mo 14,19f) und zogen wohlbehalten durchs Meer (2Mo 14,21ff). Das ist ein \u00fcberw\u00e4ltigender Ausdruck f\u00fcr Gottes rettendes Handeln an seinem Volk.<\/li>\n<li>Alle Israeliten sind durch die Wolke und das Meer auf Mose getauft worden. Zwar begegnet im Alten Testament diesbez\u00fcglich kein Hinweis auf die Taufe. Israel war aber in einer bedr\u00fcckenden Notsituation von der Wolke umh\u00fcllt und vom Meer umschlossen. Dies versteht Paulus offenbar als ein Vorausbild f\u00fcr die Taufe als Heilsgabe. Wolke und Meer stehen in Entsprechung zum Wasser der Taufe. Mose gilt als Bevollm\u00e4chtigter Gottes (vgl. 2Mo 14,31). Unter seiner F\u00fchrung hat Israel mit der Befreiung aus \u00e4gyptischer Unterdr\u00fcckung Gottes Heilshandeln erfahren. Auch die Taufe steht im Zusammenhang einer Befreiungstat Gottes, n\u00e4mlich der Befreiung von S\u00fcnde durch Christus (vgl. R\u00f6m 6,4).<\/li>\n<li>Auf dem Weg durch die W\u00fcste haben alle Israeliten das Gleiche gegessen und getrunken: eine geistliche Speise (Manna, 2Mo 16,4.15) und einen geistlichen Trank (Wasser aus einem Fels, 2Mo 17,6). Die Bezeichnung \u201egeistlich\u201c unterstreicht: Manna und Wasser in der W\u00fcste sind unverf\u00fcgbare, von Gott gewirkte Gaben. Manna war in Israel zuvor v\u00f6llig unbekannt. Wasser floss nur, wenn Mose im Auftrag Gottes seinen Stab gegen den Felsen schlug. Zwar wird im Alten Testament nirgends erw\u00e4hnt, dass der Felsen den Israeliten folgte. Aber die st\u00e4ndige Versorgung mit Wasser aus einem Felsen folgte den Stationen der W\u00fcstenwanderung (vgl. 2Mo 17,1-7; 4Mo 20,1-11; 4Mo 21,17f). Diese Erfahrungen Israels bezieht Paulus auf das Abendmahl (vgl. 11,17ff) mit dem Empfang von Brot und Wein als Wegzehrung f\u00fcr die Gemeinde. Die Identifizierung des Wasser spendenden Felsens mit Christus unterstreicht: Gottes Heilszuwendung begegnet in Christus und ist immer schon mit ihm verbunden. Jenseits von Christus gibt es kein Heil. Wir werden hier im Zusammenhang der Geschichte Israels an den pr\u00e4existenten Christus zu denken haben im Unterschied zum erh\u00f6hten Christus, der seiner Gemeinde gegen\u00fcbersteht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fazit: Seine gro\u00dfz\u00fcgigen und wohlwollenden Gaben hat Gott allen zugewendet, die zum Volk Gottes geh\u00f6ren (f\u00fcnfmal \u201ealle\u201c in 10,1-4!). Trotzdem f\u00fchrte der Weg des Volkes Gottes in eine Katastrophe (so die Bedeutung des zugrunde liegenden griechischen Verbs). Die meisten Israeliten lebten im Widerspruch zu Gott. Damit konnte Gott nicht einverstanden sein. Die bittere Konsequenz: Die Menschen durften nicht in das verhei\u00dfene Land Kanaan einziehen (vgl. 4Mo 14,26ff). Ihr Weg endete in der W\u00fcste.<\/p>\n<p><strong>10,6-11<\/strong>: Mit diesem bedr\u00fcckenden Ergebnis ist das Beispiel Israels ein Vorausbild (Vorbild). Es dient der Gemeinde als Warnung. Die von Gott empfangenen geistlichen Heilsgaben bieten keine automatische Heilssicherheit. Wie die \u201eV\u00e4ter\u201c lebt die Gemeinde vom Zuspruch Gottes. Nun kommt es darauf an, anders als die \u201eV\u00e4ter\u201c den Heilszuspruch Gottes nicht zu gef\u00e4hrden. Darum warnt Paulus die Korinther, nicht dem verh\u00e4ngnisvollen Weg der W\u00fcstengeneration zu folgen. Es ist keine Option f\u00fcr die Gemeinde, sich auf das B\u00f6se einzulassen und daran Gefallen zu finden. Mit Bezug auf die Geschichte Israels benennt Paulus konkrete Bereiche, in denen er f\u00fcr die gef\u00e4hrdeten Korinther eine klare Grenze aufzeigt:<\/p>\n<ul>\n<li>Keine G\u00f6tzenverehrung! In Israel wurde sie mit der Verehrung eines selbst gefertigten goldenen Stierbildes inszeniert (2Mo 32,6).<\/li>\n<li>Keine Unzucht (im Zusammenhang der Prostitution heidnischer Kulte)! In Israel f\u00fchrte sie zu sexuellen Eskapaden mit den Moabiterinnen in Schittim (4Mo 25,1-9).<\/li>\n<li>Kein Herausfordern von Christus (s. Anmerkung oben) durch Unglauben und Ungehorsam! In Israel wurden Gott und Mose durch ungerechtfertigte Vorw\u00fcrfe provoziert (4Mo 21,4-6).<\/li>\n<li>Kein Aufbegehren gegen Gott! In Israel wurde permanent gejammert und gen\u00f6rgelt als Ausdruck mangelnden Vertrauens gegen\u00fcber Gottes F\u00fcrsorge (2Mo 16,2; 4Mo 14; vgl. 4Mo 17,2). Der hier begegnende Hinweis auf den \u201eVerderber\u201c bezieht sich auf den Engel des Verderbens, wie er im Alten Testament mehrfach erw\u00e4hnt wird (vgl. 2Mo 12,23; 2Sam 24,16; 1Chr 21,15).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die uralten Erfahrungen Israels w\u00e4hrend der W\u00fcstenwanderung sind nicht als erledigt zu betrachten. Sie haben eine Vorbildfunktion mit dem Hinweis auf Gottes Heilshandeln, aber auch auf das heillose Agieren Israels. F\u00fcr Paulus ist Israel ein typisches Beispiel, an dem deutlich wird: Heillose Beliebigkeit kann sich nicht auf das Wollen Gottes berufen. Das schreibt er den Korinthern ins Stammbuch. Gemeinde lebt am \u201eEnde der Zeiten\u201c. Gott wird sein Heil in Christus vollenden. Damit ist Gemeinde zur Verantwortung herausgefordert.<\/p>\n<p><strong>10,12f<\/strong>: Die Korinther sind \u00fcberzeugt, fest im Glauben zu stehen und deshalb unbeschadet an Mahlzeiten heidnischer Opferkulte teilnehmen zu k\u00f6nnen (vgl. 10,14ff). Doch wer so handelt, verharmlost die eigene Gef\u00e4hrdung. Wer im Glauben steht, soll sich nicht zu sicher sein. Die Versuchungen begegnen so real, dass ein Fallen (Abfallen von Gott) als Verlust des Heils nicht auszuschlie\u00dfen ist.<\/p>\n<p>G\u00f6tzenverehrung, sexuelle Entgleisungen, Vorw\u00fcrfe und n\u00f6rgelndes Aufbegehren gegen Gott \u2013 wie sie Paulus am Beispiel Israels benannt hat \u2013 sind nicht zu verharmlosen. Im Gegenteil: Die Christen in Korinth sind gefordert, Versuchungen als solche zu erkennen und dagegen anzuk\u00e4mpfen. Zugleich soll die Gemeinde wissen: Gott in seiner Treue wird der Bedrohung durch Versuchungen eine Grenze und ein Ende setzen. Gerade mitten in bedrohlichen Anfechtungen und Versuchungen ist auf Gott Verlass. Nicht das steile, fromme Selbstbewusstsein z\u00e4hlt, sondern unbedingtes Gottvertrauen.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung<\/strong>: In seelsorgerlichem Bem\u00fchen um die Gemeinde in Korinth warnt Paulus in Anlehnung an die Geschichte Israels, den Heilszuspruch Gottes nicht durch eigenm\u00e4chtige Beliebigkeit und tr\u00fcgerische Heilssicherheit zu gef\u00e4hrden. Die Gemeinde ist herausgefordert, konkreten Versuchungen entschlossen entgegenzutreten im Vertrauen zu Gott, der allen Versuchungen eine Grenze und ein Ende setzen wird.<\/p>\n<h1>2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hinweise zu Lehre und Leben<\/h1>\n<p>Es lohnt sich, die warnenden Worte von Paulus als seelsorgliche Worte zu bedenken. Sie zielen auf Menschen, deren Vertrauen zu Gott gest\u00e4rkt werden soll angesichts von Gef\u00e4hrdung und Versuchung.<\/p>\n<h2>2.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Seelsorgerliche Worte als vergewissernde Worte (10,1-4)<\/h2>\n<p>Die Korinther waren gef\u00e4hrdet, sich leichtfertig von Gott abzuwenden, obwohl er sie doch unter der Verk\u00fcndigung des Evangeliums berufen hat. Dabei gr\u00fcndet der Glaube nicht im Menschen, sondern in Gottes gn\u00e4diger Zuwendung. Folglich bezieht sich die Glaubensgewissheit nicht auf die menschliche Entscheidung, eigene \u00dcberzeugung oder Zuverl\u00e4ssigkeit, sondern allein auf die Zusage der Treue des berufenden Gottes.<\/p>\n<p>Die Geschichte Israels unterstreicht: Ohne eigenes Zutun wurde Israel von Gott berufen und hat sein rettendes Handeln erfahren. Auf dem Weg durch die W\u00fcste konnten alle Israeliten vom Zuspruch Gottes und seinen geistlichen Wohltaten profitieren. Auch Gemeinde lebt vom Zuspruch Gottes in seinem Wort, in Taufe und Abendmahl. Sie lebt von Gottes Heilshandeln in Jesus Christus, das bedingungslos gilt.<\/p>\n<p>Gemeinde ist also gefordert, mit seelsorgerlichen Worten Gott zu vergewissern, der sich Menschen voraussetzungslos zuspricht und ihnen f\u00fcrsorgend begegnet.<\/p>\n<h2>2.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Seelsorgerliche Worte als warnende Worte (10,5-11)<\/h2>\n<p>Wenn voraussetzungsloser Glaube als folgenloser Glaube gelebt wird, wenn Glaubensgewissheit mit Glaubenssicherheit verwechselt wird, wenn Freiheit der Verantwortung mit Freiheit der Beliebigkeit vertauscht wird, muss vor den fatalen Folgen gewarnt werden. Glaube ist kein Ruhekissen, so dass sich die Glaubenspraxis in Taufe, Abendmahl und Lobpreis ersch\u00f6pft. Glaube bietet keine Sicherheitsgarantie, die das Austesten von Grenzen erlaubt. Glaube bietet keine Freiheit, die jede nur denkbare Beliebigkeit erm\u00f6glicht. Die bedrohlichen Konsequenzen solcher Haltungen spiegeln sich in der Geschichte Israels. Paulus hat sie deutlich erkannt und ausgesprochen. Ganz in seinem Sinne kann und darf angesichts problematischer Entwicklungen in der Gemeinde nicht geschwiegen werden. Seelsorgerliche Verantwortung n\u00f6tigt dazu, unbequeme Wahrheiten zur Sprache zu bringen und Menschen nicht sich selbst zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Gemeinde ist also gefordert, mit seelsorgerlichen Worten vor Irrwegen zu warnen, die in der Konsequenz ein gutes Verh\u00e4ltnis zu Gott schwer belasten.<\/p>\n<h2>2.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Seelsorgerliche Worte als ermutigende Worte (10,12-13)<\/h2>\n<p>Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Lust am B\u00f6sen (in unterschiedlichen Gestalten) der Gemeinde als Versuchung begegnet. Nach Paulus gilt nicht Gott als Urheber von Versuchungen. Stattdessen kennt er \u201emenschliche\u201c (10,13) und \u201esatanische Versuchungen\u201c (7,5; 1Thess 3,5). Sie zielen darauf ab, Menschen zum Abfall von Gott zu verf\u00fchren. Zutreffend hat Martin Luther angedeutet, wie damit umzugehen ist: \u201eWie man nicht wehren kann, dass einem die V\u00f6gel \u00fcber den Kopf herfliegen, aber wohl, dass sie auf dem Kopfe nisten, so kann man auch b\u00f6sen Gedanken nicht wehren, aber wohl, dass sie in uns einwurzeln.\u201c Es gilt also, den b\u00f6sen Gedanken und dem daraus folgenden b\u00f6sen Handeln oder Unterlassen keinen Raum zu gew\u00e4hren. Die gute Nachricht: Gerade in Versuchung und Anfechtung steht Gott in seiner Treue ganz nah an der Seite der Versuchten. Er ist st\u00e4rker als jede Versuchung und wird daf\u00fcr sorgen, dass keinem Menschen mehr zugemutet wird, als er ertragen kann.<\/p>\n<p>Gemeinde ist also gefordert, mit seelsorgerlichen Worten das Vertrauen zu Gott zu st\u00e4rken, der in den Kr\u00e4fte raubenden Versuchungen f\u00fcr ein ertr\u00e4gliches Ma\u00df und Ende sorgt.<\/p>\n<h1>3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bausteine f\u00fcr die Predigt<\/h1>\n<h2>3.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Predigtziel<\/h2>\n<p>Die Predigth\u00f6rer sollen am Beispiel der Gemeinde in Korinth entdecken, wie die warnenden Worte von Paulus einem seelsorgerlichen Anliegen dienen, Christen in ihrer Gef\u00e4hrdung und Versuchung aufzusuchen, im Glauben an Gott zu st\u00e4rken und Irrwege abzuwehren. Nicht zuletzt sollen die H\u00f6rer dazu angeregt werden, im Vertrauen auf Gottes Treue sich eigenen Versuchungen und Gef\u00e4hrdungen zu stellen.<\/p>\n<h2>3.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Predigtthema und Gliederung<\/h2>\n<p>Das Bem\u00fchen von Paulus um die Gemeinde in Korinth regt dazu an, ganz im Sinne des Predigtziels seelsorgerlich zu predigen. Das Predigtthema erm\u00f6glicht folgende Gliederung:<\/p>\n<p><strong><em>Ich bin so frei! Unbedingt Freiheit, aber keine Beliebigkeit<\/em><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong><em> Wodurch wir vergewissert werden<\/em><\/strong><\/li>\n<li><strong><em> Wovor wir gewarnt werden<\/em><\/strong><\/li>\n<li><strong><em> Wozu wir ermutigt werden<\/em><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<h2>3.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Impulse f\u00fcr den Einstieg<\/h2>\n<p>Als Einstimmung aufs Predigtthema werden Warnhinweise, wie sie im t\u00e4glichen Leben begegnen, sichtbar pr\u00e4sentiert (per Beamer, mitgebrachte Beispiele o.\u00e4.): Verkehrszeichen, Schilder an Baustellen und anderen Orten, Hinweise auf Beipackzetteln von Medikamenten, in Bedienungsanleitungen f\u00fcr technische Ger\u00e4te, bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln oder Spielzeug usw. Daran k\u00f6nnen sich folgende \u00dcberlegungen anschlie\u00dfen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie nehmen Menschen Warnhinweise wahr und wie gehen sie damit um?<\/li>\n<li>Welchen Sinn erf\u00fcllen Warnhinweise? Weshalb sind sie notwendig? Was kann passieren, wenn sie ignoriert werden?<\/li>\n<li>Wie reagieren Menschen auf pers\u00f6nliche Warnungen? (Eltern warnen Kinder, Lehrer warnen Sch\u00fcler, Chefs warnen Mitarbeiter usw.) Was ist anders als bei den unpers\u00f6nlichen Warnhinweisen?<\/li>\n<li>Wieso engen Warnhinweise Freiheit nicht ein, sondern unterst\u00fctzen sie?<\/li>\n<\/ul>\n<h2>3.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Impulsfragen f\u00fcr die Predigt<\/h2>\n<p>Die folgenden Fragen (kein Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit) sollen als Hilfe f\u00fcr die Predigt dazu anregen, die Aussagen des Textes mit der Wirklichkeit heutiger Gemeinde zu verbinden.<\/p>\n<p><strong>Impulse f\u00fcr 10,1-5<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Obwohl Paulus kritische Themen zur Sprache bringt, spricht er die Korinther mit \u201eliebe Br\u00fcder\u201c an. Wie ist diese Anrede zu deuten?<\/li>\n<li>Paulus verweist auf Stationen der Geschichte Israels. Wie handelt Gott an seinem Volk? Welche guten Gaben wendet er ihnen zu?<\/li>\n<li>Welche geistlichen Erfahrungen der Gemeinde in Korinth spiegeln sich in den Erfahrungen Israels wieder? Wie beantworten wir diese Frage f\u00fcr unsere Gemeinde?<\/li>\n<li>Trotz guter Erfahrungen mit Gott f\u00fchrt der Weg Israels in die Katastrophe. Wie konnte es dazu kommen?<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Impulse f\u00fcr 10,6-11<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Inwiefern dient Israel mit seinen guten geistlichen Erfahrungen, aber auch mit seinem Desaster als Vorbild f\u00fcr die Gemeinde? Was soll Gemeinde daraus lernen?<\/li>\n<li>Vor welchen konkreten Gef\u00e4hrdungen warnt Paulus die Gemeinde in Korinth in Anlehnung an Israels Versagen w\u00e4hrend der W\u00fcstenwanderung?<\/li>\n<li>Welchen Gef\u00e4hrdungen in der Gemeinde von heute m\u00fcssen wir besondere Aufmerksamkeit widmen? In welchen Bereichen begegnen uns Versuchungen, die am st\u00e4rksten herausfordern? Was haben wir dem entgegenzusetzen?<\/li>\n<li>Wie verhalten sich Zuspruch und Anspruch des Evangeliums zueinander? Welche Folgen hat das f\u00fcr unseren Glauben und unser Leben?<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Impulse f\u00fcr 10,12-13<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Wem gilt die Aussage von 10,12? Wie ist sie zu deuten und wie kann eine lebenspraktische Umsetzung aussehen?<\/li>\n<li>Das Zitat Martin Luthers zum Stichwort Versuchung (s. oben 2.3) pr\u00e4sentieren. Welche Schl\u00fcsse ziehen wir aus dem Rat Luthers angesichts von Gef\u00e4hrdung und Versuchung?<\/li>\n<li>Welchen hoffnungsvollen Hinweis bietet Paulus angesichts von Versuchungen, die uns arg zusetzen k\u00f6nnen?<\/li>\n<\/ul>\n<h2>3.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Impuls f\u00fcr konkrete Schritte<\/h2>\n<p>Innerhalb der Gemeinde sollte gemeinsam gekl\u00e4rt werden: In welchen Bereichen sind wir gef\u00e4hrdet, als Christen in Familie, Gemeinde, Gesellschaft usw. christliche Freiheit mit Beliebigkeit zu verwechseln? Welche seelsorgerliche Unterst\u00fctzung lassen wir zu bzw. k\u00f6nnen und wollen wir einander gew\u00e4hren? Wie setzen wir das konkret um?<\/p>\n<p>Christoph M\u00fcller<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema: Ich bin so frei! 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