{"id":3408,"date":"2018-06-20T17:48:03","date_gmt":"2018-06-20T15:48:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3408"},"modified":"2018-06-20T17:48:03","modified_gmt":"2018-06-20T15:48:03","slug":"predigthilfe-vom-15-juli-2018-1-korinther-9-16-27","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-15-juli-2018-1-korinther-9-16-27\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 15. Juli 2018 &#8211; 1- Korinther 9, 16-27"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema: Ich bin so frei! Freiheit wovon? Freiheit wozu?<\/strong><\/p>\n<h1>1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erl\u00e4uterungen zum Text<\/h1>\n<p><strong>9,16-18<\/strong>: Mit dem Stichwort \u201eRuhm\u201c wird der Gedankengang von 9,15 fortgef\u00fchrt. Paulus verzichtet freiwillig auf sein Recht auf Versorgung durch die Gemeinde. Niemand soll seinen Ruhm besch\u00e4digen k\u00f6nnen, den er in Christus sucht. F\u00fcr sich selber erwartet Paulus keinen Ruhm. Er verk\u00fcndigt das Evangelium, weil er seit seiner Berufung gar nicht anders kann (und will). Die Macht der erfahrenen Gnade Gottes fordert ihn als Menschen radikal (vgl. das Geschick der Propheten, z.B. Jer 20,9). Weil Gott \u00fcber Paulus verf\u00fcgt und ihn zum \u201eVerwalter der Geheimnisse Gottes\u201c eingesetzt hat (vgl. 4,1), besteht sein Lohn im Verzicht auf eine Verg\u00fctung seiner Verk\u00fcndigung. Sein Lohn besteht also darin, sich seinen Lebensunterhalt selbst zu erarbeiten. Das macht ihn zwar angriffig f\u00fcr seine Gegner (s. Predigthilfe f\u00fcr 8.7.2018 zu 9,2), l\u00e4sst ihn aber an der Niedrigkeit von Christus teilhaben. Paulus r\u00fchmt sich also dessen, was er durch seinen Herrn ist (vgl. 1,31).<\/p>\n<p><strong>9,19<\/strong>: Der Apostel formuliert nun eine \u00fcberraschend paradoxe Aussage. Einerseits: Paulus ist allen gegen\u00fcber frei. Damit ist er unabh\u00e4ngig von Anspr\u00fcchen auf sein Leben, die von anderen erhoben werden k\u00f6nnten. Andererseits: Paulus ist frei, f\u00fcr andere Menschen da zu sein. Damit macht er sich sogar zum Sklaven (Luther: \u201eKnecht\u201c) aller. Diese Freiheit, aus Freiheit zu verzichten, er\u00f6ffnet einen weiten Raum, in engagierter Hingabe (als Sklave!) den Menschen zu dienen. Dabei l\u00e4sst Paulus keinen Zweifel an der Absicht seines Dienstes. F\u00fcnfmal wird von ihm hervorgehoben (9,19.20-22): \u201eum (m\u00f6glichst viele) zu gewinnen\u201c. Sein entschlossener Einsatz zielt darauf ab, Menschen f\u00fcr Christus zu gewinnen. Sowohl mit seiner Verk\u00fcndigung als auch mit seinem Lebensstil konzentriert er sich ganz auf sein Gegen\u00fcber. Das wird nun hinsichtlich verschiedener Zielgruppen pr\u00e4zisiert.<\/p>\n<p><strong>9,20<\/strong>: Den Juden (\u201edie unter dem Gesetz sind\u201c) begegnet Paulus wie ein Jude. Seiner Herkunft und Erziehung nach war er selber Jude. Wie die Juden h\u00e4lt sich Paulus an die Wegweisungen der Tora (Gesetz). Jedoch misst er ihnen keine Heilsbedeutung mehr zu, denn Paulus sucht das Heil allein in Christus (vgl. R\u00f6m 10,13). Das unterscheidet ihn als Christ von den Juden.<\/p>\n<p><strong>9,21<\/strong>: Den Nichtjuden (\u201edie ohne Gesetz sind\u201c) begegnet Paulus wie ein Nichtjude. Er dr\u00e4ngt ihnen nicht die Wegweisungen der Tora als Voraussetzung des Heils auf. Doch in seiner Bindung an Christus achtet er durchaus die Weisungen der Tora. Das unterscheidet ihn als Christ von den Nichtjuden. Paulus ist \u201eim Gesetz Christi\u201c verwurzelt. Im Gehorsam gegen\u00fcber Christus lebt er gem\u00e4\u00df dem Willen Gottes. Dieser begegnet in den Weisungen der Tora. Sie dr\u00e4ngen nicht auf Pflichterf\u00fcllung, sondern haben ihren Dreh- und Angelpunkt in der Liebe (Mt 22,36-40; vgl. Gal 5,14; R\u00f6m 13,9f).<\/p>\n<p><strong>9,22<\/strong>: Den Schwachen begegnet Paulus als Schwacher (nicht \u201ewie\u201c ein Schwacher). Das fehlende Wort \u201ewie\u201c unterstreicht den entgegenkommenden Einsatz von Paulus, der besonders den Schwachen in der Gemeinde gilt. Paulus geht den Weg der Schwachen mit, um sie auf ihrem Glaubensweg zu f\u00f6rdern. Er verzichtet darauf, die in Christus gewonnene Freiheit demonstrativ auszuleben, um nicht die Schwachen mit ihrem \u00e4ngstlichen Gewissen zu \u00fcberfordern und zu belasten (vgl. 8,7ff). Mit diesem Verzicht aus Liebe will Paulus die Schwachen gewinnen f\u00fcr ein Leben in der Freiheit des Glaubens in der Bindung an Christus.<\/p>\n<p>Mit der zusammenfassenden Aussage \u201eIch bin allen alles geworden\u201c zieht Paulus einen weiten Radius hin zu den Menschen unterschiedlichster Glaubens\u00fcberzeugungen. Damit wird unterstrichen: Mission nimmt teil an der Liebesbewegung Gottes, denn Gott will, dass alle Menschen gerettet werden (1Tim 2,4). \u201eUm \u00fcberhaupt einige zu retten\u201c, verh\u00e4lt sich Paulus wie ein Jude bzw. Nichtjude, ohne seine Identit\u00e4t und Bindung an Christus preiszugeben. Die beiden Aussagen \u201e\u00fcberhaupt einige retten\u201c und \u201em\u00f6glichst viele gewinnen\u201c bilden keinen Widerspruch. Sie bewahren vor \u00dcberforderung: Keiner muss alles tun, sondern jeder bringt sich in seinen Grenzen ein als Werkzeug des rettenden Evangeliums.<\/p>\n<p><strong>9,23<\/strong>: Das Evangelium ist also Ausdruck der Bewegung Gottes zu den Menschen. Wer an dieser Bewegung nicht teilhat, verliert das Evangelium. Das hat Paulus f\u00fcr sich selbst im Blick, aber auch f\u00fcr die Christen in Korinth: Gemeinde ist wesenhaft Mission oder sie ist nicht Gemeinde.<\/p>\n<p><strong>9,24<\/strong>: Mit vertrauten Bildern aus der Welt des Sports unterstreicht Paulus den Grundgedanken eines zielgerichteten Einsatzes. Er bezieht sich auf die stadtbekannten Isthmischen Spiele. Diese in Korinth stattfindenden Wettk\u00e4mpfe gelten neben den Olympischen Spielen als eines der bemerkenswertesten Sportereignisse der Antike. Mit der Formulierung \u201eWisst ihr nicht?\u201c verweist Paulus auf die Zielstrebigkeit der Sportler im Wettkampf. Ein Sportler kennt nur ein Ziel, f\u00fcr das er k\u00e4mpft: Er will unbedingt siegen. Paulus ermuntert die Gemeinde, sich ebenso motiviert und kompromisslos f\u00fcrs Evangelium einzusetzen.<\/p>\n<p><strong>9,25<\/strong>: Eine erfolgreiche Teilnahme an den Spielen erfordert ein hartes und intensives Training. Bereits zehn Monate vor den Wettk\u00e4mpfen beginnen die Sportler, auf Alkohol, Frauen und ungesunde Ern\u00e4hrung zu verzichten. Das alles muten sich die Wettk\u00e4mpfer zu, um als Sieger aus den Wettbewerben hervorzugehen, um dann mit einem Kranz aus Kiefernzweigen (nicht aus Olivenzweigen wie bei den Olympischen Spielen) geehrt zu werden. Irgendwann aber wird dieser Kranz verwelken. Die Glaubenden (\u201ewir\u201c) erwartet dagegen ein nicht verg\u00e4nglicher \u201eSiegeskranz\u201c. Mit diesem Hinweis auf das Heil des ewigen Lebens (vgl. Jak 1,12; Offb 2,10; 1Petr 5,4; 2Tim 4,8) unterstreicht Paulus die hohe Bedeutung, die dem Einsatz f\u00fcrs Evangelium zukommt.<\/p>\n<p><strong>9,26<\/strong>: Seine Einsichten aus der Welt des Sports bezieht Paulus auch auf seine eigene Person. Sein Dienst als Apostel erfordert wie bei einem Wettk\u00e4mpfer Kondition, Energie und Ausdauer. Wie beim Wettlauf verliert er nicht das Ziel aus den Augen. Wie beim Boxkampf konzentriert sich Paulus voll auf den Gegner.<\/p>\n<p><strong>9,27<\/strong>: Dabei ist sich Paulus durchaus bewusst: Der gr\u00f6\u00dfte Gegner seines Dienstes begegnet in der eigenen Person. Darum f\u00fchrt Paulus einen rigorosen Kampf gegen sich selbst \u2013 gegen M\u00fcdigkeit, Tr\u00e4gheit, Bequemlichkeit oder Lustlosigkeit. Ein zielstrebiger Einsatz verlangt ein \u00dcberwinden des inneren \u201eSchweinehunds\u201c. Paulus ist so frei, sich selbst in konsequenter Selbstdisziplin zu bezwingen. Immerhin h\u00e4ngt seine eigene Glaubw\u00fcrdigkeit davon ab, wie hingegeben und zielstrebig er seinem Auftrag folgt. Anderen zu predigen und selber verwerflich werden \u2013 das w\u00e4re ein k.o.-Kriterium f\u00fcr seinen Dienst als Apostel.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung<\/strong>: Im Glauben an Christus gewinnt Paulus die Freiheit, den Menschen unterschiedlicher Lebenswelten mit dem Evangelium leidenschaftlich zu dienen, um sie f\u00fcr Jesus Christus zu gewinnen. Wie ein Sportler f\u00fchrt er einen disziplinierten Kampf gegen sich selbst, um f\u00fcr seinen Dienst glaubw\u00fcrdig und tauglich zu sein.<\/p>\n<h1>2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hinweise zu Lehre und Leben<\/h1>\n<h2>2.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Freiheitliche Existenz<\/h2>\n<p>Freiheit als zentraler Begriff unserer Gesellschaft ist ein hohes Gut: Gewissensfreiheit, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Pressefreiheit, Bildungsfreiheit, Freiheit der Wissenschaft, Freiheit der Kunst\u2026 Diese Freiheiten sind es wert, gesch\u00fctzt zu werden. F\u00fcr viele Menschen unserer Kultur bedeutet Freiheit vor allem Entscheidungsfreiheit: \u201eIch selbst bestimme, welchen Arzt ich besuche, mit welchem Partner ich das Leben teile, wie ich esse, welches Auto ich fahre, wo ich wohne, welchen Beruf ich aus\u00fcbe, wie ich mein Leben gestalte, welche Risiken ich eingehe, welche Politiker ich w\u00e4hle\u2026 Niemand hat mir da hineinzureden. Ich tue und lasse, was ich will. Ich bin frei!\u201c<\/p>\n<p>Paulus vertritt ein von Jesus Christus gepr\u00e4gtes Freiheitsverst\u00e4ndnis (9,19). Es deckt sich nicht mit dem Freiheitsverst\u00e4ndnis unserer modernen Kultur. Da aber Gemeinde auch von ihrer Zeit und Umwelt gepr\u00e4gt wird, ist sie gut beraten, sich mit dem Freiheitsverst\u00e4ndnis von Paulus auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p>Auch Martin Luther hat an das Freiheitsverst\u00e4ndnis von Paulus angekn\u00fcpft. Seine bemerkenswerte Schrift \u201eVon der Freiheit eines Christenmenschen\u201c beginnt mit einem Paukenschlag:<\/p>\n<p>Ein Christenmensch ist ein freier Herr \u00fcber alle Dinge und niemandem untertan.<\/p>\n<p>Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.<\/p>\n<p>Diese ber\u00fchmte und paradoxe Doppelaussage provoziert. Freiheit gibt es nur im Doppelpack: \u201eFreier Herr\u201c und \u201edienstbarer Knecht\u201c. \u201eNiemandem verpflichtet\u201c und \u201ejedermann verpflichtet\u201c. Wer Freiheit sagt, muss angeben k\u00f6nnen, wovon er frei ist. \u201eFreiheit von nichts\u201c ist ein sinnloser Gebrauch dieses Wortes. Andererseits: Wer Freiheit sagt, muss auch angeben k\u00f6nnen, wozu er frei ist. Denn \u201eFreiheit f\u00fcr nichts\u201c ist ebenso sinnlos.<\/p>\n<p>In aller Deutlichkeit unterstreicht Luther: Die Freiheit von Menschen und M\u00e4chten er\u00f6ffnet die Freiheit, f\u00fcr Menschen da zu sein \u2013 um des Evangeliums willen. Jenseits von Selbstbestimmung und Fremdbestimmung kann der von Christus befreite Mensch lieben. Und zwar frei, fr\u00f6hlich, umsonst \u2013 nicht zwanghaft und verkrampft. Erst Freiheit versetzt in die Lage, dem N\u00e4chsten dankbar und ganz praktisch durch Wort und Tat in Liebe zu begegnen.<\/p>\n<p>Der Dienst am N\u00e4chsten bedeutet nicht Einschr\u00e4nkung oder Verlust von Freiheit. Im Dienst am N\u00e4chsten wird Freiheit erst verwirklicht. Liebe, die mich selbst befreit hat und mich wieder und wieder befreit, f\u00fchrt mich zum Dienst am N\u00e4chsten. Indem ich in dieser Liebe bleibe, bleibe ich in der Freiheit. N\u00e4chstenliebe ist nicht soziale und missionarische Verpflichtung, die an die Freiheit angeh\u00e4ngt wird. Sie geh\u00f6rt zum Wesen von Freiheit und dient dem Evangelium.<\/p>\n<h2>2.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Missionarische Existenz<\/h2>\n<p>Es ist die \u00fcberw\u00e4ltigende Erfahrung der Christusliebe, die Paulus dazu motiviert, m\u00f6glichst viele Menschen f\u00fcr Christus zu gewinnen. Darum ist er \u201eallen alles geworden\u201c. Missionarische Existenz fordert dazu heraus, in die unterschiedlichen kulturellen, sozialen und weltanschaulichen Umgebungen von Menschen einzutauchen, ohne die eigene Glaubenshaltung daran anzupassen oder preiszugeben. Das wirft eine F\u00fclle von Fragen auf: Wie kann dies konkret verwirklicht werden? Was bedeutet es, einem Atheisten ein Atheist zu werden? Einem Alkohol- oder Drogenabh\u00e4ngigen ein Abh\u00e4ngiger zu werden? Einem Esoteriker ein Esoteriker, einem Gefl\u00fcchteten ein Gefl\u00fcchteter oder einem Liberalen ein Liberaler zu werden? Hinter allen diesen Fragen steht die Spannung zwischen Identit\u00e4t und Relevanz der christlichen Botschaft. Die Identit\u00e4t besteht darin, unbeirrt das Evangelium von Jesus Christus, wie es die Apostel verk\u00fcndigt haben, weiterzutragen. Die Relevanz besteht darin, Menschen in der Not ihres Lebens, ihrer Zeit und Welt aufzusuchen und anzusprechen. Niemand wird und muss Zugang zu allen Menschen finden. Aber die Leidenschaft, dass \u201e\u00fcberhaupt einige gerettet werden\u201c, n\u00f6tigt dazu, mutige Schritte auf Menschen zuzugehen. Dabei gilt: Nicht die einzelne Person verk\u00f6rpert die Gestalt des Christus, die der Welt begegnet, sondern die Gemeinde als sein Leib.<\/p>\n<h1>3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bausteine f\u00fcr die Predigt<\/h1>\n<h2>3.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Predigtziel<\/h2>\n<p>Die Predigth\u00f6rer sollen die Chancen christlicher Freiheit erkennen, damit sie aus dieser Freiheit heraus den Menschen unterschiedlicher Lebenswelten zur Verf\u00fcgung stehen k\u00f6nnen, um sie f\u00fcr Christus zu gewinnen. Daf\u00fcr lohnt es sich, Verzicht aus Liebe einzu\u00fcben.<\/p>\n<h2>3.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Predigtthema und Gliederung<\/h2>\n<p>F\u00fcr den Aufbau der Predigt bietet es sich an, die paradoxe Doppelthese von Paulus (9,19) aufzunehmen und daran anzukn\u00fcpfen. Daraus ergeben sich zwei Gliederungspunkte f\u00fcr die Predigt.<\/p>\n<p><strong><em>Ich bin so frei! Freiheit wovon? Freiheit wozu?<\/em><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong><em> Ich bin so frei, niemandem verpflichtet zu sein<\/em><\/strong><\/li>\n<li><strong><em> Ich bin so frei, jedem verpflichtet zu sein<\/em><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<h2>3.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 M\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Predigteinstieg<\/h2>\n<p><strong>Erster Vorschlag<\/strong>: Ein Lied von Reinhard Mey wird zur Diskussion gestellt: \u201e\u00dcber den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.\u201c Lied und Text sind im Internet zu finden.<\/p>\n<ul>\n<li>Wie wird die Sehnsucht nach Freiheit in diesem Lied aufgenommen und verarbeitet?<\/li>\n<li>Welches Freiheitsverst\u00e4ndnis begegnet uns in unserer westlichen Kultur?<\/li>\n<li>Wie verstehen wir als Christen Freiheit?<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zweiter Vorschlag<\/strong>: Die beiden Thesen aus der Freiheitsschrift Luthers (s. oben) werden vorgestellt.<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Gedanken und Gef\u00fchle l\u00f6sen die beiden paradoxen S\u00e4tze beim Predigth\u00f6rer aus?<\/li>\n<li>Inwiefern umschreiben beide S\u00e4tze gemeinsam das Verst\u00e4ndnis christlicher Freiheit?<\/li>\n<li>Worin unterscheidet sich christliche Freiheit vom Freiheitsverst\u00e4ndnis unserer Gesellschaft?<\/li>\n<\/ul>\n<h2>3.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Impulse f\u00fcr die Predigt<\/h2>\n<p>Die nachfolgenden Fragen sind dazu gedacht, Impulse des Bibeltextes aufzunehmen und f\u00fcr den Predigth\u00f6rer fruchtbar werden zu lassen.<\/p>\n<ul>\n<li>Wie sind bei Paulus Freiheit und missionarische Existenz miteinander verkn\u00fcpft?<\/li>\n<li>Welche Rolle spielt Freiheit f\u00fcr unseren missionarischen Einsatz in und au\u00dferhalb der Gemeinde?<\/li>\n<li>Welche Absicht verfolgt Paulus, wenn er sich im Namen der Freiheit sogar zum \u201eSklaven\u201c von Menschen macht?<\/li>\n<li>Welche Vorbildwirkung entfaltet Paulus f\u00fcr die Christen in Korinth und f\u00fcr uns?<\/li>\n<li>Wie haben wir uns die Zuwendung von Paulus zu verschiedenen Zielgruppen vorzustellen: Den Juden ein Jude, den Nichtjuden eine Nichtjude, den Schwachen ein Schwacher, allen alles?<\/li>\n<li>Was k\u00f6nnen wir von dieser Art der Zuwendung f\u00fcr heutige Zielgruppen lernen? Wovor schrecken wir zur\u00fcck? Welche Vorbehalte m\u00fcssen wir \u00fcberwinden?<\/li>\n<li>Was kann uns helfen, in der Zuwendung zu Menschen gr\u00f6\u00dfte N\u00e4he zu leben, ohne das Evangelium anzupassen oder preiszugeben?<\/li>\n<li>Paulus spricht einerseits davon \u201em\u00f6glichst viele zu gewinnen\u201c und andererseits davon \u201e\u00fcberhaupt einige zu gewinnen (zu retten)\u201c? Wie ist diese Spannung zu erkl\u00e4ren? Welche Folgerungen ergeben sich daraus f\u00fcr unseren missionarischen Einsatz?<\/li>\n<li>Welche Einsichten aus der antiken Welt des Sports greift Paulus auf? Was will er damit unterstreichen?<\/li>\n<li>Welche Folgerungen zieht Paulus aus einem Sportlerleben f\u00fcr sich selbst? Welche Konsequenzen haben wir zu bedenken?<\/li>\n<\/ul>\n<h2>3.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Predigtbeispiel aus der Welt des Sports<\/h2>\n<p>Zitat des Fu\u00dfballprofis Mario G\u00f6tze:<\/p>\n<p>\u201eEinem heute 10-j\u00e4hrigen Jungen, der vom Leben als Fu\u00dfballprofi tr\u00e4umt, w\u00fcrde ich sagen, dass er auf ganz viel verzichten muss, jeden Tag trainieren.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMan darf nicht den Druck versp\u00fcren, ich muss jetzt trainieren, sondern ich habe Spa\u00df und Freude, es ist ein Genuss, nun trainieren und Fu\u00dfball spielen zu gehen. Dieses Gef\u00fchl muss ein st\u00e4ndiger Wegbegleiter bleiben.\u201c<\/p>\n<p>(Quelle: J\u00f6rg Runde, Thomas Tamberg: Traumberuf Fu\u00dfballprofi \u2013 Der harte Weg vom Bolzplatz in die Bundesliga. Wiley-Verlag)<\/p>\n<ul>\n<li>Warum erfordert nicht nur der Sport, sondern auch der Einsatz f\u00fcrs Evangelium Verzicht und Training und damit einen Kampf gegen die eigene Person?<\/li>\n<li>Was motiviert einen Profisportler wie Mario G\u00f6tze zum Durchhalten? Was motiviert Christen zum Durchhalten im Einsatz f\u00fcrs Evangelium?<\/li>\n<\/ul>\n<h2>3.6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Impuls f\u00fcr konkrete Schritte<\/h2>\n<p>Welche(n) Menschen m\u00f6chtest Du unbedingt f\u00fcr Christus gewinnen? Was wirst Du ver\u00e4ndern und welche konkreten Schritte bist Du bereit zu gehen, um dieses Wollen in der Freiheit des Glaubens an Christus leidenschaftlich umzusetzen? Tue es, wenn Du glaubw\u00fcrdig bleiben willst!<\/p>\n<p>Christoph M\u00fcller<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema: Ich bin so frei! Freiheit wovon? 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