{"id":3376,"date":"2018-04-27T20:34:22","date_gmt":"2018-04-27T18:34:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3376"},"modified":"2018-05-04T20:35:08","modified_gmt":"2018-05-04T18:35:08","slug":"predigthilfe-vom-20-mai-2018-eph-420-32-515-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-20-mai-2018-eph-420-32-515-20\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 20. Mai 2018 &#8211; Eph 4,20-32; 5,15-20"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pfingsten<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema:<\/strong><strong> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Voll Geist \u2013 wer wirklich mein Leben bestimmt <\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext <\/strong><\/p>\n<p>Der Epheserbrief ist einer der Gefangenschaftsbriefe (3,1; 4,1; 6,20) des Paulus, die er \u00fcber Tychikus (6,21) aus Rom im Jahren ca. 60\u201363 n.Chr. hat \u00fcberbringen lassen. Vermutlich wurde dieser Brief als eine Art Rundschreiben an verschiedene Gemeinden in Kleinasien weitergegeben.<\/p>\n<p>Ziel war es, den Gl\u00e4ubigen die Bedeutung und das Wesen der Gemeinde als g\u00f6ttlichen Bau (2,19-22), als Leib Christi (4,12-16) und als Braut bzw. Ehefrau Christi (5,25-33) vor Augen zu stellen.<\/p>\n<p>Gerade im zweiten Teil des Briefes ab Kapitel 4 betont Paulus die praktischen Auswirkungen des christlichen Glaubens auf das Verhalten des Gl\u00e4ubigen.<\/p>\n<p>Es geht dabei um den neuen Wandel des Christen im neuen Menschen. Von Gott geschaffen (Eph 2,10) zu guten Werken sollten die Christen nun unter der Herrschaft des Heiligen Geistes leben, mit dem sie seit ihrer Wiedergeburt versiegelt wurden (Eph 1,13).<\/p>\n<p><strong>Zur Predigt dienen zwei entscheidende Schl\u00fcsselstellen<\/strong>:<\/p>\n<p><em>Eph 4,30\u00a0\u00a0 Und betr\u00fcbt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid f\u00fcr den Tag der Erl\u00f6sung!<\/em><\/p>\n<p><em>Eph 5,18\u00a0\u00a0 Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes.<\/em><\/p>\n<p><strong>Zentrale Botschaft ist: <\/strong>Den Geist nicht betr\u00fcben, sondern &#8222;voll Geistes&#8220; werden durch weisen Lebenswandel, durch gegenseitige Erbauung mit Psalmen und Lobliedern,<\/p>\n<p>durch Beseitigung von Bitterkeit, Wut, Zorn\u2026 und durch gegenseitig gew\u00e4hrte<\/p>\n<p>Vergebung.<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p><em>Walvoord, John und Zuck, Roy<\/em> \u201eDas Neue Testament erkl\u00e4rt und ausgelegt\u201c, Band 4, \u00a0H\u00e4nssler<br \/>\n<em>Rienecker, Fritz <\/em>\u201eDer Brief des Paulus an die Epheser\u201c Wuppertaler Studienbibel, Brockhaus<\/p>\n<p><em>Barclay, William<\/em> \u201eBrief an die Epheser &#8211; Auslegung des Neuen Testamentes\u201c, Aussaat Verlag<\/p>\n<p>Hilfreiche Querverweise in die ganze Bibel bietet die Thompson Studienbibel<br \/>\nHilfreiche Infos zum Text liefert auch die MacArthur Studienbibel (als pdf zum Downloaden auf <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\">www.sermon-online.de<\/a>)<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Eph 4,20-32<\/p>\n<p><em>V.20-21 Jesus das Vorbild zum christlichen Lebenswandel <\/em><\/p>\n<p>Die Lebensweise der Christen in Ephesus entsprach angeblich nicht der des Herrn Jesus. So wie sie lebten hatten sie ihn nicht kennen gelernt! Die Bibel ist das Wort der Wahrheit, in ihr h\u00f6ren und lesen wir vom Lebenswandel Jesu, der uns als seine Nachfolger ein Vorbild sein soll. Paulus macht klar, dass der christliche Glaube nicht von dem vorbildlichen Lebenswandel Jesu noch vom Wort Gottes abgekoppelt werden darf. Wer das tut, lebt noch im alten Wesen. Leider werden heute oft ethische und moralische Lebens- und Verhaltensweisen unter Christen gut gehei\u00dfen, die wir so weder bei Jesus gesehen, noch in der Bibel gelesen haben. Hier ruft Paulus zur Umkehr, Bu\u00dfe und Erneuerung auf.<\/p>\n<p><em>V.22-24 Eine Bekehrung f\u00fchrt zu einem echten christlichen Lebenswandel\/Lebenswende<\/em><\/p>\n<p>Diese Erneuerung geschieht durch das Ablegen des alten Menschen mit seinen Gewohnheiten und Handlungen. \u201eWir sollen es einfach lassen\u201c ist dabei aber nicht nur ein Aufruf an den menschlichen Willen, sondern vielmehr ein Bu\u00dfruf zum erneuerten Denken (R\u00f6m 12,2ff). Die Kraft, die alten Lebensgewohnheiten abzulegen bekommt der Mensch durch das Wunder der Wiedergeburt. Im Heiligen Geist wird der Mensch ganz erneuert. Er ist eine neue Sch\u00f6pfung (Eph 2,15, 4,24; Kol 3,10; Gal 6,15). Dieser neu geschaffene Mensch ist kein reformierter alter Mensch, der das upgrade des Geistes Gottes ist. Nein, es ist etwas ganz Neues entstanden. Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur (2Kor 5,17).<\/p>\n<p>Es ist so wichtig, dass es im Leben eines Christen diesen Unterschied zwischen alt und neu gibt, zwischen einst und jetzt, zwischen damals und heute.<\/p>\n<p>Einst geistlich tot \u2013 jetzt lebendig gemacht \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eph 2,1-3<\/p>\n<p>Einst fern von Gott \u2013 jetzt in Christus\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eph 2,13<\/p>\n<p>Einst in der Finsternis \u2013 jetzt im Licht \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eph 5,8<\/p>\n<p>Einst Sklaven der S\u00fcnde \u2013 jetzt frei um Christus zu dienen R\u00f6m 6,22<\/p>\n<p>Einst unter dem Gesetz\u2013 jetzt unter dem Geist Gottes\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 R\u00f6m 7,6<\/p>\n<p>Der Alte Mensch (ungl\u00e4ubige Lebensweise) steht im Gegensatz zum Neuen Menschen (gl\u00e4ubig), der in der Lebensweise Christi immer mehr in der Heiligkeit zunimmt.<\/p>\n<p><em>V.25-29 Anleitung zum christlichen Lebenswandel<\/em><\/p>\n<p>Ganz praktisch werden konkrete Beispiele f\u00fcr das Fehlverhalten angesprochen. Der Geist Gottes wirkt im Gl\u00e4ubigen sehr konkret und praktisch. Schritt f\u00fcr Schritt soll der Gl\u00e4ubige die alten Kleider und Gewohnheiten ablegen. Damit er aber nicht nackt dasteht, soll er die alten Kleider durch einen neuen Lebenswandel mit anderen Verhaltensgewohnheiten ersetzen. An ein \u00dcberkleiden des Alten ist nicht gedacht. So geht es um Wahrheit kontra L\u00fcge, Gebet kontra Zorn, Gutes tun kontra Stehlen, ermutigendes Zureden kontra l\u00e4sternde Kritik.<\/p>\n<p><em>V.30-32 Der geistliche Schl\u00fcssel zum christlichen Lebenswandel <\/em><\/p>\n<p>Ohne das sanfte Wirken und Dr\u00e4ngen des Heiligen Geistes fehlt uns nicht nur der Mahner und Ermutiger f\u00fcr ein Christenleben, sondern auch die Kraft. Eine ungetr\u00fcbte Beziehung zu Jesus schafft Vertrauen, st\u00e4rkt den Willen gegen Versuchungen und S\u00fcnden zu widerstehen. Entfernen oder l\u00f6sen wir uns von der Beziehung des dreieinigen Gottes, so zieht sich auch der Geist Gottes mit seiner Mahnung, Ermutigung und seinem Einfluss zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Den Heiligen Geist zu betr\u00fcben bedeutet, ihm Sorgen zu bereiten, ihn kr\u00e4nken, beleidigen oder bek\u00fcmmern, weil wir Dinge tun die seinem heiligen Willen widersprechen. Dabei zieht sich der Heilige Geist nicht beleidigt zur\u00fcck, sondern durch unsere S\u00fcnde wird seine Heiligkeit betr\u00fcbt, so dass wir sein Wirken d\u00e4mpfen\/unterdr\u00fccken (vgl. 1Thes 5,19).<\/p>\n<p>Wenn auch der Gl\u00e4ubige mit dem Geist Gottes versiegelt ist, so zwingt uns der Geist Gottes niemals zur Nachfolge, vielmehr wirbt er darum, dass wir das Ziel unsere Rettung \u2013 den Tag der Erl\u00f6sung und Begegnung mit Jesus nicht aus den Augen verlieren.<\/p>\n<p>Wiederholt betont Paulus die Gegens\u00e4tze vom alten und neuen Menschen und nennt ganz konkrete Verhaltensweisen, die zu einem Christen nicht passen. Diese Begriffe lassen sich in der Predigt gut anwenden und sollten mit Beispielen veranschaulicht werden.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Bitterkeit<\/strong> = Verbitterung, \u00e4rgerlich und nicht bereit zur Vergebung<\/li>\n<li><strong>Grimm<\/strong> = Zornausbr\u00fcche, unkontrollierte Handlungen im Affekt, andere bestrafen oder r\u00e4chen wollen<\/li>\n<li><strong>Zorn<\/strong> = Wut, J\u00e4hzorn, heftiger \u00c4rger, Hassgedanken<\/li>\n<li><strong>Geschrei<\/strong> = unnormal lautes Reden, Streiten, durcheinanderreden, nicht mehr zuh\u00f6ren und ausreden lassen<\/li>\n<li><strong>L\u00e4sterung<\/strong> = Beleidigungen, dem\u00fctigende, entehrende und leichtfertige Worte, \u00fcble Nachrede oder Beschimpfungen<\/li>\n<li><strong>Bosheit<\/strong> = alles Verdorbene, Schlechte und Schadhafte, allerlei S\u00fcndhaftes und Unreines<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vers 23 stellt uns Jesu Lebensma\u00dfstab vor Augen \u2013 wie auch Gott in Christus uns vergeben hat.<\/p>\n<p>Eph 5,15-20<\/p>\n<p><em>V.15-17 Lebe dein Christsein genau und gewissenhaft! <\/em><\/p>\n<p>Nachfolge ist weder ein Lotterleben noch ein Christsein auf leichten Schultern oder disziplinloses Leben. Sorgf\u00e4ltig und genau sollen wir Gottes Wort studieren und danach tun. Gerade in einer Gesellschaft, die das Wort Gottes und die biblischen Werte von sich st\u00f6\u00dft sollen wir uns als Weise (Menschen, die Einsicht und Verst\u00e4ndnis in die Wahrheit haben) von der Masse abheben.<\/p>\n<p>Der Geist Gottes bewirkt im Christen keine Anpassung an die Gesellschaft, sondern sucht die Anpassung an den Willen des Herrn. Gottes Willen zu suchen, zu verstehen und zu leben, das sind Auswirkungen des Geistes Gottes. Hierzu braucht es unsere Bereitschaft, uns vom Geist Gottes bestimmen und beherrschen zu lassen.<\/p>\n<p><em>V.18 Lebe dein Christsein in der F\u00fclle des Geistes Gottes!<\/em><\/p>\n<p>Hier kommt es zur zentralen Frage: WER oder WAS bestimmt unser Leben??<\/p>\n<p>Das Beispiel von zu vielem Weingenuss will zeigen, dass der Mensch im Rausch des Alkohols seine Herrschaft und Kontrolle verliert. Jeder menschliche Kontrollverlust durch Rausch oder Sucht hat Unheil und Schaden zur Folge.<\/p>\n<p>Das griech. Wort \u201ea-sotia\u201c (Liederlichkeit) ist eine Verneinung. Also kein Heil, keine Gesundheit, kein Sch\u00fctzen, kein Bewahren. Es ist vielmehr Heillosigkeit und Z\u00fcgellosigkeit. Das Wort wird gebraucht, wenn etwas gegen seinen Verwendungszweck missbrauch wird.<\/p>\n<p>Der eigentliche Verwendungszweck des Menschen ist somit, dass er seine Kontrolle an den Geist Gottes abgibt und erlaubt, sich vom Heiligen Geist beherrschen zu lassen. Voll Geistes zu sein bedeutet aber nicht in Ekstase zu verfallen oder ein unkontrolliertes Verhalten an den Tag zu legen, wie es in pfingst-charismatischen Kreise auch als ein \u201eRausch im Heiligen Geist\u201c bekannt ist.<\/p>\n<p>Vielmehr f\u00fchrt uns der Heilige Geist in eine N\u00fcchternheit, die unser Verhalten in der Weise kontrolliert, dass wir Gottes Willen suchen, verstehen und tun.<\/p>\n<p>Voll Geistes bedeutet, dass alle Bereiche unseres Lebens vom Geist Gottes durchdrungen werden. Auch unsere intimsten und pers\u00f6nlichsten Lebensbereiche.<\/p>\n<p><strong>Beispiel und Illustration:<\/strong> Ein Haus mit vielen Zimmern in dem der Heilige Geist als Mitbewohner in alle Zimmer Zugang bekommt und alle Zimmer komplett ausf\u00fcllt. Manchmal m\u00fcssen wir dem Heiligen Geist noch Zugangsrechte in Privatzimmer gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Oder von einer Vase aus Glas, die mit Steinen und Kiesel gef\u00fcllt ist. Dann wird sie mit Wasser (HG) v\u00f6llig aufgef\u00fcllt, so dass alles vom Wasser umschlossen ist. Manchmal m\u00fcssen Dinge aus unserem Leben weichen, damit der Heiliger Geist mehr Platz hat.<\/p>\n<p><em>V.19-21 Lebe dein Christsein in der geistlichen Haltung mit dem Wort Gottes!<\/em><\/p>\n<p>Dieses geistliche Leben wirkt sich im Umgang mit dem Wort Gottes aus. Das Wort Gottes sollte reichlich unter uns wohnen (Kol 3,16). Lob und Dank sollte immer in unserem Munde sein (Ps 34,2). Wir sollen Psalmen und geistliche Lieder singen (Eph 5,19).<\/p>\n<p>Jetzt kann man schon die Stimmen von Einzelnen h\u00f6ren, wie \u00fcbertrieben und oberfromm solche Verse t\u00f6nen. Doch wir sollten uns hier ernsthaft vom Wort und Geist Gottes pr\u00fcfen lassen \u2013 ob Gott wirklich hier \u00fcbertreibt was er sagt oder ob wir nicht in unserem christlichen Lebenswandel vielmehr untertreiben und unterlassen???<\/p>\n<p>Vielleicht sollten wir wieder vielmehr das Vers\u00e4umte nachholen!!!<\/p>\n<p>Uns fehlt die Pr\u00e4senz des Wortes Gottes in unserem eigenen und pers\u00f6nlichen Glaubensleben. Wo werden noch in den Familien christliche Lieder gesungen? Wer kann noch ganze Lieder oder Psalmen auswendig beten. Wer spielt noch ein Instrument zur Ehre Gottes \u2013 dabei kommt es nicht auf die Qualit\u00e4t an wie gut man spielt.<\/p>\n<p>Sich darin zu \u00fcben, in allen Situationen dem Herrn dankbar zu sein, scheint unm\u00f6glich. Und doch ist gerade das eine Auswirkung vom Geist Gottes. Darum kann Paulus so oft zur Dankbarkeit in allen Lebenslagen aufrufen (Eph 5,20; 1Kor 1,4; Phil 4,6; 1Thess 5,18 usw.). Dasselbe gilt auch f\u00fcr ein Leben in der gegenseitigen Unterordnung. Nur wer vom Geist Gottes beherrscht wird kann sich auch anderen in der Furcht Christi unterordnen.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Der Predigttext enth\u00e4lt klare ethische und moralische Verhaltensweisen, die als verbindliches Lebensprinzip eines Christen zu betrachten sind.<\/p>\n<p>Auch erfahren wir viele lehrhafte Aussagen \u00fcber den Heiligen Geist (Pneumathologie). So wird deutlich, dass der Heilige Geist eine Person der Dreiheit Gottes ist und nicht nur eine Kraft. Der Heilige Geist kann f\u00fchlen und empfinden (Eph 2,30). Er ist das Unterpfand im Leben des Gl\u00e4ubigen mit dem er versiegelt wurde (Eph 1,13) und der im Gl\u00e4ubigen bleibt bis zur endg\u00fcltigen Errettung (Eph 4,30). Er wirbt um die Herrschaft und Leitung im Leben eines Gl\u00e4ubigen (Eph 5,18).<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Das biblische Pfingstfest ist immer wieder ein Anlass, sich \u00fcber die Auswirkung des Heiligen Geistes im Leben eines Christen Gedanken zu machen.<\/p>\n<p>Als Einstieg k\u00f6nnte man die F\u00fclle von Auswahlm\u00f6glichkeiten unseres Kleiderschranks w\u00e4hlen. Die Winterkleidung kommt mit dem Anbruch des Fr\u00fchlings in den Keller, die Sommerkleidung wird in Reichweite gelegt. Viel zu beschwerlich und zu unangenehm w\u00e4re es, im Sommer mit einem dicken Pelz oder mit schweren Schneestiefeln am hei\u00dfen Strand entlang zu gehen.<\/p>\n<p>Mit Pfingsten begann die heilsgeschichtliche Sommerzeit, in der die Kleider des alten Menschen abgelegt und die leichten und angenehmen Hemden angezogen werden. Dabei ist der Heilige Geist der Umgestalter des Lebens, der Stilberater des neuen Menschen in Christus.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Wie schon erw\u00e4hnt sollten die konkreten und praktischen Verhaltensweisen oder auch Fehlverhalten, die Paulus erw\u00e4hnt, durch Beispiele aus dem Leben und Alltag verdeutlicht oder ausgemalt werden.<\/p>\n<p>Hier sollte es uns nicht an Beispielen fehlen, eher braucht es Mut als Verk\u00fcndiger hier auch mal transparent und ehrlich aus seinem Leben zu berichten.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Der Heilige Geist ist ein Geschenk und Gabe Gottes f\u00fcr den Gl\u00e4ubigen, der das Leben als Christ \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich macht.<\/p>\n<p>Ohne den Heilige Geist w\u00e4re und ist kein Christsein m\u00f6glich!<\/p>\n<p>Dem Zuh\u00f6rer soll wieder bewusst werden, dass der Heilige Geist seit meiner Bekehrung ein Anrecht hat mein Leben zu bestimmen.<\/p>\n<p>Sich ihm zu entziehen und im alten Leben mit seinen alten Gewohnheiten zu verharren bedeutet, den Heiligen Geist zu kr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Der Heilige Geist im Leben eines Gl\u00e4ubigen ist kein Gegner, sondern ein Unterst\u00fctzer und Ermutiger f\u00fcr ein echtes Christenleben.<\/p>\n<p>Ihm immer mehr Raum und Platz in allen pers\u00f6nlichen Bereichen unseres Lebens einzur\u00e4umen, hat eine gro\u00dfartige heilende Wirkung auf den Menschen.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Zuerst muss an die Grundlagen des Christseins erinnert und sie m\u00fcssen hinterfragt werden.<\/p>\n<p>Gibt es in meinem geistlichen Leben ein Einst und Jetzt (Bekehrung).<\/p>\n<p>Gibt es einen Wendepunkt in meinem Denken, meinem Wollen, meinen Priorit\u00e4ten, meiner Lebensweise und meiner Herzenseinstellung?<\/p>\n<p>Gibt es ein schrittweises Vorankommen in der Jesus-Nachfolge, ein immer mehr Ablegen des alten Menschen und anziehen des neuen Menschen?<\/p>\n<p>Welches Verhalten oder welche Einstellung k\u00f6nnte den Heiligen Geist momentan in meinem Leben bek\u00fcmmern?<\/p>\n<p>Wo gibt es noch Verbitterung, Zorn, Streit und Beleidigungen im allt\u00e4glichen Umgang miteinander?<\/p>\n<p>Was hindert uns daran vielmehr die Zeit auszukaufen und ein ernsthaftes Christenleben zu f\u00fchren?<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Voll Geist \u2013 wer wirklich mein Leben bestimmt<\/p>\n<ol>\n<li>15-17 Lebe dein Christsein genau und gewissenhaft!<\/li>\n<li>18 Lebe dein Christsein in der F\u00fclle des Geistes Gottes!<\/li>\n<li>19-21 Lebe dein Christsein in der geistlichen Haltung mit dem Wort Gottes!<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Kleiderkammer Gottes \u2013 Kleider und Mehr<\/p>\n<ol>\n<li>Die alten Kleider des alten Lumpen \u2013 ausziehen (4,22-23)<\/li>\n<li>Die neuen Kleider des neuen Menschen \u2013 anziehen (4,24)<\/li>\n<li>Das Ausgediente kommt zur Altkleidersammlung \u2013 es sei fern von euch (4,31)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Heilige Geist als Stilberater Gottes<\/p>\n<ul>\n<li>Ein neuer Lebensstil<\/li>\n<li>Mehr Platz f\u00fcr neue Kleider<\/li>\n<li>Ein neues Erscheinungsbild<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die falschen Beherrscher des Lebens und was sie entmachtet<\/p>\n<ul>\n<li>Falschheit hat keinen Platz \u2013 die Entscheidung zur Wahrheit<\/li>\n<li>Zorn bekommt keinen Raum \u2013 die Entscheidung zur Vergebung<\/li>\n<li>Weltlichkeit kriegt keine Luft \u2013 die Entscheidung f\u00fcr das Wort Gottes<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wir h\u00f6ren auf das, was wir gewohnt sind zu h\u00f6ren<\/strong><\/p>\n<p>Ein Indianer besuchte einen wei\u00dfen Mann. In einer Stadt zu sein, mit dem L\u00e4rm, den Autos und den vielen Menschen \u2013 all dies war ganz neuartig und auch verwirrend f\u00fcr ihn.<\/p>\n<p>Die beiden M\u00e4nner gingen die Stra\u00dfe entlang, als pl\u00f6tzlich der Indianer seinem Freund auf die Schulter tippte und ruhig sagte: \u00bbH\u00f6rst du auch, was ich h\u00f6re?\u00ab \u00a0Der Freund horchte und sagte: \u00bbAlles, was ich h\u00f6re, ist das Hupen der Autos und das Rattern der Omnibusse.\u00ab \u00bbIch h\u00f6re ganz in der N\u00e4he eine Grille zirpen.\u00ab &#8211; \u00bbDu musst dich irren; hier gibt es keine Grillen. Und selbst, wenn es eine g\u00e4be, w\u00fcrde man ihr Zirpen bei dem L\u00e4rm nicht h\u00f6ren.\u00ab Der Indianer ging ein paar Schritte und blieb vor einer Hauswand stehen. Wilder Wein rankte an der Mauer. Er schob die Bl\u00e4tter auseinander \u2013 und da sa\u00df tats\u00e4chlich eine Grille.<\/p>\n<p>Der Wei\u00dfe sagte: \u00bbIndianer k\u00f6nnen eben besser h\u00f6ren als Wei\u00dfe.\u00ab Der Indianer erwiderte: \u00bbDa irrst du dich. Ich will es dir beweisen.\u00ab Er warf ein 50-Cent-St\u00fcck auf das Pflaster. Es klimperte auf dem Asphalt und Leute, die mehrere Meter entfernt gingen, wurden auf das Ger\u00e4usch aufmerksam und sahen sich um. \u00bbSiehst du\u00ab, sagte der Indianer, \u00bbdas Ger\u00e4usch, das das Geldst\u00fcck gemacht hat, war nicht lauter als das der Grille. Und doch h\u00f6rten es viele der wei\u00dfen M\u00e4nner. Der Grund liegt darin, dass wir alle stets das gut h\u00f6ren, worauf wir zu achten gewohnt sind\u00ab. Das sollte uns ein Beispiel sein, dass wir auch daran gew\u00f6hnt werden m\u00fcssen auf Gottes Wort und Geist zu h\u00f6ren und zu achten.<\/p>\n<p>Als Dwight L. Moody gefragt wurde, ob er mit dem Heiligen Geist erf\u00fcllt sei, antwortete er: &#8222;Ja, aber ich bin undicht.&#8220;<\/p>\n<p>(Philip Yancey, Sehnsucht nach dem unsichtbaren Gott, Projekt J, 2001)<\/p>\n<p>Klaus Eberwein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pfingsten Predigtthema: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Voll Geist \u2013 wer wirklich mein Leben bestimmt Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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