{"id":3363,"date":"2018-04-24T13:37:49","date_gmt":"2018-04-24T11:37:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3363"},"modified":"2018-05-01T10:53:30","modified_gmt":"2018-05-01T08:53:30","slug":"predigthilfe-vom-15-mai-2018-4-mose-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-15-mai-2018-4-mose-11\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 15. Mai 2018 &#8211; 4. Mose 11"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema:<\/strong><strong> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unterwegs mit Widerwillen \u2013 die Undankbarkeit<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong>4.Mose 11,1-10 und Ps 106,7-15 (Vorschlag zur Textlesung)<\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext <\/strong><\/p>\n<p>Die Predigtreihe aus dem 4.Buch Mose steht unter dem Hauptthema:<\/p>\n<p><strong>In der W\u00fcste unterwegs \u2013 nicht mehr in \u00c4gypten, noch nicht im verhei\u00dfenen Land<\/strong><\/p>\n<p>Nach den letzten Predigtthemen, die gepr\u00e4gt waren von Gottes Zur\u00fcstung f\u00fcr das Volk, merken wir nun etwas von der Undankbarkeit des Volkes gegen\u00fcber Gottes F\u00fcrsorge.<\/p>\n<p>Schnell vergessen war der Priestersegen, der Gottes Schutz und Heil zusagte, vergessen war das Vorrecht durch den Levitendienst in Gottes N\u00e4he sein zu k\u00f6nnen, vergessen waren auch die Wundertaten der Erl\u00f6sung durch das Passah und die herrliche Wegf\u00fchrung der Herrlichkeitswolke durch die unbekannte W\u00fcste.<\/p>\n<p>Mit 4. Mose 11 beginnt ein 38 Jahre langes UN-m\u00f6gliches Verhalten des Volkes Israel. Es war eine Zeit der Un-zufriedenheit, der Un-dankbarkeit, der Un-geduld, des Un-glaubens und des Un-gehorsams. Kapitel 11 beschreibt eine undankbare und unzufriedene Grundhaltung gegen\u00fcber Gottes Versorgung. Kapitel 12 beschreibt einen Kritikgeist, der sich gegen die Obrigkeit Gottes richtet. Kapitel 13 beschreibt den Ungehorsam und Widerwillen gegen Gottes Befehl. Immer tiefer sinkt das Volk in Schwierigkeiten, verliert den Blick auf Gottes guten Plan und verweigert schlie\u00dflich selbst den Einzug ins Gelobte Land (Kap 14) und bleibt in einer 38-j\u00e4hrigen W\u00fcstenzeit h\u00e4ngen.<\/p>\n<p><strong>Bitte die Psalmen 78 und 106 lesen, \u00fcber die Zeit der W\u00fcstenwanderung!<\/strong><\/p>\n<p>Der Grund f\u00fcr das nicht erreichen des Zieles Gottes (Kanaan) begann mit der Kleinigkeit der Undankbarkeit. Die Folgen der Undankbarkeit werden meist untersch\u00e4tzt.<\/p>\n<p><strong><em>Der Text m\u00f6chte uns sensibel machen und hinterfragen, ob unser Leben gepr\u00e4gt ist von Undankbarkeit oder Dankbarkeit.\u00a0 <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p><em>Walvoord, John und Zuck, Roy<\/em> \u201eDas Alte Testament\u201c erkl\u00e4rt und ausgelegt\u201c, H\u00e4nssler<br \/>\n<em>Wiersbe, Warren.W,<\/em> \u201eSei zuverl\u00e4ssig\u201c Studien des Alten Testamentes 4Mo 1-16, CLV<\/p>\n<p><em>Maier, Gerhard,<\/em> Wuppertaler Studienbibel, \u201eDas vierte Buch Mose\u201c, Brockhaus Verlag<\/p>\n<p><em>Mackintosh, C.H.,<\/em> \u201eDie f\u00fcnf B\u00fccher Mose \u2013 Gedanken zum 4.Buch Mose\u201c, CSV<\/p>\n<p>Hilfreiche Querverweise in die ganze Bibel bietet die Thompson Studienbibel<br \/>\nHilfreiche Infos zum Text liefert hier die MacArthur Studienbibel (gibt es als pdf zum Downloaden auch auf <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\">www.sermon-online.de<\/a>)<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Die Predigthilfe begrenzt sich vor allem auf 4Mo 11,1-10.<\/p>\n<p>Dennoch soll hier ein kleiner \u00dcberblick \u00fcber das Kapitel erfolgen.<\/p>\n<p>11,1-10\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Volk pflegte eine negative Grundhaltung der Undankbarkeit und des Unglaubens gegen Gottes Versorgung. Daraufhin f\u00e4ngt ein Feuergericht am Lager an, das durch Moses F\u00fcrbitte wieder erl\u00f6scht.<\/p>\n<p>11,11-15\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mose verzweifelte selbst unter diesem m\u00fcrrischen Volk und konnte die Last nicht l\u00e4nger tragen und w\u00fcnschte sich lieber den Tod als mit diesem unzufriedenen Volk weiter unterwegs zu sein.<\/p>\n<p>11,16-30\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gott l\u00e4sst 70 M\u00e4nner (\u00c4lteste) aus allen St\u00e4mmen berufen um Mose zu unterst\u00fctzen. Ausger\u00fcstet mit dem Geist Gottes sollten sie sich zusammen mit Mose um die Anliegen des Volkes k\u00fcmmern, Streitigkeiten schlichten, Ungerechtigkeit richten und wo n\u00f6tig Recht sprechen.<\/p>\n<p>11,31-35\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gott gibt dem l\u00fcsternen Volk nach und gibt aus Gnade \u00fcberreichlich Wachtelfleisch. Sie sollten Gottes G\u00fcte und Reichtum erkennen und erfahren, dass Gott gen\u00fcgend versorgen kann. Aber in ihrer ungehaltenen Gier hamsterte das Volk Mengen an (10 Homer = 350 Liter). Mehr als sie essen konnten verschlangen sie die Wachteln, als w\u00fcrde Gott morgen nicht wieder daf\u00fcr sorgen k\u00f6nnen. Wegen diesem ungehaltenen Verhalten und Misstrauen wurde der Herr zornig.<\/p>\n<p>Dennoch f\u00fchrte Gott sein Volk weiter durch die W\u00fcste, wich nicht von seinem Plan und Willen ab. Wenn auch Gott mit der befreiten Generation hart ins Gericht ging und sie in der W\u00fcste starb, so f\u00fchrte der Herr die neue Generation (alles was unter 20 Jahre alt war) sp\u00e4ter ins verhei\u00dfene Land.<\/p>\n<p>Je ungeduldiger und untreuer sich das Volk Gottes gab, desto gr\u00f6\u00dfer wurde Gottes Geduld und Treue sichtbar, der seine Barmherzigkeit und Gnade seinem Volk dennoch bewahrte (Ps 103,8; 145,8).<\/p>\n<p><em>11,1-3 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><\/p>\n<p><em>Die Unzufriedenheit \u2013 ein b\u00f6ser Klageruf an Gott<\/em><\/p>\n<p>Es mag zuerst mal menschlich sein, dass man zweifelt und verzagt, wenn man sich ca. 40 Jahre lang immer nur von Manna und Wachteln ern\u00e4hren muss. Wer will schon jeden Tag immer dasselbe essen? \u2013 au\u00dfer bei Nutella J.<\/p>\n<p>Doch das Kernproblem war ein anderes \u2013 es war die Unzufriedenheit wegen der Abh\u00e4ngigkeit von Gott, der allein versorgt. Das Volk kann nichts f\u00fcr die Eigenversorgung tun. Wir kennen das auch \u2013 lieber sind wir Selbstversorger, statt dass wir uns von Gott versorgen lassen. Lieber planen und machen wir selbst, statt dass wir geplant werden und tun und lassen m\u00fcssen was Gott sagt. Eine negative Grundhaltung machte sich breit die Gottes Versorgungsplan sehr beklagte.<\/p>\n<p>Hinter dieser gesteigerten Form von Unzufriedenheit steckten Vorw\u00fcrfe, Anklagen und Beschuldigungen, die in den Ohren Gottes b\u00f6se (schlimm, schlecht, und verletzend) waren. Dieses Wort \u201ebeklagen\u201c oder \u201ebeschweren\u201c (heb. anan) kommt nur zwei Mal im AT vor. In beiden F\u00e4llen beklagten sich Menschen (4Mo 11,1f; Klag 3,39).<\/p>\n<p>\u00dcbersch\u00fcttet mit Gnade und dem Wohlwollen Gottes wurde das Volk dennoch m\u00fcrrisch \u2013 vergessen waren die gro\u00dfen Taten Gottes (Ps 106,13).<\/p>\n<p>Wegen einer blinden und b\u00f6sen Unzufriedenheit brach Gottes Gericht \u00fcber das Volk herein. Was genau dieses Gericht war oder wie es zu diesem Feuer kam ist nicht bekannt.<\/p>\n<p>Das Feuer hinterlie\u00df auf jeden Fall seine Aschespuren in Form von Tod und Leid.<\/p>\n<p><em>Die Unzufriedenheit &#8211; ein Randproblem das sich nach innen frisst\u00a0 <\/em><\/p>\n<p>Das Gerichtsfeuer brannte nur am Rand des Lagers. Einmal zeigt das Gottes Gnade auf, denn andere im Lager hatten dadurch Zeit umzudenken und umzukehren. Zum zweiten zeigt es auf, dass Unzufriedenheit am Rand beginnt, oft wegen Nebens\u00e4chlichkeiten und auf Nebenkriegsschaupl\u00e4tzen. Die am Rand des Lagers waren, die das Zentrum und den Mittelpunkt (Stiftsh\u00fctte mit der Gegenwart Gottes, dem Altar und dem stellvertretenden Opfer) verlassen und vergessen hatten, wurden unzufrieden und begannen zu murren.<\/p>\n<p>Das Gericht wurde nur durch das Gebet und den Hilferuf an Mose, dem Mittler des Volkes beendet.<\/p>\n<p><em>11,4-6 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><\/p>\n<p><em>Die Undankbarkeit \u2013 eine Ansteckungsgefahr durch Mitl\u00e4ufer<\/em><\/p>\n<p>Unter dem Volk Israel gab es auch Fremdlinge, also Nichtjuden oder Kinder aus Mischehen, die mit dem Volk ausgezogen waren (2Mo 12,38). Sie brachten immer wieder Unruhe und Unfrieden. Ein Sohn aus einer Mischehe, l\u00e4sterte den Namen des Gottes Israel (3Mo 24.10-11). Das Gesindel (so \u00fcbersetzt Luther) verf\u00fchrte das Volk zur Undankbarkeit und stellte die jetzige Situation der Freiheit schlechter dar als die Zeit der Gefangenschaft in \u00c4gypten.<\/p>\n<p>Sie waren nicht ganz mit dem Volk und nicht ganz mit Gott und wurden damit zur gef\u00e4hrlichen Last. So ist es auch mit Mitl\u00e4ufern oder lauen Christen. Nicht ganz mit dem Herrn f\u00fchrt zur Unzufriedenheit und Undankbarkeit und dies steckt andere schnell an.<\/p>\n<p>Fromme Mitl\u00e4ufer oder laue Christen in der Gemeinde k\u00f6nnen andere zur Unzufriedenheit und Undankbarkeit anstecken. Sie sind noch nicht ganz los und frei vom alten Leben. Sie haben noch nicht mit \u00c4gypten abgeschlossen, sondern suchen die Lust ihrer fleischlichen Begierden zu stillen. Weil sie selbst keine geistliche Kraftquelle in Jesus haben, suchen sie die seelischen Bed\u00fcrfnisse zu stillen und verf\u00fchren die Erl\u00f6sten in die Sehnsucht des alten Lebens zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Hier ist Selbstpr\u00fcfen angesagt, welche Menschen mich evtl. negativ pr\u00e4gen oder ob ich vielleicht durch meine schlechte Einstellung andere verderbe (1Ko 15,33; Spr 13,20; 2Tim 2,16-18; Heb 12,15). Und merken wir uns: Halbherzige Herzen bringen \u00c4rger.<\/p>\n<p>Was sind heutige Mischlinge: 2Kor 11,13; Jud 1,16; Phil 2,14; 2Pet 2,18; Jak 5,5; 2Kor 6,14.<\/p>\n<p><em>11,7-9 <\/em><\/p>\n<p><em>Nichts als Manna \u2013 wenn Gottes Wort unverdaulich wird<\/em><\/p>\n<p>Das Volk war mit Gottes Gaben und Versorgung unzufrieden. Aus 5Mo 8,3 wissen wir, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt. Aus Joh 6 wissen wir, dass Jesus das wahre Brot vom Himmel ist. Wenn nun das Volk sich damals satt gegessen hat am Manna, so ist das auch ein Sinnbild darauf, dass es auch Unzufriedene in der Gemeinde gibt, die mehr wollen als Jesus und das Wort allein.<\/p>\n<p>Das Manna (Wort Gottes) war ein Geschenk Gottes, es sollte t\u00e4glich und frisch gesammelt und gegessen werden (Stille Zeit). Dieses immer wieder gleiche tun, war zu wenig, wurde langweilig und unbek\u00f6mmlich. Einfallsreich wurde das Manna verdaulich gemacht. Man hat es zerquetscht, zerkleinert, aufgeweicht, gekocht und gebacken.<\/p>\n<p>War dies n\u00f6tig, weil man das Manna (Jesus und das Wort Gottes), wie Gott es gab, nicht mehr wollte (vgl. Joh 6,41)?<\/p>\n<p>Dennoch stellte Gott t\u00e4glich und frisch das Manna zur Verf\u00fcgung und ver\u00e4nderte es w\u00e4hrend der 40 Jahre W\u00fcstenwanderung nicht.<\/p>\n<p>Grundgedanken zur Dankbarkeit aus Ps. 106: Danken kommt vom Denken.<\/p>\n<ul>\n<li>Sie sollten daran gedenken, was der Herr ihnen Gutes getan hat (Ps 106,4).<\/li>\n<li>Sie haben die Wunder vergessen, die Gott f\u00fcr sie getan hat (Ps 106,7).<\/li>\n<li>Sie haben Gottes Werk vergessen, wollten nicht auf Gott h\u00f6ren (Ps 106,13).<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Die Geschichte Israels in der W\u00fcste greift Paulus in 1Kor 10 als ein sinnbildliches Beispiel auf. Es lassen sich geistliche Parallelen aus dem damaligen Verhalten f\u00fcr uns heute ziehen aus denen wir lernen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die \u00dcbertragung und Anwendung muss mit Belegstellen aus dem Neuen Testament beleg- und begr\u00fcndbar sein. Eine willk\u00fcrliche bildhafte Auslegung w\u00fcrde zu Fehlinterpretationen des Textes f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Die Gesellschaft leidet an einem Grundgef\u00fchl der Unzufriedenheit. Diese Tatsache kann als Einstieg ins Thema mit Zeitungsartikeln, Statistiken oder eigenen Beispielen belegt werden.<\/p>\n<p><strong>Unzufriedenheitsparadox: Mehr Sorgen trotz mehr Wohlstand<\/strong><\/p>\n<p>Dienstag, 26.12.2017 Fokus online<\/p>\n<p>In Deutschland breitet sich nach Ansicht des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski das Unzufriedenheitsparadox aus. Je besser es den Leuten gehe, umso schlechter sei die Stimmung.<\/p>\n<p>\u201eDie Unzufriedenheit im Wohlstandswunderland nimmt generell zu\u201c, konstatiert Opaschowski. \u201eDenn \u00dcberfluss macht am Ende auch nicht gl\u00fccklich.\u201c Der emeritierte P\u00e4dagogikprofessor erkl\u00e4rt das an einem Beispiel: \u201eWenn Sie ein Auto haben, sind Sie gl\u00fccklich. Wenn Sie zwei Autos haben, m\u00fcssen Sie nicht unbedingt gl\u00fccklicher sein. Irgendwann ist der Gl\u00fccksfaktor ausgereizt.\u201c<\/p>\n<p>Entnommen: https:\/\/www.focus.de\/panorama\/welt\/gesellschaft-unzufriedenheitsparadox-mehr-sorgen-trotz-mehr-wohlstand_id_8112423.html<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Not- und W\u00fcstenzeiten offenbaren das Innere unseres Herzens (5Mo 8,2).<\/p>\n<p>Halbherzigkeit gegen\u00fcber Gott f\u00fchrt zu Frust und \u00c4rger und steckt andere an.<\/p>\n<p>Der Blick zur\u00fcck raubt uns die Gelegenheit Gottes Reichtum und M\u00f6glichkeiten in der Gegenwart zu erleben.<\/p>\n<p>Gott kann mir die Gro\u00dfartigkeit seiner Zukunft nur zeigen, wenn ich mich von den Armseligkeiten der Vergangenheit abwende.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Wir sollen uns der Gefahr der Unzufriedenheit und ihrer Folgen bewusst werden \u2013 Unzufriedenheit ist nur eine Kleinigkeit, die am Rand anf\u00e4ngt, aber gro\u00dfe Auswirkungen hat.<\/p>\n<p>Schnell wechseln Christen in eine andere Gemeinde weil sie unzufrieden sind mit dem Gottesdienststil, der Musik oder anderen Dingen und stecken andere Geschwister mit ihrer Unzufriedenheit an.<\/p>\n<p>Der Christ soll selbst pr\u00fcfen ob sein Leben im Alltag, Ehe und Gemeinde von Unzufriedenheit oder Dankbarkeit gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Unzufriedenheit ist eine Angst, etwas zu verpassen<\/p>\n<p>Unzufriedenheit legt sich, wenn ich die Vergangenheit hinter mir lassen kann<\/p>\n<p>Unzufriedenheit h\u00f6rt auf, wenn ich endlich Gottes guter F\u00fchrung vertraue<\/p>\n<p>Werde frei von der Unzufriedenheit und Undankbarkeit durch ein Vertrauen, dass<\/p>\n<ul>\n<li>Jesus dich recht f\u00fchrt und es richtig macht<\/li>\n<li>Jesus nichts was f\u00fcr dich gut ist zur\u00fcck- oder vorenth\u00e4lt<\/li>\n<li>Jesus dir in seiner Abh\u00e4ngigkeit zu ihm nichts B\u00f6ses will<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Lass dein Zagen, lass des Zweifels Fragen<\/p>\n<ul>\n<li>H\u00f6re auf zu klagen um deinetwillen<\/li>\n<li>H\u00f6re auf zu klagen um der Nichtchristen willen<\/li>\n<li>Hore auf zu klagen um Jesu willen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Unzufriedenheit der Kinder Gottes<\/p>\n<ul>\n<li>St\u00e4ndige Unzufriedenheit hinterl\u00e4sst Asche (4Mo 11,1-9)<\/li>\n<li>St\u00e4ndige Unzufriedenheit ist nicht tragbar und ertragbar (4Mo 11,10-30)<\/li>\n<li>St\u00e4ndige Unzufriedenheit f\u00fchrt zu ungez\u00fcgelter Lust und Gier (4Mo 11,31-35)<\/li>\n<li>St\u00e4ndige Unzufriedenheit findet erst am Kreuz Frieden<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Lieder: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Noch dringt Jesu frohe Botschaft (Nr. 239 Ich will dir danken)<\/p>\n<p>Refrain: Jesus Christus, Heiland und Erl\u00f6ser, starb f\u00fcr dich, warb um dich, der du abseits stehst. Lass dein Zagen (Klagen), lass des Zweifels Fragen, denn dein Weg wird hell, wenn du mit Jesus gehst.<\/p>\n<p>Vergiss nicht zu danken (Nr. 59 Ich will dir danken)<\/p>\n<p>Jesus, nimm zu in meinem Leben (Jeden Tag ein St\u00fcckchen sterben) (Nr. 146 FJ3)<\/p>\n<p><strong>Zitate: <\/strong><\/p>\n<p>Undankbarkeit beginnt mit dem Vergessen. Aus Vergessen folgt Gleichg\u00fcltigkeit, aus der Gleichg\u00fcltigkeit Unzufriedenheit, aus der Unzufriedenheit Verzweiflung, aus der Verzweiflung der Fluch. (Dietrich Bonhoeffer)<\/p>\n<p>Eine Hauptursache unserer Undankbarkeit gegen Gott ist wohl die nat\u00fcrliche Blindheit und der Unglaube unseres Herzens, mit anderen Worten, unsere Entfremdung von Gott. (Ludwig Hofacker)<\/p>\n<p>Gott zu vertrauen und Gott zu danken ist ein und dasselbe. Nur jener Mensch vertraut Gott, der immer und in allen Umst\u00e4nden dankbar ist. Undankbarkeit offenbart unseren Mangel an Vertrauen. (Hans Peter Royer)<\/p>\n<p>Es ist gef\u00e4hrlich, als halber Christ in dieser mit Dunkelheit, Chaos und Hoffnungslosigkeit erf\u00fcllten Zeit zu leben. Im Zentrum eines Wirbelsturmes ist absolute Ruhe. Es gibt keinen sichereren Ort als das Zentrum des Willen Gottes. (Corrie ten Boom)<\/p>\n<p>Nicht die Fr\u00f6hlichen sind dankbar, sondern die Dankbaren sind fr\u00f6hlich. (Unbekannt)<\/p>\n<p>(Klaus Eberwein)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unterwegs mit Widerwillen \u2013 die Undankbarkeit Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 4.Mose 11,1-10 und Ps 106,7-15 (Vorschlag zur Textlesung) Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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