{"id":3341,"date":"2018-03-16T20:05:38","date_gmt":"2018-03-16T19:05:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3341"},"modified":"2018-03-16T20:05:38","modified_gmt":"2018-03-16T19:05:38","slug":"predigthilfe-vom-15-april-2018-4-mose-8-5-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-15-april-2018-4-mose-8-5-26\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 15. April 2018 &#8211; 4. Mose 8, 5-26"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema:<\/strong><strong> \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unterwegs im Dienst des Herrn &#8211; die Leviten <\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext <\/strong><\/p>\n<p>Im Textabschnitt geht es um die besondere Stellung der Leviten im Volk Israel. Sie waren von Gott zum Dienst an der Stiftsh\u00fctte ausgesondert und wurden Aaron und seinen S\u00f6hnen (den Priestern), als praktische Mitarbeiter unterstellt. Sie sollten ihren aktiven Dienst vom 25. Lebensjahr bis zum 50. Lebensjahr an der Stiftsh\u00fctte (sp\u00e4ter am Tempel) verrichten. 4Mo 4,3 sagt, dass der Dienst mit 30 Jahren begann, das ist kein Widerspruch, sondern beinhaltete eine 5-j\u00e4hrige Dienstvorbereitung (Ausbildung). Ab 50+ waren sie vom aktiven Dienst befreit, sollten aber den j\u00fcngeren Leviten helfen, sie anleiten und ihnen beistehen (4Mo 23-26).<\/p>\n<p>Das offizielle Amt des Leviten war ein Privileg mit Rechten und Pflichten! Das Vorrecht in der N\u00e4he der Gegenwart Gottes am Tempel arbeiten zu d\u00fcrfen forderte eine entsprechende Vorbereitung. Besondere Aufgaben fordern besondere Vorgaben. Darum werden in sorgf\u00e4ltiger Weise die Abl\u00e4ufe der Dienstweihe beschrieben.<\/p>\n<p>Die detaillierten Reinigungsvorschriften k\u00f6nnten Gottesdienstbesuchern im ersten Moment fremdartig und unverst\u00e4ndlich sein. Daher sollte vor der Textlesung der Zuh\u00f6rer auf dieses besondere Vorrecht der Leviten, am Haus Gottes arbeiten zu d\u00fcrfen, sensibilisiert werden.<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p><em>Maier, Gerhard,<\/em> Wuppertaler Studienbibel, \u201eDas vierte Buch Mose\u201c, Brockhaus Verlag<\/p>\n<p><em>Wiersbe, Warren.W,<\/em> \u201eSei zuverl\u00e4ssig\u201c Studien des Alten Testamentes 4Mo 1-16, CLV<\/p>\n<p><em>Mackintosh, C.H.,<\/em> \u201eDie f\u00fcnf B\u00fccher Mose- Gedanken zum 4.Buch Mose\u201c, CSV<\/p>\n<p><em>Artikel \u00fcber Leviten:<\/em> https:\/\/www.bibelkommentare.de\/index.php?page=dict&amp;article_id=609<\/p>\n<p><em>Stammbaum von der Priesterlinie: <\/em><\/p>\n<p>https:\/\/www.bibelkommentare.de\/?page=dict&#038;article_id=36871<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Der ganze Vorgang strahlt etwas elementar Wichtiges, Heiliges und Ehrfurchtvolles aus.<\/p>\n<p><strong>4Mo 8,5 Leviten \u2013 der g\u00f6ttliche Befehl zur Absonderung <\/strong><\/p>\n<p>Mose, der die Offenbarung Gottes dem Volk \u00fcberbrachte war der Hauptakteur. Er wird von Gott beauftragt um die Leviten aus der Volksmenge abzusondern und sie f\u00fcr den Dienst zu reinigen und einzusetzen. Wie schon zuvor bekam auch Mose den Auftrag die Priester (Aaron und seine S\u00f6hne) zum Dienst zu weihen (3Mo 8, vgl.2Mo 29). Wer Gott dienen m\u00f6chte muss bereit sein sich aus der Masse absondern zu lassen. Der Ruf Gottes zum Dienst ist immer ein Ruf aus der Menge. Es ist ein g\u00f6ttlicher Befehl: Nimm die Leviten\u2026!<\/p>\n<p>Wie Gott die Leviten aus dem Volk auserw\u00e4hlt und abgesondert hat, so hat der Herr auch die J\u00fcnger aus der Menge auserw\u00e4hlt. Gott hat das Recht das Leben eines Christen in Besitz zu nehmen und es nach seinem Willen f\u00fcr den Dienst abzusondern und zu gebrauchen.<\/p>\n<p><strong>4.Mo 8,5-9\u00a0\u00a0\u00a0 Die Leviten \u2013 der g\u00f6ttliche Grundsatz zur Reinigung<\/strong><\/p>\n<p>Wer Gott nahen und dienen will, der kann so nicht kommen, noch so bleiben wie er ist. Mose muss Reinigungswasser \u00fcber die Leviten sprengen, dann sollten sie alle Haare am K\u00f6rper entfernen und ihre Kleider waschen. Anders als bei den Priestern wurden sie nicht gebadet, sondern nur mit heiligem Wasser besprengt \u2013 es scheint fast, dass der Priesterdienst noch mehr Heiligkeit verlangte, weil die Priester auch Zutritt ins Innerste des Heiligtums hatten.<\/p>\n<p>Wenn auch klar ist, dass der Mensch sich nicht durch eigene Taten, Werke oder Rituale reinigen kann, so wird sinnbildlich verdeutlicht: Die alte s\u00fcndhafte Natur des Menschen ist vor Gott wie ein Aussatz (vgl.3Mo 14,5ff) und braucht die Reinigung mit heiligem Wasser.<\/p>\n<ul>\n<li>Damit ist keine rituelle Wassertaufe gemeint, sondern das Wasserbad im Wort Gottes, das zur Wiedergeburt f\u00fchrt (Eph 5,26; Tit 3,5).<\/li>\n<li>Das scharfe Messer sollte alles was aus der menschlichen Natur herausw\u00e4chst abschneiden. Gemeint ist evtl. ein direkter Bezug auf den Charakter Levis (vgl.1Mo 34 die Schandtat von Sichem durch Levi und Simeon). Abrasiert muss werden der Eigenwille, die Bosheit und der Neid usw. (vgl. 1Pet. 2,1; Kol 3,5-8).<\/li>\n<li>Erst dann sollen die Leviten mit den neuen und sauberen Kleidern angetan werden (vgl. Kol 3,12ff).<\/li>\n<li>Dies ist ein Akt der Bereitschaft, seinen eigenen Leib f\u00fcr den vern\u00fcnftigen Gottesdienst darzubringen (R\u00f6m 12,1-2).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Anschlie\u00dfend sollen die Leviten zwei Jungstiere und ein Speisopfer darbringen (V.8).<\/p>\n<ul>\n<li>Der eine Jungstier war f\u00fcr <em>das Brandopfer<\/em> (V. 12) \u2013 dieses wurde ganz und gar verbrannt zum lieblichen Geruch (3Mo 1,9). Die Leviten bezeugten damit ihre Ganzhingabe an den Herrn, dem sie sich ganz und gar zur Verf\u00fcgung stellten.<\/li>\n<li><em>Das Speisopfer<\/em> (V.8) war aus Korn zu einem Feinmehl gerieben und mit heiligem \u00d6l gemengt (vgl. 3Mo 2,1). Es ist ein Bild auf ein reines, heiliges und sanftm\u00fctiges Leben, dessen Charakter in der Erziehung Gottes zum lieblichen Geruch f\u00fcr Gott dient (vgl. 2Kor 2,14; Eph 5,2). Das Speisopfer (heiliges Leben) wurde meist mit dem Brandopfer (Ganzhingabe) zusammen dargebracht. Das eine geht ohne das andere nicht! Man kann nur ein heiliges Leben f\u00fchren, wenn man sein Leben Jesus ganz hingeben hat und eine Ganzhingabe an Jesus wird immer ein heiliges Leben zur Folge haben.<\/li>\n<li>Der andere Jungstier war als <em>S\u00fcndopfer <\/em>gedacht \u2013 das bedeutet, dass die Leviten zuerst f\u00fcr ihre eigenen S\u00fcnden S\u00fchne und Vergebung ben\u00f6tigten (3Mo 3,4). Kein Levit war s\u00fcndlos, sondern war von der Vergebung und S\u00fchne des stellvertretenden Opfers abh\u00e4ngig.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein Dienst f\u00fcr den Herrn in der Gemeinde ben\u00f6tigt zuerst eine g\u00f6ttliche Grundreinigung.<\/p>\n<p><strong>Man k\u00f6nnte es auch das g\u00f6ttliche Mitarbeiterverst\u00e4ndnis nennen!<\/strong><\/p>\n<p>Einer Mitarbeit im Reich Gottes oder in der Gemeinde geht Gottes Absonderung und Reinigung voraus. Ein Mitarbeiter in der Gemeinde bedarf zuerst der Wiedergeburt, dann die Ver\u00e4nderung seines Alltagslebens im neuen Kleid (Heiligung). Er lebt immer von der wiederkehrenden Inanspruchnahme des S\u00fcndopfers durch Vergebung und S\u00fchnung.<\/p>\n<p>Auch ben\u00f6tigt der Mitarbeiter die Bereitschaft, sich Gott v\u00f6llig hinzugeben und sich dem Dienst und der Aufgabe zur Verf\u00fcgung zu stellen und Jesus zur 1. Priorit\u00e4t des Lebens zu machen. Ein bew\u00e4hrter Charakter (Mehl) und ein geisterf\u00fclltes Leben (\u00d6l) geh\u00f6ren ebenso zum g\u00f6ttlichen Mitarbeiterverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p><strong>4Mo 9-12\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Leviten \u2013 stehen vor Gott und der Gemeinde<\/strong><\/p>\n<p>Leviten stehen in ihrem Dienst in der Verantwortung vor Gott und den Menschen.<\/p>\n<p>V.9 die Mitarbeitereinsetzung war ein \u00f6ffentlicher Akt. Vermutlich wurde das Volk Israel durch Stammesf\u00fcrsten vertreten, die den Leviten die H\u00e4nde auflegten.<\/p>\n<p>Sie st\u00fctzten bzw. st\u00e4mmten sich mit ihren H\u00e4nden auf die Leviten. Das bedeutet, dass sie sich nicht nur mit ihnen eins machten, sondern sich auch auf sie in ihren Aufgaben verlassen w\u00fcrden. Die Leviten sollten die Aufgabe stellvertretend f\u00fcr das Volk tun.<\/p>\n<p>Hier wird ein zweites wichtig: Die Leviten stehen zuerst vor dem Herrn, sie dienen in erster Linie Gott. Sie sind aber sowohl Gott als auch Menschen zur Rechenschaft verpflichtet.<\/p>\n<ul>\n<li>Die Mitarbeitereinsetzung war ein \u00f6ffentlicher Akt, bei dem sich die Gemeinde hinter die Leviten stellte. Sch\u00f6n, wenn Mitarbeiter in der Gemeinde auch offiziell vorgestellt w\u00fcrden und ihnen die Aufgabe und Verantwortung bewusst \u00fcbertragen w\u00fcrde.<\/li>\n<li>Die Mitarbeiter haben sich immer auch vor Gott (R\u00f6m 14,12) und Menschen zu verantworten (1Pet 3,15, Heb 13,7).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>4Mo 13-14 \u00a0\u00a0 Die Leviten \u2013 eine Leihgabe Gottes zur Ausf\u00fchrung des Dienstes<\/strong><\/p>\n<p>Die Leviten wurden vor die Priester gebracht und dort als Web- oder Schwingopfer dem Herrn dargebracht. Ein Schwingopfer war eine Gabe, die man symbolisch vor dem Altar hin und her schwenkte. Das Opfer war Gottes Eigentum! Die Opfergabe kam aus Gottes Hand (Gott selbst stellte das Opfer zur Verf\u00fcgung) und wurde als Geschenk von Gott zum Dienst der Priester bereit gestellt. \u00c4hnliches finden wir bei der Priesterweihe in 3Mo 8. Das Einweihungsopfer oder Schwingopfer bedeutet, dass Gott alles was zum Dienst ben\u00f6tigt wird auch zur Verf\u00fcgung stellt.<\/p>\n<ul>\n<li>Die Leviten selbst waren also das Opfer und waren f\u00fcr Aaron und seine S\u00f6hne die n\u00f6tige Ausr\u00fcstung und Hilfe zur Ausf\u00fchrung ihres Priesterdienstes. Allein h\u00e4tten sie den Opferdienst eines ganzen Volkes nicht bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Eine beispielhafte \u00dcbertragung w\u00e4re, dass evtl. die Gemeindemitarbeiter die n\u00f6tige Ausr\u00fcstung und Hilfe f\u00fcr die Gemeindeleitung haben, um den Gemeindedienst nach Gottes Willen auszuf\u00fchren (Phil 4,19, 2Kor 9,8, 1Thes 3,2).<\/li>\n<\/ul>\n<p>V 14 weist nochmals darauf hin, dass die Leviten nicht unter das Volk z\u00e4hlten, sondern von der Masse abgesondert wurden. Diese Wiederholung betont einerseits das Vorrecht der Mitarbeiterschaft am Dienst des Herrn, aber auch die Pflicht auf manches zu verzichten was dem normalen Volk gew\u00e4hrt war. So wurde den Leviten sp\u00e4ter kein Erbteil im Land Kanaan ausgeteilt \u2013 ihr Erbteil war der HERR (5Mo 10,9).<\/p>\n<p>Abgesondert f\u00fcr den Dienst des Herrn bedeutet, sich von allt\u00e4glichen Gesch\u00e4ften zu enthalten (vgl. 2Tim 2,3-4) oder auf manchen irdischen Vorzug (H\u00e4user, Familie oder Wohlstand) bewusst zu verzichten (Mk 10,28-29).<\/p>\n<p>Ein g\u00f6ttliches Mitarbeiterverst\u00e4ndnis erfordert Verzicht und Opferbereitschaft und ist eine Leihgabe Gottes f\u00fcr die Gemeinde und die Mission.<\/p>\n<p><strong>4Mo 15-19 \u00a0\u00a0 Die Leviten \u2013 ein Eigentum Gottes, das Aaron und seinen S\u00f6hnen geschenkt ist <\/strong><\/p>\n<p>Die Betonung liegt im V. 15 auf dem Zeitwort \u201edanach\u201c. Das g\u00f6ttliche Mitarbeiterverst\u00e4ndnis ist damit die Voraussetzung zum Dienst. Die Leviten waren Gottes Eigentum. Sie wurden anstelle aller in \u00c4gypten verschonten Erstgeburt eingetauscht. Anstatt Gott die \u00fcberlebenden erstgeborenen S\u00f6hne aus allen St\u00e4mmen herausl\u00f6ste, nahm Gott stellvertretend den ganzen Stamm Levi (3Mo 4,41ff). Die Anzahl aller Erstgeborenen vom Volk war fast gleich mit der Gesamtzahl der Leviten, der Rest musste mit einer Art L\u00f6segeld freigekauft werden.<\/p>\n<p>Gott zeigt uns durch die Leviten einen zweifachen Erl\u00f6sungsbegriff.<\/p>\n<p>Die Leviten waren erl\u00f6st und Gottes Eigentum geworden<\/p>\n<ul>\n<li>weil sie durch das Stellvertreteropfer (Passah in \u00c4gypten) verschont wurden<\/li>\n<li>weil sie durch ein L\u00f6segeld befreit waren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese zwei Aspekte sind die Grundlage f\u00fcr Gottes Erl\u00f6sung.<\/p>\n<ul>\n<li>Stellvertretung: Jesus der Sohn Gottes ist stellvertretend f\u00fcr uns gestorben (Joh 15,13, R\u00f6m 5,8).<\/li>\n<li>L\u00f6segeld: Jesus hat f\u00fcr uns das L\u00f6segeld bezahlt (Mt 28,28, 1Pet 1,18).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>4Mo 20-26 \u00a0\u00a0 Die Leviten \u2013 zum Dienst und Gehorsam berufen <\/strong><\/p>\n<p>Vers 21+22 fasst die Voraussetzung und Eigenschaften eines Mitarbeiters nochmals zusammen.<\/p>\n<p>Der Abschnitt betont zuvor in V. 20 wie Mose und Aaron sich genau an Gottes Anweisungen hielten \u2013 und zwar ganz so wie der Herr es gesagt hatte.<\/p>\n<p><strong>Eine der wertvollsten und wichtigsten Mitarbeitereigenschaften im Dienst Gottes sind absolute Treue und Gehorsam gegen\u00fcber Gottes Wort!<\/strong><\/p>\n<p>V 23 betont, dazu sind die Leviten verpflichtet. Der Christ und gerade auch die Mitarbeiter in der Gemeinde sind zum Gehorsam Gottes verpflichtet. Leviten konnten nicht tun und lassen was sie wollten, noch tun wie sie es oder wie lange sie es wollten.<\/p>\n<p>Paulus dr\u00fcckt seine Freude \u00fcber den Gehorsam einmal so aus: R\u00f6m 16,19<\/p>\n<p><em>\u201eDenn euer Gehorsam ist \u00fcberall bekanntgeworden. Darum freue ich mich euretwegen, m\u00f6chte aber, dass ihr weise seid zum Guten und unvermischt bleibt mit dem B\u00f6sen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>David schreibt \u00fcber die Erl\u00f6sten: Ps 18,44-45<\/p>\n<p><em>\u201e\u2026ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir; sie gehorchen mir aufs Wort; die S\u00f6hne der Fremde schmeicheln mir.\u201c<\/em><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Der Bibeltext beschreibt die von Gott angeordneten Dienst- und Tempelvorschriften. Es sind keine menschlichen oder j\u00fcdisch motivierten Religionsvorschriften, die sich historisch-kritisch erkl\u00e4ren oder in Frage stellen lassen. Wir nehmen ernst, dass es Gottes Offenbarung ist und damit ein notwendiges Vorbereitungsritual war, was den Leviten erlaubte und bef\u00e4higte im Dienst Gottes zu stehen.<\/p>\n<p>Heilsgeschichtlich haben sich sowohl die Opfer- und Reinigungsrituale in Jesus Christus erf\u00fcllt. Jesus wurde f\u00fcr uns zum S\u00fchnopfer und durch sein Blut sind wir rein geworden. Durch ihn d\u00fcrfen wir Gott nahen und sind bef\u00e4higt zum Dienst (2Kor 3,4-7).<\/p>\n<p>Dennoch gilt es die im Text enthaltenen Prinzipien, die sich auf den Dienst oder unsere Aufgaben in der Gemeinde beziehen, f\u00fcr uns praktisch anzuwenden.<\/p>\n<p>Der Vergleich mag etwas hinken \u2013 aber die Priester waren so etwas wie die hauptamtlichen Vorsteher der Gemeinde. Die Leviten waren die aus dem ganzen Volk berufenen Gemeindemitarbeiter. Der Vergleich hinkt deswegen, weil im Neuen Testament die Gemeinde keine Leviten kennt. Daf\u00fcr aber alle Christen als ein \u201eauserw\u00e4hltes Geschlecht, ein k\u00f6nigliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums\u201c \u00a0bezeichnet (1Petr 2,9: vgl. Off 1,6).<\/p>\n<p>Daher ist es wichtig, die praktischen Prinzipien zu erkennen und diese nicht nur auf bestimmte Gemeindemitarbeiter anzuwenden, sondern auf alle gl\u00e4ubigen Christen.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Als Einstieg in das Thema eignet sich evtl. ein Beispiel von einer Stellenausschreibung, die eine besondere Qualifikation erfordert oder von einem vorausgesetzten Mitarbeiterverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Siehe unter 3.4: \u201eBesondere Stellenausschreibung: M\u00f6chten Sie f\u00fcr die Royals arbeiten?\u201c<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Es lassen sich viele Prinzipien f\u00fcr eine geistliche Mitarbeiterschaft \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Es stellt immer auch eine Herausforderung und Gefahr da, den Text zu \u00fcberspannen.<\/p>\n<p>Daher ist es wichtig, Aussagen die man auf heute \u00fcbertr\u00e4gt mit neutestamentlichen Stellen zu belegen.<\/p>\n<p>Wichtig ist die Trennung von alttestamentlichen Ritualen, die heute im Neuen Testament keine Anwendung mehr finden und den geistlichen Prinzipien, die sehr wohl heute auch in den neutestamentlichen Briefen aufgenommen werden.<\/p>\n<p>Z.B.: 1Pet 2,5,<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Wie sind wir als Christen im Dienst des Herrn als Mitarbeiter unterwegs?<\/p>\n<p>Werden vielleicht Menschen in eine Mitarbeiterschaft gerufen (evt. aus Mitarbeitermangel), ohne zu wissen welche geistliche Grundlage oder Einstellung vorhanden ist oder ob diese Christen sind und dem Herrn geh\u00f6ren?<\/p>\n<p>Christen soll sich der privilegierten Stellung bewusst werden, dass Kinder Gottes immer auch zum Dienst und zur Mitarbeit auserw\u00e4hlt und berufen sind.<\/p>\n<p>Christen sollen erfahren, dass es ein Vorrecht ist sein Leben f\u00fcr den Dienst Jesu bereit zu stellen und es nichts Sch\u00f6neres gibt, als ein Mitarbeiter Gottes zu sein.<\/p>\n<p>Gleichzeitig soll aber auch deutlich werden, dass die Mitarbeiterschaft eine heilige Angelegenheit ist, die sich nach einem g\u00f6ttlichen Mitarbeiterverst\u00e4ndnis richtet und einer weltlichen Lebenseinstellung wiederspricht.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Die Mitarbeiterschaft in der Gemeinde ben\u00f6tigt gewisse Voraussetzungen. Nicht jeder kann einfach in der Gemeinde Mitarbeiter sein und geistliche Dienste \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Es bedarf einer pers\u00f6nlichen Beziehung zu Jesus (Wiedergeburt).<\/p>\n<p>Seine Lebenseinstellung muss mit dem Mitarbeiterverst\u00e4ndnis der Bibel \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<p>Der Mitarbeiter sollte seinen Glauben im Alltag leben, bereit sein sich in der Heiligung und Jesus\u00e4hnlichkeit zu \u00fcben und sich von alten s\u00fcndigen Gewohnheiten getrennt haben.<\/p>\n<p>In der Gemeinde sollten die Mitarbeiter vorgestellt werden, damit die Gemeinde sich hinter ihre Aufgaben stellen kann.<\/p>\n<p>Wie die Leviten ihre unterschiedlichsten praktischen und geistlichen Aufgaben hatten \u2013 so gibt es in der Gemeinde die verschiedensten Arbeitsfelder. Aber f\u00fcr alle galt dasselbe Mitarbeiterverst\u00e4ndnis. Ob in der Kinderstunde, in den praktischen Bereichen oder in der Verk\u00fcndigung \u2013 alle Mitarbeiter ben\u00f6tigten dieselbe geistliche Grundlage und dieselbe geistliche Diensteinstellung.<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Zum Dienst des Herrn geweiht<\/p>\n<ul>\n<li>Von Gott auserw\u00e4hlt<\/li>\n<li>Von Gott ausger\u00fcstet<\/li>\n<li>Von Gott zum Gehorsam bestimmt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das g\u00f6ttliche Mitarbeiterverst\u00e4ndnis<\/p>\n<ul>\n<li>Eigentum sein\n<ul>\n<li>durch den Stellvertretertod Jesu erl\u00f6st und vers\u00f6hnt sein<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Heilig sein\n<ul>\n<li>von Reinigung und Vergebung leben und dem neuen Leben verpflichtet sein<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Gehorsam sein\n<ul>\n<li>an Gottes Wort gebunden und vor Gott und Mensch verantwortlich sein<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Besondere Stellenausschreibung: M\u00f6chten Sie f\u00fcr die Royals arbeiten?<\/strong><\/p>\n<p>Prinz William, Herzogin Catherine und Prinz Harry suchen einen neuen Kommunikationsmanager!<\/p>\n<p>Ein ganz besonderer Berufswunsch kann nun wahr werden: Das englische K\u00f6nigshaus rund um Prinz William, Herzogin Catherine und Prinz Harry sucht \u00fcber das bekannte Jobportal &#8222;LinkedIn&#8220; nach einem Kommunikationsmanager f\u00fcr die wohlt\u00e4tige Stiftung &#8222;Royal Foundation&#8220;.<\/p>\n<p>In der ausf\u00fchrlichen Stellenbeschreibung machen die k\u00f6niglichen Arbeitgeber deutlich, dass sie vor allem Wert auf die F\u00e4higkeit legen, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen und Informationen mit \u00e4u\u00dferster Diskretion zu behandeln \u2013 in einem royalen Umfeld nat\u00fcrlich unbedingt erforderlich! Neben der diskreten und zugleich kompetenten Art muss der Kommunikations-Experte au\u00dferdem umfassende Kenntnisse im Marketing-, Medien- oder PR-Bereich, einen angesehenen Abschluss und im besten Fall bereits Erfahrung im Charity-Bereich vorweisen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der zuk\u00fcnftige Mitarbeiter der Royals soll sich in Zukunft dabei in erster Linie um die \u00d6ffentlichkeitsarbeit der von William, Kate und Harry gegr\u00fcndeten Stiftung &#8222;Royal Foundation&#8220; k\u00fcmmern, die gemeinn\u00fctzige Projekte unterst\u00fctzt und sich in der ganzen Welt gegen Not, Armut und Hunger einsetzt. Darum, dass geregelte Arbeitszeiten nicht zu erwarten sind, machen die Royals bereits in ihrer Stellenausschreibung keinen Hehl. Ein Fulltime-Job eben, der vollen Einsatz und Herzblut erfordert, wie man es aus dem k\u00f6niglichen Umfeld gewohnt ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.vogue.de\">http:\/\/www.vogue.de<\/a>, vom 26. Juli 2017<\/p>\n<p>(Klaus Eberwein)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Unterwegs im Dienst des Herrn &#8211; die Leviten Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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